Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Beiträge mit Schlagwort “Vorst

Zwei Bestzeiten und eine Sub3: Seidenraupen auf der Überholspur

Ein Sonntag voller Läufe könnte man meinen: Marathons in London, Hamburg, Düsseldorf und Antwerpen, dazu der Apfelblütenlauf in Vorst. Die Seidenraupen waren mit Anne Klaßen, Martin Myrold und Manuel Kölker bei drei der Veranstaltungen vertreten. Die Ergebnisse passten trotz zum Teil widriger Umstände, denn es gab zwei persönliche Bestzeiten.

7bcb3c05-9494-4b14-b430-538423de0969

Anne konnte sich über eine neue PB freuen.

Anne wurde beim 10 KM-Lauf in den Vorster Apfelplantagen Zehnte (WH: 8.; Gesamt: 79.). Ihre 49:10 min sind gleichzeitig persönliche Bestzeit, und das trotz viel Gegenwind. Sie kam zwar etwas langsamer als geplant ins Rennen (nach 1,6 km im 5:11 min/km-Schnitt), konnte sich dann aber auf 4:52 min/km steigern. Applaus!

a8199ca7-cb38-4e85-8c5c-7cb462663879

Auch wenn die Sub3 verpasst wurde, war Martin sichtlich zufrieden.

Martin verpasste beim Düsseldorf-Marathon leider knapp das angestrebte Ziel, unter der Drei-Stunden-Marke zu bleiben und finishte in 3:03:53 h – immerhin aber auch in persönlicher Bestzeit. „Es ist zwar ärgerlich, so nah an der Sub-3 zu sein, ich bin aber trotzdem zufrieden.“ Im Gesamt-Ranking bedeutet das Platz 240 (von 2493 Startern) und 212. bei den Männern (von 1990, MHK: 88. von 466).

Myrold Zeiten 2019

Die Zwischenzeitgrafik von Martin.

„Ich bin den 3h-Pacern gefolgt, die sind ein wenig zu langsam gestartet“, sagte Martin, der die ersten 5km „nur“ in 21:49 min lief. Für eine 2:59:00 h-Zeit sind jedoch 21:13 min nötig. Dann aber war er im Rennen und konnte die verschluderten Sekunden bis zur Halbmarathon-Marke fast alle wieder einsammeln. Die war bei 1:29:36 h erreicht, nur sechs Sekunden unter dem Soll von 1:29:30 h >>> super.

Und es sah auch lange danach aus, dass es mit der Sub3 klappen sollte, denn bei KM 30 stand 2:07:37 h auf dem Tacho, 2:07:15 h sind für 2:59:00 h nötig, also immer noch voll im Soll. „Dann aber wurde es mental schwierig, da ich meine Gruppe verloren habe und viel alleine laufen musste.“ Die Kette war sprichwörtlich ab, die Pace sackte im Split 30-35 KM auf 4:25 min/km, und im 35-40 KM-Split auf 4:50 min/km, dahin der Traum von der Sub3. Schade, aber trotzdem natürlich eine mehr als respektable Zeit.

Den Traum konnte sich Manuel bei miesen Wetter (Wind, Regen, sieben Grad) in Antwerpen erfüllen. Nach 2:58:37 h war er im Ziel (Platz 86 von 2768 Startern, M40: 18., 85. bei den Männern). Mit der Zeit wurde er zweitbester Deutscher. Es ist seine drittbeste Marathon-Zeit jemals, nur in Boston 2015 (2:54:19 h) und in Köln 2016 (2:58:14 h) war er schneller.

img_6586

Durch Wind und Wetter, aber glücklich: Manu in Antwerpen.

Getreu dem Motto „Einfach ballern“ lief er die ersten fünf Kilometer in zackigen 19:44 min (laut Runtastic, es gab leider keine 5km-Zeitmatte) – und das, obwohl auf diesem Abschnitt der rund zwei Kilometer lange Waasland-Tunnel durchlaufen werden musste, der einiges an Gefälle und Steigung mit sich bringt. „Ich merkte, dass es gut lief, wusste natürlich aber nicht, ob und wie lange ich das durchhalten kann, da mein Training ja nicht so optimal gelaufen war. Aber ich bin einfach beherzt weiter“, so Manu. Die Halbmarathon-Marke war nach 1:27:04 h erreicht, also gute zwei Minuten besser als für die 2:59 h-Marke vorgesehen (1:29:30 h) und auch nach 30 Kilomter sah es gut aus: 2:04:15 h, genau drei Minuten über der vorgegeben 2:07:15 h. „Hier und da zwickte es zwar, aber es sah bis zum 34. Kilometer sehr gut aus, auch weil ich zwei, drei Läufer um mich herum hatte, denen ich gut folgen konnte.“

