Wir laufen und laufen und laufen und laufen

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Deadline-Day: Heute noch bis 19 Uhr online anmelden

426 Läufer haben sich bereits für den Seidenraupen-Cross 2017 am kommenden Sonntag, 22. Oktober, angemeldet (Stand 16.10., 11 Uhr) – das ist absoluter Rekord. Wer es den bereits gemeldeten Teilnehmer gleich tun will, hat dazu noch bis heute, 19 Uhr, die Möglichkeit, dies online unter http://my6.raceresult.com/67863/?lang=de zu tun. Danach ist die Online-Anmeldung geschlossen.

Nachmeldungen werden am Raceday für den ersten Lauf zwischen 8.30 und 9.30 Uhr angenommen, für den zweiten bis 10.30 Uhr. Die Nachmeldegebühr beträgt drei Euro – insgesamt kostet der Spaß dann also 15 Euro. Haltet bitte Kleingeld bereit.

Extra-Tipp berichtet über den Seidenraupen-Cross

Der Extra-Tipp berichtet in seiner heutigen Ausgabe über den Seidenraupen-Cross. Ein herzlicher Dank geht dafür an Peter Reuter und Fotograf Andreas Drabben für die coole Story. 💪🏼 Einzig die E-Mail-Adresse ist nicht ganz korrekt: Richtig ist seidenraupen.org. Aber das wisst ihr ja…schönen Sonntag 😘

Hier geht’s zur Online-Version: http://www.mein-krefeld.de/sport/beim-seidenraupen-cross-geht-s-ueber-krefelds-berge-aid-1.7141436

Sieger können sich über coole Pokale freuen

Schon im vergangenen Jahr entzückten wir die Sieger mit schnuckligen kleinen Holzraupen. Jetzt aber setzen wir noch einen drauf. Die Gewinner beim SRC können sich über coole Holzpokale in Form einer Raupe freuen. Es lohnt sich also schnell zu sein 😉

Für das Design ist die Künstlerin Katharina Bock aus einer Stadt bei Lüdenscheid verantwortlich. Sie schnitzt die Pokale aus Lindenholz. Auf www.holzplastik.de kann man sich weitere Werke von ihr anschauen.

Swarm @SRC2017: Protein-Riegel mit interessantem Inhalt

Als wir vor einigen Monaten von Swarm Protein hörten, waren wir echt gespannt, wie sich die Idee „Insekt in Protein-Riegel“ entwickelt. Was uns damals wie heute begeisterte, war die Nachhaltigkeit, die hinter dem Produkt steckt.
Heute können die Macher hinter dem Riegel behaupten, ihre Idee in die Tat umgesetzt zu haben. Darüber freuen wir uns sehr. Und auch darüber, dass Swarm beim Seidenraupen-Cross dabei sein wird und einige Probier-Riegel im Gepäck haben wird.
Wir sprachen über die Idee und die spannende Entwicklungsgeschichte mit Timo, der zusammen mit seinem Kumpel Christopher und Dani hinter Swarm steckt.

Hey Timo, wie seid ihr darauf gekommen, Insekten in einen Fitness-Riegel zu packen? Und wer steckt überhaupt hinter Swarm?
Timo: Aktuell bezieht die Menschheit einen Großteil ihres Proteins aus der Viehhaltung (Fleisch, Milch, Molke etc.). Im weltweiten Durchschnitt macht Viehhaltung etwa ein Drittel des menschlichen Proteinkonsums aus. In den entwickelten Ländern beträgt dieser Anteil bereits 50 %. Die damit einhergehende Umweltbelastung ist enorm. Allein die Viehhaltung bedarf 70 % der weltweiten Agrarfläche und macht bis zu 18 % aller durch den Menschen verursachten Treibhausgase aus.

