Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Trail

Die Katze ist ausm Sack: Das SRC2019-Shirt!!!

Die Vöglein zwitscherten es schon länger von den Dächern, jetzt ist die Katze ausm Sack: Wir präsentieren stolz das Shirt zum Seidenraupen-Cross 2019.

Mit dem Teil sind wir modischer als je zuvor, passt es doch voll in den Trend des sogenannten „Athleisure“. Heißt, ihr könnt das Shirt, das in einem waldigen grün daher kommt und normal ausfällt (es gibt auch einen speziellen Schnitt für Frauen), nicht nur beim Sport tragen, sondern auch einfach so. Es stammt zwar aus dem Bereich „Funktion“, bietet aber mit 35% Baumwolle auch die Möglichkeit, es in der Freizeit zu tragen. Wie ihr wollt!

Bestellen kann man das Shirt (für 22 Euro) bei der Anmeldung, oder aber mit einer kurzen E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de. Größe bitte nicht vergessen.

Damit das Shirt auch garantiert am Raceday (6.10.) vorliegt, brauchen wir die Bestellung bis Montag, 23.9., 18 Uhr. Alle Bestellungen, die danach eingehen, werden natürlich auch bearbeitet, hier können wir aber nicht garantieren, dass diese Shirts dann auch bis zum 6.10. fertig sind. Wir werden ein paar Shirts auch am Raceday vorrätig haben, aber eben nur ein paar. Bestellungen nehmen wir vor Orr aber auch an.


Termine für die SRC-Testläufe stehen fest

Auch in diesem Jahr wollen wir euch wieder die Möglichkeit geben, die Strecken des Seidenraupen-Cross schon vor dem 6. Oktober probeweise zu laufen. Die Läufe sind offen und bedürfen keiner Anmeldung. Wir starten jeweils um 17.45 Uhr am Tor der Bezirkssportanlage am Hölschen Dyk und laufen dann los. Das Tempo orientiert sich ein wenig an den Teilnehmern.

Die Termine

Am 3., 10., 17. und 24. September (alles Dienstage) führen John und Martin die Gruppe an, sie laufen die 16 KM-Runde. Am 10. und 24. September ist Pauline Saßerath mit dabei – und zwar, wenn gewünscht, über die 6 KM-Runde. Die ITU-Cross-Triathlon-Weltmeisterin ist seit Anfang September Seidenraupe und gibt am 24. September nach dem Lauf auch in einem kurzen Vortrag Tipps zum Laufen im Gelände.


Wer schwingt den Pinsel?

Das nenne wir mal SUPER: Dank eines großartigen Supports der Tierarztpraxis von Nicole Parulewski (Zum Eisenhammer 4, 47804 Krefeld, Tel. 02151 59 64 74 & 75 25 28) können wir euch (schon ein wenig stolz) mitteilen, dass wir in diesem Jahr erstmals an alle Altersklassen-Sieger Pokale ausgeben werden.

Die Holzpokale sind bereits fertig geschnitzt, nun müssen sie noch bemalt werden. Für 30 Pokale konnten wir bereits eine Schulklasse begeistern, für die restlichen 30 suchen wir eine weitere Klasse, die ebenfalls den Pinsel schwingen lässt.

So sieht eine der AK-Raupen aus.

Wir erwarten keine Meisterwerke, die Kinder sollen einfach so malen, wie sie wollen. Das Beste: Die komplette Klasse startet am 6. Oktober für umsonst.

Wir freuen uns auf Rückmeldungen an seidenraupen_krefeld@gmx.de bis Donnerstag, 5. September, 12 Uhr. Sollten mehrere „Bewerbungen“ eingehen, so wird eine kleine Jury entscheiden, wer den „Zuschlag“ erhält. Schreibt vielleicht daher ein paar Zeilen, warum wir euch gerade für diese Klasse entscheiden sollten.


