Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Krefeld

Moritz wird Zehnter in Vorst

Endlich standen die Apfelbäume in der Vorster Huverheide in voller Blüte, Zeit also für den Apfelblüten-Lauf. Einziger Starter der Seidenraupen war Moritz, der beim Halbmarathon startete und am Ende Zehnter wurde.

Apfelblütenlauf 2018

Moritz (rechts, hier mit seinen Kollegen von Bayer) beim Apfelblüten-Halbmarathon 2018. Foto: Jule Nicolaus

Schon um 10 Uhr starteten die Halbmarathonis über die drei 7km-Runden. Ein weiser Entschluss, den je länger der Tag wurde, desto wärmer wurde es – und Schatten gibt es auf den Apfelplantagen nicht ganz so viel. Moritz hatte sich recht bald in ein Grüppchen gerannt, mit dem er einen Großteil der 21km absolvierte. „Die letzte Runde war schon recht hart. Seit Wochen keinen längeren Lauf mehr…“, stöhnte er. Dennoch: Mit der Zeit von 1:36:45 (7. in der Hauptklasse) wurde er Gesamt-Zehnter. Respekt, vor allem, weil es mit dem Rad hin- und wieder zurückging.


MTB-Fahrer erobern den Inrather Berg

Seit Jahren toben sich Mountain-Bike-Fahrer auf dem Inrather Berg aus. Das ist an sich kein Problem, denn Schwierigkeiten hatten wir als Läufer noch nie damit. So richtig legal war und ist das Unterfangen der Biker jedoch nicht. Jetzt kommt aber Bewegung in die Sache. Der Verein Home Trail hat sich gegründet und möchte das Gelände von der Stadt pachten.

Inrather Berg

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.

Die Vertreter des Vereins haben bei der Stadt Krefeld die entsprechende Anfrage gestellt, hier wird nun beraten. Der Trend ist positiv, in rund einem halben Jahr wird mit einem Ergebnis gerechnet.

Keinen Einfluss hat das Unterfangen auf die sonstige Nutzung des Inrather Berges. Alle Bürger dürfen ihn auch nach einem positiven Entscheid nutzen, auch der Seidenraupen-Cross wird nicht tangiert, wie uns Home Trail zusicherte.

Hier geht es zu einem Bericht im WDR über die Sache: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-legale-strecke-fuer-mountainbiker-100.html


Manu bei Crossover: 50 Kilometer für kleine Kids

Nach dem Marathon ist vor Crossover: Für Seidenraupe Manu geht es nach dem Rotterdam-Marathon zunächst in die Regeneration. Doch schon am Samstag, 12. Mai, steht eine weitere Herausforderung an: Der 50-Kilometer-Lauf im Rahmen von „Crossover Burg Linn“. Dafür werden von Manu ab sofort nicht nur Mitläufer, sondern auch Spender gesucht.

Crossover Plakat

„50 Kilometer sind ein Brett, vor allem, wenn sie in zehn Fünf-Kilometer-Runden gelaufen werden. Das geht nicht nur an die Substanz der Beine, sondern ist auch mental nicht einfach. Ich suche in meinem Freundes- und Verwandtenkreis nun nach Personen, die mich jeweils fünf Kilometer begleiten und mich so unterstützen“, so Manu. So wird für ihn jeder 5k-Loop individuell und garantiert nicht langweilig. „Ich suche ausdrücklich nach Läufern, die, warum auch immer, nicht an den anderen Läufen an diesem Tag mitlaufen möchten, sei es, weil es für sie zeitlich nicht passt oder sie Wettkämpfe einfach nicht mögen. Das eine schließt das andere aber nicht aus: Wer will, kann mich begleiten und natürlich trotzdem beim 5, 10 oder 25km-Lauf starten. Mit ein wenig Planung sollte das klappen. Das wäre doppelt schön.“ Der 25km-Lauf beginnt um 15 Uhr, der 5km-Lauf um 16 Uhr und der 10km-Lauf um 18 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier lang.

Rotterdam Messe 1

WTF, 50 Kilometer???