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Dabei wächst die Menschheit immer weiter. Im Jahr 2050 werden knapp 10 Milliarden Menschen auf dem Planeten leben. Die UN schätzt, dass sich die Fleischproduktion verdoppeln muss, um alle Menschen mit Protein versorgen zu können. Diese Entwicklung belastet die Umwelt massiv. Daher ist es wichtig, neue Wege zu gehen, um alle Menschen gesund und nachhaltig ernähren zu können.
Mit diesen Infos im Gepäck machten wir (Christopher und Timo) uns 2015 auf, Insekten als Nahrung zu erfahren und zwar dort, wo Insekten zum Alltag gehören: Südostasien. Nach dreieinhalb Monaten und 4.500 km im Sattel unserer Motorräder kamen wir beflügelt zurück nach Deutschland.
Insekten essen war mittlerweile kein Problem mehr für uns, wir haben sie als authentisches Lebensmittel wahrgenommen. Allerdings hatten wir auch Monate lang Zeit, uns daran zu gewöhnen. Das können wir den Leuten daheim nicht zumuten. Also lag es nahe, die ungewohnte Optik der Insekten zu entschärfen. Sprich: weniger Antennen, weniger Beine – ein Pulver eben.
Zurück in Deutschland haben wir Kontakt mit Dani aufgenommen. Sie ist eine alte Schulfreundin und Sport- und Ernährungswissenschaftlerin. Dani war gerade in den letzten Zügen ihrer Masterarbeit über die Rolle von Aminosäuren in der Regeneration nach dem Sport. Ein ideales Anwendungsgebiet für diese neue Nahrungsquelle. Dani lebte mittlerweile in Innsbruck und so kam auch ihre Studienfreundin Kathi ins Spiel. Wir ergänzen uns durch Kompetenzen in Sport- und Ernährungswissenschaften, Wirtschaft und Design. Zudem treiben wir alle gerne Sport in den unterschiedlichsten Sportarten, sodass wir verschiedene Blickwinkel auf trainingsoptimierte Sporternährung haben.

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Unsere Vision ist es, mit einer sehr engen Zielgruppe zu starten, die insbesondere die positiven Nährstoffe der Insekten zu schätzen weiß und generell offen für Lebensmittel-Innovationen ist. Daher richten wir uns an Sportler, die sich sowohl gesund und effizient als auch ökologisch und sozial nachhaltig ernähren wollen. Durch sein gutes Kohlenhydrat/Protein-Verhältnis befriedigt er optimal die Bedürfnisse während der Regeneration nach dem Training.
Unser erstes Produkt: Der Insektenriegel. Dabei ist uns natürlich klar, dass ein einzelner Riegel nicht die Welt verändert. Aber wir wollen einen behutsamen Einstieg schaffen und so die Menschen für Insekten als nachhaltige Nahrungsquelle begeistern. Nur so können wir es schaffen, Insekten langfristig als ernsthafte Alternative zu positionieren.

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So sieht der Riegel aus.

Gibt es ähnliches schon anderswo, zum Beispiel in Asien?
Timo: In Asien werden Insekten meist als Ganzes gegessen. Dort gibt es unterschiedliche Insektenarten als Snack auf den Nachtmärkten. Das Angebot reicht von Larven über Heuschrecken bis zu Ameisen und Wasserwanzen. Aber Insektenpulver wird in Asien noch nicht verwendet. Das lassen wir exklusiv für uns produzieren und sind in Deutschland tatsächlich jetzt die ersten, die mit einem Convenience-Produkt mit vermahlenen Insekten an dem Start gehen.

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Timo (links) und Christopher (rechts) in Thailand. Foto: Swarm

Was sind die Vorteile gegenüber üblichen Riegel, wie man sie kennt?
Timo: In unserem Riegel verwenden wir Insekten als innovative Proteinquelle, da sie äußerst funktional und enorm nachhaltig sind:
Funktional: Grillen bestehen zu ca. 70% aus Protein. Dieses Protein ist sehr hochwertig, da es alle neun essentiellen Aminosäuren beinhaltet. Essentielle Aminosäuren sind wichtig für den Aufbau und den Erhalt der Muskulatur und können nicht vom Körper selbst gebildet werden. Zusätzlich sind Grillen reich an wichtigen Mikronährstoffen. Sie enthalten zum Beispiel viel Vitamin B12 und Eisen.

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Auf einem Nachtmarkt. Foto: Swarm

Nachhaltig: Grillen sind wechselwarm und müssen daher keine Energie für ihre Körpertemperatur aufwenden. Somit können sie das Futter direkt in ihr Körperwachstum investieren und zur Bildung von Protein nutzen. Diese hohe Effizienz macht sie äußerst ressourcenschonend. Im Vergleich zu Rindern (klassische Proteinquelle) benötigen Grillen nur ca. 8% des Futters, 2% des Wassers und produzieren weniger als 1% der Treibhausgase.
Während unserer Aufenthalte in Südostasien haben wir uns die Zucht von Insekten vor Ort angeschaut und die dahinterstehenden Menschen kennengelernt. Uns ist wichtig, dass unser ökologisch nachhaltiger Rohstoff auch in der Herstellung sozial nachhaltig ist. Daher beziehen wir die Grillen von lokalen Kleinbauern aus dem ländlichen Thailand. Die Insektenzucht bietet wichtige Verdienstpotenziale für die Landbevölkerung – insbesondere Frauen sind hier traditionell Wissensträgerinnen.

