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Auf dem Rad und am Ball: Seidenraupen gehen fremd

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Wir wissen nicht, was Moritz hier für Pillen genommen hat, aber sie scheinen gewirkt zu haben.

Die Seidenraupen haben das vergangene Wochenende zu einigen Seitensprüngen genutzt und mal nicht die Laufschuhe geschnürt: Moritz bretterte im Team „Rapid Ramirez“ beim 24h-Mountainbike-Rennen in Duisburg über Stock und Stein, während Mitch (Tennisfreunde Fischeln) und Manu (Teen Pilstrinker) bei den Kleinfeld-Open aktiv waren.

Mit sieben weiteren Höllenhunden kam Moritz am Ende des Rennens im Landschaftspark mit 72 absolvierten Runden auf den 14. Platz. Scheint ne runde Sache gewesen zu sein, wie man an seinem zufriedenen Gesicht erkennen kann 😉

Mitch und Manu hatten dagegen mal wieder die Kleinfeld-Open vor der Brust – jenes Fußball-Turnier, bei dem Jahr für Jahr 16 Mannschaften antreten und am Ende der TC Bovert gewinnt. So auch in diesem Jahr. Die Wasser-ohne-Kohlensäure-Trinker aus Meerbusch hatten im Halbfinale Glück, dass die Pilstrinker einfach nicht das Tor trafen und retteten sich ins Neun-Meter-Schießen. Hier agierten Kölkers Pilstrinker zu großzügig, so dass der TCB ins Finale einzog. Dort hätten auch gerne die TFF gestanden. Sie wiederum scheiterten im Neun-Meter-Schießen am Titelverteidiger Dohmes & Golomb.

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Manu nimmt einen großen Schluck aus dem Pokal für den dritten Platz.

Da es beide Teams scheinbar nicht aus neun Meter können, entschied man sich spontan, den Kampf um Platz drei in genau dieser Disziplin auszutragen, um quasi für das kommende Jahr zu üben – mit dem besseren Ende für die Pilstrinker, die später einmal mehr auf der Player’s Night ihren Mann standen.

 


Erfolgreiches Wochenende: Zweimal vorne, gute Zeiten und eine PB

Hinter den Seidenraupen Eva, Stefan und Manu liegt ein erfolgreiches Wochenende – sie alle können zufrieden auf ihre Ergebnisse schauen.

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Eva beim zweiten Teil der Winterlaufserie in Duisburg.

So stand am Samstag der zweite Lauf der Winterlaufserie in Duisburg an. Bei perfektem Wetter ging Eva in der kleinen Serie über 7,5 Kilometer an den Start. Trotz großer Probleme wegen des aktuellen Pollenflugs war sie nach 43:12min im Ziel: Platz 209 und 25. in der W30. Im Gesamt-Ranking ist sie mit 1:07:45h auf Platz 127 und in der W30 auf dem 13. Rang. Der Sieg ging an Matthias Graute in 24:31min und Katharina Wehr in 28:31min. Die Führenden im Gesamt-Ranking sind ebenfalls Graute (40:24min) und Wehr (47:09min).

Stefan wurde in der langen Serie (diesmal 15 Kilometer) in 1:14:34h Gesamt-606., in der M40 liegt er damit auf Platz 95. Im Gesamt-Ranking bedeutet dies bei einer Zeit von 2:01:58h Rang 514. und M40-80.

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Manu auf den letzten Metern beim zweiten Teil der Winterlaufserie in Duisburg.

Für Manu war das Wochenende gleich doppelt erfolgreich: Auch er startete in Duisburg über die 15 Kilometer und wurde hier trotz nervigem Frühjahrs-Asthma in neuer persönlicher Bestzeit von 57:52min Erster seiner Altersklasse M35 (Gesamt-15.). Mit dieser Zeit schob er sich auch im Gesamt-Ranking auf Rang eins der M35 (insgesamt 17.; Gesamtzeit: 1:35:38h). Es gewannen Karol Grunenberg und Nikki Johnstone in 50:15min, im Gesamt-Ranking führt Grunenberg mit 1:21:38h. Bei den Frauen siegte Miriam Schröder in 1:00:05h, hier führt Carina Fierek in 1:40:57h im Gesamt-Ranking.

