Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für April, 2017

Moritz auf Platz 17 beim Apfelblütenlauf 

Moritz hat beim Apfelblütenlauf in Vorst Platz 17 erreicht. Mit einer Zeit von 1:32:10h wurde er Neunter in der Altersklasse H. 

Die Fressmeile – irgendwo hier gräbt sich Seidenraupe Martin durch


Bei frostigen Temperaturen rollte Moritz gut an. 2 1/2 Runden hatten die Läufer zu absolvieren, „und der Präses hat die Strecke richtig gut ausgewählt“, sagte er nach dem Rennen. Schließlich waren wir in die Findung der Route miteingebunden. Moritz, aber auch andere Läufer, vermissten am Ende zwar einige hundert Meter (mal sehen, wo die geblieben sind), zeigte sich aber hellauf zufrieden über seine Zeit…

Es gewann Steffen Beaury in 1:18:49h. 


Lasset die Plantage erblühen: Auf nach Vorst

Der Apfelblütenlauf lockt am Sonntag nach Vorst. Wer noch starten möchte, muss auf einen freien Platz in einer der Startplatz-Börsen im Internet hoffen. Das Ding ist nämlich ausverkauft, es gibt keine Nachmelde-Möglichkeit. 


Schon fett, was die Macher dort in Vorst innerhalb nur eines Jahres auf die Beine gestellt haben. Schon die erste Auflage war gut gebucht, heuer war das Ding innerhalb weniger Wochen ratzevoll. 1500 Läufer werden am 23.4. auf den verschiedenen Distanzen durch die Huverheide pesen: 5, 10 und erstmals 21km müssen absolviert werden, und die Kleinsten kommen in den Kinderläufen auf ihre Kosten. 

Um 9 Uhr wird das Meldebüro im Start- und Zielbereich bei Aktion Medeor geöffnet, eine Stunde später gehen die Halbmarathonis auf die Strecke. Hier steckt sogar ein klein wenig „Seidenraupe“ drin: Wir sind stolz, dass uns die Organisatoren gebeten haben, bei der Streckenführung zu helfen. 

Ab 10.30 Uhr starten die verschiedenen Kinderläufe, um 13 Uhr die Läufer des 5km-Rennens und um 14 Uhr die Läufer der 10km-Strecke. Weitere Infos auf www.apfelbluetenlauf.de

Wir wünschen gutes Gelingen und grüßen aus Thailand. 


SRC2017: Grab the Flyer

Nee, wat schön: Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2017 ist fertig. Früher als je zuvor, schöner als je zuvor und informativer als je zuvor. Denn hättest du gedacht, dass wir nun unter www.seidenraupen.org zu erreichen sind? Leck mich inne Täsch.

Wer übrigens selbstlos tausende der Flyer an den Mann bringen möchte: Nur her! Sie können entweder in der Geschäftsstelle am Kreuzberg abgeholt oder auf Rennveranstaltungen der kommenden Tage übergeben werden. Zur Not auch per Postkutsche oder Kurierdienst 😉

SRC Flyer 2017 FERTIG Front

Hossa – da isser: Der Flyer zum SRC2017!

Beachtet bitte auch unsere Sponsoren: Lest Moveo und die Life-Magazine, zieht Geld bei der Sparkasse, lasst euch „optimal“ pflegen, dabei aus der Luft  (air) filmen und Bäume von Kalda & Mayntzhusen setzen, kauft Laufschuhe bei Borgmann, probiert Wirtz‘ Früchte und die neuen Swarm-Riegel. Und wenn ihr das alles gemacht habt, kann euch Noack Sports auch in den richtigen Verein lotsen. 😉


Manu wird Vierter beim Saaletal-Marathon

Seidenraupen Manuel Kölker hat beim 8. Saaletal-Marathon den vierten Platz (Zweiter in der M35) erreicht. Nach 3:15:39h überquerte er nach 42,195 Kilometern und etwas mehr als 500 Höhenmetern schlechtgelaunt die Ziellinie in Ramstahl. Schlechtgelaunt deswegen, weil er lange Zeit hinter dem späteren Sieger Markus-Kristan Siegler (2:50:21h) auf dem zweiten Platz gelegen hatte. Erst auf den letzten Kilometern wurde er noch auf den undankbaren vierten Platz durchgereicht. Eine Folge eines unerklärlichen Einbruchs in der zweiten Hälfte des Marathons – und das, obwohl Hälfte eins als die deutlich anspruchsvollere gilt. Der Versuch einer Erklärung.

