Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Aachen vor der Brust

Szene vom Winterlauf 2011. Foto: ATG/Jörn

Szene vom Winterlauf 2011. Foto: ATG/Jörn

Nach der lustigen Weihnachtsfeier im Mammas steht für mich (Manu) am Sonntag der Aachener Winterlauf auf dem Programm. Der Lauf geht in seine 50. Auflage und ist wohl, wie es sich liest, ein absolutes Muss für jeden Aachener Läufer. So ist die Teilnehmerzahl mit 2500 Startern auch schon nach kurzer Zeit erreicht worden – und das, obwohl es anspruchsvolle 18 Kilometer zu bewältigen gilt.

Interessant ist die Entwicklung des Laufes, der sich aus einem Orientierungslauf mit Karte und Kompass heraus entwickelt hat. Zwölf Läufer kämpften sich 1963 durch das Gelände, ehe sie den Sportplatz am Chorusberg erreichten. Sieben Jahre später waren schon fast 300 Läufer am Start, ehe sich der Lauf zum Klassiker entwickelte und die internationale und nationale Laufelite anlockte.

Wer übrigens an der Strecke stehen möchte, hier die Beschreibung, wo es überall lang geht: Die Strecke des Winterlaufs führt vom Start im Vichtbachtal, wo die Aachener Turngemeinde früher ein Jugendheim betrieb, zum vereinseigenen Sportplatz Am Chorusberg. Der Start ist für alle Klassen gemeinsam auf der Straße zwischen Zweifall und Mulartshütte (L 238). Nach dem Start sortiert sich das Läuferfeld auf der gut einen Kilometer langen geraden Strecke bis Mulartshütte. Dort biegt man nach rechts ab und erreicht sogleich die erste selektive Stelle, die Steigung hinauf zum Birkenhof. Hier läuft man bei Kilometer zwei rechts in den Wald hinein, vorbei am Sportplatz des VfR Venwegen und anschließend links herunter über Feldwege und durch ein Wohngebiet in Venwegen. 

Spätestens hier sollte man sein Tempo gefunden haben. Nach Erreichen des Endes der Spielstraße Am Kalkofen passiert man in der Umstraße bereits Kilometer vier und erreicht kurz danach die Hauptdurchfahrtsstraße durch Venwegen, wo zahlreiche Streckenposten die Läufer anfeuern. Auf dieser Straße läuft man nun die nächsten beiden Kilometer fast ausschließlich bergab in Richtung Kornelimünster und hat dabei vielleicht noch einen Blick für den schönen Eisenbahnviadukt, den man dabei unterquert. 

Kurz hinter Kilometer sechs geht es dann am Ortseingang von Kornelimünster links in Richtung Walheim und nach einem kurzen steileren Anstieg gelangt man auf die Vennbahntrasse. Jetzt heißt es nach dem Anstieg möglichst schnell wieder sein Tempo zu finden. Denn das nun folgende absolut flache Teilstück, das sich von km 7 bis etwa km 11 erstreckt, ist entscheidend, wenn man eine gute Zeit laufen will. Man läuft dabei über zwei Viadukte, vorbei am ehemaligen Bahnhof Kornelimünster, wo sich immer einige Zuschauer einfinden und wo die Verpflegungsstelle eingerichtet ist, und tangiert Niederforstbach. 

Bei etwa km 11 verläßt man dann die Vennbahntrassse und gelangt auf einen Feldweg, der je nach Witterungsbedingungen eine echte Herausforderung sein kann. Durch seinen S-förmigen Verlauf kann man hier aber einen sehr guten Überblick über die vor einem liegenden Läufer gewinnen, es sei denn, man befindet sich in der Führungsgruppe… 

Kurz vor Kilometer 12 unterquert man die Autobahn und gelangt wenig später nach Hitfeld. Nachdem man dort die Hitfelder Straße überquert hat und nach rechts abgebogen ist, läuft man direkt in den Aachener Wald hinein, der die Kulisse für das Schlußdrittel darstellt. Der kontinuierlich abfallende Waldweg führt kurz vor Kilometer 14 zu einem der tiefsten Punkte der Strecke, dem Beverbach. An dieser Stelle finden sich bei jedem Wetter einige treue Zuschauer ein, um die Läufer anzuspornen, die letzten Kräfte zu mobilisieren. 

Das kann man auch gut gebrauchen, denn von der Brücke über den Beverbach geht es rund 1,5 km über einen welligen und kräftezehrenden Waldweg, die Monschauer Straße überquerend, zur Pionierquelle. 

Hat man die Pionierquelle aber erreicht, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Denn es geht nun hinunter zum Pommerotter Weg, den man bis zur Eupener Straße durchläuft (km 16). Nachdem man die Eupener Straße überquert hat, geht es nach ca. 100 m erneut in den Wald, wo man einen letzten kurzen Anstieg zu bewältigen hat. Dieser Waldweg mündet wenig später in den Grindelweg und man gelangt zur Stauanlage Diepenbenden (km 17). Spätestens hier spürt man nun schon die Nähe des Ziels. Nachdem man den Weg Am Chorusberg erreicht hat, ist der Sportplatz schon bald in Sichtweite. Eine letzte scharfe Kurve führt dann auf den Sportplatz und die Zielgerade.

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