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Zieleinlauf für Manu beim Preussen-Cross 2017

Quasi zum Auslaufen stand am Sonntag dann noch der Preussen Krefeld-Sportplatzcross auf dem Programm. Leider hatten sich zum Hauptlauf nur elf Läufer im fortgeschrittenen Alter eingefunden, darunter war Manu mit seinen 37 Lenzen der jüngste Teilnehmer! Der liebevoll ausgerichtete Lauf hätte auf jeden Fall mehr Teilnehmer verdient gehabt. Bis zur vierten Runde hielt es Manu in der Spitzengruppe, dann zündete er kurz einen Turbo und konnte sich absetzen. Bis zum Ende der schwierigen, sehr verwinkelten 7,3km-Strecke konnte er diesen Vorsprung auf zehn Sekunden ausbauen und sich nach 29:44min über den Sieg freuen.

Weniger um Tempo, mehr um die richtige Atmung ging es beim Wochenend-Programm von Seidenräupchen Mitch: Er paukte zusammen mit Ehefrau und SRC-Edelhelferin Sandra beim Geburtsvorbereitungskurs das nötige Fachwissen für die nahende Geburt einer weiteren Raupe…Ausatmen, Einatmen, Ausatmen, Einatmen, Ausatmen, Einatmen…und pressen!


Schnelle Seidenraupen konnten nicht lange folgen

Hossa – schon nach einem Kilometer war der Führende, Karol Grunenberg von der TLV Germania Überruhr aus Essen, nur noch als grauer Fleck am Horizont erkennbar, hinter ihm ein Feuerschweif. Was war der Junge flott: Schon nach 31:22min hatte er die zehn Kilometer bei Lauf eins der Duisburger Winterlaufserie absolviert und sich damit überlegen den Sieg geholt. Die Seidenraupen Manuel Kölker (37:45min, Platz 32, M35 4.) und Stefan Glaudo (47:24min, 629., M40 94.) folgten etwas später…bei den Damen gewann Svenja Ojstersek (ART Düsseldorf) mit 35:19 Minuten.

Eva-Maria Kölker hatte sich für die kleine Version der Serie entschieden und musste demnach nur fünf Kilometer entlang der zugigen Strecke absolvieren. Nach 24:32min kam sie als 83. ins Ziel, was Platz elf in der M30 bedeutet. Hier gewann bei den Männern der zweifache Deutsche Duathlon-Meister Matthias Graute in 15:53min und bei den Damen Katharina Wehr in 18:19min.


Drei Seidenraupen in Duisburg am Start

Die Winterlauf-Serie in Duisburg zählt zu den Must-Dos im Winter, schließlich werden hier die Körner für die Saison gesammelt. Man bleibt durch die drei Termine am Ball und hat alle paar Wochen bis Ende März die Möglichkeit, seine Form zu testen.

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Der Zehner in Duisburg. Grafik: ASV Duisburg

Drei Seidenraupen gehen am Samstag an den Start: Eva ist für die kleine Serie gemeldet und hat somit „nur“ einen Fünfer vor der Brust. Stefan und Manu sind bei der großen Serie dabei, bedeutet also zunächst zehn Kilometer. Bis auf wenige Meter verläuft die Strecke auf Asphalt – und wären da nicht einige knifflige und sehr enge Kurven auf den letzten zwei Kilometern, wäre vielleicht auch eine Bestzeit drin. Mal sehen. So oder so steht #ballern auf dem Programm!

Infos zur Serie gibt es hier: www.winterlauf-halbmarathon-frauenlauf.de/cms/

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Eine Wurst im Ziel muss sein.


