Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für April, 2015

RACEDAY: Wo ihr heute was sehen könnt

So, jetzt ist es soweit: RACEDAY @ Boston. Das Rennen startet für mich gegen 10 Uhr EST, das ist 16 Uhr bei euch. Wenn ich es richtig gesehen habe, schlagen Sportarten wie Snooker und Tourenwage

imagen den Marathon, eine deutsche Übertragung gibt es wohl nicht. Wer aber mag, kann sich bei Universal Sports Network reinklicken (UniversalSports.com), ich glaube aber, der Spaß kostet etwas.

Kostenlos gibt es dagegen auf deren Seite eine “finish line web cam”. Eine andere Option ist die Website der BAA, die einen Live-Stream anbietet (watchlive.baa.org). WBZ-TV überträgt ebenfalls live, ist aber wohl nur lokal zu empfangen. Und so, wie ich es erkennen konnte, hängt sich auch CBS mächtig ins Zeug (http://boston.cbslocal.com/), sie bieten zwar keine Live-Übertragung an, dafür aber einen Live-Blog – keinen Plan, was sich dahinter verbirgt.

So oder so…ich werde berichten…


Nur noch einen Tag: Generalprobe inkl. Sturz

Wie sagt man: Geht die Generslprobe daneben, glückt die Premiere?! Na dann kann es ja nur klappen. Beim heutigen sehr kurzen Lauf schaffte ich es doch glatt, eine Bauchlandung hinzulegen. Resultat: Wunden an Knie, Hüfte und Ellenbogen, läuft. Ich hoffe auf nichts schlimmeres, aber zwiebelt schon ganz schön…

Laufen. Bin ich gestern genug. Habe den Freedom Trail absolviert und mir Beacon Hill angeschaut. Beides sehr schön. Vor allem der Freedom Trail ist der Hit. Durch die komplette City zieht sich dieser Wanderweg, markiert durch eine fortlaufende rote Linie. Besser geht’s eigentlich nicht. Wie man ihn allerdings in 90 Minute (Angabe Reiseführer) schaffen soll, ist mir schleierhaft.

Den Abend habe ich dann bei einem köstlichen Burger in der Nähe des Zielbereichs ausklingen lassen. Dabei genoss ich nicht nur den Sieg der Pittsburgh Penguins (leider wieder ohne Christian Ehrhoff) und das extra für den Marathon gebraute Bier 26.2! Überall sammeln sich nun die Marathonis und machen sich gegenseitig heiß. Wer nicht läuft, klopft einem trotzdem auf die Schulter oder schüttelt dir die Hand. Unglaubliche Begeisterung überall…nice!!!


Noch zwei Tage: Smells like Rindenmulch

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Da hatte wohl einer in der Stadtverwaltung von Boston die RIESEN Idee: Man nehme Tonnen von Rindenmulch und kippe sie über die Stadt. Okay, sieht nett aus, riecht aber doch sehr seltsam…

Willkommen aus Bosoton,aktuelle Zeit: kurz nach 11. Den ersten Trip habe ich schon hinter mir, die Harvard-Uni, die ich laufend erkundet habe. Nett, das mal aus nächster Nähe zu sehen. Besonders interessant war der Sport-Campus, der mit zig Trainingsplätzen und einem monumentalen Stadion ausgerüstet ist. Wenn ich da an die Sportflächen meiner ehemaligen Uni Düsseldorf denke, muss ich etwas schmunzeln.

Ebenso beeindruckend war der gestrige Besuch im legendären Fenway-Park, dem Stadion der Red Sox. Für überschaubare 20$ hatte ich mir zuvor mein Ticket gesichert und saß nun in luftiger Höhe in einer Dach-Box. Ich offerierte meinen Sitznachbarn recht bald, dass ich keine Ahnung von dem Spiel habe – ein Zeichen für sie, mich mit allen Regeln vertraut zu machen. Ihre Begeisertung für bestimmte Moves oder Schläge der Spieler konnte ich allerdings nicht nachvollziehen. Mein rechter Sitznacchbar lieh mir sogar kurzfristig ultrastolz seinen Handschuh, den viele Leute mit ins Stadion nehmen (in der Hoffnung, einen der Bälle zu fangen – er hat allerdings auch gesagt, dass er auch nach über 30 Jahren noch auf diesen Moment wartet). Fliegt ein Ball auch nur ansatzweise in die Nähe der Ränge, rasten alle aus – wie auch bei der LaOla, die hier häufig durchs Stadion schwappt. Ich ließ mir von meiner linken Sitznachbarin noch berichten, dass es sich um ein sehr gutes Spiel handelt, was ich leider nicht nachvollziehen konnte. Und so verließ ich den Fenway-Park nach sieben von zehn Run den (?), nicht ohne mir noch eine Wurst für acht Dollar und ein Bier für neun Dollar zu genehmigen.

