Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Januar, 2013

Noch 246 Tage! Ähhh, was?

Höhenprofil In genau 246 Tagen, also am 5. Oktober, fällt der Startschuss zum Zeeland-Marathon 2013 – erstmals mit Beteiligung einer Seidenraupe. Während Seidenräupchen Eva eine Woche zuvor durch Berlin läuft und sich andere Seidenraupen in Köln tummeln, packe ich den Marathon in den Niederlanden an.

Die Bilder lassen einiges erwarten, zahlreiche Kilometer führen gar über Strand. Fast immer bewegt man sich in Wassernähe, hoffen wir mal darauf, dass der Wind gut steht. Anbei schon einmal das Höhenprofil – ein Klacks gegenüber jedem Bergmarathon, doch ich glaube, dass DüneraufDünerunter auch ganz gut in die Beine geht.


Ergebnisse aus Duisburg

Die Seidenraupen haben sich bei widrigen Verhältnissen am vergangenen Samstag durch die Hölle von Duisburg gequält. Wie schon berichtet, hatten die Organisatoren wegen Schneefalls die ursprünglichen 10k-Strecke gecancelt und die Läufer dafür zweimal über die 5k-Runde geschickt. Im Umkehrschluss bedeutete das aber auch zweimal gegen den eisigen Wind (inkl. Schnee) entlang der Regattabahn ankämpfen und zweimal durch den dichten Schnee im Wedau-Wald rutschen.

Dennoch können sich die Zeiten mehr als sehen lassen. Schnellste Seidenraupe war Henne Hahn, der nach 39.02 im Ziel war (Gesamt: 40 / AK M22 (was immer das auch für eine Klasse sein soll): 7.). Es folgen Manuel Antonio da Kölker el rey in 41:03 (104./M30:21.), Marcus Noack 41.26 (118./M30:25.), Axel Celik 44.11 (272./M35:37.), Ansgar van de Loo 45.56 (421./M35:54), Moritz-Maria Neder 46.08 (31./W30:4.) und Johannes Noack 56.16 (1635./M22:101.).


Die Streif

Während wir also gleich in Duisburg über die Asphaltpiste brettern, steht für die Skirennfahrer heute das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel an.
Kennen wir. Denn auch wir haben uns beim Transalpine-Run über die Streif gewagt – wohlgemerkt zu Fuß und von unten nach oben. Runter fahren kann ja jeder.

Hier gibts nun nochmal nen Blick zurück in die Kletterpartie rauf. Und wir können sagen: Es war anstrengend!


1. Lauf der Duisburger Winterlaufserie findet statt

LaufstreckeDie Entscheidung ist gefallen, der erste Lauf der Duisburger Winterlaufserie am morgigen Samstag findet statt. Zwar nicht planmäßig, dafür war dann doch zu viel Winter in den vergangenen Tagen, aber immerhin. Die Laufstrecke ist nun eine 5-Kilometer-Runde, weitgehend an der und parallel der Regattabahn, die zweimal gelaufen wird. Der Zieleinlauf wird auf die Margaretenstrasse verlegt.

Ob die ersten Läufe der Serie in die Wertung kommen, wird am Samstag nach den Läufen entschieden. Uns egal, Hauptsache es gibt danach nen schnelles Helles!

Eine Absage bleibt dennoch nicht ausgeschlossen, wenn sich die Verhältnisse wieder deutlich verschlechtern.


Routen-Änderungen in Duisburg

Laufstrecke
Wir hatten es erwartet, eine große Überraschung ist es also nicht: Der erste Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie findet nicht auf der üblichen 10k-Runde statt, sondern, wenn überhaupt, auf einer Alternativ-Route. Noch ist jedoch nicht ganz klar, welche dies sein wird. Auch die Absage ist noch nicht ganz vom Tisch.
Wahrscheinlich ist aber, dass die 5k-Strecke der kleinen Serie doppelt gelaufen wird. Ebenfalls in der Verlosung ist allerdings auch ein fünfmaliges Umrunden des Wedau-Stadions. Entschieden wird laut Newsletter des ASV Duisburg am Freitag. So oder so ist das Ziel nicht im Leichtathletik-Stadion, da die Tartan-Bahn nicht beschädigt werden soll.
Die Wettervoraussage geht mittlerweile nicht mehr von Neuschnee aus, mit -2 Grad wird es aber auch so frostig genug. Da hilft auch nicht die vorhergesagt Sonne.