Mit Edeka Kempken beim Seidenraupen-Cross durchstarten

Die Schule hat begonnen, und damit auch der Bedarf an gesunder Ernährung und Bewegung. Ungesundes Essen schlägt sich besonders bei Kindern negativ nieder, neben Übergewicht können zahlreiche Entwicklungsstörungen hinzukommen. Auch unser Gehirn benötigt gute Ernährung, um einen ausreichenden Informationsfluss zwischen den Zellen herzustellen. Und wer sich ausreichend bewegt, hält Kopf und Geist in Schwung.

Da passt es, dass zum 7. Seidenraupen-Cross zwei Partner zusammengefunden haben, die sich als Experten in den jeweiligen Bereichen verstehen: Edeka Kempken als Lieferant regionaler und gesunder Ernährung, die Seidenraupen als Förderer der Bewegung.

Die Supermarkt-Kette mit vier Standorten in Krefeld ermöglicht nun 40 Kindern einen vergünstigten Start im „Edeka Kempken“-Team: Und so geht es: Hier für einen der beiden Kinderläufe anmelden und im Bereich „Verein / Team / Schule“ den Namen „Edeka Kempken“ angeben. Die ersten 40 angemeldeten Kinder erhalten jeweils einen Fünf-Euro-Einkaufsgutschein bei Kempken. Und da die Anmeldegebühr fünf Euro beträgt, hat man diese beim Einlösen des Gutscheins direkt wieder raus, man startet also quasi umsonst.

Übrigens: Wer schon für einen der beiden Kinderläufe angemeldet ist, kann eine E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de schicken und damit in das Windhundrennen um die Gutscheine einsteigen. Viel Erfolg!!!


Neue Sieger braucht der SRC

So langsam, aber sicher trudeln die Wanderpokale wieder auf der Seidenraupen-Geschäftsstelle ein, und damit auch Rückmeldungen der Sieger aus dem Vorjahr. Und die lassen erkennen, dass wir in mindestens drei Wertungen neue Champions suchen und es keine Titelverteidigung geben wird.

Magnus Gödiker holte sich nach 2013 und 2016 mit seinem Sieg 2018 jetzt seinen dritten Stern auf der 16 Kilometer-Strecke.

Magnus Gödiker, dreifacher Sieger auf der 16 Kilometer-Runde, einer von nur drei Läufern, die beim SRC unter der Stunden-Marke blieben, und Sieger in 2018, wird zeitgleich in Namibia sein und daher nicht starten können. Die Chance also für Christoph Lohse, mit einem weiteren Erfolg und dann vier SRC-Titeln wieder davonzuziehen. Oder wird es diesmal etwa ein ganz anderer, der sich die beliebte Holzraupe auf den Kaminsims stellen kann?

Silke Optekamp holte nach dem zweiten Platz in 2017 nun den Sieg.

Über die gleiche Distanz war im vergangenen Jahr Silke Optekamp erfolgreich (Zeit: 1:11:32 h) – auch sie kann leider diesmal nicht dabei sein, wie sie uns kürzlich mitteilte. Damit suchen wir hier die siebte Siegerin im siebten Rennen – noch nie wurde hier der Titel verteidigt.

Bastian Siemes vom Tri-Team Nettetal.

Bastian Siemes vom Tri-Team Nettetal, mit der Streckenrekord-Zeit von 24:14 min Gewinner des kleinen SRC in 2018, legt aktuell den Trainingsschwerpunkt aufs Rad und verzichtet daher ebenfalls auf einen Start am 6. Oktober. Auch hier hat es stets andere Sieger gegeben, zumindest diese Serie behält Bestand.

Esther Jacobitz, seit 2016 beim SRC erfolgreich.

Noch keine Rückmeldung gibt es von Esther Jacobitz, seit 2016 ungeschlagen auf der 6,6 Kilometer-Strecke und mit 24:54 min auch Streckenrekordhalterin. Winkt dem heimischen Laufwunder der vierte Eintrag in die Siegerliste?

Die erfolgreiche Staffel des TuS Oedt.

Auch die Staffel des TuS Oedt, 2017 und 2018 – wenn auch in unterschiedlichen Besetzungen – erfolgreich und damit möglicherweise vor dem Hattrick, hat noch nicht gemeldet.


