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Dem Mitch sein erstes Mal

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Mann, was war der Junge nervös…der Düsseldorf-Marathon 2013 sollte Mitchs erster Marathon sein – und wer ihn kennt, weiß, wie akribisch er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auf diesen Wettkampf vorbereitet hatte. Zusammen mit vielen verschiedenen Seidenraupen, allen voran Nachbar Axel, hatte er sich durch den Winter gequält, um dann am Sonntag erstmals an der Startlinie zu stehen.

Stehen ist gut gemeint, denn rund zwei Minuten vor dem Startschuss musste der Junge doch glatt nochmal für kleine Jungs und verschwand unweit des Blocks kurz in die Büsche. Axel und ich konnten da als erfahrene Marathonis nur lächeln ;-), hatten wir doch solche Situationen schon x-mal durchlebt. Demzufolge konnten wir es aber auch natürlich nachvollziehen. An solch einem Tag soll alles passen und trotz aller Tipps ist man sich bis zum Ende nicht sicher, ob es tatsächlich klappt. Nervosität ist da vollkommen normal. Eins vorne weg: Es hat geklappt.

Unsere Dreier-Kombo hatte sich die 3:30 auf die Fahne geschrieben, wobei Axel direkt sagte, dass er so lange mitmarschiert, wie es geht, und sich dann fallen lässt. Und eigentlich war auch ich nicht sicher, ob meine Knochen nur zwei Wochen nach meinem Marathon in Wien das Programm nochmals durchhalten. Egal, werden wir ja sehen.

Vom Start kamen wir recht langsam weg, es war mächtig voll und nicht wirklich gut organisiert, denn nur wenige hundert Meter nach dem Start gab es plötzlich keine Absperrung mehr zwischen den Läufern gen Messe und den Einrad-Fahrern wieder zurück. Nicht gut. In der Startphase begegneten wir auch Karsten, der zum siebten Mal am Start war. Respekt. Gerade hatten wir ihn hinter uns gelassen, wurde die erste Pinkelpause eingelegt. Mitch und ich mussten in die Boxengasse – komisch, dass mir das bei meinen mittlerweile 17 (ich hoffe, ich habe keinen vergessen) Marathons nur zweimal passiert ist. Beidesmal in Ddorf. Naja, weiter gings. Am Aquazoo vorbei und zurück Richtung City, durch das Ratinger Tor und auf die Oberkasseler Brücke. Hier empfing uns zunächst Ali, der später noch für Mercedes in der Staffel lief, und unser Fanclub Eva, Sandra und Kirstem, der richtig Rabbatz machte. Durch Oberkassel und am Rhein entlang gings dann wieder zurünck – und schwupps, waren die ersten 20 KM schon gelaufen. Marcus stellte zwar irgendwann einen Phantomschmerz fest, aber der war schon bald wieder weg.
Kurz nach der HM-Marke signalisierte Axel, dass wir alleine weiterziehen sollte. Schade, denn bislang waren wir als Trio gut voran gekommen. So musste ich Mitch nun alleine durch die Landeshauptstadt ziehen, was auch gut gelang. Wir legten einen Gang zu, denn die HM-Marathon-Zeit von 1:45:53 sagte uns, dass wir ein wenig Zeit vertrödelt hatten. Es gab nun deutlich flottere Kilometer als zuvor, stets im Bereich zwischen 4:40 und 4:50, auf der Jagd zur 3:30, wofür konstante fünf Min/KM nötig sind.
Die nun folgenden zehn KM sind für mich immer recht schwierig zu laufen, gut, dass es diesmal klappen sollte. Daran hatten sicherlich auch die zahlreichen Zuschauer einen Anteil – anders als bei meinem Start 2011 hatte ich das Gefühl, dass mehr los war. Kurz dachte ich dann bei KM 32, dass ich Mitch ziehen lassen musste, aber nach ein, zwei Minuten lief es gut weiter. Zwischenzeitlich hatten wir den Fanclub auch wieder getroffen, diesmal hörte man ihn schon kilometerweit im Voraus – Respekt.
So langsam wurden aber trotzdem die Beine schwer – und es war gut, dass wir noch zusammen waren, denn so konnte jeder den anderen immer mal wieder in Schlepptau nehmen. Ab KM 35 hieß es, nur noch auf die Zähne zu beißen. Bei Mitch machten sich die Beine nun sehr deutlich bemerkbar, ich hatte kurz das Gefühl, dass mein Oberschenkel zu machen wollte – beißen.
Und so zogen wir uns gegenseitig weiter, nun durch Bilk und durch den Hafen, der leider sehr schwach besucht war. Aus 2011 wusste ich, dass es nun gleich auf die Kö geht, und dann das Ziel in greifbarer Nähe ist. Mitch machte mir etwas Sorgen – während ich ein kleines Runnershigh erlebte und das Gefühl hatte, plötzlich den Fernsehturm erklimmern zu können, musste er kämpfen. Die Kö hoch, hier jubelte noch einmal unser Fanclub, über die 40KM-Marke, und dann nur noch zurück zum Rhein. Die Zwischenzeit war gut, 3:19, passt. Come on…
Ich rannte nun wie ein Verrückter und rief und gestikulierte, Mitch war mir im Nacken.
Gut so, weiter, KM 41. Mitch, wo ist Mitch? Irgendwie muss ich ihn auf dem letzten KM verloren haben, dabei dachte ich, sein gelbes Shirt im Augenwinkel noch zu sehen. Hatte ich mich verguckt?
Ich war jedenfalls kurze Zeit später im Ziel, 3:29:35 – wo bleibt Mitch? Das gelbe Shirt, das ich ihm zugeordnet hatte, gehörte einem anderen Läufer, verdammt – wo bleibt er denn? Und da kam er dann, verbissen, entschlossen und endlich im Ziel. Yes, der erste Marathon in der Zeit von 3:30:06 – was ein geiles Brett. Im Tableu bedeutet das Platz 711, in der AK M30 95, saucool. DAvon hätte ich bei meinem ersten Marathon geträumt…
Wenig später war dann auch Axel wieder bei uns, er finishte in 3:37:31, Platz 885, AK M50 (so alt bist du schon???) 124. Und Ali kam mit der Mercedes-Staffel in 3:58 ins Ziel.

