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Noch zwei Tage: Ein Deutscher Meister beim Seidenraupen-Cross

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

Letzter Teil unserer kleinen Serie „Menschen beim Seidenraupen-Cross“.

Heute haben wir einen Deutschen Meister im Angebot. Nicht beim Laufen, sondern in der „Randsportart“ Fußball. Marcel Witeczek, der unweit der Seidenraupen-Cross-Route wohnt, hat nach seiner aktiven Karriere umgesattelt und lief zahlreiche Marathons und Traithlon-Langdistanzen. Eher untypisch für einen Fußballer, wie wir finden.

Hallo Marcel. Für dich ist es schon der zweite Start beim Seidenraupen-Cross. Scheinbar liegt dir das Rennen, oder?
Marcel Witeczek: Ja, das stimmt – es gefällt mir sehr. Die Strecke liegt direkt vor meiner Haustür, das hier ist meine Hausrunde. Hier laufe ich seit über zehn Jahren jede Woche.

Gab es eigentlich schon früher mal Lauf-Veranstaltungen hier im Hülser Bruch?
Marcel: Mir hat mal jemand erzählt, dass vor Jahren Preussen Krefeld etwas ausgerichtet hat, aber mehr weiß ich nicht. Hinzu kommt natürlich auch der Gesundheitslauf von Helios, Welle N und der AOK.

Du hast mehrere Marathons in den Knochen, auch einige Triathlon-Langdistanzen. Was aber gefällt dir im Gelände so gut?
Marcel: Es ist die Abwechslung. Es geht rauf und runter, es ist immer wieder etwas anderes und man sieht nicht nur Straße und Straße und Straße.

Eigentlich bist du ja gelernter Fußballer. Mit einem Verein aus Süddeutschland hast du zwei Meister-Titel geholt, mit Bayer Uerdingen wurdest du Deutscher A-Jugend-Meister. Warst du auch als Fußballer so lauffreudig?
Marcel: Aus Erzählungen meiner Gegenspieler weiß ich, dass ich wohl schon da recht viel gelaufen bin. Das war eine meiner Stärken und machte häufig den Unterschied zu meinem Gegenspieler.

Wie unterscheidet sich das Lauftraining eines Profi-Fußballer zu dem eines Laufsportlers?
Es wird nicht spezifisch auf Ausdauer trainiert. Schnelligkeit und Kraft haben klare Priorität. Die Ausdauer holt man sich eher bei verschiedenen Ballspielen rein.

Hast du dich schon einmal gefragt, ob auch eine Karriere als professioneller Ausdauersportler drin gewesen wäre?
Marcel: Nein, das wäre unrealistisch gewesen. Meine Knochen und mein Körperbau wären dafür ungeeignet, weil ich eher der kompakte Typ bin.n

Nach deiner Karriere als Fußballer bist du bei der AOK gelandet – was machst du dort?
Marcel: Hauptsächlich Bewegungsprogramme in Schulen und Vereinen. Wir wollen Kinder, Schüler und Azubis zum Sport bringen.

Die AOK setzt sich ja aktiv dafür ein, Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene aus der Bewegungsarmut zu holen. Hast du vielleicht ein paar Tipps, wie es leichter fällt, von der Couch zu kommen?
Marcel: Am besten erst gar nicht auf die Couch, dieser Versuchung muss man widerstehen. Wenn man von der Schule oder der Arbeit kommt, direkt umziehen und los. Wer einmal auf der Couch hängt, kommt da nicht mehr so leicht von hoch…

Weitere interessante Interviews mit Marcel gibt es hier:
https://web.archive.org/web/20110617030916/http://www.sportschau.de/sp/weitere/news201106/14/interview_witeczek.jsp und hier http://www.spox.com/de/sport/fussball/dfb-team/u-17-wm-mexiko-2011/Artikel/marcel-witeczek-interview-u-16-wm-china-1985-torschuetzenkoenig-aok-sportreferent.html

