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Sarah will oberster Ninja Warrior werden

Aufmerksame Leser werden auf dieser Seite den Namen Sarah Kopp schon ein paarmal gelesen haben: Egal, ob die Personal-Fitness-Trainerin einige Seidenraupen beim FACT quälte, uns in ihrem eigenen Studio am Luisenplatz durch die Mangel nahm oder uns die Krefelder Bewegungsparks erläuterte, stets machte sie nicht nur einen super-sympathischen, sondern auch äußerst fitten Eindruck. Und darauf kommt es nun an: Sarah will die zweite Staffel der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ gewinnen – und einen ersten großen Schritt hat sie bereits geschafft: Sie konnte sich unter den 13.000 Bewerbern durchsetzen, ist also eine von nun nur noch verbleibenden 350 Athleten. Wie weit sie es geschafft hat? „Das darf ich leider nicht sagen“, sagt sie geheimnisvoll und bewahrt Stillschweigen.

Ninja Warrior Germany

Sarah Kopp will die zweite Staffel von „Ninja Warrior Germany“ gewinnen.

Die Aufzeichnung erfolgte nämlich schon im Juni, seit der vergangenen Woche zeigt RTL endlich die Show (samstags um 20.15 Uhr). Am 9. September wagt sich dann Sarah für alle sichtbar aufs Parkett. Wobei, Parkett ist nicht ganz richtig. Die 36-Jährige musste einen Parcour überwinden, der es in sich hat. Springen, hangeln, schwingen oder rennen – das waren nur einige der Aufgaben, die sie zu meistern hatte. Bei „Ninja Warrior Germany“ kommt es eben nicht nur auf die reine Stärke an, sondern auch auf Beweglichkeit und Koordination.

Ninja Warrior Germany

Sarah Kopp im Parcour von „Ninja Warrior Germany“.

Wirft man ihren Trainingsehrgeiz, ihre Fitness und den eigenen Anspruch in eine Waagschale, kann der Kenner davon ausgehen, dass sie es weit geschafft hat – alles andere wäre wohl auch für sie eine herbe Enttäuschung. Denn die vergangenen Monate standen eigentlich ständig im Zeichen des Ninja Warrior-Trainings. Wer ihr auf Facebook (sarah.kopp.56), Instagram (sarahkopp56) oder sonstigen sozialen Netzwerken im Internet folgt, konnte quasi live dabei sein: Da wurden Treppen nicht gegangen, sondern gehangelt. Sie kletterte an Baumstämmen entlang, zog sich an Metallstreben hoch oder stemmte mal eben ihre Trainingspartner.

Ninja Warrior Germany

Ausruhen? Gibts für für die Power-Frau Sarah Kopp eigentlich nicht…

Dass das Training nicht spurlos an ihr vorübergeht, liegt auf der Hand: Jede Faser ihres Körpers strotzt vor Kraft, ihre 168 Zentimeter wirken wie Stahl, ohne allerdings in Richtung Body-Building zu gehen. RTL verpasste ihr schließlich auch den Beinamen „Muskel-Wumme“.  „Mein Körper war harte Arbeit. Da habe ich mich sehr gequält. Entweder ganz oder gar nicht“, erklärt sie.

Lassen wir uns also überraschen, ob wir bald sagen können, dass uns die Siegerin von „Ninja Warrior Germany“ trainiert hat. Woooohaaah!

 

So funktioniert die Show „Ninja Warrior Germany“

In jeder der insgesamt sieben Vorrunden von „Ninja Warrior Germany“ 2017 treten 50 Athleten im ersten, sechsteiligen Parcours an. Die Finisher dieses Parcours, bzw. mindestens 20 Athletinnen/Athleten, dürfen sich in der anschließenden Semifinalqualifikation mit fünf weiteren Hindernissen nochmals beweisen. Schaffen den Parcours weniger als 20 Teilnehmer, qualifizieren sich jene Athleten, die in der kürzesten Zeit am weitesten gekommen sind.

Die 56 besten Teilnehmer aus den Vorrunden (acht Athleten aus jeder der sieben Sendungen) schaffen es schließlich ins Halbfinale. Dort warten neun weitere neue Hindernisse auf sie.

Im großen Finale von „Ninja Warrior Germany“ stehen schließlich die besten 28 Athleten. Sie kämpfen um den Titel „Ninja Warrior 2017“. Dafür müssen sie einen alles abfordernden Final-Parcours mit 18 Hindernissen bezwingen.

