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Kathi stürmt in Berlin zur Bestzeit – Adam und Manu ächzen in Rotterdam

Das war eine Meisterleistung mit Ansage: Seidenraupe Kathi hat in Berlin ihre Halbmarathon-Bestzeit auf 1:56:38 h geschraubt. Im Vorjahr hatte sie noch das Kunststück vollbracht, genau zwei Stunden zu benötigen. Adam und Manu hatten zeitgleich in Rotterdam die doppelte Strecke zu bewältigen und waren am Ende mit ihren Zeiten (Adam: 3:43:11 h, Manu: 3:09:23 h) ebenfalls zufrieden. Sowohl in Berlin als auch in Rotterdam war es wie erwartet wärmer als noch in den Wochen zuvor. Ungewohnte, aber keinesfalls schlechte Bedingungen also für die Läufer, die sich in den Wintermonaten gestählt hatten.

Das Training hatte sich zumindest bei Kathi gelohnt. Sie wollte in ihrer Heimatstadt endlich unter die Zwei-Stunden-Marke kommen, was ihr endlich gelang. Bei 1:56:38 h blieb die Uhr am Ende stehen, da war der Jubel groß: „Das war alles prima. Die Bedingungen waren optimal, auch wenn es auf den Abschnitten ohne Schatten doch etwas wärmer war. Aber dank meinem persönlichen Hasen Kathleen habe ich es endlich geschafft.“ Auf dem Ku-Damm (bei KM12) sei es ihr etwas schwerer gefallen, da aber griff Kathleen ein. „Sie hat sich nach vorne gesetzt und mich gezogen. Das hat mir Antrieb gegeben. Am Ende wurden wir sogar etwas schneller und ich hatte sogar das Gefühl, nicht am Limit gelaufen zu sein.“ Das beweisen auch die Zwischenzeiten (5km: 27:41, 10km: 27:57, 15km: 27:53, 21: 33:08). Mit ihrer Zeit belegt sie in der W35 Platz 244, bei den Damen 1836 und im Gesamt-Ranking 8972.

Gerne hätte auch Adam sein Rennen nach 21 Kilometern beendet – aber auf dem Programm standen eben 42. Denn bei KM18 gab es einen ungewohnten Einbruch: „Es ging nichts mehr. Meine Beine haben geschmerzt, meine Füße gekribbelt und mein Herz hat verrückt gespielt. Man kann sagen, dass der Himmel sich gegen mich verschworen hat. Ich musste sogar ein zwei Mal gehen. Ab da gab es nur noch ein Ziel: Ankommen.“ Und das gelang: 3:43:11 h (Halbmarathon: 1:38:55 h) stand am Ende auf der Uhr, (Gesamt-Platz 3245/13984, Männer: 2921/10672, M45: 442/1779), wenn auch langsamer als erwartet. Auf den letzten zehn Kilometern biss sich das „Kampfschwein“ mit Kilometer-Zeiten um die sechs Minuten durch. Hut ab!

Mit dergleichen hatte eigentlich Manu gerechnet: Kein Lauftraining in den vergangenen zwei Wochen, die drei Wochen davor auch nur sporadisch. Immer wieder streikte die Wade, und es war nicht klar, ob sie halten würde. „Daher bin ich verhalten an die Sache ran. Auch wenn ich mich gut fühlte, habe ich mich an das Vorhaben gehalten, nicht zu überpacen. Das wäre bei dem Trainingsstand deutlich nach hinten losgegangen.“ Und so hielt er sich an die Drei-Stunden-Pacer, konstante Zeiten von 4:12 bis 4.15 Minuten pro Kilometer waren das Ziel. Das ging länger gut als erwartet. „Bei KM23 meldeten sich meine Beine und zeigten mir, dass ich einen Gang runterschalten sollte. Das habe ich dann auch gemacht. Ich ließ zwei Kilometer später die Pacemaker ziehen und dachte nur noch an das Ziel. Aber ich wollte nicht stehen bleiben, ich hatte mir geschworen, für Lou and the Boys das Ding laufend nach Hause zu bringen. Sie hatte ich die ganze Zeit in meinem Herzen.“ So pendelte er sich zunächst bei 4.20 bis 4.30 ein, zwischen KM 35 und 40 lagen die KM-Zeiten aber sogar einmal kurz über der 5min-Marke, „aber ich wusste, dass der Tank noch nicht ganz leer war.“ Um unter der 3:10h-Marke (Boston-Quali-Zeit) zu bleiben, gab er noch einmal Gas und war bei 3:09:23 h im Ziel (Halbmarathon: 1:29:10 h). Das bedeutet Platz  801/13980, bei den Männern 749/10668 und in der M35 171/1659.

