Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Seidenraupen Cross 2013

Seidenraupen förderten 2013 Äthiopiens jetzige Oscar-Nominierung

Zwei Tage vor dem Seidenraupen-Cross 2019 haben wir noch eine wahre Erfolgsgeschichte für euch, die auch mit dem SRC zusammenhängt. Denn „Emra und Dabo“, das Film-Projekt, welches wir 2013 mit Geldern aus dem ersten SRC unterstützt haben, ist nun (wenn auch unter einem anderen Namen) in den Kinos erschienen und könnte ein riesiger Erfolg für den Macher hinter dem Film, Jan Weyl, werden.

Geht der Oscar nach Bockum?

Der Bockumer Jan Philipp Weyl steht vor einer großen Ehre: Er könnte am 9. Februar in Hollywood bei der Oscar-Verleihung die begehrte Trophäe in der Kategorie Interanational Feature Film gewinnen. Weyl hat am 14. September seinen Äthiopisch-deutschen Film „Running Against The Wind“ in die Kinos gebracht. Der Film wurden von Äthiopien für die 92. Academy Awards eingereicht. Die Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen ist am 13. Januar. Ende Dezember siebt die Akademie zehn international produzierte Filmen aus, aus denen schließlich fünf nominiert werden.

Weyl, aufgewachsen auf der Kaiserstraße und Molkte-Abiturient, hat über zehn Jahre an dem Film, der als „Liebesbrief an Äthiopien“ bezeichnet wird, gearbeitet und ist für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich. Dass es wahrlich Liebe ist, die Weyl mit dem afrikanischen Land verbindet, zeigt seine Vita: Schon zu Schulzeiten engagierte er sich für die Stiftung „Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe“, von der er als 18-Jähriger 2005 nach Äthiopien eingeladen wurde. In Ganda Abdi („Dorf der Hoffnung“) konnte er mit den vielen von ihm gesammelten Geldern im Laufe der Jahre eine Schule bauen. Weyl war gefesselt von dem Land – und blieb. Mal länger, mal kürzer, lernte die Sprache Amharisch und Land und Leute kennen – und schließlich reifte die Idee von einem Spielfilm. Der heute 32-Jährige schrieb ein Drehbuch, sammelte über Crowd-Funding Gelder (und lief deswegen auch den SRC 2013 mit), castete rund 4000 Menschen und drehte die ersten Szenen, um zwischendurch sich auch anderen Projekten zu widmen, unter anderem mit Max Herre und Clueso.

Jan Weyl (53) beim SRC 2013.

Nach der endgültigen Finanzierung, zahlreichen Weiter-Entwicklungen und dem Entschluss, nahezu 40 bereits fertiggestellte Minuten komplett neu zu drehen, ist jetzt Weyls Mammut-Projekt fertig, allein die Einreichung kommt einem Ritterschlag gleich. Denn es ist das erste Mal, dass dies mit Unterstützung des äthiopischen Ministeriums für Kultur und Tourismus geschieht, bisherige Einreichungen waren rein privater Natur. Gänsehaut!

Das verspricht auch der Film, der einst den Titel der beiden Hauptdarsteller „Emra und Dabo“ trug, die nun aber Solomon und Abdi heißen. Die Ursprungs-Geschichte ist gleichgeblieben: Die beiden Jungen wachsen gemeinsam auf, ehe sich ihre Wege trennen. Der eine geht in die Hauptstadt Addis Abeda mit dem Berufswunsch, Fotograf zu werden. Der andere wiederum wird zum Läufer. Tatsächlich schafft er zehn Jahre später den Sprung ins Profi-Läufer-Team von Haile Gebrselassie (der sich übrigens selber spielt). Auch für ihn geht es damit nach Addis, wo er sich auf die Suche nach seinem einstigen Freund macht. Eine Suche, bei der die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die von der Frage nach wahrer Freundschaft, innerer Stärke und der Bedeutung des eigenen Schicksals bestimmt wird. „Die Leute lieben den Film. Ich habe in den vergangenen Jahren viel auf mich genommen, um ihn zu drehen, und es ist eine unglaubliche Ehre für mich, ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geschickt zu werden. Mein größter Traum wäre es, mich für das Vertrauen Äthiopiens in meine Arbeit als Filmemacher mit einem Oscar bedanken zu können“, sagt Weyl.

Ob und wann der Film in Deutschland zu sehen sein wird, steht noch nicht fest.


(Dieser Artikel erschien in bockum life, Ausgabe September 2019)


Yeeees: „Emra und Dabo“ wird gedreht!!!

Emra und Dabo (2)

Fotos: Räuber und Banditen-Film

Es hört sich fast wie ein Jubelschrei an: „Die Finanzierung ist geschlossen. Wir sind absolut unabhängig. Ohne Förderung, ohne Senderbeteiligung. Das bedeutet für uns absolute kreative und wirtschaftliche Freiheit“, sagt Jan Weyl. Der Krefelder in seiner Wahlheimat München bzw. Äthiopien kann bei seinem Film „Emra und Dabo“ endlich durchstarten. Seit Jahren schon beschäftigt er sich mit dem Projekt, das lange Zeit am seidenen Faden hing. Jan konnte bei einer Crowd-Funding-Aktion auch deswegen auf uns Seidenraupen bauen, weil der Film das Thema Laufen aufgreift: Er erhielt von uns einen dicken Geldsack, resultierend aus den Einnahmen des Seidenraupen-Cross 2013. Das insgesamt gesammelte Geld, es wurden 20.000 Euro statt der anvisierten 50.000 Euro, reichte damals aber nicht aus, es blieb bei dem Vorhaben. Doch Jan ließ sich nicht kleinkriegen und trommelte weiter. Bis heute.