An dessen Ende steht der über 20 Meter hohe „Mount Midoriyama“. Nur, wer es im Finale bis auf den „Mount Midoriyama“ schafft, wird der erste deutsche „Ninja Warrior“ und sichert sich neben dem Titel die Siegprämie in Höhe von 200.000 Euro.

Ninja Warrior Germany“ 2017 in Zahlen und Fakten

  • 13.000 Menschen haben sich beworben, 2.000 wurden gecastet.​
  • 350 Athleten treten in der Show an, 28 kommen ins Finale.
  • 38 Sportler sind zum zweiten Mal dabei – darunter auch Oliver Edelmann, der „Last Man Standing“ aus 2016.
  • 18 Athleten stammen aus Österreich, 13 aus der Schweiz, und je einer aus Großbritannien und den USA.
  • 59 Jahre alt ist Rainer Pacholek aus Marl – damit ist er der älteste Teilnehmer in dieser Staffel. Er tritt in Show 4 an.
  • 50 Jahre alt ist die älteste Frau unter den Teilnehmern. Daniela Baumann aus Richterswil/Schweiz ist in Folge 6 dabei.
  • 18 Jahre jung ist die jüngste Teilnehmerin. Schülerin Annika Werner aus Hilden, die erst am 1. Juni 2017 ihren 18. Geburtstag feierte, geht in Show 1 an den Start geht.

Die Hindernisse

In der zweiten Staffel von „Ninja Warrior Germany“ werden 37 verschiedene Hindernisse in allen Vorrunden und Semifinalqualifikationsrunden in unterschiedlichen Kombinationen bezwungen. Dabei sind drei Viertel der Hindernisse neu oder neu miteinander kombiniert.

9 weitere Hindernisse müssen im Halbfinale, 19 im Finale überwunden werden, um der erste deutsche „Ninja Warrior“ zu werden.

Das Hindernis „Die Wand“ hat zwei verschiedene Höhen: 4,25 Meter für die Männer, 4 Meter für die Frauen.

 

Die Parcours-Regeln

  • Jeder Teilnehmer hat nur eine Chance, den Parcours zu bezwingen.
  • Der Parcours darf nur mit Schuhen betreten werden. Guter Grip ist bei vielen Hindernissen von Vorteil. Die Schuhe müssen während des gesamten Parcours anbehalten werden.
  • Es sind keine Hilfsmittel erlaubt wie zum Beispiel Handschuhe, Magnesia, Talkum oder Liquid Chalk.
  • Jeder Körperschmuck (Ringe, Ketten, Piercings etc.) muss wegen der Verletzungsgefahr vor dem Auftritt abgelegt werden.
  • Kostüme sind grundsätzlich erlaubt. Einzelne Teile des Kostüms/Requisiten können aus Sicherheitsgründen vor dem Start abgelegt werden.
  • Für jedes einzelne Hindernis gibt es gesonderte Regeln, die zu beachten sind. So dürfen Hindernisse in der Regel nur an den roten Flächen berührt werden. Der Seitenrand darf grundsätzlich nicht betreten werden.
  • Jeder Kontakt mit dem Wasser (auch von Haaren, T-Shirts und anderen Kleidungsstücken) und jeglicher Verstoß gegen die allgemeinen oder einzelnen Hindernisregeln führen zum Aus. (Quelle: www.rtl.de)

 

Freundschaftslauf Venlo-Krefeld am 16. September

Der „beliebte“ Freundschaftslauf zwischen Venlo und Krefeld geht in seine dritte Runde: Am Samstag, 16. September, machen sich die Läufer „beider“ Kommunen erneut auf, die Partnerschaft zwischen den beiden Städten zu pflegen. In diesem Jahr geht es wieder von Venlo nach Krefeld. Krefelder Läufer nehmen dafür um 8 Uhr den Zug ab Krefeld HBF (Treffpunkt am Gleis; Ankunft in Venlo um 8.56 Uhr). Start ist dort um 9.10 Uhr.

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Schnappschuss vom 1. Freundschaftslauf 2014.

