Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Laufevents

Seidenraupen-Cross: Tatkräftige Helfer gesucht!

Der 5. Seidenraupen-Cross am Sonntag, 22. Oktober, ist jetzt schon besser gebucht, als alle vier Vorgänger zusammen. 129 Anmeldungen sind bislang eingetrudelt, in den Vorjahren waren es zum gleichen Zeitpunkt keine zwei Hände voll. Insofern steigt auch bei uns die Lust, euch wieder einen geilen Vormittag im Hülser Bruch zu bieten.

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Fleißige Helfer am Melde-Counter.

Damit aber auch alles reibungslos gelingt und wir den Ansturm bewältigen können, benötigen wir wieder Helfer an allen Ecken und Kanten: Mountain-Biker als Führungs- und Besenwagen, Streckenposten, Kuchenbäcker und -verkäufer, Einchecker am Melde-Counter, Bälleaufpumper und Hütchenaufsteller. Wenn ihr Teil der Seidenraupen-Familie werden wollt und euch an dem Tag einbringen möchtet, kontaktiert uns bitte einfach per E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de! Danke und schönen Tag da draußen!


Seidenraupen-Staffel auf Platz zwei

Die Seidenraupen-Staffel Moritz Mayntzhusen und Manuel Kölker hat beim 3. „Swim, Run and Fun“ beim SV Neptun den zweiten Platz erreicht. Zuvor gingen beide auch in der Einzel-Wertung an den Start und kamen hier auf die Plätze fünf und sieben. Beim Radrennen „Rund um Bockum“ war Manu ebenfalls am Start. Das amtliche Rennergebnis liegt zwar noch nicht vor, mit der Entscheidung hatte er allerdings nichts zu tun.

Das war aber auch keine große Überraschung: Die in diesem Jahr geradelten Kilometer bewegen sich gerade mal im dreistelligen Bereich – deutlich zu wenig, um auch nur ansatzweise mithalten zu können. Bei dem als vom BDR klassifizierten Hobby-Rennen hinterließ er dennoch einen nachhaltigen Eindruck. 😉 Einem Offiziellen war Kölkers Triathlon-Lenker aufgefallen – und das zwei Minuten vor dem Start. Alles Bitten half nicht, der Offizielle zitierte irgendwelche Regeln und drängte auf eine sofortige Montage – oder einen Nichtstart. Der handwerklich unglaublich begabte Kölker schnappte sich seine Imbus-Maschine und montierte den Aufsatz binnen kürzester Zeit ab, während das Feld dankenswerterweise wartete. Mit einigen Minuten Verspätung ging die wilde Hatz dann aber doch gleich los. Die Profis zogen schnell von dannen, Manu gelang es aber, sich an das Rad von Manni Bender zu hängen. Doch der hielt nicht lange durch und stieg früh aus, so dass es eine einsame Fahrt wurde. Die Spitze überrundete zwei-, dreimal und nach 33 Kilometern war der Spaß dann auch vorbei. Es wartete kühles Blondes am Seidenraupen-Headquarter, wo sich eine wilde Fanmeile entwickelt hatte. Von hier wurden dann noch die Fahrer des Lizenz- und des späteren Derny-Rennens angefeuert. Fazit: Tolle Veranstaltung – schön, dass es sie wieder gibt. Nur mehr Zuschauer könnte sie gebrauchen.

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Moritz übergibt an Manu.

Keine zwölf Stunden später stand dann die Schwimm- und Laufveranstaltung im und um das Neptunbad an. 330 Meter galt es in dem Baggerloch zu schwimmen, ehe 4,4 Kilometer im Fischelner Stadtpark zu laufen waren. Moritz kam im Einzelwettbewerb nach 23:17min ins Ziel und wurde damit Fünfter (von 14), für Manu war das Rennen nach 25:05min beendet, Platz sieben. Gemeinsam ging es dann noch als Staffel über die gleiche Distanz. Moritz übergab als Fünfter an Manu, der noch auf Platz zwei vorlaufen konnte (Zeit: 22:39min). Dem Führenden musste er mit neun Sekunden den Vortritt lassen.

