Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Dezember, 2015

Das Jahr 2015 bei den Seidenraupen

Schon wieder ist ein Jahr rum, schon wieder sind auch wir ein Jahr älter. Vielleicht auch grauer, immerhin hier und da aber auch schneller.

Beim Jahresrückblick darf der Seidenraupen-Cross 2015 natürlich nicht fehlen. Erstmal war der Sportplatz des Hülser SV Start und Ziel, eine Entscheidung, die sich gerade aus unserer Perspektive gelohnt hat. Toiletten und Duschen sind in direkter Nachbarschaft, auch die Stromanschlüsse waren direkt um die Ecke. 74 (6,6 km) und 167 (16,6 km) Finisher (2014: 101 bzw. 137) konnten wir am Ende glücklich und zufrieden im Ziel begrüßen, das Feedback war erneut glänzend. Wir arbeiten gerade daran, auch in 2016 den SRC wieder starten zu können.

Schauen wir auch auf „unsere“ Zeiten bzw. auf die Leistungen. Herausragend war mit Sicherheit Steffi Peters, jetzt Khader: „Meine Hochzeit war mein sportlicher Höhepunkt. Hier legte ich auf der Tanzfläche einen Marathon zurück.“ Wir können bezeugen, dass die Khader da zu Hochform auflief.

Auch andere Seidenraupen wagten sich auf die Marathon-Distanz: Adam legte in Düsseldorf mit 3:18h eine neue PB hin, auch seine 3.20h-Marke in Istanbul kann sich sehen lassen. Aki trumpfte ebenfalls über die 42,195 Kilometer auf. Im Geheim-Projekt „Büffel-Jagd“ bereitete er sich fast unbemerkt von der Öffentlichkeit auf den Münster-Marathon vor und legte hier mit 3:50:21h nicht nur eine PB, sondern auch eine bessere Zeit hin als der Büffel Ansgar van de Loo einst in Köln. Hier versuchte sich der Hunter nur einen knappen Monat später erneut, musste aber erkältungsbedingt nach 24km aussteigen. Marcus, dem gleiches Schicksal in Münster ereilte, hofft derweil noch auf den Silvesterlauf im Forstwald. „Ansonsten habe ich in diesem Jahr nichts gerissen.“

Seidenräupchen Eva hatte gleich mehrere Erfolge zu feiern: Sie kam bei der Fact-Challenge auf Platz drei. Zudem konnten sich ihre Platzierungen beim Run4Ideas-Firmenlauf in Ddorf und beim 10km-Lauf in Istanbul als 48. Dame (von 2508 Finisherinnen) sehen lassen. Hier trumpfte auch Ali auf, der mit 1:27:42h über die 15km eine neue PB erreichte.

Ebenfalls in Istanbul am Start: Seidenraupen-Präses Manu, der auf der Marathon-Distanz in 2:58:40h das Ziel, erneut unter 3h zu bleiben, erreichte. Und auch sein zweites Vorhaben, unter die ersten 100 zu kommen, gelang. Er wurde am Ende 41. schnellster Mann (Gesamt 47.). Seine PB hatte er schon im Frühjahr in Boston mit 2.54.19h aufgestellt. Diese Zeit ist auch Vereins-Bestzeit. Zuvor purzelten schon Bestzeiten über 15km (58.46min) und die HM-Distanz (1.22.41h), beides in Duisburg.

 

Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch und viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Und natürlich viele gute Zeiten bei euren Rennen. Keep on running!

 


Frohe Weihnachten! Merry X-Mas! Rabimmel!

Weihnachten SRP 2015

Feiert schön, wir sehen uns beim Silvesterlauf im Forstwald!


Andreasen, Boateng und Ailton. Und Noack!

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Das Samtfüßchen ist dick angeschwollen!

Kuriose Sportverletzungen hat es schon immer gegeben. Leon Andreasen verletzte sich beim Öffnen eines Pakets so schwer, dass er unters Messer musste, Jerome Boateng wurde von einer Stewardess mit einem Getränkewagen getroffen und Ailton rutschte einst in der Badewanne aus.

Meist schüttelt man also lachend den Kopf – bis es einen selber erwischt. Wie nun Seidenraupe Markus Noack. Seinen Spitznamen Samtfüßchen hat er zwar schon länger, weil er matschige und unebene Wege bzw. Straßen meidet. Doch die Verletzung, die er sich nun zuzog, reiht sich mühelos in die obige Liste ein: Beim Tennisspielen trat er auf einen im Spielfeld liegenden Ball und knickte um. „Ich habe versucht, auf dem Ball zu balancieren“, so Sportskanone Noack.