Auf dem Rückweg entdeckte ich noch eine Bar, in der das Spiel, aber auch Eishockey gezeigt wurde, und ließ mich gerne noch auf ein Bierchen überreden. Hier sah ich dann, wie die Red Sox mit irgendeinem Schlag gewann. Der Laden stand Kopf, den ich mir verwundert rieb?!


Noch drei Tage: Ich sitz im Flieger und ihr macht Freeletics

Bewegungsp

Bewegungspark im Stadtwald

Während ich im Flieger sitze (zunächst geht es nach Madrid, dann nach Boston), könnt ihr euch auf eine neue Attraktion in Krefeld freuen. Denn am heutigen Tag werden im Stadtwald, zwischen den Tennisplätzen vom TV03 SG und der Rennbahn, Sportgeräte eröffnet, die das Herz der Freeletics-Gemeinde höher schlagen lassen: Der Bewegungspark wird um 16.30 Uhr seiner Bestimmung übergeben. Infos gibt es hier: https://www.facebook.com/bewegungspark.stadtwald?fref=nf

Dass das ganze ein Hit wird, steht außer Frage, denn erbaut wurde es von keinem geringeren als unserem Moritz (okay, seine Kollegen und Mitarbeiter waren auch noch dabei). Er ist auf dem Foto rechts zu sehen. Ideengeber ist Dirk Wellen von der Gerd-Wellen-Sportstiftung, gleichzeitig auch Vorsitzender des CHTC. Wir sagen SUPER!!!


Noch vier Tage: Raus aus der Low-Carb-Hölle und drin in der EST

Low-Carb-Brot

Low-Carb-Brot

Heute ist noch Donnerstag – in echt, denn ich lebe schon in der Eastern Standard Time. 😉 Es müsste, wenn ich mich nicht ganz täusche, kurz vor 22 Uhr sein (immer sechs Stunden nach uns). Muss ich mich eben dran gewöhnen…

Und an noch etwas muss ich mich gewöhnen: Nach rund einer Woche bewusstem Verzicht auf Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratgehalt, heißt es nun wieder Carboloading. Doch weder das eine, noch das andere macht Spaß.

Allerdings überwiegt bei letzterem der Vorteil, eigentlich auf kaum etwas verzichten zu müssen, denn alles, was gut schmeckt, ist kohlenhydratreich: Pizza, Pasta, Kartoffeln, Brötchen mit Mett usw. So gab es heute Mittag bereits Maccaroni, heute Abend folgt eine Pizza – lecker.

Vielleicht fragt ihr euch, was ich denn davor gegessen habe. Gute Frage, denn einfach ist es nicht, vor allem der Start in den Morgen. Nachdem ich jahrelang auf ein Frühstück verzichtet hatte, habe ich mir zumindest ein, zwei Brötchen bzw. Brote angewöhnt. Auf die, oder ein Müsli, will ich nun nicht mehr verzichten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an den plötzlichen Boom von Low-Carb- oder Eiweiß-Brot vor zwei, drei Jahren. Plötzlich hatte jeder Bäcker so etwas im Angebot. Doch der Boom ist vorbei, bei der Bäckerei um die Ecke gibt es so etwas schon länger nicht mehr, auch Kamps und Co. haben es nicht mehr im Sortiment. Vielleicht haben ja die Konsumenten festgestellt, dass das bloße Essen von Eiweiß-Brot nicht schlank macht, sondern dass man sich auch hier für bewegen sollte.

Low Carb-Müsli und Eiweiß-Shake

Low Carb-Müsli und Eiweiß-Shake

Wie dem auch sei: Gut sortierte Supermärkte wie Rewe oder Kaisers haben abgepacktes Low-Carb- oder Eiweiß-Brot in ihren Regalen. In der Regel sind das dünne bzw. sehr dünne Scheiben (die gerne durch den Toaster bis ganz nach unten rutschen), die aus vielen Körnern bestehen. Geschmacklich tun sich die Produkte nicht viel. Ich habe von Backland und von Mestemacher die Brote bzw. Toasties probiert – und ja, man kann sie essen. Allerdings hinken sie natürlich einem kräftigen Frankenlaib oder einer Kaiser-Friedrich-Kruste hinterher. Was angenehm ist: Sie hinterlassen kein wirkliches Völlegefühl und sind leicht bekömmlich. Was mich allerdings beim Produkt von Backland stutzig gemacht hat, ist eine ständige Feuchtigkeit in der Verpackung. Dem Braten habe ich nicht getraut und habe das Brot offen gelagert, um keine Schimmelbildung zu provozieren.

