Tanjas Tagebuch in der Wüste: Einmal und nie wieder!

Der Marathon des Sables Legendary liegt nun schon einige Tage zurück – und wir kommen endlich zum großen Nachbericht. Unsere Wüstenrennmäuse Lisa Femers und Tanja Gebhard waren bei der 40. Auflage des legendären Wüstenrennens dabei: 250 Kilometer in sechs Etappen gab es in Marokko zurückzulegen – ufff. Entsprechend aufgeregt waren beide vor dem Rennen, entsprechend glücklich, als sie im Ziel waren.

Tanjas Resultate: Stage 1 7:27:10, Stage 2 8:43:32, Stage 3 6:33:12, Stage 4 22:41:27, Stage 5 8:16:50, Stage 6 4:00:02 >>> Gesamt: 57:42:13; Platz 877 Gesamt, Frauen: 173, M4G (Altersklasse): 13.
Lisas Resultate: Stage 1 7:27:14, Stage 2 8:43:32, Stage 3 6:45:04, Stage 4 32:22:48, Stage 5 10:55:36 Stage 6 5:12:09 >>> Gesamt: 71:26:23; Platz 1237 Gesamt, 293. Frau, M04: 41.

Zumindest für Tanja stand am Ende fest: „Einmal und nie mehr wieder!“ Dabei hatte unsere Expertin in Sachen Ultra derart gut trainiert, dass sie sich sogar leicht unterfordert fühlte: „Natürlich war es anstrengend, aber ich war eigentlich nie an einem Punkt, an dem ich dachte, dass es nicht weitergeht.“ Alles richtig gemacht, würden wir sagen. Bei Lisa sah die Sache dagegen etwas anders aus – ihren Bericht lesen wir allerdings erst in ein paar Tagen.

Hier und heute widmen wir uns Tanjas Tagebuch, welches sie während der neun Tage in der Wüste führte – und zwar ungekürzt. Denn nur so nehmen wir jedes Sandkörnchen mit, welches zwischen den Zähnen klemmte, jede Düne, die es zu überschreiten galt.

Einzug ins Camp – Karfreitag: 03.04.

Vorfreude und unendliche Anspannung!

Das MDS Legendary Programm startet. Von Quarzazate geht es heute mit rund 1.500 Teilnehmern und 500 Staff mit 40 Bussen in die Sahara bei Merzouga.

Die Schlangen zu den einzelnen Bussen sind gefühlt 1km lang. Lunchpakete werden verteilt und Trinkwasser für die rund 6-stündige Fahrt. Im Konvoi geht es los. Die Landschaft verändert sich langsam.

Im Bus internationales Geschnatter und erstes Kennenlernen.

Der Höhepunkt des Tages:

Einzug ins Camp! Gänsehaut pur! Was für ein Empfang! Unvergesslich! Kamele und „Blue and Orange Jackets“ (Animateure und Ärzte) stehen Spalier. Dazu bunte Musik. Zur Begrüßung gibt es einen marokkanischen Tee.

Dann geht der festgelegte Ablauf los:

5L Wasserkanister abholen, zugewiesenes Zelt (Nr. 186) aufsuchen und Liegeplatz beziehen. Spannend, wer und wie sind die anderen „Tent Mates“?! In unserem Fall sind wir zu sechst anstatt der üblichen acht: 4 Deutsche (@milena_ontherocks und @ouigie ), darunter ein Mann @slamarco und 2 Hölländerinnen. Alle super nett!!!! Wir werden Spaß zusammen haben!

Im Briefing werden wir über das Campleben instruiert. Danach geht die Sebstverpflegung schon los: Essen kochen, d.h. heißes Wasser machen und zu dem gefriergetrockneten Essen aus der Tüte schütten.

Gegen 20:00 Uhr wird es dunkel und ruhig im Camp. Schlafenszeit! Zähne putzen im Stehen vor dem Zelt. Ab jetzt wird sich auch nur mit einer kleinen Tablette, die im Wasser aufpoppt gewaschen! Katzenwäsche 🫣.

