Das vergangene Wochenende dürfte das kälteste Wochenende der letzten Monate gewesen sein. Und während es andere bei Temperaturen deutlich unter Null auf die Couch oder in die Sauna gezogen hat, waren mehrere Seidenraupen schwer aktiv. Florian Borst und Thomas Schrörs-Runo liefen beim Polarbear-Trail in Maastricht. Und Liliya Zotova, Jochen Glatki und Manuel Kölker spulten Kilometer beim Grüngürtel-Ultra in Köln ab.
Temperatur-Unterschied von rund 40 Grad
Wie eisig es in der Domstadt tatsächlich werden würde, war dem Trio bereits wenige Tage vor dem Wettkampf über 63 Kilometer bewusst. Für Liliya und Jochen dürften sich die -7 Grad jedoch noch kälter als für alle anderen Starter angefühlt haben, kamen sie doch gerade erst aus ihrem Urlaub aus Südost-Asien zurück. Ein Temperatur-Unterschied von rund 40 Grad hat man auch nicht alle Tage. Umso schöner, dass sich beide davon nicht abhalten ließen und beim Lauf auf dem Kölner Grüngürtelrundweg sogar richtig in Schwung kamen. Wobei Jochens Motor ab KM50 etwas ins Stottern geriet. „Da war der Spaß irgendwie vorbei.“ Nach 8:40:06 war er als 214. (17. W50) ins Ziel eingelaufen. Liliya überquerte in 8:24:52 h das Finish etwas früher und wurde 201. (9. W40).






Manuel war sehr lange mit Jan Pauli und Alex von Helden von der KG Echte Fründe aus Kempen unterwegs. Mit den beiden absolvierte er rund 35 Kilometer bis zur Verpflegungsstelle am Franz-Kremer-Stadion. Dann jedoch verloren sie sich aus den Augen, so dass Manu, nur wenige Minuten von den beiden getrennt, alleine weiter dackelte. Er war schlussendlich nach 6:44:55 als 74. im Ziel (6. W45). „Hinten heraus war es dann doch etwas zäh, aber es sollte ja auch eher der Start der Vorbereitung sein als ein Zwischenfazit“, so der Raupen-Präsi. „Schade, dass ich Jan und Alex verloren hatte, das war dumm von mir. Denn zusammen macht so etwas dann ja doch etwas mehr Spaß.“
Traumbedingungen in den Niederlanden

Den hatten auf jeden Fall auch Florian Borst und Thomas Schrörs-Runo im Savelsbos südlich von Maastricht. „Wir hatten Traumbedingungen. Es war nahezu windstill und daher war die Kälte auch kein Thema. Auch mit Glatteis mussten wir uns nicht herumplagen“, so Florian, der auf der 28 KM-Strecke unterwegs war und nach 2:45:38 h als 85. im Ziel war. Thomas hatte sich für die Sprintstrecke über zwölf KM entschieden. Der 52-Jährige war nach 1:03:51 h im Ziel, Platz 25.