Die Strecke in Rotterdam war übrigens nicht ganz so mau, wie erwartet, wenn auch nicht spektakulär, was vielleicht daran liegt, dass die Stadt auch nicht so schön ist. Zumindest die Zuschauer sorgten an vielen Stellen für die vom Venloop bekannte niederländische Stimmung. Schlecht dagegen der Ziel-Bereich: Kein Bier, keine Massagen und keine Duschen – das geht gar nicht!


Willkommen in der Wettkampf-Woche

Da trainiert man Wochen und Monate bei bitterer Kälte, Schnee- und Hagelstürmen und dann wird es plötzlich warm, sehr warm. Eigentlich klar: Willkommen in der Wettkampf-Woche. Drei Seidenraupen sind am kommenden Wochenende auf Kurs und müssen sich dieser klimatischen Herausforderung stellen: Kathi hetzt durch Berlin und peilt beim Halbmarathon eine neue Bestzeit an, Adam und Manu starten in Rotterdam. In unserer Vorschau blicken wir zunächst in die Hauptstadt.

Für Kathi wird es ihr erster Lauf im Trikot der Seidenraupen – dementsprechend motiviert steigt sie auch ins Rennen. In ihrer Heimat soll endlich die Zwei-Stunden-Marke geknackt werden, nachdem die Uhr im Vorjahr genau bei 2:00:00h stehengeblieben war. Auch die Elite gibt sich die Ehre: Vorjahressieger Gilbert Masai, Richard Mengich (Sieger 2016, beide Kenia), Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt), Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg), Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) sind am Start und ebnen den Weg für Kathi.

Kathi Outfit Berlin HM 2018

Kathis Outfit für den Berliner Halbmarathon. Damit kann ja nichts mehr schiefgehen.

Die Strecke ist die gleiche wie in den Vorjahren: Los geht es im Schatten des Alex und bei Kilometer drei passieren die Läufer das Brandenburger Tor. Lange geht es nun gen Westen, wo nach sieben Kilometern der Ernst-Reuter-Platz und nach neun Kilometern das Schloss Charlottenburg erreicht wird. Für zwei Kilometern folgt die Strecke nun nach Süden, ehe sich die Läuferschar über den Kudamm und entlang des Landwehrkanals wieder zurück gen Osten macht. Dabei geht es natürlich am Potsdamer Platz und am Checkpoint Charly vorbei. Kämpfen heißt es dann ab dem Nikolaiviertel, wo es auf der eigentlich sehr flachen Strecke eine kleine kraftraubende Erhöhung zu meistern gilt.

Die Live-Übertragung des Laufs startet am 8. April um 9:25 Uhr und dauert bis 12:30 Uhr. Diverse mobile Kameras auf der Strecke und im Start-/Zielgebiet sorgen für ein Live-Erlebnis des größten deutschen Halbmarathons. René Hiepen und Falk Cierpinski werden kommentieren. Das Rennen wird auf www.berliner-halbmarathon.de und als Facebook Live Stream gezeigt. GO KATHI!!!


Kathi rockt das SDR-Chapter in der Hauptstadt – und Elke nicht nur die Biertheke

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Kathi (rechts), hier mit ihrer Freundin Kathleen

Berlin calling: Nachdem sich unsere Politiker zu lange Zeit gelassen haben, übernehmen die Seidenraupen nun Berlin – und quasi damit ja auch das Land. Wir sind froh, mit Katharina Schulze Dieckhoff nicht nur Mitglied Nr. 18 begrüßen zu können, sondern auch über die erste Seidenraupen-Expansion außerhalb von NRW. Kathi ist unsere neue Geheimwaffe in der Hauptstadt. Yipppieh! Hier könnt ihr euch über Kathi näher informieren. Für sie kann es 2018 nur eins geben: Die Sub-2h-Marke beim Halbmarathon!