Mit Matte und Schlafsack, bewaffnet mit Schlafbrille und Oropax, geht es in die erste Nacht in der Wüste. Kalt und sehr windig! Um 03:00 Uhr vom Sturm wach geworden, denn das Zelt ist offen! Überall sind Steine am Boden und Sand ist in der Luft! Ich ziehe meine Daunenjacke noch zusätzlich über meine Windjacke an. Puh! Eine Woche lang? Abenteuerlich😂!

Morgen müssen wir unseren Koffer abgeben, der dann bis zum Race Ende im Hotel in Quarzazate auf mich wartet. Bis dahin muss alles, was ich für eine Woche zum Leben brauche, in meinem Rucksack verstaut sein😅…..

Ostersamstag, 4.4.

Transition Day!

Überführung von der „normalen Welt“ in die „MDS Welt“

Die erste Nacht auf dem Boden der Sahara: hart, steinig, kalt und windig!

Habe mit 3-Lagen geschlafen, inkl. Daunenjacke🥶. Ich dachte die Wüste sei warm?! Alles muss beschwert werden, sonst fliegt es weg! Anstrengend! Zur Sicherheit hole ich mir aus dem Koffer noch meinen Silkliner raus!

Die Schlafmaske und Oropax sind ein Segen. Trotzdem: Um 06:30 Uhr ist die Nacht vorbei. Willkommen im Schlafdefizit🤣

Erkenntnis: Der Kocher fürs Frühstück funktioniert super, aber- danach ist man von dem Ruß komplett eingesaut. Alles ist schwarz! Ich sehe jetzt schon aus, als wäre ich tagelang durch die Wüste gelaufen, obwohl das Rennen noch gar nicht angefangen hat😩🙈!

Mittags geht’s zum Technical-, Medical- und Equipment Check! Damit einhergehend wird der Koffer weggenommen. Dann muss alles, was mich die nächsten 7 Tage am Leben hält im Rucksack sein. Kurzer Adrenalinkick: mein Medical Document & ECG waren kurzzeitig verschwunden😵‍💫!!!

Außerdem wird der Rucksack gewogen! Mindestgewicht 6,5kg! Meiner wiegt 10,3 kg plus 1,5kg Wasser plus Frontbag! Am ersten Tag also knapp 13kg🫣💪! Viel zu schwer😤!!!! Alptraum….

Ich werde planmäßig durch alle Stationen durchgewunken, dann steht Mittagessen auf dem Plan. Ein letztes Mal warm, ab morgen gibt es mittags immer einen Shake.

Es ist heiß! Es wird im Zelt gechillt und sich weiter kennen gelernt. So nette Tent Mates! Was für ein Glück! Rund um unser Zelt befindet sich die deutsche Community.

Das pure Campleben hat gestartet: Kein Strom, kein fließendes Wasser, kein Internet! Technical Detox! Der Toilettengang besteht darin, dass man in einem Toilettenzelt über den WC Sitz eine braune Tüte spannt, sie in der Tonne entsorgt und sich danach die Hände desinfiziert. Eine Woche leben in der MDS Bubble, polizeilich abgeschottet von der Zivilisation, keine Infos über das Weltgeschehen… Volle Konzentration auf das Hier & Jetzt,- das „Härteste Footrace on Earth aller Zeiten‼️

Nachmittags dann das erste Briefing zur ersten Etappe! Danach das Foto für die 40. Edition mit allen Teilnehmern!

Etappe 1: 5.4.

Ostersonntag! Dieses Jahr kommt kein Osterfeeling auf😂

Warm-up: Routinen entwickeln. Renntempo finden ohne die Cutoff Zeiten pro VP auszureizen!

2 Stunden vor der Startzeit steht ab jetzt immer der Wecker. Heute um 05:00, um 06:30 folgt das Briefing um 07:00 dann der Startschuss. In der Nacht mehrmals vor Kälte aufgewacht. Um 03:00 fegten starke Windböen durchs Zelt. Mein Sack vom Schlafsack ist weggeflogen🙈. Super Start! Ein Tent mate gibt mir morgens einen 3L Zipbeutel 🙏😅! Schlafsack passt zum Glück rein und kann so außen am Rucksack befestigt werden. Oh Mann!

