Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für September, 2018

Martins-Crosslauf nicht mehr bei Marathon: Preussen übernimmt

Unter dem Motto „Gutes muss bleiben!“ übernimmt der Preussen Krefeld Leichtathletik e.V. den Krefelder Martinscross. Damit wird eine Tradition in Krefeld bewahrt, die über viele Jahrzehnte auf der Edelstahl- Kampfbahn vom Crefelder Sportverein Marathon 1910 e.V. gegründet und aufrecht erhalten wurde. Dort hatte im November 2017 die 46. Auflage stattgefunden.

Die Krefelder Preussen laden am 11. November alle Laufbegeisterten ein, die ca. 1000 m lange Laufrunde in und um die Hubert-Houben Anlage zu ihrem persönlichen Martins-Cross Erlebnis zu machen. Die Seidenraupen kennen das Geläuf bestens, Manuel Kölker gewann den Preussen-Cross im Frühjahr 2017.

Die Starts erfolgen zwischen 11 und 13:45 Uhr auf der Hubert Houben- Anlage am Appellweg 3.

Gestartet wird um 11:00 Uhr mit den Bambinis über 500m, gefolgt von den 1000 m Läufen der U8 und U10, bevor die U12 und U14 über 2000 m starten.

Für die Läufer der U16 Klasse steht die 3000 m Distanz auf dem Programm, das um 13:15 Uhr mit allen übrigen Altersklassen die 3000 m vorsieht, bevor sich die an der 5000 m Distanz Interessierten  gegen 13:45 Uhr auf den Weg machen dürfen.

Die Startgebühr für Bambini beträgt 4 €, von U8 bis U14; 5 €, für alle anderen Klassen 6 €.

Anmeldungen erfolgen über die Mailadresse des Vereins unter preussenla@web.de

Die Ausschreibung und der Zeitplan finden sich auf der Homepage des Vereins unter www.spass-am-sport.de


2000 Euro an den Kinderschutzbund übergeben

Zehn Runden á fünf Kilometer – das ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern fordert auch ein Höchstmaß an Motivation. „Daher habe ich mir gesagt, dass meine Teilnahme am 1. Krefelder Kulturlauf über 50 Kilometer auch einen Sinn haben sollte“, erzählt Manuel Kölker. Der Vorsitzende der Seidenraupen suchte nach diesem Sinn und fand ihn in einer Spendenaktion zugunsten der Frühen Hilfen des Kinderschutzbundes. „Ich wollte für jede Runde einen Spender finden, der 50 Euro in die Kasse steckt“, schildert Kölker sein Vorhaben am 12. Mai.

22 Personen/Unternehmen spenden je 50 Euro

Ein paar E-Mails und Handy-Kurznachrichten später waren es sogar 22 Freunde, die sich von der Idee begeistert zeigten und gerne den Spendensack füllten. Einige fühlten sich sogar so angesprochen, dass sie ihn auf der Strecke rund um die Linner Burg teilweise begleiteten. Die eigentlich lange Distanz wurde so zu einem Kinderspiel, „vor allem aber auch, weil ich wusste, dass ich etwas damit erreiche“, so Kölker.

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Birgit August, Manuel Kölker, Antje Siegert, Björn Beudgen und Ulrich Bohnen (von rechts )

Doch damit nicht genug: Björn Beudgen, der die erste Runde mitlief und einer der 22 Spender ist, stellte den Kontakt zur Stiftung „It’s for kids“ her. Kölkers Idee kam dort gut an, schnell sagte die Stiftung zu, den Betrag auf 2000 Euro aufzustocken. Beudgen, der gerade die stiftungsnahe „Gemeinschaft der sozial engagierter Unternehmen (GSU) Crefeld“ etabliert, dazu: „Wir setzen uns für misshandelte und missbrauchte, vernachlässigte und benachteiligte Kinder mit Nachdruck, Leidenschaft und kreativen Ideen ein. Wir wollen, dass Kindern in unserer Gesellschaft wieder mehr Achtung, mehr Aufmerksamkeit, mehr Schutz zuteilwird. Dabei unterstützen wir sowohl Projekte mit präventivem als auch mit nachsorgendem Ansatz. Die Idee von Manuel mit dem Ziel, den Kinderschutzbund zu unterstützen, hat uns schnell überzeugt.“