Geile Idee, wir sind dabei: Rhein-City-Run

Ein Lauf von Düsseldorf nach Duisburg? Könnte eine unserer Ideen gewesen sein. In dem Fall war dann aber ein anderer so verrückt, hat das Ding als Halbmarathon konzipiert, Rhein-City-Run genannt und schwupps – 3000 Anmeldungen, ausverkauft. Und zwei Seidenraupen, Moritz und Manu, sind am Sonntag auch am Start.

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Der Start ist am Robert-Lehr-Ufer unmittelbar in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke direkt am Rhein. Zunächst verläuft die Strecke südlich in Richtung Altstadt am Rhein entlang (ca. 1,5 km), bevor sie eine 180 Grad Wende direkt vor den Rheinterrassen macht. Von da aus geht es nördlich auf dem Radweg mit der Unterquerung der A44 Brücke durch die Felder in Richtung Kaiserswerth. Wir kommen an der Rheinfähre Kaiserswerth vorbei und laufen die Rheinpromenade lang, bis wir Wittlaer erreichen (KM 14). Danach queren wir den Wohnbereich Wittlaer und laufen durch Felder bis zurStadtgrenze Düsseldorf – Duisburg auf der Bundesstraße. 8. Nun folgen wir einem Wanderweg vorbei am Landhaus Milser und dem Angerbach und erreichen dann das Ziel auf der Hermann-Spillecke-Straße in Duisburg Huckingen. Die wahrscheinlich bei jeder Marathon-Vorbereitung mindestens einmal gelaufene Strecke entlang am Rhein wird also zum Wettkampf. Coole Sache.

Die Herangehensweise dürfte für viele recht gleich sein: Schnell rauslaufen, um dann auf den Deichwegen nicht im Stau zu stehen. 3000 Läufer sind nämlich mit Sicherheit nicht ganz easy zu verstauen 😉 Lassen wir uns überraschen…

Mehr Infos gibts auf http://rhein-city-run.de/.

 


Ahooooooooooh: Spartaner überrennen Duisburg!

Knapp 3000 Frauen und Männer wurden am vergangenen Samstag in Duisburg zum Spartaner ausgebildet – ich war auf Einladung des Veranstalters einer davon. Am Ende blieb mir vom Spartan Race an der Regattabahn hauptsächlich das Gefühl, eine einzige Schürfwunde zu sein. Aua! 😉

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Startschuss für das Super Elite Heat. Foto: Ruhrpott-Runners

Eigentlich sollte das Race für mich eine lockere Trainingseinheit werden. Nach den 36 Kilometern auf dem Rheinsteig am Vortag wollte ich nur ein wenig auslaufen und Spaß dabei haben. Viel hatte ich mich nicht mit dem Spartan Race beschäftigt, außer, dass ich die Distanz (13 Kilometer) kannte und wusste, dass es über ein paar Hindernisse gehen würde. Mit den Erfahrungen einiger Starts beim Strongmanrun dachte ich, das wird schon irgendwie passen. Und dass der Veranstalter von sich selber behauptet, der beste und härteste in diesem Segment zu sein, hakte ich als das übliche Säbelrassen ab. Fehler!