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Siegerehrung der Staffeln beim Swin, Run and Fun.


„Rund um Bockum“ und „Swim, Run & Fun“ am Wochenende

Auf gleich zwei Sport-Events wird man die Seidenraupen an diesem Wochenende sehen. Zunächst steht am Freitagabend das Radrennen „Rund um Bockum“ an, am Samstag geht es dann beim SV Neptun beim „Swim & Run“ um die Stadtmeisterschaft in dieser Misch-Disziplin.

Zum zehnjährigem Jubiläum veranstaltet das Radsport Team Bockum am Freitag, 7. Juli, in der achten Auflage das beliebte Radrennen mit Start und Ziel auf der Buschstraße, in diesem Jahr unter dem neuen Namen „Rund um Bockum“. Auf dem 950 Meter langen Rundkurs kommen die Fahrer auch an der Geschäftsstelle der Seidenraupen auf dem Kreuzberg 65 vorbei.

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Los geht es um 17 Uhr mit dem Knax-Rennen der Sparkasse Krefeld. Hier können Kinder von sechs bis neun Jahren einmal erleben wie es ist auf einem abgesperrten Rundkurs Rennen zu fahren. Es werden zwei Runden zu fahren sein. Eine Medaille ist jedem Starter sicher. Um 17:15 Uhr geht es dann über die gleiche Distanz für die Zehn- bis 13-Jährige los. Auch hier ist der Start kostenlos und wird mit einer Medaille im Ziel belohnt. Bei beiden Rennen ist ein Helm und ein verkehrssicheres Rad Pflicht. Anmelden kann man sich für beide Rennen über die Facebook Seite des Radsportteams, oder direkt am Start bis 16:30 Uhr. Ab 17:30 Uhr wird es dann für die Starter des Jedermann Rennens ernst. Über die Distanz von 38 km wird der Sieger ermittelt. An diesem Rennen, ohne Lizenz, kann jeder ambitionierte Hobbyfahrer, der ein Rennrad und Helm hat teilnehmen. Die Startgebühr beträgt zehn Euro, die Anmeldung kann unter der Mailadresse t.weyers@gmx.net erfolgen. Das Hauptrennen absolviert dann ab 19 Uhr die Klasse der ABC Elite. Die ersten 8 Teilnehmer die hier ins Ziel kommen haben sich gleichzeitig für das folgende, zum ersten Mal in Bockum ausgetragene, Dernyrennen qualifiziert. Hier geht es ab 20:45 Uhr los.

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Der „Swim, Run & Fun“ findet am Samstag, 8. Juli, heuer zum dritten Mal beim SV Neptun statt. Die Veranstalter vom TRI-Team Fischeln erwarten erstmals neben vielen Familien und Freizeitsportlern ambitionierte Leistungssportler aus Krefeld, da erstmalig auch die Stadtmeisterschaften für Krefeld ausgerichtet werden. Zusagen gibt es bereits vom Krefelder Kanu Klub, dem SC Bayer 05 Uerdingen und vom örtlichen Leistungsschwimmer-Team des SV Neptun. Den Auftakt machen die Kinder bis neun Jahren beim 400m Lauf bzw. „Swim  & Run“ ab ca. 10:30 Uhr. Nach der Jugend und den Freizeitläufern startet ab ca. 14 Uhr das Hauptfeld im „Swim  & Run“. Hier wird die Stadtmeisterschaft für alle Krefelder Einwohner entschieden (weiblich und männlich). Anschließend folgen die Staffeln im „Swim  & Run“. Mit dabei im Wettbewerb um die Stadtmeisterschaft ist die Triathletin Yvonne Grein aus Fischeln. Sie konnte sich 2016 die Deutsche Meisterschaft im Sprint-Triathlon ihrer Altersklasse sichern und wurde Deutsche Vizemeisterin auf der olympischen Distanz in der Altersklasse W35. Geschwommen wird im Sommerbad Neptun. Das Laufen findet auf einer ausgewiesenen Strecke im Fischelner Stadtpark statt. Die Onlineanmeldung ist mittlerweile geschlossen. Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag ab 10 Uhr möglich, soweit die Höchstzahl der Teilnehmer nicht schon vorher erreicht wird. http://ftv1905.de oder http://www.svneptun.de. Bei Fragen oder Anmerkungen gibt es hier Infos:  Tel.: 30 81 19, info@ftv1905.de).