Ebenfalls im Low-Carb-Segment zu finden sie die Produkte von Layenberger, die es seit kurzem bei DM gibt. Sowohl der 3k-Protein-Shake in Vanille, als auch der in Beere ist echt lecker. Dagegen ist das Müsli kein wirkliches Müsli. Es besteht zum größten Teil aus gepufften Puff 😉 Keine Ahnung wie das heißt, aber ein Müsli stelle ich mir anders vor.

Wie dem auch sei: Man kann sich morgens mit diesen Produkten über Wasser halten. Kommt dann aber am Mittag ein leichtes Gemüsegericht oder etwas Geflügel hinzu OHNE Kartoffeln, Reis oder ähnlichem, kann einem schon der Magen grummeln. Wenn jetzt noch körperliche Leistungen erfordert werden, geht das an die Substanz. Zumindest merke ich das enorm. Aus diesem Grund führt die Low-Carb-Ernährung bei mir spätestens nach einigen Tagen dazu, dass ich mich überfresse. Das ist auch nicht gut, aber was solls. Wahrscheinlich braucht der Körper einfach länger, um sich auf diese Ernährungsweise umzustellen.

Jetzt aber heißt es erst einmal wieder: Normal essen 😉


Noch fünf Tage: Es bleibt nur Baseball

Mannmannmann. Da fliegt man in eine Stadt, die überall als Amerikas Sportstadt Nummer eins gehandelt wird – und dann das: Die Boston Bruins kommen nicht in die Play-Offs, die Celtics gerade so eben, spielen aber zunächst auswärts gegen Cleveland. Jermaine Jones und die New England Revolution sind ebenfalls auswärts unterwegs. Die Eishockey-College-Saison ging am vergangenen Wochenende zu Ende und die AHL-Teams sind alle nicht gerade um die Ecke.

Und so bleibt mir Baseball. Okay, es sind die Red Sox, wohl nicht das schlechteste Team der Weltgeschichte, aber dort könnten auch irgendwelche Amateure spielen und ich würde es nicht bemerken…aber egal. Das Ticket hat, warum auch immer, nur 25 Dollar gekostet, zudem ist irgendein nettes Event im Fenway Park.

Anbei, wer will, das Spiel von gestern. Dauert auch nur über dreieinhalb Stunden. Spannung pur.

Edit: Ach, was solls. Sonntag dann nach Worcester, immerhin AHL, gegen die Portland Pirates. Fährt wohl nen Zug hin. Hockey Away! Besser gehts doch nicht 😉


Noch sechs Tage: Vorst und Flyer

Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2015.

Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2015.

Was diese beiden Worte miteinander zu tun haben? Auf den ersten Blick nicht viel, und vor allem nichts mit dem Boston-Marathon in sechs Tagen. Doch spätestens am kommenden Sonntag wird es jeder Starter des Apfelblütenlaufs in Vorst (http://www.apfelbluetenlauf.de/) wissen.

Diese glücklichen Menschen dürfen sich nämlich freuen, als eine der ersten den brandneuen Flyer für unseren Seidenraupen-Cross in den Händen zu halten. Denn dank der guten Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Apfelblütenlaufs kommt in jede Goodie-Bag ein SRC2015-Flyer. Und wir können den Machern lobend auf die Schultern klopfen: 650 Anmeldungen sind schon da, bei gutem Wetter dürften noch einige Nachmelder hinzu kommen, so dass es bestimmt über 700 Teilnehmer bei dieser Premiere werden > Respekt! Die ein oder andere Seidenraupe wird sich ebenfalls ins Starterfeld mischen.

