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Update der „Hall of fame“: Mehr Ruhm für alle

Das hat Mühe gekostet, doch die hat sich gelohnt. Denn mit diesem vorerst finalen Update der Seidenraupen-internen „Hall of fame“, in der die Bestzeiten von der 5KM-Strecke bis zur Marathon-Distanz aufgeführt werden, wurde deutlich, wo welcher Rekord die Jahre überdauert – und wo er, wie jetzt gerade über die 15 Kilometer, durch Martin Myrold eingestellt wurde.

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Eva (Zweite von links) nach dem Lauf in Korschenbroich.

Knapp sieben Jahre ist es her, dass Eva-Maria Kölker in Korschenbroich 24:17 min für fünf Kilometer benötigte. Zweimal gelang ihr noch eine ähnliche Zeit, seit dem knabbern aber alle weiblichen Seidenraupen an dieser Marke. Sechs Jahre hält Hendrik Hahn nun schon den Rekord bei den Männern. Seiner 18:04 min vom Charity-Run in Krefeld kam zuletzt John Hampson recht nahe. Sieben Sekunden trennten ihn bei seinem Spurt durch Moers in 2018. Damit liegt er mit Manuel Kölker gleichauf, der einst Hendrik im Stadtwald trieb.

Wohl kein Verein in Krefeld führt seine Listen über den Silvesterlauf im Forstwald so genau, wie die Seidenraupen. Bis ins Jahr 2007 reichen die Aufzeichnungen, die beiden Bestmarken datieren aber aus der jüngeren Vergangenheit. Anne Klaßen (39:14 min, 2018) und John Hampson (30:00 min, 2019) führen hier die Listen jeweils mit rund einer Minute Vorsprung an.

Deutlich mehr Staub liegt auf den 10 KM-Bestzeiten: 48:48 min benötigte Eva beim Sommernachtslauf durch die Neusser Innenstadt 2012, Ehemann Manuels 36:23 min vom Halloween-Lauf in Duisburg aus dem Jahr 2011 zitterten kürzlich enorm, als Martin Myrold durch Duisburg peste und nur zwei Sekunden langsamer war.

Die 15 KM-Zeiten stammen alle aus der Nachbarstadt, gibt es doch kaum Rennen, die über diese Distanz verlaufen. Eva führt auch hier die Liste an  (1:10:10 h, 2013), bei den Männern hat Martin seit Samstag die Krone auf. Seine 55:09 min waren deutlich schneller als die 57:49 min, die Hendrik Hahn 2013 an gleicher Stelle lief.

Venloop 2018

Lisa, Elke und Adam (rechts) waren mal wieder hin und weg vom Venloop.

Kann der Norweger seine Form behalten – wovon auszugehen ist – wird er in wenigen Tagen auch die Bestmarke über die Halbmarathon-Distanz aufstellen. Manuel war 2017 mit 1:20:27 h verdammt schnell unterwegs,doch Martin dürfte spätestens beim Venloop am 29. März diese Zeit unterbieten. Schließlich steht er dann für seinen Düsseldorf-Marathon endgültig voll im Saft und trägt dann auch erstmals den Nike Next%-Wunderschuh. Bei den Damen war es Lisa Femers, die vor knapp zwei Jahren in der niederländischen Partnerstadt mit 1:48:30 h die SDR-Bestzeit aufstellte (Meike gibt ihre PB auch mit 1:48 h an, wir wissen nur leider nicht, wie viele Sekunden da noch on top kommen).

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Manuel im Ziel des Boston-Marathons.

Lisa hält mit 3:58:21 auch seit drei Jahren die Marathon-Bestmarke (aufgestellt beim Vivawest-Marathon im Ruhrpott), bei den Männer stammt sie aus dem Jahr 2015, als Manuel in 2:54:19 h Boston erstürmte. Auch hier kann damit gerechnet werden, dass Martin diese Marke alsbald kassiert.

