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Kathi stürmt in Berlin zur Bestzeit – Adam und Manu ächzen in Rotterdam

Das war eine Meisterleistung mit Ansage: Seidenraupe Kathi hat in Berlin ihre Halbmarathon-Bestzeit auf 1:56:38 h geschraubt. Im Vorjahr hatte sie noch das Kunststück vollbracht, genau zwei Stunden zu benötigen. Adam und Manu hatten zeitgleich in Rotterdam die doppelte Strecke zu bewältigen und waren am Ende mit ihren Zeiten (Adam: 3:43:11 h, Manu: 3:09:23 h) ebenfalls zufrieden. Sowohl in Berlin als auch in Rotterdam war es wie erwartet wärmer als noch in den Wochen zuvor. Ungewohnte, aber keinesfalls schlechte Bedingungen also für die Läufer, die sich in den Wintermonaten gestählt hatten.

Das Training hatte sich zumindest bei Kathi gelohnt. Sie wollte in ihrer Heimatstadt endlich unter die Zwei-Stunden-Marke kommen, was ihr endlich gelang. Bei 1:56:38 h blieb die Uhr am Ende stehen, da war der Jubel groß: „Das war alles prima. Die Bedingungen waren optimal, auch wenn es auf den Abschnitten ohne Schatten doch etwas wärmer war. Aber dank meinem persönlichen Hasen Kathleen habe ich es endlich geschafft.“ Auf dem Ku-Damm (bei KM12) sei es ihr etwas schwerer gefallen, da aber griff Kathleen ein. „Sie hat sich nach vorne gesetzt und mich gezogen. Das hat mir Antrieb gegeben. Am Ende wurden wir sogar etwas schneller und ich hatte sogar das Gefühl, nicht am Limit gelaufen zu sein.“ Das beweisen auch die Zwischenzeiten (5km: 27:41, 10km: 27:57, 15km: 27:53, 21: 33:08). Mit ihrer Zeit belegt sie in der W35 Platz 244, bei den Damen 1836 und im Gesamt-Ranking 8972.

Gerne hätte auch Adam sein Rennen nach 21 Kilometern beendet – aber auf dem Programm standen eben 42. Denn bei KM18 gab es einen ungewohnten Einbruch: „Es ging nichts mehr. Meine Beine haben geschmerzt, meine Füße gekribbelt und mein Herz hat verrückt gespielt. Man kann sagen, dass der Himmel sich gegen mich verschworen hat. Ich musste sogar ein zwei Mal gehen. Ab da gab es nur noch ein Ziel: Ankommen.“ Und das gelang: 3:43:11 h (Halbmarathon: 1:38:55 h) stand am Ende auf der Uhr, (Gesamt-Platz 3245/13984, Männer: 2921/10672, M45: 442/1779), wenn auch langsamer als erwartet. Auf den letzten zehn Kilometern biss sich das „Kampfschwein“ mit Kilometer-Zeiten um die sechs Minuten durch. Hut ab!

Mit dergleichen hatte eigentlich Manu gerechnet: Kein Lauftraining in den vergangenen zwei Wochen, die drei Wochen davor auch nur sporadisch. Immer wieder streikte die Wade, und es war nicht klar, ob sie halten würde. „Daher bin ich verhalten an die Sache ran. Auch wenn ich mich gut fühlte, habe ich mich an das Vorhaben gehalten, nicht zu überpacen. Das wäre bei dem Trainingsstand deutlich nach hinten losgegangen.“ Und so hielt er sich an die Drei-Stunden-Pacer, konstante Zeiten von 4:12 bis 4.15 Minuten pro Kilometer waren das Ziel. Das ging länger gut als erwartet. „Bei KM23 meldeten sich meine Beine und zeigten mir, dass ich einen Gang runterschalten sollte. Das habe ich dann auch gemacht. Ich ließ zwei Kilometer später die Pacemaker ziehen und dachte nur noch an das Ziel. Aber ich wollte nicht stehen bleiben, ich hatte mir geschworen, für Lou and the Boys das Ding laufend nach Hause zu bringen. Sie hatte ich die ganze Zeit in meinem Herzen.“ So pendelte er sich zunächst bei 4.20 bis 4.30 ein, zwischen KM 35 und 40 lagen die KM-Zeiten aber sogar einmal kurz über der 5min-Marke, „aber ich wusste, dass der Tank noch nicht ganz leer war.“ Um unter der 3:10h-Marke (Boston-Quali-Zeit) zu bleiben, gab er noch einmal Gas und war bei 3:09:23 h im Ziel (Halbmarathon: 1:29:10 h). Das bedeutet Platz  801/13980, bei den Männern 749/10668 und in der M35 171/1659.