Kurz nach dem Wochenende des Seidenraupen Cross hatte sich übrigens ein weiteres Trio den Seidenraupen angeschlossen: Elke Brittig, Saskia Kreuels und Jenny Lücker. Alles fleißige Helfer, die wir gerne in unserer Mitte begrüßen. Und Elke hat kürzlich beim Silvesterlauf unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur an der Biertheke eine gute Figur macht. Die Frage nun: Wann ziehen Saskia und Jenny nach? 😉

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Elke mit Adam beim Seidenraupen Cross 2017.


Feiern statt 100 Meilen

Warm wird es heute in Berlin mit Sicherheit. Für einige sogar heiß. Während wir heute schön mit Kathi und Morla Hochzeit feiern, laufen andere 160 Kilometer (oder 100 Meilen) durch die Hauptstadt. Ich hatte Glück und habe einige versprengte Grüppchen bei meinem Morning-Jog gesehen. Der Lauf ist nicht einfach ein Ultra, er ist einer mit Geschichte: Denn die Route folgt, soweit möglich, dem ehemaligen Verlauf der Mauer. Sicherlich eine sehr coole Sache – ich ziehe jedoch heute das Feiern vor 🙂


Seidenraupen auf Berliner Entdeckungstour

2:02:25h, Platz 3050 und in der Altersklasse W30 Rang 591 sowie 1:25:41h, Platz 542 und in der M35 Rang 97 – so die nackten Zahlen von Eva und Manu beim Berliner Halbmarathon.

34.000 Starter hatten sich am Sonntagmorgen bei tollem Wetter auf den Weg gemacht, Berlin zu erkunden. Der Berliner Halbmarathon startet in der Nähe des Alex, verläuft dann Unter den Linden durchs Brandenburger Tor bis zum Schloss Charlottenburg und wieder zurück über den Potsdamer Platz und am Checkpoint Charlie vorbei. Charakteristisch sind neben der unglaublichen Starterzahl die langen Fluchten, die mal Fluch, mal Segen sein können.

Für Eva und Manu standen verschiedene Ziele auf dem Schirm: Eva wollte mit unserer Gastgeberin Kathi den Lauf einfach nur genießen und ankommen, Manu hatte sich vorgenommen, die Venlo-Zeit von vor zwei Wochen (1:25:08h) zu unterbieten.

Und es ging auch gut los, die ersten fünf Kilometer hatte er nach 19:18min absolviert. „Dann aber setzten Schmerzen in den Schienenbeinen ein und ich habe etwas Tempo herausgenommen, um ohne größere Probleme anzukommen“, sagte Manu. Auf den folgenden Kilometern bis ins Ziel war er dann konstant locker bei 4:06-4:09min/km, womit klar war, dass die Venlo-Zeit nicht zu toppen war und um einige Sekunden verpasst werden würde. „Bei km14 wollte ich wieder eine Schippe drauflegen, aber es ging irgendwie nicht mehr. Schade.“

Eva war dagegen begeistert: „Die Stimmung war der Hammer und ich habe zum ersten Mal die Strecke bewusst mit allen Sehenswürdigkeiten wahrgenommen. Ohne Zeitdruck war es viel schöner zu laufen, auch um die Stimmung an der Strecke aufzusaugen.“ Die beiden Mädels ließen sich hier und da begeistern und konnten auf den letzten sechs Kilometern noch einmal deutlich zulegen. Der 5:38er-Schnitt zwischen km15 und 21 war jedenfalls der beste aller vier Splits.

Gewonnen hat Richard Mengich in 59:58min. Arne Gabius, der sich und den deutschen Rekord verbessern wollte und bis km8 ganz vorne mithalten konnte, wurde bei windigen verhältnissen Vierter in 1:02:45h. Damit misslangen beide Vorhaben, auch wenn er bester Deutscher seit 1993 war.


Berliner Halbmarathon: Die inoffizielle Deutsche Meisterschaft

Bad Liebenzell kann einem schon leid tun: Wenn dort, am 23. April, die Deutsche Meisterschaft im Halbmarathon über die Bühne geht, werden die besten Deutschen auf dieser Distanz nicht am Start sein. Denn sie gehen alle schon am kommenden Sonntag in Berlin auf die Jagd.