Drei Seidenraupen beim Charity-Run vorne dabei

Drei Seidenraupen haben sich beim traditionellen Charity-Run am vergangenen Sonntag vorne platzieren können und in ihren Altersklassen jeweils den zweiten Platz belegt.

Hendrik Hahn, der für seine ehemalige Firma Siempelkamp lief, kam über die 5km-Strecke nach 19:27 Minuten als Fünfter ins Ziel (Zweiter M30). Damit sicherte er seinem Betrieb in der Firmenwertung als Zweitschnellster Siempelkämper Rang eins. Lisa Hahn kam in 25:16min als 84. ins Ziel und wurde Zweite in der Damen-Hauptklasse. Erster bei den Männern: Bastian Siemes (17:54min), bei den Damen Katja Kanditt (20:12min).

Adam Mielech wurde in 44:56min über die 10km-Strecke 21. und Zweiter in der M45. Es gewann Maximilian Jakobs in 38:18min. Marlen Schapschröer holte den Damen-Sieg (43:23min).


Firmen- und Gesundheitslauf von Helios, Welle N und AOK findet nicht statt

Wer in diesen Tagen den Firmen- und Gesundheitslauf in Hüls vermisst, wird feststellen müssen, dass es ihn in diesem Jahr auch nicht geben wird. Das Helios, zuletzt federführend in der Orga, teilte uns vor einigen Wochen mit, dass der Lauf ausfällt.

Über die Gründe schweigt das Helios, das zusammen mit der Welle Niederrhein und der AOK starke Partner an seiner Seite wusste. Auch auf der Website wird nur informiert, dass der Lauf in 2017 nicht stattfindet.

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Startschuss beim Helios-Firmen- und Gesundheitslauf. Foto: Helios

Schade, denn der Lauf erfreute stets mehrere hundert Läufer, im vergangenen Jahr gingen 628 Sportler an den Start. Insgesamt hat der Run, der wie unser Seidenraupen-Cross auf der Sportanlage des Hülser SV begann und endete, siebenmal stattgefunden. Stets stand der gute Zweck im Vordergrund, der komplette Erlös ging an soziale Einrichtung. Zuletzt durfte sich die evangelische Familien- und Kinderhilfe Bruckhausen über eine Spende über 3.170 Euro freuen. Die Veranstaltung kam auch deswegen gut an, weil sie Menschen an das Laufen heranführte. Auch weil das Kinderwohl als Spendenzweck deklariert war, nahmen regelmäßig ganze Kindergarten- und Schüler-Gruppen teil. Wichtig war nicht die Zeit beim Zieleinlauf, sondern das Miteinander.

Wir hoffen, dass der Ausfall in diesem Jahr ein einmaliges Aussetzen ist und es in 2018 zu einem Comeback kommt.


Geglückte Marathon-Premiere für Lisa

Quasi in einem Geheim-Projekt haben sich Lisa und Hendrik Hahn in den vergangenen Monaten auf den Vivawest-Marathon vorbereitet – zumindest bei den Seidenraupen wusste keiner etwas von dem ambitionierten Unterfangen. Umso erfreulicher aber, dass sie nun am Wochenende gemeinsam erfolgreich die 42,195 Kilometer im Pott absolviert haben – und das sogar unter der magischen 4h-Marke.