Die Strecke in Rotterdam war übrigens nicht ganz so mau, wie erwartet, wenn auch nicht spektakulär, was vielleicht daran liegt, dass die Stadt auch nicht so schön ist. Zumindest die Zuschauer sorgten an vielen Stellen für die vom Venloop bekannte niederländische Stimmung. Schlecht dagegen der Ziel-Bereich: Kein Bier, keine Massagen und keine Duschen – das geht gar nicht!


Willkommen in der Wettkampf-Woche

Da trainiert man Wochen und Monate bei bitterer Kälte, Schnee- und Hagelstürmen und dann wird es plötzlich warm, sehr warm. Eigentlich klar: Willkommen in der Wettkampf-Woche. Drei Seidenraupen sind am kommenden Wochenende auf Kurs und müssen sich dieser klimatischen Herausforderung stellen: Kathi hetzt durch Berlin und peilt beim Halbmarathon eine neue Bestzeit an, Adam und Manu starten in Rotterdam. In unserer Vorschau blicken wir zunächst in die Hauptstadt.

Für Kathi wird es ihr erster Lauf im Trikot der Seidenraupen – dementsprechend motiviert steigt sie auch ins Rennen. In ihrer Heimat soll endlich die Zwei-Stunden-Marke geknackt werden, nachdem die Uhr im Vorjahr genau bei 2:00:00h stehengeblieben war. Auch die Elite gibt sich die Ehre: Vorjahressieger Gilbert Masai, Richard Mengich (Sieger 2016, beide Kenia), Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt), Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg), Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) sind am Start und ebnen den Weg für Kathi.

Kathi Outfit Berlin HM 2018

Kathis Outfit für den Berliner Halbmarathon. Damit kann ja nichts mehr schiefgehen.

Die Strecke ist die gleiche wie in den Vorjahren: Los geht es im Schatten des Alex und bei Kilometer drei passieren die Läufer das Brandenburger Tor. Lange geht es nun gen Westen, wo nach sieben Kilometern der Ernst-Reuter-Platz und nach neun Kilometern das Schloss Charlottenburg erreicht wird. Für zwei Kilometern folgt die Strecke nun nach Süden, ehe sich die Läuferschar über den Kudamm und entlang des Landwehrkanals wieder zurück gen Osten macht. Dabei geht es natürlich am Potsdamer Platz und am Checkpoint Charly vorbei. Kämpfen heißt es dann ab dem Nikolaiviertel, wo es auf der eigentlich sehr flachen Strecke eine kleine kraftraubende Erhöhung zu meistern gilt.

Die Live-Übertragung des Laufs startet am 8. April um 9:25 Uhr und dauert bis 12:30 Uhr. Diverse mobile Kameras auf der Strecke und im Start-/Zielgebiet sorgen für ein Live-Erlebnis des größten deutschen Halbmarathons. René Hiepen und Falk Cierpinski werden kommentieren. Das Rennen wird auf www.berliner-halbmarathon.de und als Facebook Live Stream gezeigt. GO KATHI!!!