Für die Seidenraupen am Start
Celik, Ali 3952 Krefeld
da Kölker el rey, Manuel Antonio 3947
Hahn, Hendrik 3408
Neder, Eva-Maria 3948
Noack, Johannes 3949
Noack, Markus 3950
van de Loo, Ansgar 3951

Bis auf Henne starten alle um 16 Uhr. Da es sich um eine Sammelanmeldung handelt, werde ich die Startnummern 3947 bis 3952 abholen.

Grundlagen-Infos (Abholung der Startnummer, Anfahrt, Duschen, wie, wo was) gibt es hier.

Einen schönen Artikel über den Lauf gibts in der Runners World.


Mit neuen Shirts in Duisburg

Seidenraupen-Shirts Die Seidenraupen präsentieren am kommenden Samstag beim Start der Duisburger Winterlaufserie ihre neuen Laufshirts aus dem Hause Borgmann. Das knallige Orange war schon beim Silvesterlauf im Forstwald zu sehen, nun wird es auch in Duisburg präsentiert.

Übrigens wird Moritz für Eva an den Start gehen. Sie laboriert noch immer an den Folgen ihrer Weisheitszahn-OP und setzt daher aus. Da sie beim zweiten Lauf aus beruflichen Gründen nicht starten kann, wird Moritz auch hier in die Bresche springen. Mal sehen, wer sich von den beiden im März für den Halbmarathon gerüstet sieht?!

Sappeurstuff 001 Gelüftet wurde auch das Geheimnis des Sommer-Outfits für die weiblichen Seidenraupen. Kann sich doch sehen lassen, oder?


Duisburg vor der Brust, Schnee unterm Schuh und 2012 nochmal kurz im Kopf und in den Beinen

Die für den Niederrheiner arktischen Temperaturen und das damit verbundene Schneechaos halten an – und lassen den ersten Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie am kommenden Samstag zu einer Wundertüte und wahrscheinlich zu einer Dreckssau-Veranstaltung werden.

Seit nunmehr über einer Woche verzückt die weiße Pracht ganz Krefeld. Auch die Mainareas der Seidenraupen, der Stadtwald, der Forstwald und der E-See verschwinden unter einer dicken Schneedecke. Einfacher wird das Laufen dadurch nicht, Profilschuhe und Winterpellen sind im Moment unabdingbar. An ein Ende der Frostperiode wollen wir erst gar nicht denken, denn dann drohen erst einmal wieder Matsch und Morast, vielleicht ja schon in Duisburg?

Für den ersten Teil des 10k-Rennens in Duisburg macht das Wetter noch nichts aus, verläuft er doch über Asphalt. Auf dem zweiten Teil geht es dann aber durch Waldgebiet auf Naturboden – und der dürfte dann entweder glatt sein oder megaschlammig. Bei rund 5000 Startern eher letzteres, denn irgendwann bricht auch die dickste Eisschicht, auch wenn für das Wochenende deutlich geringere Temperaturen als jetzt vorausgesagt sind.

Ist das Laufen auf Schnee nun förderlich oder nicht? Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es deutlich anstrengender ist – damit wäre es dann sicherlich ein Pluspunkt, wenn man die gleichen Distanzen läuft. Allerdings ist auch immer ein wenig Gefahr mit dabei: Löcher im Boden sind ebenso nicht auf den ersten Blick ersichtlich, auch Stöcke oder dicke Steine verschwinden unter dem Schnee. Und der ist ja auch noch rutschig, zu schnell sollte man also gerade in Kurven nicht unterwegs sein.
Was es für die Gelenke bedeutet, ist auch klar. Hier und da schleichen sich Ausfallschritte ein, die natürlich nicht dem normalen Laufstil entsprechen. Auf Dauer kann es also sein, dass das/die ein oder andere Band oder Sehne ob der Überanstrengung gereizt wird.

