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Weltrekord-Versuch: Moritz ist dabei

Die aktuellen Temperaturen laden nicht wirklich zum Laufen ein – was liegt da näher, als ins kühle Nass zu steigen. Macht Moritz bei seinen Triathlons eh schon regelmäßig, am Samstag kommt aber ein ganz besonderes Event dazu: Moritz ist im Rahmen des Ruhrorter Hafenfests bei einem Weltrekord-Versuch dabei.

Moritz Hagen

Moritz liebt das Wasser – und zieht jetzt auch Boote. Schwere Boote. Zusammen mit 79 anderen Schwimmern will er ins Guinness-Buch der Rekorde.

80 Schwimmer versuchen ab 15 Uhr gemeinsam, ein 350-Tonnen-Schiff, die Motorklappschute MS 108, zu ziehen. 70, darunter zehn Frauen, zu denen auch die mehrfache Welt- und Europameisterin sowie Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Sommerspiele von 2004, Hannah Stockbauer, gehört, stellen die drei Duisburger Schwimmvereine. Zehn weitere kommen als Freiwillige hinzu – darunter Moritz. Gelingt dies, luchst Duisburg (und Moritz) der Schweiz (mit Luzern) den Weltrekord in der Kategorie „Heaviest boat pulled by a team of swimmers“ des Guinness Buch der Rekorde ab. 75 Schweizer Schwimmern gelang es vor fünf Jahren, ein 330-Tonnen-Boot in weniger als fünf Minuten hundert Meter weit auf dem Vierwaldstätter See zu ziehen. Diese Marke soll nun geknackt werden.


Lisa führt Seidenraupen-Trio in Venlo an

Venloop 2018

Lisa, Elke und Adam (rechts) waren mal wieder hin und weg vom Venloop.

Zooooooooooom: Lisa ist bei ihrem recht spontanen Start in Venlo regelrecht durch unsere niederländische Partnerstadt geflitzt. Sie war mit 1:48:30 h nicht nur schnellste Seidenraupe, sondern stellte damit auch eine neue persönliche Bestzeit über die 21,1km auf. „Spitzenlauf, dieser Venloop. Und das, nachdem auch mir zuletzt eine Wade etwas Probleme bereitet hatte“, so ihr Kommentar im Ziel. Nur kurze Zeit später überquerte auch Adam die Linie, er war nach 1:56:34 h im Ziel. Elke finishte in 2:24:15 h. Bravo!

Schnellster Krefelder war übrigens Magnus Gödiker, SRC-Gewinner 2013 und 2016. Mit 1:15:00 h wurde er „nur“ 86., was auch zeigt, wie schnell der Venloop mittlerweile ist. Sieger wurde Stephen Kiprop in 59:43 min. WTF.

DU WLS3 2018

Locker trabend ins Ziel, auch mal was anderes. So blieb zumindest Zeit für ein kleines Shooting des Zielbereiches – ist ja sonst eher nicht drin!

Manu musste schon einen Tag vorher in Duisburg ran. Seine Idee, vor den eigentlichen Halbmarathon noch einen Zehner zu hängen, entpuppte sich zumindest als aufschlussreich. Denn noch immer bereitet ihm seine linke Wade Probleme. So ließ er es auf den ersten zehn KM ruhig angehen, um dann nach elf Kilometern Fahrt auf zu nehmen. Das gelang eine Zeit, doch nach insgesamt 22 KM musste er wieder zurückschalten. Nach 1:49:37 h war der HM beendet, insgesamt waren es 32km, die er rund um die Regattabahn absolvierte. Kölker: „Hätte ich das Tempo gehalten, wäre mir die Wade um die Ohren geflogen. Die Dehnübungen und Gehpausen waren zwar nervig, haben mir aber gezeigt, dass ich für Rotterdam nun alternativ trainieren muss. Die Wade nehme ich komplett aus dem Spiel. Ob sie dann in Rotterdam hält, wird sich zeigen.“

 

 


Hält Manus Wade in Duisburg? Elke und Adam beim Venloop!

