Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Transalpine-Run 2012

Mach es gut, lieber Gerd

Mit Bestürzung haben wir vom viel zu frühen Tod von Gerd Zinkewitz erfahren. Er ist am 30. Juni im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der Familie.

Gerd (links) und Manu beim 4Trails 2013.

Erstmals haben wir (also Henne, Eva und ich) Gerd beim Transalpine-Run 2012 kennengelernt, was quasi ja auch die Geburtsstunde der Seidenraupen war. Für uns war es damals der Einstieg ins Trailrunning, Gerd hatte da schon ein paar mehr KM im Gebirge in den Knochen. Doch darauf kam es ihm nicht an – ebenso wenig wie auf irgendwelche Top-Platzierungen. Er wollte einfach nur rennen und Spaß dabei haben – nicht mehr und nicht weniger. Dass er dabei unaufhörlich erzählte, gehörte zu seinem Naturell. Er brabbelte und brabbelte und hörte einfach nicht auf 😉 Er war ohne Zweifel einer der Läufer, die uns auch nach dem TAR2012 im Kopf blieben.

Das hatte auch folgenden Grund: Als er nach der vierten Etappe verletzungsbedingt aussteigen musste, hätte er frustriert die Sachen packen und abreisen können – was durchaus verständlich gewesen wäre. Doch Gerd dachte nicht einmal daran. Er feuerte seinen Laufpartner Jürgen, aber auch jeden anderen Läufer an. Den Kopf in den Sand stecken, das kam für ihn nicht in Frage. Im Ziel erzählte er dann von seinen großen Plänen, uns alle in einem Team vereinen zu wollen. Einen großen Sponsor würde er schon finden.

Nur ein Jahr später trafen wir (in dem Fall dann Eva und ich) Gerd dann beim 4Trails wieder. In meinem Fazit (https://seidenraupen.org/2013/07/17/4trails-das-fazit/) schrieb ich damals “ An der nächsten Verpflegungsstation traf ich auf Gerd, der ebenfalls beim TAR dabei war. Wir blieben bis zum Ziel zusammen bzw. auf Tuchfühlung und quatschten ein wenig, was ganz gut war. Alleine den Berg rauf oder runter, das merkte ich schnell, ist die ganze Sache trotz schöner Aussichten verdammt langweilig.“ Quatschen – ja, da war es wieder, das war Gerds Element. Stets voller guter Laune, immer einen Spruch auf den Lippen, dabei aber grundehrlich und positiv verrückt. Auch dieses Rennen beendete er nicht, nach Etappe drei war Schluss.

Ich bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich unser letztes Treffen war, denn irgendwie hatte oder habe ich das Gefühl, Gerd hier und da auch danach getroffen zu haben. Ob es bei Wettkämpfen oder zum Beispiel bei Revier-Guides war? Puh, keine Ahnung. Vielleicht war es auch einfach nur in den sozialen Netzwerken??? Wie auch immer, hatte es Gerd geschafft, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Umso trauriger ist es, nun von seinem viel zu frühen Tod zu erfahren. Einer, der so viel Power, so viel Energie hatte, der es trotz des eigenen Scheiterns verstand, andere mitzureißen – FUCK. Mit ihm verliert die Trail-Familie auf jeden Fall einen Großen. Mögen wir uns irgendwann noch einmal sehen und dann wieder ein paar KM zusammen laufen. Auf denn!


Throwback Friday: 1. September 2012, Startschuss des TAR

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Wahnsinn, ein wenig muss man sich schon die Augen reiben: Genau heute vor fünf Jahren fiel der Startschuss des Transalpine-Run 2012, an dem die Seidenraupen Hendrik und Manu teilnahmen. Acht Tage, 320 Kilometer und 15.000 Höhenmeter lagen damals vor den beiden, die eigentlich über keine alpinen Erfahrungen verfügten. Einfach machen, so die Devise.

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Natürlich lag vor dem Start eine harte Vorbereitungszeit: Zunächst hatten sie auf den Hamburg-Marathon trainiert und dort jeweils neue Bestzeiten vorgelegt (die heute eine herbe Enttäuschung darstellen würden), ehe nach einer kurzen Regenerationsphase die wohl härtesten zwölf Wochen in ihrem Leben anstanden. Und dann folgte ja noch die Woche des Wettkampfs.

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Erinnern wir uns: Der Startschuss zur achten Austragung fiel am 1. September 2012 in Ruhpolding. Die Route führte über die österreichischen Orte St. Johann in Tirol, Kitzbühel und Neukirchen am Großvenediger, sowie die italienischen Etappenorte Prettau im Ahrntal, Sand in Taufers, St. Vigil und Niederdorf im Pustertal. Am 8. September erreichte die Läuferschar das Ziel in Sexten. Die 8. Austragung des legendären Etappenrennens war aber nicht nur wegen seiner Rekordlänge von 320 Kilometern und 15.000 Höhenmetern ein Event der Superlative: Noch nie war das Teilnehmerfeld mit Läufern aus 32 Nationen so international besetzt und noch nie war es so hart, als Team die Ziellinie zu überqueren.

Die Herren Hahn (links) und Kölker vor den Drei Zinnen in den Dolomiten.

Die Herren Hahn (links) und Kölker vor den Drei Zinnen in den Dolomiten.

Umso mehr freuten sich jene 450 Läufer, die nach acht Tagen das begehrte Finisher-Shirt überstreifen durften. Von 300 gestarteten Zweier-Teams, beendeten schließlich 175 Paare das Rennen gemeinsam, 82 Läufer mussten sich nach dem Ausscheiden ihres Teampartners als Individual-Finisher feiern lassen. Mit sieben Etappensiegen in Folge und zwei Streckenrekorden bildeten Philipp Reiter (GER) und Iker Karrera (ESP) das stärkste Zweiergespann. Das Team „Salomon International“ sicherte sich nach insgesamt 31:53 Stunden den Gesamtsieg des TAR. Das Team Seidenraupen brauchte etwas länger: 55 Stunden, 30 Minuten und 20 Sekunden. Machte den 43. Platz in der Männerkategorie und den 128. im Gesamt-Klassement. Dafür, dass wir ankommen und nicht Letzter werden wollten, aberganz okay.