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Lisa ist zusammen mit Ehemann Hendrik erstmals einen Marathon gelaufen.

Lisa kam bei ihrem Marathon-Debüt mit der Zeit von 3:58:21h als Zehnte in ihrer Alterklasse, der Damen-Hauptklasse, ins Ziel. Insgesamt wurde sie 33. bei den Frauen. Im Überschwang ihres Erfolges ließ sie Ehemann Hendrik im Ziel den Vortritt und ließ ihn eine Sekunde eher passieren. In der M30 wurde er damit 32., im Gesamtfeld 291.

Glaubt man den Zwischenzeiten, liefen beide konstant im 5:30er-Tempo los. Zwischen KM20 und 26 gab es einen kurzen Zwischensprint auf einen Schnitt von 5:01, um dann hinten raus etwas langsamer (6:07) zu werden.


Lasset die Plantage erblühen: Auf nach Vorst

Der Apfelblütenlauf lockt am Sonntag nach Vorst. Wer noch starten möchte, muss auf einen freien Platz in einer der Startplatz-Börsen im Internet hoffen. Das Ding ist nämlich ausverkauft, es gibt keine Nachmelde-Möglichkeit. 


Schon fett, was die Macher dort in Vorst innerhalb nur eines Jahres auf die Beine gestellt haben. Schon die erste Auflage war gut gebucht, heuer war das Ding innerhalb weniger Wochen ratzevoll. 1500 Läufer werden am 23.4. auf den verschiedenen Distanzen durch die Huverheide pesen: 5, 10 und erstmals 21km müssen absolviert werden, und die Kleinsten kommen in den Kinderläufen auf ihre Kosten. 

Um 9 Uhr wird das Meldebüro im Start- und Zielbereich bei Aktion Medeor geöffnet, eine Stunde später gehen die Halbmarathonis auf die Strecke. Hier steckt sogar ein klein wenig „Seidenraupe“ drin: Wir sind stolz, dass uns die Organisatoren gebeten haben, bei der Streckenführung zu helfen. 

Ab 10.30 Uhr starten die verschiedenen Kinderläufe, um 13 Uhr die Läufer des 5km-Rennens und um 14 Uhr die Läufer der 10km-Strecke. Weitere Infos auf www.apfelbluetenlauf.de

Wir wünschen gutes Gelingen und grüßen aus Thailand. 


SRC2017: Grab the Flyer

Nee, wat schön: Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2017 ist fertig. Früher als je zuvor, schöner als je zuvor und informativer als je zuvor. Denn hättest du gedacht, dass wir nun unter www.seidenraupen.org zu erreichen sind? Leck mich inne Täsch.

Wer übrigens selbstlos tausende der Flyer an den Mann bringen möchte: Nur her! Sie können entweder in der Geschäftsstelle am Kreuzberg abgeholt oder auf Rennveranstaltungen der kommenden Tage übergeben werden. Zur Not auch per Postkutsche oder Kurierdienst 😉

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Hossa – da isser: Der Flyer zum SRC2017!

Beachtet bitte auch unsere Sponsoren: Lest Moveo und die Life-Magazine, zieht Geld bei der Sparkasse, lasst euch „optimal“ pflegen, dabei aus der Luft  (air) filmen und Bäume von Kalda & Mayntzhusen setzen, kauft Laufschuhe bei Borgmann, probiert Wirtz‘ Früchte und die neuen Swarm-Riegel. Und wenn ihr das alles gemacht habt, kann euch Noack Sports auch in den richtigen Verein lotsen. 😉


Manu wird Vierter beim Saaletal-Marathon

Seidenraupen Manuel Kölker hat beim 8. Saaletal-Marathon den vierten Platz (Zweiter in der M35) erreicht. Nach 3:15:39h überquerte er nach 42,195 Kilometern und etwas mehr als 500 Höhenmetern schlechtgelaunt die Ziellinie in Ramstahl. Schlechtgelaunt deswegen, weil er lange Zeit hinter dem späteren Sieger Markus-Kristan Siegler (2:50:21h) auf dem zweiten Platz gelegen hatte. Erst auf den letzten Kilometern wurde er noch auf den undankbaren vierten Platz durchgereicht. Eine Folge eines unerklärlichen Einbruchs in der zweiten Hälfte des Marathons – und das, obwohl Hälfte eins als die deutlich anspruchsvollere gilt. Der Versuch einer Erklärung.

