Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für August, 2019

Spinnweben entfernt: Fertig machen zum Triathlon

Wenn das Rad noch keinen einzigen Freiluftkilometer in 2019 vorzuweisen hat, und lediglich im Frühjahr ein paarmal auf der Rolle getreten wurde, jetzt aber hervorgeholt wird – ja dann ist Triathlon in Krefeld 😉 Und zwar am Sonntag. Wie in jedem Jahr lockt die Triathlon-Abteilung des SC Bayer am letzten August-Sonntag zum Covestro Triathlon an den Elfrather See, diesmal zum 32. Mal. Aktiv dabei sind Moritz (im Helferteam des SC Bayer) und Manu (im knallengen Trisuit auf der Volksdistanz – mal sehen, ob er noch einigermaßen passt).

Seit 1988 hat sich die Veranstaltung stetig entwickelt und ist heute, mit bis zu 1600 Teilnehmern und über 10000 Zuschauern, Krefelds größte Sportveranstaltung. Vor allem die Streckenführung mit dem Schwimmen im Elfrather See, Radfahren auf dem voll gesperrten Autobahnzubringer, dem Laufen am See, der zentral liegenden Wechselzone und Rahmenprogramm für Jung und Alt machen den Triathlon zu einem besonderen Erlebnis für Zuschauer und Teilnehmer.

Manu in der Wechselzone. Foto: Johannes Noack (wartend auf seinen Einsatz als Staffelläuferin Lisa)

Besonders wird es auch wieder für Manu, der recht spontan noch auf den Zug aufgesprungen ist: Kein Schwimmzug wurde trainiert und das Rad am Donnerstagmorgen von der Rolle montiert. Ein kurzer Check der Bremsen auf dem Weg ins Büro sollte reichen. Hinzu kommt am Sonntag beim Start über die Volksdistanz (ab 14 Uhr; 500 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen) mit Sicherheit noch der Samstag, an dem für ihn zunächst die Charity Trophy mit Round Table ansteht, ehe es auf die Goldhochzeit seines Patenonkels geht. Isotonische Durstlöscher inklusive.

Ein ähnliches Programm gab es übrigens im Vorjahr, als er ebenfalls sehr plötzlich den Startplatz von Stefan übernahm, dann aber immerhin als 33. (von 216 Männern) in 1:13:34 h über die Ziellinie lief. Zitat aus dem Bericht: „Weder im Schwimmen noch im Radfahren gab es diesmal eine Vorbereitung. So wurde das Rad noch am Morgen von der Rolle gespannt, wo es seit März vor sich hergammelte. Und Schwimm-KM gab es in diesem Jahr noch keine einzigen.“ Die Vorzeichen ähneln sich also sehr, auch von Ouzo ist zu lesen. Auch das dürfte am Sonntag so sein, warten wir es ab.

Zu allen weiteren Infos geht es hier entlang: https://www.scbayer05.de/events-feiern/covestro-triathlon/


Watt gibbet auf die Rippen?

Wer rennt, braucht später auch was auf die Rippen. Doch was soll es sein? Jahr auf Jahr fragen wir uns, was ankommt. Dabei sind wir auch schon einige Male auf Sachen sitzen geblieben, die wir dann leider wegschmeißen mussten. Also: Sagt, was ihr wollt, und wir schauen, wie/ob wir es realisieren können. Hier gehts zur Umfrage.


SRC-Teilnehmer können jetzt bei Intersport Borgmann sparen

Noch nicht das richtige Outfit für den Seidenraupen-Cross am 6. Oktober im Schrank? Oder fehlen dir die richtigen Schuhe? Dann gibt es hier eine gute Nachricht: Unser Partner Intersport Borgmann (Königstraße 78) gibt allen Seidenraupen-Cross-Teilnehmer einen Rabatt von 15 Prozent auf Laufbekleidung und Schuhe.

Einfach in den Laden, shoppen und an der Kasse erwähnen, dass ihr für den SRC gemeldet seit. Nach einem kurzen Check habt ihr gutes Geld gespart. Das Angebot gilt natürlich nur für den Eigenbedarf und nur auf vorrätige Ware.

Die Aktion läuft vom 1. September bis zum 5. Oktober.