Sich zurecht finden auf dem kleinem Platz im Zelt, die langen Toilettenschlangen, das sorgfältige Auftragen der Sonnencreme und die Fusspräperation für das Rennen braucht einfach seine Zeit. Nach dem Aufbruch darf nichts mehr im Zelt sein (keine Ausrüstung, keine Nahrung, kein Müll, keine vollen oder leeren Wasserkanister). Alles muss vor dem Rennstart verteilt und entsorgt werden!

Schon krass, dass der Startpunkt des Legendary, aus Sicherheitsgründen, jeden Tag streng geheim ist.

Es knistert in der Luft! Wir werden mit „Stay alive“ und „Highway 2 Hell“ (live Singer) eingeheizt! Wir zählen runter und sind 35km auf der Piste! Mit Lisa zusammen im Unterhaltungstempo. Der schwere Rucksack, Schlafentzug, Hitze und Kaloriendefizit sorgen dafür langsam zu laufen. Bloß nicht überpacen, aber trotzdem dabei die Zeit auf den Füßen minimieren! Bloß nicht verletzen! Nicht leicht!

Die Sahara ist enttäuschend eintönig. Entweder viel tiefer Sand -mein Endgegner- , steinig oder Sandboden mit Grünzeug. Hätte ich anders erwartet. Kein Vergleich zur Schönheit vom Wadi Rum in Jordanien. Wusstest Du, dass es in der Sahara schwarze Berge gibt? Bäume? Büsche? Gräser? Und ganz viele runde Früchte, wie kleine Kürbisse, allerdings nicht essbar!

Die Kamaradschaft auf der Strecke und im Camp ist groß! Jeder hilft jedem bei allem. Zusätzlich sorgen die Blue Vests für Stimmung auf der Strecke und am VP. Es gibt nur Wasser dort. Es ist ein Selbstversorgungslauf!

Etappe 2: 6.4.

Ostermontag… von bunten Ostereiern keine Spur….. hätte jetzt schon gerne ein Stück Schokolade 😋

Heftiger Sturm in der Nacht! Noch schlimmer als die Nacht davor🙈. 04:00 Wecker! Erlösung,- die Nacht ist endlich vorbei. Und dann……

Ein Welpe hatte sich auf der Suche nach Wärme in unserem Zelt Schutz gesucht! So lag er eingekuschelt am Rucksack. So süß, der Kleine😍– ein echtes Highlight!!!!

Außerdem hatte eine „Zelt Schwester“ @strongerwithmadeline Geburtstag! Beschwingt ging es im Dunkeln mit Stirnlampe in den Startkorridor. 40km stehen heute auf der Agenda. Mein Plan: die Strecke gemeinsam mit @milena_ontherocks rocken.

Die Strecke war vorwiegend tiefer Sand, okay, das Rennen heißt ja auch „Marathon des SABLES“🤣.

Mein absoluter Highlight sind immer die Kamel Squats auf der Strecke! So cool! Ich könnte einfach immer wieder Fotos davon machen😂

Im Ziel stellen sich langsam Routinen ein. Ich habe eine „simple blister“ unter dem Fuß! War mir schon klar auf dem Weg. Mein Strumpf hatte eine Falte geworfen. Allerdings konnte ich die Falte auf der Strecke nicht glatt ziehen. Das Risiko war zu groß, den Schuh mit dem schwächelndem Reißverschluss nicht mehr zumachen zu können😩….

Müdigkeit und Hunger zehren langsam…

Aber hey: Etappe 2 wäre geschafft✅

Etappe 3: 7.4.

Das Camp wurde gestern weiter mitten in die Wüste umgezogen, deshalb war die Nacht wahrscheinlich verhältnismäßig warm. Diese Jahr schlafen wir immer 2 Nächte am selben Camp Site, trotzdem muss immer alles mitgenommen werden. Schikane 🤪!

Es hat sich eingebürgert, dass ich immer alle wecke und, wie stille Post, jeder kurz nacheinander angestupst wird.