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Timo auf der Crowfunding-Party in Köln.

Keine Angst, dass Westeuropäer das ablehnen? Schließlich isst man hier nicht zwingend Insekten…
Timo: Die Reaktion der Menschen ist wirklich positiv. Natürlich gibt es anfänglich Hemmungen und das Kopfkino ist sehr mächtig. Aber viele sind auch neugierig und wollen einfach mal Insekten probieren. Bei Verkostungen erringen wir dann fast immer einen kleinen Sieg: Unser Riegel ist das erste Mal, dass die Menschen Insekten essen. Viele sind dann positiv überrascht, dass der Riegel einfach lecker schmeckt.
Gleichzeitig überzeugen auch noch unsere schlagkräftigen Argumente: Essbare Insekten sind gesund und nachhaltig. Wir etablieren Insekten als ernsthafte Proteinquelle auf dem westlichen Markt, daher distanzieren wir uns explizit von einer Positionierung als Scherzartikel.
Wir liefern ein effizientes Top-Produkt mit ernährungs-wissenschaftlich fundiertem Nährstoffprofil. Nur so kann die neue Proteinquelle langfristig Erfolg haben und eine ernstgenommene Alternative werden.
Natürlich ist auch unsere Crowdfunding-Kampagne ein wunderbarer Beweis, dass unser Insektenriegel sehr gut ankommt. Hier haben innerhalb von vier Wochen mehr als 1200 Menschen die Riegel vorbestellt. So ist letztendlich eine Crowdfunding-Summe von mehr als 55.000 Euro zusammengekommen. Einfach stark.

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Yummie…Foto: Swarm

Wie geht es weiter, und wann landet der Artikel im Laden? Was wird er kosten, wenn er denn da ist?
Timo: Durch das Crowdfunding konnten wir genug Vorbestellungen sammeln, um jetzt schnell in die Produktion der Insektenriegel starten zu können. Die Produktentwicklung der Riegel ist abgeschlossen. Es wird drei unterschiedliche Geschmacksrichtungen geben: Red Berries, Chia Hazlenut und Raw Cacao. Wir produzieren im November und liefern die Riegel dann im November aus. Wenig später wird er dann auch in unserem Online-Shop zu finden sein. Ein Riegel kostet dich 2,99 Euro. Wir werden aber keine einzelnen Riegel im Briefumschlag verschicken. Im Bulk purzeln dann die Preise recht schnell.
Wir werden oft gefragt, ob wir auch weitere Produkte planen wie beispielsweise Shakes. Sportnahrung bietet viele Möglichkeiten, die positiven Nährwerte von Insekten zu nutzen. Und genau das ist unser Ziel. Wir möchten uns auf mehrere Produktformate ausweiten, um allen Menschen einen unterschiedlichen Zugang zu ermöglichen und zu zeigen, wie vielfältig Insekten als Lebensmittel einsetzbar sind. Zudem arbeiten wir auch mit verschiedenen Partnern daran, weitere Insektenarten als Lebensmittel zu erschließen. Es gibt viele verschiedene Arten, die unterschiedliche Nährwerte und ökologische Vorteile bieten. Es bleibt also spannend!

Desaster am Baldeney-See

Woran hat et gelegen? Dat ist natürlich immer so die Frage. Ich sage natürlich immer, woran hat et gelegen? Das fragt man sich nachher natürlich immer, woran et gelegen hat. Ich sage immer, woran et gelegen hat, fragste dich immer. So isset: Meine plötzliche Entscheidung, den 55. Essen-Marathon zu laufen, darf nachbetrachtend als nicht die beste bezeichnet werden. Vollkommen zerstört bin ich unter ferner Liefen (3:39:44h) ins Ziel gekrochen – und das nach einer einigermaßen planmäßigen ersten Hälfte (1:30:15h). WTF!