Auch wenn es bis zu unserem Lauf am 18. Oktober noch über ein halbes Jahr hin ist, so können auch wir schon einige Anmeldungen verzeichnen. So quasi nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Und hier und da haben wir auch schon gehört, dass sich Personen, die bislang so rein gar nichts mit dem Laufsport zu tun haben und hatten, unseren Lauf als Ziel genommen haben. Sounds good! Weitermachen…Anmelden kann man sich übrigens hier: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/anmeldung-zum-seidenraupen-cross-2015/


Noch eine Woche: First-person-view der Strecke

Sollte alles nach Plan laufen, werde ich genau in einer Woche gegen 13 Uhr im Ziel sein (wohlgemerkt „Boston-Time“, ich glaube, 19 Uhr ist es dann hier in Deutschland).

Wer sich mal einen ungefähren Eindruck der Strecke machen möchte, sollte die drei Videos anklicken.

Am authentischsten finde ich das Video durch die Google-Brille, auch wenn hier der Streckenablauf nicht wirklich nachvollzogen werden kann.

Besser ist das folgende Video, das allerdings auch 20 Minuten lang ist. Ist aber schön gemacht, viele Kommentare usw. Aber leider keine Zuschauer. Die gefürchteten Anstiege beginnen ungefähr bei Meile 16 (im Video fälschlich als KM 18,88 dargestellt; im Video bei Minute 12:39) in Newton. Es sind tatsächlich Hügel und ich hoffe, dass ich die Warnungen davor ernstnehme. Auf den Videos kommen sie jetzt nicht wirklich anspruchsvoll rüber, aber sie scheinen es irgendwie in sich zu haben, auch wenn kein Anstieg länger als wenige hundert Meter lang ist. Gefürchtet ist vor allem der letzte, Heartbreak Hill (im Video bei 15:45). Ob schwierig oder nicht, ich habe selten so einen welligen Kurs gesehen.

Und zu guter letzt das gleiche in der Art noch einmal auf zehn Minuten heruntergestampft.


Noch acht Tage: Der letzte Lange

Kurz nur, weil ich zum Arbeiten muss: Heute stand der letzte lange Lauf an. Wobei 27km schon etwas kürzer als die letzten zu laufenden waren. Ursprünglich wollte ich ja nach Haltern zum HM, doch der Tipp von Magnus überzeugte mich: Auf zum Lauftreff des Düsseldorf Marathons.

Mehrere Gruppen in verschiedenen Lauftempi hörte sich für mich angenehmer an, als ein HM, bei dem ich mit Sicherheit wieder überpacen würde. Also hin, und mit der 5min-Gruppe losgelaufen. Im Grunde war mit die Strecke bekannt, vom Apollo zur Flughafenbrücke und zurück. Aber es tut ja auch mal ganz gut, was neues zu sehen.

Die Gruppe zerbröselte etwas, doch mit David vom Runningeam Grafenberg hatte ich einen Läufer gefunden, der das 5er-Tempo halten konnte und wollte. Die letzten zwei KM an den Rheinterrassen waren zwar eher ein Slalomlauf, aber es hat Spaß gemacht. Da ich am Apollo noch nicht die vollen 27 aufm Tacho hatte, ging es nochmal rüber auf die andere Seite –  und dann fertig.

Fazit: Guter Tipp, der Körper spielt mit und ich bin guter Dinge!


Noch neun Tage: Die App und Maegen Koelker

Heute Nacht hat die Boston Athletic Association es endlich geschafft und ihrer App den nötigen Relaunch verpasst. Bis zuletzt war sie auf dem Stand von 2014, was es auch unmöglich machte, mich als Teilnehmer zu finden.

Jetzt aber kann man nach dem Download der neuen Version alle Teilnehmer suchen und finden. Meine Startnummer ist die 3323, alternativ könnt ihr natürlich auch nach Koelker suchen.

Dann werdet ihr auch sehen, dass ich nicht der einzige KOELKER bin. Maegen Koelker ist ebenfalls am Start, wohl aber einige Blöcke hinter mir. Wir hatten kürzlich über Facebook Kontakt und sie erzählte mir, dass sie für ein Charity Projekt läuft und deswegen überhaupt mitmachen kann. Die nötige Qualizeit würde sie wohl nicht schaffen. Trotz des harten Winters, sie kommt aus New Hampshire, hat sie hart trainiert und peilt eine neue Bestzeit an.

Für mich steht morgen der letzte lange Lauf an. Auf der Suche nach einer geeigneten Veranstaltung, mit der ich ihn verbinden könnte, bin ich auf den Flaesheimer Volkslauf in Haltern gestoßen. Wenn jemand Lust hat, mich zu begleiten, möge er sich melden. Abfahrt ist in Krefeld um kurz vor 9!