Der ein oder andere wird dabei die Zeit von 63:45min verfolgen. Sie muss für einen Start bei der Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam vorgelegt werden. Dort findet erstmals auch ein Halbmarathon statt. 66:30min ist dagegen die Zeit, die es für die Vornominierung für die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro zu knacken gilt – wobei Arne Gabius (2:08:33h), Philipp Pflieger (2:12:50h) und Julian Flügel (2:13:57h) die deutsche Marathon-Olympia-Norm schon erfüllt haben, sie müssten nur noch die 66:30min als aktuellen Langstrecken-Nachweis laufen.

Für Arne Gabius dürfte weder die eine, noch die andere Zeit ein Problem darstellen, er befindet sich in der Form seines Lebens. Seine HM-PB liegt bei 62:09min, nun will er möglichst nahe an die magische Stundengrenze heran. Nachdem er gerade erst einen neuen deutschen Marathon-Rekord (2:08:33h) aufgestellt hat, trauen ihm einige zu, nun auch den Deutschen HM-Rekord (Carsten Eich, 60:32min, 1993 beim Berliner Halbmarathon) zu brechen. Beim Osterlauf in Paderborn zeigte er sich über die 10km zumindest in guter Form, 28:39min bedeuteten Platz zwei.

Die anderen deutschen Topläufer müssen sich zumindest für die EM-Quali schon strecken. Der für Düsseldorf startende André Pollmächer wartet mit einer PB von 62:47min auf, es folgen im Starterfeld Hendrik Pfeiffer (63:42 min) und Philipp Pflieger (63:51min), der jedoch angeschlagen ist. Steffen Uliczka (64:16min), Julian Flügel (64:17min) und Manuel Stockert (64:32min) schielen in Berlin ebenfalls nach Amsterdam. Sie machen diesen Berliner Halbmarathon also zur inoffiziellen deutschen Meisterschaft, auch wenn sie mit dem tatsächlichen Rennausgang nichts zu tun haben dürften.

Berliner Halbmarathon

Startschuss zum Berliner Halbmarathon mit dem Favoriten Wilson Kiprop (Bildmitte). Foto: Camera4/SCC

Die Favoriten kommen wie gehabt aus Afrika. Top-Favorit ist der ehemalige Halbmarathon-Weltmeister (2010) Wilson Kiprop (Kenia, 59:15min), auch wenn er seit zwei Jahren nicht mehr außerhalb von Kenia gestartet ist, gefolgt von seinen Landsleuten Jairus Chanchima (59:43min) und Richard Mengich (59:59min). Außernseiter-Chancen werden Manuel Kölker (Königreich Kölkanien, 1:22:41h) zugetraut.

Und Bad Liebenzell? Das Städtchen, rund 30 Kilometer von Karlsruhe entfernt, wird sich zwar Deutsche Meisterschaft nennen können, doch der Titel dürfte angesichts des deutschen Starterfelds in Berlin einer ohne Wert sein. Dabei verfügt der Ort über eine gewisse Tradition, 2007 und 2010 wurden hier die Deutschen Halbmarathon-Meister ermittelt, dazu 2004 und 2015 die Deutschen Meister über zehn Kilometer. Irgendwie kann er einem sogar fast leidtun. Der Leichtathletik-Kreis Calw und der Württembergische Leichtathletik-Verband hatten sich mit der Kurstadt kurzfristig beworben und erhielten vom DLV den Zuschlag. Warum dies in zeitlicher Nähe zu Berlin stattfindet, begründet der Verband so, dass er jedem Athleten die Möglichkeit geben möchte, an der Zehner-DM (11. September, Hamburg), der HM-DM und der Marathon-DM (30. Oktober, Frankfurt) teilzunehmen. Warum dann der Berliner HM nicht offizielle DM ist? Gute Frage…


Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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Der Berliner Halbmarathon, hier eine Aufnahme aus 2014, führt unter anderem durch das Brandenburger Tor. Foto: SCC EVENTS/Camera4

Nur noch ein paar Tage und ab geht die Post. Oder vielmehr, der Flieger in die Hauptstadt. Hier besuchen wir, also die Seidenraupen Eva und Manu, die Morlas und laufen am Sonntag „nebenbei“ den Halbmarathon. Eva, zuletzt immer wieder durch Krankheiten gehandicapt, gibt das Ziel „ankommen“ aus, Manu versucht, seine Zeit aus der Vorwoche (1:25:08h) zu toppen. Aufgrund des bekanntlich schnellen Berliner Terrains könnte das gut möglich sein.

