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Laufevents

Henne meistert auch dritte 4Trails-Etappe

Die 4Trails sind zurück – und zwar mit einem neuen Konzept, einer neuen Streckenführung und vor allem: Hendrik Hahn. Das Gründungsmitglied war bekanntlich 2013 bei dem viertägigen Etappenrennen durch die Alpen angemeldet, musste dann aber wegen einer hartnäckigen Achillessehnenreizung passen. Manuel Kölker musste daher alleine los. Jetzt wagt er das Comeback!

Ein Haufen Irrer! Foto: Plan B

Vor sechs Jahren waren die 4Trails noch die kleine Variante des Transalpine Runs: Vier Etappen, jeweils im Bereich eine Marathondistanz, dazu happige 10.000 Höhenmeter im Aufstieg. Beim TAR war es eben die doppelte Menge. Nach einer kleinen Unterbrechung hat Organisator Plan B das Rennen ein wenig umgemodelt. Die Etappen sind nun kürzer, und nicht mehr so steil. Bisweilen waren die Läufer weit über fünf Stunden und mehr unterwegs. Das ging nicht nur an die Substanz, sondern schreckte auch viele ab. Zudem können heuer auch Hiker (oder auch Walker genannt) mitmachen.

Beste Voraussetzungen also für Hendrik, dessen letzter Trailrunning-Wettkampf in den Bergen tatsächlich der TAR 2012 war. „Eigentlich bin ich recht fit, aber vier Tage am Stück mit Höhenmetern. Wir werden sehen…“ Auf der ersten Etappe hatte er von Seefeld bis Leutasch 25,40 km, 1557 Hm Aufstieg und 1590 Hm Abstieg zu bewältigen. Von Seefeld aus begann der Tag mit einem Aufstieg durch das Skigebiet Rosshütte zum Seefelder Joch (2.060m) hoch.

Wo laufen sie denn? Foto: Plan B

Ein schöner Blick ins Karwendel Gebirge belohnte die Läufer für die Mühen. Es folgte ein steiler Abstieg ins Eppzirler Tal und weiter zur zweiten Verpflegung nach Gießenbach. Bekanntlich sind die Downhill-Etappen genau das, was man drauf haben sollte – so die Erfahrung vom TAR. Ein weiterer kleiner Aufstieg durch die Sattelklamm auf den Hausberg der Leutasch, den Hohen Stich (1.502m), musste noch bezwungen werden, bevor es die letzten Kilometer bergab ins Ziel ging. Hendrik lief als 46. Ins Ziel. Seite Zeit (3:20:43 h) lag 59 Minuten hinter dem Führenden.

Auf rauschende Ufer ein Mädel ich fand…Foto: Plan B

Auf der gestrigen Etappe ging es von Leutasch nach Wildermieming (22,9 km / 1297 Hm Aufstieg / 1534 Hm Abstieg), zunächst aber hinein ins Gaistal inmitten des beindruckenden Wetterstein Massivs. Die Strecke führte entlang des Ganghofer-Weges bis zur V1 an der Gaistalalm. Nun folgte ein steiler Aufstieg zur Niederen Munde (2.059m), ein sagenhafter Blick hinab ins Inntal und hinüber zum mächtigen Gipfel der Hohen Munde (2.662m) entlohnte für die Anstrengungen.

Here comes the sun! Foto: Plan B

Nun ging es bergab über den Hintereggensteig zur zweiten Verpflegung an der Neuen Alplhütte, von hier aus weiter auf panoramareichen Wegen, vorbei an Kapellen und Hütten bis ins Ziel nach Wildermieming. Hendrik kam nach 3:44:30 h als 66. ins Ziel, im Gesamt-Raniking liegt er somit auf Position 55.

Henne – etwas platt. Foto: Plan B

Heute stand dann die Etappe von Wildermieming nach Nassereith an (22 KM / 1247 Hm Aufstieg / 1288 Hm Abstieg). Nach einem leichten Anrollen ging es dann ab KM 3 stetig nach oben, bis bei 2030 Metern der höchste Punkt der heutigen Etappe erreicht wurde. Positiv: Danach gab es tatsächlich nur noch einen minimalen Anstieg, ehe es dann gemächlich abfiel. Henne war nach 3:53:31 h im Ziel, Platz 89. „Meine Oberschenkel sind komplett durch, da geht gar nichts mehr“, so sein bescheidenes Fazit nach Etappe 3.

Höher, schneller, weiter. Foto: Plan B

Morgen steht dann die Schlussetappe nach Imst auf dem Programm: 23,7 km, 1333 Hm Aufstieg und 1377 Hm Abstieg . Traumhafte Trails führen die Läufer zunächst auf dem Starkenberger Panoramaweg hinauf zum Sinnesgatter unterhalb der Alpeilspitze und weiter zur Walfahrtskirche Sinnesbrunn. Nun geht es talwärts durch einzigartige Lärchenwälder nach Obtarrenz. Die Querung der Salveesenklamm bringt uns weiter in Richtung Imst.  Ein erneuter Aufstieg nach Teilwiesen eröffnet den Blick über Imst und das Gurgltal. Vorbei an Schloss Starkenberg geht es nun direkt ins letzte Ziel, nach Imst.


KLC: Martin Myrold schiebt sich nach vorne

Dank einer Doppelschicht hat sich Seidenraupe Martin Myrold auf den ersten Platz beim Krefelder Laufcup verschoben. Der Norweger holte beim Charity-Run am vergangenen Sonntag mit dem dritten Platz im 5KM-Lauf drei Punkte) und dem fünften (ein Punkt) im 10KM-Lauf insgesamt vier Punkte. Dank seines vierten Platz beim Kulturlauf kommt er damit auch sechs Zähler, die aktuell (mit acht anderen Läufer zusammen) für Platz eins sorgen.

Seidenraupe Martin ist ganz oben dabei.

Auch bei den Damen ist nach dem insgesamt dritten von sechs Läufen noch alles offen: Acht Frauen stehen mit je sechs Punkten oben.


Mach es gut, lieber Gerd

Mit Bestürzung haben wir vom viel zu frühen Tod von Gerd Zinkewitz erfahren. Er ist am 30. Juni im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der Familie.

Gerd (links) und Manu beim 4Trails 2013.

Erstmals haben wir (also Henne, Eva und ich) Gerd beim Transalpine-Run 2012 kennengelernt, was quasi ja auch die Geburtsstunde der Seidenraupen war. Für uns war es damals der Einstieg ins Trailrunning, Gerd hatte da schon ein paar mehr KM im Gebirge in den Knochen. Doch darauf kam es ihm nicht an – ebenso wenig wie auf irgendwelche Top-Platzierungen. Er wollte einfach nur rennen und Spaß dabei haben – nicht mehr und nicht weniger. Dass er dabei unaufhörlich erzählte, gehörte zu seinem Naturell. Er brabbelte und brabbelte und hörte einfach nicht auf 😉 Er war ohne Zweifel einer der Läufer, die uns auch nach dem TAR2012 im Kopf blieben.

Das hatte auch folgenden Grund: Als er nach der vierten Etappe verletzungsbedingt aussteigen musste, hätte er frustriert die Sachen packen und abreisen können – was durchaus verständlich gewesen wäre. Doch Gerd dachte nicht einmal daran. Er feuerte seinen Laufpartner Jürgen, aber auch jeden anderen Läufer an. Den Kopf in den Sand stecken, das kam für ihn nicht in Frage. Im Ziel erzählte er dann von seinen großen Plänen, uns alle in einem Team vereinen zu wollen. Einen großen Sponsor würde er schon finden.

Nur ein Jahr später trafen wir (in dem Fall dann Eva und ich) Gerd dann beim 4Trails wieder. In meinem Fazit (https://seidenraupen.org/2013/07/17/4trails-das-fazit/) schrieb ich damals “ An der nächsten Verpflegungsstation traf ich auf Gerd, der ebenfalls beim TAR dabei war. Wir blieben bis zum Ziel zusammen bzw. auf Tuchfühlung und quatschten ein wenig, was ganz gut war. Alleine den Berg rauf oder runter, das merkte ich schnell, ist die ganze Sache trotz schöner Aussichten verdammt langweilig.“ Quatschen – ja, da war es wieder, das war Gerds Element. Stets voller guter Laune, immer einen Spruch auf den Lippen, dabei aber grundehrlich und positiv verrückt. Auch dieses Rennen beendete er nicht, nach Etappe drei war Schluss.

Ich bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich unser letztes Treffen war, denn irgendwie hatte oder habe ich das Gefühl, Gerd hier und da auch danach getroffen zu haben. Ob es bei Wettkämpfen oder zum Beispiel bei Revier-Guides war? Puh, keine Ahnung. Vielleicht war es auch einfach nur in den sozialen Netzwerken??? Wie auch immer, hatte es Gerd geschafft, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Umso trauriger ist es, nun von seinem viel zu frühen Tod zu erfahren. Einer, der so viel Power, so viel Energie hatte, der es trotz des eigenen Scheiterns verstand, andere mitzureißen – FUCK. Mit ihm verliert die Trail-Familie auf jeden Fall einen Großen. Mögen wir uns irgendwann noch einmal sehen und dann wieder ein paar KM zusammen laufen. Auf denn!


