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Bayer-Triathlon mit Obstbrand im Rachen…

Mit dem Geschmack verschiedener Obstbrände, konsumiert am Vorabend, ist Seidenraupe Manu beim 30. Bayer-Triathlon am Elfrather See am Start gewesen. „Das war ein grandioses Vergnügen“, so Kölker müde lächelnd. Er war als 61. (von 156 Startern) im Ziel, seine Zeit von 2:33:35 ist so lala (aber immerhin eine Minute besser als 2016). In der M35 belegt er den 13. Platz.

Das Schwimmen war erneut eine Katastrophe: 37:07 Minuten benötigte er für die 1500 Meter (immerhin nicht letzter). Auf dem Rad verbrachte er 1:13 Stunden (40 Kilometer) und verbesserte sich von Platz 142 auf 105. Die abschließenden zehn Kilometer wurden in 43:26 Minuten gelaufen, was immerhin die 15. schnellste Zeit darstellt. Alles natürlich inklusiver verbummelter Minuten in der Wechselzone (Nummer falsch herum und verheddert, Ausgang zum Laufen nicht gefunden) > OMG. Da konnte nur noch die perfekte Nachziel-Verpflegung helfen 😉


Der Könner und die Kaulquappe: Mayntzhusen und Kölker beim Bayer-Triathlon

Triathlon am Elfrather See

Triathlon am Elfrather See. Foto: Stadt Krefeld

Für den einen wird es einer von vielen, für den anderen ein Ausflug ins Grüne – so in etwa könnte man die Teilnahme der Seidenraupen Moritz Mayntzhusen und Manuel Kölker beim Bayer-Triathlon am Sonntag beschreiben. Beide gehen um 8.50 Uhr über die olympische Distanz an den Start.

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Der Elfrather See aus der Luft. Foto: Stadt Krefeld/Presseamt

Für Moritz ist das Dings nichts besonderes. Hinter ihm liegt eine Saison mit zahlreichen Starts bei den hiesigen Triathlons. Manuel dagegen hat sich im vergangenen Halbjahr voll aufs Laufen konzentriert, um das Saison-Highlight, die Zugspitz-Trail-Challenge, zu meistern. Maximal einmal pro Woche ging es aufs Rad, die Schwimmkilometer lassen sich an zwei Händen abzählen. „Aber was solls – das Ding ist Krefelds größtes Sportereignis, da zählt der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“, so die „Kaulquappe des Clubs“ (O-Ton Moritz).

Bayer-Triathlon-Kartenausschnitt-Schwimm-Lauf

Die Strecke des Bayer-Triathlons.

1300 Starter und rund 10.000 Zuschauer werden am Elfrather See erwartet. Nach dem Schwimmen geht es auf einen Wendepunkt-Kurs fürs Radeln und auch der abschließende Lauf führt über eine Wendepunktstrecke. So ist für den Zuschauer alles drin: Er bekommt innerhalb eines kleinen Bereiches alles geboten, was das Herz begehrt.

Weitere Infos, auch zu den über den ganzen Tag verstreuten Startzeiten, gibt es auf www.scbayer05.de/events-feiern/bayer-triathlon.


Heute zum E-See: 28. Bayer-Triathlon

Traumhafter Blick über den E-See.

Traumhafter Blick über den E-See.

Auch wenn diesmal keine Seidenraupe am Start ist, heißt es heute „Auf zum E-See, auf zum Bayer-Triathlon.“

Zum 28. Mal gibt es Krefelds größte Sportveranstaltung am Elfrather See, jährlich kommen tausende Sportler und Zuschauer. Wir wünschen allen Startern und der Orga-Crew um Julien Thiele gutes Gelingen!!!

Das sind die Startzeiten:

1. Start 8:30 Olympische Distanz Staffel/ Landesliga Süd
2. Start 8:50 Olympische Distanz Alle
3. Start 11:20 SWK Mannschaftssprint Männer NRW-Liga
4. Start 11:25 SWK Mannschaftssprint Frauen NRW-Liga
5. Start 12:15 Sprinttriathlon m, w + Feuerwehr m, w
6. Start 12:20 Volkstriathlon alle Frauen
7. Start 13:05 Volkstriathlon M 45-70
8. Start 13:35 Volkstriathlon M JA – 40
9. Start 14:20 Bayer Staffeltriathlon

Neder, Hahn und Mayntzhusen grüßen vom Treppchen

Moritz kurz vor dem Start am E-See.