SRC 2019 startet in genau zwei Monaten

Genau zwei Monate sind es noch, dann startet der Seidenraupen-Cross 2019. Schon jetzt scheint die Vorfreude bei vielen Läufern groß zu sein, denn mit ziemlich genau 100 Meldungen liegen genau doppelt so viele vor wie noch vor genau einem Jahr. Mit ein Grund für den Boom sind auch die beiden neuen Rennen: So wird es für Bambini und Kids zwei Wettbewerbe geben.

Der Nachwuchs startet auf einer (bzw. zwei) Runden auf der Sportanlage und wird über einen spannenden Kurs geführt. „Zu viel wollen wir aber noch nicht verraten“, so Manuel Kölker. Der Vorsitzende der Seidenraupen erinnert allerdings daran, dass die Kinder zusammen mit den Maskottchen des KFC Uerdingen, der Krefeld Pinguine und der HSG Krefeld starten werden ( https://seidenraupen.org/2019/05/14/grotifant-eddie-the-eagle-und-kevin-laufen-mit-du-auch/ ).

Erste Infos haben die bislang gemeldente Läufer übrigens im ersten Newsletter erhalten, der hier nachzulesen ist: https://seidenraupen.org/seidenraupencross/infos-und-ausschreibung/newsletter-juli-2019/


Hendrik zieht ein Fazit: 4 Trails reloaded

Nachdem Manu und ich eigentlich 2013 gemeinsam am 4 Trails teilnehmen wollten, ich allerdings verletzungsbedingt nicht starten konnte, bot sich in diesem Jahr die Chance erstmalig wieder an dem viertägigen Trailevent teil zu nehmen. Das neue Konzept sieht im Vergleich zu den früheren Veranstaltungen etwas kürzere Etappen vor, um so eine breitere Masse anzusprechen. Der 4 Trails fand in diesem Jahr vom 10.07 bis zum 13.07 statt und führte von Seefeld in Tirol über Leutasch, Wildermieming und Nassereith nach Imst. In Summe machten sich 507 Trailrunner und erstmalig 33 Hiker auf, um die ursprünglich geplanten 95,9 km mit 5.714 Höhenmetern im Auf- und 6.080 Höhenmetern im Abstieg zu meistern.

Für mich persönlich war es die erste Trail-Veranstaltung seit der Teilnahme am Transalpine 2012. Die Vorbereitung war im Vergleich zur damaligen Vorbereitung eher semi-professionell: keine Läufe in hügeligen Gebieten, keine Dauerbelastung über mehrere Tage, kein Training in der Höhenkabine. Rückblickend betrachtet stellt sich heraus, dass die schweißtreibenden und zeitintensiven Einheiten, die Manu und ich damals gemeinsam absolviert haben, durchaus sinnvoll und hilfreich gewesen sind.

Gute Laune und voller Tatendrang

Gut gelaunt und voller Tatendrang reisten Lena und ich am 09.07.2019 nach Seefeld, um dort die Startunterlagen entgegen zu nehmen. Wie man es von Plan B schon vom Transalpine Run gewohnt war, war auch hier die Organisation perfekt und äußerst freundlich. Nachdem die Startunterlagen abgeholt waren und das Quartier bezogen war, ging es  abends auf die Rosshütte, um dort dem berühmten Streckenbriefing zu lauschen und die Energiespeicher zu befüllen.

Am Mittwoch um 08:55 bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und den Klängen von „highway to hell“ ertönte dann der Startschuss und es ging endlich los. Nach einem kurzen Abstecher durch das schöne Örtchen Seefeld ging es gleich steil bergauf. Getragen durch das gute Wetter und einer stetig steigenden Euphorie war ich deutlich schneller am Gipfel als zuvor gedacht. Beim anschließenden downhill wurde mir erneut sehr eindrucksvoll vor Augen geführt, was einen geübten Trailrunner von einem Straßen- und Waldläufer unterscheidet. Trotz einer für meine Verhältnisse hohe Geschwindigkeit rauschten die anderen Teilnehmer nur so an mir vorbei. Die zweite Steigung des Tages hatte es dann nochmal richtig in sich, so dass ich völlig ausgepowert aber glücklich ins Ziel einlief. Abends ging es dann wieder zur Pasta Party und es gab erstmalig die Fotos und das Video des Tages. Wie schon 2012 eine emotionale, beeindruckende und motivierende Vorstellung!