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Wer mag, kann gerne noch in den alten Berichten und Fotos blättern (hier geht es los: https://seidenraupen.org/category/trailrunning/transalpine-run-2012/page/7/; die erste Etappe in Wort und Bild oder zum Beispiel dieser coole Artikel in der RP oder im Extra-Tipp sowie einige Videos: http://www.massivesportstv.com/Videos/Extreme/(vid)/829/(offset)/20 und http://4-seasons.tv/film/gore-tex-transalpine-run-2012-die-highlights).

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Die Seidenraupen im Ziel: TAR, rock on!

Und heute?

Viel interessanter bei einem Rückblick ist ja aber eigentlich die Frage, was die Protagonisten von damals heute so machen…

 

Hendrik

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Lisa ist zusammen mit Ehemann Hendrik erstmals einen Marathon gelaufen.

Henne hat vor wenigen Monaten seine langjährige Freundin Lisa geheiratet, mit ihr verbringt er mittlerweile auch die meiste Zeit beim Laufen. Der gemeinsame Vivawest-Marathon stellt dabei den vorläufigen Höhepunkt dar. Durch seinen Jobwechsel kommt Henne räumlich bedingt leider kaum noch dazu, morgens mit Manu zu laufen. Und ist Henne dann spät abends im Feierabend, hat Manu meist schon die Kilometer in den Beinen. Der letzte gemeinsame Lauf liegt so leider Monate zurück.

 

Eva und Manu

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Eva und Manu beim Zugspitz-Halbmarathon 2016.

Auch die beiden haben geheiratet. Ende Oktober wird die Zeit fürs Laufen wohl knapper werden, dann nämlich wird Töchterchen Lou geboren. Zuvor ist Manu noch einmal beim Köln-Marathon als 3h-Pacemaker am Start, eine Schallmauer, die er nun schon mehrfach gebrochen hat. Eva hat derweil den Umständen entsprechend auf Walken umgestellt. Die beiden wird man dann wohl öfters mit dem Mountain-Buggy sehen.

 

Weggefährten von damals

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Harry (rechts) war bei der 4Trails-Etappe drei mit dabei…

Einige wenige verliert man dann doch nicht aus den Augen, allen voran Harry Grubert, mit dem Manu bis heute eine gute Freundschaft verbindet. Harry hat vor einem Jahr seine Nici geheiratet, und die Kölkers waren sehr froh, bei dieser Hochzeit dabei sein zu können. Mittlerweile ist Sohnemann Tim auch schon ein paar Wochen auf der Welt und wir können es kaum erwarten, wenn er mit Lou gemeinsam die Berge hochkraxelt (während Harry und Manu auf der Hütte zehn Halbe konsumieren).

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Koen und Andrea rockten mit!

Den anderen des Teams Running Prezel, Koen, konnten wir bei Nicis und Harrys Hochzeit erstmals seit langer Zeit wiedersehen, hat ebenfalls sofort wieder gepasst. Er hat mittlerweile die Laufschuhe gegen das Stand-Up-Paddel getauscht.

Den dritten Krefelder beim TAR2012, Stefan, hat Manu zuletzt vor einem Jahr (oder so) getroffen. Noch immer erzählt man zwischen Ruhpolding und Sexten von diesen unglaublichen Schnarchgeräuschen 😉 Er hat übrigens kürzlich den UTMB gerockt – krasse Sache.

Christopher vom Team Pfälzer Buwe war wie Manu beim 4Trails dabei, danach verlor sich leider seine Spur.

Tristan, der verrückten Aussie, der in 52 Wochen in 52 Ländern 52 Marathons lief und sich damit den Frust seines Jobverlusts von der Seele lief, ist mittlerweile zweifacher Vater. Er ist noch immer eine Laufsport-Ikone in Down Under. Über Facebook schreibt man sich gelegentlich…ebenfalls über Facebook sieht man hin und wieder die Gensers, Franzi und ihren Bruder Florian. Beide, wie es scheint, immer noch sehr sportlich unterwegs.

Und die Sieger von damals, Philipp Reiter und Iker Karrera? Philipp ist immer noch schwer aktiv, klettert, rennt, fährt Ski, macht eigentlich alles, nämlich auch fotografieren währenddessen. Bei Iker dagegen verliert sich seine Spur ab 2014 – er ist jetzt aber auch schon 42 Jahre alt, und daher nicht mehr ganz der Jüngste… 😉 Was ich mich gerade frage: War Andi Menz eigentlich damals auch dabei?


Ein grandioses Wiedersehen mit den Bretzel-Boys

Was für eine rauschende Nacht, die wir da verleben durften: Nici und Harry Grubert hatten Eva und mich zu ihrer Hochzeit in das ferne Vagen/Bruckmühl eingeladen – eine Einladung, der wir gerne gefolgt waren.

Das Besondere daran: Harry und Nici haben wir beim Transalpine Run 2012 kennengelernt, quasi der Geburtsstunde der Seidenraupen. Harry lief mit seinem Partner Koen, der ebenfalls am Samstag mit uns rockte, als Team „Running Pretzel“ über die Berge, ich war mit Hendrik unterwegs. Zwar hatten wir auf den Etappen kaum etwas miteinander zu tun, dafür aber danach. Und als Harry dann ein Jahr später beim 4Trails vorbeischaute und mich auf einer Etappe unterstützte (Hendrik musste ja verletzungsbedingt absagen), war klar, dass wir auf einer Wellenlänge funken.

Und so war auch das ganze verlängerte Wochenende im Süden ein toller Trip. Nach einem Zwischenstopp bei meiner Tante Connie (Danke noch einmal) ging es weiter nach Höhenrain. Dort trafen wir dann das Hochzeitspaar am späten Freitagabend. Samstagmorgen ging es dann natürlich auf eine Laufrunde mit Harry und Hündin Kimba, ehe wir Harry ins Dress verhalfen. Und dann wurde geheiratet!