 

Emra und Dabo (3)

Und nun hat er das Geld zusammen, der Film über die beiden Freunde Emra und Dabo, die sich als Kinder aus den Augen verlieren und gänzlich andere Lebenswege einschlagen, wird in Äthiopien ab September 2016 gedreht und soll im Dezember 2017 fertig sein.  

Emra und Dabo 4

Für Jan ist der Film eine Herzensangelegenheit, mehr noch: „Die Verwirklichung dieses Kinospielfilms ist mein Lebenstraum. Die Geschichte ist so eng mit meinen Erfahrungen in diesem Land verwurzelt, dass ich damit begonnen habe, meinen Traum zu realisieren.“ Jan kann auf eine internationale Besetzung bauen, unter anderem wirkt die äthiopische Läufer-Legende Haile Gebrselassie, der schon im Trailer zu sehen ist, mit. Ansonsten baut er auf Menschen von vor Ort, Cast-on-Location nennt sich das.

Film Still 8

Jans Engagement kommt nicht von ungefähr: Als 18-Jähriger fuhr er auf Einladung von Karl-Heinz Böhm nach Ganda Abdi in Äthiopien. Noch zu Zeiten seiner Schullaufbahn auf dem Moltke-Gymnasium kümmerte er sich aufopferungsvoll für die Menschen in Afrika. In Ganda Abdi konnte er mit den vielen von ihm gesammelten Geldern im Laufe der Jahre sogar eine Schule bauen. Hier ist auch seine Geschichte vorortet: Emra und Dabo wachsen gemeinsam auf. Dann aber macht sich Emra auf in die Hauptstadt. Sein Ziel: Ein Fotograf zu werden. Dabo bleibt und wird zum Läufer. Er qualifiziert sich Jahre später für die Vorauswahl der Nationalmannschaft und wird in die Hauptstadt berufen. Dort erfährt er, dass Emra, den alle für tot halten, lebt. Eine spannende Suche beginnt. Eine Suche, bei der die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die von der Frage nach wahrer Freundschaft, innerer Stärke und der Bedeutung des eigenen Schicksals bestimmt wird.

 

Weitere Infos gibt es auf www.emra-dabo.com .


Blick-Blick: Zurück und nach vorne

Liebe Freunde der Seidenraupen, wir hoffen, ihr hattet alle einen guten Rutsch ins neue Jahr und konntet den Übergang genießen. Für 2014 wünschen wir euch, dass all das eintritt, was ihr euch erhofft, erträumt oder einfach nur vornehmt. Vor allem: Bleibt gesund!

Wir haben die vergangenen Tage genutzt, noch einmal den Blick zurück zu wagen. 2013 war für uns Seidenraupen ein überaus erfolgreiches Jahr. Als gemeinsames Highlight dürfte die Ausrichtung des eigenen Crosslaufs im Oktober durchs Hülser Bruch durchgehen. Was als Idee begann, haben wir dann gemeinsam durchgezogen und, das haben die vielen positiven Rückmeldungen gezeigt, eine saubere Sache draus gemacht. Innerlich klopfen wir uns natürlich auf die Schultern 😉

Aber auch sportlich war 2013 für die meisten von uns ein überaus erfolgreiches Jahr. Bestzeiten über Bestzeiten purzelten, und so war es nicht ungewöhnlich, dass sich der ein oder andere verwundert die Augen rieb und sich fragte, wie das sein kann?! Keine Angst, wir nehmen keine unerlaubten Mittelchen und halten uns auch sonst an alle Regeln, das Geheimnis unseres Erfolgs suchen wir selber auch ein wenig ratlos. Vielleicht liegt es an den vielen gemeinsamen Trainingseinheiten, die noch immer ohne festen Rahmen locker und spontan geplant werden.

Wagen wir einen Blick auf die Zeiten: Lisa kam beim Brückenlauf in Düsseldorf nach zehn Kilometern bei 55:14 ins Ziel, den Duisburger Halbmarathon schaffte sie in 2:07 – Respekt. Absolutes Highlight für Seidenräupchen Eva war die Teilnahme am 40. Berlin Marathon. Sie bewies nicht nur bei der Anmeldeprozedur Steherqualitäten, sondern auch beim Lauf selber. Nach vier Stunden und fünf Minuten war das Ziel kurz hinter dem Brandenburger Tor erreicht, das bedeutet eine Verbesserung der eigenen Bestzeit um sieben Minuten.
Aber auch die männlichen Seidenraupen wagten sich das ein oder andere Mal über die Marathon-Distanz. Ali konnte seine PB beim Köln-Marathon zwar nicht ausbauen und kam nach 4.56:07h ins Ziel, aber wie sich die türkische Rakete über die letzten Kilometer kämpfte, war sehenswert. Daumen hoch für diesen Kampf gegen den eigenen Körper. Seine Zeit beim Halbmarathon um den Fühlinger See (2:00h) zeigt, dass durchaus mehr drin gewesen wäre.
Der Köln-Marathon war für viele Seidenraupen der große Höhepunkt in 2013. Mitch verbesserte seine PB, die er erst im Frühjahr in Ddorf aufgestellt hatte um vier Minuten auf 3:26:14. Seine Zeiten vorher (im September 10KM in Mönchengladbach 39:56min und beim HM Fühlinger See 1:31:38h) ließen allerdings auch darauf schließen. Auch Adam gelang es, seine PB zu verbessern, er lief nach 3:36:43h durch das Ziel am Kölner Dom. Henne begleitete seine Arbeitskollegen durch Köln und kam nach 3:38:56 ins Ziel, seine PB hatte er im Frühjahr bereits in Wien auf 3:03:55h geschraubt. Ansgar van de Loo lief in Köln seinen ersten Marathon und finishte in 3:52:37h, ebenso wie Aki, der nach 4:00:10h ins Ziel kam.
Ein wahres Seuchenjahr hat Axel hinter sich. Zwar kam er beim HM in Benrath auf 1:40h und auch der Marathon in Ddorf in 3:37h kann sich mehr als sehen lassen, danach zwangen den Oldie unter uns aber Achillessehnenbeschwerden zu mehr Ruhe als gewollt. Aus diesem Grund ist der Jamaika-Halbmarathon (2:00h) als Start in eine hoffentlich wieder bessere Phase zu sehen.
Auf ganz neues Terrain wagte sich Moritz, der zum wahren Triathlon-Experten avancierte. Hier kam er auf zahlreiche gute Zeiten, die in 2014 weiter ausgebaut werden sollen.
Auch ich plane den ein oder anderen Triathlon-Start, denn der für mich erstmalige Start beim Bayer-Triathlon über die olympische Distanz hat richtig Spaß gemacht, auch wenn die Zeit von 2:36 sicherlich noch ein wenig ausbaufähig ist. Zufrieden kann ich aber auch mit meinen weiteren Ergebnisse sein. In Wien erreichte ich mit 3:10:06h eine neue Marathon-Bestzeit, auch die Zeiten auf den anderen Distanzen wurden immer weiter nach vorne geschraubt, 5k: 18:29min (Charity-Run), 10k: 38:47min (Kempener Altstadtlauf), 15k: 59:33min (Duisburger Winterlauf), HM: 1:24:09 (Fühlinger See). Erfreulich, dass auch einige Podestplätze hinzu kamen, den Charity Run über 5k konnte ich ebenso gewinnen wie den B-Lauf in Kempen. Beim Schwafheimer HM war es immerhin der zweite Platz. Die härtesten Rennen für mich waren in 2013 wohl die des 4Trails, die ich leider wegen einer Verletzung von Henne alleine absolvieren musste, der Zeeland-Marathon und der Remscheider Röntgenlauf über 63k. Erstaunlich locker ging es dagegen beim Ddorf-Marathon zu, bei dem ich Mitch auf die 3:30 brachte – erstaunlich deswegen, weil ich ja jahrelang an dieser Marke gescheitert war.

Und nun 2014 – was wird da kommen? Für die Fischelner Altherrenkicker unter uns steht mit der Deutschen Meisterschaft das Highlight für die erste Jahreshälfte schon fest. Aki plant wohl fernab davon trotzdem den Start in Ddorf, um unter die 4h zu kommen. Ich starte im März beim Barcelona-Marathon. Eva möchte sich dagegen auf einigen kürzeren Distanzen verbessern, darunter auch über die Halbmarathon-Distanz. Dieses Unterfangen plant sie beim Venloop, bei dem neben den üblichen Verdächtigen auch Sandra und Steffi laufen werden. Ein erster Anfang wurde beim gestrigen Silvesterlauf im Forstwald gemacht. Sandra lief die 8100 matschigen Meter in 59:33min (Platz 309), Steffi in 56:25 (291.). Bei den Männern gings etwas flotter zur Sache. Ich wurde in neuer Forstwald-PB (31:17min) 27., Mitch wurde 35. in 32:10min, Moritz 51. in 33:54min und Aki 77. in 35:25min.

Und dann gibt’s natürlich den 2. Seidenraupen-Cross am Sonntag, 19. Oktober. Bis dahin hoffen wir aber, euch bei dem ein oder anderen Lauf zu sehen. Bis dahin…


Lange Runde durch das Hülser Bruch

Ein uns nicht ganz unbekannter Schreiber veröffentlicht aktuell via Presseamt eine Serie über Laufstrecken in Krefeld. Gerne übernehmen wir diese, um euch vielleicht auf den ein oder anderen unbekannten Pfad unserer schönen Stadt zu lenken. Im dritten Teil geht es durch das Hülser Bruch und dabei auf großen Teilen der Strecke des Seidenraupen-Cross entlang.

Der Flöthbach wird mehrmals überquert. Er umfließt den Kapuzinerberg.

Der Flöthbach wird mehrmals überquert. Er umfließt den Kapuzinerberg.

Das Hülser Bruch ist das El Dorado der Krefelder Läufer, die nicht so sehr auf den „normalen“ Lauf stehen. Denn mit seinen drei „Bergen“, dem Hülser Berg, dem Kapuzinerberg und dem Inrather Berg bietet er Trailläufern fernab von Mittelgebirgen und hochalpinen Gegenden zumindest eine kleine Möglichkeit, in die Höhe zu schweifen. Alle drei Berge bieten übrigens trotz ihrer geringen Höhe an einigen Stellen knackige Anstiege, die einen schnell aus der Puste bringen. Das Hülser Bruch ist übrigens häufig Schauplatz von Läufen: Der Krefelder Gesundheitslauf führt auf einer flachen Fünf-Kilometer-Route bis an den Hülser Berg und zurück zum Start am Sportplatz Hölschen Dyk. Eine ähnliche Route wird auch bei „Vera Beckers läuft“ gelaufen, bei der der Krefelder Schulstadtmeister gesucht wird. Der erstmalig ausgetragene Seidenraupen-Cross begeisterte die Crossläufer, die über alle drei Berge liefen.