Es ist die dritte Auflage des Laufes, der sich über 33 Kilometer erstreckt, und sich daher bestens für alle Läufer des Köln-Marathons als letzte lange Tour eignet. Gelaufen wird in einem lockeren Tempo zwischen 5.10 und 5.30 min/KM, je nach dem, wie die Gruppe so drauf ist. Zur Gruppe: Jeder kann mitmachen, ausdrücklich auch Läufer aus Venlo, die man bei den Auflagen 2014 und 2016 bislang schmerzlich vermisst hat. Im ersten Jahr machten sich vier Krefelder auf den Weg von Venlo nach Krefeld. In Grefrath kamen einige weitere Läufer hinzu. 2016 war es dann ein Krefelder Trio, diesmal ging es von Krefeld in die Niederlande.

Die Strecke führt zunächst aus Venlo heraus, durch die Groote Heide und am Flugplatz vorbei. Wenig später wird die Landesgrenze überschritten, ehe auf der linken Seite Schloss Krickenbeck auftaucht. Zwischen den Krickenbecker Seen hindurch laufen die Sportler nach Hinsbeck und wenig später auf dem Bahnradweg nach Grefrath. Über malerische Felder geht es dann nördlich von St. Tönis nach Krefeld. Hier ist die Strecke zu sehen.

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Im Ziel: Adam (rechts) und Manu beim 2. Freundschaftslauf, diesmal von Krefeld nach Venlo.

Interessierte Läufer, die nicht die komplette Strecke laufen wollen, können natürlich auch zwischendurch einsteigen. Als Einstieg eignet sich zum Beispiel nach 7,5 Kilometern das Info-Zentrum Krickenbecker Seen, Krickenbecker Allee 36, nach 15,2 Kilometern das Rathaus von Grefrath, Rathausplatz 3, nach 19 Kilometern die Kreuzung Butzenstraße/Kempener Außenring, nach 24 Kilometer die Kunstgießerei Pasch, Unterweidener Straße 34, oder nach 27 Kilometern die Kreuzung Krefelder Weg/Unterweiden.

 

 

Wow: Schon 170 Anmeldungen für den Seidenraupen-Cross

Schon 170 Anmeldungen für den Seidenraupen-Cross 2017 – das kann sich mehr als sehen lassen, schließlich wird die fünfte Auflage erst am Sonntag, 22. Oktober, gestartet. Neben aktuell 32 Teilnehmern aus Krefeld stammen die übrigen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. Die weiteste Anreise nimmt ein Läufer aus Zürich auf sich. Über 100 der Starter sind aus einem bestimmten Grund in Krefeld.

Sie kommen aus Augsburg und München, aus Kiel, Wilhelmshaven und Husum, aus Schwerin, Hamburg und Nürnberg – und sind alle Mitglieder des deutschlandweiten Vereins „Laufen gegen Leiden“. Der Club vereint vegane Läufer – und hat einen Tag vor dem Seidenraupen-Cross hier seine Jahreshauptversammlung. „Zahlreiche unserer Mitglieder kommen aus dem Ruhrgebiet, da liegt Krefeld sehr günstig. Toll, dass wir das auch direkt mit der Idee unserer Kuckucks-Läufe verbinden können“, sagt Mark Hoffmann. Was dahinter steckt, werden wir in einem späteren Bericht noch erklären. 😉

Du bist noch nicht angemeldet? Dann schnell hier lang: http://my6.raceresult.com/67863/?lang=de

Willkommen bei den Seidenraupen: Meike und Kamil sind neu dabei!

Kamil Meike

Kamil und Adam (links) sowie Manu und Meike. Die Freude bei den beiden ist scheinbar echt und nicht gespielt.

Mit Meike und Kamil haben wir in den vergangenen Tagen zwei neue Seidenraupen begrüßt. Beide sind eigentlich nicht neu in der Seidenraupen-Familie, da sie in der Vergangenheit stets zum Helfer-Team beim Seidenraupen-Cross gehört haben. Aber beide laufen auch schon seit längerer Zeit und vergrößern damit den „aktiven“ Seidenraupen-Pool.

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Meike mit Tochter Pia, die ebenfalls schon ein großes Lauf-Talent ist.

Dass Meike läuft, ist eigentlich nichts neues. Denn schon vor Jahren, nämlich ab 2002, absolvierte sie Läufe bis hin zur Marathon-Distanz (PB: 4:07h). Dann aber wurden Pia und Liv, ihre beiden Töchter, geboren, und die Zeit, sich im Wald oder auf der Straße auszutoben, wurde knapper.

