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Noch elf Tage: Häusle, (Pseudo-)Verletzungen und Luftknappheit

Beim Blick in den Kalender habe ich heute festgestellt, dass es nur noch elf Tage sind, bis der Boston-Marathon ansteht (bzw. in elf Tagen bin ich gerade mittendrin oder schon im Ziel). Wahnsinn, wie schnell die Zeit wieder vergangen ist. In der Woche vor Karneval bin ich in die unmittelbare Zehn-Wochen-Vorbereitung gestartet, demnach läuft nun Trainingswoche neun. Ganz reibungslos verlief die Vorbereitung aber nicht.

Als wir uns Anfang des Jahres zu einem Haus-Kauf samt Sanierung entschieden hatten, war mir klar, dass ich nicht alle Einheiten schaffen würde. Als Trainingstier verfolge ich meine Vorbereitungspläne eigentlich penibel genau, weswegen ich versucht habe, alles unter einen Hut zu bekommen. Einen Großteil des Trainings habe ich so eben frühmorgens vor Job und Arbeit am Haus absolviert, aber hier und da hat es einfach auch mal nicht gepasst. Ich habe allerdings darauf geachtet, dass mir die „wichtigen“ Einheiten, dazu zähle ich das Intervall-Training, die flotten Läufe und die langen Bretter, möglich waren, und davon habe ich alle absolvieren können. Vom Rest vielleicht 80-90 Prozent.

Hier und da hat mir jedoch auch mein Körper versucht, ein Schnippchen zu schlagen – was ich aber nicht als Ausrede o.ä. gelten lassen möchte.
Die im Frühjahr leider dauerhafte Luftknappheit ließ mich auch diesmal verzweifeln. Zwar habe ich mittlerweile Techniken entwickelt, beim Laufen irgendwie so zu atmen, dass es einigermaßen geht. Aber erstens macht es keinen Spaß, mit dem Gefühl zu laufen, ein Stahlträger drückt einem gerade die Lunge ein, und zweitens verformt sich mein Bauch dabei so, dass ich aussehe, als wiege ich 150 Kilo (oder mehr). Ich hoffe nur, dass es in Boston keine Pflanzen oder Gräser gibt 😉

Was hat mich noch geplagt? Bis Mitte März habe ich gerade in den schnellen Einheiten eine leichte Verspannung/-zerrung im hinteren rechten Oberschenkel gespürt. Sie hat mir zum Beispiel eine noch bessere Zeit beim 15k-Lauf in Duisburg vermasselt, da ich nach knapp zehn KM einen Gang  zurückschalten musste. Irgendwann war das Ding dann weg – genauso klammheimlich, wie es gekommen war.

Nebulös ist mir ebenso der ständige Schmerz im „Ringzeh“ am rechten Fuß. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass er vor allem dann auftritt, wenn ich keine Schuhe trage oder solche ohne Dämpung bzw. mit sehr flacher Sohle. Leider bleibt dieser Schmerz stets für einige Tage und ist eigentlich in den vergangenen Wochen nie ganz weg gewesen. Bis zum Startschuss in Boston werde ich also darauf achten, immer etwas an meinen Füßen zu haben.

Und bis Boston dürfte auch die Rippen-Prellung (Selbstdiagnose) futsch sein, die ich Jüppi Noack und seinem brachialen Check auf dem Eis der Werner-Rittberger-Halle zu verdanken habe – hoffentlich zumindest. Während ich zwei Tage später noch irgendwie ne geile Zeit beim Halbmarathon in Duisburg raushauen konnte, war danach erst einmal Dauerschmerz im Brustbereich angesagt. Bis heute merke ich die Attacke, du Hund 😉

So, genug gejammert, denn die plötzlichen Schmerzen und Verletzungen so kurz vor einem großen Wettkampf kennt ja irgendwie jeder. Spätestens an der Ziellinie sind sie dann vergessen, Adrenalin und/oder Ibuprofen sei Dank. Wie heißt es so schön: Was uns nicht tötet, macht uns nur hart! 😉


„…und du hast gelächelt!“

Die ersten Blumen sprießen...

Die ersten Blumen sprießen…

„Ich habe immer gewunken…und du hast gelächelt“, sagt sie schmachtend. Langsam legt er seinen Arm um sie und schaut ihr fest in die Augen auf dieser Bank am Stadtwaldweiher. Die Vögel zwitschern, hier und da sprießen die ersten Frühlingsblüher und selbst die Amphibien haben sich auf die Wanderung begeben, um für Nachwuchs zu sorgen: Mit dem Frühling kommen die Gefühle – hach, wie schön.
Übrigens, was die Amphibien angeht: Die Frösche, Lurche, Molche und was auch immer wandern immer dann, wenn es wärmer wird. Dafür werden ganze Straßen gesperrt, unter anderem im Hülser Bruch und in Linn. Die Stadt informiert: http://www.krefeld.de/C125747E003B4F9F/html/A35E921FAF441130C1257B280041C2F8?Opendocument

Amphibien-Fangzaun im Stadtwald.

Amphibien-Fangzaun im Stadtwald.

Doch schon bald heißt es wieder: „Winter is coming!“ Nicht, weil heute die zweite Staffel von „Games of thrones“ anläuft, sondern weil es wieder knackig anzieht. Bis morgen soll es auf minus 3 Grad runter gehen, selbst Schnee ist nicht ganz undenkbar. Dabei waren wir doch gerade erst aufgetaut und hatten die ersten Läufe in kurzen Shorts und Shirts absolviert. Da ist es gar nicht so schön, dass es nun wieder kälter werden soll. Aber was solls, die Wintersachen sind eh noch nicht im Keller verschwunden, da macht es auch nichts mehr aus, dass wir wieder zurück in die Kälte müssen. Apropos müssen: Morgen steht bei mir ein sehr, sehr schneller Zehner auf dem Programm. Jemand Lust, mich evtl. aufm Fahrrad zu begleiten. Ich sollte das Ding in 42 Minuten gelaufen sein, besser wäre, sogar noch schneller. Wird natürlich hart, das nicht unter Wettbewerbsverhältnissen zu machen, aber der Winterlauf in Nettetal kolldiert vollends mit dem Derby. Geht ja wohl mal gar nicht. Also, jemand Lust? Zeit? Bock? Kommt schon, lasst mich nicht alleine durch den Frost ziehen 😉

IMG_2872 Während ich gerade also im Stadtwald nen gemütlichen Zehner gelaufen bin, kamen sich die Menschen an diesem frühlingshaften Nachmittag näher und schenkten sich Liebe. Auch mir: „Super Hose“ entwich es einer Dame am Wegesrand, die Augen glänzend, das Herz klopfend (also ich meine, es gehört zu haben). Ihr wisst warum? Ich schon…

Schönes Logo auf der Hose!

Schönes Logo auf der Hose!