Seidenraupen mit glänzenden Ergebnissen beim Charity-Run

Trotz heftiger Temperaturen haben die Seidenraupen tolle Ergebnisse beim mal wieder bestens organisierten Charity-Run einfahren können. Mehrere Altersklassen-Siege und weitere Podestplätze stehen am Ende unterm Strich, dazu auch eine Beteiligung am Gewinn der Firmenwertung.

Eva (mit keinem Lächeln auf den Lippen) im Zielkanal, Manu (links im Bild) mit Lou im Kinderwagen.

Meike Thomassen war die erste, die Schweißperlen auf der Stirn stehen hatte. Beim Lauf der Generationen-Staffel war sie mit ihrer Mutter Irmgard und Tochter Pia am Start. Nach den drei 400 Meter-Runden waren die drei in acht Minuten und sechs Sekunden als 15. im Ziel. Meike blieb kaum Verschnaufpause, denn wenig später startete sie auch über die 5KM-Strecke und wurde hier in 29:04 min 177. (6. HKW). Auch Eva-Maria Kölker quälte sich durch die Hitze und konnte sich am Ende über eine Zeit von 25:23 (Platz 102 / 4. W35) freuen.

Manu imitiert einen Elefant. Lou interessiert das wenig 😉

Manuel Kölker war mit Lou im Kinderwagen unterwegs und hatte im Zielkanal wie gewünscht die Strecke verlassen, um sich nicht wieder im Zeitnahme-Labyrinth zu verirren. Sein Pech: Seinen Ausstieg hatte keiner mitbekommen, so dass er dann doch noch einmal zurück musste und so eine Zeit von 26:06 min (115. / 9. M40) verbuchen konnte.

Kommende Lauf-Rakete der Seidenraupen!

Martin Myrold mischte dagegen ganz vorne mit. Im Trikot von Alberdingk-Boley musste er nur dem Sieger (Arthur Hoffmann, 17:58 min) und dem Zweiten Moritz Frieling (18:22 min) den Vortritt lassen. In 18:30 min wurde er Zweiter in der M30. Neben Arthur und Martin war Dennis Brick (19:25 min) der drittschnellste Alberdingk-Boley-Läufer. Die gemeinsame Zeit von 55:53 min reichte für den überlegenden Gewinn der Firmenwertung. Wie gut besetzt der Lauf war, zeigt die Ergebnisliste: 21 Läufer absolvierten trotz der hohen Temperaturen und dem nicht einfach zu laufenden Kurs die 5km in 20 Minuten oder weniger.

Tolles Comeback von Aki – auch wenn es hier nicht ganz so nach „locker & entspannt“ ausschaut…

Vier Seidenraupen waren dann noch auf der 10KM-Strecke unterwegs. Anne Klaßen wurde dank eines beherzten Zielsprints (gegen Maschine Tomislav Tomic) in 55:06 Gesamt-51. und Zweite in der W35. Aki Khader gelang ein furioses Wettkampf-Comeback: Seine 45:33 min bedeuten Platz drei in der M35 (Platz 15 Gesamt).

Anne, Aki, Manu und Martin nach den 10KM.

Bei Martin Myrold war nach den schnellen 5KM zuvor ein wenig der Akku leer. Dennoch reichte die 40:39 zu Platz eins in der M30 (Gesamt 5.). Manuel Kölker hatte mit Jan Pauli (38:40 min) nur einen Läufer vor sich, er wurde in 39:50 min Gesamt-Zweiter und gewann die M40.

FOOOOOOOTOBOMB!!!

Moritz Mayntzhusen war derweil beim Eifelhero-Triathlon erfolgreich. Für die Kurzdistanz (1000/45/10) benötigte er 02:52:42, womit er Zweiter in der M35 wurde (Gesamt-34.).

Heroes of the day: Moritz (links) und seine Bayer-Crew in der Eifel.

Seine Paradedisziplin Schwimmen hatte er nach 19:12 min (Platz 21) hinter sich gebracht, auf dem Rad saß er danach 1:36:45 h (Platz 40), ehe beim Laufen (53:07 min, 56.) das Ziel herbeigesehnt wurde. Auch in der Eifel war es wohl sehr heiß…

Wo bitte gehts zum Ziel???