Saaletal-Marathon 3

Viel Wiese…

Vorneweg – ich habe keine wirkliche. Die Frage nach dem WARUM habe ich mir lange gestellt, ohne eine Antwort zu finden. Ich weiß nicht, wieso es mir quasi mit Beginn des zweiten Teils des Laufs nicht mehr gelang, die Geschwindigkeit von vorher zu erreichen. Zwischen erster und zweiter Marathonhälfte liegen 19 Minuten Unterschied (1:28 zu 1:47h), eine gefühlte Ewigkeit. Kurioserweise erging es übrigens dem Sieger auch so, wie er mir später berichtete. Seine Begründung: Gegenwind. Aber verliert man 19 Minuten wegen Gegenwind? Eigentlich nein…

Saaletal-Marathon 1

Start in Ramsthal. Foto: Peter Seufert/Saalezeitung

Der für mich eindeutige Knackpunkt war der Kreuzweg beim Kloster Aura: Unberechenbares Kopfsteinpflaster beim steilsten Downhill der ganzen Strecke, zum Teil Treppenstufen und leider schlecht beschildert, so dass ich zweimal stehen bleiben und nach dem Weg fragen musste. Ich weiß, keine Erklärung, danach nicht mehr auf Spur zu kommen, aber hier verlor ich ganz eindeutig die Kette.

Saaletal-Marathon 2

Meine beiden Begleiter bis KM17. Foto: Peter Seufert/Saalezeitung

Bis dahin war es ein tolles Rennen: Schon nach wenigen Metern hatte ich meine Begleiter für die kommenden 17 Kilometer gefunden: Zwei Läufer der TG Schweinfurt, mit denen ich mich fortan immer mal wieder in der Führungsarbeit abwechselte. Der erste Anstieg am Geißberg hatte es schon in sich. Quasi vom Start weg, drei Kilometer hoch. Ich hatte mir geschworen, bei den Anstiegen nicht auf die Uhr zu schielen, denn Bestzeit-geeignet ist der komplette Kurs nicht. Da half es auch, dass die beiden ebenfalls Ruhe bewahrten und wir uns so gemeinsam den Berg hinaufschieben konnten. Es folgten rasante Single-Trails durch dichte Wälder und ab KM10 dann auch entlang der Saale, mal auf, mal ab – so stellt man sich einen Landschafts-Marathon vor. Zuschauer dagegen so gut wie keine, mal von meinem persönlichen Fanclub (DANKE) abgesehen. Selbst in den Ortschaften, die wir durchquerten, lockte die Läuferschar keine müde Maus vor die Haustüre. Schade eigentlich, denn der Lauf war nicht nur bestens organisiert, sondern auch gut von Teilnehmern besucht. Zwar vornehmlich aus der Region, aber auch Läufer aus Sachsen, Thüringen und Hessen hatten den Weg zum TSV Ramstahl gewählt.

Saaletal 4

Streckentrennung…

Bei KM17 trennte sich dann die Strecke, für die Halbmarathonis ging es zurück zum Start, für mich dagegen erneut drei Kilometer bergauf zur Ruine Aura. Auch dabei spürte ich keine Probleme, im Gegenteil, ich war überrascht, wie einfach es sich auch bergauf lief. Sollten die Einheiten auf unseren „Bergen“ tatsächlich etwas gebracht haben? Die Ruine war kurz nach KM20 passiert, und nun kam der schon erwähnte Downhill mit seinen Tücken. Eigentlich direkt im Anschluss folgte eine lange, asphaltierte Gerade, auf der ich zwar das Gefühl hatte, gut voranzukommen, doch die Zeiten stimmten nicht mehr, irgendwie hing ich ständig zehn bis 20 Sekunden hinterher. Hinzu kam ein fast drei Kilometer langer Kampf mit einem Gel, das ich einfach nicht aufbekam. Ich will nicht wissen, wie viel kleine Plastikteilchen ich bei diesem Kampf schlucken musste, fies.

Saaletal 5

Der Kampf mit dem Gel (rechte Hand) dauerte rund drei KM…

Bei KM26 gab mein Fanclub noch einmal Gas, doch schon da merkte ich, dass es ein ganz harter Kampf werden sollte. Der Kopf spielte irgendwie gar nicht mehr mit, die Beine wollten nicht mehr, hinzu kam die nun leider doch sehr öde Streckenführung (zum Beispiel knapp drei Kilometer auf einer Landstraße ohne Rad- und Fußweg). Da ein DNF für mich nicht in Frage kommt, hieß es nun „beißen“. Die Route führte unspektakulär, aber stetig steigend, durch menschenleere Ortschaften, wo man hier und da Autos und Treckern ausweichen musste, die einen als Verkehrsteilnehmer nicht wirklich für voll nahmen. Bis KM 35 konnte ich den zweiten Platz behaupten, dann aber rächten sich meine mittlerweile auf einen 5er-Schnitt gesunkenen KM-Zeiten. Der Drittplatzierte lief an mir vorbei (3:09), zwei KM vor dem Ziel dann auch der Drittplatzierte (3:13). Man kann es zu dem Zeitpunkt nicht anders sagen: Ich hatte die Schnauze voll. Ein Platz auf dem Podium hätte mich meine miese Zeit noch irgendwie vergessen lassen, doch nun als Vierter zu finishen, kotzte mich mehr als an. Der zweite Platz in der M35 konnte darüber nur schwach hinwegtrösten…

Aber was soll ich sagen: Es kann es nicht mehr ändern. Mund abwischen, weiter machen. Lebbe geht weiter…


