Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Oktober, 2019

Erste Fotos online, Ergebnisse in der Mache, Umfrage gestartet!

Die ersten Fotos sind online, ihr findet sie im Archiv unter https://seidenraupen.org/seidenraupencross/archiv-ergebnisse-urkunden-fotos-und-presse/2019-2/ .

Dort gibt es auch einen Link zu den Ergebnissen und den Urkunden. Letztere haben wir gerade ausgebessert, und den kleinen Fehler korrigiert.

Für die Ergebnisse gilt folgendes: Wir hatten leider einige Probleme mit der Zeitnahme, wofür wir uns offiziell entschuldigen. Es war wahrscheinlich einfach zu nass für die Maschine, die einige Läufer nicht erkannt hat. Auch unser Drucker, die Musikanlage und ein iPhone haben etwas abbekommen und haben den Dienst quittiert. Hoffen wir mal, dass sich die Teile noch reparieren lassen. Fehlt ein Ergebnis, meldet euch bitte über https://my4.raceresult.com/112388/contact?lang=de und nennt uns eure Zeit. Dazu geben wir euch bis Samstag, 12. Oktober, 12 Uhr, die Möglichkeit. Fortlaufend werden wir die Reklamationen bearbeiten und schließlich die offiziellen Ergebnisse verkünden und ein Fazit ziehen.

Und dann wollen wir natürlich auch wissen, wie es euch gefallen hat. Dazu arbeiten wir erstmals mit Laufcheck zusammen. Deutschlandweit werden mit diesem Umfrage-Tool Daten zu Läufen erhoben und verglichen. Dank der Macher konnten wir an den allgemeinen Teil noch einige Fragen anhängen, die SRC-spezifisch sind und uns am Herzen lagen. SUPER!!! Wir bitten euch um eine kurze Teilnahme, die übrigens vollkommen anonym abläuft, uns aber hilft, uns im kommenden Jahr zu verbessern. Hier geht es zur Umfrage.


Nass: Zwei Streckenrekorde und zwei Premieren

Der 7. Seidenraupen-Cross ist Geschichte: Trotz sintflutartiger Regenfälle war der siebte Streich ein besonderer: Gleich zu Beginn gab es mit zwei Kinderrennen zwei Premieren, denn noch nie schickten die Seidenraupen auch den Nachwuchs ins Rennen. Wenig später folgten auf der 6,6 KM langen Runde zwei Streckenrekorde. Das schlechte Wetter sorgte aber auch für zahlreiche technische Tiefschläge.

Den Anfang machten die Jüngsten im Bambini-Rennen. Sie mussten auf einem abgesteckten, verwinkelten Kurs über Gras, Sand und Aschebahn rund 700 Meter zurücklegen. Am Ende siegten Clara Walter (Kempener LC, 3:48 min) und Lennon Zegers (Astrid-Lindgren-Schule, 3:36 min). Die etwas älteren Kinder hatten dann direkt zwei der Runden vor sich. Larissa Wiegratz (6:21 min) und Ole Kruth (Bayer 05 Uerdingen, 6:05 min) durften sich als Gewinner feiern lassen.

Überraschend für viele stand Christoph Lohse dann beim 6,6 KM-Rennen im Startblock, war er doch sonst stets über 16 KM unterwegs, wo er bereits dreimal gewinnen konnte und auch den Streckenrekord hält. 23:12 min später war er nicht nur Sieger des kürzeren SRC, sondern auch hier neuer Rekord-Halter. Bei den Damen gab es ebenfalls einen neuen Streckenrekord. Nina Windhausen, mit ihrem Hund gestartet, war mit 24:36 min so schnell wie noch nie zuvor eine Frau. Sie ließ auch Esther Jacobitz, zuletzt dreimal erfolgreich, hinter sich.

Christoph Verhalen (1:00:26 h) und Anna-Lina Dahlbeck (1:09:18) siegten schließlich auf der 16 KM-Strecke. Hier konnte sich auch der TuS Oedt freuen. Sein Team holte zum dritten Mal in Folge die Teamwertung (1:15:53 h).

Bitter war der Nachmittag vor allem für die Abteilung-Zeitnahme: Das miese Wetter sorgte dafür, dass die Zeitmaschine streikte und nur rund zwei Drittel der Läufer erfasste. Ebenfalls wegen der Witterung gab der gerade erst neu beschaffte Drucker den Geist auf, während Regenwasser die Anlage des DJ zerstörte und ein iPhone flutete.

Aus diesem Grund bitten wir die Ergebnislisten zu studieren. Fehlt euer Ergebnis, meldet euch bitte über https://my4.raceresult.com/112388/contact?lang=de und nennt uns eure Zeit. Dazu geben wir euch Zeit bis Samstag, 12. Oktober, 12 Uhr. Im Anschluss werden wir die Reklamationen bearbeiten und schließlich die offiziellen Ergebnisse verkünden.


