Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für April, 2018

Hermann, du mieser Hund!

Zugegeben, so richtig hatte ich mich nicht auf den Hermanns-Lauf vorbereitet – im Prinzip eigentlich gar nicht. So ist auch nicht erstaunlich, dass ich am Ende ziemlich eingegangen bin und in 2:44:57 h als 921. (871. Mann) über die Ziellinie kroch – rund eine Viertelstunde später als gedacht. Trotzdem: Ein klasse Lauf mit toller Atmosphäre, bestens organisiert.

Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug – kein Wunder, denn bis KM5 flog man tatsächlich fast. Downhill pur, was im Umkehrschluss aber auch bedeutete, dass schon jetzt Oberschenkel und Knie ran mussten. Etwas verwundert schaute ich auf die Uhr, genau 20min waren vergangen, als ich das 5km-Schild passierte – nicht schlecht. Ab da ging es dann aber erst einmal nach oben, der Anstieg zum großen Ehberg war schon recht knackig – die Belohnung gab es dann etwas später auf der Panzerplatte, auf der Alp d‘ Huez-Stimmung herrschte. Die nun folgender Kilometer waren ein Genuss, man konnte sich spielend über den sandigen Waldboden tragen lassen.

Da ich mich auf dem Weg nach Bielefeld zumindest in die Strecke eingelesen hatte, wusste ich, dass es ab KM15 knackig werden würde, denn nun wartete der Tönsberg. Mit 333 Metern Höhe sicherlich auch kein alpiner Berg, aber der Anstieg hatte es schon in sich. Schnell traf ich die Entscheidung, mir hier nicht gänzlich alles zu versauen, und schaltete zwei Gänge herunter. Die Belohnung folgte recht bald, denn nach dem krassen Abstieg empfing die Crowd of Oerlinghausen die Läufer-Schar. Echt toll. Zwischenzeit hier, nach 18km: 1:28:31 h.

Ab hier verlief der Weg im welligen Gelände durch kleine Dörfer und viel Wald – alles bestens zu laufen, wobei in der Nachbetrachtung Trail-Schuhe deutlich besser gewesen wäre als die Straßenschuhe, die ich gewählt hatte. Am Ende folgte ein starkes Finish, das jedem Stadt-Marathon Paroli bieten kann.

Seichte Erkenntnis am Ende eines langen Tages: Bis zum Rennsteig muss noch einiges kommen, nicht nur der 50km-Lauf rund um Burg Linn.

 

 

 

 


Den Hermann vor der Brust

Nach zwei Wochen Pause nach dem Rotterdam-Marathon stand nun eine Woche lockeres Galopp auf dem Programm, um die Woche mit dem Hermanns-Lauf zu beenden. Für Manu wird der 31km-Run am Sonntag ein Gradmesser, auch für die anstehenden 50km beim Crossover-Kulturlauf am 12. Mai.

profil hermannslauf

Das Profil des Hermannslauf hat es in sich. Viele ebene Passagen gibt es auf den 31 Kilometern nicht. Grafik: www.hermannslauf.de

Der Start befindet sich am Hermannsdenkmal.  Die Läufer werden von Bielefeld mit Bussen hier hin kutschiert und dürfen sich dann auf eine anspruchsvolle Strecke freuen. Slogan des Laufs: „Der gefühlte Marathon“. Die Strecke führt auf den ersten Kilometern bergab und danach durch sehr hügeliges Gelände. Insgesamt sind rund 515 Höhenmeter und 710 Meter im Gefälle zu absolvieren. Nach der Straße zum Truppenübungsplatz ist der Anstieg des großen Ehbergs (ca. KM 7) zu bewältigen. Danach läuft man Richtung Augustdorfer Panzerstraße. Hinter der Stapelager Schlucht beginnt dann bereits bei etwa KM 15 der Anstieg zum Tönsberg. Weiter geht es durch Oerlinghausen und das Schopketal . Es folgen der Wandweg in Lämershagen, die Überquerung der Autobahnbrücke sowie die Treppen von Lämershagen. Hier sind 120 Stufen und ca. 45 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke verläuft von hier bis zum Funkturm „Eiserner Anton“ weiterhin ansteigend. Bis zur Überquerung der Osningstraße geht es wieder bergab. Nach dem letzten steilen Anstieg verläuft die Strecke in leichten Wellen Richtung Habichtshöhe, vorbei an Brand´s Busch und dem „Tränenhügel“ zur Promenade. Dort befindet sich kurz vor der Sparrenburg das Ziel. Die insgesamt 31,1 km lange Laufstrecke verläuft abwechselnd über Waldboden, Sandwege, Beton sowie Asphalt und Kopfsteinpflaster. „Das ganze klingt nach Rennsteig light. Ich bin gespannt“, so Manu.