Der nächste Morgen begann mit der Erkenntnis, dass die Renneinteilung des Vortages taktisch keine Meisterleistung war. Beim Versuch die Koffer von der ersten Etage in das Erdgeschoss zu tragen, melden sich beide Oberschenkel erstmalig sehr deutlich und versprühten keine große Zuversicht. So ging es zum Start der zweiten Etappe, wie immer nach dem gleichen Schema: bei weiterhin recht gutenBedingungen lief die Etappe trotz schwerer Oberschenkel gut an. Dies kippte an dem Punkt, als es hieß die zuvor aufgestiegenen Höhenmeter in die andere Richtung zurück zu legen. So wurde ich an diesem Tag beim downhill von sicherlich 40-50 Läufern überholt und kam mit völlig verhärteten Oberschenkeln und wie auf Eiern laufend ins Ziel. 

Vor der dritten Etappe führte mich mein Weg direkt zu den Physios mit der Bitte irgendetwas für meine Oberschenkel zu tun. Mit einem intensiven Taping wurde versucht zu retten, was noch zu retten war, jedoch mit eher überschaubarem Erfolg. So ging es also mit inzwischen vollkommen verhärteten Oberschenkeln auf die dritte Etappe, die wegen schlechter werdender Wetterverhältnisse „entschärft“ worden ist, was mir und meiner körperlichen Verfassung sehr entgegen kam. Die ersten 2 Kilometer verliefen im flachen Terrain recht zäh, bevor es zu den ersten Steigungen kam. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Tages passierten wir einige Schneefelder und wurden angehalten die Pflichtausrüstung (die in der Tat täglich kontrolliert worden ist) in Form vonMütze und Jacke anzulegen. Das gute Gefühl des erklommenen Gipfels wich sehr schnell der puren Frustration und der Schmerzen beim Weg zurück ins Tal.

Waren es am Vortag noch 40-50 Läufer, die mich bergab überholten waren es an diesem Tag sicherlich um die 100. Gefühlt lief das gesamte Feld an mir vorbei, viele fragten, ob alles ok sei oder ob ich Hilfe bräuchte. Eine Kuh beim Almabtrieb gibt sicherlich ein dynamischeres Bild ab als ich an diesem Tage. Jeder Schritt bergab tat weh, gefühlt hatte ich zunehmend weniger Kontrolle über meine Beine/Füße. Zwischendurch kam der Gedanke auf, dass ich die Etappe nicht zu Ende laufen könne, als mich ca. 7 km vor Schluss eine strahlende Dame im gelben Regencape an der Strecke in Empfang nahm. Statt mir vom Streckenrand aus kurz Mut für die restliche Strecke zuzusprechen, wurde Lena kurzerhand „verpflichtet“ mich bis zum Ziel im strömenden Regen zu begleiten 😉. Gemeinsam quälten wir uns Meter um Meter Richtung Ziel, um es schlussendlich mit einer Mischung aus Schmerz, Frust, ein wenig Stolz und einer großen Portion Dankbarkeit für die Begleitung, auch zu erreichen. 

Der weiterhin existierende Gedanke an Aufgabe wurde spätestens auf der Abendveranstaltung eliminiert. Als wir mit vollem Tablett nach einem freien Platz suchten, wurden wir von 4 netten Herren heran gewunken. Die netten Herren entpuppten sich als „die Hügelhelden“ vom Niederrhein, die mich gemeinsam mit Lena mit neuer Zuversicht und Motivation zurück auf die Spur brachten.

