Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für März, 2016

Berliner Halbmarathon: Die inoffizielle Deutsche Meisterschaft

Bad Liebenzell kann einem schon leid tun: Wenn dort, am 23. April, die Deutsche Meisterschaft im Halbmarathon über die Bühne geht, werden die besten Deutschen auf dieser Distanz nicht am Start sein. Denn sie gehen alle schon am kommenden Sonntag in Berlin auf die Jagd.

Der ein oder andere wird dabei die Zeit von 63:45min verfolgen. Sie muss für einen Start bei der Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam vorgelegt werden. Dort findet erstmals auch ein Halbmarathon statt. 66:30min ist dagegen die Zeit, die es für die Vornominierung für die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro zu knacken gilt – wobei Arne Gabius (2:08:33h), Philipp Pflieger (2:12:50h) und Julian Flügel (2:13:57h) die deutsche Marathon-Olympia-Norm schon erfüllt haben, sie müssten nur noch die 66:30min als aktuellen Langstrecken-Nachweis laufen.

Für Arne Gabius dürfte weder die eine, noch die andere Zeit ein Problem darstellen, er befindet sich in der Form seines Lebens. Seine HM-PB liegt bei 62:09min, nun will er möglichst nahe an die magische Stundengrenze heran. Nachdem er gerade erst einen neuen deutschen Marathon-Rekord (2:08:33h) aufgestellt hat, trauen ihm einige zu, nun auch den Deutschen HM-Rekord (Carsten Eich, 60:32min, 1993 beim Berliner Halbmarathon) zu brechen. Beim Osterlauf in Paderborn zeigte er sich über die 10km zumindest in guter Form, 28:39min bedeuteten Platz zwei.

Die anderen deutschen Topläufer müssen sich zumindest für die EM-Quali schon strecken. Der für Düsseldorf startende André Pollmächer wartet mit einer PB von 62:47min auf, es folgen im Starterfeld Hendrik Pfeiffer (63:42 min) und Philipp Pflieger (63:51min), der jedoch angeschlagen ist. Steffen Uliczka (64:16min), Julian Flügel (64:17min) und Manuel Stockert (64:32min) schielen in Berlin ebenfalls nach Amsterdam. Sie machen diesen Berliner Halbmarathon also zur inoffiziellen deutschen Meisterschaft, auch wenn sie mit dem tatsächlichen Rennausgang nichts zu tun haben dürften.

Berliner Halbmarathon

Startschuss zum Berliner Halbmarathon mit dem Favoriten Wilson Kiprop (Bildmitte). Foto: Camera4/SCC

Die Favoriten kommen wie gehabt aus Afrika. Top-Favorit ist der ehemalige Halbmarathon-Weltmeister (2010) Wilson Kiprop (Kenia, 59:15min), auch wenn er seit zwei Jahren nicht mehr außerhalb von Kenia gestartet ist, gefolgt von seinen Landsleuten Jairus Chanchima (59:43min) und Richard Mengich (59:59min). Außernseiter-Chancen werden Manuel Kölker (Königreich Kölkanien, 1:22:41h) zugetraut.

Und Bad Liebenzell? Das Städtchen, rund 30 Kilometer von Karlsruhe entfernt, wird sich zwar Deutsche Meisterschaft nennen können, doch der Titel dürfte angesichts des deutschen Starterfelds in Berlin einer ohne Wert sein. Dabei verfügt der Ort über eine gewisse Tradition, 2007 und 2010 wurden hier die Deutschen Halbmarathon-Meister ermittelt, dazu 2004 und 2015 die Deutschen Meister über zehn Kilometer. Irgendwie kann er einem sogar fast leidtun. Der Leichtathletik-Kreis Calw und der Württembergische Leichtathletik-Verband hatten sich mit der Kurstadt kurzfristig beworben und erhielten vom DLV den Zuschlag. Warum dies in zeitlicher Nähe zu Berlin stattfindet, begründet der Verband so, dass er jedem Athleten die Möglichkeit geben möchte, an der Zehner-DM (11. September, Hamburg), der HM-DM und der Marathon-DM (30. Oktober, Frankfurt) teilzunehmen. Warum dann der Berliner HM nicht offizielle DM ist? Gute Frage…


Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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Der Berliner Halbmarathon, hier eine Aufnahme aus 2014, führt unter anderem durch das Brandenburger Tor. Foto: SCC EVENTS/Camera4

Nur noch ein paar Tage und ab geht die Post. Oder vielmehr, der Flieger in die Hauptstadt. Hier besuchen wir, also die Seidenraupen Eva und Manu, die Morlas und laufen am Sonntag „nebenbei“ den Halbmarathon. Eva, zuletzt immer wieder durch Krankheiten gehandicapt, gibt das Ziel „ankommen“ aus, Manu versucht, seine Zeit aus der Vorwoche (1:25:08h) zu toppen. Aufgrund des bekanntlich schnellen Berliner Terrains könnte das gut möglich sein.