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Weil mein Terminplan am Samstag eng getaktet war, hatte ich mich in den ersten Startblock, der um 9 Uhr auf die Strecke durfte, eingebucht – ohne wirklich zu wissen, was ich mir damit antat. Denn dadurch fand ich mich im sogenannten „Super Elite Heat“ wieder. Um mich herum fast ausnahmelos durchtrainierte (also wirklich durchtrainierte) Frauen und Männer, bis in die Haarspitzen motiviert und scheinbar bereit, über Leichen zu gehen. Ist es bei normalen Laufwettbewerben unüblich (und durchaus auch verpönt) mit nacktem Oberkörper zu starten, so gilt hier ganz offensichtlich: Zeig her, was du hast. Dadurch sind nicht nur etliche großflächige Tätowierungen zu sehen, sondern auch Brust- und Bauchmuskeln jenseits der Normalität. Und ich? Stehe da wie ein kleiner Schuljunge, eingepackt im Triathlon-Einteiler, ohne Sixpack und so. Meine allergrößte Frage: Können die auch laufen? Das kann ich bekanntlich einigermaßen, wenn auch an einem anderen Tag, aber das kann auch der Großteil im „Super Elite Heat“, dem Startblock für die besonders Fitten, wie sich zeigen wird. Unangenehmer Nebeneffekt dieses Blocks übrigens: Dir darf bei den Hindernissen keiner helfen und du hast auch nur einen Versuch. Beim Scheitern folgen unweigerlich 30 Burpees. „Der Marschall ist das Gesetz“, sagt der Einpeitscher, der auch gut in Wacken zu gebrauchen wäre, kurz vor dem Start – und was er damit meint, merke ich später.

Sandsäcke, Baumstämme, Steinkugeln, Stahlketten, Autoreifen

Und dann geht es los – verdammt fix. Die erste Reihe, allesamt gekonnte OCR-Wettkämpfer (OCR steht für Obstacle Course Racing, also Hindernisrennen), spurtet los, als seien die Perser höchstpersönlich hinter ihr her. Ich lasse es dagegen ruhig angehen, mit einem knappen Fünfer-Schnitt will ich die Laufpassagen absolvieren. So zumindest der Plan. Nach 500 Metern geht es erstmals über eine, noch recht überschaubare, Holzwand, dann im Krabbelgang unter ein Netz hindurch – ebenfalls noch ganz easy. Schwieriger wird es dann aber so gleich: 25 KG schwere Sandsäcke über rund 400 Meter schleppen macht keinen Spaß. Das gilt übrigens auch für die kommenden Schlepp-Aktionen mit Baumstämmen, Steinkugeln, Stahlketten oder unhandlichen Autoreifen, die einem zusätzlich noch die Schultern zerschneiden. Wie dem auch sei: Für Sparta-Anwärterin Verena ist das Rennen hier schon beendet. Samt Sandsack ist sie im Matsch umgeknickt, Tränen kullern. „Lauft weiter, bei mir geht es nicht mehr“, ruft sie ihren Mannschaftskolleginnen noch zu, um dann den symbolischen Heldentod zu sterben. Tragik. Denn schließlich will am Ende, also auf der Ziellinie, jeder ein Spartaner sein. „You will know at the finish line“, prangt es schließlich auf dem Werbeflyer.

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Klettern, klettern, klettern.

Nach der Sandsack-Arie heißt es erst einmal laufen. Angenehm. Doch das nächste Hindernis wartet schon. Durchs Dickicht einen Hang hinauf und wenig später in das Wasser eines der vielen Gewässer rund um die Regattabahn. Zwei Kilometer zeigt meine Uhr, als ich im Barbarasee gegen einen Betonklotz unter Wasser knalle. Der Kollege vom DLRG hebt verdutzt die Arme. Könne er ja auch nicht wissen, so sein Kommentar. Das Blut rinnt mein Bein hinunter, Erinnerungen an eine ähnliche Verletzung beim Transalpinerun werden wach. Ganz so schlimm wie damals ist es glücklicherweise nicht, aber ich will nicht wissen, welche Bakterien sich aus dem Brackwasser gerade in der Wunde suhlen. Kopf aus, Beine in die Hand, wieder ein paar hundert Meter laufen.

Hochachtung übrigens für die Streckenführung: Geht es bei der Winterlauf-Serie ja klassisch und durchaus ermüdend über die Straßen und Wege, so treiben einen die Macher des Spartan Race über bislang unbekannte Pfade – oder halt durch das Gebüsch. Dornen reißen sich dabei genüsslich in die Oberschenkel, Brennessel nagen an den Waden und ständig lauert die Gefahr, im Dickicht auf einem der vielen Äste umzuknicken. Konzentration ist also auf jeden Fall gefragt.