Am Samstag hieß es dann nochmals Kräfte bündeln, um auch die letzte Etappe zu meistern. Bei stetig besser werdenden Bedingungen verlief die Etappe ähnlich wie die beiden Tage zuvor, wobei das nahende Tour-Finish nochmal ein paar Kräfte frei setzte. 6 Kilometer vor Schluss, kurz nach der letzten Verpflegungsstation, kam Lena mir erneut entgegengelaufen, um mich auf den letzten Kilometern zu begleiten, so dass wir gemeinsam bei inzwischen wieder blauem Himmel und Sonnenschein in Imst ins Ziel einlaufen konnten. Immer und immer wieder ein tolles und einzigartiges Gefühl!

Wie fällt nun mein persönliches Fazit nach den 4 Tagen aus?!? Es waren für mich 4 Tage mit Licht und Schatten. Negativ war sicherlich die Kombination aus einer eher schlechten Vorbereitung auf die Veranstaltung und einer äußerst schlechten Aufteilung der Kräfte. Durch die vollkommene Verausgabung auf der ersten Etappe, habe ich mir selbst sehr viel kaputt gemacht und konnte die Folgetage nicht so angehen und genießen wie ich es gern getan hätte. Stattdessen habe ich mich mehr oder weniger über die Berge geschleppt und mich durch die Etappen gequält. Doch wo Schatten ist, ist auch Licht und davon gab es sogar einiges: Angefangen bei der perfekten Organisation, den tollen Strecken und Landschaften, den atemberaubenden Bilder und Videos, dem tollen Zusammenhalt unter den Läufern bis hin zu dem Menschen, ohne den ich die Serie wohl nicht ins Ziel gebracht hätte, hierfür nochmals meinen herzlichen Dank!

Aus meiner Sicht eine wirklich tolle Laufveranstaltung und ideal für jeden Läufer, der Interesse an einem mehrtägigen Laufevent im Gebirge hat. Die Strecken sind einerseits anspruchsvoll und landschaftlich sehr reizvoll, anderseits sind die Tagesetappen mit max. 25 km auch für weniger geübte Läufer machbar.


Henne meistert auch dritte 4Trails-Etappe

Die 4Trails sind zurück – und zwar mit einem neuen Konzept, einer neuen Streckenführung und vor allem: Hendrik Hahn. Das Gründungsmitglied war bekanntlich 2013 bei dem viertägigen Etappenrennen durch die Alpen angemeldet, musste dann aber wegen einer hartnäckigen Achillessehnenreizung passen. Manuel Kölker musste daher alleine los. Jetzt wagt er das Comeback!

Ein Haufen Irrer! Foto: Plan B

Vor sechs Jahren waren die 4Trails noch die kleine Variante des Transalpine Runs: Vier Etappen, jeweils im Bereich eine Marathondistanz, dazu happige 10.000 Höhenmeter im Aufstieg. Beim TAR war es eben die doppelte Menge. Nach einer kleinen Unterbrechung hat Organisator Plan B das Rennen ein wenig umgemodelt. Die Etappen sind nun kürzer, und nicht mehr so steil. Bisweilen waren die Läufer weit über fünf Stunden und mehr unterwegs. Das ging nicht nur an die Substanz, sondern schreckte auch viele ab. Zudem können heuer auch Hiker (oder auch Walker genannt) mitmachen.

Beste Voraussetzungen also für Hendrik, dessen letzter Trailrunning-Wettkampf in den Bergen tatsächlich der TAR 2012 war. „Eigentlich bin ich recht fit, aber vier Tage am Stück mit Höhenmetern. Wir werden sehen…“ Auf der ersten Etappe hatte er von Seefeld bis Leutasch 25,40 km, 1557 Hm Aufstieg und 1590 Hm Abstieg zu bewältigen. Von Seefeld aus begann der Tag mit einem Aufstieg durch das Skigebiet Rosshütte zum Seefelder Joch (2.060m) hoch.

Wo laufen sie denn? Foto: Plan B

Ein schöner Blick ins Karwendel Gebirge belohnte die Läufer für die Mühen. Es folgte ein steiler Abstieg ins Eppzirler Tal und weiter zur zweiten Verpflegung nach Gießenbach. Bekanntlich sind die Downhill-Etappen genau das, was man drauf haben sollte – so die Erfahrung vom TAR. Ein weiterer kleiner Aufstieg durch die Sattelklamm auf den Hausberg der Leutasch, den Hohen Stich (1.502m), musste noch bezwungen werden, bevor es die letzten Kilometer bergab ins Ziel ging. Hendrik lief als 46. Ins Ziel. Seite Zeit (3:20:43 h) lag 59 Minuten hinter dem Führenden.