Manu sucht nach Spendern

Doch damit hört die Suche nicht auf: „Zudem habe ich mir vorgenommen, für jede der zehn Runden mindestens einen Spender zu finden, der mindestens 50 Euro spendet. Am Ende möchte ich diesen Betrag dem „Zentrum für frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes zukommen lassen. Gerne ziehe ich alle fünf Kilometer ein Shirt oder ähnliches des Spenders an, um sichtbar zu machen, wer gerade die jeweilige Runde unterstützt. Und gerne kann mich natürlich auch der Spender begleiten.“

Suche hat begonnen

Die Suche nach Läufern und Spendern hat nun begonnen. Interessierte, egal ob als Mitläufer oder Spender, können sich bei Manu unter DonMAKing@web.de melden. Eine Übersicht wird hier aufgezeigt. Zum Tempo: „Ich werde das Ding bestimmt nicht durchbrettern, möchte aber auch nicht gehen. Ich denke, bei jedem Mitläufer werde ich mich anpassen oder vielleicht auch umgekehrt. Mal wird es etwas schneller, mal etwas langsamer. Das wird kein Problem werden.“


Kathi stürmt in Berlin zur Bestzeit – Adam und Manu ächzen in Rotterdam

Das war eine Meisterleistung mit Ansage: Seidenraupe Kathi hat in Berlin ihre Halbmarathon-Bestzeit auf 1:56:38 h geschraubt. Im Vorjahr hatte sie noch das Kunststück vollbracht, genau zwei Stunden zu benötigen. Adam und Manu hatten zeitgleich in Rotterdam die doppelte Strecke zu bewältigen und waren am Ende mit ihren Zeiten (Adam: 3:43:11 h, Manu: 3:09:23 h) ebenfalls zufrieden. Sowohl in Berlin als auch in Rotterdam war es wie erwartet wärmer als noch in den Wochen zuvor. Ungewohnte, aber keinesfalls schlechte Bedingungen also für die Läufer, die sich in den Wintermonaten gestählt hatten.

Das Training hatte sich zumindest bei Kathi gelohnt. Sie wollte in ihrer Heimatstadt endlich unter die Zwei-Stunden-Marke kommen, was ihr endlich gelang. Bei 1:56:38 h blieb die Uhr am Ende stehen, da war der Jubel groß: „Das war alles prima. Die Bedingungen waren optimal, auch wenn es auf den Abschnitten ohne Schatten doch etwas wärmer war. Aber dank meinem persönlichen Hasen Kathleen habe ich es endlich geschafft.“ Auf dem Ku-Damm (bei KM12) sei es ihr etwas schwerer gefallen, da aber griff Kathleen ein. „Sie hat sich nach vorne gesetzt und mich gezogen. Das hat mir Antrieb gegeben. Am Ende wurden wir sogar etwas schneller und ich hatte sogar das Gefühl, nicht am Limit gelaufen zu sein.“ Das beweisen auch die Zwischenzeiten (5km: 27:41, 10km: 27:57, 15km: 27:53, 21: 33:08). Mit ihrer Zeit belegt sie in der W35 Platz 244, bei den Damen 1836 und im Gesamt-Ranking 8972.

Gerne hätte auch Adam sein Rennen nach 21 Kilometern beendet – aber auf dem Programm standen eben 42. Denn bei KM18 gab es einen ungewohnten Einbruch: „Es ging nichts mehr. Meine Beine haben geschmerzt, meine Füße gekribbelt und mein Herz hat verrückt gespielt. Man kann sagen, dass der Himmel sich gegen mich verschworen hat. Ich musste sogar ein zwei Mal gehen. Ab da gab es nur noch ein Ziel: Ankommen.“ Und das gelang: 3:43:11 h (Halbmarathon: 1:38:55 h) stand am Ende auf der Uhr, (Gesamt-Platz 3245/13984, Männer: 2921/10672, M45: 442/1779), wenn auch langsamer als erwartet. Auf den letzten zehn Kilometern biss sich das „Kampfschwein“ mit Kilometer-Zeiten um die sechs Minuten durch. Hut ab!