Pia geht mittlerweile schon in den Kindergarten, und die kleine Liv ist auch aus dem gröbsten raus, so dass auch Meike wieder aktiver werden kann.

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Kamil Mielech beim Charity Run 2017. Er wurde in 40:28min Vierter. Foto: Charity Run

Kamil Mielech wurde von seinem Onkel Adam für die Seidenraupen geworben. „Ich freue mich, dass wir das endlich festgezurrt haben“, sagt er. Understatement schwingt mit, wenn er als Gründe für Laufen primär „allgemeines Wohlbefinden und  körperliche Fitness“ nennt. Denn Kamil gehört zu der Sorte „sauschnell“.

Beim Charity-Run schrammte er nur knapp am Podest vorbei und wurde in 40:28min Vierter. Als fernes Lauf-Ziel hat er übrigens Ultras und den mehrtägigen Wüsten-Lauf „Marathon de Sable“ im Visier „Aber bis in Ultra-Alter ist es ja noch was hin…“

Auf dem Rad und am Ball: Seidenraupen gehen fremd

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Wir wissen nicht, was Moritz hier für Pillen genommen hat, aber sie scheinen gewirkt zu haben.

Die Seidenraupen haben das vergangene Wochenende zu einigen Seitensprüngen genutzt und mal nicht die Laufschuhe geschnürt: Moritz bretterte im Team „Rapid Ramirez“ beim 24h-Mountainbike-Rennen in Duisburg über Stock und Stein, während Mitch (Tennisfreunde Fischeln) und Manu (Teen Pilstrinker) bei den Kleinfeld-Open aktiv waren.

Mit sieben weiteren Höllenhunden kam Moritz am Ende des Rennens im Landschaftspark mit 72 absolvierten Runden auf den 14. Platz. Scheint ne runde Sache gewesen zu sein, wie man an seinem zufriedenen Gesicht erkennen kann 😉

Mitch und Manu hatten dagegen mal wieder die Kleinfeld-Open vor der Brust – jenes Fußball-Turnier, bei dem Jahr für Jahr 16 Mannschaften antreten und am Ende der TC Bovert gewinnt. So auch in diesem Jahr. Die Wasser-ohne-Kohlensäure-Trinker aus Meerbusch hatten im Halbfinale Glück, dass die Pilstrinker einfach nicht das Tor trafen und retteten sich ins Neun-Meter-Schießen. Hier agierten Kölkers Pilstrinker zu großzügig, so dass der TCB ins Finale einzog. Dort hätten auch gerne die TFF gestanden. Sie wiederum scheiterten im Neun-Meter-Schießen am Titelverteidiger Dohmes & Golomb.

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Manu nimmt einen großen Schluck aus dem Pokal für den dritten Platz.

Da es beide Teams scheinbar nicht aus neun Meter können, entschied man sich spontan, den Kampf um Platz drei in genau dieser Disziplin auszutragen, um quasi für das kommende Jahr zu üben – mit dem besseren Ende für die Pilstrinker, die später einmal mehr auf der Player’s Night ihren Mann standen.

 

Krefeld first: Her mit der Gretel-Bergmann-Straße (und weg mit der Hans-Günther-Sohl-Straße)

Die Leichtathletin Gretel Bergmann (später Margaret Lambert) ist in der vergangenen Woche im Alter von 103 Jahre gestorben. Ein wahrlich stolzes Alter für eine wahrlich stolze Frau. Bergmann war in den 1930er-Jahren Deutschlands beste Hochspringerin. An den Olypmischen Spielen 1936 in Berlin durfte sie aber trotzdem nicht teilnehmen, die Nazis schlossen sie wegen ihre jüdischen Herkunft aus.

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Gretel Bergmann. Foto: Museum zur Geschichte von Christen und Juden

Verbittert hat sie ein Jahr später ihre Heimatstadt Laupheim Richtung New York verlassen, wo sie nun, am Donnerstag, 25. Juli, verstarb. Sie wollte das Schicksal der Juden nie vergessen, zahlreiche Familienmitglieder kamen unter den Nazis um. „Wissen Sie, es ist nicht schön, mit all der Bitterkeit im Inneren zu leben“, sagte sie bei ihrem ersten Besuch nach dem Krieg 1999 in Deutschland.


