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Noch drei Tage: Vitamine, Vitamine

20140313-174808.jpgKeine 24 Stunden mehr und schwups – sind wir in Barcelona. Natürlich läuft seit gestern auch wieder die geregelte Vitamin-Zufuhr nach Anleitung von Peter Greif (http://www.greif.de/nl-marathonernaehrung.html). Seit Jahren fahre ich nun sehr gut mit dieser Dosierung, weiß aber natürlich nicht, wie sich das Gegenteil auswirken würde. Wie so oft zählt natürlich auch ein gewisser Glaube an die Vitamine und Mineralien.
Da ich ja leider zu Krämpfen ab einer bestimmten Dauer neige und festgestellt hatte, dies mit handelsüblichen Kochsalztabletten zu stoppen, gab mir der Apotheker meines Vertrauens heute dann noch einen Tipp mit auf den Weg: Elotrans. Eigentlich ein Mittel bei Durchfall, das den Körper mit Elektrolyten, Salzen etc. versorgt. Ein Test gibt’s heute Abend, mal sehen, wie sich das Zeug bemerkbar macht. Abführend jedenfalls nicht 🙂 Ich werde berichten…jetzt erstmal Koffer packen!


Bashing in der Laufguru-Szene

Während wir Seidenraupen uns akribisch auf die kommenden Marathon-Läufe vorbereiten (Teilnahmen u.a. in Berlin, Zeeland, Köln), absolvieren wir bekanntlich viele Laufkilometer. Der eine läuft einfach drauf los, andere wiederum bemühen sich vorgeschriebener Pläne. Die gibts im Netz oder in Büchern, mal spartanisch auf die Kilometer und Intensität beschränkt, mal ausgeschmückt mit Ernährungsplan und allem Pipapo. Eva zB hält sich fest an einen Plan von Mocki, Mitch vertraut dem Steffny-Plan, dem ich seit Jahren erfolgreich folge, und Henne kloppt bekanntlich einfach so Kilometer um Kilometer. Ans Ziel kommen wir eigentlich alle – und zwar auch zu den Zeiten, die wir uns vorstellen, zT sogar besser.

Umso erstaunlicher jetzt das von meiner Seite unnötige Bashing von Lauf-Guru Peter Greif. Er zitiert in seinem jüngsten Newsletter in einem Artikel über die Marathonszene in den USA einen dort beheimateten Läufer: „Über die letzten Jahre hatte ich auch immer wieder die neueste Literatur in Sachen Langstreckentraining in USA gelesen und es fiel mir auf, dass nach Jahren der „Weicheierei“ durch Autoren wie Hal Higdon und Herbert Steffny diese aktuellen Publikation, wenn sie auch nicht einer einheitlichen „Schule“ entspringen, doch erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem Countdown-Plan haben“, lässt er einen Menschen namens Christian zu Wort kommen. Nun muss man wissen, dass Peter Greif in seinen Plänen, anders als Steffny (Higdons Pläne kenne ich nicht), auf eine strukturierte Endbeschleunigung baut. Auch die Greifschen Pläne kenne ich nicht genau genug, um darauf einzugehen, das soll auch nicht Thema sein.

Was mir missfällt, ist der Umstand, dass Greif das Zitat von Christian unkommentiert stehen lässt, damit quasi übernimmt und die Higdon/Steffny-Pläne als Weicheierei abstempelt. Warum er das tut? Keine Ahnung, nötig hat er das nicht. Denn: Gibt es den einen, perfekten Plan? Was ist so schlimm daran, wenn der eine Plan so aussieht, wie er aussieht, und der andere anders? Und noch ein anderer ganz anders? Wenn alle Pläne aufgehen, ist es doch alles andere als schlimm. Ein Bashing in der Lauf-Guru-Szene darüber, wer nun den besten Plan hat, ist alles völlig fehl am Platze – mehr noch:

Im Grunde sollte sich jeder seinen für sich machbaren Plan suchen und ihn hier und da auf seine Gegebenheiten anpassen. Nicht jeder hat am Wochenende Zeit für die langen Läufe, dafür aber in der Woche. Manch einer baut gerne ein hüglige Etappe ein und verzichtet dafür auf einen anderen Inhalt. Und wieder andere laufen gerne länger im Schwellentempo, als Intervalle zu bolzen. Erlaubt ist, was zum Ziel führt.


Der Dom ist das Ziel!

Spektakuläre Wende beim Kölner Marathon: Die Macher gehen zurück zu den Wurzeln und präsentieren wieder den Dom als Zielort. Für die Seidenraupen, die sich bislang angemeldet haben – Angsar, Mitch und Ali (Juppi eigentlich auch?) – natürlich ein weiteres Highlight auf den 42,195 Kilometern am 13. Oktober. Bislang war das wenig prickelnde Deutz Zielort – nur wenige Menschen fanden den Weg über den Rhein auf die Schälsick, wie der Kölner zur rechtsrheinischen Seite sagt.

Die Kölner Marathon-Strecke 2013. Grafik: Köln Marathon

Die Kölner Marathon-Strecke 2013. Grafik: Köln Marathon

Und noch ein Pluspunkt ist mit dem neuen Zielbereich verbunden: Es geht wieder durch Ehrenfeld. Das beliebte Veedel wurde zuletzt spärlich ausgelassen, wird nun aber wieder durchlaufen. Einziger Wermutstropfen ist vielleicht, dass man dann noch nicht ganz durch ist. Denn da bislang die Strecke einmal lange rheinab- und aufwärts ging, und so schon zu Beginn mächtig Kilometer geklotzt wurden (wenn auch recht unspannende), hat man nun noch einige Kilometer vor sich. Aufpassen sollten also die, die die Strecke aus den vergangenen Jahren abgespeichert haben. Für die Läufer der Halbmarathon-Strecke ändern sich die Punkte natürlich auch: Kein langweiliges Ziel in Deutz (verbunden mit einem knackigen Anstieg am Ende), dafür aber Ehrenfeld.
Großes Kompliment an die Macher für diesen Sinneswandel! Und an die Seidenraupen in Köln: Ihr habt noch 32 Wochen!!!

Einen interessanten Aufsatz habe ich bei Laufguru Peter Greif zum Thema „Form und Formzerstörung“ gefunden. Dass die Körner für ein erfolgreiches Laufjahr im Winter gesammelt werden, ist hinlänglich bekannt. Wie man sie (am besten nicht) früh verpulvert, schreibt Greif in seinem aktuellen Newsletter, der hier zu finden ist: http://www.greif.de/news.html#inhalt1.