Auf rauschende Ufer ein Mädel ich fand…Foto: Plan B

Auf der gestrigen Etappe ging es von Leutasch nach Wildermieming (22,9 km / 1297 Hm Aufstieg / 1534 Hm Abstieg), zunächst aber hinein ins Gaistal inmitten des beindruckenden Wetterstein Massivs. Die Strecke führte entlang des Ganghofer-Weges bis zur V1 an der Gaistalalm. Nun folgte ein steiler Aufstieg zur Niederen Munde (2.059m), ein sagenhafter Blick hinab ins Inntal und hinüber zum mächtigen Gipfel der Hohen Munde (2.662m) entlohnte für die Anstrengungen.

Here comes the sun! Foto: Plan B

Nun ging es bergab über den Hintereggensteig zur zweiten Verpflegung an der Neuen Alplhütte, von hier aus weiter auf panoramareichen Wegen, vorbei an Kapellen und Hütten bis ins Ziel nach Wildermieming. Hendrik kam nach 3:44:30 h als 66. ins Ziel, im Gesamt-Raniking liegt er somit auf Position 55.

Henne – etwas platt. Foto: Plan B

Heute stand dann die Etappe von Wildermieming nach Nassereith an (22 KM / 1247 Hm Aufstieg / 1288 Hm Abstieg). Nach einem leichten Anrollen ging es dann ab KM 3 stetig nach oben, bis bei 2030 Metern der höchste Punkt der heutigen Etappe erreicht wurde. Positiv: Danach gab es tatsächlich nur noch einen minimalen Anstieg, ehe es dann gemächlich abfiel. Henne war nach 3:53:31 h im Ziel, Platz 89. „Meine Oberschenkel sind komplett durch, da geht gar nichts mehr“, so sein bescheidenes Fazit nach Etappe 3.

Höher, schneller, weiter. Foto: Plan B

Morgen steht dann die Schlussetappe nach Imst auf dem Programm: 23,7 km, 1333 Hm Aufstieg und 1377 Hm Abstieg . Traumhafte Trails führen die Läufer zunächst auf dem Starkenberger Panoramaweg hinauf zum Sinnesgatter unterhalb der Alpeilspitze und weiter zur Walfahrtskirche Sinnesbrunn. Nun geht es talwärts durch einzigartige Lärchenwälder nach Obtarrenz. Die Querung der Salveesenklamm bringt uns weiter in Richtung Imst.  Ein erneuter Aufstieg nach Teilwiesen eröffnet den Blick über Imst und das Gurgltal. Vorbei an Schloss Starkenberg geht es nun direkt ins letzte Ziel, nach Imst.


Mach es gut, lieber Gerd

Mit Bestürzung haben wir vom viel zu frühen Tod von Gerd Zinkewitz erfahren. Er ist am 30. Juni im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der Familie.

Gerd (links) und Manu beim 4Trails 2013.

Erstmals haben wir (also Henne, Eva und ich) Gerd beim Transalpine-Run 2012 kennengelernt, was quasi ja auch die Geburtsstunde der Seidenraupen war. Für uns war es damals der Einstieg ins Trailrunning, Gerd hatte da schon ein paar mehr KM im Gebirge in den Knochen. Doch darauf kam es ihm nicht an – ebenso wenig wie auf irgendwelche Top-Platzierungen. Er wollte einfach nur rennen und Spaß dabei haben – nicht mehr und nicht weniger. Dass er dabei unaufhörlich erzählte, gehörte zu seinem Naturell. Er brabbelte und brabbelte und hörte einfach nicht auf 😉 Er war ohne Zweifel einer der Läufer, die uns auch nach dem TAR2012 im Kopf blieben.