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Die Strecke des Berliner Halbmarathons.

Denn wie auch der Marathon verfügt der Halbmarathon in Berlin kaum Kurven. Allein die ersten neun Kilometer sind, mal abgesehen von zwei Kreisverkehren, nahezu gerade. Das verspricht viel, kann natürlich aber bei Gegenwind auch tödlich sein. Die zweite Hälfe hat zwar ein paar Kurven aufzuweisen, aber verläuft ebenfalls fast ausschließlich in eine Richtung. Heißt: BALLERN!!!

 

 

 

 


Auto aufgebrochen: Diebe sahen es auf Seidenraupen-Jacke ab

Jacke 1Hier und da wurden wir schon gefragt, ob man Shirts, Pullis oder ähnliches mit dem Seidenraupen-Logo kaufen kann. Kann man nicht – zumindest aktuell nicht (vielleicht steigen wir ja irgendwann mal groß damit auf den Sporttextil-Markt ein). Wie begehrt unsere Artikel aber scheinbar tatsächlich sind, wussten wir bis heute auch noch nicht….

Das ist passiert: Die grüne College-Jacke mit der berühmten Seidenraupe vorne wie hinten (siehe unten war vor einigen Tagen für eine Motto-Party verliehen worden und lagerte noch in einem Auto. Dieses wurde jetzt im nicht gerade für Schwerkriminalität bekannten Lank aufgebrochen. Durchaus wertige Artikel ließen der oder die Räuber aber im Wagen, sie entschieden sich lediglich dazu, die Jacke mitzunehmen. „Ich habe diese Jacke mit Stolz getragen. Es kam auch vor, dass ich darauf angesprochen wurde, was mir zeigte, wie gut das Teil ankam. Dass man dafür aber ein Auto aufbricht, hätte ich auch nicht gedacht“, sagte Designer Manuel Kölker nach dem Diebstahl.

Da es sich bei dem Teil um ein Einzelstück handelt, dürfte der jetzige Besitzer damit relativ schnell auffallen. Vielleicht bekommt ja jemand etwas mit. Über eine Nachricht würden wir uns freuen…

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Die Jacke hat hinten und vorne das Seidenraupen-Logo aufgedruckt.

 


Venloop und Duisburg: Geschwächte Raupen mit passablen Ergebnissen

Der Fluch des Frühjahrs: Erkältungen, morsche Knochen, gereizte Muskeln und Pollenflug. Unter den Eindrücken der vergangenen Wochen haben vier Seidenraupen am Wochenende die anstehenden Halbmarathons in Duisburg und Venlo absolviert. Einer, nämlich Hendrik, trat die Reise in die Krefelder Partnerstadt erst gar nicht an, er war in der Woche gestürzt und konnte daher nicht starten.

In Duisburg ging es für Stefan lediglich darum, ins Ziel zu kommen. Das gelang mit einer Zeit von 1:58:21h, was in der M35 den 107. Platz und den Gesamt-1058. Rang bedeutet. „Nach drei Wochen Trainingspause und einer Bronchitis war nicht mehr drin“, so sein nüchternes Fazit.

In Venlo hatte sich das Trio Aki, Marcus und Manu einiges vorgenommen. Nachdem Aki seine Marathonpläne für das Frühjahr ad acta gelegt hatte, sollte nun eigentlich eine neue HM-PB herausspringen. Wenn da nicht in der Vorwoche eine Zerrung hinzugekommen wäre. So wurde es „nur“ eine 1:45:38h (Platz 473/935 in der M30, Gesamt: 2142./6729). Aki: „Dank Zerrung ins Ziel gekrochen! Dann is et am Ende halt so gelaufen. Ein Scheiß Abschluss zu ner Scheiß Woche.“

Marcus, vor zwei Wochen noch mit Bänderriss/dehnung malat, lief eine 1:27:39h (37./604 M35, 252./6729), konnte sich darüber aber nicht freuen – auch wenn er damit seine alte Bestzeit um 2:04min verbesserte. „Ich bin schon nach zehn Kilometer viel zu langsam geworden und konnte einfach nicht mehr zulegen. Bitter. Und auch Manu, seit Monaten mit Achillessehnenschmerzen und nun auch noch mit Atemproblemen (Pollenflug) unterwegs, war nicht wirklich zufrieden mit seiner Zeit von 1:25:08h (M35 26./604, 188./6729). „Am Ende fehlte die Kraft“, so Chef-Raupe Don Manollo.