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Viel Wiese…

Vorneweg – ich habe keine wirkliche. Die Frage nach dem WARUM habe ich mir lange gestellt, ohne eine Antwort zu finden. Ich weiß nicht, wieso es mir quasi mit Beginn des zweiten Teils des Laufs nicht mehr gelang, die Geschwindigkeit von vorher zu erreichen. Zwischen erster und zweiter Marathonhälfte liegen 19 Minuten Unterschied (1:28 zu 1:47h), eine gefühlte Ewigkeit. Kurioserweise erging es übrigens dem Sieger auch so, wie er mir später berichtete. Seine Begründung: Gegenwind. Aber verliert man 19 Minuten wegen Gegenwind? Eigentlich nein…

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Start in Ramsthal. Foto: Peter Seufert/Saalezeitung

Der für mich eindeutige Knackpunkt war der Kreuzweg beim Kloster Aura: Unberechenbares Kopfsteinpflaster beim steilsten Downhill der ganzen Strecke, zum Teil Treppenstufen und leider schlecht beschildert, so dass ich zweimal stehen bleiben und nach dem Weg fragen musste. Ich weiß, keine Erklärung, danach nicht mehr auf Spur zu kommen, aber hier verlor ich ganz eindeutig die Kette.

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Meine beiden Begleiter bis KM17. Foto: Peter Seufert/Saalezeitung

Bis dahin war es ein tolles Rennen: Schon nach wenigen Metern hatte ich meine Begleiter für die kommenden 17 Kilometer gefunden: Zwei Läufer der TG Schweinfurt, mit denen ich mich fortan immer mal wieder in der Führungsarbeit abwechselte. Der erste Anstieg am Geißberg hatte es schon in sich. Quasi vom Start weg, drei Kilometer hoch. Ich hatte mir geschworen, bei den Anstiegen nicht auf die Uhr zu schielen, denn Bestzeit-geeignet ist der komplette Kurs nicht. Da half es auch, dass die beiden ebenfalls Ruhe bewahrten und wir uns so gemeinsam den Berg hinaufschieben konnten. Es folgten rasante Single-Trails durch dichte Wälder und ab KM10 dann auch entlang der Saale, mal auf, mal ab – so stellt man sich einen Landschafts-Marathon vor. Zuschauer dagegen so gut wie keine, mal von meinem persönlichen Fanclub (DANKE) abgesehen. Selbst in den Ortschaften, die wir durchquerten, lockte die Läuferschar keine müde Maus vor die Haustüre. Schade eigentlich, denn der Lauf war nicht nur bestens organisiert, sondern auch gut von Teilnehmern besucht. Zwar vornehmlich aus der Region, aber auch Läufer aus Sachsen, Thüringen und Hessen hatten den Weg zum TSV Ramstahl gewählt.

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Streckentrennung…

Bei KM17 trennte sich dann die Strecke, für die Halbmarathonis ging es zurück zum Start, für mich dagegen erneut drei Kilometer bergauf zur Ruine Aura. Auch dabei spürte ich keine Probleme, im Gegenteil, ich war überrascht, wie einfach es sich auch bergauf lief. Sollten die Einheiten auf unseren „Bergen“ tatsächlich etwas gebracht haben? Die Ruine war kurz nach KM20 passiert, und nun kam der schon erwähnte Downhill mit seinen Tücken. Eigentlich direkt im Anschluss folgte eine lange, asphaltierte Gerade, auf der ich zwar das Gefühl hatte, gut voranzukommen, doch die Zeiten stimmten nicht mehr, irgendwie hing ich ständig zehn bis 20 Sekunden hinterher. Hinzu kam ein fast drei Kilometer langer Kampf mit einem Gel, das ich einfach nicht aufbekam. Ich will nicht wissen, wie viel kleine Plastikteilchen ich bei diesem Kampf schlucken musste, fies.

