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Mega: 50 Kilometer im Kreis, kein bisschen langweilig und dadurch 2000 Euro für den guten Zweck

Wahnsinn, das hätte ich mir in den künsten Träumen nicht vorstellen können. Der 50km-Lauf im Rahmen von „Crossover Linn“ war ein großer Spaß. Natürlich wurde es hinten raus etwas anstrengender, was wahrscheinlich der Hitze und dem zu Beginn recht forschen Tempo geschuldet war (und bestimmt auch der Streckenlänge), aber die Begleitumstände machten aus den zehn 5km-Runden nicht die erwartete Schwierigkeit. Am Ende ist mit der Zeit von 4:41 h sogar unerwartet der dritte Platz herausgesprungen.

Viel wichtiger: 2000 Euro fließen in die Kasse des Kinderschutzbundes. 20 Personen oder Unternehmen gaben ihre Zusage über jeweils 50 Euro, die Stiftung „It’s for kids“ verdoppelt das Ganze. Nicht nur allen Spendern sage ich DANKE, auch den aktiven Unterstützern am Raceday selber:

  • Björn Beudgen: Langjähriger Freund, der den Kontakt zu der Stiftung herstellte. War bei Runde eins dabei.
  • Aki Khader: Seidenraupe. Flitzte die ersten beiden Runden mit und tanzte abends mit mir noch zu Beginner-Sounds im Köpa.
  • Dennis Brick: Absoluter Knallkopp, lief die ersten sieben Runden mit. Machte dann eine Runde Pause und stieg noch einmal mit ein. O-Ton „Irgendwie hatte ich noch Bock.“ Ist schon mehrfach den SRC mitgelaufen und fühlt sich ansonsten bei Obstacle-Rennen wohl. Fernziel ist irgendein Rennen im Dezember in Thüringen (den Namen habe ich leider vergessen).
  • Edmund Kronenberg: Stieg irgendwann recht früh ein und machte gut Tempo. Ich bin mir nicht ganz sicher, meine aber, er wäre sechs Runden dabei gewesen. Erzählte viel von seiner KRabbelgruppe, einem Lauftreff, der seit etlichen Jahren besteht und regelmäßig auf gemeinsame Touren geht. Nächster Stopp: Der Elsass-Marathon mit etlichen „köstlichen“ Zwischenstopps.
  • Ursula Ellerich: Stieg mit Edmund ein, da war das Tempo aber noch recht flott, so dass sie erstmal alleine auf Tour ging. War trotzdem fünf Runden unterwegs und gab bei der finalen Runde noch einmal alles. Sie trug stolz das Shirt des Kinderschutzbundes, dem Spendenempfänger.
  • Susanne Eckai-Nicolaus: Hatte schon am Vortag 30 KM abgespult und war bei drei Runden dabei. Fieberte dem Saisonstart der Triathlon-Bundesliga entgegen, in der Tochter Jule an den Start geht.
  • Lars Woltermann: Kam über einen Querkontakt hinzu und war von der Idee total begeistert. „Ich laufe und spende“, so seine erste Aussage. Früher lief er mal sehr viel, mittlerweile ist er aber beim Boxen angekommen. Für nen Läufchen ist er aber immer noch zu haben. Wollte eigentlich Runde acht und neun mitlaufen, am Ende wurde es dann auch noch die zehnte.
  • Meike Thomassen: In der stieg auch Seidenraupe Meike mit ein, angefeuert von ihren Töchtern Pia und Liv und ihrem Ehemann Peter. Knüpft nach Babypause wieder an frühere Taten an.

 

Am Ende sei auch den Organisatoren vom Stadtsportbund und des Museums Burg Linn sowie den vielen Helfern gedankt: So eine Veranstaltung quasi aus dem Nichts aus dem Boden zu stampfen, ist schon aller Ehren wert. Ein sehr sehr dicker Applaus gebürt auch Seidenraupe Martin, der unsere Zeitmaschine erstmals bei einer Veranstaltung nutzte und auf Herz und Nieren testete. Ergebnis: Der Patient lebt.

Weitere Impressionen vom Kulturlauf (Fotos: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken):

 


Wer macht die 7 und die 20 voll?

Der 1. Krefelder Kulturlauf steht vor der Türe: Um 14 Uhr ist am kommenden Samstag, 12. Mai, Startschuss für die 50-Kilometer-Strecke. Seidenraupe Manu ist über die volle Distanz dabei und konnte mit seiner Mitlauf- und Spenden-Aktion schon etliche Personen begeistern.