Mit dergleichen hatte eigentlich Manu gerechnet: Kein Lauftraining in den vergangenen zwei Wochen, die drei Wochen davor auch nur sporadisch. Immer wieder streikte die Wade, und es war nicht klar, ob sie halten würde. „Daher bin ich verhalten an die Sache ran. Auch wenn ich mich gut fühlte, habe ich mich an das Vorhaben gehalten, nicht zu überpacen. Das wäre bei dem Trainingsstand deutlich nach hinten losgegangen.“ Und so hielt er sich an die Drei-Stunden-Pacer, konstante Zeiten von 4:12 bis 4.15 Minuten pro Kilometer waren das Ziel. Das ging länger gut als erwartet. „Bei KM23 meldeten sich meine Beine und zeigten mir, dass ich einen Gang runterschalten sollte. Das habe ich dann auch gemacht. Ich ließ zwei Kilometer später die Pacemaker ziehen und dachte nur noch an das Ziel. Aber ich wollte nicht stehen bleiben, ich hatte mir geschworen, für Lou and the Boys das Ding laufend nach Hause zu bringen. Sie hatte ich die ganze Zeit in meinem Herzen.“ So pendelte er sich zunächst bei 4.20 bis 4.30 ein, zwischen KM 35 und 40 lagen die KM-Zeiten aber sogar einmal kurz über der 5min-Marke, „aber ich wusste, dass der Tank noch nicht ganz leer war.“ Um unter der 3:10h-Marke (Boston-Quali-Zeit) zu bleiben, gab er noch einmal Gas und war bei 3:09:23 h im Ziel (Halbmarathon: 1:29:10 h). Das bedeutet Platz  801/13980, bei den Männern 749/10668 und in der M35 171/1659.

Die Strecke in Rotterdam war übrigens nicht ganz so mau, wie erwartet, wenn auch nicht spektakulär, was vielleicht daran liegt, dass die Stadt auch nicht so schön ist. Zumindest die Zuschauer sorgten an vielen Stellen für die vom Venloop bekannte niederländische Stimmung. Schlecht dagegen der Ziel-Bereich: Kein Bier, keine Massagen und keine Duschen – das geht gar nicht!


Hält Manus Wade in Duisburg? Elke und Adam beim Venloop!

Der dritte und letzte Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie am Samstag wird richtungsweisend für Seidenraupe Manu: Hält die linke Wade, kann der Trainingsplan bis zum Rotterdam-Marathon am 8. April problemlos fortgesetzt werden. Kommt es erneut zu Problemen, müssen Alternativen her. Dagegen starten Adam und Elke beim grandiosen Venloop. Auch für Adam wird es ein Gradmesser für Rotterdam.

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Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg führt gleich mehrfach um die Regattabahn herum. Bitte nicht verlaufen 😉

Um die Wade zu testen, holt Manu den vor einigen Wochen geschobenen Crescendo-Lauf nach: Zehn KM in 5.30 min/km, zehn in 5 min/km und abschließend zehn in 4.30 min/km. So wird aus dem eigentlichen Halbmarathon ein 30km-Lauf, der es in sich hat. „Das Ding alleine zu laufen, ist schon recht anspruchsvoll. In einem Wettkampf gelingt das natürlich leichter“, so Manu. Wegen der Probleme hatte er zuletzt Wunderheiler Stefan Marnett konsultiert, der, wie auch die Osteopathin zuvor, einen Beckenschiefstand feststellte, der mit Dehnübungen umgegangen werden soll.

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Elke mit Adam beim Seidenraupen Cross 2017. Sie laufen beide am Sonntag beim legendären Venloop mit.

Elke und Adam gehen einen Tag später beim Venloop dann an den Start. Die beiden sind zwei von 180 Krefeldern, die sich den tollen Lauf in unserer Partnerstadt nicht nehmen lassen. Natürlich sind sie dabei in bester Gesellschaft: Magnus Gödiker, John Hampson, Arthur Hoffmann, Torsten Kengels, Rolf Klümper, Till Raubinger und Stefan Wolff sind bekannte Namen aus der Krefelder Laufszene, die auch beim Seidenraupen-Cross regelmäßig am Start sind. Auch Pauline Saßerath steht auf der Startliste und für Tomislav Tomic wird es gar der erste Halbmarathon seiner noch jungen Laufkarriere. Allen Teilnehmern: Succes!


„My Sporty Green Life“: Unsere „1“ des SRC2018 in der Moveo

Unglaubliche Schnelligkeit bewies Viktoria Giesen vor wenigen Wochen: Sie klickte sich derart rasant durch die Anmeldung zum Seidenraupen-Cross 2018, dass sie tatsächlich die erste war, die sich für die 6KM-Runde angemeldet hat. Damit hat sie sich die Startnummer 1 gesichert! Woooohaaah! In der aktuellen Moveo gibt es einen schönen Artikel über sie.