Skulpturen jüdischer Sportler, darunter auch eine von Gretel Bergmann, wurden im Rahmen der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ 2015 auf dem Washingtonplatz in Berlin ausgestellt. Foto: Boris Streubel/Getty Images

Krefeld könnte nun mit gutem Beispiel voran gehen, wenn es sich zu einem mutigen Schritt entscheidet und eine umstrittene Straße in Gretel-Bergmann-Straße umbenennt. Warum, mögen jetzt einige Fragen – und ja: Gretel Bergmann hatte nie etwas mit Krefeld zu tun, sie stammte, wie schon gehört, aus Laupheim und den Großteil ihrer Wettkämpfe bestritt sie in Süddeutschland bzw. in England und später in den USA. Allein ihre sportlichen Erfolge, aber auch ihr Schicksal, sollte allerdings Grund genug sein. Zudem: Eine Gretel-Bergmann-Straße wäre einzigartig in ganz Deutschland.

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Das Gretel-Bergmann-Stadion in Laupheim. Foto: Von Wald-Burger8 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43177717

Es gibt in Berlin einen Gretel-Bergmann-Weg und eine Gretel-Bergmann-Sporthalle sowie in Laupheim das Gretel-Bergmann-Stadion, aber eine Gretel-Bergmann-Straße gibt es eben nicht. In ganz Deutschland! Krefeld stünde also im Fokus, würde ob dieser Umbenennung auch überregional in die Schlagzeilen geraten. Wer noch immer zweifelt und den regionalen Bezug vermisst, möge die Gegenfrage beantworten: Was hatten Ebert, Schumann, Fröbel und viele weitere mit Krefeld zu tun, dass ihnen hier eine Straße gewidmet wurde?

Nur wo? Im Süden unserer Stadt, in Fichtenhain!

Nun wissen wir natürlich, dass Straßenumbenennungen nie einfach sind. Sie kosten viel Zeit, Bürokratie, treffen die Anwohner/Anlieger und benötigen vor allem das Einverständnis der Politik. Sie bieten in diesem Fall allerdings auch die Chance, ein deutliches Zeichen zu setzen, denn wir wüssten auch, wo eine Gretel-Bergmann-Straße entstehen könnte: Im Süden unserer schönen Stadt. Hier, in Fichtenhain, gibt es seit 2006 die Hans-Günther-Sohl-Straße. Mittlerweile die einzige in ganz Deutschland, denn vor wenigen Wochen wurde in Düsseldorf die dortige Hans-Günther-Sohl-Straße in Luise-Rainer-Straße umbenannt. Die Landeshauptstadt erinnert damit nun an die Düsseldorferin Luise Rainer, die als einzige deutsche Schauspielerin zwei Mal den Oscar gewonnen hat. Übrigens auch eine Jüdin.

Sohl war Nazi und machte damit Karriere

Was haben Rainer und Bergmann, was der Industrielle Hans Günther Sohl nicht hat? Vor allem eine reine Weste, was die Vergangenheit angeht: Sohl war Nazi, er trat 1933 in die Partei ein und machte mit dem Hakenkreuz am Revers Karriere in der Stahlindustrie bis hin zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Vereinigten Stahlwerke und zum Wehrwirtschaftsführer. Es dürfte klar sein, dass er den Einsatz Tausender Zwangsarbeiter und Kriegsgefanger in der Produktion seines Unternehmens wohlwissend gebilligt hat und deren Tod in Kauf nahm.

Düsseldorfer und Krefelder Experten im Widerspruch

Eine Kommission aus Geschichtsexperten und Vertreter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf war jetzt zu dem Entschluss gekommen, dass Sohls Vita zu braun sei, ergo sein Name aus dem Straßenverzeichnis zu löschen sei. In Krefeld teilte man diese Meinung im Februar 2015 allerdings nicht, hier sieht man den gebürtigen Danziger als „Mitläufer“ an. So, wie er auch in den Entnazifizierungsverfahren gesehen wurde. Dennoch: Für 18 Monate saß er nach dem Krieg in verschiedenen Internierungslagern.