Neue Sieger braucht der SRC

So langsam, aber sicher trudeln die Wanderpokale wieder auf der Seidenraupen-Geschäftsstelle ein, und damit auch Rückmeldungen der Sieger aus dem Vorjahr. Und die lassen erkennen, dass wir in mindestens drei Wertungen neue Champions suchen und es keine Titelverteidigung geben wird.

Magnus Gödiker holte sich nach 2013 und 2016 mit seinem Sieg 2018 jetzt seinen dritten Stern auf der 16 Kilometer-Strecke.

Magnus Gödiker, dreifacher Sieger auf der 16 Kilometer-Runde, einer von nur drei Läufern, die beim SRC unter der Stunden-Marke blieben, und Sieger in 2018, wird zeitgleich in Namibia sein und daher nicht starten können. Die Chance also für Christoph Lohse, mit einem weiteren Erfolg und dann vier SRC-Titeln wieder davonzuziehen. Oder wird es diesmal etwa ein ganz anderer, der sich die beliebte Holzraupe auf den Kaminsims stellen kann?

Silke Optekamp holte nach dem zweiten Platz in 2017 nun den Sieg.

Über die gleiche Distanz war im vergangenen Jahr Silke Optekamp erfolgreich (Zeit: 1:11:32 h) – auch sie kann leider diesmal nicht dabei sein, wie sie uns kürzlich mitteilte. Damit suchen wir hier die siebte Siegerin im siebten Rennen – noch nie wurde hier der Titel verteidigt.

Bastian Siemes vom Tri-Team Nettetal.

Bastian Siemes vom Tri-Team Nettetal, mit der Streckenrekord-Zeit von 24:14 min Gewinner des kleinen SRC in 2018, legt aktuell den Trainingsschwerpunkt aufs Rad und verzichtet daher ebenfalls auf einen Start am 6. Oktober. Auch hier hat es stets andere Sieger gegeben, zumindest diese Serie behält Bestand.

Esther Jacobitz, seit 2016 beim SRC erfolgreich.

Noch keine Rückmeldung gibt es von Esther Jacobitz, seit 2016 ungeschlagen auf der 6,6 Kilometer-Strecke und mit 24:54 min auch Streckenrekordhalterin. Winkt dem heimischen Laufwunder der vierte Eintrag in die Siegerliste?

Die erfolgreiche Staffel des TuS Oedt.

Auch die Staffel des TuS Oedt, 2017 und 2018 – wenn auch in unterschiedlichen Besetzungen – erfolgreich und damit möglicherweise vor dem Hattrick, hat noch nicht gemeldet.


In it for the long run: Dabei sein war alles!



Grundsätzlich braucht es viel, um mich zu begeistern. Und damit meine ich weniger materielle Dinge. Wenn da aber Menschen mit Herzblut etwas anpacken, sie bis zum umfallen dafür ackern und am Ende etwas gutes dabei raus kommt, dann neige ich gerne den Kopf. Einen dieser Menschen durfte ich am Mittwoch kennenlernen: Anthony Horyna. Es war mir eine große Ehre, ihn (und seine Freundin Jule, die ich auf keinen Fall vergessen möchte) beim Projekt 19/19 auf der Etappe 18 von Wirges (vorher nur auf einem Autobahnschild mal gesehen) bis nach Bad Marienberg (bislang gänzlich unbekannt) begleiten zu dürfen. Knapp 42 Kilometer durch den Westerwald. Für eine verdammt gute Sache.

Anthony und Jule (und ich) über den Wolken. Fast.

Anthony ist Läufer. Genau genommen sogar Ultraläufer. Also so einer, der nach 42,195 Kilometern nicht aufhört, sondern erst richtig Lust bekommt und getreu dem Kahnschen Motto weiter, immer weiter rennt. Da geht es mal über Berge in Bulgarien, bei -40 Grad gen Nordkap oder eben 160 Kilometer im Kreis durch den Kurpark in Wiesbaden.