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Schon bald habe ich die Spitze der Regattabahn erreicht, jetzt folgen viele, viele Kehren im Wedau-Wald (heißt der so?) – und zwischendurch immer wieder Hindernisse: Balancieren auf einem Holzbalken, rauf, runter und zur Seite klettern oder mal wieder irgendetwas Unhandliches schleppen. Bei der Slackline erlebe ich dann die Unbarmherzigkeit eines weiblichen Marschalls. Ich setze nur einen Fuß darauf, um die Spannung zu testen und nehme ihn wieder herunter, um dann beginnen zu wollen. Aber nicht zu können. „Stop. Du hast deinen einen Versuch verbraucht. Du bist im Super Elite Heat. 30 Burpees bitte.“ Kurz will ich diskutieren, aber ich erinnere ich mich an die Worte zu Beginn des Rennens. „Der Marschall ist das Gesetz.“ Und so folgt Burpee auf Burpee auf Burpee. Argh. Zum Glück ist die Getränkestation nicht fern, darauf erst einmal ein Wasser.

Die folgende Stadionrunde samt Autoreifen auf den Schultern nutze ich zur Regeneration und zum Plausch mit anderen Athleten. Ursprünglich, so die aus dem Schwabenland kommende Dame in Blau, wollte sie aufs Treppchen. Das sei aber nach den Burpees gerade ad acta gelegt. Und als sie bei der nächsten Aufgabe das Gewicht auf den Boden fallen lässt, sind auch die letzten Hoffnungen begraben. Während mich diese Gewichte eher lächeln lassen, stoße ich bei den Überkopf-Übungen an meine Grenzen. Der erste Starter aus Block zwei überholt mich und schwingt sich wie ein Schimpanse von Tau zu Tau, während ich nach kurzer Überlegung in die nächsten 30 Burpees einstimme. Meine Oberarme, aber auch meine Konzentration, ist längst nicht mehr bei hundert Prozent. Ich würde wie ein nasser Sack an diesen Tauen hängen und mich der Lächerlichkeit preisgeben. Dann lieber die Burpees und einfach weiterlaufen.

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Burpee auf Burpee. Foto: Ruhrpott-Runners

Mittlerweile ist es richtig warm geworden und ich mache drei Kreuze, dass ich schon so früh gestartet bin. Um nicht gleich an irgendeinem Baum zu liegen, nehme ich deutlich Tempo raus. Who cares? Undenkbar für mich, den ganzen Parcour bei knapp 30 Grad und dieser Schwüle zu absolvieren. Über Stock und Stein geht es weiter, wieder raus an die Regattabahn. Und zwischendurch natürlich wieder klettern, schleppen und malochen. Nichts für schwache Nerven – aber bitte, Sparta war damals auch nichts für Wattebällchenwerfer.

Das Ende muss nun nah sein, meine Uhr zeigt mir, dass der letzte Kilometer beginnt. Mein Kopf sagt mir aber, dass da noch einige Hindernisse kommen, die nicht nur ekelhaft, sondern auch Burpee-verdächtig sind. Nach zwei Schwimmeinheiten im Bertasee und einem Matschbad wieder so eine Aufgabe mit meterhohen Tauen. Oder eben Burpees. Dann eine Art Klimmzug-Challenge. Oder Burpees. Ich merke, dass die Luft raus ist und zum Glück hat der Marschall hier ein gewisses Einsehen. Denn die Burpees sehen schon längst nicht mehr wie solche aus, werden aber trotzdem gewertet.