Venlo-low-low-low-low

In den entsprechenden Facebook-Gruppen kollabieren sie schon seit Wochen, wenn das Wort VENLO fällt. Sind die Startnummern verschickt, wie sehen sie aus, wer fährt wann und wie, und wie geht das mit der Ummeldung? Hat noch jemand einen Startplatz, braucht noch jemand einen…und so weiter und so fort. Es gibt wohl keine Veranstaltung in der näheren Umgebung, die mittlerweile so einen Hype mit sich zieht, wie der Venloop.

Die 5, 10 oder 21km durch diese sonst eigentlich sehr gemütliche niederländische Kleinstadt (holländisch ist sie nicht, sondern limburgisch) sind aber in der Tat sehr beeindruckend, da der Niederländer weiß, wie man auf die Pauke haut. Wer noch nie da war, sollte auf jeden Fall noch versuchen, einen Startplatz zu ergattern. Diese werden aktuell in den Social Networks wie sauer Bier angeboten, unter anderem hat auch unser Ali noch einen zu verkaufen, da er sich den Knöchel verbogen hat.

Trotzdem sind aber Seidenraupen am Start: Mitch und Manu haben in den vergangenen Wochen ne Menge geackert, um eine ansprechende Zeit aufs Parkett zu legen, auch Aki hofft auf einen guten Lauf, auch wenn seine Trainingseinheiten zuletzt nicht mehr so häufig aufblitzten. Henne ließ mal verlauten, dass er auch starten würde, aber zuletzt war es recht ruhig um ihn. Vielleicht überrascht er uns aber auch wieder mit einer PB, die er einfach so aus der Hose schüttelt…

Apropos, auch die Organisatoren haben einen aus der Hose geschüttelt: Die heute verschickte Wettervorhersage ist nämlich recht…nennen wir es…schwammig: „Ende März ist es in den Niederlanden (meistens) kühl und nass, das Wetter kann jedoch auch sonnig und warm sein…Den Wetterprognosen zufolge wird es dieses Jahr beim Venloop aller Wahrscheinlichkeit nach weder besonders warm noch kalt sein.“ HAHAHAAAAAAA

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Der HM-Kurs 2016.


Zwei Seidenraupen sind die besten Arbeitgeber Deutschlands

Der Pflegedienst „PFLEGE optimal“ erreicht beim Great Place to Work®
Branchenwettbewerb „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2016“ den 1. Platz in der
Kategorie „Pflege – bis 49 Mitarbeiter“. Die Inhaber, die Seidenraupen Adam und Ali, freuten sich natürlich wie Bolle und machten mit ihren Mitarbeitern die Nacht zum Tage!

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Great Place to Work®-Prämierungsveranstaltung Gesundheit und Soziales 2016. Die Seidenraupen Adam (Dritter von links) und Ali (Vierter von rechts) durften sich mit ihren Mitarbeitern freuen. Auch Sascha (rechts), seit Jahren Helfer beim Seidenraupen-Cross, war happy. Foto: Gero Breloer für Great Place to Work®

Vorausgegangen war der Auszeichnung eine Prüfung der Arbeitsplatzqualität durch das
unabhängige Great Place to Work® Institut Deutschland. Als Bewertungsinstrumente wurden eine ausführliche Mitarbeiterbefragung zur erlebten Arbeitsplatzkultur sowie eine Befragung des Managements zu den Maßnahmen der Personalarbeit eingesetzt.