Ursachenforschung:

  1. Die Fußverletzung, die ich mir bei den Kleinfeld-Open zugezogen habe und die ich die komplette Vorbereitung immer mal mehr, mal weniger gespürt habe. Daraus resultierend knapp zwei Wochen Trainingspause. Sie dürfte das größte Übel gewesen sein, denn unter der Wettkampfbelastung brach sie kurz vor der HM-Grenze wieder auf.
  2. Das Knirschen in der Hüfte – hier wird jetzt mal ein Arzt konsultiert.
  3. Das Gel, das mir bei KM 12/13/14 voll auf den Magen geschlagen ist.
  4. Die vergangenen anderthalb Wochen, die unsere traumhafte Tochter Lou, geboren am 27. September, maßgeblich geprägt hat. Außer einem kurzen Lauf am Samstag vor dem Marathon war in den letzten zehn Tagen nicht viel mehr drin. Dafür nicht wettkampfgerechtes Essen und Nachtschichten.

Es wird wohl von allem etwas gewesen sein. Eigentlich kam ich gut vom Start weg, die ersten zehn Kilometer hatte ich bei einem Schnitt von rund 4:09 min/km hinter mich gebracht und das Wetter (nass, 13 Grad) kam meinen Vorstellungen sehr entgegen. Für den dann folgenden Abschnitt nahm ich ein Fit-Rabbit ein, ein Rote-Beete-Konzentrat, das mich eigentlich bislang noch nie enttäuscht hat. Diesmal aber schlug es mir extrem auf den Magen, so dass ich ein wenig das Tempo rausnehmen musste. Kurz nach der Wendemarke bei KM15 zogen die 3h-Pacer an mir vorbei, die ich aber relativ lange noch im Blick hatte, auch wenn ich jetzt pro Kilometer einige Sekunden liegen ließ.

Die HM-Matte überquerte ich bei 1:30:15, also noch voll im Soll. Doch spätestens ab hier bröckelten die Zeiten nun merklich. Mein Fuß schmerzte und mit Blick auf die Uhr ließ auch die Motivation nach. An KM25, der Stelle, an der man am späteren Ziel vorbeikommt, hatte ich erstmals eine 5er-Zeit auf dem Tacho, dazu nun echte Schmerzen, die mir ein Weiterlaufen deutlich erschwerten. Ich versuchte alles: Gegendehnen, weitere Gels, Ruhepausen – nichts half. Und so wurden es verdammt lange 17 Kilometer (eine weitere Seerunde), die zermürbender hätten nicht sein können.

Einzig der Gedanke an meine beiden Mäuse zu Hause ließ mich nicht aufgegeben. Getreu dem Motto „DNF is no option“. Als geprügelter Hund schlich ich schließlich als 170. (von 500 männlichen Finishern) und M35-26. ins Ziel, wo mich Moderator Andi Menz noch ein wenig motivierte. Danke!

ACHTUNG: Shirts bis zum 5.10. bestellen und am SRC erhalten

Die erstmals aufgelegten Seidenraupen-Cross-Shirts erfreuen sich großer Beliebtheit. Für nur 20 Euro könnt ihr euch die stylischen Teile sichern. Wer bis zum 5. Oktober bestellt, hat es am Raceday sicher in den Händen. Alle danach bestellten Shirts müssen entweder abgeholt werden oder gehen je nach Absprache per Post raus. Am 22. Oktober können die Shirts ebenfalls (nach)bestellt werden.

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Das Seidenraupen-Cross-Shirt.

Im Vorfeld könnt ihr das Shirt ganz easy bestellen: Entweder bei eurer Anmeldung oder (wenn ihr schon angemeldet seid) via E-Mail mit Größenangabe an seidenraupen_krefeld@gmx.de! Nach Geldeingang gilt eure Bestellung als safe. Das Funktions-Shirt ist im klassischen Schwarz gehalten. Für Mädels gibts das Ding sogar im Girlie-Look!

Moritz debütiert am Dom, Kölker cancelt Köln

Am Ende waren beide bestens gelaunt: Moritz, weil er seinen ersten Marathon gefinisht hat (3:47:19h), Manu, weil er in Köln gar nicht dabei war.

Köln Moritz

Glücklich und zufrieden im Ziel: Moritz hat Köln gerockt.