Vor den letzten beiden Kletterhindernissen wartet noch ein Spartaner-Heuballen, der mit einem Speer erlegt werden muss, dann kurz übers Feuer springen und endlich nach 1:55:32h im Ziel. Im Gesamt-Ranking ist es am Ende des Tages immerhin noch Platz 363 von über 1400 Super-Startern (weitere 1400 gingen über die Kurz-Distanz an den Start), im Super Elite Heat liege ich allerdings deutlich am Ende der Fahnenstange, 72. von knapp 90. Ich sage mir, dass wahrscheinlich keiner von den vor mir Platzierten ein ähnliches Brett am Vortag gelaufen ist, und hake das Ding damit ab. Übrigens: Charles Franzke, schon eine Nummer in Sachen OCR, gewinnt am Ende das Ding, in der wahnsinnigen Zeit von 1:05:12h. Äh, wtf???

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Die Gewinner.

Fazit: Was die Macher des Spartan Race hier in Duisburg angeboten haben, ist schon eine Hausnummer und nicht vergleichbar mit Strongmanrun, Tough Mudder und Co, die dagegen wie ein Kindergeburtstag im Okidoki-Land wirken. Allein diese Wege durchs Gehölz zu suchen und zu finden, zeugt von viel Kreativität, dazu die schon sehr heftigen Hindernisse – puh. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Teilnahme als Duo oder Team, alleine kann das Ganze nämlich recht ermüdend wirken, sofern man nicht ausdrücklicher Fan von OCR ist. Also, Spartaner, kommt ruhig wieder – ihr wart eine Bereicherung für die Region.

Ein großes Danke geht an die Ruhrpott-Runners, die uns einige Fotos zur Verfügung gestellt haben. Und: Von Ferdinand Seidel, der unser Gewinnspiel gewonnen hatte, haben wir leider trotz Nachfrage nichts gehört. Und da er auch nicht in die Ergebnislisten auftaucht, gehen wir davon aus, dass er nicht gestartet ist. Schade…


Sei ein Spartaner: Gewinne hier einen Startplatz für das Spartan Race am Samstag in Duisburg! ARHUHHHH!

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Es wird heiß, Baby. Foto: Sportograf

HUH – dieser Ruf schallte in den vergangenen Wochen durch ganz Europa. Und zwar immer dann, wenn die sympathischen Isländer sich wieder anschickten, ein Fußball-Spiel zu gewinnen. Ähnlich klingt es am Samstag in Duisburg, auch wenn es dort ARHUH heißt. Dort, wo sonst die Winterlauf-Serie die Läufer in den Bann zieht, wird es nun spartanisch.

Denn das Reebok Spartan Race kommt in den „Pott“! Die weltweit größte Serie für Hindernisläufe erobert im dritten Jahr nach der Deutschland-Premiere von München Anfang Juli nun auch das Ruhrgebiet. Schauplatz des „Sommer-Rennens“ ist am jetzigen Samstag, 9. Juli, das Areal rund um die Regattabahn. Gleich zwei Reebok Spartan Race Distanzen werden angeboten: Ein Spartan Sprint über mehr als fünf Kilometer und über 15 Hindernisse und ein Spartan Super über mehr als 13 Kilometer und 20 Hindernisse.

Und wir haben noch einen der begehrten Startplätze in der Lostrommel. Das einzige, was ihr machen müsst: Schickt bis morgen, Mittwoch, 6. Juli, 12 Uhr, eine E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de und nennt uns die Lösung zu folgender Frage: „In welchem Land liegt eigentlich Sparta?“
Ihr entscheidet übrigens, welche Distanz ihr lauft! Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Mitmachen dürfen alle über 18 Jahren. Der Gewinner wird hier namentlich bekannt gegeben, muss sich mit dem Gutschein-Code, den er von uns erhält, selber bis Donnerstagabend anmelden und sollte uns zumindest von seiner Teilnahme ein, zwei Sätze berichten können. Es dürfte die leichteste aller Übungen sein, die auf ihn am Wochenende warten 😉

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Aufpassen Stacheldraht. Foto: Sportograf

