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Meike Thomassen und Anne Klaßen neu im Vorstand

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Meike und Manu führen ab sofort die Seidenraupen.

Mit dickem Applaus wurden Adam Mielech und Martin Houbertz auf der Jahreshauptversammlung bedacht, schieden der bisherige zweite Vorsitzende und der Kassenchef doch aus ihren Ämtern aus. Noch lauter war jedoch der Jubel, als Meike Thomassen als neue stellvertretende Vorsitzende (für Adam Mielech) und Anne Klaßen als neue Finanz-Chefin (für Martin Houbertz) gewählt wurden.

Sie treffen im Vorstand nun auf Manuel Kölker und Stefan Glaudo, die als Vorsitzender und Schriftführer wiedergewählt wurden. Elke Brittig unterstützt das Quartett als Pressewartin.

Ansonsten herrschte auf der JHV eitel Sonnenschein. Houbertz konnte von zahlreichen Investitionen und einer soliden Kasse berichten, während Kölker auf ein erfolgreiches 2019 zurückblickte.

Anne Klaßen

Anne führt ab nun die Kasse der Seidenraupen.

Der SRC2019 musste ob der Witterungsverhältnisse diesmal leider etwas leiden, über 100 Vor-Gemeldet scheuten das Nass, sollte aber in diesem Jahr (am 20. September) zu alter Blüte wiederauferstehen. Die Taskforce wird sich in Kürze treffen und dann erste Infos bekanntgeben

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Schnappsschüsse aus Wijchen

Noch immer warten wir auf die Zeiten vom Strong Viking in Wijchen am vergangenen Samstag, dafür sind die Fotos nun online. Seht her…


Paris oder Rotterdam? Es wird Gent!

Bevor die Nächte noch kürzer werden und weniger Zeit für ein ordentliches Training bleibt, weil bei den Kölkers Kind Nummer zwei mit den Hufen scharrt, wird es für Manuel ein vorerst letztes Mal für die kommenden Monate über die 42,195 Kilometer gehen. Die Entscheidung wann und wo stand allerdings noch aus, ist aber jetzt – nach Abwägung aller Möglichkeiten – gefallen: Es wird Gent.

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Der Kurs in Gent.

Dabei standen eigentlich Paris oder Rottterdam auf dem Programm, beide am 5. April. Während ein Start in Rotterdam eine Rückkehr bedeutet hätte, da Manu dort schon 2018 gelaufen ist, wäre Paris Neuland gewesen. Doch plötzlich funkte auch Gent dazwischen: Die belgische Stadt war und ist bislang nicht als Mekka des Marathonlaufs bekannt. Zwar gab es hier nun dreimal eine entsprechende Runde, doch führte die stets im Herbst durch Wald und Heide. Sogar durch eine Art Moor führte der Kurs, dort dann über Holzstege. Das mag auch einen Reiz gehabt zu haben, doch nun haben die Macher einen gänzlich neuen Kurs auf die Beine gestellt, der viel erwarten lässt – und erstmals im Frühling, nämlich am 29. März, stattfindet.

Dahinter steckt die Golazo-Gruppe, die sich auch für das Istaf, den Düsseldorf-Marathon oder die S25 in Berlin verantwortlich erklärt (und noch etliche andere Sportevents). Der Kurs hat sich komplett geändert und führt nun vom Start in der Topsporthalle durch die historische Altstadt und später noch durch die Ghelamco-Arena, in dem der KAA Gent seine Heimspiele austrägt. Danach wird es ländlich, schließlich ist Gent keine Millionen-Metropole. Entlang der Lys und durch die Felder von Sint-Denijs-Westrem und Afsnee geht es zurück in die Innenstadt. „Aufgrund der vielen Kurven, des welligen Profils und schwierigen Straßenverhältnisse ist das zwar immer noch kein Highspeed-Kurs, aber mit Sicherheit eine tolle Strecke. Mir fehlt jetzt zwar eine Woche in meinem Zehn-Wochen-Plan, aber das sollte den Braten nicht fett machen“, so Manu. 

 


Weder gekonnt, noch gewollt: 2Hi-Tags im Stadtwald

Schönen Graffitis kann man mit Sicherheit etwas abgewinnen – vor allem dann, wenn sie auch gewollt platziert sind, sich der jeweilige Eigentümer auch damit einverstanden erklärt bzw. die Künstler sogar selber engagiert hat.