Stiftung ist Deutschlandweit tätig

Die Stiftung „It’s for kids“ ist Deutschlandweit tätig und kann auf bekannte Mitstreiter bauen, darunter zahlreiche aktive und ehemalige Fußball-Profis und viele Promis aus Funk und Fernsehen. Mit Projekten wie Zahngold- und Haar-Spenden generiert „It’s for kids“ Millionenbeträge, die sie an verschiedene Kinderschutz-Institutionen weitergibt. Gerade wird eine neue Kooperation mit der Telekom und verschiedenen Sportvereinen aufgebaut, bei der alte Handys gesammelt werden. Die aus den Altgeräten gewonnenen Rohstoffe können wieder verwertet werden, wofür „It’s for kids“ ebenfalls hohe Geldsummen erhält. In der GSU-Crefeld will Beudgen sich nun Unternehmer versammeln, die durch wenig Arbeit, aber mit vielen Kontakten weitere Projekte auf die Beine stellen. Mitstreiter werden gesucht, Infos unter info@gsu-netzwerk.de.

Kinderschutzbund freut sich

Begeistert zeigte sich natürlich auch der Kinderschutzbund. „Unsere Arbeit ist auf Spenden angewiesen, ohne sie wäre sie nicht leistbar. Wir danken Manuel Kölker und It’s for kids für die Spende für die frühen Hilfen. Hier können wir die Kleinsten und ihre Eltern unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird. Auch die Willkommens-Taschen sind ein Bestandteil der frühen Hilfen“, sagt Birgit August, Vorsitzende des Kinderschutzbundes.


Finanzielle Förderung für Markierung der SRC-Strecke

Das nennen wir mal eine tolle Nachricht: Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat uns mit einem Heimatscheck über 2000 Euro bedacht. Hintergrund der Förderung: Beide Strecken des Seidenraupen-Cross sollen mit einer dauerhaften Beschilderung auch fernab des jährlichen Events erlebbar gemacht werden.

„Wir sind sehr glücklich, diese Förderung erhalten zu haben. Aktuell tüfteln wir an einem einfachen Schild, das dann Läufern, aber auch Wanderern und Bikern, im Hülser Bruch den Weg über die SRC-Strecken zeigen soll. Vorbilder sind die bekannten Schilder von Rheinsteig, Eifelsteig u.ä. Wir hoffen, dass die Schilder schon zum diesjährigen SRC fertig sind und vorher aufgehängt werden können“, so Manuel Kölker.

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Ein Wegweiser des Eifelsteigs. Foto: Meulenwald – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6672232

„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Unter diesem Motto fördert das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Initiativen und Projekte, die Menschen miteinander verbinden. Mit dem Heimatscheck wollen wir Ihr Engagement unterstützen, Menschen für die lokalen und regionalen Besonderheiten in unserer gemeinsamen Heimat zu begeistern. Sie tragen dazu bei, die gelebte Vielfalt in unserem Bundesland sichtbarer zu machen. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich“, schreiben Ministerin Ina Scharrenbach und Staatssekretär Jan Heinisch. Da sagen wir doch: SUPER SACHE!!! DANKE SCHÖN!!!