Crossover Plakat

Bis auf Slot sieben (KM 30-35) hat er für jede der Fünf-Kilometer-Runden Mitläufer, zudem haben 19 Personen/Unternehmen jeweils eine 50 Euro-Spende zugesagt. Das gesammelte Geld wird im Anschluss dem „Zentrum für frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes gespendet. „Es würde mich freuen, wenn es einen 20. Spender gibt, um die 1000 Euro vollzumachen. Vielleicht meldet sich ja noch jemand. Und wenn noch jemand den siebten Slot mitläuft, wäre das der Hit“, sagt Manu. Hier geht es zur Übersicht der Mitläufer und Spender.

Der Kulturlauf ist Teil von „Crossover Burg Linn“, einer riesengroße Sause, bei der Kultur und Sport aufeinandertreffen. Weitere Läufe über fünf (16 Uhr), zehn (18 Uhr) und 25 Kilometer (15 Uhr) folgen im Tagesverlauf. Die Onlineanmeldung ist bereits abgeschlossen, jedoch können Nachmeldungen für die beiden langen Distanzen bis 13 Uhr, für die zwei kurzen bis 15 Uhr am Veranstaltungstag erfolgen. Duschen, Umkleiden und Gepäckaufbewahrung sind vor Ort. Für die drei Besten pro Lauf gibt es bei der Siegerehrung gegen 20 Uhr exklusiv angefertigten Medaillen aus Makrolon vom Sponsor Covestro. Für die Verpflegung während des Laufs und im Ziel ist zum einen durch Obst, aber auch mit Elektrolytgetränken und Nahrungsmitteln von Dextro Energy sowie alkoholfreies Weizen und Malzbier von der Brauerei Königshof gesorgt.

Hier geht es zum Zeitplan.


Crossover-Kulturlauf: Heute noch anmelden

Die Online-Anmeldefrist für den 1. Krefelder Kulturlauf rund um die Burg Linn endet heute. Läufer können sich noch bis 23.59 Uhr hier für den Fünf-Kilometer-Sparkassen-Volkslauf, den Zehn-Kilometer-SWK-Ritterlauf, den 25 Kilometer-Burgfräulein-Lauf und den 50 Kilometer-Ultralauf anmelden. Der Lauf findet im Rahmen der neu ins Leben gerufenen Veranstaltung Crossover Burg Linn am 12. Mai statt. Schirmherr ist Oberbürgermeister Frank Meyer. Der erste Start ist um 14 Uhr mit dem Ultralauf. Damit beginnt auch offiziell der Veranstaltungstag um Crossover Burg Linn, welchen Bürgermeisterin Gisela Klaer eröffnen wird.

Laufstrecke Crossover

Die 5km-Strecke des Kulturlaufs, die – je nach Wettbewerb – mehrfach zu laufen ist.

Die ersten drei Platzierten eines jeden Laufs werden mit Makrolon-Medaillen von Covestro ausgezeichnet, die extra für den Lauf gefertigt wurden. Nachmeldungen sind am Tag der Veranstaltung für eine zusätzliche Gebühr von drei Euro in der Vorburg der Burg Linn möglich.

Alles zum bunten Programm unter dem Motto „Sport trifft Kultur“, und die Anmelde-Möglichkeit zum Lauf, ist auf den Internetseiten des Stadtsportbundes Krefeld, www.ssb-krefeld.de, und des Museums Burg Linn, www.museumburglinn.de, zu finden.

Schon 900 Euro gesammelt

Manu, der sich über die 50 Kilometer quälen wird, hat mit seiner Spenden-Aktion schon jetzt weit mehr erreicht, als gedacht. 18 Spender haben ihre Zusage über jeweils 50 Euro erteilt, auch im Läuferfeld sind einige Slots bereits gebucht. Aber hier geht bestimmt noch etwas, oder? Hier geht es zur Übersicht.


Manu bei Crossover: 50 Kilometer für kleine Kids

Nach dem Marathon ist vor Crossover: Für Seidenraupe Manu geht es nach dem Rotterdam-Marathon zunächst in die Regeneration. Doch schon am Samstag, 12. Mai, steht eine weitere Herausforderung an: Der 50-Kilometer-Lauf im Rahmen von „Crossover Burg Linn“. Dafür werden von Manu ab sofort nicht nur Mitläufer, sondern auch Spender gesucht.