Moritz kurz vor dem Start am E-See.

Podestplätze für die Seidenraupen, yeah! Sowohl Eva Neder und Henne Hahn, als auch Moritz Mayntzhusen konnten am Wochenende bei ihren Wettkämpfen aufs Treppchen klettern.

Eva war wie Henne beim 5. Gesundheitslauf in Hüls am Start. In 51:58min holte sie sich den dritten Platz bei den Damen. Die Siegerin, Daniela Brokamp, finishte in 46:50min. Henne kam nach 39:37min ins Ziel und musste sich nur Jan Pauli (39:08min) geschlagen geben. Toll!

Moritz hatte meinen Startplatz auf der Olympischen Distanz beim 27. Bayer-Triathlon übernommen, für mich war an einen Start wegen meines Unfalls nicht zu denken. Er machte seine Sache sehr gut und kam nach 2:23:27h an, Platz 26 und Dritter in der AK M25. Seine Zwischenzeiten: 24:49 (11.), 1:11:48 (35.) und 46:49 (47.).

Es hätte meine Generalprobe sein sollen, doch daraus wurde nichts. Noch immer humpel ich herum, die Mediziner geben mir wenig Hoffnung für einen Start am Wochenende auf der Langdistanz in Köln. Auch wenn ich selber anfangs noch gehofft hatte, dass es etwas wird, so schwindet dies mittlerweile arg. Zwar habe ich ab morgen Krankengymnastik und Behandlungen beim Physio und am Freitag kommen die Fäden raus, doch es müsste schon ein Wunder sein, wenn das noch etwas wird. Vor allem: Es handelt sich ja nicht um eine kleine Laufrunde, sondern um ein etwas längeres Vorhaben, in das man nur fit gehen sollte.

Doch was bis dahin tun? Erst Low-Carb, dann ab Donnerstag Carbo-Loading, der Greiffsche Ernährungsplan ab Mittwoch? Also so tun, als ob es klappt? Den Körper also beanspruchen, vielleicht mit dem Ergebnis, dies umsonst getan zu haben? Alles offene Fragen, die mir die Falten auf meine (hohe) Stirn treiben. Am liebsten würde ich mich in eine dunkle Kammer verziehen und wild um mich treten (immerhin: mit rechts ginge das).

Mitunter auch eine Frage: Wenn nicht Köln, was dann? Almere in zwei Wochen ist futsch, da endete gestern die Einschreibefrist. Alle weiteren Langdistanzen in diesem Jahr sind schon was weiter weg. Aber wann wäre ich wieder fit? Ach FUCK F U C K fuck!!!


Elfrather See: Immer eine frische Brise im Gesicht

Ein uns nicht ganz unbekannter Schreiber veröffentlicht aktuell via Presseamt eine Serie über Laufstrecken in Krefeld. Gerne übernehmen wir diese, um euch vielleicht auf den ein oder anderen unbekannten Pfad unserer schönen Stadt zu lenken. Im vierten Teil geht es um den Elfrather See.

Der Elfrather See aus der Luft. Foto: Stadt Krefeld/Presseamt

Der Elfrather See aus der Luft. Foto: Stadt Krefeld/Presseamt

Ein Lauf um den Elfrather See sorgt stets für eine frische Brise im Gesicht, da der Weg um den See fast ausschließlich einige Meter über der Wasserkante verläuft. Gerade an heißen Tagen ist das ein Genuss, denn schattenspendende Bäume sucht man hier vergebens. Der See im Nord-Osten ist übrigens die größte stehende Wasserfläche der Stadt und ein Mekka für alle Sportler: Surfer, Ruderer und Segler gehen hier auf dem Wasser ihrer Leidenschaft nach. Taucher nutzen das trübe Wasser der ehemaligen Kiesgrube für geheimnisvolle Tauchgänge. Eine große Sandfläche nahe des Badesees lockte vor einigen Jahren noch Tausende von Handballfreunde zum größten Beachhandball-Meetings Europas. Heute kann die Fläche frei genutzt werden, ebenso wie die Basketball-, Tennis- und Fußball-Felder. Durch seine Vielfältigkeit ist der Elfrather See schon seit über einem Vierteljahrhundert Schauplatz des beliebten Bayer-Triathlons. Entstanden ist der See aus einer aufgelassenen Kiesgrube, welche sich mit Grundwasser gefüllt hatte. Der wurde bis in die 1970er Jahre zu großen Teilen für den Bau der Autobahn A57 verwendet. Danach wurde der See zum heutigen Naherholungsgebiet ausgebaut.