Mit von der Partie ist übrigens Sebastian Fabel. Mal sehen, wie sich die beiden im Ziel dann fühlen 😉

Strecke: https://www.outdooractive.com/de/trailrunning/teutoburger-wald/hermannslauf–salomon-trailrunning-cup-/1379682/#dm=1&fu=1

 


Moritz wird Zehnter in Vorst

Endlich standen die Apfelbäume in der Vorster Huverheide in voller Blüte, Zeit also für den Apfelblüten-Lauf. Einziger Starter der Seidenraupen war Moritz, der beim Halbmarathon startete und am Ende Zehnter wurde.

Apfelblütenlauf 2018

Moritz (rechts, hier mit seinen Kollegen von Bayer) beim Apfelblüten-Halbmarathon 2018. Foto: Jule Nicolaus

Schon um 10 Uhr starteten die Halbmarathonis über die drei 7km-Runden. Ein weiser Entschluss, den je länger der Tag wurde, desto wärmer wurde es – und Schatten gibt es auf den Apfelplantagen nicht ganz so viel. Moritz hatte sich recht bald in ein Grüppchen gerannt, mit dem er einen Großteil der 21km absolvierte. „Die letzte Runde war schon recht hart. Seit Wochen keinen längeren Lauf mehr…“, stöhnte er. Dennoch: Mit der Zeit von 1:36:45 (7. in der Hauptklasse) wurde er Gesamt-Zehnter. Respekt, vor allem, weil es mit dem Rad hin- und wieder zurückging.


MTB-Fahrer erobern den Inrather Berg

Seit Jahren toben sich Mountain-Bike-Fahrer auf dem Inrather Berg aus. Das ist an sich kein Problem, denn Schwierigkeiten hatten wir als Läufer noch nie damit. So richtig legal war und ist das Unterfangen der Biker jedoch nicht. Jetzt kommt aber Bewegung in die Sache. Der Verein Home Trail hat sich gegründet und möchte das Gelände von der Stadt pachten.

Inrather Berg

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.

Die Vertreter des Vereins haben bei der Stadt Krefeld die entsprechende Anfrage gestellt, hier wird nun beraten. Der Trend ist positiv, in rund einem halben Jahr wird mit einem Ergebnis gerechnet.

Keinen Einfluss hat das Unterfangen auf die sonstige Nutzung des Inrather Berges. Alle Bürger dürfen ihn auch nach einem positiven Entscheid nutzen, auch der Seidenraupen-Cross wird nicht tangiert, wie uns Home Trail zusicherte.

Hier geht es zu einem Bericht im WDR über die Sache: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-legale-strecke-fuer-mountainbiker-100.html


Letzte Infos zum Apfelblütenlauf in Vorst

Unsere Freunde vom Apfelblütenlauf fiebern dem Sonntag entgegen. Dann nämlich steht die beliebte Veranstaltung in Vorst mit 1500 Läufern auf dem Programm.

Wir haben für euch die letzten relevanten Infos in alphabetischer Reihenfolge kurz zusammengefasst.

Logo Apfelblütenlauf

Anfahrt ÖPNV
In der Zeit von 9 bis 16 Uhr fahren kostenlose Shuttlebusse (Tönisvorster Bürgerbusse und zwei Busse vom Bürgerbus Willich) zwischen Wilhelmplatz in St. Tönis (u.a. Haltestelle 041 aus Krefeld) und der Gerkeswiese in Vorst und bringen Sportler und Besucher zum Apfelblütenlauf. Fahrzeit ca. zehn Minuten. Die Fahrten sind kostenfrei, die ehrenamtlichen Fahrer freuen sich aber über jede freiwillige Spende für ihren Service…

Nachmeldungen
Es wird vor Ort keine Möglichkeit für Nachmeldungen geben.

Parken 
Als Parkplatz dient das Gelände der „Gerkeswiese“ am Ortseingang von Vorst (Kreisverkehr Hauptstraße/ Gerkeswiese). Von dort aus sind es ca. 5 Minuten zu Fuß bis zu den Umkleiden in der Rudi-Demers-Halle sowie zu action medeor. Der Parkplatz bei „Abbelen“ steht in diesem Jahr nicht zur Verfügung.