Was für ein rauschendes Fest, bei dem wir mit Koen und seiner Frau Andrea, Pretzel-Sponsor Stefan Dümig und vielen anderen die Nacht zum Tage machten…am Sonntagmorgen trennten wir uns schließlich mit dickem Kopf und mit der festen Absicht, bald wieder zusammenzutreffen. Anvisiert wird unter anderem die Zugspitz Trail Challenge mit dem Marathon. Yeahhhh!!!

Stefan trotzt dem Wetter

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Stefan im Ziel.

Stefan Glaudo hat sich beim ersten Lauf der Winterlauf-Serie in Duisburg nicht vom Wetter beirren lassen. 46:10min benötigte er für die nassen und windigen zehn Kilometer rund um die Regattabahn. Cool!

 


4Trails – das Fazit

Abfahrt nach Garmisch

Abfahrt nach Garmisch

Vier Tage nach dem Finish des 4Trails ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Der Vergleich zum Transalpine Run im vergangenen Jahr bietet sich dabei natürlich an, auch weil diesmal einige Sachen anders waren – ob besser oder schlechter, wird dieses Fazit zeigen.
Wer sich nicht durch den folgenden, längeren Text kämpfen möchte, für den gibt’s hier das Kurz-Fazit: Der 4Trails gleicht von der Orga dem TAR, das Orga-Team PlanB macht auch hier seine Sache sehr gut.

Die 4Trails-Strecken sind eine Spur härter, es wird weniger gerannt, dafür mehr geklettert. Die mehr Höhenmeter belegen das: Beim 4Trails sind auf vier Etappen 10.000 Meter im Aufstieg zu bewältigen, beim TAR sind es bei acht Etappen 15.000 Meter gewesen. Die zurückzulegenden Distanzen sind auf die Renntage heruntergerechnet ähnlich: 4Trails 160km, TAR 320km.
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Leider kommt der Teamgedanken beim 4Trails, der als Einzelperson gelaufen wird, nicht so deutlich rüber wie beim TAR, der im Duo zu absolvieren ist. Zudem entwickelt sich beim TAR (wahrscheinlich auch bedingt durch die längere Zeit) eine schönere Gruppendynamik.
Fazit: Wer den TAR schon gelaufen ist, wird vom 4Trails vielleicht etwas enttäuscht sein. Andersherum: Wer vom 4Trails begeistert ist und den TAR anstrebt, wird begeistert sein, da hier etwas mehr Spirit drin steckt. Läuferisch stehen beide auf einer Stufe, der 4Trails ist jedoch als härter einzustufen. Da der 4Trails im Juli stattfindet, kann es hier deutlich wärmer sein als beim TAR im September.

Und hier die Langversion:

Die Vorbereitung
Beginnen möchte ich mit der Vorbereitung in sportlicher Hinsicht. Diese verlief für mich ähnlich wie beim TAR. Der Trainingsplan war der gleiche, vielleicht etwas abgeschwächt, da ja diesmal nur vier, statt acht Tagesetappen zu laufen waren. Verzichtet haben wir, also Hendrik und ich, auf die paar Einheiten in der Höhenkabine und auf die Halde Norddeutschland mit ihrer tückischen Himmelsleiter. Dafür wurden diesmal längere Routen gelaufen, zum Teil deutlich schneller, als im Trainingsplan angegeben. Ein gutes Zeichen waren die verdammt schnellen Wettbewerbe zwischendurch: egal ob in Neuss, Kempen oder beim Charity Run – Bestzeiten oder nahe der Bestzeit. Ein Trainingslager am Nebelhorn, also diesmal im Hochgebirge, rundete die perfekte Vorbereitung ab.
In Sachen Organisation war schnell klar, dass wir diesmal die Variante „Pensionen“ dem Wohnmobil vorziehen werden. Nachbetrachtet ein großer Vorteil, denn mit der Absage von Henne wäre ein solches Mobil wohl etwas überdimensioniert gewesen. Auch war klar, dass der Aufwand nicht der gleiche wie beim TAR werden würde. Allein was das Gepäck angeht: waren wir 2012 noch mit riesigem Material angereist, konnten wir, nun sind Eva und ich gemeint, dieses diesmal minimieren – vor allem, als feststand, dass Henne wegen seiner Achillessehnenreizung ausfallen würde.

Das Briefing

Das Briefing

Willkommen Garmisch
Das Briefing in Garmisch bzgl. des kompletten Rennens und der ersten Etappe glich dem beim TAR – wenn auch Wölfi fehlte 😉 im Grunde war es also nix neues für uns, auch wenn diesmal Eva vielleicht ein wenig deutlicher hinhörte, wollte sie doch bei der ersten Etappe erstmals ein wenig Trailrunning-Luft schnuppern.
Links: Christopher. Heuer eine Rakete!

Links: Christopher. Heuer eine Rakete!


Positiver Zufall: An dem Tisch, an dem wir saßen, saß auch Christopher, den wir beim TAR kennengelernt hatten. Er war diesmal ohne seinen Laufpartner Franz unterwegs, war also auch auf sich alleine gestellt (fraglich, ob Franz ihm hätte folgen können, so flott war der Pfälzer Bube heuer drauf).
Den späteren Abend verbrachten wir dann zusammen mit den Raubals, bei denen wir an diesem Tag unterkamen. Ein sehr nettes Zusammentreffen. Für die Unterkunft und das traumhafte Frühstück am Morgen sagen wir gerne noch einmal DANKE. Als einzig negativ bleibt für GAP festzuhalten, dass ich irgendwo hier meine reche Schlaufe vom Stock verlor. Andere hätte das verrückt gemacht, mich nervte es nur ein wenig 😉
Schlimmer ins Gewicht fiel dagegen, dass ich alle meine Lauf-Schlüpper in Krefeld vergessen hatte. Bei zwei meiner Hosen stellte das kein Problem dar, da sie über Innenhosen verfügten, für die beiden anderen Etappen musste ich mir was einfallen lassen. Eva kaufte mir deswegen nen neuen Unterzieher, den ich dann eben einmal waschen musste (geschickterweise fand ich die Unterhosen dann doch noch, natürlich nachdem der 4Trails beendet war – verdammte Axt!).

Gipfelstürmer

Gipfelstürmer


Etappe1: Garmisch-Partenkirchen – Ehrwald, 36,3 Kilometer, 2410m Aufstieg, 2113m Abstieg
Los ging es dann am Morgen, wobei ich keine Spur aufgeregt war – das übernahm Eva 😉 Nach nur zwei Kilometern ging es dann das erste Mal bergauf. Die gutgemeinte Möglichkeit vom Organisator PlanB, bei der ersten Etappe auch Schnupperläufer zuzulassen, mag angesichts der Charakteristik der Strecke als mutig bezeichnet werden. Sechs zum Teil doch sehr heftige Anstiege dürften für die meisten Schnupperläufer eher als Abschreckung denn als Ansporn gewirkt haben.

Dass Eva und ich beschlossen hatten, mindestens bis zur ersten Verpflegungsstelle zusammenzubleiben, mag mir vielleicht Zeit gekostet haben, auf die Uhr sollte man beim Trailrunning ja aber eh nicht allzu oft schauen, Vergleiche zu Straßenrennen bieten sich hier nun einmal gar nicht an.

Staatsgrenze Österreich

Staatsgrenze Österreich


Für Eva war es eine bittere Lehrstunde, sie kam überhaupt nicht ins Rennen und kämpfte mehr mit sich selbst, als mit den Bergen. Nach rund 3:30 Stunden stand für sie fest, es bei dem Versuch zu belassen und bei der nächsten Möglichkeit, das war die Ortschaft Hammersbach (Kilometer 16) auszusteigen. Dass die erste Verpflegungsstation von PlanB vergessen wurde, macht die Sache nicht besser – dafür entschuldigte sich der Verantwortliche aber am Abend, womit die Sache auch gegessen war.
Für mich war das der Startschuss, etwas an Tempo zuzulegen, doch zu sehr wollte ich es nicht übertreiben, schließlich knallte die Sonne bereits beträchtlich. Im Laufe der 20 noch zulaufenden Kilometer änderte sich das Wetter leider sehr um negativen. Es wurde nicht nur noch wärmer, sondern auch verdammt schwül. An der nächsten Verpflegungsstation traf ich auf Gerd, der ebenfalls beim TAR dabei war. Wir blieben bis zum Ziel zusammen bzw. auf Tuchfühlung und quatschten ein wenig, was ganz gut war. Alleine den Berg rauf oder runter, das merkte ich schnell, ist die ganze Sache trotz schöner Aussichten verdammt langweilig.

Zieleinlauf in Ehrwald: Nass!

Zieleinlauf in Ehrwald: Nass!


Schon bei der ersten Etappe stellte ich fest, dass viele Läufer auf sich fixiert waren. Der Teamgedanke, der beim TAR vorherrschte, da man hier zwingend zu zweit laufen muss, war bei weitem nicht so ausgeprägt – positive Gegenbeispiele waren die vielen spanischen Starter, die sich zu Teams bzw. Laufpartnerschaften zusammengetan hatten. So richtig ins Gespräch kam man nur mit wenigen Leuten, schade eigentlich.

Die Massage, übrigens die gleiche Crew wie beim TAR, war an diesem Tag in einer Tennishalle untergebracht, in der man sich auch duschen konnte. Das war ganz in Ordnung. Weniger in Ordnung war das Essen: verbrannte Kartoffeln, zähes Fleisch und Spiegelei. Siegerehrung, Bilder und Video des Tages glichen dem TAR-Szenario, sogar die Musik war die gleiche. Eher dürtig, vor allem, weil man wusste, das nun ein paar Mal erleben zu müssen.
Unsere Unterkunft (Haus Melmer) passte ins Bild. Zum Glück mussten wir hier nur ein paar Stündchen schlafen, ehe um 5 Uhr schon wieder der Wecker klingelte.

Und los gehts.

Und los gehts.


Etappe 2 Ehrwald – Imst, 45,3 Kilometer, 2723m Aufstieg, 2940m Abstieg
Der Start um 7 Uhr ließ erahnen, dass hier heute ein richtiger Brocken auf mich warten würde. Und das wurde sogleich auch bestätigt. Der Anstieg hoch zur Grünsteinscharte (2272 Meter hoch) war kein Zuckerschlecken, vor allem, weil es schon wieder richtig warm war. Allerdings ging es dann ganz oben durch Schnee und Eis. Die „gefährliche Passage“ verdiente ihren Namen: wenn hier jemand die rund 300 Meter runtergepurzelt wäre, hätte er sich nicht nur richtig weh getan, sondern hätte wahrscheinlich auch noch etliche andere Läufer, die sich wie an einer Perlenkette aneinandergereiht den Berg hochkämpften, mit ihn die Tiefe gerissen, so steil war es hier. Und verdammt glitschig: einen kleinen Popobremser nahm ich schmunzelnd in Kauf, ärgerlicher war, dass ich mich an einem scharfkantigen Felsen abstützte und mir sofort die Hand aufriss. Aua.
Blick runter in den Kessel.

Blick runter in den Kessel.


Es lief dennoch richtig gut, sogar der Downhill war kein Problem und machte richtig Spaß, auch wenn ich merkte, dass bei längerer ähnlicher Beanspruchung die Waden irgendwann dicht machen würden.
Aus diesem Grund nahm ich bei Checkpoint zwei, Kilometer 25, Magnesium in Kombination mit Salz, um möglichen Krämpfen vorzubeugen. Eine falsche Entscheidung? Jedenfalls ging ab hier nicht mehr viel: ich mühte mich und der Körper rebellierte. Krämpfe in den Waden, Oberschenkeln, sogar in den Fingern, dazu Magenprobleme, erschwerten den Anstieg auf den zweiten Tagesgipfel und machten den Abstieg zu einer Tortur. Ich hatte das Gefühl, keinen Meter mehr von der Stelle zu kommen, jeder Schritt kostete unglaublich viel Kraft. Positiv war lediglich, dass das Rennen schon weit fortgeschritten war und nicht mehr ganz so viele Kilometer zu absolvieren waren. Und so kämpfte ich weiter und weiter, um nach 9:36h das Ziel zu erreichen. Eine lange langweilige Zeit.
Tolles Panorama...

Tolles Panorama…


In meinen Waden spielten sich danach Szenen ab, die an einen Alien-Film erinnerten, und ich brauchte später eine halbe Stunde (oder noch länger?), um mich aus der Waagerechten wieder in eine aufrechte Position zu bringen. Krämpfe durchzuckten immer wieder meinen Körper, die medizinische Abteilung riet zu viel Flüssigkeit, die aber nicht lange im Körper bleiben wollte. An Nahrungsaufnahme (schade, die Lasagne war wohl ganz lecker) war an diesem Tag nicht mehr zu denken. Ob es am nächsten Tag weiter gehen kann? Jedenfalls gestaltete sich die Massage (in einem Rohbau) als hilfreich, zumindest konnte ich danach wieder einen Fuß vor der anderen setzen…
Als durchschnittlich darf an diesem Abend unsere Herberge, das Haus Rumml, bewertet werden. Die Mutter des Hauses gab sich zudem große Mühe, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Harry (rechts) war bei Etappe drei mit dabei...

Harry (rechts) war bei Etappe drei mit dabei…

Etappe 3 Imst-Landeck, 33,6 km, 1844m Aufstieg, 1804m Abstieg
Nachbetrachtet die schönste aller Etappen, denn mit Harry Grubert, ebenfalls beim TAR kennengelernt, hatte ich heute über die komplette Distanz einen Laufpartner dabei. Oberstes Credo: Spaß haben, quatschen, den Lauf genießen. Auch wenn ich noch ein wenig den Vortag und die unruhige Nacht in den Knochen oder auch im ganzen Körper hatte, tat es sehr gut, einen Freund an der Seite zu haben. Die Etappe heute sollte überschaubar sein, so hatten die Macher gesagt, und das zeigte sich auch sehr bald.
Start zur dritten Etappe.

Start zur dritten Etappe.


Auch wenn der Aufstieg zur 2512 Meter hohen Glanderspitz mit 1844 Metern Höhenmetern natürlich kein Zuckerschlecken war und irgendwie kein Ende nahm, so war es diesmal angenehm, wenn man davon sprechen kann. Harry machte gute Laune und wie erwartet eine Menge Fotos und Videos und stellte diese direkt auch Online, das Wetter war okay und das Wissen, gleich schon wieder im Ziel zu sein, tat sein Übrigens. Die letzten fünf Kilometer waren echt cool zu laufen, Downhill eben, und das trotz harter Oberschenkel. Einziger Wermutstropfen: Cola-LIGHT bei der letzten Verpflegungsstation.
Päuschchen...

Päuschchen…


Da wir dementsprechend fix im Ziel waren, konnten wir die nächsten paar Stündchen in der Landecker Innenstadt relaxen – einfach nur top. Das Essen, Nudeln mit Bolo-Soße, war okay und unsere Unterkunft, der Spisshof im nahen Grins, die bis dahin beste, die wir erleben durften. Nach der Massage im örtlichen Kinosaal (!) haben wir noch ein leckerers Abschluss-Weizen mit Nici und Harry genießen können, ehe es in die Falle ging. Schließlich wartete die Königsetappe am letzten Tag auf mich.

Alpenlandschaft Serfaus.

Alpenlandschaft Serfaus.

Etappe 4 Landeck – Samnaun, 47km, 2844m Aufstieg, 1820m Abstieg
Durch eine Straßensperrung wurde es den ursprünglichen 44 Kilometern 47, doch so richtig bedeutend war das nicht, was machen bei so einer Distanz 3000 zusätzliche Meter schon aus?! Dafür war aber der Anstieg auf das Fisser Joch richtig brutal. Was im Winter eine schwarze Piste ist, war für uns der Aufstieg, und der spätere Sieger sagte, dass selbst die Führungsgruppe hier gegangen sei – bezeichnend. 1600 Meter ging es zum Teil extrem steil nach oben, einfach nur krass, denn diesmal sollte das ja nicht der einzige Berg sein, den es zu erklimmen galt.

Die Kölner Hütte ist nah!

Die Kölner Hütte ist nah!


Gut war, dass kurz danach ein gemütlicher Abstieg zur Kölner Hütte (leider zu und demnach kein Kölsch) folgte, wo Eva, Nici und Harry warteten. Die Spontan-Massage durch Harry und die kühle Apfelschorle taten Wunder.
Doch so schnell der Spaß da war, so schnell war er auch wieder verflogen: Elf Kilometer sollte es nun stetig nach oben gehen, immer wieder über eine Kuppe, um danach die nächste zu erkennen. Irgendwann macht das Spielchen keine Lust mehr, vor allem, weil Gespräche auf dieser Höhe (weit über 2500 Meter) kaum noch geführt wurden und jeder nur an sich dachte.
Vom TAR wusste ich noch, dass der höchste Gipfel regelrecht gefeiert wurde. Partystimmung, Fotografen, ein Schild „Highest peak of the race“ – und nun? Nichts, die schneebedeckte Ochsenscharte auf über 2800 Metern Höhe, war verwaist, sieht man mal von den beiden Docs ab, die die Läufer nach dem Wohlbefinden fragten. Jetzt aber nur noch runter, ab ins Ziel. Zwar machte langsam der Oberschenkel zu und die Wade meldete sich, aber das war mir jetzt egal. Endlich konnte ich auch mal ein paar Läufer kassieren. Bock machte das zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon nicht mehr, aber irgendwie will bzw. muss man ja auch ankommen.
Nett...