Der Lauf beginnt am Parkplatz P1, unweit der Bushaltestelle der Linie 058. Hier treffen sich die meisten Läufer, um alleine oder in einer der Laufgemeinschaften ihre Runden zu ziehen. Auf dem asphaltierten Weg geht es zunächst unterhalb des Bootshauses des Crefelder Ruderclubs vorbei. Der Weg zieht nach oben und nach einer Linkskurve an den Segel- und Surfklubs vorbei. Nach einer kleinen Anhöhe beginnt der Hundefreilaufbereich, den man nicht umlaufen kann. Von hier hat man einen tollen Blick über das ganze Areal. In der Mitte des Sees ruht eine Insel, die von Wasservögeln als Brutstätte genutzt wird.

Nach einer Links-Rechts-Schleife geht es wenige Meter später zwischen dem Anglersee und einer weiteren Bucht hindurch. Der Weg führt nach rechts, und an einer T-Kreuzung laufe ich nach links. Rechts befindet sich ein weiterer Segelclub. Nach wenigen Metern passieren wir einen Parkplatz. Hier befand sich vor einigen Jahren noch die Vennickelstraße, die den E-See durchschnitt, dann aber gekappt wurde. Dadurch bietet der See auch den Ruderern perfekte Trainings- und Wettkampfbedingungen. Am Parkplatz vorbei schlängelt sich der Weg nun oberhalb des Ufers zum nördlichen Ende des Sees. Der Blick richtet sich gen Süden und damit über die komplette, 2300 Meter lange, weite Wasserfläche. Wer an einer Verlängerung interessiert ist, kann über einen Weg die Krefelder Stadtgrenze überqueren und im Lauersforster Wald noch eine Extra-Runde drehen.

Zurück am See geht es nun Richtung Süden weiter. Hier, geschützt vor neugierigen Blicken, tummeln sich im Sommer Freunde des FKK – und zwar zum Sonnen, denn das Schwimmen ist im Elfrather See nicht gestattet und wird von den Mitarbeitern des Fachbereichs Sport und Bäder kontrolliert. Nur im Badesee, den wir in rund einem Kilometer links passieren, ist es erlaubt. Vorbei an den Beachhandballfeldern verstellt eine weitere große Bucht den Weg geradeaus. Nach dem nötigen Schlenker kann man zwischen Kies oder Asphalt wählen, an der Streckenlänge ändert das nicht viel. Der Blick geht nun schon nach rechts, rüber zum Ruderclub. Die rund fünf Kilometer weiter Runde kann natürlich noch einmal gelaufen werden, hier und da bieten sich auch kleine Alternativen, zum Beispiel direkt am Wasser entlang oder rund um den Badesee. Vielfach gelaufen wird auch über die Autobahnbrücke und dann entlang des Golfclubs – die Möglichkeiten sind vielfältig und sollten dementsprechend genutzt werden.
http://www.krefeld.de/C1257455004E4FBF/html/4D6CDEE3A913FFF4C1257C290055E2B8?Opendocument

Weitere Laufstrecken in Krefeld gibt es hier.


Mit neuer Brille durch die Fluten

Die neue Schwimmbrille von Arena.

Die neue Schwimmbrille von Arena.

Pünktlich zum ersten Triahtlon meines Lebens, dem 26. Bayer-Triathlon am kommenden Sonntag, habe ich mir eine neue Schwimmbrille geleistet (>>> 15 Euro, wow!). Mit der Zoom X-Fit von Arena werden ich also den für mich schwierigsten Teil des Wettbewerbs angehen. Die alte Adidas-Brille war undicht und ließ mich nach der Einheit regelmäßig wie ein Boxer aussehen, so hart war ihre Umrandung.