Läufer kommen bei ihren Läufen häufig auf dumme Ideen, weil sie viel Zeit haben, um nachzudenken. Sie setzen sich Sachen in den Kopf und tüfteln so lange, bis aus der puren Idee etwas Handfestes wird. Bei Anthony war es aber keine dumme Idee, sondern eine ernste – und eben unterstützenswerte. Denn Anthony läuft 1900 Kilometer durch Deutschland und macht mit diesem Kraftakt auf Depression und Suizid, und vor allem die Prävention, aufmerksam. Motto: „In it for the long run.“

Immer dem E1 entlang…

Sein Lauf begann Ende Juli am Bodensee und führt ihn bis nach Flensburg. 45 Tages-Etappen auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 , im Schnitt 43 Kilometer lang, geplantes Ende ist der 10. September, dem Welttag der Suizidprävention. „Ich kenne das Thema aus nächster Nähe und weiß, wie sehr es noch immer vernachlässigt und tabuisiert wird. Mit meinem Lauf möchte ich auch wachrütteln“, erzählte er mir während der sechs Stunden, die wir unterwegs sind. Er macht aber nicht nur aufmerksam, sondern unterstützt auch die Organisation „Freunde fürs Leben“. Sie informiert über Depression und Suizidprävention, klärt auf und hilft. Neben dem Umstand, dass Anthony Läufer sucht, die ihn auf dieser langen Reise begleiten, muss ich sagen, dass genau das mich angefixt hat – auch, weil es Menschen in meinem Umfeld gibt, die sich mit dieser Krankheit seit Jahren herumschlagen, sich mal erholen, und dann wieder von jetzt auf gleich in ein Loch zurückfallen.

„Ja, Depressionen sind eine Krankheit. Keine bloße Verstimmung, sondern ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Wer Krebs hat, dem ist es anzusehen. Wer aber an Depressionen leidet, der kann dies verstecken. Und das tun viele, denn in unserer Gesellschaft ist es noch immer ein Tabu“, schildert Anthony.

Wir haben auf unseren 42 Kilometern viel Zeit, darüber zu quatschen, denn heute bin ich der einzige Mitläufer – wenn man von Jule absieht. Anthonys Freundin kommt uns nämlich irgendwann entgegen und läuft dann recht spontan noch 23 Kilometer mit uns mit.

Mit diesem Monstertruck sind die beiden unterwegs.

Es ist ein Wahnsinns-Ding, was die beiden rocken, nicht nur sportlich, sondern auch im Bereich der Orga. Während Anthony „nur“ läuft, kümmert sich Jule um das Organisatorische, das beim Camping-Plätze finden beginnt und beim Brötchenschmieren aufhört (Danke nochmal auch dafür). Hörte sich ein wenig so an, was wir damals beim TAR erlebt haben (nur halt an acht „popligen“ Tagen statt an 45): Henne und ich auf dem Trail, Eva am Steuer – aber nicht weniger angestrengt als wir.

Auch darüber erzählen wir: Läufe hier, Läufe da. Urlaube, Kinder, Weltanschauungen. Sehr angenehm übrigens: Es ist kein Wettlauf gegen die Uhr: Mal bleiben wir stehen und blicken auf einen See, dann quatschen wir mit dem Förster über seinen Job (aber auch eben über Anthonys Thema) und mal klettern wir auf einen Aussichtsturm. Alles easy!

Am Ende des Tages zieht Anthony ein Fazit:

Und auch ich muss sagen: Es war einfach toll. Jule und Anthony sind faszinierende Menschen, die mit einem grandiosen Projekt eine gute Sache unterstützen. Und dafür war es mir absolut wert, diese An- und Abreise auf mich zu nehmen. Übrigens ein Klacks gegenüber dem, was die beiden leisten – und natürlich ein laues Lüftchen gegenüber dem, was die Menschen durch- und mitmachen, die an Depression erkrankt sind. Ich hoffe, ihr werdet Flensburg gesund und munter erreichen. Ich werde mal den lieben Herrgott um ein paar Boosts bitten ;-), und dann klappt das schon.

Mehr Infos zum Projekt (und Spendenmöglichkeiten) gibt es hier: http://projekt1919.de/, auf Facebook gehts zu Anthony hier lang (https://www.facebook.com/profile.php?id=100003662968371, Hashtag #projekt1919) und auch auf Insta gibts Eindrücke: https://www.instagram.com/projekt1919/. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen…


Seidenraupen bieten längste Tour beim Hospizlauf an

Mit den Seidenraupen kannst du’s nicht besser – aber länger. Getreu diesem Motto freuen wir uns, erstmals beim Hospizlauf (22. September) einen eigenen Startpunkt anbieten zu können. Und nicht nur das: Wir haben auch die längste Strecke im ganzen Programm.