Geile Idee, wir sind dabei: Rhein-City-Run

Ein Lauf von Düsseldorf nach Duisburg? Könnte eine unserer Ideen gewesen sein. In dem Fall war dann aber ein anderer so verrückt, hat das Ding als Halbmarathon konzipiert, Rhein-City-Run genannt und schwupps – 3000 Anmeldungen, ausverkauft. Und zwei Seidenraupen, Moritz und Manu, sind am Sonntag auch am Start.

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Der Start ist am Robert-Lehr-Ufer unmittelbar in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke direkt am Rhein. Zunächst verläuft die Strecke südlich in Richtung Altstadt am Rhein entlang (ca. 1,5 km), bevor sie eine 180 Grad Wende direkt vor den Rheinterrassen macht. Von da aus geht es nördlich auf dem Radweg mit der Unterquerung der A44 Brücke durch die Felder in Richtung Kaiserswerth. Wir kommen an der Rheinfähre Kaiserswerth vorbei und laufen die Rheinpromenade lang, bis wir Wittlaer erreichen (KM 14). Danach queren wir den Wohnbereich Wittlaer und laufen durch Felder bis zurStadtgrenze Düsseldorf – Duisburg auf der Bundesstraße. 8. Nun folgen wir einem Wanderweg vorbei am Landhaus Milser und dem Angerbach und erreichen dann das Ziel auf der Hermann-Spillecke-Straße in Duisburg Huckingen. Die wahrscheinlich bei jeder Marathon-Vorbereitung mindestens einmal gelaufene Strecke entlang am Rhein wird also zum Wettkampf. Coole Sache.

Die Herangehensweise dürfte für viele recht gleich sein: Schnell rauslaufen, um dann auf den Deichwegen nicht im Stau zu stehen. 3000 Läufer sind nämlich mit Sicherheit nicht ganz easy zu verstauen 😉 Lassen wir uns überraschen…

Mehr Infos gibts auf http://rhein-city-run.de/.

 


Lisa läuft tolles HM-Debüt in Ulm

Lisa Femers hat den Halbmarathon in Ulm mit Bravour gemeistert. Bei ihrer Premiere über die 21 Kilometer blieb sie in 1:58:49h gleich unter der Zwei-Stunden-Marke.

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Lisa und Hendrik im Ziel beim Ulmer Halbmarathon.

Mit der Zeit kam sie auf Platz 139 in der weiblichen Hauptklasse, bei den Frauen auf Platz 486 und im Gesamt-Ranking auf Rang 2527 (von 4243). Sie konnte sich auf der Strecke entlang der Donau auf ihren persönlichen Pacemaker Hendrik Hahn verlassen, der zeitgleich die Ziellinie überquerte. Für ihn bedeutet das Platz 276 in der M30, 2041 bei den Männern und 2526 im Gesamt-Ranking.


Seidenraupen auf Berliner Entdeckungstour

2:02:25h, Platz 3050 und in der Altersklasse W30 Rang 591 sowie 1:25:41h, Platz 542 und in der M35 Rang 97 – so die nackten Zahlen von Eva und Manu beim Berliner Halbmarathon.

34.000 Starter hatten sich am Sonntagmorgen bei tollem Wetter auf den Weg gemacht, Berlin zu erkunden. Der Berliner Halbmarathon startet in der Nähe des Alex, verläuft dann Unter den Linden durchs Brandenburger Tor bis zum Schloss Charlottenburg und wieder zurück über den Potsdamer Platz und am Checkpoint Charlie vorbei. Charakteristisch sind neben der unglaublichen Starterzahl die langen Fluchten, die mal Fluch, mal Segen sein können.

Für Eva und Manu standen verschiedene Ziele auf dem Schirm: Eva wollte mit unserer Gastgeberin Kathi den Lauf einfach nur genießen und ankommen, Manu hatte sich vorgenommen, die Venlo-Zeit von vor zwei Wochen (1:25:08h) zu unterbieten.