Das hatte auch folgenden Grund: Als er nach der vierten Etappe verletzungsbedingt aussteigen musste, hätte er frustriert die Sachen packen und abreisen können – was durchaus verständlich gewesen wäre. Doch Gerd dachte nicht einmal daran. Er feuerte seinen Laufpartner Jürgen, aber auch jeden anderen Läufer an. Den Kopf in den Sand stecken, das kam für ihn nicht in Frage. Im Ziel erzählte er dann von seinen großen Plänen, uns alle in einem Team vereinen zu wollen. Einen großen Sponsor würde er schon finden.

Nur ein Jahr später trafen wir (in dem Fall dann Eva und ich) Gerd dann beim 4Trails wieder. In meinem Fazit (https://seidenraupen.org/2013/07/17/4trails-das-fazit/) schrieb ich damals “ An der nächsten Verpflegungsstation traf ich auf Gerd, der ebenfalls beim TAR dabei war. Wir blieben bis zum Ziel zusammen bzw. auf Tuchfühlung und quatschten ein wenig, was ganz gut war. Alleine den Berg rauf oder runter, das merkte ich schnell, ist die ganze Sache trotz schöner Aussichten verdammt langweilig.“ Quatschen – ja, da war es wieder, das war Gerds Element. Stets voller guter Laune, immer einen Spruch auf den Lippen, dabei aber grundehrlich und positiv verrückt. Auch dieses Rennen beendete er nicht, nach Etappe drei war Schluss.

Ich bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich unser letztes Treffen war, denn irgendwie hatte oder habe ich das Gefühl, Gerd hier und da auch danach getroffen zu haben. Ob es bei Wettkämpfen oder zum Beispiel bei Revier-Guides war? Puh, keine Ahnung. Vielleicht war es auch einfach nur in den sozialen Netzwerken??? Wie auch immer, hatte es Gerd geschafft, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Umso trauriger ist es, nun von seinem viel zu frühen Tod zu erfahren. Einer, der so viel Power, so viel Energie hatte, der es trotz des eigenen Scheiterns verstand, andere mitzureißen – FUCK. Mit ihm verliert die Trail-Familie auf jeden Fall einen Großen. Mögen wir uns irgendwann noch einmal sehen und dann wieder ein paar KM zusammen laufen. Auf denn!


SRC-Vorbereitungskurs startet am 2. August

Krefelds Lauftrainer Viktoria Giesen und Daniel de Lorenzo bieten auch in diesem Jahr wieder das offizielle Vorbereitungstraining für den Seidenraupen-Cross (6. Oktober) an. „Damit du optimal vorbereitet an den Start gehst, trainierst du speziell auf die Anforderungen eines Traillaufs hin. Das ist unsere Spezialität“, so de Lorenzo. Los geht der Kurs am 2. August.

Daniel und Viktoria sind wieder unsere SRC-Trainer.

Im Gelände sind einmal mehr Ausdauer, Kraft, Flexibilität, Koordinationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und mentale Stärke gefragt. Die Teilnehmer des Kurses erarbeiten sich genau diese Fertigkeiten. Die Streckenlänge, die am 6. Oktober gelaufen wird, spielt hierbei keine Rolle.

Die Vorteile

• Professionelle Vorbereitung auf den Seidenraupen-Cross
• Bis zu 2 mal wöchentlich abwechslungsreiches Training
• Zeitliche Flexibilität durch unterschiedliche Trainingszeiten
• Trailorientiertes Lauftraining
• Optimale Verbindung verschiedener Schwerpunkte durch zwei Trainer
• Individuelle Berücksichtigung persönlicher Ziele
• Optionales Sondertraining

Wann: Beginn: 02.08. | 9 Wochen mittwochs 20 Uhr | freitags 18.30 Uhr Wo: Verschiedene Orte (z.B. Stadtwald, Hülser Berg)
Trainer: Viktoria Giesen (Lauftrainerin, Personal Trainerin), Daniel de Lorenzo (Lauftrainer, Barfußcoach, Yogalehrer)
Preis: 115 Euro
Anmeldung: www.krefeld-laeuft.de/kontakt