Pasta
Wer sich bei der Registrierung für die Pasta-Party angemeldet hat, holt seine Startunterlagen bitte am Samstag von 16 bis 19 Uhr bzw. direkt vor der Party ab. In dem Umschlag ist an der Startnummer der Gutschein zum Get-together inkl. Nudelgericht und inkl. Getränke (alkoholfrei) enthalten, die Veranstaltung findet im Foyer von action medeor statt.

Startunterlagen / Welcome Bags / Shirts
Das Meldebüro im Gebäude von action medeor öffnet am Sonntag bereits um 9 Uhr für die Ausgabe der Startunterlagen. Wie im vergangenen Jahr werden diese in der Tiefgarage des Gebäudes ausgegeben – der Weg ist ausgeschildert. Auch am Freitag und Samstag von 16 bis 19 Uhr können Startnummern und Welcome Bags dort abgeholt werden.
Die Welcome Bags werden gegen Vorlage der Startnummer ausgegeben.
Auf den Startnummern ist auch vermerkt, ob und welches Laufshirt bestellt wurde. Die Ausgabe der Shirts erfolgt nur und ausschließlich gegen die Gutscheine. Wer noch kein Laufshirt bestellt hat, kann dies am Stand unter dem großen Glas-Vordach am Sonntag noch nachholen.

Strecke
Beim 5 km Lauf wird die Runde durch die Apfelplantagen der Huverheide einmal gelaufen, beim 10 km Lauf zweimal mit abweichender Streckenführung. Helfer und Streckenposten am Weg unterstützen die Läufer. Beim Halbmarathon ist die Runde größer, diese wird dreimal gelaufen. Hier wird es an zwei Stellen der Runden jeweils eine Verpflegungsstation mit Wasser und Bananen geben. Die Strecken wurden in diesem Jahr offiziell DLV-vermessen, die Längen sind exakt: 4.975 Meter, 10.000 Meter und 21.0975 Meter. Alle Strecken sind mit Kilometerangaben und Richtungswegweisern ausgeschildert.
Alle Starter für den 5 km Lauf erhalten noch eine separate Information zu den Blockstarts je nach erwarteter Zielzeit.

Urkunden
Unmittelbar nach den Läufen können Urkunden entweder online aufgerufen und zu Hause ausgedruckt werden. Der Urkunden-Druck vor Ort ist neben dem Vordach des Gebäudes von action medeor.

Zeitnahmechip
Mit den Startunterlagen werden auch – falls bei der Online-Registrierung angegeben – die Real-Time Champion Chips zur exakten Zeitnahme ausgehändigt. Die Rückgabe bei geliehenen Chips hat bis 16 Uhr an den Rückgabestationen auf dem Gelände von action medeor zu erfolgen, andernfalls gelten diese als gekauft und können selbstverständlich auch bei weiteren Läufen mit diesem Zeitnahme-System von Mika Timing eingesetzt werden. Der Betrag von 29 Euro wird von Mika Timing dann im Nachgang zur Veranstaltung abgebucht.


Manu bei Crossover: 50 Kilometer für kleine Kids

Nach dem Marathon ist vor Crossover: Für Seidenraupe Manu geht es nach dem Rotterdam-Marathon zunächst in die Regeneration. Doch schon am Samstag, 12. Mai, steht eine weitere Herausforderung an: Der 50-Kilometer-Lauf im Rahmen von „Crossover Burg Linn“. Dafür werden von Manu ab sofort nicht nur Mitläufer, sondern auch Spender gesucht.

Crossover Plakat

„50 Kilometer sind ein Brett, vor allem, wenn sie in zehn Fünf-Kilometer-Runden gelaufen werden. Das geht nicht nur an die Substanz der Beine, sondern ist auch mental nicht einfach. Ich suche in meinem Freundes- und Verwandtenkreis nun nach Personen, die mich jeweils fünf Kilometer begleiten und mich so unterstützen“, so Manu. So wird für ihn jeder 5k-Loop individuell und garantiert nicht langweilig. „Ich suche ausdrücklich nach Läufern, die, warum auch immer, nicht an den anderen Läufen an diesem Tag mitlaufen möchten, sei es, weil es für sie zeitlich nicht passt oder sie Wettkämpfe einfach nicht mögen. Das eine schließt das andere aber nicht aus: Wer will, kann mich begleiten und natürlich trotzdem beim 5, 10 oder 25km-Lauf starten. Mit ein wenig Planung sollte das klappen. Das wäre doppelt schön.“ Der 25km-Lauf beginnt um 15 Uhr, der 5km-Lauf um 16 Uhr und der 10km-Lauf um 18 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier lang.