Zwischen dem Kapuzinerberg und dem Inrather Berg, am Parkplatz Flünnertzdyk, Ecke Langen Dyk, startet die heutige Route. Wer übrigens ein GPS-fähiges Handy besitzt, sollte dies zur Sicherheit mitführen. Zwar sind die Wege im Bruch fast alle parallel zueinander angelegt worden – und damit recht leicht zu orten – doch wer sich hier nicht auskennt, kann schnell die Übersicht verlieren. Los geht’s, und zwar zunächst die steile Rampe auf den „linken“ Berg, den Kapuzinerberg. Der Weg hinauf auf die ehemalige Hausmülldeponie ist bis auf den Anfang und das Ende recht einfach zu laufen. Oben angekommen bietet sich am Gipfelkreuz, 77 Meter über dem Meeresspiegel, ein toller Blick über Krefeld. Doch verschnaufen wollen wir hier noch nicht. Wer möchte, kann eine steile Passage einbauen, ansonsten geht es den gleichen Weg wieder hinunter. Wir halten uns auf dem letzten Stück aber links, um über den Flöthbach und am Anglersee vorbei Krefelds höchsten Berg zu erklimmen. Kurz nach dem See geht es auf den Inrather Berg. Er ist eine ehemalige Bauschuttdeponie, auch Kriegstrümmer lagern hier und luken hin und wieder durch das dichte Geäst hindurch. Bis auf 87 Meter führt der Weg, der den Berg gleich zweimal umrundet – nicht steil, aber stetig. Eine Panorama-Aussicht gibt es von oben nicht, da auf dem Gipfel Bäume wachsen. Auch hier gibt es nur den einen Weg hinunter. Unten geht es nach links weiter, über den Sprudeldyk (benannt nach einer ehemaligen Mineralquelle) und dann nach links und direkt wieder rechts in den Johansenweg. Dieser windet sich durchs Bruch, was sicherlich attraktiver ist, als einen der vielen langen Geradeaus-Wege zu laufen. Nach rund 1,5 Kilometern schlängelt er sich über den Plankerdyk, dann geht es rechts herum, Richtung Norden über den Sankertgraben bis zum Steeger Dyk.

Der Sankertgraben stellt den Hauptvorfluter für das östliche Hülser Bruch dar – für den westlichen Teil ist der Flöthbach zuständig. Benannt nach dem „Sankert“, einem Feuchtgebiet südlich des Flünnertzdyks, wurde der Graben angelegt, um das Hülser Bruch trocken zu legen. Die „Meliorationsgräben“ entwässern vielfach in den Sankertgraben. Diese Gräben, sie erinnern vom Aussehen ein wenig an Spargelanbau, begegnen einem während des Laufs fortwährend. Ihren Namen haben sie aus dem Lateinischen „Meliorare“, das bedeutet verbessern. Durch die Anlage von Gräben und Wällen wurde im 19. Jahrhundert das Bruch nutzbar gemacht, aus dem Sumpf wurde ein Wald. Auf den im regelmäßigen Abstand aufgeworfenen Wällen konnten Bäume wurzeln, während in den angelegten Gräben dazwischen das anstehende Wasser abgeführt wurde. Noch vor rund 150 Jahren waren Bruch und Hülser Berg weitgehend waldfrei. Heide bestimmte das Bild.

Nachdem der Steeger Dyk überquert ist, geht es kurz nach rechts und dann nach links in den Junkersdyk. Er hat seinen Namen vom Seidenhändler Johannes Junkers, der den Krefelder Wanderklub gründete. Nach einer Linkskurve geht es dann rechts zum Hülser Berg. Er ist die höchste natürliche Erhebung in Krefeld (immerhin 63 Meter hoch) und durch die Saale-Eiszeit vor 150 000 Jahren entstanden. Das aufgeschichtete Geröll, welches die Gletscher von Skandinavien kommend vor und unter sich her- und mitschoben, blieb nach dem Abtauen zurück. Der Weg zum Berg ist nach dem ehemaligen Konrektor der Hülser Schule, Heinrich Mertens, benannt. Unsere Route führt nach rechts und an der zweiten Kreuzung nach links. Vorbei am Gedenkstein für Mertens erreichen wir die Eremitenquelle und Reste einer Wallanlage. Sie ist die einzige bekannte Befestigung aus vorrömischer Eisenzeit (500-300 vor Christus) am linken Niederrhein. Das Befestigungswerk besteht aus einem Wall und zwei Gräben, die heute noch bis zu zwei Meter hoch und 1,5 Meter tief sind. An der Eremitenquelle fand der Legende nach einst ein Einsiedler Rast. Weitere Bodenvertiefungen, die uns auf dem holprigen Weg begegnen, sind Tonkuhlen, ehemalige Abbaustellen der Lehmstecher. Über den Weg geht es nun, mal auf, mal ab, bis zum Johannesturm – wer mag, kann die 29 Meter oder 163 Stufen erklimmen, um einen traumhaften Blick über den Niederrhein zu erhaschen. Wieder unten geht es Richtung Bergschenke. Vor dem Spielplatz aber nach links und dann über einen breiten Weg steil nach unten auf den Talring. Vielen ist er im Winter als perfekte Schlittenabfahrt bekannt.