Dann aber wurden die Beine schwerer, starker Regen setzte wieder ein und eine kleine Unlust machte sich breit. „Die wich aber, als ich rechnete, dass ich einen so großen Puffer herausgelaufen hatte, dass mir eigentlich fast nichts mehr passieren konnte. Ich konnte also entspannt weiterlaufen, ohne mich unter Druck setzten zu müssen. Und vor allem wusste ich, dass zwischen KM 40 und 41 mein kleiner Fanblock, bestehend aus Lou, Eva, Xenia und Oli, auf mich warten würde.“

Und so kam es dann auch. Das Quintett feuerte jeden Läufer lautstark an und motivierte noch einmal für die letzten Meter. Damit waren sie die nahezu lauteste Fangruppe während des Marathons, denn (enthusiastische) Zuschauer suchte man auf den 42 Kilometern, mal abgesehen von Start, Ziel und einigen sehr wenigen Hotspots vergebens. Das Haupt-Lauf-Event sind und bleiben in Antwerpen die „Zehn Meilen“, an dem 22.638 Läufer teilnahmen.


Seidenraupen in Vorst, Ddorf und Antwerpen unterwegs

Für drei Seidenraupen heißt es am Sonntag Vollgas: Anne läuft in Vorst die zehn KM-Strecke, Martin ballert in Düsseldorf den Marathon und auch Manu hat in Antwerpen 42 Kilometer vor sich.

Auf den malerischen Wegen durch die Vorster Apfelplantagen geht es für Anne natürlich um eine neue PB. Die Strecke ist flach und dadurch Bestzeiten-prädestiniert. Startschuss für die zehn KM ist um 14 Uhr.

Martin peilt ab 9.30 Uhr beim Düsseldorf-Marathon ein Sub3 an und man kann davon ausgehen, dass das auch gelingen wird. Für Manu geht es bereits eine halbe Stunde vorher auf die Strecke. Angelaufen wird ebenfalls auf die 3h-Marke, ob das aber gelingt, wird sich zeigen, da das Trainings nicht ganz nach Plan gelaufen ist. Kurios: Erst ganz zum Schluss geht es in die City, zuvor werden viele Stadtteile durchlaufen – Venlo lässt grüßen.


Moritz wird Zehnter in Vorst

Endlich standen die Apfelbäume in der Vorster Huverheide in voller Blüte, Zeit also für den Apfelblüten-Lauf. Einziger Starter der Seidenraupen war Moritz, der beim Halbmarathon startete und am Ende Zehnter wurde.

Apfelblütenlauf 2018

Moritz (rechts, hier mit seinen Kollegen von Bayer) beim Apfelblüten-Halbmarathon 2018. Foto: Jule Nicolaus

Schon um 10 Uhr starteten die Halbmarathonis über die drei 7km-Runden. Ein weiser Entschluss, den je länger der Tag wurde, desto wärmer wurde es – und Schatten gibt es auf den Apfelplantagen nicht ganz so viel. Moritz hatte sich recht bald in ein Grüppchen gerannt, mit dem er einen Großteil der 21km absolvierte. „Die letzte Runde war schon recht hart. Seit Wochen keinen längeren Lauf mehr…“, stöhnte er. Dennoch: Mit der Zeit von 1:36:45 (7. in der Hauptklasse) wurde er Gesamt-Zehnter. Respekt, vor allem, weil es mit dem Rad hin- und wieder zurückging.


Es wird eng am 22. April: Apfelblütenlauf lockt Läuferscharen nach Vorst

Am Sonntag, 22. April, schwappt das kleine, sonst sehr beschauliche Dörfchen Vorst wieder über: Dann nämlich startet der Apfelblütenlauf in seine vierte Ausgabe. Auf den Strecken (5, 10 und 21 KM) durch die Huverheide können sich die rund 1500 erwachsenen Läufer austoben, für Kinder gibt es bei den Bambini- und Kinder-Läufen kurze Distanz von wenigen hundert Metern zu bewältigen.

