Von wegen Eiersuchen: Wüstenfüchse geben ab Sonntag in der Sahara alles

Schon im vergangenen Jahr waren Lisa Femers und Tanja Gebhard in der Wüste – nun folgt die Forsetzung. Und die hat es in sich: Waren es im November 2025 noch drei Etappen im Rahmen des Marathon des Sables Jordanien, folgt nun der Marathon des Sables Legendary: 250 Kilometer, aufgeteilt auf sechs Etappen (allein eine davon über 100 Kilometer), durch die Sahara in Marokko.

Es ist DAS Original des MdS, welches nun zum 40. Mal über die Bühne geht. Trails und Etappen-Läufe muss man mögen, Trail-Etappen-Wüsten-Läufe erst recht…dachten sich die beiden. Die Teilnahme in Jordanien vor einigen Monaten darf daher nur als Test gelten, denn der Hammer kommt nun erst. Mit vollem Gepäck, also auch mit Verpflegung, laufen Lisa und Tanja um die Wette – wobei es ihnen nicht um eine Podest-Platzierung ankommt. Nein, es ist das „Erleben“. „Ich lebe in Projekten. Ich mag es, mich auf so etwas vorzubereiten und eine gewisse Zeit aus dem normalen Umfeld raus zu sein, auf sich gestellt zu sein“, sagte Lisa zum Beispiel der Rheinischen Post.

Und ja: Die Vorbereitung hatte es in sich: Um sich ansatzweise auf die klimatischen Bedingungen vorzubereiten, schloss sich Tanja in einem Zelt ein, stellte einen Heizlüfter dazu und ruderte auf einem Rudergerät los. Klingt bekloppt, ist es wahrscheinlich auch – aber gibt Sicherheit, wenn das Thermometer die 30 Grad-Marke mühelos überspringt und der Schweiß tropft. Beide liefen aber auch „Strecke“: Vor wenigen Wochen stand ein 100 KM-Trainingslauf an, nach Köln und wieder zurück. Kurz vor der Domplatte entschied sich Lisa dann entkräftet und mit Blasen an den Füßen für den RE7. „Auch das gehört dazu. Man wird auch in der Wüste an Punkte kommen, an denen es nicht weitergeht. Dort aber muss es aber irgendwie, denn ein Zug fährt dort nicht“, schmunzelt sie.

Für Trail-Expertin Tanja steht besonders das Thema Essen im Fokus: „In Jordanien gab es nach einer Etappe eine kalte Orange. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr man sich darüber freut“, sagt sie. Sie weiß, dass die verbrauchte Kalorienanzahl nur schwer wieder aufzuholen ist. „Ich werde ständig Hunger haben.“ Kalkuliert wird mit 2000 Kalorien. Ihre Mahlzeiten haben sie in Beuteln dabei und brauchen diese nur noch mit heißem Wasser anrühren. Lecker…

Los geht der Spaß am Ostersonntag, am Karfreitag steht der Transfer an. Samstag wird das Material und der Teilnehmer gecheckt, ehe die erste Etappe mit 32 KM – zum Warmwerden – ansteht. 40, 32, 100 42 und 21 KM sind dann hintereinander zu absolvieren, wobei für den 100 KM-Ritt 48 Stunden eingeplant sind. Am 12. April steht dann eine große Party an, die sich alle Finisher auch wirklich verdient haben. Wer sich übrigens fragt, was die Starter erhalten, sollte eher fragen, was sie investieren: Zeit, Schweiß, Blut…und allein 4000 Euro an Startgeld. In dem Sinne: Haut einen raus, genießt die Zeit!!!

Infos gibt es hier, tracken könnt ihr Lisa und Tanja natürlich auch, hier. Lisa trägt die 433, Tanja die 392.

Hier geht es zum Artikel in der Westdeutschen Zeitung.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen