Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Juli, 2019

Henne meistert auch dritte 4Trails-Etappe

Die 4Trails sind zurück – und zwar mit einem neuen Konzept, einer neuen Streckenführung und vor allem: Hendrik Hahn. Das Gründungsmitglied war bekanntlich 2013 bei dem viertägigen Etappenrennen durch die Alpen angemeldet, musste dann aber wegen einer hartnäckigen Achillessehnenreizung passen. Manuel Kölker musste daher alleine los. Jetzt wagt er das Comeback!

Ein Haufen Irrer! Foto: Plan B

Vor sechs Jahren waren die 4Trails noch die kleine Variante des Transalpine Runs: Vier Etappen, jeweils im Bereich eine Marathondistanz, dazu happige 10.000 Höhenmeter im Aufstieg. Beim TAR war es eben die doppelte Menge. Nach einer kleinen Unterbrechung hat Organisator Plan B das Rennen ein wenig umgemodelt. Die Etappen sind nun kürzer, und nicht mehr so steil. Bisweilen waren die Läufer weit über fünf Stunden und mehr unterwegs. Das ging nicht nur an die Substanz, sondern schreckte auch viele ab. Zudem können heuer auch Hiker (oder auch Walker genannt) mitmachen.

Beste Voraussetzungen also für Hendrik, dessen letzter Trailrunning-Wettkampf in den Bergen tatsächlich der TAR 2012 war. „Eigentlich bin ich recht fit, aber vier Tage am Stück mit Höhenmetern. Wir werden sehen…“ Auf der ersten Etappe hatte er von Seefeld bis Leutasch 25,40 km, 1557 Hm Aufstieg und 1590 Hm Abstieg zu bewältigen. Von Seefeld aus begann der Tag mit einem Aufstieg durch das Skigebiet Rosshütte zum Seefelder Joch (2.060m) hoch.

Wo laufen sie denn? Foto: Plan B

Ein schöner Blick ins Karwendel Gebirge belohnte die Läufer für die Mühen. Es folgte ein steiler Abstieg ins Eppzirler Tal und weiter zur zweiten Verpflegung nach Gießenbach. Bekanntlich sind die Downhill-Etappen genau das, was man drauf haben sollte – so die Erfahrung vom TAR. Ein weiterer kleiner Aufstieg durch die Sattelklamm auf den Hausberg der Leutasch, den Hohen Stich (1.502m), musste noch bezwungen werden, bevor es die letzten Kilometer bergab ins Ziel ging. Hendrik lief als 46. Ins Ziel. Seite Zeit (3:20:43 h) lag 59 Minuten hinter dem Führenden.

Auf rauschende Ufer ein Mädel ich fand…Foto: Plan B

Auf der gestrigen Etappe ging es von Leutasch nach Wildermieming (22,9 km / 1297 Hm Aufstieg / 1534 Hm Abstieg), zunächst aber hinein ins Gaistal inmitten des beindruckenden Wetterstein Massivs. Die Strecke führte entlang des Ganghofer-Weges bis zur V1 an der Gaistalalm. Nun folgte ein steiler Aufstieg zur Niederen Munde (2.059m), ein sagenhafter Blick hinab ins Inntal und hinüber zum mächtigen Gipfel der Hohen Munde (2.662m) entlohnte für die Anstrengungen.

Here comes the sun! Foto: Plan B

Nun ging es bergab über den Hintereggensteig zur zweiten Verpflegung an der Neuen Alplhütte, von hier aus weiter auf panoramareichen Wegen, vorbei an Kapellen und Hütten bis ins Ziel nach Wildermieming. Hendrik kam nach 3:44:30 h als 66. ins Ziel, im Gesamt-Raniking liegt er somit auf Position 55.

Henne – etwas platt. Foto: Plan B

Heute stand dann die Etappe von Wildermieming nach Nassereith an (22 KM / 1247 Hm Aufstieg / 1288 Hm Abstieg). Nach einem leichten Anrollen ging es dann ab KM 3 stetig nach oben, bis bei 2030 Metern der höchste Punkt der heutigen Etappe erreicht wurde. Positiv: Danach gab es tatsächlich nur noch einen minimalen Anstieg, ehe es dann gemächlich abfiel. Henne war nach 3:53:31 h im Ziel, Platz 89. „Meine Oberschenkel sind komplett durch, da geht gar nichts mehr“, so sein bescheidenes Fazit nach Etappe 3.