Rotterdam Messe 1

WTF, 50 Kilometer???

Manu sucht nach Spendern

Doch damit hört die Suche nicht auf: „Zudem habe ich mir vorgenommen, für jede der zehn Runden mindestens einen Spender zu finden, der mindestens 50 Euro spendet. Am Ende möchte ich diesen Betrag dem „Zentrum für frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes zukommen lassen. Gerne ziehe ich alle fünf Kilometer ein Shirt oder ähnliches des Spenders an, um sichtbar zu machen, wer gerade die jeweilige Runde unterstützt. Und gerne kann mich natürlich auch der Spender begleiten.“

Suche hat begonnen

Die Suche nach Läufern und Spendern hat nun begonnen. Interessierte, egal ob als Mitläufer oder Spender, können sich bei Manu unter DonMAKing@web.de melden. Eine Übersicht wird hier aufgezeigt. Zum Tempo: „Ich werde das Ding bestimmt nicht durchbrettern, möchte aber auch nicht gehen. Ich denke, bei jedem Mitläufer werde ich mich anpassen oder vielleicht auch umgekehrt. Mal wird es etwas schneller, mal etwas langsamer. Das wird kein Problem werden.“


Kathi stürmt in Berlin zur Bestzeit – Adam und Manu ächzen in Rotterdam

Das war eine Meisterleistung mit Ansage: Seidenraupe Kathi hat in Berlin ihre Halbmarathon-Bestzeit auf 1:56:38 h geschraubt. Im Vorjahr hatte sie noch das Kunststück vollbracht, genau zwei Stunden zu benötigen. Adam und Manu hatten zeitgleich in Rotterdam die doppelte Strecke zu bewältigen und waren am Ende mit ihren Zeiten (Adam: 3:43:11 h, Manu: 3:09:23 h) ebenfalls zufrieden. Sowohl in Berlin als auch in Rotterdam war es wie erwartet wärmer als noch in den Wochen zuvor. Ungewohnte, aber keinesfalls schlechte Bedingungen also für die Läufer, die sich in den Wintermonaten gestählt hatten.

Das Training hatte sich zumindest bei Kathi gelohnt. Sie wollte in ihrer Heimatstadt endlich unter die Zwei-Stunden-Marke kommen, was ihr endlich gelang. Bei 1:56:38 h blieb die Uhr am Ende stehen, da war der Jubel groß: „Das war alles prima. Die Bedingungen waren optimal, auch wenn es auf den Abschnitten ohne Schatten doch etwas wärmer war. Aber dank meinem persönlichen Hasen Kathleen habe ich es endlich geschafft.“ Auf dem Ku-Damm (bei KM12) sei es ihr etwas schwerer gefallen, da aber griff Kathleen ein. „Sie hat sich nach vorne gesetzt und mich gezogen. Das hat mir Antrieb gegeben. Am Ende wurden wir sogar etwas schneller und ich hatte sogar das Gefühl, nicht am Limit gelaufen zu sein.“ Das beweisen auch die Zwischenzeiten (5km: 27:41, 10km: 27:57, 15km: 27:53, 21: 33:08). Mit ihrer Zeit belegt sie in der W35 Platz 244, bei den Damen 1836 und im Gesamt-Ranking 8972.

Gerne hätte auch Adam sein Rennen nach 21 Kilometern beendet – aber auf dem Programm standen eben 42. Denn bei KM18 gab es einen ungewohnten Einbruch: „Es ging nichts mehr. Meine Beine haben geschmerzt, meine Füße gekribbelt und mein Herz hat verrückt gespielt. Man kann sagen, dass der Himmel sich gegen mich verschworen hat. Ich musste sogar ein zwei Mal gehen. Ab da gab es nur noch ein Ziel: Ankommen.“ Und das gelang: 3:43:11 h (Halbmarathon: 1:38:55 h) stand am Ende auf der Uhr, (Gesamt-Platz 3245/13984, Männer: 2921/10672, M45: 442/1779), wenn auch langsamer als erwartet. Auf den letzten zehn Kilometern biss sich das „Kampfschwein“ mit Kilometer-Zeiten um die sechs Minuten durch. Hut ab!