Der dritte und letzte Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie am Samstag wird richtungsweisend für Seidenraupe Manu: Hält die linke Wade, kann der Trainingsplan bis zum Rotterdam-Marathon am 8. April problemlos fortgesetzt werden. Kommt es erneut zu Problemen, müssen Alternativen her. Dagegen starten Adam und Elke beim grandiosen Venloop. Auch für Adam wird es ein Gradmesser für Rotterdam.

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Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg führt gleich mehrfach um die Regattabahn herum. Bitte nicht verlaufen 😉

Um die Wade zu testen, holt Manu den vor einigen Wochen geschobenen Crescendo-Lauf nach: Zehn KM in 5.30 min/km, zehn in 5 min/km und abschließend zehn in 4.30 min/km. So wird aus dem eigentlichen Halbmarathon ein 30km-Lauf, der es in sich hat. „Das Ding alleine zu laufen, ist schon recht anspruchsvoll. In einem Wettkampf gelingt das natürlich leichter“, so Manu. Wegen der Probleme hatte er zuletzt Wunderheiler Stefan Marnett konsultiert, der, wie auch die Osteopathin zuvor, einen Beckenschiefstand feststellte, der mit Dehnübungen umgegangen werden soll.

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Elke mit Adam beim Seidenraupen Cross 2017. Sie laufen beide am Sonntag beim legendären Venloop mit.

Elke und Adam gehen einen Tag später beim Venloop dann an den Start. Die beiden sind zwei von 180 Krefeldern, die sich den tollen Lauf in unserer Partnerstadt nicht nehmen lassen. Natürlich sind sie dabei in bester Gesellschaft: Magnus Gödiker, John Hampson, Arthur Hoffmann, Torsten Kengels, Rolf Klümper, Till Raubinger und Stefan Wolff sind bekannte Namen aus der Krefelder Laufszene, die auch beim Seidenraupen-Cross regelmäßig am Start sind. Auch Pauline Saßerath steht auf der Startliste und für Tomislav Tomic wird es gar der erste Halbmarathon seiner noch jungen Laufkarriere. Allen Teilnehmern: Succes!


Manuel Kölker schwächelt in Duisburg

Manuel Kölker hat beim ersten Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie geschwächelt: Für die zehn Kilometer lange Strecke benötigte er 38:44 min – fast eine Minute langsamer als noch im Vorjahr. „Die Minute dürfte irgendwo auf den Feldern zwischen Krefeld und Kempen liegen. Am Ende fehlten mir schon ein wenig die Power“, so Kölker, der am Vortag seinen ersten langen Lauf im Rahmen seiner Marathon-Vorbereitung absolviert hat. Mit der Zeit liegt er auf Rang 56 (M35: 13.) von 1572 Startern. Es gewann Nikki Johnston in 31:38 min vor Timo Schaffeld (32:33 min), der beim SRC ebenfalls den zweiten Platz erreicht hatte.


Auf dem Rad und am Ball: Seidenraupen gehen fremd

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Wir wissen nicht, was Moritz hier für Pillen genommen hat, aber sie scheinen gewirkt zu haben.

Die Seidenraupen haben das vergangene Wochenende zu einigen Seitensprüngen genutzt und mal nicht die Laufschuhe geschnürt: Moritz bretterte im Team „Rapid Ramirez“ beim 24h-Mountainbike-Rennen in Duisburg über Stock und Stein, während Mitch (Tennisfreunde Fischeln) und Manu (Teen Pilstrinker) bei den Kleinfeld-Open aktiv waren.