Oh, du wunderschöne fränkische Saale…

Ob ich am Samstag Nachmittag diesen Satz auch noch trällern werde? Wer weiß…denn vorher sind 42,195 Kilometer, davon zahlreiche entlang des Flusses, zu absolvieren. Der 8. Saaletal-Marathon steht an. Geworben wird mit dem Solgan „Der vielleicht schönste Marathon Deutschlands.“ Warten wir es ab…

logo_s-marathon

Es wird eine ganz andere Erfahrung, diese 42,195 Kilometer zu laufen, als sonst. Kaum Zuschauer, dafür tiefe Wälder und weite Landschaften, Berge (also für niederrheinische Verhältnisse), dazu ein bunter Mix aus Asphalt und Trail. Und wenig Teilnehmer. Sind meine bisherigen Marathons immer von tausenden Läufern gesäumt gewesen, so haben bislang keine hundert Menschen für die Runde ab Ramsthal gemeldet. Ich wäre vermessen, mir großes auszumalen, aber unter die Top Ten sollte ich schon kommen, zumindest gemessen an den Zielzeiten des vergangenen Jahres. Markus Siegler, der 2016 mit mehr als 20 Minuten Vorsprung in neuem Streckenrkord von 2:41:30h gewann, wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder triumphieren (es sei denn, ich grätsche ihn am Start weg)…und danach? Mal sehen, Tagesform eben…

Um 10 Uhr ist Start am Sportplatz in Ramstahl, von wo es dann grob gen Bad Kissingen geht. Hier wartet auch eine von zwei nennenswerten Steigungen. Die Strecke verläuft über Euerdorf, hoch zum Kloster Aura, Elfershausen, Langendorf, Machtilshausen zurück nach Aura und Elfershausen, um dann in Ramstahl zu enden. Fans sind entlang der Strecke gerne gesehen…


Mosella-Quartett läuft durch Bonn

Bonn 1

Schlucke, Hofer, Herkel und Manu (von rechts)

Was waren das noch für Zeiten, als sie alle für die Mosella aus Schweich kickten: Markus „Schlucke“ Wolf, Christian Hofer, Christian Herkel und Manuel Kölker führten die Equipe nicht selten zu großen Jubelstürmen – oder so ähnlich 😉 Mittlerweile tritt keiner mehr gegen die Murmel, was hier und da auch als besser erscheint, gelaufen wird aber trotzdem. Zuletzt in Bonn beim dortigen (Halb-)Marathon. Das Gute: Alle vier kamen ins Ziel und ließen es sich im Anschluss gut gehn…

Auf dem schönen Kurs in der ehemaligen Bundeshauptstadt hatte sich das Quartett schon vor dem Start getrennt. Schlucke war auf der Jagd nach einer neuen Bestzeit und dementsprechend in einem der vorderen Blöcke, während sich die anderen irgendwo weiter hinten einordneten. Seidenraupe Manu ging es darum, vor dem Marathon an der Saale (8. April) noch einmal eine etwas längere Strecke zu laufen, für Herkel war es ein Vorbereitungslauf auf den Mainz-Marathon (7. Mai) und Hofer wollte einfach nur ankommen, war es doch seine Premiere über 21km.

Bonn 2

Herkel, Hofer und Manu können es kaum erwarten…

Die Vorsätze gelangen: Schlucke lief „mal eben“ eine 1:20:50h (37. Gesamtplatz, 11. M30), während die anderen Drei da noch auf der Strecke waren. Herkel wollte es auf den letzten beiden KM noch einmal wissen und zündete den Turbo und belegte  in einer Zeit von 1:41:25h den 820. Gesamtplatz (132. M35). Hofer (1:43:08h, 951./149. M35) und Manu (1:43:09, 955./150. M35) blieben bis zum Ziel zusammen. Was aber mehr als die Zeiten zählte, war der Spaß in den Backen. Bonn zeigte sich trotz leicht chaotischer Verhältnisse am Start als schöne Stadt mit zwar wenigen, dafür aber begeisterten Zuschauern und einer tollen Streckenführung.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zunächst ging es durch das beschauliche Beuel, dann für viele KM am Rhein entlang und mit Blick auf das Siebengebirge der Sonne entgegen. Hier wurde sogar als Streckenverpflegung Bier gereicht 😉 Vorbei am Bundesrechnungshof, der Villa Hammerschmidt samt Kanzlerbungalow und dem ehemaligen Zentrum der Macht führte die Route dann durch die Rheinauen, am Langen Eugen und dem Post-Tower vorbei und schließlich wieder zurück in die City. Hier ging es durch das beeindruckende Viertel mit World Conference Center, vielen (ehemaligen) Bundesministerien und am Palais Schaumburg vorbei gen Ziel auf dem Marktplatz. Auch die letzten Meter, unmittelbar durch das Zentrum, hatten etwas für sich. Die Marathonis mussten derweil auf die zweite Runde, während es sich die vier Herren im Biergarten am Alten Zoll gut gehn ließen. Prost!!!