Höher, schneller, weiter. Foto: Plan B

Morgen steht dann die Schlussetappe nach Imst auf dem Programm: 23,7 km, 1333 Hm Aufstieg und 1377 Hm Abstieg . Traumhafte Trails führen die Läufer zunächst auf dem Starkenberger Panoramaweg hinauf zum Sinnesgatter unterhalb der Alpeilspitze und weiter zur Walfahrtskirche Sinnesbrunn. Nun geht es talwärts durch einzigartige Lärchenwälder nach Obtarrenz. Die Querung der Salveesenklamm bringt uns weiter in Richtung Imst.  Ein erneuter Aufstieg nach Teilwiesen eröffnet den Blick über Imst und das Gurgltal. Vorbei an Schloss Starkenberg geht es nun direkt ins letzte Ziel, nach Imst.


Happy Birthday: Meike nun auch offiziell in der W40

Wir wünschen unserem Seidenräupchen Meike heute alles Gute zum 40. Geburtstag. Bleib so (schnell) wie du bist 😉

Meike Thomassen.

KLC: Martin Myrold schiebt sich nach vorne

Dank einer Doppelschicht hat sich Seidenraupe Martin Myrold auf den ersten Platz beim Krefelder Laufcup verschoben. Der Norweger holte beim Charity-Run am vergangenen Sonntag mit dem dritten Platz im 5KM-Lauf drei Punkte) und dem fünften (ein Punkt) im 10KM-Lauf insgesamt vier Punkte. Dank seines vierten Platz beim Kulturlauf kommt er damit auch sechs Zähler, die aktuell (mit acht anderen Läufer zusammen) für Platz eins sorgen.

Seidenraupe Martin ist ganz oben dabei.

Auch bei den Damen ist nach dem insgesamt dritten von sechs Läufen noch alles offen: Acht Frauen stehen mit je sechs Punkten oben.


Mach es gut, lieber Gerd

Mit Bestürzung haben wir vom viel zu frühen Tod von Gerd Zinkewitz erfahren. Er ist am 30. Juni im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der Familie.

Gerd (links) und Manu beim 4Trails 2013.

Erstmals haben wir (also Henne, Eva und ich) Gerd beim Transalpine-Run 2012 kennengelernt, was quasi ja auch die Geburtsstunde der Seidenraupen war. Für uns war es damals der Einstieg ins Trailrunning, Gerd hatte da schon ein paar mehr KM im Gebirge in den Knochen. Doch darauf kam es ihm nicht an – ebenso wenig wie auf irgendwelche Top-Platzierungen. Er wollte einfach nur rennen und Spaß dabei haben – nicht mehr und nicht weniger. Dass er dabei unaufhörlich erzählte, gehörte zu seinem Naturell. Er brabbelte und brabbelte und hörte einfach nicht auf 😉 Er war ohne Zweifel einer der Läufer, die uns auch nach dem TAR2012 im Kopf blieben.

Das hatte auch folgenden Grund: Als er nach der vierten Etappe verletzungsbedingt aussteigen musste, hätte er frustriert die Sachen packen und abreisen können – was durchaus verständlich gewesen wäre. Doch Gerd dachte nicht einmal daran. Er feuerte seinen Laufpartner Jürgen, aber auch jeden anderen Läufer an. Den Kopf in den Sand stecken, das kam für ihn nicht in Frage. Im Ziel erzählte er dann von seinen großen Plänen, uns alle in einem Team vereinen zu wollen. Einen großen Sponsor würde er schon finden.

Nur ein Jahr später trafen wir (in dem Fall dann Eva und ich) Gerd dann beim 4Trails wieder. In meinem Fazit (https://seidenraupen.org/2013/07/17/4trails-das-fazit/) schrieb ich damals “ An der nächsten Verpflegungsstation traf ich auf Gerd, der ebenfalls beim TAR dabei war. Wir blieben bis zum Ziel zusammen bzw. auf Tuchfühlung und quatschten ein wenig, was ganz gut war. Alleine den Berg rauf oder runter, das merkte ich schnell, ist die ganze Sache trotz schöner Aussichten verdammt langweilig.“ Quatschen – ja, da war es wieder, das war Gerds Element. Stets voller guter Laune, immer einen Spruch auf den Lippen, dabei aber grundehrlich und positiv verrückt. Auch dieses Rennen beendete er nicht, nach Etappe drei war Schluss.

Ich bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich unser letztes Treffen war, denn irgendwie hatte oder habe ich das Gefühl, Gerd hier und da auch danach getroffen zu haben. Ob es bei Wettkämpfen oder zum Beispiel bei Revier-Guides war? Puh, keine Ahnung. Vielleicht war es auch einfach nur in den sozialen Netzwerken??? Wie auch immer, hatte es Gerd geschafft, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Umso trauriger ist es, nun von seinem viel zu frühen Tod zu erfahren. Einer, der so viel Power, so viel Energie hatte, der es trotz des eigenen Scheiterns verstand, andere mitzureißen – FUCK. Mit ihm verliert die Trail-Familie auf jeden Fall einen Großen. Mögen wir uns irgendwann noch einmal sehen und dann wieder ein paar KM zusammen laufen. Auf denn!