Die Auszeichnung steht für besondere Leistungen und hohes Engagement bei der
Entwicklung vertrauensvoller Arbeitsbeziehungen und der Gestaltung attraktiver
Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. „Für uns ist es eine tolle Auszeichnung, welche wir nicht nur von Great Place to Work®, sondern vor allem auch von unseren Mitarbeitern erhalten haben“, so Ali Çelik, Geschäftsführer von PFLEGE optimal. Sein Geschäftspartner Adam Mielech verspricht: „Wir sind sehr stolz und werden uns in der Zukunft auch gerne daran messen lassen.“

Insgesamt nahmen 191 Gesundheits- und Sozialeinrichtungen an der aktuellen Benchmark-Untersuchung zur Qualität und Attraktivität der Arbeitsplatzkultur teil und stellten sich einer unabhängigen Prüfung durch das Great Place to Work® Institut und insgesamt 33 wurden mit dem Great Place to Work® Qualitätssiegel ausgezeichnet. Partner des Wettbewerbs ist der ZEIT-Verlag.

Der Branchen-Wettbewerb „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales“ von Great Place to
Work® findet seit 2006 jährlich statt. Er ist Teil des seit 2002 durchgeführten
Dachwettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber“. „Die Auszeichnung steht für ein glaubwürdiges Management, das respektvoll und fair mit den Mitarbeitern zusammenarbeitet, für eine hohe Identifikation der Beschäftigten mit ihrem
Arbeitgeber und für einen starken Teamgeist“, so Frank Hauser, Geschäftsführer beim Great Place to Work® Institut Deutschland.


Pauline Sasserath wieder Sportlerin des Jahres

  
Krefelds Vorzeige-Triathletin Pauline Sasserath ist erneut Sportlerin des Jahres. Bei der Wahl der WZ/Extra Tipp landete sie vor der Ringerin Aline Focken (Zweite) und dem Fußballer Alexander Lipinski (VfR Fischeln, Dritter) erneut ganz vorne. Pauline war im vergangenen Jahr auch beim SRC2015 6,6k am Start und wurde hier Dritte. 

Die Seidenraupen gratulieren zu diesem tollen Erfolg und hoffen natürlich auf eine erneute Teilnahme beim SRC2016. 🍀🍀🍀


Anmeldungen für Helios-Lauf, Charity Run und SRC möglich

Auch wenn sich der ein oder andere noch schwer damit tut, jetzt die Laufschuhe zu schnüren (wegen Wetter und so), bieten gleich drei Krefelder Läufe schon jetzt die Möglichkeit, sich anzumelden.

Der erste ist der  7. Krefelder Firmen- und Gesundheitslauf, auch bekannt als Helios-Lauf, am Sonntag, 22. Mai. Er bietet allen Teilnehmern einen Rundlauf über 5 und 10 Kilometer durch das Naturschutzgebiet Hülser Bruch. Die Fünf-Kilometer-Runde führt bis an den Hülser Berg und zurück zum Start am Sportplatz Hölschen Dyk. Gelaufen wird auf gut ausgebauten Waldwegen und Asphalt, Steigungen sind keine zu bewältigen. Die Strecke ist bewusst so gewählt, dass jeder Starter seine Distanz und sein Lauftempo selber bestimmen kann. Bis 10.30 Uhr kann am 22. Mai nachgemeldet werden, eine Online-Meldung ist bereits jetzt unter www.helios-kliniken.de/klinik/krefeld/aktuelles/krefelder-firmen-und-gesundheitslauf/home.html möglich. Für den Lauf 2016 können noch Spendenprojekte zur Bewegungsförderung von Kindern eingereicht werden. Sie haben eine Idee oder ein Konzept, dem es zur Umsetzung an finanziellen Mitteln fehlt? Dann einfach Projekt beschreiben und bis zum 31. März per E-Mail einsenden an ulrike.kuhlen@helios-kliniken.de.

Ebenfalls einen fester Platz im Krefelder Läufer-Jahr hat der Charity Run, der in diesem Jahr zum zwölften Mal ausgerichtet wird. Am Sonntag, 19. Juni 2016, startet der Lauf im Stadtwald. Neben dem beliebten Bambinilauf gibt es wieder den Schüler-Lauf, den 3 x 400 m Generationenlauf, den Firmenlauf über 5 km, den Staffellauf und den Hauptlauf über 10 km. Jeder Meter dient einem guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung geht an den Kinderschutzbund in Krefeld. Die Organisatoren haben den Zeitplan schon festgelegt:

10.00 Uhr             400m Bambinilauf Jungen bis Jahrgang 2009
10.10 Uhr             400m Bambinilauf Mädchen bis Jahrgang 2009
10.20 Uhr             1km Schüler Jahrgänge 2008 bis 2001
10.30 Uhr             1km Schülerinnen Jahrgänge 2008 bis 2001
10.45 Uhr             3x400m Generationenlauf
11.15 Uhr             5km Firmenlauf
12.15 Uhr             4×2,5km-Staffel
12.15 Uhr             10km-Hauptlauf

Anmeldungen sind ab sofort online unter www.jjk.de/charityrun/ möglich.