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Der Kampf mit dem Gel (rechte Hand) dauerte rund drei KM…

Bei KM26 gab mein Fanclub noch einmal Gas, doch schon da merkte ich, dass es ein ganz harter Kampf werden sollte. Der Kopf spielte irgendwie gar nicht mehr mit, die Beine wollten nicht mehr, hinzu kam die nun leider doch sehr öde Streckenführung (zum Beispiel knapp drei Kilometer auf einer Landstraße ohne Rad- und Fußweg). Da ein DNF für mich nicht in Frage kommt, hieß es nun „beißen“. Die Route führte unspektakulär, aber stetig steigend, durch menschenleere Ortschaften, wo man hier und da Autos und Treckern ausweichen musste, die einen als Verkehrsteilnehmer nicht wirklich für voll nahmen. Bis KM 35 konnte ich den zweiten Platz behaupten, dann aber rächten sich meine mittlerweile auf einen 5er-Schnitt gesunkenen KM-Zeiten. Der Drittplatzierte lief an mir vorbei (3:09), zwei KM vor dem Ziel dann auch der Drittplatzierte (3:13). Man kann es zu dem Zeitpunkt nicht anders sagen: Ich hatte die Schnauze voll. Ein Platz auf dem Podium hätte mich meine miese Zeit noch irgendwie vergessen lassen, doch nun als Vierter zu finishen, kotzte mich mehr als an. Der zweite Platz in der M35 konnte darüber nur schwach hinwegtrösten…

Aber was soll ich sagen: Es kann es nicht mehr ändern. Mund abwischen, weiter machen. Lebbe geht weiter…


Oh, du wunderschöne fränkische Saale…

Ob ich am Samstag Nachmittag diesen Satz auch noch trällern werde? Wer weiß…denn vorher sind 42,195 Kilometer, davon zahlreiche entlang des Flusses, zu absolvieren. Der 8. Saaletal-Marathon steht an. Geworben wird mit dem Solgan „Der vielleicht schönste Marathon Deutschlands.“ Warten wir es ab…

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Es wird eine ganz andere Erfahrung, diese 42,195 Kilometer zu laufen, als sonst. Kaum Zuschauer, dafür tiefe Wälder und weite Landschaften, Berge (also für niederrheinische Verhältnisse), dazu ein bunter Mix aus Asphalt und Trail. Und wenig Teilnehmer. Sind meine bisherigen Marathons immer von tausenden Läufern gesäumt gewesen, so haben bislang keine hundert Menschen für die Runde ab Ramsthal gemeldet. Ich wäre vermessen, mir großes auszumalen, aber unter die Top Ten sollte ich schon kommen, zumindest gemessen an den Zielzeiten des vergangenen Jahres. Markus Siegler, der 2016 mit mehr als 20 Minuten Vorsprung in neuem Streckenrkord von 2:41:30h gewann, wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder triumphieren (es sei denn, ich grätsche ihn am Start weg)…und danach? Mal sehen, Tagesform eben…

Um 10 Uhr ist Start am Sportplatz in Ramstahl, von wo es dann grob gen Bad Kissingen geht. Hier wartet auch eine von zwei nennenswerten Steigungen. Die Strecke verläuft über Euerdorf, hoch zum Kloster Aura, Elfershausen, Langendorf, Machtilshausen zurück nach Aura und Elfershausen, um dann in Ramstahl zu enden. Fans sind entlang der Strecke gerne gesehen…