Für Moritz war der 21. Köln-Marathon tatsächlich der erste 42er. Bislang hatte er sich auf den Mittel-Distanzen wohlgefühlt, nach anderthalb langen Läufen in den vergangenen Wochen sah er sich nun ausreichend vorbereitet. Und es ging auch gut los: Moritz heftete sich an die 3.30-Pacer und lief bis KM25 konstante Zeiten knapp unter der 5min-Marke. Dann jedoch der Bruch. „Ich spürte meine Beine“, so der Debütant, der es fortan etwas ruhiger angehen ließ und hier und da auch mal eine Trink-und-Geh-Pause einlegte. So bröckelte die Zeit um ein paar Minuten – aber egal, wichtig is im Ziel. Das erreichte er schließlich in 3:47:19h (erste Hälfte: 1:43:59h; zweite: 2:03:21h). Bedeutet Platz 1193 und in der M35 Position 202.  Applaus für diese respektable Zeit. Wir sind gespannt, wann der nächste Marathon ansteht.

Manu Lou

Manu verfolgte mit Töchterchen Lou im Arm das tolle Debüt von Moritz am Livestream.

Manu cancelte dagegen seinen Einsatz als 3h-Pacer wenige Stunden vor dem Startschuss. Der Grund: Die gerade geschlüpfte Lou, Manus Tochter. Sie kam etwas überraschend schon am Mittwoch auf die Welt, hatte es also besonders eilig. Am Sonntagmittag stand dann nach den letzten Untersuchungen am Morgen die Heimfahrt vom Krankenhaus ins neue Zuhause auf dem Plan. Angenehmer war eine Marathon-Absage wohl noch nie…

Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald…

Auch in Krefeld gibt es übrigens eine LgL-Sektion, die jeden Monat an Vollmond zum „Gute-Nacht-Lauf“ in Linn bittet (Treffpunkt Straßenbahnhaltestelle Burg Linn, 21.30 Uhr; die nächsten Termine: Mittwoch, 6. September; Donnerstag, 5. Oktober).

Hospizlauf am Sonntag: Mitmachen!

Der 7. Hospizlauf geht am kommenden Sonntag, 24. September, über die Runde. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung für jeden laufenden Krefelder, und daher sind die Seidenraupen auch wieder am Start. Diesmal sind 13 Vereine mit zwölf Startpunkten dabei: Der Sternlauf mit gemeinsamen Ziel am Hospiz am Blumenplatz peilt erneut eine vierstellige Teilnehmerzahl an.

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Gibt es selten: Laufen durch die City. Foto: SC Bayer Uerdingen

Der Hospizlauf wird vom Stadtsportbund Krefeld organisiert. Er wird unter dem Motto „gemeinsam etwas bewegen“ durchgeführt und bietet Beteiligungsmöglichkeiten für jeden Fitness-Grad. Die Streckenlängen variieren von 3,1 Kilometer (Startpunkte Moerser Straße 43; Sportanlage Gladbacher Straße 601) bis zu 11,7 Kilometer (Startpunkt Sportplatz am Windmühlenweg; Büderich). Es gibt Lauf- oder Walking-Gruppen – und ausdrücklich keine Zeitmessung.

Das Besondere ist die Atmosphäre, denn alle Teilnehmer unterstützen über ihr Startgeld und ihr Engagement die Hospiz-Arbeit in Krefeld. Die Ankunft am Hospiz ist dann auch nicht so ganz ein „normaler“ Ziel-Einlauf: „Viele unserer Hospiz-Gäste bemerken diese Veranstaltung. Sie können teils herunter kommen oder sind durch die Übertragung Teil des lebendigen Miteinanders. Sie freuen sich, was andere für sie tun“, berichtet Hospiz-Leiter Alexander Henes. Karin Meincke, die Vorsitzende der Hospiz Stiftung Krefeld, schildert, dass sich mittlerweile auch Angehörige verstorbener Gäste an Lauf beteiligen und etwa in Lauftreffs für die Veranstaltung trainieren.

Hospiz-Lauf 2017

Christian Brück (AOK), Michaela Rausch (Sparkasse Krefeld), Jochen Adrian (SSB), Karin Meincke (Vorsitzende Hospiz Stiftung Krefeld) und Doris Balster (AOK, von links). Foto: SSB Krefeld

Der Hospizlauf hat viele Unterstützer und Sponsoren aus der Krefelder Unternehmenslandschaft – die sich teils finanziell, teils mit Sachspenden an der Veranstaltung beteiligen. Hauptsponsor ist seit Beginn die Sparkasse Krefeld, deren Vertreterin Michaela Rausch meint: „Wir waren damals gespannt, ob es angenommen wird. Ich bin überrascht, wie viele Vereine dabei sind, und stolz, dass die Sparkasse dabei sein darf.“ Neu als Gesundheitspartner konnte in diesem Jahr die AOK gewonnen werden.