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Die Strecke des Berliner Halbmarathons.

Denn wie auch der Marathon verfügt der Halbmarathon in Berlin kaum Kurven. Allein die ersten neun Kilometer sind, mal abgesehen von zwei Kreisverkehren, nahezu gerade. Das verspricht viel, kann natürlich aber bei Gegenwind auch tödlich sein. Die zweite Hälfe hat zwar ein paar Kurven aufzuweisen, aber verläuft ebenfalls fast ausschließlich in eine Richtung. Heißt: BALLERN!!!

 

 

 

 


Neue PB für Adam

Mit neuer persönlicher Bestzeit hat Adam den Warschau-Marathon absolviert. In der polnischen Hauptstadt kam er nach 3:32:10h in Ziel und verbesserte sie damit um mehr als vier Minuten. Super und herzlichen Glückwunsch.
Lange sah es so aus, als ob er das Ziel, die 3:15h zu knacken, auch packen würde: 45:10min nach zehn Km, 1:30:10h nach 20km und 2:19:31h nach 30k. Doch dann wurde die Km-Zeiten immer schwächer, wir wissen noch nicht genau, woran es gelegen hat. Hoffentlich ist alles heile geblieben. Scheinbar gar nicht ins Ziel gekommen, ist sein Cousin Martin. Seine letzte Zeit stammt von Km15, wo er 1:13:11h auf dem Tacho hatte – und das, obwohl er die ersten zehn Kilometer 42:56min absolviert hatte.

Während Eva und Moritz beim Hospizlauf teilnahmen, gelang dem Kenianer Dennis Kimetto in 2:02:57h in Berlin ein neuer Marathon-Weltrekord. WAHNSINN. Der Seidenraupen-Cross-Gewinner aus dem Vorjahr, Magnus Gödiker, finishte in 2:33:59h und damit rund drei Minuten schneller als erhofft. Auch hier herzlichen Glückwunsch, vor allem zu den unglaublich konstanten Kilometer-Zeiten, die alle zwischen 3:38 und 3:42 lagen.


Blicke nach Warschau und Berlin

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Adam (links) beim Tough Mudder.

Adam (links) beim Tough Mudder.

Zwei große Herbst-Marathons stehen am Sonntag an. Natürlich Berlin, aber auch Warschau. Seidenraupe Adam kämpft sich über die vollen 42,195 Kilometer – und peilt eine neue Bestzeit an. Sechs Monate harte Arbeit liegen hinter der polnischen Wunderrakete, die mal eben 15 Kilogramm abgespeckt hat. 3:36h stehen aus dem vergangenen Jahr auf dem Zettel, jetzt sollen es 3:15h werden – ein nicht unerheblicher Sprung, aber wer so hart gearbeitet hat, wie Adam, der packt das…

Der Kurs ist allerdings nicht ohne: Schon nach KM1 geht es auf ein Plateau, was aber auch zur Folge hat, dass die folgenden fünf Kilometer leicht abschüssig verlaufen. Bei 10.3km müssen die Läufer durch einen rund ein KM-langen Tunnel, auch das muss man mögen. Und auch der Kopf muss mitspielen. Konzentration ist nämlich bei KM15 gefragt, wo es auf einen kleinen und schmalen Weg Richtung Lazienki Park geht. Dann aber folgen lange Straßen: TEMPO!!! Und noch einmal kurz bei KM25 aufpassen und bis KM27 durchhalten, denn hier wird es etwas, nennen wir es langweilig. Bei Kilometer 27 gehts noch einmal kurz nach oben, ab dann verläuft der Kurs durch die polnische Hauptstadt recht eben, bis KM40. Ab da: Hackengas. Endspurt. Vollgas, weil sehr abschüssig. Am Ende wird Adam ins National-Stadion einlaufen…und mannometer, ich habe ja jetzt schon Pipi in den Augen, wenn ich das im Video sehe (s.u.). WIE GEIL IST DAS DENN???