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Viktoria Giesen rollte beim SRC2017 das Feld von hinten auf. Auch ihr Dackel Bruno lief mit. Foto: Elisabeth Swiatczak

Denn zusammen mit Dackel Bruno und ihrem Pferd Käfer bietet sie in ihrem Unternehmen „My Sporty Green Life“ verschiedene Workout-Programme für Mensch und Tier an. Wie genau das abläuft, steht in dem tollen Artikel im Moveo-Magazin: www.moveo-magazin.de/artikel/mysportygreenlife/

Darüberhinaus ist die 29-Jährige seit kurzer Zeit im Vorstand des deutschland-weiten veganen Laufvereins „Laufen gegen Leiden“. Wir erinnern uns: Der Club hatte am Wochenende des SRC2017 seine Jahreshauptversammlung in Krefeld. Zahlreiche Mitglieder liefen mit, so dass LgL mit über 100 Teilnehmer der teilnahmestärkste Verein war. Und natürlich war auch Viktoria dabei. Zusammen mit Bruno rollte sie das Feld von hinten auf und überquerte als 33. Frau in 39:30 Minuten die Ziellinie. „Die Stimmung war echt klasse. Logisch, dass ich auch 2018 mit dabei bin“, sagt sie.

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Im Ziel: Viktoria und Bruno sind happy! Auch 2018 geht das Duo wieder an den Start. Dann mit der Startnummer 1. Foto: Elisabeth Swiatczak

Kontakt: My Sporty Green Life, Viktoria Giesen, Mobil: 0152 339516375, Web: www.mysportygreenlife.de, Facebook: www.facebook.com/mysportygreenlife


Crossover Burg Linn: Erster Krefelder Ultralauf am 12. Mai

Es wird Krefelds erster Ultra-Lauf: Im Rahmen des Events „Crossover Burg Linn – Sport trifft Kultur“ am Samstag, 12. Mai, kommen auch Läufer voll auf ihre Kosten. Um 14 Uhr gehen die Ultra-Läufer beim 1. Krefelder Kulturlauf an den Start. Gelaufen wird auf einer Fünf-Kilometer-Runde, die durch die Remise um Burg Linn herum und dann in den Greiffenhorst-Park führt. Dann geht es durch die Schrebergärten und über den Andreasmarkt im historischen Zentrum zurück in die Vorburg. Zehnmal laufen die Ultra-Läufer diese ansprechende Schleife.

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Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (links), Dieter Hoffmann, SSB-Vorsitzender, und Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn. Im Hintergrund das Jagdschloss und die Burg, die bei dem Lauf eine eindrucksvolle Kulisse bilden.

Wer es nicht ganz so lange mag, hat noch drei weitere Distanzen zur Auswahl. Um 15 Uhr folgen die 25 Kilometer-Läufer, um 16 Uhr die Fünf-Kilometer- und um 18 Uhr die Zehn-Kilometer-Läufer. Start und Ziel des Laufes ist für alle Distanzen in der Vorburg. Die Sieger der vier Läufer werden am Abend zu Burgrecken und Fräuleins gekürt. Zur Anmeldung geht es hier lang: http://my2.raceresult.com/92303/?lang=de.

Ein wenig stolz sind wir darauf, dass die Seidenraupen auch in die Organisation mit eingebunden sind. So verleihen wir unsere Zeitmaschine erstmals und helfen auch so hier und da. Und natürlich laufen wir auch mit 😉

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Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (links), Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn, und Dieter Hoffmann, SSB-Vorsitzender, können den Startschuss kaum erwarten.

Eingebettet ist der Lauf in ein Event, das seinesgleichen sucht: Kultur und Sport treffen erstmals aufeinander – und wollen beweisen, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Museum Burg Linn gibt es ein E-Sport-Event mit großem Finale auf der Burg. Kleinkunst und Musik auf einer Bühne in der Vorburg laden zum Verweilen (und Anfeuern der Läufer) bei einer Tasse Kaffee und Waffeln ein. Am Nachmittag führen Kinder Kinder durch Burg und Museum. Die Linner Ritter laden zum historischen Bogenschießen ein und auf der Museumswiese kann im Ritterlager der „Fraternitas Belli“ das damalige Leben erlebt werden. Kinder können in einem actionreichen Rollenspiel die Burg belagern oder auch einfach nur Torwandschießen. Parkour-Künstler verwandeln den Innenhof in eine Bühne für ihre atemberaubenden Stunts. Und wer gewinnt: Der ritterlich bekleidete Parkoursportler im Kettenhemd oder der Feuerwehrmann in voller Montur?