Einen kurzen Blick zurück ins Jahr 2012 haben wir dann doch noch kurz gewagt. Und zwar der Jogmap-Stadtliga wegen. Auf dem Portal http://www.jogmap.de können Läufer ihre täglichen Kilometer eintragen. So lässt sich schnell erkennen, was man tatsächlich wann und wo gelaufen ist. Und siehe da, viele waren es nicht, die den Seidenraupen Henne und Manu in der Krefeld-Jogmap-Stadtliga 2012 das Wasser reichen konnten. Genauer gesagt, nur einer. Henne belegt mit 3794 Kilometern Platz zwei, gefolgt von Manu mit 3024 km. 500 Kilometer dahinter folgt erst der nächste Läufer, während die inoffizielle Stadtmeisterschaft erneut an rhinfo geht. 4097 Kilometer sind dann doch ein Wort. Respekt und Glückwunsch.


Pause in der Hütte 26

Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat den Denkmalpreis der Stadt Krefeld 2012 an Chris Worms übergeben. Von links: Oberbürgermeister Gregor Kathstde, der Künstler Chris Worms, Birgit Schlechter, Professor Hans-Joachim Albrecht und Gerda Schnell. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Jeder Läufer hat das gelbe Haus am Stadtwald-Eingang „Jentgesallee“ wohl schon einmal gesehen. Lange Zeit glich das Anwesen einer wüsten Baulandschaft, jetzt aber ist hier ein Kleinod entstanden, das einer Pause vor oder nach einem Lauf aller Ehren wert ist – und das vollkommen zurecht den Krefelder Denkmalpreis 2012 erhalten hat.

Eher zufällig kamen Eva und ich in den Genuss einer Privatführung. Eigentlich war ein Spaziergang durch den verschneiten Stadtwald geplant, ans Laufen ist für Eva nach ihrer Weisheitszahn-OP noch nicht wieder zu denken. Und so schlenderten wir am gelben Haus vorbei, dessen Gartenpforte heute (dem vergangenen Samstag) offen stand. Ein Windlicht und ein Schild „geöffnet“ luden zu einem langsameren Schritt ein und als uns dann der Besitzer, Chris Worms, am Tor abfing, konnten wir nicht anders, als auf seine Einladung hin den Gang in sein Anwesen zu wagen. Zunächst fiel der Blick auf einen typisch niederrheinischen Garten, der sich aber nach wenigen Schritten in eine wahre Wunderwelt verwandelte. Weiches, traumhaftes Licht (zahlreiche Lampen aus Straußeneiern sind dafür verantwortlich), Palmen und viele, viele Elemente erinnerm mehr an Bali oder Hawaii als an den Niederrhein.

Der Künstler Chris Worms hat sich hier in mühevoller Kleinarbeit ein Paradies erschaffen: So hat er zum Beispiel aus einer Eibe einen tropisch-anmutenden Baum gezaubert. Mehrere Verschläge oder Räume wirken mystisch und überall lehnen kleine oder große Werke seiner Stein-Kunst, zumeist ans Asiatischen angelehnt. Ein versteinerter Baumstamm aus Urzeiten bildet ein Zentrum des Gartens, der sich von außen in seiner Gänze nicht ansatzweise erahnen lässt.

Wiedererkennungsmerkmal: Das Schlusselement der Ketten von Birgit Schlechter. Foto: Birgit Schlechter

Wiedererkennungsmerkmal: Das Schlusselement der Ketten von Birgit Schlechter. Foto: Birgit Schlechter

In einem Wintergarten-ähnlichen Häuschen präsentiert Birgit Schlechter ihre Kunst, nämlich ansprechenden Schmuck: Ketten mit Perlen, sind hier, passend ins tropische Ambiente eingefügt, zu bestaunen. Im Preis vielleicht nicht günstig, aber, auf den ersten Blick auch zu erkennen, hochwertig und aufwändig in der nebenan gelegenen Goldschmiede produziert. Wiedererkennungsmerkmal ist der silberne Verschluss mit der Prägung „Hütte 26“, wie die beiden das Haus genannt haben. „18 Jahre wurde hier gewerkelt, jetzt sind wir fast am Ziel“, sagt sie – wohlwissend, dass eigentlich immer wieder etwas Neues gemacht wird.

Im Inneren des Hauses, das jahrelang einer Bruchbude glich, geht die Traumreise übrigens weiter. Aus einer Ulme hat Worms eine Treppe gefertigt, ein Raum weiter fühlt man sich dank der Einganspforte wie im Himalaya. Das alles zu beschreiben fällt aufgrund seiner Fülle schwer, weswegen eigentlich jeder mal vorbeischauen sollte. Wenn mich nicht alles täuscht, hat die Hütte 26 freitags und samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet (und irgendwie hoffen wir, auch im Sommer mal abends für nen Bierchen oder zwei 😉 ).