Der Lauf führt nun entlang des Talrings bis zur vierten Abbiegemöglichkeit nach rechts, dem Reitweg folgend Richtung Hubertushof, und dann in den kleinen Weg auf der rechten Seite. Dieser schlängelt sich durch dichten Wald auf den Rohrammerdyk. Diesen laufen wir bis zum Steeger Dyk, dem wir in Richtung Hüls folgen, aber schon nach wenigen Metern queren, um in das Melmsträßchen einzubiegen. Nach 500 Metern bietet sich auf der rechten Seite noch einmal die Möglichkeit, ein Stück des Helmut-Mertens-Wegs zu laufen. An seinem Ende biegen wir nach links und laufen nun den einzigen asphaltierten Teil unserer großen Runde, den Langen Dyk. Jetzt ist es nur noch ein knapper Kilometer – fertig!

http://www.krefeld.de/C1257455004E4FBF/html/527137D366A567C3C1257C22004FDDE8?Opendocument

Und auch die WZ druckte den Bericht: http://www.wz-newsline.de/lokales/krefeld/stadtleben/huelser-bruch-auf-zum-seidenraupen-cross-1.1528456

Weitere Laufstrecken findest du hier.


Anmeldung für den Seidenraupen-Cross 2014 freigeschaltet – Morgen für Taifunopfer laufen

Liebe Freunde, Läufer und Fans (!),

freudig möchten wir euch mitteilen, dass das Anmeldeportal für den Seidenraupen-Cross 2014 ab sofort freigeschaltet ist. Ganz ungeduldige können sich also hier schon für den Lauf am Sonntag, 19. Oktober 2014, anmelden.
Sofern wir hier nicht davon berichten, ändert sich erst einmal nichts. Aufgrund einiger Beschwerden überlegen wir lediglich den Fahrer des Führungsfahrrads auszutauschen. Er schien mit der Gesamtsituation überfordert 😉 Nein, Spaß beiseite – es bleibt wohl alles beim Alten. Sollte es Änderungen geben, werden wir hier sie hier bekanntgeben.

Morgen für Taifun-Opfer laufen
Auf der Website „Aktion Deutschland Hilft“ hat Stefan Kohler eine schöne Aktion ins Leben gerufen. Mit dem gesammelten Geld werden die Flutopfer in Asien unterstützt.

Steffens Idee:
Der Taifun Yolanda war der 21. Cyclone auf den Philippinen in diesem Jahr. Die Idee ist, das wir alle gemeinsam am 21.11.2013 für die philippinischen Opfer des fürchterlichen Taifuns Yolanda laufen.
Jeder läuft dabei so viele Kilometer wo und wie er will, egal zu welcher Zeit, Hauptsache es erfolgt am 21.11.2013. Gespendet werden soll pro erlaufenem Kilometer mindestens 1 €, gerne auch mehr.
Alle erlaufenen Kilometer, genau wie die Spendengelder, werden erfasst und zu einer Gesamtsumme addiert.
Alle Teilnehmer erhalten etwa 14 Tage nach diesem Lauf eine Erinnerungsurkunde als PDF per Mail mit ihrem Namen, ihren gelaufenen Kilometern, den Gesamtkilometern und der Gesamtspendensumme.
Die Registrierung der Teilnehmer sowie der erlaufenen Kilometer und gespendeten Beträge erfolgt dann NACH dem Lauf an diese Mailadresse:
philippinen@laufend-etwas-bewegen.de
Um folgende Angaben wird gebeten: Vollständiger Name, gültige Mailadresse, gespendete Summe sowie die jeweils erlaufenen Kilometer.

Die Spenden bitte direkt nach der Aktion an aktion-deutschland-hilft.de überweisen!

Nach der Sammelüberweisung erhalten alle Teilnehmer (Spender) ihre Erinnerungsurkunde per Mail zum ausdrucken zugesendet.
„Ich hoffe das so viele Läufer wie nur irgend möglich durch ihren persönlichen und unseren gemeinsamen „Spendenlauf“ helfen können das Leid und Elend etwas einzudämmen. Lasst uns zeigen das wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen können und lasst uns durch diesen Lauf ein gemeinsames starkes Zeichen der Solidarität, des Mitgefühls und vor allem der Hilfsbereitschaft an die philippinische Bevölkerung senden. Über eine sehr rege Teilnehmerzahl würde ich mir sehr freuen“, sagt Steffen.

Hier gibt es auch noch einmal den Link zu seiner Idee: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/aktiv-helfen/interaktiv-helfen/starte-deine-spendenaktion/?hptitle=run-for-the-philippines

Wir finden, dass dies eine klasse Aktion ist. Wer möchte, kann sich einigen von uns morgen früh um 6.30 Uhr am Kreisverkehr Hüttenallee/Jentgesallee anschließen. Wir laufen von dort über die Deußstraße und den Hermann-Kresse-Weg bis zum Buscher Holzweg, über jenen und die Alte Kemmerhofstraße und Gatzenstraße, dann Wallerspfad, zurück auf die Hüttenallee. Die Runde ist knapp neun Kilometer lang. Denkt bitte an reflektierende Kleidung und ggf. Kopflampen.

Wer möchte, kann natürlich auch so seine KM abspulen und dann seine persönliche Spende überweisen.


Vormerken: Seidenraupen-Cross 2014 am 19. Oktober

Flyer Ankünde 2015_bearbeitet-1

Jetzt vormerken: Der Seidenraupen-Cross 2014 findet am Sonntag, 19. Oktober, statt. Viele Läufer haben uns ja schon direkt nach der Veranstaltung gefragt, wann der 14er-Termin wäre, jetzt heißt es also, Kalender zücken und den Tag rot umkreisen. Wir informieren euch, sobald das Anmeldeportal geöffnet ist.

Schönen Feiertag. Schuhe an, raus, laufen!