Seidenraupen-Sextett beim Charity-Run

Die Seidenraupen Anne, Eva, Meike, Aki, Manu und Martin starten am kommenden Sonntag beim megacoolen Charity-Run. Die 5km-Läufer gehen um 11.15 Uhr auf die zwei Runden, eine Stunde später startet der 10km-Lauf. Es wird mal wieder heiß.

Eva (vorne) und Manu mit Lou dahinter. Foto: Lothar Strücken (danke)

Eva, Meike und Manu (wieder mit Lou im Kinderwagen) werden sich auf der 5km-Strecke treffen. Gleichzeitig ist dies auch der Firmenlauf, bei dem die ein oder andere Seidenraupe auch schon mal auf dem Treppchen stand. Ein großes HALLO gibt es eine Stunde später aber auch auf den 10 Kilometern. Meike startet hier noch einmal in der Staffel (EDIT: Falsch, sie startet in der 400m-Staffel um 10.45 Uhr), Manu macht die 15 voll, Anne, Aki und Martin sind ebenfalls dabei. Bestzeiten sind bei prognostizierten 32 Grad nur schwer vorstellbar, aber man weiß ja nie, wer wann eine Rakete zündet. Martin konnte im vergangenen Jahr Platz fünf belegen, Manu wurde Sechster – beide allerdings noch mächtig angeknockt vom Vorabend (>Schützenfest in Bockum).

Es ist übrigens die 15. Auflage des beliebten Laufs, der jährlich Tausende in den Stadtwald lockt. Am Ende des Tages kann sich stets der Kinderschutzbund über eine dicke Spende freuen.

Das Programm

10.00 Uhr 400m Bambinilauf Jungen bis Jahrgang 2012
10.10 Uhr 400m Bambinilauf Mädchen bis Jahrgang 2012
10.20 Uhr 1km Schüler Jahrgänge 2011 bis 2004
10.30 Uhr 1km Schülerinnen Jahrgänge 2011 bis 2004
10.45 Uhr 3x400m Generationenlauf
11.15 Uhr 5km Firmen- und Volkslauf
12.15 Uhr 4×2,5km-Staffel
12.15 Uhr 10km Paul Peeters-Gedächtnislauf (Hauptlauf)


SRC-Vorbereitungskurs startet am 2. August

Krefelds Lauftrainer Viktoria Giesen und Daniel de Lorenzo bieten auch in diesem Jahr wieder das offizielle Vorbereitungstraining für den Seidenraupen-Cross (6. Oktober) an. „Damit du optimal vorbereitet an den Start gehst, trainierst du speziell auf die Anforderungen eines Traillaufs hin. Das ist unsere Spezialität“, so de Lorenzo. Los geht der Kurs am 2. August.

Daniel und Viktoria sind wieder unsere SRC-Trainer.

Im Gelände sind einmal mehr Ausdauer, Kraft, Flexibilität, Koordinationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und mentale Stärke gefragt. Die Teilnehmer des Kurses erarbeiten sich genau diese Fertigkeiten. Die Streckenlänge, die am 6. Oktober gelaufen wird, spielt hierbei keine Rolle.

Die Vorteile

• Professionelle Vorbereitung auf den Seidenraupen-Cross
• Bis zu 2 mal wöchentlich abwechslungsreiches Training
• Zeitliche Flexibilität durch unterschiedliche Trainingszeiten
• Trailorientiertes Lauftraining
• Optimale Verbindung verschiedener Schwerpunkte durch zwei Trainer
• Individuelle Berücksichtigung persönlicher Ziele
• Optionales Sondertraining

Wann: Beginn: 02.08. | 9 Wochen mittwochs 20 Uhr | freitags 18.30 Uhr Wo: Verschiedene Orte (z.B. Stadtwald, Hülser Berg)
Trainer: Viktoria Giesen (Lauftrainerin, Personal Trainerin), Daniel de Lorenzo (Lauftrainer, Barfußcoach, Yogalehrer)
Preis: 115 Euro
Anmeldung: www.krefeld-laeuft.de/kontakt


Mercure Parkhotel Krefelder Hof bietet wieder SRC-Kontingent

Das Mercure Parkhotel Krefelder Hof bietet auch in diesem Jahr wieder vergünstigte Zimmerpreise für Teilnehmer des Seidenraupen-Cross. Bedeutet: An dem Race-Wochenende in Krefelds schickstem Hotel absteigen und am Sonntag, 6. Oktober, Krefelds geilste Pisten rennen. Und wer mag, legt dann noch einmal die Füße hoch. Die Preise gelten vom 4. bis 7. Oktober, das Abrufkontingent gilt vorerst bis zum 23. August und solange der Vorrat reicht.