Bei der gestrigen letzten Schwimmeinheit stand vornehmlich die Kondition im Vordergrund. Aus diesem Grund wurden anfangs 500 Meter Brustgeschwommen und abschließend 1500 Meter nochmals per Brust. Dazwischen lagen einige Bahnen Kraul, zunächst mit Brett und Flossen, dann ohne. Hier funktioniert es mit dem Stil mittlerweile ganz gut, doch die kompletten 1500 Meter so zu absolvieren, wäre zuviel des Guten. Aktuell bin ich froh, wenn ich mal eine Bahn komplett durchkraulen kann. Immer mal wieder werde ich am Sonntag wohl ein paar Züge kraulen, zu einer längeren Periode fehlt mir einfach die Kraft bzw. die Ruhe.
Macht aber auch nichts, da ich mittlerweile den Bruststil so perfektioniert habe, dass ich für die 1500 Meter gestern 36 Minuten benötigte – und das, ohne an eine Grenze gegangen zu sein. Meinem Ziel, nach 45 Minuten das Wasser zu verlassen, sehe ich also gelassen entgegen, auch wenn es sicherlich etwas anderes ist, im Schwimmbad 50 Meter-Bahnen zu ziehen, als im E-See zu schwimmen.

Kartenausschnitt zum Bayer-Traithlon

Kartenausschnitt zum Bayer-Traithlon

Wer uns (Moritz startet ja auch) am Sonntag ab 8.50 Uhr anfeuern will, fährt entweder mit der 042-Bahn bis zur Endhaltestelle, steigt aufs Rad oder fährt mit dem Auto über die Parkstarße aus Uerdingen kommend. Alles andere ist so abgeriegelt, dass man den Besucherparkplatz an der Metro nicht erreichen kann.
Wie gesagt, 8.50 Uhr gehts los, Moritz wird fürs Schwimmen rund ne halbe Stunde benötigen, ich wohl etwas mehr. Danach gehts aufs Rad, auch hier dürfte Moritz von dannen ziehen, während ich gemütlich hinterherradel. Auf der Laufstrecke werde ich dann alle kassieren 😉
Nimmt man Moritz‘ Triathlon in Rheine als Maßstab, ist er nach 2:20 fertig, ich peile alles unter drei Stunden ein.

Natürlich würden wir uns über einige Fans an der Strecke freuen. Aus meiner Sicht dürfte der Spot am nördlichen Wendepunkt der Radstrecke am besten sein, da wir hier als Radler und Läufer einigemale vorbeikommen.


Finis – kennste nicht?

Auf meinem (beschwerlichen) Weg zum Meisterkrauler (also im Wasser) sind mir schon allerhand kuriose Sachen passiert bzw. habe ich kuriose Gegenstände kennengelernt: Ich habe vom Poolboy berichtet, der sich als Pullboy entpuppte, musste durch das Kinderbecken mit dem Kopf im Wasser gehen und schwamm (und schwimme immer noch) in Herrgottsfrühe mit einer Gruppe von Menschen, die durchaus meine Urgroßeltern sein könnten – und vor denen ich jeden Morgen den Hut ziehe.

Forearm Fulcrum Paddles. Foto: Finis

Forearm Fulcrum Paddles. Foto: Finis

Heute kam dann ein weiteres Mittelchen hinzu, das mir helfen soll, einige Meter der 1500 zu bewältigen, die in der kommenden Woche während des E-See-Triathlons auf mich warten: Finis. Offiziell heißen die Teile „Forearm Fulcrum Paddles“, aber Finis hört sich besser an und ist auch leichter zu merken.
Was die Teile können? Nun, sie helfen, den Arm und die Hand gestreckt zu halten – knickt man mit einem von beiden weg, ist auch das Ding weg, da es so in deinem Arm hängt, dass es drauf angewiesen ist, von ihm und der Hand gehalten zu werden. Comprende? Hier mal als Kurz-Video:

Nun, ob sie mir heute geholfen haben? Jedenfalls spricht mein Schiwmmcoach Jens hin und wieder von „großen Fortschritten, die ich mache“, „Verbesserungen“ und „Welten, die sich mein Stil geändert hat“. Gerne schenke ich ihm natürlich Glauben, gleichwohl weiß ich auch, dass es noch immer eine große Kraftanstrengung für mich bedeutet, auch nur eine kleine 25-Meter-Bahn zu schaffen. Ein heutiger Tipp bzgl. der Atmung könnte mir helfen, das werde ich morgen noch einmal testen – mal sehen.