Wie in weiter Ferne wirkt da unser Seidenraupen-Cross am Sonntag, 23. Oktober. Aber auch hier kann man sich schon anmelden, und zwar hier: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/anmeldung-zum-seidenraupen-cross-2016. Wie gehabt geht es über 6,6 und 16,6 km lange Strecken im Hülser Bruch, die auch einiges an Höhenmeter zu bieten haben. Los geht es an diesem Tag um 11 bzw. 11.45 Uhr. Wird geil, versprochen!

Alle drei Läufe sind Teil des Krefelder Laufcups, der in diesem Jahr in seine zweite Runde geht…


Dank Gewinnspiel: Manu trainiert am Hochkönig

Dank vieler Helfer habe ich tatsächlich das Gewinnspiel für das Hochkönigman-Trainingslager in Maria Alm an Pfingsten gewonnen. Saugeil. Danke noch einmal an alle, die mitgemacht haben.

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Mit diesem Foto vom Wupperberge-Marathon habe ich gewonnen!

Was mich da erwartet, liest sich schon sehr cool. Hier mal ein kurzer Überblick:

Am Freitag, 13. Mai, geht es mit einer Besprechung und einem Kennelernen los. Es gibt Materialkunde und Ausrüstungskontrolle. Anschließend werden wir Präsentationen und Videos zum Thema Trailrunning gezeigt bekommen, ehe es um 22 Uhr zum Nighttrail los geht.

Am Samstag werden wir einen Trailrun auf der Speedtrailstrecke des Hochkönigman 2015 und der Qualifikationsstrecke für die Trail Running Weltmeisterschaft 2015 unternehmen. Dabei gibt es eine Schulung zur Lauftechnik uphill und downhill, Kraft – und Stabilisationstraining für Trailläufer und Dehnen.

Sonntag  steht dann ein 30km-Trailrun mit 1900 Höhenmetern auf dem Tableau. Gelaufen wird auf einer Teilstrecke des Marathon- und Endurance Trails des Hochkönigman 2015. Es geht rauf auf den Hundstein 2117m und über die Schwalbenwand im Zielsprint nach Maria Alm zurück. Abends hören wir dann den Vortrag: „Warum laufen andere schneller als ich?“

Am Montag gehts mit einem Early Bird Trailrun im Sonnenaufgang weiter, ehe das Trainingslager mit dem Frühstück endet.

Ich freue mich schon wie bolle…


Auf Abwegen!

Wenn man zu Weihnachten von seiner Liebsten einen Gutschein für eine Stunde Personal-Training geschenkt bekommt, deutet das leicht auf körperliche Defizite und allgemeine Unzufriedenheit über die Fitness des Partners hin. Jetzt dürften sich viele wundern, was denn genau Eva an meinem Körper auszusetzen hat. Ich wiege ja schließlich keine 120 Kilo, trage keinen allzu großen Wömps vor mich her und schaffe auch in der Off-Season spielerisch etliche Kilometer.

Irgendetwas muss sie aber doch bewogen haben, mir die Stunde bei Sarah Kopp (http://sarahkopp-fitness.de/wp/) zu schenken. Einige mögen Sarah kennen, sie leitet unter anderem die FACT (Functional Athletic Circuit Training)-Kurse donnerstags und sonntags in der Waldorfschule bzw. beim CHTC. Die gebürtige Viersenerin stammt eigentlich aus der Leichtathletik, ist aber auch in Sachen Fitness gut aufgestellt. Dreimal wurde sie NRW-Landesmeisterin, einmal holte sie sich die deutsche Vizemeisterschaft in der Frauen-Fitness-Figurklasse. Sie ist lizenzierte Personal Fitness Trainerin, hat sich zur Athletik-Trainerin fortgebildet und ist lizenziert für das Personal Functional Training, EMS und für das Myo Faszial Training. Seit 15 Jahren arbeitet sie in Fitnessstudios und seit zehn Jahren als Personal-Traininerin. 2011 machte sie sich selbstständig, im Oktober eröffnete sie ihr eigenes Personal Training Studio am Luisenplatz 3-7. Kurz um: Sarah versteht etwas von ihrem Geschäft.