Seidenraupen-Cross in der Presseschau

Rheinische Post 22.10.2013

Rheinische Post 22.10.2013

Westdeutsche Zeitung 22.10.2013

Westdeutsche Zeitung 22.10.2013

Sowohl Rheinische Post, als auch Westdeutsche Zeitung haben heute in ihren Ausgaben über den Seidenraupen-Cross berichtet. Danke für die gute Zusammenarbeit.
Besonders der WZ-Artikel ist erwähnenswert. Der Autor, Sebastian Paschold, hatte sich spontan entschieden, den Lauf aktiv zu begleiten. Etwas abgekämpft, aber doch frohen Mutes kam er später ins Ziel. Respekt, wenn man bedenkt, dass er nach eigener Aussage vor Jahren das letzte Mal die Schuhe schnürte.

Auch auf der Website des SC Bayer Uerdingen wurde über den Lauf berichtet, hier der Link: http://www.sport-id.de/multiclient/vz/39302/article/view/articleID/17653


Seidenraupen-Cross: Fast ausschließlich positives Feedback

Und los gehts. Eines der neuen Fotos, die es hier gibt: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross2013/fotos-2013-teil2/

Und los gehts. Eines der neuen Fotos, die es hier gibt: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross2013/fotos-2013-teil2/

Auch wenn wir uns selber nicht zu sehr beweihräuchern wollen, aber das Feedback von euch Läufern zu unserem gestrigen Seidenraupen-Cross ist überwältigend. Die diesjährige Premiere war für uns eine große Unbekannte: Klappt alles? Finden alle den Weg? Ist die Strecke okay oder zu lang oder zu kurz oder zu leicht oder zu schwierig? Schmeckt der Kuchen? Wer backt überhaupt den Kuchen? Und wie bekommen wir den Kaffee zum Start? Apropos Start: Wer hat denn so einen Startbogen? Und wer misst wie die Zeit? Kommen wir mit einer Excel-Liste aus oder benötigen wir ein tolles, aber kostspieliges Programm? Reichen zwei Sanis? Oder brauchen wir doch einen Rettungswagen? Was, wenn jemand mitten auf einem Berg umknickt? Verstehen die Streckenposten, was wir von ihnen wollen? Und all die anderen ehrenamtlichen Helfer? Was ist denn eigentlich mit Strom? Und Umkleiden? Und Duschen? Duscht überhaupt wer? Nur Männer? Oder auch die Frauen, die ja irgendwie eine Abneigung gegen öffentliche Sammel-Duschen haben? Und was, verdammt, wenn es regnet?

Die Liste könnte unendlich weitergeführt werden, denn so ein Lauf kann, das haben wir gemerkt, nicht mal so eben kurz nebenbei organisiert werden. Die Ansprüche, die wir durch professionelle Laufveranstaltungen (Marathons, Firmenläufe, etc.) alle selber kennen (und insgeheim ja auch alle an uns stellen), sind schon immens. Doch wir scheinen vieles richtig gemacht zu haben, wie uns die vielen positiven Reaktionen gestern vor Ort, Einsendungen via E-Mail oder auf unserer Seite bzw. bei Facebook zeigen.

Hier ein kleiner Ausschnitt:
„Hallo liebe Seidenraupen, das war eine gelungene Premiere, auch Euch vielen Dank für das gelungene Event. Der Lauf über die anspruchvolle und abwechslungsreiche Strecke hat viel Spass gemacht. Lediglich eine deutlichere Laufrichtungbeschilderung an manchen Stellen ( z.B. auf dem Rückweg am Vobis vor dem letzten km) wäre schön. Ansonsten: Alles prima. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder dabei!“ Theo S.

„Erstmal ein großes Lob für eure Veranstaltung!!! (…) Anregung: Als wichtigstes finde ich, dass der Zieleinlauf „emotionaler“ ausfällt. Das Ziel sollte vielleicht nicht so weit vom übrigen Geschehen sein.
Man läuft einsam ein, keiner sagt was. Die Beschilderung etwas besser machen, habe gehört, dass sich gerade am Inrather Berg einige vertan haben. Aber sonst, alles super, macht weiter mit der Veranstaltung!“ Achim S.

„Richtig tolle Veranstaltung! Super Strecke,klasse Stimmung,gute Organisation!!!“ Mareike V.

„Grrrrrossartig wars ! Gerne 2014 wieder.“ Wojtek H.

„Das war eine tolle Premiere! Wetter gut, Strecke schön und abwechslungsreich, tolle Verpflegung! Ich hab nix zu motzen und wäre in 2014 wieder am Start ;-)“ Tobias S.

„Tolle Veranstaltung und gelungenes Debüt, hoffentlich 2014 wieder!!“ Jens W.

“ Tolles Event, nächstes Jahr bin ich wieder dabei 🙂 Als kleine Anmerkung vielleicht, der Wendepunkt am Berg (vielleicht mit einer Tonne oder ähnlichem makieren, ich wollte schon weiter geradeaus laufen ) und der „Rückweg“ sollte deutlicher gemacht werden, die läufer auf 4 und 5 wollten da auch gerade weiter laufen…..ansonsten alles top….sehr anspruchsvoll, aber genau richtig :))“ Torsten S.

„Hat richtig Laune gemacht der Lauf. Schöne Strecke. Klasse Premiere. Gerne wieder in 2014.“ Stefan E.

„Tolle Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden muß. Originell war der Startschuß, das solltet ihr beibehalten. Der letzte Kilometer war recht lang nach meinem Gefühl. Ansonsten ein großes Kompliment an das Orga-Team.“ Klaus W.