Crossover Plakat

„50 Kilometer sind ein Brett, vor allem, wenn sie in zehn Fünf-Kilometer-Runden gelaufen werden. Das geht nicht nur an die Substanz der Beine, sondern ist auch mental nicht einfach. Ich suche in meinem Freundes- und Verwandtenkreis nun nach Personen, die mich jeweils fünf Kilometer begleiten und mich so unterstützen“, so Manu. So wird für ihn jeder 5k-Loop individuell und garantiert nicht langweilig. „Ich suche ausdrücklich nach Läufern, die, warum auch immer, nicht an den anderen Läufen an diesem Tag mitlaufen möchten, sei es, weil es für sie zeitlich nicht passt oder sie Wettkämpfe einfach nicht mögen. Das eine schließt das andere aber nicht aus: Wer will, kann mich begleiten und natürlich trotzdem beim 5, 10 oder 25km-Lauf starten. Mit ein wenig Planung sollte das klappen. Das wäre doppelt schön.“ Der 25km-Lauf beginnt um 15 Uhr, der 5km-Lauf um 16 Uhr und der 10km-Lauf um 18 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier lang.

Rotterdam Messe 1

WTF, 50 Kilometer???

Manu sucht nach Spendern

Doch damit hört die Suche nicht auf: „Zudem habe ich mir vorgenommen, für jede der zehn Runden mindestens einen Spender zu finden, der mindestens 50 Euro spendet. Am Ende möchte ich diesen Betrag dem „Zentrum für frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes zukommen lassen. Gerne ziehe ich alle fünf Kilometer ein Shirt oder ähnliches des Spenders an, um sichtbar zu machen, wer gerade die jeweilige Runde unterstützt. Und gerne kann mich natürlich auch der Spender begleiten.“

Suche hat begonnen

Die Suche nach Läufern und Spendern hat nun begonnen. Interessierte, egal ob als Mitläufer oder Spender, können sich bei Manu unter DonMAKing@web.de melden. Eine Übersicht wird hier aufgezeigt. Zum Tempo: „Ich werde das Ding bestimmt nicht durchbrettern, möchte aber auch nicht gehen. Ich denke, bei jedem Mitläufer werde ich mich anpassen oder vielleicht auch umgekehrt. Mal wird es etwas schneller, mal etwas langsamer. Das wird kein Problem werden.“


Crossover Burg Linn: Erster Krefelder Ultralauf am 12. Mai

Es wird Krefelds erster Ultra-Lauf: Im Rahmen des Events „Crossover Burg Linn – Sport trifft Kultur“ am Samstag, 12. Mai, kommen auch Läufer voll auf ihre Kosten. Um 14 Uhr gehen die Ultra-Läufer beim 1. Krefelder Kulturlauf an den Start. Gelaufen wird auf einer Fünf-Kilometer-Runde, die durch die Remise um Burg Linn herum und dann in den Greiffenhorst-Park führt. Dann geht es durch die Schrebergärten und über den Andreasmarkt im historischen Zentrum zurück in die Vorburg. Zehnmal laufen die Ultra-Läufer diese ansprechende Schleife.

Crossover Plakat Burg

Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (links), Dieter Hoffmann, SSB-Vorsitzender, und Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn. Im Hintergrund das Jagdschloss und die Burg, die bei dem Lauf eine eindrucksvolle Kulisse bilden.

Wer es nicht ganz so lange mag, hat noch drei weitere Distanzen zur Auswahl. Um 15 Uhr folgen die 25 Kilometer-Läufer, um 16 Uhr die Fünf-Kilometer- und um 18 Uhr die Zehn-Kilometer-Läufer. Start und Ziel des Laufes ist für alle Distanzen in der Vorburg. Die Sieger der vier Läufer werden am Abend zu Burgrecken und Fräuleins gekürt. Zur Anmeldung geht es hier lang: http://my2.raceresult.com/92303/?lang=de.

Ein wenig stolz sind wir darauf, dass die Seidenraupen auch in die Organisation mit eingebunden sind. So verleihen wir unsere Zeitmaschine erstmals und helfen auch so hier und da. Und natürlich laufen wir auch mit 😉

Crossover Start

Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (links), Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn, und Dieter Hoffmann, SSB-Vorsitzender, können den Startschuss kaum erwarten.