 


Dank SRC2017: Seidenraupen helfen jungen geflüchteten Frauen

Logo SSBIm vergangenen Jahr haben wir aus den Einnahmen des Seidenraupen-Cross dem Stadtsportbund 1500 Euro übergeben, damit dieser ein Sportprojekt für junge Flüchtlinge initiiert. Genau dieses Projekt ist nun angelaufen. „Der Stadtsportbund Krefeld und die Sportjugend Krefeld bieten erstmals ein Halbjahres-Projekt für junge geflüchtete Frauen im Alter von 15 bis 21 Jahre an, die Spaß an Sport und Bewegung haben und gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Auch wegen eurer Unterstützung kann dieses Projekt für die Teilnehmerinnen kostenfrei angeboten werden“, sagt Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes.

Sattler

Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Krefeld

Die Teilnehmerinnen lernen verschiedene Sportarten kennen, die zur Vermittlung und Erwerb von Sprache und sozialer Kompetenzen dienen, wie Verlässlichkeit und Vertrauen, Ausdauer und Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Regelakzeptanz, Teambildung und Teamwork, Kooperation und Kommunikation. Wöchentlich finden zwei bis vier Lerneinheiten statt. Gestartet wird mit fünf bis sechs Einheiten zum Thema Teambildung. Parallel dazu werden die Teilnehmerinnen eine Gruppenhelfer-Ausbildung absolvieren und die Fortbildung „Fit für die Vielfalt“ besuchen, in der schwerpunktmäßig das Kennenlernen verschiedener Lebensmodelle, interkulturelles Lernen und der Umgang mit Konflikten behandelt wird.

Bekanntlich steht dann am Sonntag, 21. Oktober, der Seidenraupen-Cross auf dem Plan. „Und wir würden uns natürlich freuen, die jungen Damen an der Startlinie zu sehen. Sie sind zumindest eingeladen, bei einem der Läufe mitzumachen“, sagt Manuel Kölker.

Das trifft sich gut, denn eine gewisse Fitness ist bei den nach den Herbstferien folgenden Einheiten notwendig. Zunächst geht es mit sechs Einheiten Tanzen weiter. Im Anschluss daran werden die Teilnehmerinnen durch Karate mit den Themen Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein vertraut gemacht, wieder in sechs Einheiten. Das Projekt wird  voraussichtlich bis Ende Februar laufen.

Übrigens: Auch der Spendenzweck für den SRC2018 steht bereits fest: Wir unterstützen diesmal die Aktion „Kita-Kinder Wasserfit“ (hier ein Bericht zur Auflage in 2017).


Kölker schleppt sich über die Kö

Es war ein hartes Stück Arbeit: Manu hat beim Kö-Lauf den Halbmarathon in 1:30:27 den 61. Platz (von 630 Männern; M35: 13.) erreicht. Es gewann Richard White in 1:15:37 h.

Kö-Lauf 2018

Manu hat beim Kö-Lauf in Düsseldorf Platz 61 (von 630 Männern) erreicht- Zufrieden war er damit jedoch nicht.

Beim Start des dritten HM im Rahmen des 31. Kö-Laufs herrschten perfekte Bedingungen: Kaum Wind, angenehme Temperaturen – und so ging es auch flott los. Die ersten KM lagen deutlich unter 4min, dann aber begann es hart zu werden. „Ich merkte schon das fehlende Tempo-Training. Zudem machte mir einen Blutblase am Zeh zu schaffen – das hat mich enorm behindert“, so Manu, der in der Folge auf dem kurvenreichen Kurs immer mehr abreißen musste.

SWD-HM-2018-HM

Die Läufer müssen diese Route zweimal laufen. Es folgt dann noch eine Runde um die Kö.

„Irgendwann hatte ich mich auf Zeiten zwischen 4.15 und 4.30 eingependelt. Aufgrund der häufig wechselnden Untergründe – mal Asphalt, dann Kopfsteinpflaster, Geh- und Parkwege oder Sand – war es aber schwierig, ein Tempo durchzulaufen. Die vielen Kurven machte es ebenfalls nicht einfacher.  Insgesamt also ein knackiger, sehr abwechslungsreicher und daher attraktiver Halbmarathon, der nur mehr Zuschauer verdient hätte.“