Benjamin Hoehler, Organisator der europäischen Reebok Spartan Race-Serie, freut sich schon jetzt wie bolle: „Wir sind froh, dass wir den deutschen Spartan Fans nach München jetzt das zweite Rennen in diesem Jahr präsentieren können. Das Areal rund um die Regattabahn Duisburg bietet uns und damit auch den Teilnehmern einen spannenden Spielplatz für ein Hindernisrennen mitten im Ruhrgebiet. Duisburg mit seiner Sportbegeisterung und zentralen Lage ist für uns ein wichtiger nächster Schritt bei der Entwicklung von Spartan Race in Deutschland – und es wird nicht der letzte sein.“ Auch Duisburgs OB Sören Link ist begeistert: „Damit erleben wir für Duisburg eine spektakuläre Premiere in diesem angesagten Event-Genre.“

Die Spartaner, oder zumindest die, die es werden wollen, müssen einiges mitbringen, um am Ende erfolgreich im Ziel zu stehen: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance, Koordination und Spaß – bei der Auswahl des Parcours werden die bewährten Spartan Race-Hindernisse „Spear Throw“, „Rope Climb“ oder „Barb Wire Crawl“ eingebunden, die sich allen Startern erbarmungslos beim Lauf ins Ziel in den Weg stellen.

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Hoch hinaus! Foto: Sportograf

Rund um die sportlichen Wettkämpfe bieten die Veranstalter im Sportpark Duisburg ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie. Für den Läufer-Nachwuchs im Alter von vier bis 13 Jahren steht ein Juniors Race auf dem Programm. Und für die Zuschauer gibt es auf dem Spartan-Festival eine Challenge, bei der Mann und Frau verschiedene Hindernisse ausprobieren können. Catering-Stände sorgen für das leibliche Wohl.

Infos zur Anmeldung und zu den Events: www.spartanrace.de

 


Die Hitze: Stefan muss passen, die Kölkers schwitzen und glänzen

Es hat nicht sollen sein: Die Hitze und die damit tropischen Verhältnisse haben Stefan sein Marathon-Debüt vermasselt. Nach 21 Kilometern war in Duisburg daher Schluss. „Ich hatte Kopfschmerzen und mir wurde schwindelig. Da habe ich auf meinen Körper gehört und das Rennen besser beendet.“ Denkt man an die zahlreichen Todesopfer bei Läufen, die eben nicht so klug waren, ein weiser Entschluss.

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Eva-Maria Kölker im Endspurt.

Einen Eindruck der Verhältnisse bekamen Eva und Manuel Kölker beim Benrather Schlosslauf in Düsseldorf. Auch wenn hier „nur“ zehn Kilometer zu absolvieren waren, waren beide am Ende „durch“. Das mag vielleicht auch an den Zeiten der beiden gelegen haben. Eva kam in flotten 50:12min ins Ziel und belegte damit Platz zwei in der W30 (Gesamt 159.). Manuel wurde in 38:37 Siebter und ebenfalls Zweiter seiner Altersklasse M35. Es gewannen Bastian Rodowski (35:22min) und Inga Hundeborn (36:17min).

Der Lauf im Schlosspark war nicht ohne: Neben den schon erwähnten klimatischen Bedingungen waren die Wege durch die Regengüsse der vergangenen Tage extrem aufgeweicht. Und da  nach gefühlt 200 Metern die nächste Kurve wartete (siehe unten) auch verdammt tückisch zu laufen, nicht selten musste man runterbremsen, um nicht im nächsten Gebüsch zu landen (da lohnt es sich, die Trail-Schuhe dabei zu haben, wohl aber im Auto stehen zu lassen)…Spaß gemacht hat es aber allemal.