Was nun aber im Stadtwald, also in unserem Laufrevier, rund um den Deuß-Tempel geschehen ist, ist weder gekonnt, noch gewollt. Tags (eine Definition finden wir hier) wurden am Tempel, an der Brücke und im weiteren Umfeld in roter Farbe aufgebracht. Das sieht nicht schön aus und hat auch wenig mit Respekt zu tun, schließlich ist der Tempel Wilhelm Deuß gewidmet, der der Stadt den Stadtwald schenkte.

Wer also gesehen hat, wer hier seinem künstlerischen Drang nachgekommen ist, ohne ein besonderes Talent dafür zu haben, möge sich bitte bei der Polizei melden. Alternativ kann der „Schmierfink“ sich aber auch Reinigungsgerät besorgen und seine „Werke“ verschwinden lassen. Letzteres dürfte deutlich billiger für ihn werden…

Danke an Adelbert Tessun für die Fotos.


Heute für Sie auf der Showbühne: Florian Borst

In unserer Serie „NEUE SEIDENRAUPEN“ stellen wir heute Florian Borst vor. Er hechelt einem familiären Rekord hinterher und will ihn in diesem Jahr knacken.

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Florian (rechts) nach der „Schmach von Berlin“. Das Lächeln fällt schwer.

Und die Zeichen stehen gut: Das Jahr 2020 war erst wenige Tage alt, da spurtete er durch eine nicht näher zu nennende Stadt im östlichen Ruhrgebiet. 26 Kilometer später stand da eine 1:46 h. Verdammt schnell, wenn man bedenkt, dass die bisherige Halbmarathon-Bestzeit bei 1:30 h liegt.

Daher sieht es gut aus, dass der 34-Jährige heuer den Marathon-Rekord seines Vaters, mit bislang 20 Marathon-Starts durchaus ein Duracell-Häschen, knacken wird. Der liegt bei 3:07 h und soll entweder im Frühjahr in Düsseldorf oder im Herbst in Frankfurt fallen.

Dass ein Marathon allerdings ganz andere Gesetze hat, wurde ihm bei seinem bislang einzigen Start über die 42 Kilometer mehr als deutlich: Der Mann mit dem Hammer erwischte ihn mit Schmackes, nach 4:25 h kroch er 2016 in Berlin über die Ziellinie.

Warten wir es also ab, was die nächste Marke „Venloop“ so mit sich bringt. Mehr zu Florian? Hier entlang…


Jetzt neu bei den Seidenraupen: Die doppelten Löbs

Nein, keine Angst: Jogi Löw ist nicht neues Mitglied der Seidenraupen. Dafür aber Simone und Fabian Löb. Hört sich ähnlich an, ist aber doch ein Unterschied, auch wenn zumindest Fabian aus dem Bereich Fußball kommt. In loser Folge werden wir euch unsere „Neuen“ (immerhin fünf an der Zahl) hier vorstellen – diesmal also die doppelten Löbs.

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Fabian zieht hier beim Silvesterlauf 2019 an Aki vorbei.

2017 nahm Fabian als „Gast-Raupe“ am Silvesterlauf teil (37:54 min), jetzt zog er wieder die Stiefel an und legte mit einer 35:55 min ein deutlich besseres Ergebnis vor. Doch damit soll noch lange nicht Schluss sein. „Die Zeiten sind absolut ausbaufähig“, sagt der 44-Jährige – damit ist allerdings nicht ganz klar, ob er nur sich, oder auch seine Frau Simone meint…denn die hat er direkt mal mit angemeldet.

Löb Simone

„Simi“ kann auch ganz entspannt…

Sie selber sagt über sich, dass sie seit frühester Jugend schon sportlich aktiv ist, damals vornehmlich im Schwimmbad. Wegen Diabetes verfolgt Simone (45 Jahre alt) aber seit mehr als 20 Jahren eher die Marschroute, dabei zu sein, als Bestzeiten hinterherzujagen. „Ich habe mit meinen Aktivitäten eher das Ziel, noch lange mobil zu bleiben. In diesem Jahr plane ich, beim Triathlon in Willich, am Venloop, am Charitiy Run und am Hospizlauf teilzunehmen.“


Bämmbämmbämm: Martin mit neuer 10km-Bestzeit in Duisburg

Er werde es locker angehen und dann mal schauen. Nach solch einer verhaltenen Prognose denkt wohl kein Mensch daran, dass am Ende die bisherige Bestzeit pulverisiert wird. Doch Martin Myrold hat am Samstag beim ersten Teil der Duisburger Winterlaufserie über zehn Kilometer ein Brett serviert, von dem er am Ende doch auch selber ein wenig überrascht war.