Die sofortige Selbstdiagnose ergab: Vierfacher Bänderriss, Knorpelschaden, Schultereckgelenksprengung und der Klassiker, der Syndesmosebandriss. Wenig später sah es dann schon wieder viel besser aus: „Dienstag steht das nächste Match an, bis dahin bin ich wieder fit“, so die optimistische Schätzung über die Verletzung, die sich nach genauerem Hinsehen nur als Bänderdehnung entpuppte. Glück gehabt! 😉

Mit Noack hütet auch der WeihnachtsManu das Krankenlager. Seit vergangener Woche Freitag spielt die Achillessehne nicht mehr mit, ein dicker schmerzhafter Knubbel verbietet das Laufen, heißt: Ab aufs Rad!

Besser läuft es dagegen bei Aki und Alterspräsident Adam: Beide haben für den Hamburg Marathon gemeldet und streben dort eine Sub-3.15h an. Go for it!

 

 


Yeeees: „Emra und Dabo“ wird gedreht!!!

Emra und Dabo (2)

Fotos: Räuber und Banditen-Film

Es hört sich fast wie ein Jubelschrei an: „Die Finanzierung ist geschlossen. Wir sind absolut unabhängig. Ohne Förderung, ohne Senderbeteiligung. Das bedeutet für uns absolute kreative und wirtschaftliche Freiheit“, sagt Jan Weyl. Der Krefelder in seiner Wahlheimat München bzw. Äthiopien kann bei seinem Film „Emra und Dabo“ endlich durchstarten. Seit Jahren schon beschäftigt er sich mit dem Projekt, das lange Zeit am seidenen Faden hing. Jan konnte bei einer Crowd-Funding-Aktion auch deswegen auf uns Seidenraupen bauen, weil der Film das Thema Laufen aufgreift: Er erhielt von uns einen dicken Geldsack, resultierend aus den Einnahmen des Seidenraupen-Cross 2013. Das insgesamt gesammelte Geld, es wurden 20.000 Euro statt der anvisierten 50.000 Euro, reichte damals aber nicht aus, es blieb bei dem Vorhaben. Doch Jan ließ sich nicht kleinkriegen und trommelte weiter. Bis heute.

 

Emra und Dabo (3)

Und nun hat er das Geld zusammen, der Film über die beiden Freunde Emra und Dabo, die sich als Kinder aus den Augen verlieren und gänzlich andere Lebenswege einschlagen, wird in Äthiopien ab September 2016 gedreht und soll im Dezember 2017 fertig sein.  

Emra und Dabo 4

Für Jan ist der Film eine Herzensangelegenheit, mehr noch: „Die Verwirklichung dieses Kinospielfilms ist mein Lebenstraum. Die Geschichte ist so eng mit meinen Erfahrungen in diesem Land verwurzelt, dass ich damit begonnen habe, meinen Traum zu realisieren.“ Jan kann auf eine internationale Besetzung bauen, unter anderem wirkt die äthiopische Läufer-Legende Haile Gebrselassie, der schon im Trailer zu sehen ist, mit. Ansonsten baut er auf Menschen von vor Ort, Cast-on-Location nennt sich das.

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Jans Engagement kommt nicht von ungefähr: Als 18-Jähriger fuhr er auf Einladung von Karl-Heinz Böhm nach Ganda Abdi in Äthiopien. Noch zu Zeiten seiner Schullaufbahn auf dem Moltke-Gymnasium kümmerte er sich aufopferungsvoll für die Menschen in Afrika. In Ganda Abdi konnte er mit den vielen von ihm gesammelten Geldern im Laufe der Jahre sogar eine Schule bauen. Hier ist auch seine Geschichte vorortet: Emra und Dabo wachsen gemeinsam auf. Dann aber macht sich Emra auf in die Hauptstadt. Sein Ziel: Ein Fotograf zu werden. Dabo bleibt und wird zum Läufer. Er qualifiziert sich Jahre später für die Vorauswahl der Nationalmannschaft und wird in die Hauptstadt berufen. Dort erfährt er, dass Emra, den alle für tot halten, lebt. Eine spannende Suche beginnt. Eine Suche, bei der die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die von der Frage nach wahrer Freundschaft, innerer Stärke und der Bedeutung des eigenen Schicksals bestimmt wird.

 

Weitere Infos gibt es auf www.emra-dabo.com .


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Real Madrid klaut bei den Seidenraupen

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Unfassbar – da hat sich Real Madrid mal eben an den Trainingsanzügen der Seidenraupen bedient. Aber auch verständlich. „Ja, wir haben die Klamotten bei den Seidenraupen gesehen und wollten auch so geil sein“, sagte zum Beispiel Cristiano Ronaldo. Während er auf dem Foto aus dem Flieger übrigens auf das Gesicht „Gangster“ setzte, versuchte Kamerad Benzema seinen missglückten Ausflug zum Frisör mit einem Bilderbuch-Lächeln wettzumachen. Tofte!