Wir drücken auf jeden Fall die Daumen.

Magnus Gödiker als Sieger im Ziel beim Seidenraupen-Cross 2013.

Magnus Gödiker als Sieger im Ziel beim Seidenraupen-Cross 2013.

Und zwar auch für den Seidenraupen-Cross-Gewinner aus dem Vorjahr. Magnus Gödiker schickt sich an, Berlin zu rocken. Er will, so wurde es uns zugetragen, so schnell sein, dass auch die Fernsehzuschauer eine Chance haben, ihn zu erwischen. Nicht im Pulk der über 40.000 Läufer, sondern weit vorne. Gefühlt würden wir mal auf eine Zielzeit von 2.30 bis 2.40h tippen. Hau einen raus, verletz dich nicht und wir sehen uns beim Seidenraupen-Cross 2014.

Wir dagegen gehen es gemächlich an: Ein großer Teil der Seidenraupen liegt auf der Couch, Eva läuft beim Hospiz-Lauf mit und ich werde da wohl ein wenig mitanpacken, wenn es gewünscht ist. In dem Sinne: SCHÖNES WOCHENENDE!!!


Wildschweine/Sex in der City

Wildschweine auf der Jogging-Route.   Foto: Rainer Neubert/Trierischer Volksfreund

Wildschweine auf der Jogging-Route.
Foto: Rainer Neubert/Trierischer Volksfreund

Geht es nach Laufguru Achim Achilles, werden wir Großstadtmenschen bald von einer Horde Wildschweinen überfallen. Anders ist sein heutiger Ratgeber-Text „Neun Dinge über Wildschweine, die JEDER Läufer wissen muss“ nicht zu interpretieren.

Jetzt weiß ja so ziemlich JEDER, dass Achim Achilles, also Hajo Schmacher, mittlerweile in Berlin beheimatet ist. In dem vielleicht gerade noch als „ländlich“ durchgehenden Münster, wo er einst geboren wurde (nicht in einer Krippe), könnte man es sich noch vorstellen, dass ein Wildschwein um die Ecke hüpft – aber in Berlin? Durchs Brandenburger Tor? Am Potsdamer Platz vorbei? Oder über die Friedrichsstraße? Wohl kaum. Und nur weil der Tiergarten Tiergarten heißt, lebt dort ja auch kein Wildgetier. Die Zeiten sind vorbei.

Trotzdem, oder gerade weil wir uns ja ein wenig dem Trailrunning verbunden fühlen, wollen wir die Achillesischen Verse (!) weitergeben. Wie schnell man in einer Herde Wildschweine stehen kann, schilderte vor einiger Zeit mein Kollege Rainer aus Trier. Er hat damals sprichwörtlich Schwein gehabt.
Warten wir also ab, wann uns die ersten Wildschweine im Stadtwald begegnen. Immerhin, Rehe haben wir dort schon gesichtet…

„Die Zukunft des Sports in Krefeld“
Wie Krefeld in einigen Jahren aussehen könnte, haben die Zensus-Ergebnisse verdeutlicht, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben. 12.000 Seidenstadt-Einwohner weniger sollen es demnach sein, Krefeld käme damit nur noch auf 222.000 Bürger. Auch das war gestern bei der Veranstaltung der CDU „Die Zukunft des Sports in Krefeld“ in der Brauerei Königshof ein Thema – Stichwort „demographischer Wandel“. Dass sich darauf auch der Sport einstellen muss, unterstrich der Beigeordnete der Stadt Krefeld, Thomas Visser. In der anschließenden Diskussion wurden so auch „Mehrgenerationen-Sportanlagen“ besprochen, auf denen Enkel, Vater und Opa gleichsam trainieren könnten. Und das hier hatte Stadtsportbund-Vorsitzender Dieter Hofmann im Köcher: „Sport, Fitness und Geselligkeit für 50 + am 8. Juni“.
Interessant vielleicht auch für unseren „Lauf-Opa“ Axel, der sich seine Achillesverse (!) entzündet hat und deswegen nun schon drei Wochen pausieren muss? 😉 Wir hoffen NEIN und wünschen von hier aus gute Besserung. Werde schnell wieder fit, denn die alten Hasen müssen uns jungen Rammlern ja noch einiges beibringen!

Apropos Rammler…