Bei 36:25 min stoppte die Zeit, damit war die bisherige PB von 38:19 min, aufgestellt beim Krefelder Charity Run 2018, passé und um knappe zwei Minute unterboten. Fast hätte es gar zur Seidenraupen-10 km-Bestzeit gereicht, hier fehlten am Ende ganze zwei Sekunden zum Rekord von Manuel Kölker (36:23 min, Halloween-Lauf Duisburg, 2011). Mit seinem „lockeren“ Lauf wurde Martin 13. (M30: Dritter)

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Martin (links) und Manu nach dem Zehner der Duisburger WLS 2019.

Manuel, der Martin schon nach dem zweiten Kilometer ziehen lassen musste und ihn ab KM5 nicht mehr sah, passierte die Ziellinie nach 38:25 min, also genau zwei Minute nach Martin. Bedeutet für ihn Platz 53 (M40: Neunter).


John Hampson verstärkt die Seidenraupen

In der vergangenen Woche konnten wir vier neue Mitglieder begrüßen, die wir euch in den kommenden Tagen gerne vorstellen wollen. Los geht es mit John Hampson.

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John (links) sorgte beim Seidenraupen-Cross 2019 für ein tolles Finish und belohnte sich am Ende mit Platz fünf.

Der gebürtige Brite kam 2001 als Soldat nach Krefeld, verliebte sich prompt und blieb. Zwei Kinder sind ein weiteres Ergebnis, und als er sich 2014 an (Orientierungs-)Läufe als Schüler erinnerte, zog er die Schuhe an und lief los. Das kann mittlerweile schon längere Touren nach sich ziehen, manchmal auch recht spontan. O-Ton: „Ich laufe am Samstag einfach mal los und schaue dann weiter.“ Wenig später hatte er knapp 60 KM abgespult…

Doch John kann nicht nur lange, sondern auch schnell. Letzter Beweis: Die 8,1 Kilometer beim Silvesterlauf 2019 knallte er in genau 30 Minuten aufs Tablett. Uff. Zweiter Tag im Club und direkt neuer Vereinsrekord. Ausbaufähig ist die Marathon-Zeit (3:18:06; Bonn, 2017), doch eigentlich ist er auch lieber im Gelände unterwegs, wo 42 KM auch schonmal ganz anders sein können. Den nötigen Schliff holt er sich nicht nur bei vielen Läufen „allein auf weiter Flur“, sondern sonntags auch stets mit der Frühstücksgruppe um Michelle 😉

Zu Johns Seite samt Bestzeiten und Strava-Profil geht es hier lang: https://seidenraupen.org/about/die-mitglieder/hampson-john/


Krefelder Laufcup geht an Pia Szymanowski und Kai Muty

Pia Szymanowski (SC Bayer 05 Uerdingen) und Kai Muty (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) sind die Gewinner des Krefelder Laufcups. Die beiden Sieger erhalten Ruhm, Ehre und einen Startplatz für den Seidenraupen-Cross 2020 am 20. September.

Pia und Kai schafften es am Ende des Laufjahres 2019, sich unter allen Top5-Platzierten der sechs Wettbewerbe durchzusetzen, die in die Wertung eingingen (siehe unten). Erst am letzten Tag des Jahres fiel, wie fast immer, die Entscheidung. Gewertet wurde wieder in einem Punktesystem, da die Zeiten der Läufe nicht miteinander vergleichbar sind. Die Punkte verteilen sich auf die ersten fünf Plätze pro Lauf (kurz und lang, wenn vorhanden) und Geschlecht. Für den Sieg gibt es sechs Punkte, dann folgen vier, drei, zwei und ein Punkt. Bei Punktgleichheit zählt die Anzahl der gelaufenen Wettbewerbe.

Pia Szymanowski

Pia Szymanowski beim Seidenraupen-Cross 2018.