Eingebettet ist der Lauf in ein Event, das seinesgleichen sucht: Kultur und Sport treffen erstmals aufeinander – und wollen beweisen, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Museum Burg Linn gibt es ein E-Sport-Event mit großem Finale auf der Burg. Kleinkunst und Musik auf einer Bühne in der Vorburg laden zum Verweilen (und Anfeuern der Läufer) bei einer Tasse Kaffee und Waffeln ein. Am Nachmittag führen Kinder Kinder durch Burg und Museum. Die Linner Ritter laden zum historischen Bogenschießen ein und auf der Museumswiese kann im Ritterlager der „Fraternitas Belli“ das damalige Leben erlebt werden. Kinder können in einem actionreichen Rollenspiel die Burg belagern oder auch einfach nur Torwandschießen. Parkour-Künstler verwandeln den Innenhof in eine Bühne für ihre atemberaubenden Stunts. Und wer gewinnt: Der ritterlich bekleidete Parkoursportler im Kettenhemd oder der Feuerwehrmann in voller Montur?

Crossover Plakat

„Nachts im Museum“ eröffnet neue Blickwinkel im Taschenlampenschein, egal ob im Archäologischen oder dem Deutschen Textilmuseum. Den nächtlichen Abschluss der Veranstaltung bildet eine exklusive Party im unteren Rittersaal.

In beiden Museen in Linn, dem Deutschen Textilmuseum und dem Museum Burg Linn ist der Eintritt anlässlich des Internationalen Museumstags an dem Wochenende frei. Aufgrund des umfangreichen und bunten Programms, welches für jung bis alt sowie kultur- und sportinteressiert etwas zu bieten hat, rechnen die Veranstalter mit ca. 3000 Besuchern.

„Am Anfang stand die Idee eines Laufs rund um die Burg und durch die Linner Parks. Daraus wurde immer mehr, es sprudelte nur so aus uns heraus“, berichtet Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. In Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums, fand er nicht nur eine passionierte Sportlerin, sondern auch eine begeisterte Mitstreiterin. „In unserem Museum soll man auch Spaß und Action haben können. Wir wollen mit dieser Veranstaltung fremde Welten miteinander verbinden. Der Sportler geht nicht ins Museum und die Kultur belächelt den Sport. Diese Veranstaltung soll zeigen, dass beide Welten voneinander profitieren können. Wir locken zudem ein Publikum ins Museum, das wir hier eher seltener haben.“

Mehr Infos unter www.museumburglinn.de und www.ssb-krefeld.de.

 

 


Joggen in Linn: Stets das Mittelalter im Blick

Ein uns nicht ganz unbekannter Schreiber veröffentlicht aktuell via Presseamt eine Serie über Laufstrecken in Krefeld. Gerne übernehmen wir diese, um euch vielleicht auf den ein oder anderen unbekannten Pfad unserer schönen Stadt zu lenken. Im fünften Teil geht es um die Linner Burg.

Historischer kann man in Krefeld kaum unterwegs sein: Linn ist ein Eldorado für jeden, der der Stadtgeschichte auf den Grund gehen möchte. Dass dies auch sportlich gelingt, belegt eine Laufrunde um die Burg Linn und das Haus Greiffenhorst.

Die Linner Burg bei Nacht. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Linner Burg bei Nacht. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Startpunkt ist an den Parkplätzen der Linner Burg an der Rheinbabenstraße. Meist sind diese gut gefüllt, so dass man eventuell auf die Parkplätze in Nähe des Bahnhofes ausweichen muss. Hier befindet sich seit kurzem übrigens Krefelds erster offizieller Wohnmobilstellplatz. Die Linner Burg ist von hier schon zu sehen und bestimmt das Stadtbild seit Jahrhunderten. Der größte Teil der Burganlage, erbaut im Stil byzantinischer Festungsbaukunst, stammt aus dem 13. Jahrhundert und entwickelte sich aus einem Wehrturm. Den Rebellen aus dem hiesigen Schützenverein dient sie alle drei Jahre während ihres traditionellen Fests als Trutzburg. Regelmäßig entführen sie hier hin die Königin, um im anschließenden Kampfgetümmel den Kürzeren zu ziehen.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde die Burg erstmals zerstört: 1702 beschossen sie kaiserliche Truppen und verjagten die französische Besatzung. 1704 brannte sie erneut und 1715 sorgte ein Blitz für den nächsten Brand. Es sollte das vorläufige Ende sein, denn danach kümmerte sich keiner mehr um die Burg. Einzig das Jagdschloss in der Vorburg blieb bewohnt. 1924 kaufte die Stadt die vollkommen zu gewucherte Ruine samt den Anlagen in der Vorburg. Die Burg an sich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise restauriert. Die markanten Dächer stammen aus den 1980-er Jahren und sind ein Kompromiss zwischen Mittelalter und Neuzeit. Über 260 Jahre war die Burg ohne Dachstuhl.