Die größte Herausforderung ist morgens die Kontaktlinsen ins Auge zu bekommen, ohne dabei eine Augenentzündung zu bekommen. Inzwischen habe ich unter jedem Nagel einen schwarzen Trauerrand vom Kochen, kombiniert mit einer Sandpanade und einer Schicht Desinfektion Spray🙈. Ekelhaft😩!!!

Heute haben wir „nur“ 28km auf dem Plan, da die nächste Etappe der Hunderter ist! Fühlt sich irgendwie leicht an😂.

Und so war‘s auch😍! So eine tolle Strecke mit einem richtigen Trail am Ende. Adrenalin pur! Ich hab’s voll gefeiert und bin den Downhill einfach runter geschwebt mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht. Bis dahin war ich mit Lisa zusammen, dann haben wir uns leider verloren.

Und das Beste: Keine neuen Blasen sind dazu gekommen! Yes! Der Energiepush wurde gleich umgesetzt, um mal Wäsche zu waschen💪.

Und das sieht so aus:

Leeren Kanister in der Mitte aufschneiden, etwas Wasser rein, bisschen Seife und fertig ist die Waschmaschine😉! Ergebnis: Wäsche ist zwar immer noch nicht sauber, riecht dafür aber deutlich besser als vorher🤣!

Dann trommeln wir alle zusammen, um ein Deutschland Foto vor dem MDS Zeichen zu machen. Spätestens jetzt haben wir uns alle kennen gelernt.

Abends findet unter dem freien Himmel eine organisierte Yoga Klasse statt.

Alles darauf ausgerichtet, die steifen Knochen etwas zu mobilisieren, aber im Hinblick des anstehenden 100 km Laufes nicht zu übertreiben. Das hat total Spaß gemacht und war vom Setting echt etwas ganz besonderes.

Restday 9.4.

Anders als erwartet!

Schlaf wird ja völlig überbewertet!!! Nachdem ich in der Etappe 4 knapp 15L Wasser getrunken hatte, hätte ich auch gleich auf der Toilette schlafen können. Außerdem dröhnte die Zieleinlaufmusik die ganze Zeit, mein Körper fühlte sich an, wie durch den Wolf gedreht und zu allem Übel schien der Wind wieder an Fahrt zu gewinnen😵‍💫! Und genau so war es auch🙈

SANDSTURM!!!!!! Attacke! Wir kamen uns alle vor wie im Schleudergang mit Sandbestrahlung! Horror! Was ist das denn bitte für ein Restday?! Die einzige Option: Im Zelt liegen und es einfach aussitzen und ertragen. Der Sand ist einfach überall: In den Haaren, im Gesicht, überall am Körper- ich hasse Sand😂.

Was bin ich so froh, jetzt nicht mehr da draußen rum zu fallen! Die Armen!!!! Das ist nochmal eine ganz andere Nummer eine 100k Etappe zu finishen! Mein größter Respekt!

Nachmittags werden alle Läufer zusammen gerufen, um den letzten Läufer der 4. Etappe im Ziel zu begrüßen!!!!! Hinter ihnen die 2 „Kehr-Kamele“. Wahnsinn! Was für eine atemberaubende Stimmung. Inzwischen liegen unsere Nerven so blank, das viele anfangen zu weinen, auch ich! Ja, die Wüste schält uns, wie eine Zwiebel. So ist es.

Meine Denkleistung ist inzwischen auch eingeschränkt! Hab ich doch auf der Toilette meine gesamte Toilettenpapierrolle liegen gelassen😱!!!! Toilettenpapier ist wie Gold- unbezahlbar! Panik! Schweiß! Und nun? Keiner hat Toilettenpapier übrig🙈. Ein Plan B muss für die nächsten 2 Tage her…. Ich hatte noch diese Tuchtabletten, die mit Wasserkontakt groß werden…. die muss ich abends vorbereiten und für den Tag trocknen✅ Gesagt- getan👍. Puh! Glück im Unglück. Was für ein Sch….!