Nett…


Bei der letzten Verpflegungsstation gab es dann echte Cola 😉 und die Sprüche, die irgendwer auf den letzten Kilometern angebracht hatte, motivierten mich weiter. Als dann irgendwann Eva auftauchte, war ich sehr glücklich. Sie begleitete mich auf den letzten vier Kilometern nach Samnaun, ein schöner Abschluss dieser (Tor-)Tour.
Endlich im Ziel

Endlich im Ziel


Zieleinlauf. Medaille, Cola, PIZZA (stark!), Freude. Mann, was für ein Stück Arbeit – und das zumeist alleine, was bisweilen echt langweilig war. Ein wenig den Moment genießen. Natürlich nicht vergleichbar mit dem TAR, aber doch auch schön…
Abends ging es dann stilecht oben aufn Berg weiter. Coole Location. Und lecker, nur leider zu wenige Kellnerinnen. Und eine viiiiiiel zu lange Siegerehrung samt Finisher-Shirts-Übergabe. Irgendwann will man dann nur noch ins Bett…ab ins schicke Smart-Hotel. Schlafen.

Da ist das Ding

Da ist das Ding


Die Ergebnisse in Zahlen:
Overall: 33:41:46h, Männer-Ges.: 275/386, AK: 110/131
Etappe 1: Garmisch-Ehrwald, 36,3km, 2410m Auf, 2113m Ab: 7:36.40h; Ges.: 325./386, AK120./131.
Etappe 2: Ehrwald-Imst, 45,3km, 2723m Auf, 2940m Ab: 9:38.14h; Ges.: 257/359, AK: 105./125
Etappe 3: Imst-Landeck, 33,6 km, 1844m Auf, 1804m Ab: 6:31:14; Ges.: 291./326, AK: 111./115.
Etappe 4: Landeck-Samnaun, 47km, 2844m Auf, 1820m Ab: 9.55.37h, Ges.: 269/319, AK: 104/112.


Kalda & Mayntzhusen sponsorn die drei Wiener

Ebenfalls ein großer Unterstützer der Seidenraupen: Der garten- und Landschaftsbetrieb Kalda & Maynthusen.

Ebenfalls ein großer Unterstützer der Seidenraupen: Der garten- und Landschaftsbetrieb Kalda & Maynthusen.

Auch der Garten- und Landschaftsbau-Betrieb Kalda & Mayntzhusen unterstützt die drei Seidenraupen Eva, Henne und Manu, die in Wien beim (Halb-)Marathon an den Start gehen. Dabei wird das markante Logo der Gala-Bauer auf den schicken neuen Shirts zu sehen sein.

Mitinhaber Moritz Mayntzhusen ist quasi seit Beginn bei den Seidenraupen aktiv, er erholt sich allerdings gerade mühsam von einem Kreuzbandriss. So werden Laufeinheiten auch schon einmal gerne ins Badezentrum verlegt, um hier ein paar Bahnen Aqua-Jogging zu absolvieren. Eine gar nicht mal so einfache Geschichte, wie man sie sich eigentlich vorstellt. Seine hier gesammelte Fitness hat Moritz zuletzt bei der Duisburger Winterlauf-Serie unter Beweis gestellt, wo er die zehn und 15-Kilometer-Strecke in guten Zeiten absolvierte.

Auch schon für den Transalpine-Run war Moritz ein Seidenraupen-Supporter. Neben einer finanziellen Spritze begleitete er Henne und Manuel ins Trainingslager im Ahrtal und war auch bei langen Einheiten in Krefeld als Proviant-Posten tätig. Auch dafür nochmal ein digges Danke! 🙂


Energy Boost: Die ersten Eindrücke

Frisch aus der Packung: Der Energy Boost. Im Hintergrund: "Niederrheinische Küche"

Frisch aus der Packung: Der Energy Boost. Im Hintergrund: „Niederrheinische Küche“

Nach der vollzogenen und endgültigen Trennung von meinen heißgeliebten Supernovas habe ich mal tief in den Geldbeutel gegriffen und mir die neuen, angeblich revolutionären Adidas Energy Boost (www.adidas.de/boost) gekauft. „Seine Mittelsohle stellt mit 1000 speziellen Energiekapseln ein absolutes Novum dar und sorgt zusammen mit der weichen Dämpfung für eine extrem hohe Energierückgewinnung. Ob Wettkämpfer oder Einsteiger, der Schuh eignet sich für jeden Sportfan und wird auch Euch in seinen Bann ziehen!“ So schreibt die Werbung. Ob das jetzt alles stimmt? Wer weiß. Hier aber mal meine ersten Eindrücke.

Der Schuh kommt optisch unspektakulär und sehr leicht daher. Das Obermaterial erinnert ein wenig an die Nike Free-Serie. So richtig wasserabweisend dürfte es nicht sein, da dünne Stoffanteile überwiegen. In der Verse ist der Schuh stabil, schränkt aber nicht ein.
Vorsicht sei Internetbestellern geboten: der Energy Boost fällt sehr klein aus. Erst seit zwei, drei Schuhen laufe ich in 45 1/3, obwohl mir regulär Schuhe der Größe 44 passen, Tendenz zur 43. Auch in Fußballschuhen bin ich regelmäßig mit 44 2/3 ausgekommen, beim Laufen habe ich es dagegen gerne etwas lockerer. So viel Platz, wie ich in den Supernovas bei der gleichen Größe habe, habe ich nun nicht mehr. Ich denke aber, dass sich das durch das weiche Obermaterial nicht negativ auswirkt.
Die Sohle weist zwar Profil auf, jedoch nicht wirklich viel. Keine Ahnung, ob man hier bewusst gespart hat, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man 1000 km mit diesem Schuh laufen kann, es sei denn, man steht auf Slicks.
Die Dämpfung (sieht so aus wie Styropor) ist dann aber tatsächlich der Hit. Ich habe den Schuh nun einmal bei einem lockeren Waldlauf angehabt und bei einem flotten Straßenlauf. Im Wald habe ich von Stöcken oder Steinen auf dem Weg nichts gemerkt, auch auf der Straße lief es sich wirklich angenehm weich. Ob ich jetzt Energie zurückgewonnen habe? Puh – wer soll mir das beweisen? Ich werde auf jeden Fall berichten, wie er sich so verhält…

Und jetzt was für die Girlz. Selbst Models tragen den Schuh:

Und zum Schluss noch zwei Linktipps: Rene, ein neuer Mitläufer bei den Seidenraupen, empfiehlt folgende Bücher zum Gratis-Download: http://www.ingo-froboese.de/download/.
Und hier gibts nen paar nette Hinweise in Sachen Trailrunning: http://www.asics.de/running/Wissen/umstieg-auf-trail-running/


Joggen mit Windeln für Erwachsene – oder auch: Hier wird Ihnen geholfen!