Und es ging auch gut los, die ersten fünf Kilometer hatte er nach 19:18min absolviert. „Dann aber setzten Schmerzen in den Schienenbeinen ein und ich habe etwas Tempo herausgenommen, um ohne größere Probleme anzukommen“, sagte Manu. Auf den folgenden Kilometern bis ins Ziel war er dann konstant locker bei 4:06-4:09min/km, womit klar war, dass die Venlo-Zeit nicht zu toppen war und um einige Sekunden verpasst werden würde. „Bei km14 wollte ich wieder eine Schippe drauflegen, aber es ging irgendwie nicht mehr. Schade.“

Eva war dagegen begeistert: „Die Stimmung war der Hammer und ich habe zum ersten Mal die Strecke bewusst mit allen Sehenswürdigkeiten wahrgenommen. Ohne Zeitdruck war es viel schöner zu laufen, auch um die Stimmung an der Strecke aufzusaugen.“ Die beiden Mädels ließen sich hier und da begeistern und konnten auf den letzten sechs Kilometern noch einmal deutlich zulegen. Der 5:38er-Schnitt zwischen km15 und 21 war jedenfalls der beste aller vier Splits.

Gewonnen hat Richard Mengich in 59:58min. Arne Gabius, der sich und den deutschen Rekord verbessern wollte und bis km8 ganz vorne mithalten konnte, wurde bei windigen verhältnissen Vierter in 1:02:45h. Damit misslangen beide Vorhaben, auch wenn er bester Deutscher seit 1993 war.


Berliner Halbmarathon: Die inoffizielle Deutsche Meisterschaft

Bad Liebenzell kann einem schon leid tun: Wenn dort, am 23. April, die Deutsche Meisterschaft im Halbmarathon über die Bühne geht, werden die besten Deutschen auf dieser Distanz nicht am Start sein. Denn sie gehen alle schon am kommenden Sonntag in Berlin auf die Jagd.

Der ein oder andere wird dabei die Zeit von 63:45min verfolgen. Sie muss für einen Start bei der Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam vorgelegt werden. Dort findet erstmals auch ein Halbmarathon statt. 66:30min ist dagegen die Zeit, die es für die Vornominierung für die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro zu knacken gilt – wobei Arne Gabius (2:08:33h), Philipp Pflieger (2:12:50h) und Julian Flügel (2:13:57h) die deutsche Marathon-Olympia-Norm schon erfüllt haben, sie müssten nur noch die 66:30min als aktuellen Langstrecken-Nachweis laufen.

Für Arne Gabius dürfte weder die eine, noch die andere Zeit ein Problem darstellen, er befindet sich in der Form seines Lebens. Seine HM-PB liegt bei 62:09min, nun will er möglichst nahe an die magische Stundengrenze heran. Nachdem er gerade erst einen neuen deutschen Marathon-Rekord (2:08:33h) aufgestellt hat, trauen ihm einige zu, nun auch den Deutschen HM-Rekord (Carsten Eich, 60:32min, 1993 beim Berliner Halbmarathon) zu brechen. Beim Osterlauf in Paderborn zeigte er sich über die 10km zumindest in guter Form, 28:39min bedeuteten Platz zwei.

Die anderen deutschen Topläufer müssen sich zumindest für die EM-Quali schon strecken. Der für Düsseldorf startende André Pollmächer wartet mit einer PB von 62:47min auf, es folgen im Starterfeld Hendrik Pfeiffer (63:42 min) und Philipp Pflieger (63:51min), der jedoch angeschlagen ist. Steffen Uliczka (64:16min), Julian Flügel (64:17min) und Manuel Stockert (64:32min) schielen in Berlin ebenfalls nach Amsterdam. Sie machen diesen Berliner Halbmarathon also zur inoffiziellen deutschen Meisterschaft, auch wenn sie mit dem tatsächlichen Rennausgang nichts zu tun haben dürften.

Berliner Halbmarathon

Startschuss zum Berliner Halbmarathon mit dem Favoriten Wilson Kiprop (Bildmitte). Foto: Camera4/SCC

Die Favoriten kommen wie gehabt aus Afrika. Top-Favorit ist der ehemalige Halbmarathon-Weltmeister (2010) Wilson Kiprop (Kenia, 59:15min), auch wenn er seit zwei Jahren nicht mehr außerhalb von Kenia gestartet ist, gefolgt von seinen Landsleuten Jairus Chanchima (59:43min) und Richard Mengich (59:59min). Außernseiter-Chancen werden Manuel Kölker (Königreich Kölkanien, 1:22:41h) zugetraut.

Und Bad Liebenzell? Das Städtchen, rund 30 Kilometer von Karlsruhe entfernt, wird sich zwar Deutsche Meisterschaft nennen können, doch der Titel dürfte angesichts des deutschen Starterfelds in Berlin einer ohne Wert sein. Dabei verfügt der Ort über eine gewisse Tradition, 2007 und 2010 wurden hier die Deutschen Halbmarathon-Meister ermittelt, dazu 2004 und 2015 die Deutschen Meister über zehn Kilometer. Irgendwie kann er einem sogar fast leidtun. Der Leichtathletik-Kreis Calw und der Württembergische Leichtathletik-Verband hatten sich mit der Kurstadt kurzfristig beworben und erhielten vom DLV den Zuschlag. Warum dies in zeitlicher Nähe zu Berlin stattfindet, begründet der Verband so, dass er jedem Athleten die Möglichkeit geben möchte, an der Zehner-DM (11. September, Hamburg), der HM-DM und der Marathon-DM (30. Oktober, Frankfurt) teilzunehmen. Warum dann der Berliner HM nicht offizielle DM ist? Gute Frage…


Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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Der Berliner Halbmarathon, hier eine Aufnahme aus 2014, führt unter anderem durch das Brandenburger Tor. Foto: SCC EVENTS/Camera4

Nur noch ein paar Tage und ab geht die Post. Oder vielmehr, der Flieger in die Hauptstadt. Hier besuchen wir, also die Seidenraupen Eva und Manu, die Morlas und laufen am Sonntag „nebenbei“ den Halbmarathon. Eva, zuletzt immer wieder durch Krankheiten gehandicapt, gibt das Ziel „ankommen“ aus, Manu versucht, seine Zeit aus der Vorwoche (1:25:08h) zu toppen. Aufgrund des bekanntlich schnellen Berliner Terrains könnte das gut möglich sein.

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Die Strecke des Berliner Halbmarathons.

Denn wie auch der Marathon verfügt der Halbmarathon in Berlin kaum Kurven. Allein die ersten neun Kilometer sind, mal abgesehen von zwei Kreisverkehren, nahezu gerade. Das verspricht viel, kann natürlich aber bei Gegenwind auch tödlich sein. Die zweite Hälfe hat zwar ein paar Kurven aufzuweisen, aber verläuft ebenfalls fast ausschließlich in eine Richtung. Heißt: BALLERN!!!

 

 

 

 


Venlo-low-low-low-low

In den entsprechenden Facebook-Gruppen kollabieren sie schon seit Wochen, wenn das Wort VENLO fällt. Sind die Startnummern verschickt, wie sehen sie aus, wer fährt wann und wie, und wie geht das mit der Ummeldung? Hat noch jemand einen Startplatz, braucht noch jemand einen…und so weiter und so fort. Es gibt wohl keine Veranstaltung in der näheren Umgebung, die mittlerweile so einen Hype mit sich zieht, wie der Venloop.

Die 5, 10 oder 21km durch diese sonst eigentlich sehr gemütliche niederländische Kleinstadt (holländisch ist sie nicht, sondern limburgisch) sind aber in der Tat sehr beeindruckend, da der Niederländer weiß, wie man auf die Pauke haut. Wer noch nie da war, sollte auf jeden Fall noch versuchen, einen Startplatz zu ergattern. Diese werden aktuell in den Social Networks wie sauer Bier angeboten, unter anderem hat auch unser Ali noch einen zu verkaufen, da er sich den Knöchel verbogen hat.