Mit sieben weiteren Höllenhunden kam Moritz am Ende des Rennens im Landschaftspark mit 72 absolvierten Runden auf den 14. Platz. Scheint ne runde Sache gewesen zu sein, wie man an seinem zufriedenen Gesicht erkennen kann 😉

Mitch und Manu hatten dagegen mal wieder die Kleinfeld-Open vor der Brust – jenes Fußball-Turnier, bei dem Jahr für Jahr 16 Mannschaften antreten und am Ende der TC Bovert gewinnt. So auch in diesem Jahr. Die Wasser-ohne-Kohlensäure-Trinker aus Meerbusch hatten im Halbfinale Glück, dass die Pilstrinker einfach nicht das Tor trafen und retteten sich ins Neun-Meter-Schießen. Hier agierten Kölkers Pilstrinker zu großzügig, so dass der TCB ins Finale einzog. Dort hätten auch gerne die TFF gestanden. Sie wiederum scheiterten im Neun-Meter-Schießen am Titelverteidiger Dohmes & Golomb.

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Manu nimmt einen großen Schluck aus dem Pokal für den dritten Platz.

Da es beide Teams scheinbar nicht aus neun Meter können, entschied man sich spontan, den Kampf um Platz drei in genau dieser Disziplin auszutragen, um quasi für das kommende Jahr zu üben – mit dem besseren Ende für die Pilstrinker, die später einmal mehr auf der Player’s Night ihren Mann standen.

 


Erfolgreiches Wochenende: Zweimal vorne, gute Zeiten und eine PB

Hinter den Seidenraupen Eva, Stefan und Manu liegt ein erfolgreiches Wochenende – sie alle können zufrieden auf ihre Ergebnisse schauen.

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Eva beim zweiten Teil der Winterlaufserie in Duisburg.

So stand am Samstag der zweite Lauf der Winterlaufserie in Duisburg an. Bei perfektem Wetter ging Eva in der kleinen Serie über 7,5 Kilometer an den Start. Trotz großer Probleme wegen des aktuellen Pollenflugs war sie nach 43:12min im Ziel: Platz 209 und 25. in der W30. Im Gesamt-Ranking ist sie mit 1:07:45h auf Platz 127 und in der W30 auf dem 13. Rang. Der Sieg ging an Matthias Graute in 24:31min und Katharina Wehr in 28:31min. Die Führenden im Gesamt-Ranking sind ebenfalls Graute (40:24min) und Wehr (47:09min).

Stefan wurde in der langen Serie (diesmal 15 Kilometer) in 1:14:34h Gesamt-606., in der M40 liegt er damit auf Platz 95. Im Gesamt-Ranking bedeutet dies bei einer Zeit von 2:01:58h Rang 514. und M40-80.

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Manu auf den letzten Metern beim zweiten Teil der Winterlaufserie in Duisburg.

Für Manu war das Wochenende gleich doppelt erfolgreich: Auch er startete in Duisburg über die 15 Kilometer und wurde hier trotz nervigem Frühjahrs-Asthma in neuer persönlicher Bestzeit von 57:52min Erster seiner Altersklasse M35 (Gesamt-15.). Mit dieser Zeit schob er sich auch im Gesamt-Ranking auf Rang eins der M35 (insgesamt 17.; Gesamtzeit: 1:35:38h). Es gewannen Karol Grunenberg und Nikki Johnstone in 50:15min, im Gesamt-Ranking führt Grunenberg mit 1:21:38h. Bei den Frauen siegte Miriam Schröder in 1:00:05h, hier führt Carina Fierek in 1:40:57h im Gesamt-Ranking.

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Zieleinlauf für Manu beim Preussen-Cross 2017

Quasi zum Auslaufen stand am Sonntag dann noch der Preussen Krefeld-Sportplatzcross auf dem Programm. Leider hatten sich zum Hauptlauf nur elf Läufer im fortgeschrittenen Alter eingefunden, darunter war Manu mit seinen 37 Lenzen der jüngste Teilnehmer! Der liebevoll ausgerichtete Lauf hätte auf jeden Fall mehr Teilnehmer verdient gehabt. Bis zur vierten Runde hielt es Manu in der Spitzengruppe, dann zündete er kurz einen Turbo und konnte sich absetzen. Bis zum Ende der schwierigen, sehr verwinkelten 7,3km-Strecke konnte er diesen Vorsprung auf zehn Sekunden ausbauen und sich nach 29:44min über den Sieg freuen.