„Hallo zusammen…bis auf die echt steieln Anstiege hat der LAuf einfach nur Spaß gemacht 🙂 ! War super organisiert…mit den Pfeilen, Schildern und Streckenposten! Danke auch für die schnelle Siegerehrung…Gibt es Urkunden zum downloaden???“ Eva R.

„Super Geländelauf echt toll freu mich schon auf nächstes Jahr.“ Ingo

„Superschöne Veranstaltung, sehr abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke, perfekte Organisation und Streckenmarkierung. Dieser Trail Run hat einfach super Spaß gemacht, bitte Fortsetzung im nächsten Jahr!“ Sven E.

„Hey Leute, das war heute mein erster Crosslauf überhaupt und das erste mal das ich 15 km gelaufen bin. Die “Berge” hatten es schon in sich. Ich bin eigentlich Radsportler und laufe nur in der Wintermonaten gelegentlich. Ich kann nur sagen tolle Veranstaltung habt Ihr da auf die Beine gestellt.
Ich bin nächstes Jahr sicher wieder dabei!“ Klaus S.

„Ganz tolle, Laufstrecke habt ihr da angeboten. Lockere, sympathische Moderation, gute Verpflegung, super Stimmung, origineller Siegerpodest , aller bestes Wetter; was will man noch mehr! Wünsche euch für nächstes Jahr nur (viel) mehr Teilnehmer. Ich bin gerne wieder dabei. Frohes Herbstlauf rascheln – keep on running.“ Juliane B.

„Ihr könnt auf diese Veranstaltung sehr stolz sein. Aus der sportlich-innovativen Idee ist eine sportlich anspruchsvolle und auch für´s Auge tolle Veranstaltung geworden. Vielen Dank für dieses Event, ich hoffe 2014 auf eine Wiederholung. Theo S.

Danke, danke – wir geben uns Mühe, was die Beschilderung angeht. Leider haben wir erst zum Ende hin festgestellt, dass der „Schilderaufhänger“ das letzte Kilometerschild nicht korrekt aufgehängt hatte. Kommt nicht wieder vor, versprochen… 😉

Und: Es gibt neue Fotos!


Seidenraupen-Cross 2013: Ergebnisse und erste Eindrücke

Magnus Gödiker (Bunert Running Team, Mitte) siegte vor Matthias Epping (Bayer Uerdingen, rechts) und Arthur Hoffmann (Bootcamp Krefeld).

Magnus Gödiker (Bunert Running Team, Mitte) siegte vor Matthias Epping (Bayer Uerdingen, rechts) und Arthur Hoffmann (Bootcamp Krefeld).

Jennifer Marxen (VT Kempen, Mitte) freut sich über ihren Sieg. Auf Platz zwei kam Mareike Vieten (rechts), Dritte wurde Eva Radtke (VT Kempen, links).

Jennifer Marxen (VT Kempen, Mitte) freut sich über ihren Sieg. Auf Platz zwei kam Mareike Vieten (rechts), Dritte wurde Eva Radtke (VT Kempen, links).

Jennifer Marxen und Magnus Gödiker siegen beim Seidenraupen-Cross
Magnus Gödiker (Bunert Running Team) hat beim Seidenraupen-Cross im Hülser Bruch alle Läufer hinter sich gelassen und in einer bestechenden Zeit gewonnen. Er blieb mit 59:37 Minuten als einziger unter der Stunden-Marke. Auf Platz zwei lief Matthias Epping (Bayer Uerdingen) in 1:01:51 Stunden, Dritter wurde Arthur Hoffmann (Bootcamp Krefeld) in 1:04:04. Bei den Frauen konnte sich Jennifer Marxen (1:12:05; VT Kempen) über ihren Sieg freuen. Mareike Vieten (1:14:21) und Eva Radtke (1:15:19, VT Kempen) folgten auf den Rängen zwei und drei.

Heute gibts erst einmal die Ergebnisse (jetzt auch als Download) und einen ganzen Schwung Bilder. Morgend dann mehr (und die Ergebnisse dann hoffentlich etwas schöner als jetzt > sorry)…

Ein kurzer Hinweis: Eine Läuferin hat ihr heißgeliebtes rotes Rennsteigarmband verloren – vielleicht hat es ja jemand gefunden. Wir würden den Kontakt herstellen…


Es ist angerichtet: Seidenraupen-Cross kann starten

Seidenraupen Cross 2013 FlyerDie Wettervorhersage verspricht beste Laufbedingungen, schon jetzt freuen sich Hase und Igel auf die Läufer des Seidenraupen-Cross, der am Sonntag, 20. Oktober, um 11 Uhr startet.

Start und Ziel ist an der Ecke Hölschendyk/Langen Dyk, ein Parkplatz befindet sich 200 Meter vom Start/Ziel-Bereich entfernt auf dem Hölschendyk. Bitte diesen auch benutzen.