Mit dergleichen hatte eigentlich Manu gerechnet: Kein Lauftraining in den vergangenen zwei Wochen, die drei Wochen davor auch nur sporadisch. Immer wieder streikte die Wade, und es war nicht klar, ob sie halten würde. „Daher bin ich verhalten an die Sache ran. Auch wenn ich mich gut fühlte, habe ich mich an das Vorhaben gehalten, nicht zu überpacen. Das wäre bei dem Trainingsstand deutlich nach hinten losgegangen.“ Und so hielt er sich an die Drei-Stunden-Pacer, konstante Zeiten von 4:12 bis 4.15 Minuten pro Kilometer waren das Ziel. Das ging länger gut als erwartet. „Bei KM23 meldeten sich meine Beine und zeigten mir, dass ich einen Gang runterschalten sollte. Das habe ich dann auch gemacht. Ich ließ zwei Kilometer später die Pacemaker ziehen und dachte nur noch an das Ziel. Aber ich wollte nicht stehen bleiben, ich hatte mir geschworen, für Lou and the Boys das Ding laufend nach Hause zu bringen. Sie hatte ich die ganze Zeit in meinem Herzen.“ So pendelte er sich zunächst bei 4.20 bis 4.30 ein, zwischen KM 35 und 40 lagen die KM-Zeiten aber sogar einmal kurz über der 5min-Marke, „aber ich wusste, dass der Tank noch nicht ganz leer war.“ Um unter der 3:10h-Marke (Boston-Quali-Zeit) zu bleiben, gab er noch einmal Gas und war bei 3:09:23 h im Ziel (Halbmarathon: 1:29:10 h). Das bedeutet Platz  801/13980, bei den Männern 749/10668 und in der M35 171/1659.

Die Strecke in Rotterdam war übrigens nicht ganz so mau, wie erwartet, wenn auch nicht spektakulär, was vielleicht daran liegt, dass die Stadt auch nicht so schön ist. Zumindest die Zuschauer sorgten an vielen Stellen für die vom Venloop bekannte niederländische Stimmung. Schlecht dagegen der Ziel-Bereich: Kein Bier, keine Massagen und keine Duschen – das geht gar nicht!


Wochend-Vorschau II: Adam und Manu beim Rotterdam-Marathon

Bei Teil zwei unserer Vorschau für das kommende Wochenende blicken wir über die Grenze nach Rotterdam, wo sich Adam und Manu erneut der Herausforderung „Marathon“ stellen. Beide vertrauen dabei voll und ganz auf „Natur-Liebe“ – kein Gag.

Sowohl Adam, als auch Manu schleppen sich in den letzten Monaten bzw. Wochen mehr schlecht als recht durch. Bei einer MRT wurde bei Adam vor einiger Zeit eine eigentlich niederschmetternde Diagnose gestellt: Kreuzbandriss, Knorpelschaden, Meniskusschaden und eine deformierte Kniescheibe – uff. Liest sich eher nach Kategorie „Karrierende inkl. Verfettung auf der Couch“. Dagegen sind Manuel muskuläre Probleme in der linken Wade (Zerrung, Faserriss, o.ä.) eine kleine Schramme, obgleich auch sie ein anständiges Training in den vergangenen vier Wochen unmöglich gemacht haben. Die Produkte MSM und OPC aus dem Hause Nature Love sollen nun die Wunderwaffe sein. „Ich nehme es seit vier Monaten und es ist verblüffend. Es hilft mir, mehr als 100 Kilometer in der Woche zu laufen. Einen Tag vor dem Venlo-Halbmarathon bin ich noch 35 Kilometer mit 15 Kilometern im Marathontempo zum Ende hin gelaufen. Das darf man keinem Chirurgen erzählen“, berichtet Adam. Er hat Manuel nun auch diese Wundermittel empfohlen mit der Hoffnung, dass sich ein gleicher Effekt einstellt. Seit über einer Woche fährt er nur noch Rennrad, um die Wade aus dem Spiel zu nehmen. „Tatsächlich sind die Schmerzen weg. Ob das am Sonntag auch dauerhaft so bleibt, wird sich zeigen“, sagt Manu noch ein wenig zweifelnd. Zwar konnten alle im Plan verankerten langen Läufe absolviert werden, problematisch wurde es aber, wenn dauerhafte Geschwindigkeit mit ins Spiel kam.