Fast 15.000 Besucher haben uns seit Beginn des Seidenraupens-Blog im Dezember 2011 besucht – eine stolze Zahl und mit ein Grund, mal ein Blick hinter die Zahlen zu werfen.

Aktuell sind nach 172 Artikeln und 38 Kommentaren 14.682 Besucher auf diesem Blog gewesen, bei einer durchschnittlichen Besucherzahl von rund 35 pro Tag wird die Zahl also bald erreicht. Für unsere Sponsoren-Partner natürlich eine nicht zu verkennende Zahl. Zudem finden sich nicht selten deren Namen und die Namen der Betriebe in den Google-Suchbegriffen wieder, über die die Besucher dann auf unserer Seite landen.

So suchten fast 100 Menschen nach dem leider viel zu früh verstorbenen Werner Mosch und seiner Zurich-Versicherungsagentur bzw. seinem Minigolfplatz und landeten bei uns. Über die Google-Suche nach Moritz Mayntzhusen und seinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb kamen rund 50 Besucher auf unsere Seite, bei Radsport Weyers waren es immerhin knapp 20. Weitere Firmensuchen waren Siempelkamp, Lambertz, Intersport Borgmann, Finanzguru Björn Beudgen (zertifizierter Finanzspezialist eafp), Wellsports, das Caravan Center Krefeld Treeker und Pflege Optimal – nahezu alle anderen Sponsoren wurden ebenfalls gesucht und dank der Verlinkung der Firmenlogos auf der rechten Seite wurden die Suchenden hoffentlich auch fündig.

Ohne Zweifel der beste Google-Suchbegriff, der auf unsere Seite führte – und das direkt zweimal: „Joggen mit Windeln für Erwachsene“. Man sieht also deutlich, zu was ein Geschenk beim Schrottwichteln führen kann 😉
Auch hoffen wir, Fragen wie „Wie kommen Seidenraupen in mein Wohnzimmer?“, „Welchen Herzschlag hat eine Raupe“, „Schießen Seidenraupen“ (schießen, nicht scheißen!) und „Wie Wohnmobil aufpimpen“ beantwortet zu haben. Durchaus ernstgemeinte Fragen gab es nach Lauf-Rücksäckken, Energydrinks und der richtigen Schuhwahl.
Sehr gewundert haben wir uns, dass auch die Suchbegriffe „harte Nippel boys“, „Jungs im Schwimmbad“ und „Dicke haben dicke Beine“ zu unserer Seite führen. Und fast ganz vergessen, dass wir einst Mickie Krauses „Nur noch Schuhe an“ verlinkt hatten – im Oktober 2012. Dafür, dass der Song erst jetzt zu Karneval so richtig abging, fast ein Trendsetting. Ob Läufertattoos dazu gehören? Wer weiß, wir haben zwar keine davon, aber zahlreiche Google-Suchen führen zum Seidenraupen-Blog.

Insgesamt kamen 2233 Besucher über Google, ganze 6488 waren es über Facebook. Wow! Was die reinen Besucherzahlen angeht, war natürlich im vergangenen Jahr im September, als wir beim Transalpine Run die Alpen überquerten, das meiste los. 3725 Besucher fanden sich in diesem Monat hier auf dem Blog wieder und holten sich Informationen über unseren Lauf des Jahres. Auch im Juni (1062), Juli (2116), August (1873) und Okotber (1596) waren die Besucherzahlen im vierstelligen Bereich, was auch im Januar 2013 (1141) gelang. Ansonsten liegen die Zahlen seit Monaten konstant im oberen dreistelligen Bereich.
Der meistgeklickte Tag war der 5. Juni 2012 mit 269 Klicks, an dem wir im Beitrag „Von der Grotenburg an den Uhlenkrug“ über unseren Lauf zum Relegations-Aufstiegsspiel FC Kray – KFC Uerdingen schrieben.

Interessant ist auch, aus welchen Ländern unsere „Fans“ in den vergangenen 365 Tagen auf http://www.seidenraupen.wordpress.com zugegriffen haben. Deutschland führt mit über 13.000 Klicks natürlich, dahinter positionieren sich Tschechien (313) und Österreich (281). Hennes Auslandsaufenthalte in Tschechien dürften hierfür der Grund sein. Die USA landen mit 109 Besuchern auf Platz vier, knapp vor der Schweiz (107). Danach folgen mehrere zweistellige Werte, unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, wobei wir uns ernsthaft fragen, wer das sein könnte. Domme, bist du das? Auch Exoten wie Mexiko, Hongkong oder der Libanon sind in der Liste geführt, nicht jedoch China. Wir sind enttäuscht – und gespannt, wer die Nummer 15.000 auf diesem Blog wird?! Er/sie möge sich bitte melden, der Zähler dazu findet sich unten rechts auf dieser Seite…


Des Reiters neue Seite und Harrys Blog

Philipp Reiter (rechts) mit seinem Teamkollegen Iker Karrera (links) und den Seidenraupen.

Philipp Reiter (rechts) mit seinem Teamkollegen Iker Karrera (links) und den Seidenraupen.