Jedenfalls kommt der Triathlon immer näher: Heute war die Pressekonferenz beim Ausrichter Bayer Uerdingen mit der gleichzeitigen Konfrontation der Strecke. Es wird wohl nicht möglich sein, das Wasser im Laufschritt (Stichwort Aquajogging) zu durchqueren, da nach meinem Start um 8.50 Uhr um 11.10 Uhr der Mannschaftssprint der 2. Bundesliga folgt. Und eingeholt werden, möchte ich ja schließlich nicht.
Wobei ich bei der Zeit ernsthaft ins Grübeln komme, da ich insgeheim mit einer Zeit von knapp drei Stunden rechne. Die werden mich doch nicht etwa wirklich einholen??? Schluck…

Da ich aber hörte, dass Matthias Epping zeitgleich mit mir startet, rechne ich mir dahingehend dann doch etwas aus. Nen kleinen Freundschaftsdienst ist er mir noch schuldig. Matthias: Einmal bitte die restlichen 398 Starter wegdöppen…


Jetzt aber wieder…

…sorry, dass ich die vergangenen Tage hier ein wenig abgetaucht war, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen, ein paar Zeilen zu tippen. Man kommt ja auch in ein biblisches Alter 😉 Dafür folgt jetzt ein ganzer Schwung an Informationen.

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Frozen
Nur einen Tag nach meinem 34. Geburtstag standen 34 Kilometer auf dem Programm – dachte ich zumindest. Im Grunde waren eigentlich nur 32 angesagt, wie später ein Blick in den Plan verriet, aber das machte den Braten auch nicht mehr fett. Bei widrigen Verhältnissen (Schneefall, minus vier Grad, harter Ostwind) hatte ich Glück, auf Mitch und Axel als Pacemaker bauen zu können. Sie begleiteten mich über die ersten 15 Kilometer rund um den E-See. Was folgte, war dann aber eine Tortur: Das Wetter machte endgültig dicht und ließ sogar das Wasser in meinem Trinkrucksack gefrieren. Die Schneeflocken waren mittlerweile so schnell durch den eisigen Wind, dass sie im Gesicht übelst schmerzten. Und passend dazu ging dann aber Lank nicht mehr viel auf den Straßen und Wegen. Zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch lag hier der Schnee bedingt durch Verwehungen auf den Feldern: Ein großes Vergnügen! Noch größer war es allerdings, irgendwann nach 34,5 Kilometern in die Badewanne steigen zu können.

Early Bird
Zur großen Freude der Early Bird-Abteilung der Seidenraupen wird es mittlerweile wieder früher hell. Kopflampen und Signalwesten können also ab sofort wieder verpackt werden, denn die Sonne empfängt uns immer früher als noch vor wenigen Wochen.

Hülser Berg
Eine interessante Laufroute wählte ich in der vergangenen Woche am Hülser Berg. Nach einer Einführungsrunde um den höchsten natürlichen Berg Krefelds hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, jeden Anstieg bei maximaler Belastung zu nehmen, um direkt danach den folgenden Abstieg wieder hinunterzubrettern. Gerade im Bereich „Downhill“ hatten Henne und ich ja im vergangenen Jahr beim Transalpine-Run arge Probleme. Vielleicht bringt es ja etwas, das nun hier regelmäßig zu trainieren. Aufsehen erregte ich vor allem bei den Rehen und Hirschen, die doch etwas verdutzt schauten, als ich an ihrem Wildgehege vorbeiraste.

Frankfurt
Traumhaftes Wetter empfing mich am vergangenen Samstag, den ich auf Einladung von Miri und Marc Dimke zusammen mit Seidenräupchen Eva in Frankfurt verbrachte. Vorausschauend, und einer alten Tradition folgend, hatte ich die Laufsachen natürlich mit im Gepäck. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen um den Nullpunkt luden zu einer schönen Tour durch den Frankfurter Finanzgürtel und entlang des Mains ein. 16 Kilometer später hatte ich alle Frankfurter Brücken bis Offenbach gesehen und einen richtig schönen Lauf genossen.