Großer Jubel bei den Finishern des Hospizlaufs am Blumenplatz. Foto: SSB

Los geht es um kurz nach 11 Uhr vom Sportplatz am Hölschen Dyk 46 über eine wellige Runde am Hülser Berg. Am Ende unserer Runde kehren wir zum Sportplatz zurück und laufen dort gegen 12 Uhr weiter Richtung Hospiz (weitere sieben Kilometer). Beide Abschnitten werden im 5 min/km-Tempo gelaufen. In der Folge laufen wir auf die Walker (10 min/km) und Läufer (7 min/km) auf, die bereits um 11.30 bzw. um 11.50 Uhr vom Sportplatz aus und unter der Regie des Hülser SV gestartet sind.

Unser erster Streckenabschnitt ist laut Gpsies 9,9 KM lang, der folgende 7,1 KM. Zusammen sind es also 17 Kilometer. Besonders Schmankerl für die Hülser Läufer: Zurück geht es mit dem Schluff.

Gerade für unsere Runde sollte eine gewisse Lauferfahrung mitgebracht werden. Wir laufen einige Anstiege, die zwar nicht sehr lang sind, aber doch schon anstrengen können. Aufgrund der Hügel ist es schwierig, eine genaue Pace zu nennen, die wir durchgängig laufen werden, wir orientieren uns aber an 5 min/km.

Weitere Infos und die Online-Meldung gibt es unter www.ssb-krefeld.de/9-krefelder-hospizlauf/ Man kann sich aber auch noch vor Ort anmelden.


SRC 2019 startet in genau zwei Monaten

Genau zwei Monate sind es noch, dann startet der Seidenraupen-Cross 2019. Schon jetzt scheint die Vorfreude bei vielen Läufern groß zu sein, denn mit ziemlich genau 100 Meldungen liegen genau doppelt so viele vor wie noch vor genau einem Jahr. Mit ein Grund für den Boom sind auch die beiden neuen Rennen: So wird es für Bambini und Kids zwei Wettbewerbe geben.

Der Nachwuchs startet auf einer (bzw. zwei) Runden auf der Sportanlage und wird über einen spannenden Kurs geführt. „Zu viel wollen wir aber noch nicht verraten“, so Manuel Kölker. Der Vorsitzende der Seidenraupen erinnert allerdings daran, dass die Kinder zusammen mit den Maskottchen des KFC Uerdingen, der Krefeld Pinguine und der HSG Krefeld starten werden ( https://seidenraupen.org/2019/05/14/grotifant-eddie-the-eagle-und-kevin-laufen-mit-du-auch/ ).

Erste Infos haben die bislang gemeldente Läufer übrigens im ersten Newsletter erhalten, der hier nachzulesen ist: https://seidenraupen.org/seidenraupencross/infos-und-ausschreibung/newsletter-juli-2019/


Bämmm: Neue 10km-PB für Moritz

Berlin ist bekannt für sein schnelles Pflaster, regelmäßig purzeln hier die Rekorde. Moritz Mayntzhusen konnte bei der 28. adidas Runners City Night am vergangenen Samstag davon nun auch profitieren und seine 10 Kilometer-Bestzeit auf 40:54 min verbessern. Damit wurde er 468. im Gesamt-Ranking und 95. in der M35. Es gewann Valentin Pfeil in 29:15 min.

Martin und Manu bei „Retour le Tour“

Ebenfalls aktiv waren Martin Myrold und Manuel Kölker. Die beiden radelten beim Nachbarschaftsrennen im Rahmen von „Retour le Tour“ mit und hatten trotz mäßigem Wetter viel Spaß.

Manu und Marcus bei den Kleinfeld-Open 2019.

Nur einen Tag später war Manu wieder on fire, diesmal bei den 19. Kleinfeld-Open im Trikot der Pilstrinker. Doch weder ihm, noch Marcus Noack mit den Tennisfreunden Fischeln gelang der Sprung in die Endrunde. So begnügte man sich eben mit ein zwei Bierchen und ließ dem Seriensieger Dohmes & Golomb den Vortritt.