Trotzdem sind aber Seidenraupen am Start: Mitch und Manu haben in den vergangenen Wochen ne Menge geackert, um eine ansprechende Zeit aufs Parkett zu legen, auch Aki hofft auf einen guten Lauf, auch wenn seine Trainingseinheiten zuletzt nicht mehr so häufig aufblitzten. Henne ließ mal verlauten, dass er auch starten würde, aber zuletzt war es recht ruhig um ihn. Vielleicht überrascht er uns aber auch wieder mit einer PB, die er einfach so aus der Hose schüttelt…

Apropos, auch die Organisatoren haben einen aus der Hose geschüttelt: Die heute verschickte Wettervorhersage ist nämlich recht…nennen wir es…schwammig: „Ende März ist es in den Niederlanden (meistens) kühl und nass, das Wetter kann jedoch auch sonnig und warm sein…Den Wetterprognosen zufolge wird es dieses Jahr beim Venloop aller Wahrscheinlichkeit nach weder besonders warm noch kalt sein.“ HAHAHAAAAAAA

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Der HM-Kurs 2016.


Seidenraupen im Halbmarathon-Fieber

Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg.

Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg.

Das kommenden Wochenende steht bei den Seidenraupen ganz im Zeichen des Halbmarathons. So werden sich mit Lisa, Lisa Milena, Ali, Henne und mir gleich fünf Raupen rund um die Duisburger Regattabahn tummeln, um hier den letzten Teil des Winterlauf-Serie zu absolvieren.

Für alle vier geht es um die Wurst: Neu-Krefelderin Lisa und auch Lisa Milena möchten ihre HM-Bestzeit toppen. Ähnliches plant Ali mit seinem Boosts, die ihn zu wahren Wunderzeiten verhelfen. Henne nutzt die 21k zur Vorbereitung auf seinen Frühjahrs-Marathon, während es für mich darum geht, nach zwei Wochen Regenerations-Pause wieder in die Spur zu kommen. Start in Duisburg ist um 15 Uhr. Vom Start geht es zunächst über die bekannte 10k und 15k-Strecke Richtung Sechs-Seen-Platte. Später muss dann die komplette Regattabahn noch einmal umlaufen werden, ehe es in den Sportpark Wedau und Richtung Ziel geht. Gerade der Abschnitt an der Regattabahn kann bei miesem Wetter zum Zuckerschlecken werden. In den vergangenen Jahren mussten sich die Läufer hier durch Wind und Wetter kämpfen – inkl. Schnee und Matsch. Das wird heuer wohl nicht der Fall sein, da schnucklige 17 Grad angezeigt sind…

Der Kurs beim Venloop.

Der Kurs beim Venloop.

Von einer Absageflut kann man dagegen einen Tag später sprechen, wenn der Venlo-Halbmarathon ansteht. So starten hier die verletzten Seidenräupchen Eva (Knie) und Steffi (Entzündung) nicht. Auch Ali hat seinen Start abgesagt und läuft nun schon einen Tag zuvor. So bleiben gefühlt nur Mitch, Aki, Axel und Sandra über, die den sehr geilen Venloop laufen werden.
Schon die Stimmung am Start ist riesig. Cool wird es dann in den Vororten von Venlo, in denen die Läufer mit verschiedenen Motto-Partys erwartet werden. Wenn es später dann wieder über die Maas zurück in die City geht, ist die Laune kaum zu toppen.

Ganz besonders viel Spaß wünschen wir Sandra auf ihren ersten 21k am Stück. Rock die Bude und zeig den anderen, wo der Hammer hängt.


Drei Bestzeiten und eine chinesische Seidenvampe

Das Quintett der Seidenraupen: Mitch, Aki, Ali, die chinesische Seidenvampe Ansgar und Manu (von links).

Das Quintett der Seidenraupen: Mitch, Aki, Ali, die chinesische Seidenvampe Ansgar und Manu (von links).