Weniger um Tempo, mehr um die richtige Atmung ging es beim Wochenend-Programm von Seidenräupchen Mitch: Er paukte zusammen mit Ehefrau und SRC-Edelhelferin Sandra beim Geburtsvorbereitungskurs das nötige Fachwissen für die nahende Geburt einer weiteren Raupe…Ausatmen, Einatmen, Ausatmen, Einatmen, Ausatmen, Einatmen…und pressen!


Schnelle Seidenraupen konnten nicht lange folgen

Hossa – schon nach einem Kilometer war der Führende, Karol Grunenberg von der TLV Germania Überruhr aus Essen, nur noch als grauer Fleck am Horizont erkennbar, hinter ihm ein Feuerschweif. Was war der Junge flott: Schon nach 31:22min hatte er die zehn Kilometer bei Lauf eins der Duisburger Winterlaufserie absolviert und sich damit überlegen den Sieg geholt. Die Seidenraupen Manuel Kölker (37:45min, Platz 32, M35 4.) und Stefan Glaudo (47:24min, 629., M40 94.) folgten etwas später…bei den Damen gewann Svenja Ojstersek (ART Düsseldorf) mit 35:19 Minuten.

Eva-Maria Kölker hatte sich für die kleine Version der Serie entschieden und musste demnach nur fünf Kilometer entlang der zugigen Strecke absolvieren. Nach 24:32min kam sie als 83. ins Ziel, was Platz elf in der M30 bedeutet. Hier gewann bei den Männern der zweifache Deutsche Duathlon-Meister Matthias Graute in 15:53min und bei den Damen Katharina Wehr in 18:19min.


Drei Seidenraupen in Duisburg am Start

Die Winterlauf-Serie in Duisburg zählt zu den Must-Dos im Winter, schließlich werden hier die Körner für die Saison gesammelt. Man bleibt durch die drei Termine am Ball und hat alle paar Wochen bis Ende März die Möglichkeit, seine Form zu testen.

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Der Zehner in Duisburg. Grafik: ASV Duisburg

Drei Seidenraupen gehen am Samstag an den Start: Eva ist für die kleine Serie gemeldet und hat somit „nur“ einen Fünfer vor der Brust. Stefan und Manu sind bei der großen Serie dabei, bedeutet also zunächst zehn Kilometer. Bis auf wenige Meter verläuft die Strecke auf Asphalt – und wären da nicht einige knifflige und sehr enge Kurven auf den letzten zwei Kilometern, wäre vielleicht auch eine Bestzeit drin. Mal sehen. So oder so steht #ballern auf dem Programm!

Infos zur Serie gibt es hier: www.winterlauf-halbmarathon-frauenlauf.de/cms/

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Eine Wurst im Ziel muss sein.


Geile Idee, wir sind dabei: Rhein-City-Run

Ein Lauf von Düsseldorf nach Duisburg? Könnte eine unserer Ideen gewesen sein. In dem Fall war dann aber ein anderer so verrückt, hat das Ding als Halbmarathon konzipiert, Rhein-City-Run genannt und schwupps – 3000 Anmeldungen, ausverkauft. Und zwei Seidenraupen, Moritz und Manu, sind am Sonntag auch am Start.

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Der Start ist am Robert-Lehr-Ufer unmittelbar in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke direkt am Rhein. Zunächst verläuft die Strecke südlich in Richtung Altstadt am Rhein entlang (ca. 1,5 km), bevor sie eine 180 Grad Wende direkt vor den Rheinterrassen macht. Von da aus geht es nördlich auf dem Radweg mit der Unterquerung der A44 Brücke durch die Felder in Richtung Kaiserswerth. Wir kommen an der Rheinfähre Kaiserswerth vorbei und laufen die Rheinpromenade lang, bis wir Wittlaer erreichen (KM 14). Danach queren wir den Wohnbereich Wittlaer und laufen durch Felder bis zurStadtgrenze Düsseldorf – Duisburg auf der Bundesstraße. 8. Nun folgen wir einem Wanderweg vorbei am Landhaus Milser und dem Angerbach und erreichen dann das Ziel auf der Hermann-Spillecke-Straße in Duisburg Huckingen. Die wahrscheinlich bei jeder Marathon-Vorbereitung mindestens einmal gelaufene Strecke entlang am Rhein wird also zum Wettkampf. Coole Sache.