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„Nachts im Museum“ eröffnet neue Blickwinkel im Taschenlampenschein, egal ob im Archäologischen oder dem Deutschen Textilmuseum. Den nächtlichen Abschluss der Veranstaltung bildet eine exklusive Party im unteren Rittersaal.

In beiden Museen in Linn, dem Deutschen Textilmuseum und dem Museum Burg Linn ist der Eintritt anlässlich des Internationalen Museumstags an dem Wochenende frei. Aufgrund des umfangreichen und bunten Programms, welches für jung bis alt sowie kultur- und sportinteressiert etwas zu bieten hat, rechnen die Veranstalter mit ca. 3000 Besuchern.

„Am Anfang stand die Idee eines Laufs rund um die Burg und durch die Linner Parks. Daraus wurde immer mehr, es sprudelte nur so aus uns heraus“, berichtet Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. In Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums, fand er nicht nur eine passionierte Sportlerin, sondern auch eine begeisterte Mitstreiterin. „In unserem Museum soll man auch Spaß und Action haben können. Wir wollen mit dieser Veranstaltung fremde Welten miteinander verbinden. Der Sportler geht nicht ins Museum und die Kultur belächelt den Sport. Diese Veranstaltung soll zeigen, dass beide Welten voneinander profitieren können. Wir locken zudem ein Publikum ins Museum, das wir hier eher seltener haben.“

Mehr Infos unter www.museumburglinn.de und www.ssb-krefeld.de.

 

 


Karneval kann kommen (inkl. Anleitung zum ultimativen Kater-Lauf)

Hoch die Tassen: Die Narretei nähert sich ihrem Gipfel, in wenigen Tagen beginnt der Straßenkarneval und auch die Seidenraupen sind mal wieder mittendrin statt nur dabei. Passend zu allen Trainingsplänen versteht sich. Denn was Süßigkeiten, Snacks und Alkohol mit unserem Körper so anstellen, ist uns bekannt. Bis zum ersten Glas – dann nämlich vergessen wir das ganze recht schnell 😉

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Eierlikör und Bitter Lemon ergeben einen traumhaften Mix ala Südsee. Wem das zu süß ist, greift lieber zum Bier.

„Größere Mengen an Alkohol bedeuten eine hohe Zufuhr „leerer Kalorien“, wirken harntreibend und stören den Wasser- und Mineralhaushalt sowie das Nervensystem, verschlechtern die Muskelkoordination und verringern die Potenz. Zudem führen sie zu Schädigung der Magen- und Darmschleimhäute, fördern Stoffwechselerkrankungen, Gicht, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche und Leberversagen“, sagt der ehemalige Deutsche Marathonmeister Herbert Steffny. Und dass die Regeneration verlangsamt wird, dürfte auf der Hand liegen.

Gerade an Karneval ist der Wunsch nach einem klaren Kopf am nächsten Tag aber omnipräsent – schließlich möchte man spätestens am Abend wieder zur nächsten Attacke blasen. Die Taktung party-intensiver Tage ist eben deutlich höher, fast wie in einem Kurz-Urlaub in Arenal. Nicht selten versucht man am Tag danach, durch Sport wieder in Form zu kommen. Was aber nicht ganz einfach ist. „Und vor allem auch gar nicht so ungefährlich“, wie die Intensiv-Krankenschwester Jennifer Bützer sagt.

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Prost! Wer allerdings zu tief ins Glas geschaut hat, kann aber nächsten Tag unter den Folgen leiden.

Denn durch übermäßigen Alkoholkonsum hat man dem Körper schon einiges abverlangt, Wasser und Mineralstoffe sind verloren gegangen und es besteht ein deutlich höheres Risiko, Krämpfe zu bekommen. Beim Abbau von Alkohol entstehen Gegengifte (das giftige Abbauprodukt Acetaldehyd ist neben dem Flüssigkeitsmangel Grund für den Kater) und der Stoffwechsel ist gestört: Weniger Herzleistung, Konzentrationsschwächen und Probleme mit dem Gleichgewicht können die Folge sein. Auch die Thermoregulation des Körpers und die Hormonproduktion geraten durcheinander. Weil der Körper den  Fokus auf den Abbau des Alkohols legt, werden andere Stoffwechselvorgänge hinten angestellt, darunter auch weniger Fettverbrennung und geringerer Muskelaufbau. Alkohol behindert nämlich die Energieversorgung des Muskels und senkt den Testosteron-Spiegel.