Am Ende kann man sagen: Super! Mitch ist seine 3:30 gelaufen und hat nun das Ziel, in Köln sechs Sekunden schneller zu sein. Axel ist deutlich unter der anvisierten 3:45 geblieben und auch Ali hat das Lauffieber wohl endlich wieder gepackt.


Breaking News: Seidenraupen-Ergebnisse aus Düsseldorf

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Hier kurz die Ergebnisse der Seidenraupen beim heutigen Düsseldorf Marathon, morgen dann ausführlich.
Marcus Noack kam nach 3:30:06 als 711. ins Ziel (Ak 30: 95). Den Halbmarathon absolvierte die Seidenraupe aus dem Chapter Uerdingen in 1:45:53, die zweite Hälfte in 1:44:12. Nachbar Axel Heinrichs wurde 885. (Ak 50: 124.) in 3:37:31 (Hm: 1:46:00). Black Rabbit Emanuele Antonio da Kölker el rey begleitete die beiden und kam nach 3:29:35 ins Ziel.
Ali Celik lief als Schlussläufer einer Mercedes-Staffel und parkte den Silberpfeil nach 3:58 in der Boxengasse.

Ein dickes Lob geht an den Fanclub der Seidenraupen, der an mehreren Stellen mächtig Rabbatz gemacht hat und uns zu den genannten Leistungen angefeuert hat.

Morgen dann die ausführliche Fortsetzung.


Konzentration auf Düsseldorf

Der Düsseldorf-Marathon steht vor der Tür und auch die Seidenraupen sind mit am Start. Mitch und Axel starten bei dem Rennen, Manu wird als black rabbit an den Start gehen und Ali soll eine Staffel bremsen (wobei letzteres noch nicht ganz klar ist, er sucht noch nach Ausreden 😉 ). Logisch, dass sich die Fans auch schon mobilisieren. Seidenräupchen Eva hat die Orga übernommen und plant, diverse Fanmeilen anzusteuern. Sie bittet darum, sich mit ihr in Verbindung zu setzen, was einige Seidenraupen aus dem SR-Chapter Uerdingen noch nicht getan haben (> Rüge).

Einen Plan des Marathons (Start ist um 9 Uhr an der Tonhalle, das Ziel auf den Rheinterrassen) gibt es übrigens hier: http://www.metrogroup-marathon.de/assets/Uploads/KartenStrecken/Marathon-2013-Internet.pdf. Gekennzeichnet ist die Strecke durch eine lange, schöne Passage am Rhein, unglaubliche Anstiege auf maximal 47 Meter über dem Meeresspiegel und einer gähnend langweiligen Runde zum Ende hin über die Kö (Achtung: Fußhupen-Alarm!).

Hieß es vor einigen Wochen noch im Zollhof, der Marathon würde locker gelaufen, postulierte Mitch gestern vollmundig, die 3:30h anzupeilen. Locker ist anders. Wahrscheinlich hat aber Marc Warnecke eine LKW-Ladung von Powerchips, Energydrinks und Proteinriegel vorbeigebracht, so dass Mitch am Start explodieren wird. Bei betandwin und tipico werden Wetten angenommen, ob er die ersten zehn Kilometer unter 40 Minuten läuft. „Ich habe kürzlich einen langen Lauf mit den beiden absolviert. Als ich kurz vor dem Tod war, wurde das Tempo noch einmal forciert“, erzählte gestern Büffel Ansgar. Auch er plant, am Sonntag in Ddorf vor Ort zu sein, war aber gestern überrascht, dass das Rennen bereits am Morgen stattfindet. Am Nachmittag sei das besser zu schaffen, so seine Meinung. Wie dem auch sei, die Nahrung in den jeweiligen Haushalten wurde mittlerweile wieder auf Kohlenhydrate umgestellt, die Speicher füllen sich.


Nach Duisburg ist vor Wien und Ddorf

Nach der Duisburger Winterlauf-Serie richten sich die Blicke der Seidenraupen auf die kommenden Aufgaben. Henne und ich laufen beim Wiener Marathon um die Wette, Mitch hat sich mit Axel für den Düsseldorfer Marathon angemeldet. Und selbst „Laufmuffel“ Ali liebäugelt noch mit einem Start in der Landeshauptstadt. Eine Entscheidung darüber soll im Urlaub in Thailand getroffen werden (oder wurde bereits getroffen?).

So oder so sind die Wochen bis zu den Läufen an einer Hand abzuzählen. Das Wiener Jubiläumsspektakel geht am 14. April über die Bühne, in Ddorf ertönt der Startschuss zwei Wochen später. Grund genug also, die Kräfte zu sammeln. Für Henne und Manu steht in diesen Tagen der richtig lange Lauf auf dem Plan, ehe die Tapering-Phase beginnt, Mitch muss noch ein paar Runden drehen.

Die sportlichen Ziele sind mittlerweile definiert: Henne plant die 3.10 an, Manu versucht, so lange wie möglich dran zu bleiben und schielt auf 3.15. Axel und Mitch rechnen mit einem Finish von 3.45. Mit den Zeiten von Samstag wahrlich keine unrealistischen Ziele…