Die Herangehensweise dürfte für viele recht gleich sein: Schnell rauslaufen, um dann auf den Deichwegen nicht im Stau zu stehen. 3000 Läufer sind nämlich mit Sicherheit nicht ganz easy zu verstauen 😉 Lassen wir uns überraschen…

Mehr Infos gibts auf http://rhein-city-run.de/.

 


Ahooooooooooh: Spartaner überrennen Duisburg!

Knapp 3000 Frauen und Männer wurden am vergangenen Samstag in Duisburg zum Spartaner ausgebildet – ich war auf Einladung des Veranstalters einer davon. Am Ende blieb mir vom Spartan Race an der Regattabahn hauptsächlich das Gefühl, eine einzige Schürfwunde zu sein. Aua! 😉

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Startschuss für das Super Elite Heat. Foto: Ruhrpott-Runners

Eigentlich sollte das Race für mich eine lockere Trainingseinheit werden. Nach den 36 Kilometern auf dem Rheinsteig am Vortag wollte ich nur ein wenig auslaufen und Spaß dabei haben. Viel hatte ich mich nicht mit dem Spartan Race beschäftigt, außer, dass ich die Distanz (13 Kilometer) kannte und wusste, dass es über ein paar Hindernisse gehen würde. Mit den Erfahrungen einiger Starts beim Strongmanrun dachte ich, das wird schon irgendwie passen. Und dass der Veranstalter von sich selber behauptet, der beste und härteste in diesem Segment zu sein, hakte ich als das übliche Säbelrassen ab. Fehler!

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Weil mein Terminplan am Samstag eng getaktet war, hatte ich mich in den ersten Startblock, der um 9 Uhr auf die Strecke durfte, eingebucht – ohne wirklich zu wissen, was ich mir damit antat. Denn dadurch fand ich mich im sogenannten „Super Elite Heat“ wieder. Um mich herum fast ausnahmelos durchtrainierte (also wirklich durchtrainierte) Frauen und Männer, bis in die Haarspitzen motiviert und scheinbar bereit, über Leichen zu gehen. Ist es bei normalen Laufwettbewerben unüblich (und durchaus auch verpönt) mit nacktem Oberkörper zu starten, so gilt hier ganz offensichtlich: Zeig her, was du hast. Dadurch sind nicht nur etliche großflächige Tätowierungen zu sehen, sondern auch Brust- und Bauchmuskeln jenseits der Normalität. Und ich? Stehe da wie ein kleiner Schuljunge, eingepackt im Triathlon-Einteiler, ohne Sixpack und so. Meine allergrößte Frage: Können die auch laufen? Das kann ich bekanntlich einigermaßen, wenn auch an einem anderen Tag, aber das kann auch der Großteil im „Super Elite Heat“, dem Startblock für die besonders Fitten, wie sich zeigen wird. Unangenehmer Nebeneffekt dieses Blocks übrigens: Dir darf bei den Hindernissen keiner helfen und du hast auch nur einen Versuch. Beim Scheitern folgen unweigerlich 30 Burpees. „Der Marschall ist das Gesetz“, sagt der Einpeitscher, der auch gut in Wacken zu gebrauchen wäre, kurz vor dem Start – und was er damit meint, merke ich später.