Hier kommt die Checkliste zum ultimativen Kater-Lauf

Wir haben eine kleine Checkliste ausgearbeitet, die euch helfen kann, wenn es euch nach dem Suff zum Sport zieht:

  1. Mach nicht zu viel und bleib locker. Puls nach Möglichkeit unten behalten. Es ist übrigens ein Irrglaube, dass Sport (egal in welcher Intensität) den Alkoholabbau beschleunigt, es bleibt bei circa 0,1 Promille pro Stunde. Unbestritten ist zwar, dass Bewegung und frische Luft den Kreislauf in Schwung bringen, wer sich aber zu viel auspowert, befeuert einen noch schlimmeren Kater.
  2. Viel Flüssigkeit, am besten mit Mineralien versetzt (Profis am Glas trinken schon während der Party genug Wasser, um der Dehydration entgegen zu wirken).
  3. In den Körper hören. Wenn man einem Kreislaufzusammenbruch nahe ist, bringt es wenig, sich weiter zu überbeanspruchen. Bei Schwindel: Trainingsstopp.
  4. Macht daher auch am besten zu zweit Sport. Das fördert nicht nur die Motivation, sondern kann im Problemfall auch Leben retten. Wenn ihr alleine unterwegs seid und dann zusammenbrecht, ist Hilfe nämlich fern.
  5. Häufig ist es an Karneval kalt. Das sollte warme Kleidung voraussetzen, vor allem, weil der vom Alkohol geschwächte Körper anfällig für Infekte ist.
  6. Tempos bereit halten. Hört sich komisch an, ist aber so, Stichwort Bierschiss. Dumm, wenn einen die Not in die Büsche springen lässt, man dann aber weder Tempos dabei hat noch Blätter an den Bäumen hängen (ist ja Winter und die einzigen grünen Bäume haben „Blätter“, die da nicht helfen 😉 ).
  7. Gönnt euch danach ein leckeres Frühstück. Wilhelm Flitsch von der Universität Münster rät in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Besser ist es, süß zu frühstücken. Alkohol setzt die Konzentration des Blutzuckers herab, die Energiereserve sinkt, man fühlt sich schwach. Marmelade wirkt dem Mangel im Glykogenhaushalt entgegen. Fruktose hilft zudem beim Alkoholabbau. Rollmöpse gleichen zwar den Mineralstoffmangel aus, sind aber in der Folge nicht so wirksam.“

Perfekt zum Thema „Laufen und Alkohol“ passt übrigens der Text von Frank Joung (www.achim-achilles.de/ernaehrung/gesund-essen-und-trinken/2662-laufen-a-alkohol-die-wichtigsten-regeln.html, der auch viel Hintergrundwissen bietet.


Stravas Heatmap zeigt Krefelds Lauf-Hotspots

Vor wenigen Tagen hat der Tracking-Dienst Strava eine Heatmap erstellt: Sie zeigt alle zurückgelegten Strecken seiner Nutzer. Und davon gibt es einige. Neben Runtastic gilt Strava als die führende Nummer in dem Bereich.

Strava

Die Strava-Heatmap für Krefeld.

Auch für Krefeld zeigt sich ein schönes, wenn auch zu erwartendes Bild: Der Stadtwald und der Forstwald sind die Hotspots der Krefelder. Auch im Hülser Bruch, am Löschenhofweg und am E-See tummeln sich die Sportler, während wir unsere kurze Traarer Runde offensichtlich für uns alleine haben. Hier geht es zur Heatmap: https://labs.strava.com/heatmap/#12.82/6.57867/51.34720/hot/run


Endspurt bei der Sportlerwahl

Die Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung geht in den Endspurt. Unter http://www.wz.de/lokales/krefeld/specials/sportlerwahl-in-krefeld/abstimmung-sportlerwahl-2017 kann noch bis Ende der Woche abgestimmt werden. Unter den 20 Kandidaten befindet sich erneut Pauline Saßerath, die zuletzt dreimal in Folge gewinnen konnte. Wahrscheinlich ließen sich die Leser immer von ihren guten Ergebnissen beim Seidenraupen-Cross überzeugen.

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Pauline Saßerath ist als zweite Frau im Ziel.

Und da im vergangenen Jahr sogar Platz zwei über die Kurzstrecke heraussprang, dürfte sie auch diesmal wieder einige Kohlen im Feuer haben. Wir drücken die Daumen.