Eingangsbereich zum Krefelder Hof. Foto: Stadt Krefeld

DIE PREISE

Standard Einzelzimmer 59.- €
Standardzimmer mit Queensize Bett für 2 Personen 69.- €
Standard Doppelzimmer oder Twin für 2 Personen 79.- €
Superiorzimmer mit Queensize Bett für 1 Person 69.- €
Superiorzimmer mit Queensize Bett für 2 Personen 79.- €
Privilege Doppelzimmer oder Twin für 2 Personen 99.- €

Das Frühstücksbuffet ist inbegriffen. Das Parken auf dem Hotelgelände wird mit sechs Euro pro Fahrzeug / Tag berechnet.

Infos und Anfragen? Hier entlang.


Zwischenstand beim KLC

Nach den ersten beiden Rennen im Krefelder Lauf-Cup (KLC) hat sich wie erwartet ein breites Führungsfeld ergeben – zu unterschiedlich sind eben der Halbstunden-Paarlauf des SC Bayer und der Kulturlauf in Linn.

Startschuss beim 25KM-Lauf (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Wie dem auch sei: Auf https://seidenraupen.org/krefelder-lauf-cup/ ist der Zwischenstand zu sehen. Spannend wird es, wenn am Sonntag, 30. Juni, der Charity-Run, und damit der dritte Part im KLC, über die Bühne geht. Hier dürften sich einige der Teilnehmer beider Wettbewerbe wiederfinden und sich ggf. an die Spitze setzen.


Zwei Seidenraupen in Oslo

Martin Myrold und Manuel Kölker haben beim Ecotrail Oslo erfolgreich die 80 Kilometer-Strecke (81,6 KM) absolviert. Beide kamen ins Ziel, wenn auch mit gemischten Gefühlen. Myrold war in seiner Heimatstadt nach 9:05 h im Ziel (45. von 228 Männern / M23-34: 17.) und hocherfreut über diese Zeit, Kölker nach 10:54 h (139. / M40: 22.) und am Boden. „Es war sehr cool, wieder zu Hause zu laufen“, so ein zufriedener Martin.

Martin (links) und Manu vor dem Start.

Der Lauf begann bei besten Bedingungen und für beide locker. Malerisch schlängelte sich die Route rund zehn Kilometer am Akerselva aus der Stadt heraus, dem Prinzip des Ecotrails folgend: Raus aus der Urbanität, rein in die Natur. Der imposante See Maridalsvannet empfing die Läufer wenig später mit klarem Blau – eine Augenweide, wie auch der Weg um ihn herum: Ein angenehmes Auf und Ab durch traumhafte Natur.

Der See Maridalsvannet.

Bis hierhin waren die beiden Seidenraupen, die noch mit drei anderen Bekannten von Martin liefen, auch noch frohen Mutes, frisch und agil.

Noch sind alle zusammen. Foto: Sportograf

Leider verlor sich ihre Spur aber schon kurze Zeit später. Manu füllte an der ersten Station eine Flasche, Martin joggte locker im Tross weiter, doch die rund fünf/sechs Minuten, die ab hier zwischen ihnen lagen, konnten nicht mehr geschlossen werden.

Kurz danach verlor sich die Gruppe.

„Ich habe in der folgenden Steigung Gas gegeben und sie auch noch ein, zweimal einige hundert Meter weiter gesehen, aber irgendwann war da nichts mehr zusehen“, so Manu, der sich dummerweise beim folgenden Downhill auch noch in einem Bachlauf langlegte. „Nix wildes, aber die Prellung an der Rippe war schon nicht angenehm.“ Dennoch: Auch das kostete ein, zwei Minuten – die Gruppe war endgültig gesprengt.

Auffie gehts…

Von da an war es also ein Rennen für Manu alleine, Martin mit den drei anderen. Und endlich war es auch ein richtiger Trail. Vorbei die Straßen und Waldautobahnen, knackige Anstiege und Singletrails en masse. Nach KM 17 war der erste harte Gipfel erreicht, und wäre man nicht in einem Rennen gewesen, so hätte ein Bad im malerischen Fagervann gepasst, denn die Waden qualmten schon enorm.