Intervalle
Sie zählen zu den unschönen Einheiten im Trainingsplan: die äußerst flotten Intervalle. In dieser Woche waren 3x4000m zu absolvieren, ursprünglich im Marathontempo, heißt in je 18.30 Minuten. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich gerne ein wenig quäle, und so bin ich die Intervalle etwas schneller, nämlich zwischen 17 und 17.30 Minuten gelaufen – ob das jetzt gut oder schlecht ist? Keinen Plan.

Pollen
Wie viele andere leide auch ich aktuell sehr unter den ersten Frühblühern. Auch wenn es draußen nach zwei, drei Tagen Frühling wieder Winter ist, sind die Pollen unterwegs und machen mir das Laufen nicht leichter. Mal abgesehen von der triefenden Nase und den geschwollenen Augen sind besonders die Atemwege blockiert. Die Lunge ist schwer, pro Atemzug kommt deutlich weniger Sauerstoff hinein, als sonst üblich. Durch eine mir selbst angeeignete Technik, ich nenne sie „Durch den Bauch-Atmen“, gelingt es mir, die Probleme etwas zu lindern, ganz ohne Einschränkung geht es aber leider nicht. Ich hoffe, dass die Problematik sich bis zum Wien-Marathon am 13. April gelegt hat.

Laaaangsam
Auf den Plänen von Lauf-Guru Herbert Steffny, nach denen ich seit Jahren trainiere, tauchen auch pro Woche auf immer Einheiten auf, die man im gemächlichen 6min/km-Tempo laufen soll – ich tippe mal aus Regenerationsgründen. 6min/km ist allerdings für mich fast eine größere Herausforderung, als zB in flotten 4.30 zu laufen. In sofern war ich glücklich, gestern Eva und Ali im Gepäck gehabt zu haben. So gingen zehn entspannte und schweißfreie Kilometer auch vorbei.

Morgens, 6.30 am Kreisel
Einen doch vielleicht etwas zu lang gewordenen Einblick in die morgendliche Runde gibt es abschließend hier. Wer mag, kann sich den Blockbuster (13 Minuten) natürlich in voller Länge geben. Wir sind allerdings nicht böse, wenn das nicht passiert 😉
Bis morgen – versprochen!


Dem Mitch seine neuen Nikes

Mitch, Ansgar und Manu nach 16,4 Kilometern durch Regen und Kälte.

(mak) Pünktlich zum November wurde es wieder nass – doch eine richtige Seidenraupe lässt sich von so etwas ja nicht unterkriegen. Für den heutigen Lauf, der fest im Terminkalender verankert war, hatte ich mir eigentlich einen Friedhofstripp (schreibt man das eigentlich mit zwei P) vorgenommen: Vom DürerPalast zum Bockumer Friedhof, Oma Lotte und Opa Robert besuchen, und dann weiter zum Oppumer Friedhof zu Oma Anni und Opa Hans. Als dann aber in der Seidenraupen-Facebook-Gruppe Mitch und Ansgar Interesse an einem Lauf bekundeten, schlossen wir uns schnell zusammen. Nur eine Stunde später ging es zusammen auf Tour.

Von Ansgars Wohnung in Bockum liefen wir zum Stadtwald und dann weiter über Verberg zum E-See. Oberste Prämisse: Straße und kein Matsch. Schließlich führte Mitch seine nagelneuen und sauberen Nike Lunarglides spazieren, und da es mittlerweile richtig schüttete, sollten diese nicht unnötig dreckig werden. Pussy! 😉

Damit war es aber spätestens vorbei, als wir über den Egelsberg liefen. Bekanntlich handelt es sich dabei um ein Naturschutzgebiet, Asphalt sucht man hier vergeblich. Wie eine Feder schwebte Mitch nun über Gras und Geröll, nur um seine Nikes nicht zu verdrecken. Hat auch fast geklappt 😉 Wenig später ging es dann wieder auf die Straße, die Schuhe bis auf einen kleinen Kleks fast sauber. Erneut durch Verberg und dann über die Vreed, vorbei an durftenden Hähnchen, ging es schließlich zurück zur Buschstraße. Schöner Lauf: 16,4km, zwar nass und kalt, aber wenigestens nicht auf der Couch vergammelt…