Berlin-Marathon: Neuer Vereinsrekord und viele zufriedene Gesichter

Viele zufriedene Gesichter nach dem Berlin-Marathon bei den Seidenraupen: Das Quartett, bestehend aus Daniela Neumeyer, Florian Borst, Manuel Kölker und Martin Myrold, war bei der 49. Auflage des größten deutschen Marathons dabei und durfte am Ende mit einer kleinen Ausnahme zufrieden sein.

Martin bei KM27.

Für einen Meilenstein sorgte Martin, der mit neuer „Personal Best“ von 2:44:44 h erstmals in der Vereins-Geschichte einen Marathon in unter 2:45 h lief. „Es hat wirklich alles geklappt, wie ich es geplant hatte. Sogar einen negativen Split, also in der zweiten Hälfte schneller zu sein, konne ich laufen“, jubelte der Norweger im Ziel, in dem auch seine extra aus der Heimat angereisten Eltern warteten. Martin konnte von Beginn an das geplante Tempo gehen, blieb konstant unter der 20-Minuten-Marke für die 5 KM-Splits. Für die erste Hälfte benötigte er 1:22:51 h, für die zweite 1:21:53 h – einfach nur großartig. Schnellster Split: 30-35 KM in 19:14 min, also eine Pace von 3:51 min/KM – das sagt schon alles. Im Gesamt-Ranking belegt er Platz 1019, in der M35 259.

Hatte immer Spaß: Manu bei KM39.

Eine große Wundertüte würde der Lauf von Manu werden, so zumindest seine Prognose. „Die Vorbereitung lief schleppend, erst in den letzten Wochen hatte ich das Gefühl, dass es besser wurde“, so der Präsi. Dennoch: Wie das ganze im Renngeschehen aussehen würde, war ihm nicht gewiss. Daher: „Locker auf 4:10 min/km angehen und schauen, was draus wird. Und das gelang bis zur Halbmarathon-Marke auch perfekt: Sie war nach 1:27:41 h erreicht. „Ich hatte dennoch aber immer die Sorge, dass mir irgendwann die Beine wegfliegen. Schließlich habe ich in Berlin stets schnell begonnen, um dann nach 25, 30 Kilometer die Quittung zu erhalten.“ Doch so sollte es nicht kommen. Manu pendelte sich jetzt im 4:15 min/KM-Bereich ein, nahm also ein wenig den Druck raus. „Ich merkte irgendwann, dass die Sub3 drin ist, auch ohne noch einmal richtig Gas zu geben. Also habe ich die letzten Kilometer richtig genossen, ohne Qual, einfach nur Spaß!“ Und so machte es auch nichts, dass hier und da jetzt ein paar Sekunden liegen blieben, ehe die Uhr bei 2:57:53 h stoppte, Manus zweitbeste Zeit ever. Platz 2469 und M40-474 seine Platzierung.

So richtig kam Florian nicht ins Rennen, hier bei KM15

„Mehr war heute einfach nicht drin“, bilanzierte Florian Borst leicht geknickt. Das Ziel, die PB ein wenig nach oben zu schrauben, musste er schon recht früh begraben, so richtig kam er nicht in Tritt. An der ersten Verpflegungsstelle verlor er den Kontakt zu Manu und konnte nicht mehr aufschließen. Zunächst pendelte sich Flo bei circa 4:15 min/KM ein, musste hier und da aber auch schon kämpfen. Die HM-Marke wurde bei 1:29:05h erreicht, für eine Sub3 also noch voll im Soll, gelang ihm doch auch schon ein negativer Split. Doch daran war heute nicht zu denken, denn die KM-Zeiten rutschten jetzt eher Richtung 4:30 min/KM, später wurde es sogar noch etwas langsamer. „Irgendetwas stimmte nicht, das hatte sich schon in den vergangenen Tagen angekündigt. Daher muss ich zufrieden sein mit dem, was heute drin war.“ Das war am Ende eine 3:05:30 h, immer noch eine mehr als respektable Zeit. Platz 3579 und M35-803.

Daniela mit dem Ziel vor Augen.

Ein Rennen gegen die Uhr bzw. gegen den Besenwagen – das hatte Dani schon vor dem Start prognostiziert. Daher: Langsam angehen, immer mal wieder durchschnaufen und ankommen, so das Ziel. Nach langer Verletzungspause kam der Marathon eigentlich zu früh, doch „Berlin“ ist eben „Berlin“. Also: Arschbacken zusammenkneifen und durch. Der erste Halbmarathon war in der gewünschten Pace um 8 min/KM erreicht, die Uhr zeigte auf 2:45:37 h. Danach wurde es aber zäh, hier und da wurden Gehpausen eingelegt, während die Sonne den Asphalt schon gut durchkochte. Keine perfekten Bedingungen für einen Ritt durch die Großstadt, was Dani aber vom Vorhaben anzukommen nicht abbringen sollte. Nach 5:56:03 h , Platz 41253 und in der W50 1569. „Ich bin sehr zufrieden. Lief noch besser als erwartet. Vier Minuten noch unter der 6h Marke, die ich als optimistischstee Zeit gehofft hatte“, so ihr Fazit.

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