Hospizläufer

Die Läufer im Hospizgarten. Foto: SC Bayer Uerdingen

Am Zielort am Blumenplatz werden die Läufer / Walker mit Essen und Getränken versorgt. Viele Ehrenamtler des Hospizes kümmern sich mit den Organisatoren um einen reibungslosen Ablauf. Es gibt einen kostenlosen Bus-Shuttle zum Rücktransport bzw. Teilnehmer aus Hüls können kostenlos mit dem Schluff zurückfahren.

Die Online-Meldefrist ist abgelaufen, am Sonntag sind allerdings noch Meldungen an den Startpunkten möglich. Die Startzeiten variieren. Die Startgebühr beträgt zehn Euro. Infos gibt es beim Stadtsportbund, Rieke von der Heiden, Tel.: 02151 / 771021 oder E-Mail: rieke.vdheiden@ssb-krefeld.de

 

Die Startpunkte

TSV Meerbusch, Sportplatz am Windmühlenweg, Meerbusch-Bösinghoven (11,7 km)

SC Bayer 05 Uerdingen, Löschenhofweg 70 (9,7 km)

DRK Schwesternschaft, Hohenzollernstr. 91 (3,7 km)

TSV Bockum, Sportplatz Bockum Prozessionsweg 15 (8,6 km)

Fischelner Turnverein, Haltestelle Grundend, Eichhornstraße (7,6 km)

Fischelner Turnverein, Parkplatz am Sommerbad Neptun, Mühlenfeld 121 (4,5 km)

Hülser SV, Sportplatz Hölschen Dyk, Hölschen Dyk 46 (7,1 km)

DJK Forstwald, Sportanlage Bellenweg (4,7 km)

Verein für betagte Bürger, Startpunkt: Moerser Str. 43 (2,8 km)

Verberger TV, Startpunkt: Luiterweg 6, Turnhalle Luiter Weg (6,0 km)

CSV Marathon, Sportanlage Gladbacher Str.601 (3,1 km)

IG Altensport, Parkplatz TSK Tönisvorst, Ostring 1, St. Tönis (5,2 km)

Konkrete Informationen zu den einzelnen Startpunkten und -zeiten gibt es hier.

 

Die beteiligten Vereine

SC Bayer 05 Uerdingen

CSV Marathon

DKJ VfL Forstwald

Fischelner Turnverein

Hülser SV

TSV Meerbusch

TSV Krefeld-Bockum

Oppumer TC

IG Altensport

Sport für betagte Bürger Krefeld

Verberger TV

KG Verberg

Caritasverband für die Region Krefeld

Rabimmel: 250-Teilnehmer-Schallmauer durchbrochen

Noch gut ein Monat und der Startschuss für den Seidenraupen-Cross ertönt und durchbricht die klare Morgenluft im Hülser Bruch. Wir haben mittlerweile die 250-Teilnehmer-Schallmauer durchbrochen und blicken gespannt auf einen neuen Teilnehmer-Rekord am 22. Oktober. Hier geht es zur Anmeldung: http://my6.raceresult.com/67863/?lang=de

Über 100 Starter sind es bereits, die die kurze Runde laufen wollen, 150 haben sich dagegen auf den 16 Kilometern angemeldet. Wir sind gespannt – nicht nur, ob der 1. FC Köln (562, Andreas Deiwick) oder Borussia Mönchengladbach (632, Reimund Schwan) die Nase vorn hat, sondern auch, ob die Sieger aus dem Vorjahr sich jagen lassen. Bislang sind weder Esther Jacobitz (SC Bayer 05 Uerdingen, 25:29) noch Jule Nicolaus (SC Bayer 05 Uerdingen, 1:14:25) sowie Niklas Greeven  (LC Rapid Dortmund, 25:29) oder Magnus Gödiker (Bunert Running Team, 1:00:16) gemeldet.

Ein besonders Schmankerl dürfen übrigens die Läufer erwarten, die einen neuen Streckenrekord aufstellen. Aktuell liegen die Bestzeiten bei den Damen bei 25:29 (2016, Esther Jacobitz, SC Bayer 05 Uerdingen) und 1:06:27 (2015, Martina Nobili, Bunert Running Team) und bei den Herren bei 25:22 (2015, Arthur Hoffmann) sowie 57:34 (2014, Christoph Lohse, Bunert Running Team).

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