Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für März, 2015

Seidenraupen in Hochform

Beim letzten Lauf der Duisburger Winterlaufserie zeigten sich die Seidenraupen in bestechender Form.

Henne und mich trennten, wie auch schon beim 15km-Lauf vor einem Monat, nur wenige Sekunden. Henne kam als 30. (M30: 11.) nach 1:22:29h ins Ziel. Damit verpasste er seine Bestzeit um nur 17 Sekunden. Als 31. (M35: 6.) und zwölf Sekunden später kam ich dann auch an, heißt 1:22:41h. Für mich ist diese PB, die alte lag bei 1:24:09h und stammte noch aus 2013. Moritz lief wieder unter einem anderen Namen und war nach 1:37:01h im Ziel. Er bedankt sich höflich bei Sven Christen von Preussen Krefeld, der ihn begleitet und gezogen hat.

Henne belegt mit 2:59:42h in der Serienwertung Platz 23 (M30: 9.), ich lande in 3:00:37h auf Rang 26 (M35: 7.).

Erwähnenswert war vor allem ein Läufer, der auf seinem Shirt an seinen Freund Jens erinnerte. Jens kam bei dem Flugzeugabsturz über den Alpen ums Leben und durfte so noch einmal die Runde um die Regattabahn mitlaufen. Respekt. Und plötzlich ist das dann doch alles ganz nah. 😦

In dem Zusammenhang ein kleiner Wink an die nach den neuesten Nachrichten geiernden Medien: „Schön“ habt ihr den Co-Piloten durchs Dorf getrieben und habt Fotos von ihm bei Laufwettbewerben gezeigt, die ihn wie ein Monster darstehen lassen. Dass man auf diesen Fotos selten glücklich getroffen ist, weil man an seine Grenzen geht, kann jeder Sportler bestätigen. Ihr aber tut so, als sehe er immer so aus, ausgezehrt, schwitzend, sich verausgabend. Erinnert ihr euch an den Fall „Enke“, nach dem jeder Verständnis für Depressionskranke hatte und forderte? Wo ist jetzt euer Verständnis, wo ist jetzt euer Anstand, Familie und Freunde von ihm zu schützen? Hinterfragt euch mal selbst…


Venlo im Rücken, Duisburg vor der Brust

Vergangenes Wochenende standen wir noch in Venlo am Start, nun wartet am Samstag schon der letzte Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie auf uns.

Moritz und ich beim Venloop 2015.

Moritz und ich beim Venloop 2015.

Was aus Venlo über bleibt? Zum einen natürlich die Egebnisse: Nachdem ich den 10km-Lauf als lockeres Warmup genutzt hatte (und hier schon der Zeitnahme-Chip aktiviert wurde; 49:16min), stand der HM an. Henne peste so gleich voran, er war nach 1:23:22hm im Ziel. Damit war er 138. von 6418 Startern. In der Hauptklasse bedeutete dies 70. von 918.

Mein Trainingsplan hatte eine Steigerung vorgesehen, wobei die eigentlich Ziellauf-Zeit (4.30min) schon nach vier Kilometern erreicht war. Hat ja gut geklappt. So versuchte ich, noch etwas zu pushen, ging sogar, trotz fiesem Gegenwind 😉

Nach 1:35h war ich schließlich im Ziel (wobei das die handgestoppte Zeit ist, der Chip war dann ja schon nicht mehr in Gebrauch), Moritz, der mich bis KM11 begleitet hatte, finishte in 1:38:45h. Bedeutete im Gesamt-Klassement Platz 1106 und 272. bei den Männern.

Wer mag kann sich, wie immer in Venlo, unter den Ergebnisse auch Videos von bestimmten Sequenzen anschauen. Viel Spaß!

Manu in Action.

Manu in Action.

Zum anderen bleiben aber auch einige Erkenntnisse: Jörg Giesen von Bunert hatte tatsächlich Recht. Die Art von Hose, die ich beim Silvesterlauf trug, ist mittlerweile wirklich modern. Das bizarre Stück Stoff hatten wir im vergangenen Jahr als Scherzartikel für den Völkerbowl benutzt. Keine Ahnung, wer bei den Sportartikel-Herstellern die Idee zu diesem Trend hatte, aber er hat sich durchgesetzt. Gefühlt jede zweite Läuferin trug eine Tight, die meiner extrem ähnelte.

Eine weitere Erkenntnis: Auch der 10k-Lauf in Venlo ist ein Genuss, von der Stimmung fast sogar noch über dem HM anzusiedeln. Die komplette Strecke führt durch die City, überall stehen Zuschauer. So etwas gibt es eigentlich nirgendwo sonst.

Und: Bei einem Wettkampf entspannt laufen, ist auch ein Gefühl für sich. Wobei man auch dazu sagen muss, dass ich in einem der hinteren Blöcke gestartet bin. Die Läufer hatten hier die Zielvorgabe 55-65 min, was für einen Zehner ja jetzt nicht flott ist. Trotzdem aber waren sie alle mit Engagement dabei.

Zielleinlauf beim Zehner in Venlo.

Zielleinlauf beim Zehner in Venlo.

Was ich sonst kaum noch erlebe, weil ich eben weiter vorne starte, ist das Massen-Phänomen DEHNEN. Links beginnt einer mit skurrilen Übungen, um seine Muskulatur auf Vordermann zu bringen. Direkt steigt sein Nebenmann mit ein. Und plötzlich sehe ich vier oder fünf „Hampelmänner“ um mich herum, die sich Arme und Beine verrenken, als gäbe es kein Morgen mehr. Wirklich sinnvoll kann das eigentlich nicht sein, vor allem, wenn man sich die Ausführung dieser Übungen anschaut. Man rechnet eher mit einem Hexenschuss oder einem plötzlichen Bruch, nicht aber mit der erhofften Wirkung. Lächeln hilft da am meisten.