Die Bosse deckten sich: Karriere auch nach 1945

Wie so viele ehemalige hochrangige NSDAP-Mitglieder machte Sohl aber auch danach munter Karriere, die Seilschaften der Nazis wirkten bekanntlich auch nach 1945 noch lange und bestens nach. Ein gutes halbes Jahr nach seiner Entlassung, jetzt quasi reingewaschen, wurde Sohl erneut in den Vorstand der Vereinigten Stahlwerke berufen. 1953 wurde er Vorstandsvorsitzender der Thyssen AG und hatte diesen Posten 20 Jahre inne. Von 1956 bis 1969 war er Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie und von 1972 bis 1976 Vorsitzender des Bundesverband der Deutschen Industrie (Quelle: Wikipedia; Über Sohl gibt es übrigens eine sehenswerte Doku des SR.). Diese „Verdienste“ führten laut Rheinische Post auf Betreiben der Thyssen Krupp Real Estate dazu, die damals recht unscheinbare und recht kurze Straße in Fichtenhain nach Sohl zu benennen. Heute hat sich das Gelände als „Logistikpark Süd“ jedoch entwickelt. An der Hans-Günther-Sohl-Straße sitzen weltweit agierende Unternehmen wie der Logistiker DSV, der Sportartikel-Hersteller Asics und der Einrichter Lüllmann. Unschön: Alle eben mit einem Nazi als Namenspatron auf ihrer Visitenkarte.

Weg mit der Hans-Günther-Sohl-Straße, her mit der Gretel-Bergmann-Straße!

Freilich, wir sind keine Experten. Aber wir fühlen, wir schmecken geradezu das deutliche „Geschmäckle“ an Sohls Namen, die braune Soße, die an ihm haftet. So etwas braucht Krefeld, das sich stets als tolerante und menschliche Stadt ansieht, das immer offen für Verfolgte aus aller Welt war und ist, nicht. Für diese Erkenntnis muss man auch kein Experte sein, sondern einfach nur ein denkender und vor allem ein fühlender Mensch. Daher: Weg mit der Hans-Günther-Sohl-Straße, her mit der Gretel-Bergmann-Straße. Word! (mak)

Seidenraupen-Cross: Neugierige können wieder die Strecken schnuppern

Wir bieten wie auch im vergangenen Jahr den ganz besonders Neugierigen unter euch die Möglichkeit, die beiden Strecken des Seidenraupen-Cross vorab kennenzulernen. Dabei wird euch mindestens immer eine Raupe kleine Tricks zeigen, mit denen man am Raceday die ein oder andere Sekunde wettmachen kann.

Los geht es bereits heute. Um 16.40 Uhr wird der lange SRC gelaufen. Gute 16 Kilometer liegen dann vor euch.

August

Dienstag, 8. August, 17 Uhr: Lang und hügelig: Der große SRC
Dienstag, 15. August, 17 Uhr: Kurz und schnell: Der kleine SRC
Dienstag, 22. August, 17 Uhr: Lang und hügelig: Der große SRC
Montag, 28. August, 17 Uhr: Kurz und schnell: Der kleine SRC

September

Dienstag, 5.  September, 17 Uhr: Kurz und schnell: Der kleine SRC
Dienstag, 12. September, 17 Uhr: Lang und hügelig: Der große SRC
Mittwoch, 20. September, 17 Uhr: Lang und hügelig: Der große SRC
Dienstag, 26.  September, 17 Uhr: Kurz und schnell: Der kleine SRC

Die Oktober-Termine geben wir später bekannt.

Alle Termine können sich natürlich noch kurzfristig verschieben. Wir informieren dann aber über die bekannten Kanäle. Grundsätzlich achten wir darauf, in einem „normalen“ Tempo zu laufen. Heißt: Wir brettern nicht mit 4min-Kilometern durchs Bruch, sind aber auch nicht sieben Minuten pro Kilometer unterwegs. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und orientiert sich natürlich auch an der Gruppe. Getreu dem Motto: „Alles kann, nichts muss!“

Rheinuferlauf: Kölker wird 30.

Beim Rheinuferlauf am vergangenen Samstag hieß es übrigens beißen. Bei mörderischen Temperaturen und wenig Schatten hatte sich Manu den Halbmarathon als Vorbereitungslauf für den Köln-Marathon vorgenommen. Besonders clever von ihm, sich schon über fünf Kilometer warmzulaufen und dann mit Kilometer-Zeiten zwischen 4:15-4.30min loszupreschen. Erst später schaltete er einen Gang runter und kam so nach 1:40:23h als 30. (von 218 Männern; 5. M35) ins Ziel. Es gewann Habtom Tedros in 1:17:31h.