Doch jetzt erst einmal los. Dass wir nun entlang des äußeren Wassergrabens laufen können, haben wir Maximilian Friedrich Weyhe zu verdanken. Für die Brüder und Seidenhändler Cornelius und Phillip de Greiff wollte er die Anlage 1830 im Stil englischer Gärten mit der Burg als Fixpunkt bauen. Sein Plan wurde jedoch nicht vollständig umgesetzt, was der heutigen Optik keinen Abbruch tut. Während wir die Burg stets links im Augenwinkel haben, grasen rechts des Wegs friedlich die Pferde der hier beheimateten Ställe. Nach wenigen Metern fließt der Linner Mühlenbach in den Burggraben. Vorbei an Teilen des Kreuzweges folgen wir über eine kleine Holzbrücke nach links. Am anderen Ufer wird zunächst eine Insel sichtbar, danach ein großer Kinderspielplatz. Er ist einer der schönsten in Krefeld und daher ständig in der Hand tobender Kinder. Über die Margaretenstraße – links von uns liegt nun das historische Linn – geht es den Graben entlang und dem Weg weiter folgend nach nach links. Den Turm, den wir hier erkennen können, ist der Issumer Turm, ein Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert, der sich Jahrhunderte in der Hand adliger Herren befand. Mittlerweile ist er in Privatbesitz.

Unsere Route führt nun nach rechts in den Elter Schützenweg, umgeben von Pferdekoppeln und Kornfeldern. Wenig später sind auf der rechten Seite Bahnen des Krefelder Golfclubs zu sehen, der hier, zwischen mächtigen Laubbäumen sein Domizil hat. Läufer, die nicht gerne auf Asphalt laufen, biegen nicht in den Elter Schützenweg, sondern erst 60 Meter weiter rechts in den Greiffenhorstpark ein. Auch dort war Weyhe im Auftrag von de Greiff tätig. Der Gartenkünstler schuf den Park um 1843 im englischen Stil und formte den Linner Mühlenbach zu langgezogenen Parkweihern. Inmitten des Parks liegt das Haus Greiffenhorst, das ehemalige Garten- und Jagdhaus de Greiffs. Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel es, wurde dann aber in den 70-er Jahren restauriert. Burg- und Greiffenhorstpark erhielten im Rahmen der dezentralen Gartenausstellung Euroga 2002plus einen neuen Anstrich.

Wer sich die kleine Runde vorgenommen hat, macht am Haus Greiffenhorst kehrt und läuft den Weg wieder zurück. Alle anderen laufen, sofern sie nicht den Asphaltweg gewählt haben, vom Haus Greiffenhorst rechts über die Brücke zum Hausenhof, Richtung Gellep-Stratum. Am Hof steht eine kleine Kapelle, die mühsam vom Linner Schützenverein saniert wurde. Über „In der Elt“ läufet man durch ein großes Wasserreservoir. Auf den Feldern stand im 7. Jahrhundert die älteste Linner Kirche, die alde Kerk, die dem Hochwasser von 1279 zum Opfer fiel. Eine Gedenkstätte im nördlichsten Teil des Greiffenhorstparks erinnert an sie. Vorbei am Wasserwerk, das kürzlich von den Stadtwerken um eine Wasserenthärtungsanlage erweitert wurde, geht es weiter unter dichten Bäumen und dann rechts in die Straße „An der Puppenburg“. Sie trägt ihren Namen von einer Niederungsburg aus dem 11. Jahrhundert, die angeblich früher per Tunnel mit der Linner Burg verbunden war. Nach dem Kleingartenverein biegen wir rechts in die Heulesheimer Straße und am Kotheshof (Reitstall Siebenlinden) vorbei. Gerade im Sommer brennt hier die Sonne unerbittlich: Kein Baum spendet auf dem langen Asphaltweg vorbei an Feldern, zwei Schweinemastbetrieben und durch das nördliche Latumer Bruch, Schatten.

An einer T-Kreuzung gibt es zwei Möglichkeiten. Links, und dann wenig später rechts, führt der Weg parallel zur nahen Autobahn, rechts geht es am Haupteingang des Golfclubs vorbei, was deutlich ruhiger und angenehmer ist. Über die Kurkölner Straße geht es, links wie rechts wieder in den Burgpark zurück.
http://www.krefeld.de/C1257455004E4FBF/html/F6BE844690F56E95C1257C30005B7805?Opendocument

Weitere Laufstrecken gibt es hier.