Tschüüüüüch: Martin pulverisiert sieben Jahre alte Seidenraupen-Bestmarke

Martin Myrold hat beim 15 Kilometer-Lauf im Rahmen der Duisburger Winterlaufserie den sieben Jahre alten Vereinsrekord pulverisiert. Damals war Hendrik Hahn nach 57:49 min ins Ziel gestürmt, Myrold unterbot dies nun deutlich: Seine 55:09 min bedeuteten den siebten Rang, den er mit 1:31:34 h auch in der Serienwertung belegt. Ohne Frage befindet sich Martin aktuell in der Form seines Lebens. Kenner der Szene erwarten jetzt natürlich weitere Bestzeiten, vor allem, wenn er dann endlich seinen Nike-Wunderschuh aus dem Gehege lässt (wahrscheinlich erstmals beim Venloop).

Winterlaufserie 2020 15 km

Manuel Kölker, Martin Eckelt und Martin Myrold (von links) nach den 15 Kilometern.

Manuel Kölker verpackte seinen Start in einen 30-Kilometer-Lauf und war demnach recht gemütlich unterwegs (1:07:17 h). In der Serienwertung rangiert er mit 1:45:42 h auf Platz 139.

Meike Thomassen und Anne Klaßen neu im Vorstand

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Meike und Manu führen ab sofort die Seidenraupen.

Mit dickem Applaus wurden Adam Mielech und Martin Houbertz auf der Jahreshauptversammlung bedacht, schieden der bisherige zweite Vorsitzende und der Kassenchef doch aus ihren Ämtern aus. Noch lauter war jedoch der Jubel, als Meike Thomassen als neue stellvertretende Vorsitzende (für Adam Mielech) und Anne Klaßen als neue Finanz-Chefin (für Martin Houbertz) gewählt wurden.

Sie treffen im Vorstand nun auf Manuel Kölker und Stefan Glaudo, die als Vorsitzender und Schriftführer wiedergewählt wurden. Elke Brittig unterstützt das Quartett als Pressewartin.

Ansonsten herrschte auf der JHV eitel Sonnenschein. Houbertz konnte von zahlreichen Investitionen und einer soliden Kasse berichten, während Kölker auf ein erfolgreiches 2019 zurückblickte.

Anne Klaßen

Anne führt ab nun die Kasse der Seidenraupen.

Der SRC2019 musste ob der Witterungsverhältnisse diesmal leider etwas leiden, über 100 Vor-Gemeldet scheuten das Nass, sollte aber in diesem Jahr (am 20. September) zu alter Blüte wiederauferstehen. Die Taskforce wird sich in Kürze treffen und dann erste Infos bekanntgeben

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Schnappsschüsse aus Wijchen

Noch immer warten wir auf die Zeiten vom Strong Viking in Wijchen am vergangenen Samstag, dafür sind die Fotos nun online. Seht her…

Paris oder Rotterdam? Es wird Gent!

Bevor die Nächte noch kürzer werden und weniger Zeit für ein ordentliches Training bleibt, weil bei den Kölkers Kind Nummer zwei mit den Hufen scharrt, wird es für Manuel ein vorerst letztes Mal für die kommenden Monate über die 42,195 Kilometer gehen. Die Entscheidung wann und wo stand allerdings noch aus, ist aber jetzt – nach Abwägung aller Möglichkeiten – gefallen: Es wird Gent.

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Der Kurs in Gent.

Dabei standen eigentlich Paris oder Rottterdam auf dem Programm, beide am 5. April. Während ein Start in Rotterdam eine Rückkehr bedeutet hätte, da Manu dort schon 2018 gelaufen ist, wäre Paris Neuland gewesen. Doch plötzlich funkte auch Gent dazwischen: Die belgische Stadt war und ist bislang nicht als Mekka des Marathonlaufs bekannt. Zwar gab es hier nun dreimal eine entsprechende Runde, doch führte die stets im Herbst durch Wald und Heide. Sogar durch eine Art Moor führte der Kurs, dort dann über Holzstege. Das mag auch einen Reiz gehabt zu haben, doch nun haben die Macher einen gänzlich neuen Kurs auf die Beine gestellt, der viel erwarten lässt – und erstmals im Frühling, nämlich am 29. März, stattfindet.