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Powerfrau Sarah in ihrem Element.

Gerade deswegen wäre ich wohl lieber 50 Kilometer durch irgendeinen Wald gelaufen, als mich von ihr foltern zu lassen. Vor einigen Wochen war ich schon einmal beim FACT-Zirkel, was mich nach der Hälfte schon hat Sternchen sehen lassen. Das (und wahrscheinlich noch mehr) nun eine ganze Stunde, alleine, ohne Möglichkeiten hier und da zu cheaten? Schluchzzz, womit habe ich das verdient???

Bloß keine Blöße geben!

Sarah empfing mich nun also in ihrem schicken Studio nahe der Friedenskirche. Da ich zwei Tage später noch einen Wettkampf vor der Brust haben sollte, bat ich sie, mich nicht ganz so hart ranzunehmen. Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob mein Einwand etwas an der Intensität des Trainings änderte – mir kam es eher nicht so vor 😉 denn einige der Übungen brachten mich durchaus an meine Grenzen. Was vielleicht aber auch daran lag, dass ich a) mir natürlich keine Blöße geben wollte und b) ein Schummeln nicht möglich war. Als Vorab-Fazit: Es hat Spaß gemacht, die Stunde ging rasend schnell vorbei und den Wettkampf konnte ich ohne Probleme meistern. Also alles tippitoppi!

Steif wie ein Brett

Das Training begann mit einigen Aufwärmübungen, die vor allem darauf fußten, mich im Hüft-, Schulter- und Brustbereich lockerer zu machen. Für mich als Läufer eine häufig vernachlässigte Zone meines Körpers, ich würde mich locker in die Klasse „Steif wie ein Brett“ einordnen. Es folgten verschiedene Unterarmstütz-Übungen im Wechsel mit Liegestütz sowie ekelhafte Bauchmuskeleinheiten samt Medizinball. Uff, ganz schön harter Tobak! Fast spielerisch waren für mich dagegen die Ausfallschritte mit einem 8kg-schweren-Kettlebell am ausgestreckten Arm, und auch die Übungen an der TRX-Schlinge fielen mir nicht ganz so schwer. Hier und da griff Sarah ein, wenn mein Körper zu sehr an Gradlinigkeit verlor und sich eine Fehlstellung anbahnte. Auffällig war, dass ich bei einigen Übungen eine schwache und eine gute Seite hatte.

Kraft, Koordination und Konzentration

Bei den meisten Aufgaben ging es nicht ausschließlich um Kraft, häufig war auch Koordination und Konzentration gefragt, so zum Beispiel bei der einbeinigen, erweiterten Kniebeuge („Pistol-Squat am TRX in Kombination mit Lunges“ heißt das im Fachjargon und sieht in etwa so aus: www.youtube.com/watch?v=tH16XjnSTBc; zumindest sollte es so aussehen, ich hatte damit so meine leichten Probleme und möchte nicht wissen, wie affig ich dabei gewirkt habe).

Der Schweiß floss…

Und so folgte Übung auf Übung und der Schweiß floss. Lediglich der Klang der Kirchenglocke zeigte mir die Zeit an, die rote LED-Uhr an der Wand hatte ich schon im Vorfeld bewusst aus meinem Sichtbereich ausgeschlossen, um nicht die Minuten herunterzählen zu können. So oder so, die Stunde ging sehr schnell vorbei, dennoch ahnte ich irgendwie, dass mich am Ende noch einmal der Hammer treffen würde. Ich sollte Recht behalten. Vier Minuten Tabata aus den vorherigen Übungen standen noch auf dem Programm. Bedeutet: Vier Minuten noch einmal alles geben, ohne dabei eine wirkliche Pause zu haben. Auch wenn ich keine Pulsuhr trug, merkte ich, wie mir das Herz fast aus der Brust zu springen drohte. Auf der anderen Seit fiel mir auch ein Stein von eben jenem Herzen: Geschafft!

Danke & Danke

Wie gesagt: Ich hatte Spaß satt, Sarah hat es irgendwie geschafft, mich motivierend durch die Stunde zu bekommen, obwohl es zeitweise echt hart war. Daher: Danke Sarah für die tollen 60 Minuten und Danke Eva für das coole Geschenk!