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72 Schlaglöcher gestopft: Stefan kann Gas geben

Das nennen wir doch einmal Service: Die Stadt Duisburg hat jetzt, wenige Tage vor dem Rhein-Ruhr-Marathon, 72 Schlaglöcher auf der Strecke gestopft. Das bedeutet für Stefan: VOLLGAS bei der 42k-Premiere am Sonntag. Wir drücken die Daumen und jubeln ihm zu.

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Die Strecke des Marathons.

Um 9.30 Uhr fällt der Startschuss, 42195 Meter windet sich dann die Strecke durch Duisburg. Es werden schöne Kilometer, denn das Wetter verspricht gutes, fast sogar zu gutes. Aber warten wir es ab. Wir sind guten Mutes, Stefan ist sich da noch nicht so ganz sicher: „Ich bin sehr gespannt! Halbdistanz ist ja echt kein Thema, aber jetzt die volle Strecke…“ Wir wissen aus Erfahrung: Wer gut trainiert hat, packt das Ding auch. Und das hat er, hat Kilometer auf Kilometer gefressen und sich trotz widriger Verhältnisse und Krankheit durch den Winter gekämpft – und in dem wird bekanntlich der Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden im Frühjahr und Sommer gelegt.

Angelaufen wird in einem 6er-Schnitt pro Kilometer, das ist nicht zu viel und nicht zu wenig. „Falls es plötzlich super laufen sollte, werde ich schneller“, so die Prämisse.

Gegen 13 Uhr wird Stefan bei Kilometer 35 (Altenbrucher Damm) sein, dort ist geplant, ihn für die letzten Meter zu motivieren. Wer wäre dabei? Eva und Manu jagen kurz vorher (um 11 Uhr) noch den Zehner am Benrather Schloss. Auch hier kann man sich noch anschließen.

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Das Finish ist im Wedau-Stadion.


Seidenraupen durch Hamburg, Grillschwaden und Matsch

Am Ende standen zwar die nackten Zahlen, was die Seidenraupen aber am vergangenen Wochenende erlebten, war mehr als Statistik. Das zeigen auch schon die Bilder von den Events.

Allen voran natürlich Adam, der in Hamburg den Marathon lief. Eine 3:15h sollte es werden, heraus kam eine 3:23:19h. „Leider wieder nix, Ziel verfehlt. Aber es hat Spaß gemacht“, sagte der Seidenraupen-Vize nach dem Lauf an der Waterkant. Zwar legte Adam flott los und lief das durchschnittliche Marathontempo für diese Zielzeit von 4:37min/km zwischen KM 10 und KM20 sogar auf die Sekunde genau, doch davor hatte er etwas getrödelt. Die HM-Marke wurde bei 1:39 erreicht, ab da bröckelten die Zeiten so dahin. Am Ende war dann die Luft raus. Platz 290 in der M45 und Gesamt-1596. sind aber trotzdem noch mehr als viele tausend andere Läufer erreichten.

Ganz anderer Natur war der Lauf von Stefan, der beim Barbecue-Rund durch den Duisburger Landschaftspark rannte. Nach 48:35min waren die zehn Kilometer absolviert, anschließend warteten Burger und Spanferkel auf die Läufer, die mit einer Schürze als Finisher Shirt für die Mühen belohnt wurden.

Mit einer Wurst belohnte sich auch Moritz, der sich der Herausforderung X-Terra in der Eifel stellte. Der Crossduathlon verlangte den Teilnehmer alles ab, an zahlreichen Schlamm-Passagen musste das Rad gar getragen werden. „Mir brannten zwischendurch so die Oberschenkel, dass es fast nicht mehr ging“, so Moritz, der nach 3:07:58h als 55. (AK4m 9.) im Ziel war. 8,8 – 25 – 4,1 lauteten die Distanzen, am Ende sah Moritz aus wie nach einer Partie Schlammfußball. Wie anstrengend es war, zeigt die Zeit für die letzten vier Laufkilometer: 26:17min! Wuff… Mehr Infos unter www.tritime-magazin.de/2016/04/schlammschlacht-in-der-eifel.