Zwar lag Pia nach dem Martinscross bereits mit zehn Punkten vorne, was ihr aber wenig gebracht hätte. Denn schließlich ließ Christina Lehnen (LAZ Mönchengladbach) ihrem Sieg im Martins-Cross nun einen weiteren im Forstwald folgen, was ihr schlussendlich zwölf Zähler bescherte. Pias Vorteil: Sie fuhr gleich in drei Wettkämpfen Zähler ein: Dem Sieg im Frühjahr beim Halb-Stunden-Paarlauf folgten zwei zweite Plätze (jeweils vier Punkte) beim Martinscross und im Forstwald, so dass am Ende 14 Punkte auf der Habenseite stehen. Ebenfalls dreimal punktete Pauline Saßerath, die seit dem Herbst für die Seidenraupen Krefeld startet. Beim SRC wurde sie Fünfte (ein Punkt), beim Martinscross Zweite (vier Punkte) und nun im Forstwald Dritte (drei Punkte), zusammen acht Punkte.

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Kai Muty beim Seidenraupen-Cross 2018.

Interessant: Auch Kai sorgte mit seinem Sieg beim Halb-Stunden-Paarlauf für den Grundstein seines Erfolges. Im Anschluss konnte er sich allerdings nicht mehr platzieren (auch, weil er, wie zum Beispiel beim Charity-Lauf, als Staffelläufer unterwegs war), sammelte nun aber beim Silvesterlauf mit einem vierten Platz zwei wichtige Zähler, mit denen er sich über die breite Masse setzte.

Zu den Ergebnissen des Krefelder Lauf-Cups geht es hier entlang.


Silvesterlauf: Mehrere AK-Platzierungen und ein Neuer sorgt für neue Bestzeit

Toller Jahresabschluss der Seidenraupen beim Silvesterlauf im Forstwald: Vier der neun Seidenraupen, die an den Start gingen, konnten sich in ihrer Altersklasse in den Top3 platzieren, was zusätzlich auch einmal im Gesamt-Klassement gelang. Zudem sorgte John Hampson, der sich erst am 30. Dezember dem Club angeschlossen hatte, prompt für eine neue Vereins-Bestzeit auf dem Geläuf im Süden der Stadt.

Für einen glänzenden Beginn des Tages sorgte Pauline Saßerath, die die Sache über die Kurzstrecke (4100 Meter) eigentlich recht gemütlich angehen lassen wollte. Dann aber packte sie es doch, und prompt lief sie nach 15:09 Minuten als Gesamt-Dritte und Erste der „Jedermann“-Kategorie über die Ziellinie. Manuel Kölker war bei seinem ersten von drei Starts nur locker hinterhergetrabt und nach 17:15 min als 22. Jedermann im Ziel.

Es folgte der „Top-Lauf“: 8100 Meter, verpackt in dreieinhalb Runden Vollstoff. Recht schnell konnten sich elf, zwölf Mann absetzen, wobei die vordersten ein Tempo an den Tag legten, dass John und Manuel nur bedingt mithalten konnten. Gerade für letzteren war es ab der Mitte des Rennens eine einsame Angelegenheit: Nach vorne ging nichts mehr, von hinten rückte keiner mehr nach. Etwas mehr Kontakt hatte John, der schließlich in genau 30 Minuten als Siebter (und M35-Dritter) über die bestens von Martin gehütete Ziellinie huschte und damit in seinem ersten Rennen als Seidenraupe direkt für einen Vereinsrekord im Forstwald sorgte. Manuel, mit 30:59 min bisheriger Inhaber dieser Marke, kam in seinem zweiten Start an diesem Tag als Gesamt-Zehnter und M40-Dritter in 31:23 min an. Es folgten Marcus Noack (34:41 min, M40-Fünfter) und Aki Khader (36:04 min, M35-Zehnter).

Gleich sechs Seidenraupen liefen schließlich noch den Genusslauf über die 8100 Meter. In der W35 lief Katharina Schulze Dieckhoff bei ihrem Debüt im Forstwald in 45:40,30 auf Rang drei und Anne Klaßen nahezu zeitgleich (45:40,70 min) auf den vierten Platz. Ebenfalls in der gleichen Zeit wurde Meike Thomassen W40-Vierte. Manu hatte die Mädels lange begleitet und wollte noch ein Zieleinlauf-Foto schießen, weswegen er fünf Sekunden schneller war (M40-14.) – klappte aber natürlich nicht mit dem Foto.  M45-16. wurde Ali Celik in 50:32 min und Marcus setzte als M40.-17. (50:44) für den Schlusspunkt eines guten SRP-Ausflugs.