Und dann noch etwas in eigener Sache
Wie nähern uns dem Lauf – unweigerlich 😉 Um am Sonntag ein Chaos zu vermeiden, bitten wir euch, früh an der Nachmeldestation zu sein. Solltet ihr euch erst in den vergangenen Tagen angemeldet haben, bringt bitte auf jeden Fall eine Bestätigung der Überweisung mit, auf der wir erkennen können, dass das Geld überwiesen wurde. DANKE!!!
So erspart ihr uns und euch lästige Wartezeiten am Nachmeldestand – und zudem kostet der Spaß dann ja sogar noch drei Euro Nachmeldegebühr mehr…

Noch immer sind leider etliche Teilnehmer der Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen. Und wie schon einmal erwähnt, kostet es uns viel Mühe und Zeit, da ständig hinterher zu jagen. Zudem natürlich auch immer die Frage offen bleibt, ob der- oder diejenige überhaupt kommt, wenn er denn dann nicht gezahlt hat. Was wiederum die Planung nicht erleichtert. Und auch das Handling am Sonntag nicht einfacher macht…
Schaut bitte in die vorläufige Starterliste, mit welchem Status ihr hier aufgeführt seid. Nur Personen, von denen wir einen Zahlungseingang registrieren konnten, sind dort entsprechen mit „bezahlt“ gelistet (Stand 16.10.2014). Frage, Probleme?! Kontaktiert uns bitte unter seidenraupen_krefeld@gmx.de. Danke!!! Wir freuen uns!!!


Zwei Seidenraupen werden Dritter bei Ü32-Fußball-DM

Marco Schmedders mit dem Pokal für den dritten Platz. Links: Seidenraupe Ansgar van de Loo.

Marco Schmedders mit dem Pokal für den dritten Platz. Links: Seidenraupe Ansgar van de Loo.

Wieder ein großer Erfolg für die Seidenraupen: Ansgar van de Loo und Marcus Noack haben mit dem VfR Fischeln bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Ü32-Mannschaften (im Volksmund auch Alte Herren genannt) in Neubrandenburg den dritten Platz erreicht. Deutscher Meister wurde der VfB Lübeck durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den Titelverteidiger Blumenthaler SV (Bremen).
Das Aus im Halbfinale gegen eben jenen Blumenthaler SV war bitter und fiel erst im Elfmeterschießen: Ausgerechnet Seidenraupe Ansgar verschoss den entscheidenden sechsten Elfmeter. Vor ihm hatte Marcus den fünften Elfer versenkt, der BSV zog nach und nutzte im Anschluss den Fehlschuss vom Büffel. Schade. Beim Elferschießen um den dritten Platz gegen Louisanna Centro Oberhausen zeigten sich die Mannen aus Fischeln dann wieder zielsicher und siegten 5:3. „Damit sind wir für die kommende Deutsche Meisterschaft direkt qualifiziert. Dritter bei der DM, Wahnsinn“, jubelte Marco Schmedders auf Facebook. Der VfR hatte sich in diesem Jahr als Westdeutscher Meister für die Endrunde eingetragen.

Das erfolgreiche Team vom VfR!

Das erfolgreiche Team vom VfR!

Der Start in das Turnier beim 1. FC Neubrandenburg verlief planmäßig: Der TuS Germania Schnelsen, immerhin Erster der ewigen Bestenliste, wurde mit 2:1 besiegt, unter anderem durch einen tollen Flugkopfball-Treffer von Vanne. Es folgten ein 3:3 gegen den MSV Börde Magdeburg und ein 0:0 gegen 1986 Neckarsulm, was den Gruppensieg bedeutete. Im Achtelfinale wartete dann der Ausrichter, der 1. FC Neubrandenburg. Am Ende stand es 5:3 nach Elfmeterschießen, der 55-jährige Ralf Linke hielt zwei Elfmeter, während alle Grün-Weißen trafen. Bereits nach dem Achtelfinale draußen: Bayern München und Hertha BSC. Im Viertelfinale gegen den 1. Traber FC Mariendorf ging es wieder ins Elfmeterschießen – und wieder konnte sich Ralf Linke auszeichnen. Mit dem 5:4 gelang der Sprung ins Halbfinale, in dem dem VfR dann aber, wie oben beschrieben, ein weiterer Erfolg vorbehalten blieb. Randnotiz: Seidenraupe Marcus traf bei drei Elfmetern immer ins Schwarze.

Fü Teile des VfR geht es nun zum Kur-Urlaub auf ein kleines Eiland im Mittelmeer. Viel Spaß!