Mit drei Bestzeiten sind die Seidenraupen vom Halbmarathon aus Köln („25. Rund um den Fühlinger See“) zurückgekehrt. Nicht nur deswegen war der Trip in die Domstadt als gelungen zu bezeichnen. Die zahlreichen Begleitumstände trugen zu einem äußerst amüsanten Vormittag bei.

Zunächst das sportliche: Ich (Manu) verbesserte meine HM-Zeit um einige Sekunden auf 1:24:09h (Platz 33, AK M30 8.) – ärgerlich, wenn ich bedenken, dass ich zwischendurch echt mal ein wenig getrödelt habe. Mitch lief in 1:31:43h als 86. (AK M30: 15.) ins Ziel. Aki legte mit 1:40:51h (208./32.) eine neue Bestzeit hin, die Ali mit 2:00:25h (441/66.) knapp verpasste. Ebenfalls in Bestzeit im Ziel: Ansgar. Aktuell wird aber noch vor dem CAS beraten, ob seine Zeit von 1:46:14 (294./45.) gewertet werden darf. Denn gleich zwei Vergehen leistete sich der Büffel, ach, was sage ich, drei oder vier!

Ansgars Urkunde

Ansgars Urkunde


Womit wir auch schon bei den Begleitumständen wären. Der Ausflug nach Köln begann entspannt mit dem Meeting an der Geismühle. Kurze Zeit später stand dann aber schon fest: Ansgar hatte sich nicht angemeldet (O-Ton: „Warum schließt die Online-Anmeldung auch schon so früh.“). Angekommen in Köln war natürlich Parkplatz 1 (direkt am See) schon voll, der rund 800 Meter entfernte P2 (selbstverständlich kostenpflichtig) wurde gewählt. Träumchen, denn Ansgar musste ja noch zum Nachmelde-Point. Und auch Ali musste die Offiziellen beehren: „Ich habe noch gar keinen Chip.“ Kurz vor der Chip-Ausleihe dann der nächste Klopper: Ali hatte nicht nur keinen Chip, sondern auch kein Geld, um diesen zu leihen. Ansgar, der sich mittlerweile angemeldet hatte, hatte glücklicherweise noch Geld dabei. Zu allem Überfluss stellten wir verwundert fest, dass der Start nicht, wie gedacht, um 11 Uhr erfolgt, sondern schon um 10.40 Uhr. Der Trip zurück zum Auto (nötig, weil wir natürlich im Glauben, noch genug Zeit zu haben, unser Renn-Equipment dort gelassen hatten) wurde nun plötzlich sehr hektisch 😉
So waren wir dann aber schonmal aufgewärmt. Schrecksekunde dann nach dem Hin-und-wieder-zurück, als uns plötzlich etliche Läufer entgegen kamen, die gerade gestartet waren. Doch schnell war geklärt: War nicht unser Start. Puh…

Dann ging es schließlich auf den Kurs entlang der Regattastrecke. Tückisch hierbei waren die Brücken, die es etliche Male zu überschreiten galt. Aber sonst lief es für alle recht gut, jeder blieb in seinem Zeitfenster, das er sich anfangs gegeben hatte. Die anstehenden Marathons können also kommen, auch wenn Ali an den Autos dann plötzlich einen auf Frau Wallert machte 😉

Großes Gelächter dann schließlich am Abend bei der Ergebnispräsentation: Ansgar hatte in der Eile wohl auf eine korrekte Schreibweise verzichtet. So lief er in dem extra neugegründeten Laufclub der Seidenvampen (unklar ist, ob er damit auf sein Gewicht anspielte oder doch auf sein vampirartiges Erscheinen im Startblock) und verwendete den Decknamen „van de Xao“…starke Sache. So fiel auch kaum auf, dass er zum wiederholten Male seine Nummer statt mit Sicherheitsnadeln, mit Klebeband befestigte – was natürlich nicht lange gut gehen konnte. Hätte der Sprecher die Nummer entdeckt und den Namen „Seidenvampe“ samt „van de Xao“ entdeckt, ihm wäre wahrscheinlich vor Schreck das Mikro aus der Hand gerutscht…ein Traum!