Seidenraupen förderten 2013 Äthiopiens jetzige Oscar-Nominierung

Zwei Tage vor dem Seidenraupen-Cross 2019 haben wir noch eine wahre Erfolgsgeschichte für euch, die auch mit dem SRC zusammenhängt. Denn „Emra und Dabo“, das Film-Projekt, welches wir 2013 mit Geldern aus dem ersten SRC unterstützt haben, ist nun (wenn auch unter einem anderen Namen) in den Kinos erschienen und könnte ein riesiger Erfolg für den Macher hinter dem Film, Jan Weyl, werden.

Geht der Oscar nach Bockum?

Der Bockumer Jan Philipp Weyl steht vor einer großen Ehre: Er könnte am 9. Februar in Hollywood bei der Oscar-Verleihung die begehrte Trophäe in der Kategorie Interanational Feature Film gewinnen. Weyl hat am 14. September seinen Äthiopisch-deutschen Film „Running Against The Wind“ in die Kinos gebracht. Der Film wurden von Äthiopien für die 92. Academy Awards eingereicht. Die Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen ist am 13. Januar. Ende Dezember siebt die Akademie zehn international produzierte Filmen aus, aus denen schließlich fünf nominiert werden.

Weyl, aufgewachsen auf der Kaiserstraße und Molkte-Abiturient, hat über zehn Jahre an dem Film, der als „Liebesbrief an Äthiopien“ bezeichnet wird, gearbeitet und ist für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich. Dass es wahrlich Liebe ist, die Weyl mit dem afrikanischen Land verbindet, zeigt seine Vita: Schon zu Schulzeiten engagierte er sich für die Stiftung „Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe“, von der er als 18-Jähriger 2005 nach Äthiopien eingeladen wurde. In Ganda Abdi („Dorf der Hoffnung“) konnte er mit den vielen von ihm gesammelten Geldern im Laufe der Jahre eine Schule bauen. Weyl war gefesselt von dem Land – und blieb. Mal länger, mal kürzer, lernte die Sprache Amharisch und Land und Leute kennen – und schließlich reifte die Idee von einem Spielfilm. Der heute 32-Jährige schrieb ein Drehbuch, sammelte über Crowd-Funding Gelder (und lief deswegen auch den SRC 2013 mit), castete rund 4000 Menschen und drehte die ersten Szenen, um zwischendurch sich auch anderen Projekten zu widmen, unter anderem mit Max Herre und Clueso.

Jan Weyl (53) beim SRC 2013.

Nach der endgültigen Finanzierung, zahlreichen Weiter-Entwicklungen und dem Entschluss, nahezu 40 bereits fertiggestellte Minuten komplett neu zu drehen, ist jetzt Weyls Mammut-Projekt fertig, allein die Einreichung kommt einem Ritterschlag gleich. Denn es ist das erste Mal, dass dies mit Unterstützung des äthiopischen Ministeriums für Kultur und Tourismus geschieht, bisherige Einreichungen waren rein privater Natur. Gänsehaut!

Das verspricht auch der Film, der einst den Titel der beiden Hauptdarsteller „Emra und Dabo“ trug, die nun aber Solomon und Abdi heißen. Die Ursprungs-Geschichte ist gleichgeblieben: Die beiden Jungen wachsen gemeinsam auf, ehe sich ihre Wege trennen. Der eine geht in die Hauptstadt Addis Abeda mit dem Berufswunsch, Fotograf zu werden. Der andere wiederum wird zum Läufer. Tatsächlich schafft er zehn Jahre später den Sprung ins Profi-Läufer-Team von Haile Gebrselassie (der sich übrigens selber spielt). Auch für ihn geht es damit nach Addis, wo er sich auf die Suche nach seinem einstigen Freund macht. Eine Suche, bei der die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die von der Frage nach wahrer Freundschaft, innerer Stärke und der Bedeutung des eigenen Schicksals bestimmt wird. „Die Leute lieben den Film. Ich habe in den vergangenen Jahren viel auf mich genommen, um ihn zu drehen, und es ist eine unglaubliche Ehre für mich, ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geschickt zu werden. Mein größter Traum wäre es, mich für das Vertrauen Äthiopiens in meine Arbeit als Filmemacher mit einem Oscar bedanken zu können“, sagt Weyl.

Ob und wann der Film in Deutschland zu sehen sein wird, steht noch nicht fest.


(Dieser Artikel erschien in bockum life, Ausgabe September 2019)


Einheitsbuddeln: Wir waren dabei!

Drei Tage vor dem Seidenraupen-Cross haben wir heute zusammen mit dem Kommunalbetrieb Krefeld und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beim Einheitsbuddeln mitgemacht. Auf einer Fläche am Kullpfad in Traar haben wir zwei Eichen gepflanzt, viele weitere Folgen im November.

Lou, Karl Weckes (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, rechts) und Manuel Kölker von den Seidenraupen mit den beiden Eichen. Foto: Dirk Jochmann

Was hinter der Aktion steckt, seht ihr hier: https://seidenraupen.org/baumspenden/ Am Sonntag habt ihr die Chance, mit einer Spende die Aktion zu unterstützen!


Die letzten Infos sind online…

Und zwar hier: https://seidenraupen.org/seidenraupencross/infos-und-ausschreibung/der-letzte-newsletter-vor-dem-start/