Logo Apfelblütenlauf

Teilnehmer und Zuschauer unterstützen das Medikamenten-Hilfswerk action medeor, wo sich auch Start und Ziel befinden. Wer dabei sein möchte, muss sich beeilen. Wie auch in den Vorjahren ist der Apfelblütenlauf äußerst gefragt: Der Fünf Kilometer-Lauf ist bereits ausgebucht, auch die anderen Läufe sind fast voll. Zur Anmeldung geht es hier lang:  www.apfelbluetenlauf.de/anmeldung. Und ein klein wenig Seidenraupen-Feeling gibt es auch: Die Route für den Halbmarathon haben wir im vorigen Jahr mit den Machern ausgetüftelt.

Was die Macher hier innerhalb weniger Jahre auf die Beine gestellt haben, gleicht schon dem Wahnsinn. Rund um den Lauf gibt es eine Art Volksfest, das auch Zuschauern das Kommen schmackhaft macht. Im Start-/Ziel-Bereich warten wieder super Acts auf alle Besucher und Aktive. Ein Familien- und Kinderprogramm sorgt für Abwechslung auch neben der Strecke. Und wem das noch nicht reicht: Zwischendurch gibt es jede Menge Aktionen, Interviews und Unterhaltung auf der großen Bühne, wo auch action medeor über aktuelle weltweite Hilfsprojekte berichtet. Durch den Tag führt wieder der aus dem WDR bekannte Moderator Dieter Könnes, der sich mit den Bands Daydream und Groove Company einen offenen Schlagabtausch liefert.


Lasset die Plantage erblühen: Auf nach Vorst

Der Apfelblütenlauf lockt am Sonntag nach Vorst. Wer noch starten möchte, muss auf einen freien Platz in einer der Startplatz-Börsen im Internet hoffen. Das Ding ist nämlich ausverkauft, es gibt keine Nachmelde-Möglichkeit. 


Schon fett, was die Macher dort in Vorst innerhalb nur eines Jahres auf die Beine gestellt haben. Schon die erste Auflage war gut gebucht, heuer war das Ding innerhalb weniger Wochen ratzevoll. 1500 Läufer werden am 23.4. auf den verschiedenen Distanzen durch die Huverheide pesen: 5, 10 und erstmals 21km müssen absolviert werden, und die Kleinsten kommen in den Kinderläufen auf ihre Kosten. 

Um 9 Uhr wird das Meldebüro im Start- und Zielbereich bei Aktion Medeor geöffnet, eine Stunde später gehen die Halbmarathonis auf die Strecke. Hier steckt sogar ein klein wenig „Seidenraupe“ drin: Wir sind stolz, dass uns die Organisatoren gebeten haben, bei der Streckenführung zu helfen. 

Ab 10.30 Uhr starten die verschiedenen Kinderläufe, um 13 Uhr die Läufer des 5km-Rennens und um 14 Uhr die Läufer der 10km-Strecke. Weitere Infos auf www.apfelbluetenlauf.de

Wir wünschen gutes Gelingen und grüßen aus Thailand. 


Noch sechs Tage: Vorst und Flyer

Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2015.

Der Flyer für den Seidenraupen-Cross 2015.

Was diese beiden Worte miteinander zu tun haben? Auf den ersten Blick nicht viel, und vor allem nichts mit dem Boston-Marathon in sechs Tagen. Doch spätestens am kommenden Sonntag wird es jeder Starter des Apfelblütenlaufs in Vorst (http://www.apfelbluetenlauf.de/) wissen.

Diese glücklichen Menschen dürfen sich nämlich freuen, als eine der ersten den brandneuen Flyer für unseren Seidenraupen-Cross in den Händen zu halten. Denn dank der guten Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Apfelblütenlaufs kommt in jede Goodie-Bag ein SRC2015-Flyer. Und wir können den Machern lobend auf die Schultern klopfen: 650 Anmeldungen sind schon da, bei gutem Wetter dürften noch einige Nachmelder hinzu kommen, so dass es bestimmt über 700 Teilnehmer bei dieser Premiere werden > Respekt! Die ein oder andere Seidenraupe wird sich ebenfalls ins Starterfeld mischen.

Auch wenn es bis zu unserem Lauf am 18. Oktober noch über ein halbes Jahr hin ist, so können auch wir schon einige Anmeldungen verzeichnen. So quasi nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Und hier und da haben wir auch schon gehört, dass sich Personen, die bislang so rein gar nichts mit dem Laufsport zu tun haben und hatten, unseren Lauf als Ziel genommen haben. Sounds good! Weitermachen…Anmelden kann man sich übrigens hier: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/anmeldung-zum-seidenraupen-cross-2015/