MSM, kurz für Methylsulfonylmethan, ist organischer Schwefel, mit dem man seine Ernährung täglich ergänzen kann. Zur Wirkung von MSM gibt es hier Informationen: www.zentrum-der-gesundheit.de/msm-organischer-schwefel-im-sport-ia.html. Im Traubenkernextrakt wiederum steckt OPC und damit ein ungeheures Heilpotential. OPC ist ein antioxidativ wirksamer Pflanzenstoff und gleichzeitig Spezialist für ganz bestimmte Körperbereiche.Alles zu OPC hier: www.zentrum-der-gesundheit.de/opc-pi.html.

Mit diesen Wunderwaffen treten die beiden also am Sonntag beim größten Marathon der Niederlande an. Der Kurs ist extrem schnell, schon mehrfach wurden hier Weltrekorde gelaufen. Adam peilt eine Zeit zwischen 3:15 und 3:25 h an, Manu würde gerne im Bereich der Drei-Stunden-Marke landen, wenn alles glatt läuft. Das würde auch bedeuten, dass es am Sonntag nicht zu verstärktem Pollenflug kommt, der ihm einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte.

marathon_2018

Im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Startbereich geändert: Die Läufer starten am Fuß der Erasmusbrug und laufen dann Richtung Kop van Zuid. Später geht es am De Kuip-Stadion vorbei, ehe es mehrere Kilometer über den Havenspoorpad geht. Zuschauer werden die Läufer hier wohl nicht erwarten können, dafür aber rund jeden Kilometer eine Band. Bei Kilometer 25 geht es zurück über die Erasmusbrug, doch noch sind einige Kilometer zu laufen, und zwar durch den Kralingse Bos – leider wahrscheinlich ebenfalls ohne viele Zuschauer, denn im Stadtwald von Rotterdam dürften sich wohl keine Menschenmassen aufhalten (wenn auch im Plan etwas von Hardloop-Supportern steht, was auch immer das sein mag). Bei KM38 verlassen die Läufer das Grün und stoßen wieder auf Zivilisation, dann wahrscheinlich mit mächtig viel Stimmung im Rücken. Succes!


Willkommen in der Wettkampf-Woche

Da trainiert man Wochen und Monate bei bitterer Kälte, Schnee- und Hagelstürmen und dann wird es plötzlich warm, sehr warm. Eigentlich klar: Willkommen in der Wettkampf-Woche. Drei Seidenraupen sind am kommenden Wochenende auf Kurs und müssen sich dieser klimatischen Herausforderung stellen: Kathi hetzt durch Berlin und peilt beim Halbmarathon eine neue Bestzeit an, Adam und Manu starten in Rotterdam. In unserer Vorschau blicken wir zunächst in die Hauptstadt.

Für Kathi wird es ihr erster Lauf im Trikot der Seidenraupen – dementsprechend motiviert steigt sie auch ins Rennen. In ihrer Heimat soll endlich die Zwei-Stunden-Marke geknackt werden, nachdem die Uhr im Vorjahr genau bei 2:00:00h stehengeblieben war. Auch die Elite gibt sich die Ehre: Vorjahressieger Gilbert Masai, Richard Mengich (Sieger 2016, beide Kenia), Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt), Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg), Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) sind am Start und ebnen den Weg für Kathi.

Kathi Outfit Berlin HM 2018

Kathis Outfit für den Berliner Halbmarathon. Damit kann ja nichts mehr schiefgehen.

Die Strecke ist die gleiche wie in den Vorjahren: Los geht es im Schatten des Alex und bei Kilometer drei passieren die Läufer das Brandenburger Tor. Lange geht es nun gen Westen, wo nach sieben Kilometern der Ernst-Reuter-Platz und nach neun Kilometern das Schloss Charlottenburg erreicht wird. Für zwei Kilometern folgt die Strecke nun nach Süden, ehe sich die Läuferschar über den Kudamm und entlang des Landwehrkanals wieder zurück gen Osten macht. Dabei geht es natürlich am Potsdamer Platz und am Checkpoint Charly vorbei. Kämpfen heißt es dann ab dem Nikolaiviertel, wo es auf der eigentlich sehr flachen Strecke eine kleine kraftraubende Erhöhung zu meistern gilt.

Die Live-Übertragung des Laufs startet am 8. April um 9:25 Uhr und dauert bis 12:30 Uhr. Diverse mobile Kameras auf der Strecke und im Start-/Zielgebiet sorgen für ein Live-Erlebnis des größten deutschen Halbmarathons. René Hiepen und Falk Cierpinski werden kommentieren. Das Rennen wird auf www.berliner-halbmarathon.de und als Facebook Live Stream gezeigt. GO KATHI!!!