Kontaktmöglichkeiten und weitere Infos gibt es an der Gartenpforte selber und hier: http://www.huette26.de und hier: (http://www.krefeld.de/c1257455004e4fbf/html/727ec28ba06ffb17c1257aa70054aa55?opendocument).


Winter-Wonderland

Es schneit und schneit und schneit. Wer sich davon nicht abhalten lässt, sind die Seidenraupen. Schon gestern stapften Henne, Thorsten und Manu durch den Schnee, der sich dann heute vervielfacht hatte. Auch Mitch zog es in die Kälte.

Die herrschte auch am Wochenende in Bad Kissingen. Fünf Grad unter Null, aber kein Schnee, so der Wetterbericht. Eindrucksvolle Fotos der Läufe gestern, heute und vom Wochenende finden sich untenstehend. Viel Spaß damit.

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Derweil laufen die Marathon-Planungen 2013 weiter. Henne und Manu starten bekanntlich im April in Wien und beim 4Trails in den Alpen. Im September folgt Eva in Berlin. Dann träumt Manu vom Zeeland-Marathon, der zum Teil auf Dünen und im Strand stattfindet. Vom Kölsch gelockt werden Mitch, Ali und Ansgar, die alle am 13. Oktober in der Domstadt starten werden.

Und dann hätten wir da noch etwas: Seidenraupe Ali ist bekanntlich glühender Borussia Mönchengladbach-Fan. Bei seinem Trip nach Istanbul ist ein tolles Foto erschienen, mit dem er aktuell am Borussia-Fanvoting teilnimmt – und im Halbfinale steht. Was es zu gewinnen gibt, wissen wir nicht (wir hoffen auf mehrere Kisten Pils und Würstchen aus Schweinfleisch 😉 ), wohl aber, dass er noch ein paar Stimmen für den Finaleinzug benötigt. Klickt auf http://www.borussia.de/voting/ und wählt Alis Foto (links oben). Zwei Tage sind noch Zeit…


Lauferparadies Nettetal

Samstag, 14:45 in Nettetal: 2 Grad Außentemperatur, blauer Himmer, Sonnenschein und kein Wind, gibt es ein besseres Laufwetter? Wohl kaum! Spontan entschloss ich mich dazu nach Nettetal zu fahren, um am dortigen 10 km Lauf im Rahmen der Winterlaufserie teilzunehmen und die Fahne der Seidenraupen hoch zu halten. Das sich außer mit noch etliche Läufer dazu entschlossen haben sich spontan anzumelden zeigte sich am Nachmeldetisch: Lange Schlangen, alle versuchten noch schnell eine Startnummer zu ergattern. Nachdem dies geschafft war ging es sofort zum einlaufen und zur Klärung der Frage: Was ziehe ich an? Langes Shirt?!? Oder doch das kurze?!? Letztendlich habe ich mich für’s kurze entschieden, was im Nachhinein auch eine gute Wahl war.
Pünktlich um 14:45 wurden wir dann auf die Strecke geschickt. Der 10 km Lauf wird in Nettetal in 2 Gruppen aufgeteilt, so dass die Strecke nicht so überfüllt ist. Sowohl das Wetter als auch die Strecke waren wirklich optimal und landschaftlich sehr reizvoll. Schnell zeigte sich, dass die Beine fit waren und es wohl für eine ganz gute Zeit reichen würde. Aus dem letzten Jahr war mir noch die Steigung ab km 5/6 in Erinnerung geblieben. Hier kommt eine langgezogene Steigung, die den ein oder anderen Niederrheiner schon aus der Puste bringt. Das schöne an diesem Teilstück: Oben kommt die Kehrtwende und man kann es bergab schön laufen lassen.
Nach 38:36 war das Rennen dann für mich gelaufen und ich erreichte als 30 gesamt (5. in der MHK) das Ziel. Insgesamt ein sehr schöner Lauf in einer tollen Umgebung. Für alle die Interesse haben: Im Februar folgt der 12,5 km Lauf, im März der 15er, Infos gibt’s unter http://www.lc-nettetal.de/ –> es lohnt sich!

Für die Seidenraupen geht’s dann in 2 Wochen in Duisburg bei der dortigen WInterlaufserie weiter. Der Start in’s Wettkampfjahr ist also geschafft!