Martin und seine Begleiter an der Schanze… Foto: Sportograf

Am Holmenkollen (KM34) folgte dann nach vielen Up and Downs die nächste Verpflegungsstation und natürlich der Blick auf diese wahnsinnig imposante Skisprungschanze. Acht Minuten lagen zwischen Martin und Manu.

…und Manu auch.

Wenig später, bei Hyttikulpen, dann der erste Kontakt zu Martins Vater, der mit dem Rad unterwegs war und bei Bedarf mit Essen oder trockenen Shirts hätte aushelfen können.

Beste Sicht auf Oslo. Foto: Sportograf

An Essen war bei Manu aber mal wieder nicht zu denken, „bei längeren Etappen fällt es mir schwer, irgendwas festes zu mir zu nehmen. So musste ich mit meinen Gels auskommen.“ Auch den Underberg, den einige Kids bei Nordmarkskappelet anboten, lehnte er ab. Und das muss schon etwas heißen 😉 Doch noch waren die beiden recht nah beieinander, was die Durchgangszeit bei KM50 an der Station Sorkedalen bewieß: Martin 5:30 h, Manu 5:49. „Nur“ 19 Minuten.

Kurz nach der 50KM-Station war die Kette ab.

Dann aber war beim Oldie die Kette ab. „Meine Muskeln wollten nicht mehr so, wie ich wollte. Machte ich zu große Schritte, krampften meine Beine – egal wo. In den Schienbeinen und in den Oberschenkeln ging bei zu großer Belastung nichts mehr.“ Das dumme: Noch waren es 30 Kilometer, also wahrlich kein Katzensprung. Was folgte, waren auch im Berg indiskutable KM-Zeiten, die aber auch nicht viel besser wurden, als der Canyon vom Lysakerelva nach der Station bei Fossum (60KM; Martin: 6:55, Manu: 7:27) erreicht wurde. Noch mal ein knackiges Stück, diese verteufelte Schlucht am rauschenden Wasser.

Martin bei KM 60.

Hier folgte ein zweiter Sturz bei Manu und auf dem folgenden, leider sehr trostlosen Stück eine Tempoverschäfung bei Martin, der danach bis ins Ziel noch richtig Gas geben konnte. „Der Ernährungsplan hat gut funktioniert. Das Gefühl, auf den letzten 10 km noch Energie zu haben, um umzuschalten und noch einmal auf die Tube zu drücken, war richtig gut! Ich bin sehr zufrieden mit meiner Zeit, denn immerhin war das Ziel, bei circa neun Stunden ins Ziel zu kommen. Allerdings merke ich die Konsequenzen, in einer flachen Gegend zu wohnen. Es wäre vielleicht hilfreich, vorher mehr Höhenmeter zu laufen“, so Martin nach seinem ersten Rennen über 50 KM.

„Für mich ging es ab einem bestimmten Punkt nur noch darum, ins Ziel zu kommen. Schade, denn bis zu einem gewissen Punkt im Rennen lief es eigentlich ganz gut. Auf der anderen Seite habe ich mir dann aber bewusst Zeit genommen. Laut meiner Uhr habe ich 35 Minuten an den Stationen verdaddelt, ich habe aber auch zwischendurch mal in einem Fluss gebadet, um meine Muskeln zu kühlen. Unter den Umständen eigentlich dann doch ganz okay“, bilanzierte Manu nach dem Ritt über Oslos Straßen.

Hier gehts zum Relive-Video.


Road to Oslo: Streckentest absolviert

Kurz bevor am Samstagmorgen um 8 Uhr der Startschuss fällt, waren wir noch einmal kurz auf der Strecke. Hinter der Idee des Ecotrails steckt bekanntlich: Raus aus der Stadt, rein ins Grüne – was in Oslo prima klappt. Ein paar Straßenbahnhaltestellen vom Zentrum, und Zack, ist man mitten in der Natur.

Wir haben uns den Abschnitt angeschaut, der uns circa bei KM60 blüht. Schaut man auf die Karte, sieht man einen Fluss, dem es zu folgen gilt. Downhill könnte man meinen, es ist aber ein äußerst welliges Unterfangen. Aber seht selbst:

https://instagram.com/p/Bx2eRlVovaT/

Eins der Fotos zeigt die Streckenmarkierer, denen wir begegnet sind. Wir müssen „nur“ dem rot-gelben Flatterband folgen. Nur…🤷🏼‍♂️

Der Boden ist nach den Regenfällen der vergangenen Tage erwartet nass. Wird geil, denken wir mal…