Und weiter geht’s: Morgen Etappe 5! „Nur“ ein Marathon- haben sie gesagt🤪🤓

Etappe 5: 10.4.

Marathon! Endspurt…

Wecker 04:30 Uhr! Yeah- Marathon🤣! Zum Glück ohne Sandsturm dafür mit Sand in jeder Ritze🙈.

Trotz alle dem, was schon geschafft ist, ist die Angst, krank zu werden, sich zu verletzen oder, aus sonstigen Gründen nicht weiter machen zu können, enorm!

Alle bisherigen Etappen bin ich auf Energiesparmodus gelaufen, ab heute wird das Tempo erhöht💪!

@iamvivjoshipura hat mich größtenteils begleitet, so dass der Marathon echt kurzweilig war. Ich war mega gut drauf, nix hat weh getan und ich habe diese Etappe mega genossen. Mein Körper scheint aufgegeben zu haben😂– es lief einfach🥳.

Absoluter Highlight war der Aufstieg durch die Felsen hoch zur Düne🤩! Was für ein unvergesslicher Ausblick über die Ebene! Hammer!

Der Rest der Strecke war eher unspektakulär, bis auf das weiße Kamel😍. Ein Bambino Kamel – wie eine Halluzination aber doch echt! Toll! Mein Herz gehört eh den Kamelen, wogleich sie immer etwas arrogant auf Dich herab schauen!

Im Camp gab es dann eine Überraschung: Es gab eine geeiste Orange und Banane für jeden🥳. Vor lauter Angst krank zu werden, habe ich meine allerdings verschenkt.

Und dann war es soweit:

Die letzte Nacht im Camp in der Wüste! Unfassbar wie schnell das dann doch gegangen ist und wie unwirklich sich alles anfühlt!

Ein lachendes und ein weinendes Auge:

Lachend, weil ich dann doch froh bin, wenn das Rennen endlich vorbei ist! Nie mehr wieder!

Weinend, weil die Gemeinschaft im Camp so einzigartig war. Aus Fremden sind Freunde geworden! Wir alle sind so privilegiert, so etwas mal erleben zu dürfen! Unendliche Dankbarkeit! Riesige Erleichterung, dass nur meine Ausrüstung (Schuhe und Stöcke) und nicht mein Körper 🙏mich im Stich gelassen hat!

Es folgt das große Wegschmeißen/ Verschenken: der schwarze Kocher, die völlig verpegte Matratze, die fast schwarzen Calves (vorher weiß), der inzwischen graue „Maleranzug“… der Rucksack fühlt sich auf einmal angenehm leicht an😂. Die 14.000 kcal sind inzwischen aufgebraucht 👍

Es fließen Tränen……

Morgen geht es auf die letzte Reise: 23km! Natürlich mehr als ein HM – geschenkt wird uns nichts …

Etappe 6: 11.4.

Angst! Angst davor, dass so kurz vor dem Ziel doch noch etwas passiert, was mich davon abhält, diese Ziellinie zu überqueren! Hab ich das Essen vertragen? Spüre ich meine Plantarfaszie? Entzünden sich meine Augen? Hoffentlich knicke ich nicht um! Bitte lasse niemanden in mich rein fallen! Halten meine Schuhe? …

Wieder ein hoch emotionaler Start! Kann meine Tränen nicht zurück halten! Jetzt lasst uns das alle rocken und das Kind nach Hause bringen💪🔥…. Attacke!

2 VPs – alles fliegt easy an mir vorbei! Die Strecke scheint zu einfach! Irgendetwas stimmt nicht! Und dann kippte die Stimmung…. eine orangene Wand rollte auf uns zu… der Wind nahm an Fahrt auf…… es begann zu regnen und wurde kalt😵‍💫😵‍💫😵‍💫😵‍💫🙈

Alles ging ganz schnell,- man sollte sich NIE zu früh freuen- wir waren mitten in einem sch… Sandsturm! Die letzten Kilometer dauerten gefühlt Stunden!