Ansonsten kommen wir im nächsten Jahr natürlich gerne wieder. Könnte dann nur was wärmer sein…aber auch bei gefühlten Minusgraden macht es immer wieder Spaß beim Nachbarn…bedankt!

Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg.

Die Halbmarathon-Strecke beim Winterlauf in Duisburg.

Samstag fällt dann um 15 Uhr der Startschuss zum Halbmarathon in Duisburch. Die Wettervoraussage ist katastrophal, die Trainingsvorgabe (1:25h) ambitioniert. Warten wir es mal ab.

Die 21k rund um die Regattabahn haben es ja immer in sich. So oder so bläst einem mal der Wind kräftig entgegen (entweder hin oder zurück), wenn dann auch noch Regen hinzu kommt, passt ja alles…

Heute steht erst einmal was ganz anderes auf dem Programm: Eishockey. Das erste Mal wieder seit 1998. Ich bin gespannt…


Auf zum Venloop in die Nachbarstadt

Unglaublich: Pipi-Attacke im Startblock in Venlo. Gesehen 2014!!! Namen bleiben geheim!

Unglaublich: Pipi-Attacke im Startblock in Venlo. Gesehen 2014!!! Namen bleiben geheim!

Nachdem wir uns gleich bei der SoFi alle mächtig die Augen gerieben haben, geht es am Sonntag in unsere Nachbarstadt Venlo. Der Venloop lockt zum zehnten Mal an die Maas, logisch, dass da auch die Seidenraupen nicht fehlen dürfen. Henne Hahn (übrigens einer von insgesamt vier Hähnen im Starterfeld), Moritz X. Mayntzhusen und ich gehen an den Start – und ich glaube, das war es auch schon. Waren wir im vergangenen Jahr noch fast alle dabei, so ist es diesmal dieses Trio, das die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Wobei: Es gibt keinen schöneren Halbmarathon als in Venlo. Die Stimmung ist einzigartig und muss sich hinter nichts verstecken. Auch für Zuschauer ist das Event, das ehemals ganz klein begann, ein Hochgenuss. Hier gibt es übrigens die Strecke des HM: http://www.venloop.de/public/files/21km_venloop2015.pdf

Henne und ich nutzen den Lauf als Vorbereitung auf die kommenden Marathons, Moritz testet dagegen eher seine Form nach krankheitsbedingter Trainingspause. Für mich steht gar der „schönste“ Lauf in der ganzen Vorbereitung auf dem Schirm NICHT: 32km-Crescendo. Heißt, die ersten zehn KM in 5.30, dann in 5 und dann in 4.30. Aus diesem Grund schwinge ich mich auch schon im Zehn KM-Lauf unter die Starter, um mich locker einzulaufen. Das 5er und 4.30er-Tempo nachher im Wettkampf zu laufen, ist dann eher easy. Alleine im Wald ist diese Aufgabe dagegen alles andere als schön…

Wir würden uns über die ein oder andere Seidenraupe am Rande der Strecke freuen…SUCCESS!!!


Mayntzhusen und Kölker liefern starke Ergebnisse in Sonsbeck

Mit sehr guten Ergebnisse sind Moritz und ich aus Sonsbeck zurückgekommen. Beim 29. Frühjahrswaldlauf des SV Sonsbeck ging es bei eisiger Kälte über vier sandige Runden und insgesamt 7900 Meter durch den Sonsbecker Wald.

Moritz belegte mit einer Zeit von 32:14 min Platz 20 und wurde M35-Dritter, ich kam nach 30:21 ins Ziel, Platz sieben und der M35-Sieg waren der Lohn bei schmerzendem Oberschenkel und Frühjahrs-Luftknappheit.

Läuft bei uns.


Ooops, da war ja was: Duisburg, die Zweite

So sorry – das sind uns im Umbau-Stress doch glatt die Ergebnisse vom zweiten Lauf der WLS in Duisburch durchgegangen. Dabei waren die gar so verkehrt…

Zwar konnten wir wie in den vergangenen Jahren Serien-Sieger Manuel Meyer wieder einmal nicht seinen Sieg über die 15k streitig machen, er gewann in 50:31, doch wir kommen der Sache immer näher 😉

Henne lief in 58:35min auf Platz 41 (M30 12.), ich kam elf Sekunden nach ihm als 46. (M35: 9.; neue PB) ins Ziel. Eva hatte sich trotz Trainingsrückstand aufgerafft und wurde nach 1:20:04h mit Platz 190 (W30 25.) belohnt.

Während dessen läuft die Vorbereitung auf den Boston-Marathon ganz gut. Trainingswoche fünf ist angebrochen, am Wochenende steht ein Wettkampf über 10k auf dem Plan, mal sehen, wohin es mich zieht und wie die beiden zurückliegenden, handwerklich schon sehr anspruchsvollen, Wochen sich bemerkbar gemacht haben. Auf jeden Fall dicken Respekt für jeden Handwerker, der seinem Körper zusätzlich noch Sport zumutet. Ist schon etwas anderes, vom Bürostuhl aufzustehen und nen paar Runden im Wald zu drehen, als den ganzen Tag Steine zu schleppen, Mauern einzuhauen oder zu knien, und sich dann noch aufzuraffen > puh!