Radrennen in der Innenstadt mit Tour de France-Fahrern

Fünf Tage nach dem Finale der Tour de France in Paris steigt am Freitag, 28. Juli, in der Krefelder Innenstadt das Radrennen „Retour le Tour“. Mehrere Tour-Profis, darunter Sprint-Star André Greipel, haben ihre Zusage für das Hauptrennen (Start 20 Uhr, 60 Kilometer) in Krefeld gegeben.

Retour le Tour Nils Politt

Nils Politt ist einer der Tour de France-Fahrer, die bei „Retour le Tour“ in der Krefelder Innenstadt starten werden. Foto: Veranstalter

Start und Ziel ist auf der Breitestraße auf Höhe des Dionysiusplatzes. Von hier verläuft die Strecke über die Rheinstraße, rechts in die Lohstraße, Marktstraße und zurück auf die Breite Straße. Startschuss ist um 17 Uhr mit dem „Fette Reifen“-Rennen für die Kleinsten von sechs bis zwölf Jahren. Um 17.30 haben die Jugend (U17/19) und die Elite-Frauen ihren Auftritt. Beim Derny-Rennen um 18.45 Uhr wird es dank der Windschatten-spendenden Motorräder lauter. Beim Nachbarschafts-Rennen um 19.30 Uhr über zwei Runden sind alle Bürger und Firmenmannschaften zur Teilnahme aufgerufen.

Anmeldung für das „Fette Reifen“- und das Nachbarschafts-Rennen sind bis 45 Minuten vor dem jeweiligen Start möglich. Das Rahmenprogramm auf dem Dionysiusplatz beginnt ebenfalls um 17 Uhr. Höhepunkt dabei ist die Präsentation der Tourfahrer (ab 19.30 Uhr) im Anschluss an eine Autogrammstunde mit Rick Zabel und André Greipel, die neben der Musikbühne um 19 Uhr beginnt. Ab 20 Uhr spielt die Band Joker auf der großen Bühne vor der Kirche. Die After-Race-Party dauert bis 23 Uhr.

Innenstadtbesucher müssen wegen des Rennens mit Einschränkungen im Straßenverkehr rechnen. Alle Parkhäuser sind aber erreichbar. Ab 13 Uhr beginnen die Absperrmaßnahmen. Ordner sind an acht Übergängen postiert. Die Buslinien 051 und NE5 werden von 15 bis etwa 23 Uhr umgeleitet.

21 Kilometer am Rhein entlang

Der Rheinuferlauf in Duisburg lockt am kommenden Samstag zum 25. Mal die Massen ans, wie sollte es anders sein, Rheinufer. Der beliebte Lauf des Homberger TV bietet erneut wieder verschiedene Distanzen an, Seidenraupen Manu läuft im Rahmen der Köln-Marathon-Vorbereitung über die Halbmarathon-Distanz (Start: 17.30 Uhr). Um 15 Uhr legen die Walker auf ihrer 7,5 Km-Runde los, die Jedermänner starten um 16.50 Uhr und die Läufer des 10 Kilometer-Laufs um 17.40 Uhr. Weg vom staubigen Ascheplatz in Homberg geht es über den Rheinpreußenhafen in die Rheinauen, vorbei an Baerl und in Binsheim wieder zurück. Lassen wir uns überraschen…

Seidenraupen-Cross: Tatkräftige Helfer gesucht!

Der 5. Seidenraupen-Cross am Sonntag, 22. Oktober, ist jetzt schon besser gebucht, als alle vier Vorgänger zusammen. 129 Anmeldungen sind bislang eingetrudelt, in den Vorjahren waren es zum gleichen Zeitpunkt keine zwei Hände voll. Insofern steigt auch bei uns die Lust, euch wieder einen geilen Vormittag im Hülser Bruch zu bieten.

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Fleißige Helfer am Melde-Counter.

Damit aber auch alles reibungslos gelingt und wir den Ansturm bewältigen können, benötigen wir wieder Helfer an allen Ecken und Kanten: Mountain-Biker als Führungs- und Besenwagen, Streckenposten, Kuchenbäcker und -verkäufer, Einchecker am Melde-Counter, Bälleaufpumper und Hütchenaufsteller. Wenn ihr Teil der Seidenraupen-Familie werden wollt und euch an dem Tag einbringen möchtet, kontaktiert uns bitte einfach per E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de! Danke und schönen Tag da draußen!

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