Jetzt aber: Der große Boston-Rückblick 2.0

Der Boston-Marathon ist und bleibt DAS Aushängeschild im Ausdauer-Sport. Nicht nur, dass er als der traditionsreichster Marathon der Welt gilt, auch die Besonderheit, sich für die 42 Kilometer in einer harten Qualifikation durchsetzen zu müssen, hat es in sich.

Das Einhorn „Spike“ ist das Maskottchen des Boston Marathons.

In der Geschichte der Seidenraupen war es bislang Präsi Manu vorbehalten, das Rennen 2015 erfolgreich zu absolvieren. Jetzt aber hat Florian Borst nachgezogen – und wie auch Manu eine neue PB aufgestellt. Der „flotte Flo“ war nach 2:57:27 h im Ziel der 130. Boston Marathons, was ihm bei den Männern Platz 4501 beschert (Gesamt: 4943). In der M40 bedeutet das Platz 767. Ähnlich wie Manu vor elf Jahren flog er zunächst durch die Vororte der Millionen-Stadt, um am Ende vollkommen glückselig über die Boylston Street zu laufen.

Per Bus geht es morgens von Boston nach Hopkinton, wo sich der Start befindet.

Die Starter werden traditionell mit den berühmten gelben Schulbussen morgens zum Start von Boston nach Hopkinton gefahren – schon das ist ein Highlight, das seinesgleichen sucht. Gänsehaut.

Dann aber wird gerannt – und wie. „Vom Start weg wurde ich von den steilen Downhill Passagen demütig gehalten, weil ich sofort die enorme Belastung auf die Oberschenkel zu spüren bekam. Nach ein paar Kilometern gewöhnt ich mich aber gut ein und konnte meine Zielpace finden, die sich dann auch tatsächlich wie erhofft ziemlich easy anfühlte, so dass ich Kräfte sparen konnte“, beschreibt Florian. Absolut konstant spulte er die Meilen ab: 6:46 min/m, 6:44, 6;46 und 6:48 so der Meilen-Schnitt je 5KM-Split.

Läuft – und läuft – und läuft!!!

Der Halbmarathon war nach 1:28:31 h absolviert. „Die Strategie war ohnehin klar – die erste Hälfte mit Kopf und die zweite Hälfte mit Herz laufen. In den Newton Hills (Kilometer 25-33) fühlte ich mich großartig, sodass ich im letzten Abschnitt noch einmal zulegen konnte.“

Und dann nahte das großartige Finish: „Zwei Kilometer vor dem Ziel stellte ich fest, dass eine persönliche Bestzeit noch in Reichweite war und haute alles raus was noch im Tank war. Nach dem letzten Turn auf Boylston Street gab es kein Halten mehr! Was für ein Rennen! Was für ein Publikum! Boston ist unbeschreiblich und definitiv einmalig!!!“

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