Seidenraupen mit glänzenden Ergebnissen beim Charity-Run

Trotz heftiger Temperaturen haben die Seidenraupen tolle Ergebnisse beim mal wieder bestens organisierten Charity-Run einfahren können. Mehrere Altersklassen-Siege und weitere Podestplätze stehen am Ende unterm Strich, dazu auch eine Beteiligung am Gewinn der Firmenwertung.

Eva (mit keinem Lächeln auf den Lippen) im Zielkanal, Manu (links im Bild) mit Lou im Kinderwagen.

Meike Thomassen war die erste, die Schweißperlen auf der Stirn stehen hatte. Beim Lauf der Generationen-Staffel war sie mit ihrer Mutter Irmgard und Tochter Pia am Start. Nach den drei 400 Meter-Runden waren die drei in acht Minuten und sechs Sekunden als 15. im Ziel. Meike blieb kaum Verschnaufpause, denn wenig später startete sie auch über die 5KM-Strecke und wurde hier in 29:04 min 177. (6. HKW). Auch Eva-Maria Kölker quälte sich durch die Hitze und konnte sich am Ende über eine Zeit von 25:23 (Platz 102 / 4. W35) freuen.

Manu imitiert einen Elefant. Lou interessiert das wenig 😉

Manuel Kölker war mit Lou im Kinderwagen unterwegs und hatte im Zielkanal wie gewünscht die Strecke verlassen, um sich nicht wieder im Zeitnahme-Labyrinth zu verirren. Sein Pech: Seinen Ausstieg hatte keiner mitbekommen, so dass er dann doch noch einmal zurück musste und so eine Zeit von 26:06 min (115. / 9. M40) verbuchen konnte.

Kommende Lauf-Rakete der Seidenraupen!

Martin Myrold mischte dagegen ganz vorne mit. Im Trikot von Alberdingk-Boley musste er nur dem Sieger (Arthur Hoffmann, 17:58 min) und dem Zweiten Moritz Frieling (18:22 min) den Vortritt lassen. In 18:30 min wurde er Zweiter in der M30. Neben Arthur und Martin war Dennis Brick (19:25 min) der drittschnellste Alberdingk-Boley-Läufer. Die gemeinsame Zeit von 55:53 min reichte für den überlegenden Gewinn der Firmenwertung. Wie gut besetzt der Lauf war, zeigt die Ergebnisliste: 21 Läufer absolvierten trotz der hohen Temperaturen und dem nicht einfach zu laufenden Kurs die 5km in 20 Minuten oder weniger.

Tolles Comeback von Aki – auch wenn es hier nicht ganz so nach „locker & entspannt“ ausschaut…

Vier Seidenraupen waren dann noch auf der 10KM-Strecke unterwegs. Anne Klaßen wurde dank eines beherzten Zielsprints (gegen Maschine Tomislav Tomic) in 55:06 Gesamt-51. und Zweite in der W35. Aki Khader gelang ein furioses Wettkampf-Comeback: Seine 45:33 min bedeuten Platz drei in der M35 (Platz 15 Gesamt).

Anne, Aki, Manu und Martin nach den 10KM.

Bei Martin Myrold war nach den schnellen 5KM zuvor ein wenig der Akku leer. Dennoch reichte die 40:39 zu Platz eins in der M30 (Gesamt 5.). Manuel Kölker hatte mit Jan Pauli (38:40 min) nur einen Läufer vor sich, er wurde in 39:50 min Gesamt-Zweiter und gewann die M40.

FOOOOOOOTOBOMB!!!

Moritz Mayntzhusen war derweil beim Eifelhero-Triathlon erfolgreich. Für die Kurzdistanz (1000/45/10) benötigte er 02:52:42, womit er Zweiter in der M35 wurde (Gesamt-34.).

Heroes of the day: Moritz (links) und seine Bayer-Crew in der Eifel.

Seine Paradedisziplin Schwimmen hatte er nach 19:12 min (Platz 21) hinter sich gebracht, auf dem Rad saß er danach 1:36:45 h (Platz 40), ehe beim Laufen (53:07 min, 56.) das Ziel herbeigesehnt wurde. Auch in der Eifel war es wohl sehr heiß…

Wo bitte gehts zum Ziel???