Liliya und Jochen bei der Deutschen Meisterschaft im Ultratraillauf

Rund 1.500 Starter waren beim MOUNTAINMAN Nesselwang auf verschiedenen Distanzen dabei. Beim 70 km-Trail (inklusive 4000 Höhenmeter), gleichzeitig auch die Deutsche Ultratrail-Meisterschaft, mischten sich Liliya Zotova und Jochen Glatki unter die Läufer – und Finisher. Nach 13:47:03 war Liliya im Ziel, womit sie auf Platz 52. landete. In ihrer AK (W40) wurde sie 21, und bei der DM 35. (W45: 8.) Sie ließ ihrem Mann Jochen diesmal den Vortritt. Er finishte in 13:03:39 h und freute sich über Platz 209. In der M50 wurde er 40, bei der DM 145. (M50: 12.).

„Irgendwann tut es weh, es wird schlimmer. Das Rennen ist vorbei, alles tut weh. Ich hoffe, in vier bis sieben Tagen tut nichts mehr weh“, sagte Jochen erschöpft im Ziel. Schließlich mussten er und Liliya schon kurz nach der Anmeldung feststellen, dass es in Krefeld gar keine Berge zum trainieren gibt – seltsam. In 2,5 Monaten wurden beide dennoch zu Bergziegen – fast zumindest.

Bei kühlen 7°C ging es morgens los – und direkt in den Berg. Nix da mit „locker reinkommen“. Mit einem cleveren Plan hatte sich Jochen die Strecke eingeteilt. Die erste VP erreichte er pünktlich, bei der zweiten hatte er sich gar schon ein kleines Polster erlaufen – und das trotz knackiger Anstiege auf wunderschönen Wurzelwegen, Geröllrinnen und Singeltrails, die nicht enden wollten🥵. „Es gab auch mal Forstwege, die gut laufbar waren.“ Liliya war nach 30km 15 Minuten hinter ihrer errechneten Zeit und damit sehr nah am Cutoff. Aber sie kämpfte und blieb im Rennen – und das trotz mittlerweile 18 Grad, die das Unterfangen nicht angenehmer machten.

„Nach der VP bei km 50 lag ich drei Minuten vor meiner Planzeit und gut 30min vor dem Cutoff. Genug Zeit also, um die Flask aufzufüllen und etwas zu essen. Danach ging es etwas entspannter weiter. Irgendwann wollte meine rechte Beinmuskulatur bei den steilen Downhills nicht mehr so, wie ich wollte. Das hat Zeit gekostet. Dafür konnte ich die flachen und weniger steilen Passagen noch sehr gut laufen. Bis 56km lag ich noch im Plan, danach habe ich dann aber knapp 30min verloren. Vielleicht bin ich langsamer geworden (ganz bestimmt) oder waren es die Foto-Pausen. Nein, bestimmt hab ich mich vorher verrechnet 😁Was soll’s, ich war nach 13:03h im Ziel“, zieht Jochen glücklich ein Fazit. Wobei – glücklich? Nein, denn leider gab es kein Finisher-Bier mehr, Buuuuuh! Wenig später kam auch schon Liliya ins Ziel geflogen. „Wir haben es geschafft“, jubelten beide.

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