Dahinter steckt die Golazo-Gruppe, die sich auch für das Istaf, den Düsseldorf-Marathon oder die S25 in Berlin verantwortlich erklärt (und noch etliche andere Sportevents). Der Kurs hat sich komplett geändert und führt nun vom Start in der Topsporthalle durch die historische Altstadt und später noch durch die Ghelamco-Arena, in dem der KAA Gent seine Heimspiele austrägt. Danach wird es ländlich, schließlich ist Gent keine Millionen-Metropole. Entlang der Lys und durch die Felder von Sint-Denijs-Westrem und Afsnee geht es zurück in die Innenstadt. „Aufgrund der vielen Kurven, des welligen Profils und schwierigen Straßenverhältnisse ist das zwar immer noch kein Highspeed-Kurs, aber mit Sicherheit eine tolle Strecke. Mir fehlt jetzt zwar eine Woche in meinem Zehn-Wochen-Plan, aber das sollte den Braten nicht fett machen“, so Manu. 

 

Weder gekonnt, noch gewollt: 2Hi-Tags im Stadtwald

Schönen Graffitis kann man mit Sicherheit etwas abgewinnen – vor allem dann, wenn sie auch gewollt platziert sind, sich der jeweilige Eigentümer auch damit einverstanden erklärt bzw. die Künstler sogar selber engagiert hat.

Was nun aber im Stadtwald, also in unserem Laufrevier, rund um den Deuß-Tempel geschehen ist, ist weder gekonnt, noch gewollt. Tags (eine Definition finden wir hier) wurden am Tempel, an der Brücke und im weiteren Umfeld in roter Farbe aufgebracht. Das sieht nicht schön aus und hat auch wenig mit Respekt zu tun, schließlich ist der Tempel Wilhelm Deuß gewidmet, der der Stadt den Stadtwald schenkte.

Wer also gesehen hat, wer hier seinem künstlerischen Drang nachgekommen ist, ohne ein besonderes Talent dafür zu haben, möge sich bitte bei der Polizei melden. Alternativ kann der „Schmierfink“ sich aber auch Reinigungsgerät besorgen und seine „Werke“ verschwinden lassen. Letzteres dürfte deutlich billiger für ihn werden…

Danke an Adelbert Tessun für die Fotos.

Heute für Sie auf der Showbühne: Florian Borst

In unserer Serie „NEUE SEIDENRAUPEN“ stellen wir heute Florian Borst vor. Er hechelt einem familiären Rekord hinterher und will ihn in diesem Jahr knacken.

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Florian (rechts) nach der „Schmach von Berlin“. Das Lächeln fällt schwer.

Und die Zeichen stehen gut: Das Jahr 2020 war erst wenige Tage alt, da spurtete er durch eine nicht näher zu nennende Stadt im östlichen Ruhrgebiet. 26 Kilometer später stand da eine 1:46 h. Verdammt schnell, wenn man bedenkt, dass die bisherige Halbmarathon-Bestzeit bei 1:30 h liegt.

Daher sieht es gut aus, dass der 34-Jährige heuer den Marathon-Rekord seines Vaters, mit bislang 20 Marathon-Starts durchaus ein Duracell-Häschen, knacken wird. Der liegt bei 3:07 h und soll entweder im Frühjahr in Düsseldorf oder im Herbst in Frankfurt fallen.

Dass ein Marathon allerdings ganz andere Gesetze hat, wurde ihm bei seinem bislang einzigen Start über die 42 Kilometer mehr als deutlich: Der Mann mit dem Hammer erwischte ihn mit Schmackes, nach 4:25 h kroch er 2016 in Berlin über die Ziellinie.

Warten wir es also ab, was die nächste Marke „Venloop“ so mit sich bringt. Mehr zu Florian? Hier entlang…

Jetzt neu bei den Seidenraupen: Die doppelten Löbs

Nein, keine Angst: Jogi Löw ist nicht neues Mitglied der Seidenraupen. Dafür aber Simone und Fabian Löb. Hört sich ähnlich an, ist aber doch ein Unterschied, auch wenn zumindest Fabian aus dem Bereich Fußball kommt. In loser Folge werden wir euch unsere „Neuen“ (immerhin fünf an der Zahl) hier vorstellen – diesmal also die doppelten Löbs.

Löb

Fabian zieht hier beim Silvesterlauf 2019 an Aki vorbei.

2017 nahm Fabian als „Gast-Raupe“ am Silvesterlauf teil (37:54 min), jetzt zog er wieder die Stiefel an und legte mit einer 35:55 min ein deutlich besseres Ergebnis vor. Doch damit soll noch lange nicht Schluss sein. „Die Zeiten sind absolut ausbaufähig“, sagt der 44-Jährige – damit ist allerdings nicht ganz klar, ob er nur sich, oder auch seine Frau Simone meint…denn die hat er direkt mal mit angemeldet.

Löb Simone

„Simi“ kann auch ganz entspannt…

Sie selber sagt über sich, dass sie seit frühester Jugend schon sportlich aktiv ist, damals vornehmlich im Schwimmbad. Wegen Diabetes verfolgt Simone (45 Jahre alt) aber seit mehr als 20 Jahren eher die Marschroute, dabei zu sein, als Bestzeiten hinterherzujagen. „Ich habe mit meinen Aktivitäten eher das Ziel, noch lange mobil zu bleiben. In diesem Jahr plane ich, beim Triathlon in Willich, am Venloop, am Charitiy Run und am Hospizlauf teilzunehmen.“

Bämmbämmbämm: Martin mit neuer 10km-Bestzeit in Duisburg

Er werde es locker angehen und dann mal schauen. Nach solch einer verhaltenen Prognose denkt wohl kein Mensch daran, dass am Ende die bisherige Bestzeit pulverisiert wird. Doch Martin Myrold hat am Samstag beim ersten Teil der Duisburger Winterlaufserie über zehn Kilometer ein Brett serviert, von dem er am Ende doch auch selber ein wenig überrascht war.

Bei 36:25 min stoppte die Zeit, damit war die bisherige PB von 38:19 min, aufgestellt beim Krefelder Charity Run 2018, passé und um knappe zwei Minute unterboten. Fast hätte es gar zur Seidenraupen-10 km-Bestzeit gereicht, hier fehlten am Ende ganze zwei Sekunden zum Rekord von Manuel Kölker (36:23 min, Halloween-Lauf Duisburg, 2011). Mit seinem „lockeren“ Lauf wurde Martin 13. (M30: Dritter)

WLS 2019

Martin (links) und Manu nach dem Zehner der Duisburger WLS 2019.

Manuel, der Martin schon nach dem zweiten Kilometer ziehen lassen musste und ihn ab KM5 nicht mehr sah, passierte die Ziellinie nach 38:25 min, also genau zwei Minute nach Martin. Bedeutet für ihn Platz 53 (M40: Neunter).

John Hampson verstärkt die Seidenraupen

In der vergangenen Woche konnten wir vier neue Mitglieder begrüßen, die wir euch in den kommenden Tagen gerne vorstellen wollen. Los geht es mit John Hampson.

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John (links) sorgte beim Seidenraupen-Cross 2019 für ein tolles Finish und belohnte sich am Ende mit Platz fünf.

Der gebürtige Brite kam 2001 als Soldat nach Krefeld, verliebte sich prompt und blieb. Zwei Kinder sind ein weiteres Ergebnis, und als er sich 2014 an (Orientierungs-)Läufe als Schüler erinnerte, zog er die Schuhe an und lief los. Das kann mittlerweile schon längere Touren nach sich ziehen, manchmal auch recht spontan. O-Ton: „Ich laufe am Samstag einfach mal los und schaue dann weiter.“ Wenig später hatte er knapp 60 KM abgespult…

Doch John kann nicht nur lange, sondern auch schnell. Letzter Beweis: Die 8,1 Kilometer beim Silvesterlauf 2019 knallte er in genau 30 Minuten aufs Tablett. Uff. Zweiter Tag im Club und direkt neuer Vereinsrekord. Ausbaufähig ist die Marathon-Zeit (3:18:06; Bonn, 2017), doch eigentlich ist er auch lieber im Gelände unterwegs, wo 42 KM auch schonmal ganz anders sein können. Den nötigen Schliff holt er sich nicht nur bei vielen Läufen „allein auf weiter Flur“, sondern sonntags auch stets mit der Frühstücksgruppe um Michelle 😉

Zu Johns Seite samt Bestzeiten und Strava-Profil geht es hier lang: https://seidenraupen.org/about/die-mitglieder/hampson-john/

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