Sandsäcke, Baumstämme, Steinkugeln, Stahlketten, Autoreifen

Und dann geht es los – verdammt fix. Die erste Reihe, allesamt gekonnte OCR-Wettkämpfer (OCR steht für Obstacle Course Racing, also Hindernisrennen), spurtet los, als seien die Perser höchstpersönlich hinter ihr her. Ich lasse es dagegen ruhig angehen, mit einem knappen Fünfer-Schnitt will ich die Laufpassagen absolvieren. So zumindest der Plan. Nach 500 Metern geht es erstmals über eine, noch recht überschaubare, Holzwand, dann im Krabbelgang unter ein Netz hindurch – ebenfalls noch ganz easy. Schwieriger wird es dann aber so gleich: 25 KG schwere Sandsäcke über rund 400 Meter schleppen macht keinen Spaß. Das gilt übrigens auch für die kommenden Schlepp-Aktionen mit Baumstämmen, Steinkugeln, Stahlketten oder unhandlichen Autoreifen, die einem zusätzlich noch die Schultern zerschneiden. Wie dem auch sei: Für Sparta-Anwärterin Verena ist das Rennen hier schon beendet. Samt Sandsack ist sie im Matsch umgeknickt, Tränen kullern. „Lauft weiter, bei mir geht es nicht mehr“, ruft sie ihren Mannschaftskolleginnen noch zu, um dann den symbolischen Heldentod zu sterben. Tragik. Denn schließlich will am Ende, also auf der Ziellinie, jeder ein Spartaner sein. „You will know at the finish line“, prangt es schließlich auf dem Werbeflyer.

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Klettern, klettern, klettern.

Nach der Sandsack-Arie heißt es erst einmal laufen. Angenehm. Doch das nächste Hindernis wartet schon. Durchs Dickicht einen Hang hinauf und wenig später in das Wasser eines der vielen Gewässer rund um die Regattabahn. Zwei Kilometer zeigt meine Uhr, als ich im Barbarasee gegen einen Betonklotz unter Wasser knalle. Der Kollege vom DLRG hebt verdutzt die Arme. Könne er ja auch nicht wissen, so sein Kommentar. Das Blut rinnt mein Bein hinunter, Erinnerungen an eine ähnliche Verletzung beim Transalpinerun werden wach. Ganz so schlimm wie damals ist es glücklicherweise nicht, aber ich will nicht wissen, welche Bakterien sich aus dem Brackwasser gerade in der Wunde suhlen. Kopf aus, Beine in die Hand, wieder ein paar hundert Meter laufen.

Hochachtung übrigens für die Streckenführung: Geht es bei der Winterlauf-Serie ja klassisch und durchaus ermüdend über die Straßen und Wege, so treiben einen die Macher des Spartan Race über bislang unbekannte Pfade – oder halt durch das Gebüsch. Dornen reißen sich dabei genüsslich in die Oberschenkel, Brennessel nagen an den Waden und ständig lauert die Gefahr, im Dickicht auf einem der vielen Äste umzuknicken. Konzentration ist also auf jeden Fall gefragt.

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Schon bald habe ich die Spitze der Regattabahn erreicht, jetzt folgen viele, viele Kehren im Wedau-Wald (heißt der so?) – und zwischendurch immer wieder Hindernisse: Balancieren auf einem Holzbalken, rauf, runter und zur Seite klettern oder mal wieder irgendetwas Unhandliches schleppen. Bei der Slackline erlebe ich dann die Unbarmherzigkeit eines weiblichen Marschalls. Ich setze nur einen Fuß darauf, um die Spannung zu testen und nehme ihn wieder herunter, um dann beginnen zu wollen. Aber nicht zu können. „Stop. Du hast deinen einen Versuch verbraucht. Du bist im Super Elite Heat. 30 Burpees bitte.“ Kurz will ich diskutieren, aber ich erinnere ich mich an die Worte zu Beginn des Rennens. „Der Marschall ist das Gesetz.“ Und so folgt Burpee auf Burpee auf Burpee. Argh. Zum Glück ist die Getränkestation nicht fern, darauf erst einmal ein Wasser.