Hier noch ein kurzes Briefing für die Läufer, weiter unten folgt eins für die Zuschauer.
Da sich der Lauf 15 Kilometer über mystische Pfade und den Hülser Berg, den Kapuzinerberg und den Inrather Berg windet, haben die Teilnehmer 15 Kilometer voller Spaß und Action vor sich, es geht durch die pure Natur, rauf und runter. Der Start/Ziel-Bereich am Hölschendyk/Langen Dyk ist noch asphaltiert, doch schon nach der ersten Kurve in den Rohrammerdyk, benannt nach einer Vogelart, wird der Untergrund – dem aktuellen Wetter geschuldet – matschig. Mächtige und stoisch-ruhige Rinder aus den schottischen Highland grasen hier (und büxen auch schon einmal aus), von links werden die Läufer argwöhnisch von Pferden beäugt werden. Über eine rechts-links-rechts-Kombination geht es dann an den Fuß des Hülser Bergs, Krefelds höchste natürliche Erhebung. Die Läufer erklimmen hier die von den Krefeldern im Winter geschätze Schlittenpiste und biegen wenig später rechts ab. Der Weg schlängelt sich nun unter dichtem Blätterdach bis zum Wildgehege und geht noch einmal steil nach oben. Ein wenig Konzentration, denn hier und da haben sich mächtige Wurzeln aus dem Erdreich gehoben. Achtet auf die Markierungen, die euch den Weg weisen, ehe es die Treppen herab zur Erimitenquelle führt. Die Quelle, benannt nach dem hier im 19. Jahrhundert lebenden Einsiedler, schüttet ihr Wasser aufgrund stauender Tonschichten am Berghang. Von einer Kostprobe raten wir ab. Übrigens: Wer hier den Blick schweifen lässt (auch davon raten wir ab, da hier viele Wurzeln und Steine aus dem Boden ragen), kann Reste einer Wallanlage entdecken. Die in der Eisenzeit (ca. 800 vor Christus) angelegte Anlage diente den Bewohnern der Umgebung als Fluchtburg.
Direkt unterhalb der Quelle steht der Heinrich-Mertens-Gedenkstein. Der Stein erinnert an Heinrich Mertens, Volksschullehrer aus Hüls und Förderer des Jugendwanderns, er wollte auch die schulentlassene Jugend für die Liebe zur Natur begeistern. Er war 1928 Mitbegründer des Vereins Linker Niederrhein (heute Verein Niederrhein). Über den gleichnamigen Weg gehts nun quer durch das Hülser Bruch, zum Teil auch über den Junkersdyk, benannt nach Johannes Junkers, dem Gründer des Krefelder Wanderbundes. Achtung: Es geht im Verlauf über den Steeger Dyk. Zwar sichern Posten die Straße, auf der während des Laufs Tempo 30 gilt, aber achtet bittet selber zusätzlich auf den Verkehr. Und auch im Verlauf des Heinrich-Mertens-Weg bitten wir ein wenig auf offene Augen. Denn hier und da werden Pferdewege gekreuzt. Auch hier stehen Posten, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.


Am Ende des Heinrich-Mertens-Weg geht es ein kurzes Stück über Asphalt, ehe die Läufer rechts abbiegen und kurze Zeit danach über den Flöthbach laufen. Der „Fluß“ fällt im Sommer zum größten Teil trocken, gut möglich, dass hier durch die jüngsten Regenfälle aber schon wieder ein kleines Rinnsaal enstanden ist (wer mehr wissen will: http://www.heimat-krefeld.de/website/dieheimat/2009/DH80/241-245.pdf). Der Blick schweift dann über Felder, und dann geht es über die wohl steilste Stiege hoch zum Kapuzinerberg. Der ehemalige Müllberg mit seinen 77 Meter ist erst seit 2004 begehbar. Nach dem steilen Anstieg folgt noch ein weiterer, langgezogener bis um das Gipfelkreuz herum und kurze Zeit später über eine Downhill-Passage auf die Mittelstation. Dank ausgetüftelter Wegeführung geht es auch hier noch einmal rauf, runter, rauf und runter, ehe ihr die Getränkestation erreicht.
Die ist auch bitter nötig. Immerhin habt ihr hier schon über zehn Kilometer in den Beinen und müsst noch den Inrather Berg hoch. Und zwar über zwei Serpentinen, die es in sich haben. Ob ihr hier innen oder außen lauft, müsst ihr selbst wissen – achtet aber bitte auf den Boden, da es auch hier recht steinig ist. Dem steilen Anstieg folgt ein kurzer Donwhill, ehe es nun gemächlich, aber stetig steigend, auf den Gipfel des Schuttbergs geht. Hier, auf unglaublichen 87 Metern Höhe, müsst ihr ein wenig auf den Gegenverkehr aufpassen, denn Läufer werden euch hier entgegenkommen. Achtet darauf, dass die Bergabläufer wahrscheinlich ein wenig schneller sind – sie haben also „Vorfahrt“.
Wieder unten angekommen, führt euch der Langen Dyk nun zurück zum Ziel, erst über Asphalt, später dann auf einem befestigten, aber nicht asphaltierten Weg. Nach der Querung über den Steeger Dyk (Achtung Autos) wird es noch einmal wuschig auf dem Bachstelzendyk. Haltet euch hier am besten auf der linken Spur. Und dann sind es nur noch wenige Meter bis zum Ziel!

Auch für Zuschauer eignet sich übrigens ein Besuch des Rennens, an Start- und Zielbereich gibt es leckeren Kuchen und Würstchen. Und die Läufer freuen sich sicherlich über den Support.
Weil sich die Läufer ja zum Teil auf schmalen Wegen bewegen, hier die Hotspots für Zuschauer: Start/Ziel, Höschendyk/Rohrammerdyk, Talring/Boomdyk, Junkersdyk, Langen Dyk/Heinrich-Mertens-Dyk, Langen Dyk „zwischen den Bergen“, Kapuzinerberg „Gipfel“, Inrather Berg „Fuß“, Langen Dyk/Vobis.

Übrigens: Wer spontan mitlaufen möchte, hat dazu noch die Gelegenheit – und zwar per Nachmeldung am Sonntag selber. Von 9.30 bis 10.30 Uhr werden noch Meldungen angenommen. Die Startgebühr beträgt dann 13 Euro.