Meine Strategie:

Wer schneller läuft, dem ist wärmer und der kommt schneller ans Ziel💪. Auf geht’s! Die letzten Körner nochmal mobilisieren. Ich bekomme durchs Buff kaum noch Luft! Muss mich immer kurz seitlich abdrehen, Buff anheben, um zu atmen. Sand und Regen- der Supergau!

Werde auf den Dünen vom Starkwind weggedrückt! Immer schön dagegen halten! Es ist absurd! Die Wüste schenkt uns nichts!

Dann der erlösende Moment: Ich höre das Ziel, ich sehe das Ziel, kann’s kaum glauben!!!!! Ich hab‘s tatsächlich geschafft! Tränen der Erleichterung, Freude und Dankbarkeit🙏❤️….. Sicher ist: diesen Zieleinlauf hatte ich mir ganz anders vorgestellt 🤣

Schnell weg von hier, ab in den warmen Bus, essen, sitzen, nix tun! 6 Stunden lang. Bis nach Quarzazate! Den wilden Ritt verarbeiten, sich mit den anderen austauschen! Alles fühlt sich so unfassbar unwirklich an!

Endlich im Hotel kam die heiß ersehnte Dusche nach 7 Tagen: das Wasser aus der Leitung schon vorher BRAUN und KALT! Euer ernst?! Also wieder Erwartungsmanagement🙈. Schnell duschen, essen und in ein richtiges Bett- fast so hart, wie in der Wüste, aber immerhin ohne Wind und ohne Sand😍… was kann eine „Legende“ noch erschüttern😂😂

Einen großen Dank an alle, die aus der Ferne mitgefiebert, verfolgt und gepusht haben❤️

Ich bin immer noch überwältigt von so viel Zuspruch, mentaler Unterstützung und der Welle an Glückwünschen!!!

Day-off!!! Gala Night 💃🕺! Rückflug✈️ Bewertung😎

Day-off:

Ausschlafen und das erste Mal wieder richtig frühstücken😍– auf einem richtigen Stuhl🤩! MDS Merch kaufen, Schokolade einkaufen 😋 (Ich liebe Schokolade😇), eine fette Pizza essen gehen mit @milena_ontherocks 🥰, Koffer entsanden, Sachen säubern und alles neu packen, sich für die Gala aufhübschen☺️– das war unser Day-off! Ist verflogen….

Gala Night💃🕺💃🕺:

Höhepunkt: Das erste Mal den offiziellen MDS Film sehen!!!! Hab’s mit einer Sekunde rein geschafft🤣. Viele lieb gewonnene Menschen umarmen, Erlebnisse und Kontakte austauschen!!!! UND Feiern🥳🥳🥳! All der Druck und die Anstrengung musste raus! Tanzen bis der Arzt kommt😂…. 40min Schlaf bis zum Frühstück um 04:00 Uhr am nächsten Morgen🤪

Rückflug:

Einfach wäre ja langweilig! Lufthansa Streik🙈! 4 Stunden mit dem Bus zum Marrakesch Flughafen. Flug nach Wien. Ankunft spät abends in Österreich zusammen mit @ouigie , – zum Glück nicht alleine! Hunger! Fast alles hat geschlossen. Essen auf dem Schoß, dann schlafen im Schlafsack quer über 3 Sitze in der Abflughalle😵‍💫! 3 Stunden geruht! Das macht jetzt auch nix mehr aus😜! Pünktlicher Abflug und um 09:00 Uhr endlich zuhause angekommen 😅! Yeah💪!

Bewertung😎:

Der MDS Legendary war ein unvergessliches Abenteuer! „A once in a lifetime experience!“! Ich bin richtig gut durchgekommen, wofür ich unendlich dankbar bin! Aber: Nochmal? NIE mehr wieder😂! Eindrücke sacken lassen und Erfolg genießen- man sollte sein Glück nicht überreizen😉. Das Beste? Tent 186🥰!!!!! Das Schlimmste? Meine schwarzen Hände und die mangelnde Hygiene!

Next stop? @transvulcania am 09.05. mit @cremer909 und @donmaking!!!!! Ich freue mich schon! Kein Sand und kein Monster Rucksack😂….

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