Berlin calling: Seidenraupen-Quartett in der Hauptstadt

Daniela Neumeyer, Florian Borst, Manuel Kölker und Martin Myrold werden am Sonntag beim Berlin Marathon starten und hoffentlich alle glücklich im Ziel ankommen. Die persönlichen Ziele gehen dabei naturgemäß etwas auseinander.

So hat Dani tatsächlich eher das Finish im Visier als auf irgendwelche Zeiten zu blicken. „Ich muss schauen, wie ich durchkomme. Vor dem Cut Off sollte ich es aber schaffen“, sagt sie. Sie ist erst vor kurzem wieder einstiegen, steht also längst noch nicht da, wo sie früher einmal war. Die Sohlen glühen lassen möchte Martin, schnellster Mann der Seidenraupen. Alles andere als eine neue PB wäre schon fast eine Überraschung, kam er doch nahezu perfekt durch die Vorbereitung. Die bisherige PB ist ein halbes Jahr alt und liegt bei 2:47:33 h , aufgestellt in Frankfurt. Nicht nur Martin, sondern auch sein Bruder und ein guter Freund aus Norwegen starten in Berlin.

Daniela traf im vergangenen Jahr Lisa Hahner.

Ebenfalls auf eine neue PB schielt Florian. Zwar scheiterte er noch genau vor einem Jahr in Berlin deutlich an der Sub3, zeigte aber einen unbändigen Willen: Zunächst stellte er auf der Halbmarathon-Distanz eine neue Halbmarathon-PB auf, ehe wenig später in Essen auch im Marathon endlich geliefert wurde: 2:58:22 h. Im Frühjahr verbesserte er diese Zeit noch einmal um rund 40 Sekunden auf 2:57:40 h. „Laut Trainingsplan soll eine 2:50 h drin sein, aber das glaube ich nicht. Ich orientiere mich in den Bereich 2:55h“, so seine Prognose.

Martin gewinnt den Charity Run 2023.

Beim Manu wird es die Rückkehr auf seine Hass-Strecke. „Nie konnte ich hier so performen, wie ich wollte. Daher nehme ich diesmal den Druck raus, will einfach nur gut durchkommen.“ Trainiert wurde mit dem bewährten Sub-3h-Plan von Steffny, der schon mehrfach zum Erfolg führte – wohl aber immer nur im Frühjahr, nie in Berlin. „Mal sehen, was diesmal rausspringt. Eine Sub3 wäre schon gut.“

Florian (links) und Manu mit den Medaillen 2021.

So oder so: Gefeiert wird am Reichstag später auf jeden Fall.

Alle vier (und natürlich auch der große Rest der 47.000 Teilnehmer) können übrigens via App getrackt werden.

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