Es hätte Tanja Gebhards erster Hundertmeiler werden sollen, am Ende wurden es „nur“ 120 Kilometer beim Ultra Mediterrania. „Warm sollte es sein, trocken sollte es sein und mein erster Hundertmeiler sollte es sein! Aber wie war es tatsächlich“, fragt Tanja.
Die Antwort gibt sie selber, denn so ziemlich nichts davon trat ein: Es war nicht warm, sondern deutlich unter Null. In der ersten Nacht hat es geregnet. Und als sich unsere Ultralauf-Spezialistin gerade warmgelaufen hatte und 120 KM samt 6000 Höhenmeter in Beinen hatte, kam der Rennabbruch. Starker Wind hatte die Waldbrandgefahr extrem erhöht, weswegen die Organisatoren schweren Herzens die Reißleine ziehen mussten. „Sehr schade, da ich zeitlich super unterwegs war und zwei Stunden Puffer zum Cut-off hatte. Aber: Safety first“, so Tanja. Immerhin: Alle erhielten neben der Medaille auch die Finisher Jacke.
Trotzdem: Highlights satt!
Trotz der Enttäuschung gab es einige Highlights, so zum Beispiel der Start: Die acht Frauen auf der Pro Strecke wurden extrem gefeiert, sie durften durch einen Korridor der männlichen Läufer bis zur ersten Reihe zu den Elite-Läufern vorlaufen. „Toll! Werde ich nie vergessen!“
Auch auf der Strecke gab es Höhepunkte en masse: Malerische Bergkämme, Abseil-Aktionen an Stahlseilen und mehrere fast vertikale Anstiege, dazu sieben Flussquerungen inkl. auf allen Vieren krabbeln!