Die folgende Stadionrunde samt Autoreifen auf den Schultern nutze ich zur Regeneration und zum Plausch mit anderen Athleten. Ursprünglich, so die aus dem Schwabenland kommende Dame in Blau, wollte sie aufs Treppchen. Das sei aber nach den Burpees gerade ad acta gelegt. Und als sie bei der nächsten Aufgabe das Gewicht auf den Boden fallen lässt, sind auch die letzten Hoffnungen begraben. Während mich diese Gewichte eher lächeln lassen, stoße ich bei den Überkopf-Übungen an meine Grenzen. Der erste Starter aus Block zwei überholt mich und schwingt sich wie ein Schimpanse von Tau zu Tau, während ich nach kurzer Überlegung in die nächsten 30 Burpees einstimme. Meine Oberarme, aber auch meine Konzentration, ist längst nicht mehr bei hundert Prozent. Ich würde wie ein nasser Sack an diesen Tauen hängen und mich der Lächerlichkeit preisgeben. Dann lieber die Burpees und einfach weiterlaufen.

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Burpee auf Burpee. Foto: Ruhrpott-Runners

Mittlerweile ist es richtig warm geworden und ich mache drei Kreuze, dass ich schon so früh gestartet bin. Um nicht gleich an irgendeinem Baum zu liegen, nehme ich deutlich Tempo raus. Who cares? Undenkbar für mich, den ganzen Parcour bei knapp 30 Grad und dieser Schwüle zu absolvieren. Über Stock und Stein geht es weiter, wieder raus an die Regattabahn. Und zwischendurch natürlich wieder klettern, schleppen und malochen. Nichts für schwache Nerven – aber bitte, Sparta war damals auch nichts für Wattebällchenwerfer.

Das Ende muss nun nah sein, meine Uhr zeigt mir, dass der letzte Kilometer beginnt. Mein Kopf sagt mir aber, dass da noch einige Hindernisse kommen, die nicht nur ekelhaft, sondern auch Burpee-verdächtig sind. Nach zwei Schwimmeinheiten im Bertasee und einem Matschbad wieder so eine Aufgabe mit meterhohen Tauen. Oder eben Burpees. Dann eine Art Klimmzug-Challenge. Oder Burpees. Ich merke, dass die Luft raus ist und zum Glück hat der Marschall hier ein gewisses Einsehen. Denn die Burpees sehen schon längst nicht mehr wie solche aus, werden aber trotzdem gewertet.

Vor den letzten beiden Kletterhindernissen wartet noch ein Spartaner-Heuballen, der mit einem Speer erlegt werden muss, dann kurz übers Feuer springen und endlich nach 1:55:32h im Ziel. Im Gesamt-Ranking ist es am Ende des Tages immerhin noch Platz 363 von über 1400 Super-Startern (weitere 1400 gingen über die Kurz-Distanz an den Start), im Super Elite Heat liege ich allerdings deutlich am Ende der Fahnenstange, 72. von knapp 90. Ich sage mir, dass wahrscheinlich keiner von den vor mir Platzierten ein ähnliches Brett am Vortag gelaufen ist, und hake das Ding damit ab. Übrigens: Charles Franzke, schon eine Nummer in Sachen OCR, gewinnt am Ende das Ding, in der wahnsinnigen Zeit von 1:05:12h. Äh, wtf???

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Die Gewinner.

Fazit: Was die Macher des Spartan Race hier in Duisburg angeboten haben, ist schon eine Hausnummer und nicht vergleichbar mit Strongmanrun, Tough Mudder und Co, die dagegen wie ein Kindergeburtstag im Okidoki-Land wirken. Allein diese Wege durchs Gehölz zu suchen und zu finden, zeugt von viel Kreativität, dazu die schon sehr heftigen Hindernisse – puh. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Teilnahme als Duo oder Team, alleine kann das Ganze nämlich recht ermüdend wirken, sofern man nicht ausdrücklicher Fan von OCR ist. Also, Spartaner, kommt ruhig wieder – ihr wart eine Bereicherung für die Region.

Ein großes Danke geht an die Ruhrpott-Runners, die uns einige Fotos zur Verfügung gestellt haben. Und: Von Ferdinand Seidel, der unser Gewinnspiel gewonnen hatte, haben wir leider trotz Nachfrage nichts gehört. Und da er auch nicht in die Ergebnislisten auftaucht, gehen wir davon aus, dass er nicht gestartet ist. Schade…