Zusammen mit seinem spanischen Partner Iker Karrera jagte Philipp Reiter die Berge beim Transalpine-Run 2012 nur so hoch, am Ende stand der völlig verdiente Sieg der beiden. Was jedem an Start, Ziel oder während des Rennens auffiel: Der Reiter ist ein netter Bursche, immer für einen Spaß zu haben und auch durchaus aus der Schlange an der Taping-Station zu verdrängen (aktives Anstehen!). Auf der Strecke haben wir ihn dagegen selten gesehen. Nach wenigen Metern war er stets auf und davon. Und während wir uns noch über die Gipfel quälten, lag er bereits im Hotelpool und ließ sich von … äh, Quatsch…so etwas macht er nicht 😉

Zumindest wäre es sonst schwierig zu erklären, wie er sein sportliches Mammut-Programm (neben Trail-Running stehen noch Mountain-Biking, Ski-Touring, Klettern und und und auf dem Programm) schadlos und vor allem immer erfolgreich übersteht. Hier ein kurzer Blick auf seine geplanten Projekte 2013, die wir auf seiner neuen Website http://www.philipp-reiter.de entdeckt haben:

•11. Januar: Mountain Attack/ Saalbach – AUT
•19. Januar: Jennerstier DM Vertical Race/ Berchtesgaden – GER
•27. Januar: 9. Hervis Hochkönigstrophy/ Bischofshofen – AUT
•16. Februar: 13. Götschenfuchs/ Bischofswiesen – GER
•2. März: Transgrancanaria/ Gran Canaria – ESP
•24. März: 6. Marmotta Trophy/ Martelltal – ITA
•Anfang April: Salomon Advanced Week/ Colorado – USA
•11. Mai: Transvulcania/ La Palma – ESP
•22. Juni: 3. Zugspitz Ultratrail/ Grainau – GER
•14. Juli: Ice Trail Tarentaise/ Val d’Isere – FRA
•27. Juli: Trans d’Havet/ Dolomiten – ITA
•4. August: Speedgoat 50k/ Snowbird – USA
•24. August: Matterhorn Ultraks/ Zermatt – CH
•Anfang September: Gore-Tex Transalpine Run/ Oberstdorf – GER
•2. Oktober: Cavalls del Vent/ Baga – ESP

Wie sein Körper diese Belastung aushält, ist uns schleierhaft, denn Philipp ist keineswegs im besten Alter, was einen Ausdauer-Athleten angeht. Blutjunge 21 Jahre stehen zu Buche, wer weiß, was der Junge alles so raushaut, wenn er denn mal ein paar Lenze mehr auf dem Buckel hat. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und hoffen, ihn noch einmal auf dem ein oder anderen Wettkampf zu treffen.

Das Team Pretzel mit Harry (links) und Koen.

Das Team Pretzel mit Harry (links) und Koen.

Sehr gefreut haben wir uns, als wir in der vergangenen Woche den endlich fertiggestellten Blog von Harry Grubert lasen. Harry war ein Teil des Team Pretzel und damit Garant für die gute Stimmung beim TAR 2012. Der Personal Trainer war zusammen mit seinem Kumpel Koen unterwegs – und hat jetzt in die Tasten gekloppt. Das Ergebnis liest sich hier http://www.harry-grubert.de/2013/02/04/transalpine-run/ Irgendwo in der Mitte gibt es eine Huldigung der Seidenraupen, danke schön, das Lob geht direkt zurück nach Süddeutschland. Wir würden uns freuen, wenn wir euch auf dem 4Trails begrüßen können?! Na???


Die Streif

Während wir also gleich in Duisburg über die Asphaltpiste brettern, steht für die Skirennfahrer heute das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel an.
Kennen wir. Denn auch wir haben uns beim Transalpine-Run über die Streif gewagt – wohlgemerkt zu Fuß und von unten nach oben. Runter fahren kann ja jeder.

Hier gibts nun nochmal nen Blick zurück in die Kletterpartie rauf. Und wir können sagen: Es war anstrengend!


Weitere Transalpine-Videos, Aquajogging und Einsteiger-Lauf-Kurs

Henne und Manu im Sport1-Interview.

Die Serie an weiteren Videos über den Transalpine-Run reißt nicht ab. Nachdem an den beiden vergangenen Wochenenden Sport1 im Rahmen der Sendung MassiveSports über den TAR berichtet hat, ist nun auch ein Beitrag auf 4-seasons.tv erschienen. Beide Links empfehlen wir euch natürlich sehr gerne, vor allem, weil wir in dem einen sogar selbst kurz zu sehen sind.

Die rund halbstündige TAR-Berichterstattung bei Sport1 (MassiveSports-Folge 45) beginnt in dem Link bei 5.50, wir sind dann bei 28.50 in einem Kurz-Interview zu sehen. Wir empfehlen euch bei guter Verbindung „High Quality“. 4-seasons.tv berichtet in diesem Link über den Lauf: http://4-seasons.tv/film/gore-tex-transalpine-run-2012-die-highlights.

 

Ganz gespannt sind wir übrigens auf die ersten Berichte über die Aqua-Jogging-Erlebnisse der Seidenraupen. „Aqua Jogging/Running ist ein Thema, mit dem ich mich seit kurzem beschäftige. Ich habe es bereits ausprobiert und bin echt begeistert. Bei vielen Läufen, gerade in der Vorbereitung auf ein Rennen, kann man die Belastung auf die Gelenke verringern, in dem man die ein oder andere Einheit ins Wasser verlegt. Auch bei Knie-, Sprunggelenksbeschwerden, oder Muskel- und Rückenschmerzen, mit denen einige Seidenraupen immer wieder mal zu kämpfen haben, dürfte der Ritt im Wasser mehr als eine willkommene Abwechselung sein. Vielleicht können wir ja in Zukunft fernab der Straßen, Parks und Wälder auch mal die ein oder ander Einheit gemeinsam im Wasser absolvieren“, machte Mitch „Buchannon“ Noack unlängst Werbung für das Unterfangen. Fünf weitere Seidenraupen ließen sich begeistern und  kauften wie im Rausch Aqua-Jogging-Gürtel. Schon jetzt werden erste Termine festgezurrt. Lassen wir uns überraschen…

 

Flyer zum Laufkurs

Ganz zum Schluss wollen wir es nicht versäumen, ein Lauf-Angebot unseres Sponsors WellSports zu erwähnen. Ziel des Anfänger-Kurses ist es, 30 Minuten am Stück laufen zu können.

Weitere Infos gibts hier: http://www.wellsports.de/aktionen/laufkurse/index.html