Canicross-WM: Maren auf Platz 16 / Frankfurt-Marathon: Tanja unter 4h / Drachenlauf: Manu erlegt das Biest

Drei Laufwettbewerbe, drei sehr unterschiedliche Herausforderungen: Das vergangene Wochenende zeigte einmal mehr, auf wie vielen „Playgrounds“ wir zu Hause sind. 

Allen voran natürlich Maren Hackel, die als erste Seidenraupe bei einer Weltmeisterschaft an der Startlinie stand. In Leipa hatte sie die große Ehre, bei der Canicross-WM dabei sein zu dürfen. Die „ICF World Championship“ lockte Canicrosser aller Sparten in die tiefe Provinz von Sachsen-Anhalt: Egal, ob „nur zur Fuß“, auf dem Scooter (bzw. Tretroller) oder mit dem Rad, die komplette Szene verwandelte den kleinen Ort für eine Woche in DAS Epi-Zentrum im Canicross.

Hier hatte Fredo augenscheinlich nach Kraft!

Mittendrin Maren samt Fredo. „Leider war Fredo aufgrund mehrerer Verletzungen völlig untrainiert. Und ich war noch angeschlagen und ebenfalls nicht vernünftig vorbereitet. Aber eine WM sagt man ja nicht einfach so ab.“ Und so war sie auch mit ihren Ergebnissen eingermaßen zufrieden. Im Lauf eins auf der 4,2 Kilometer langen Strecke war sie nach 16:15 min zurück im Ziel, Platz 16 in der Klasse CCWV2 der verdiente Lohn. „Fredo hat zwei Kilometer gut mitgezogen, danach ist er aus dem Zug gegangen.“

Der verdiente Lohn: Eine kleine Kuschelrunde.

Lauf zwei am Sonntag stand dann schon von Beginn an unter keinen guten Vorzeichen: Dauerregen in der Nacht hatte aus dem Parcour eine Schlammlandschaft gemacht, entsprechend schwer war er zu laufen. „Passend dazu hatte Fredo dann schon nach einem guten Kilometer keine Power mehr“, so Maren, die nun 16:43 min lief und damit auf eine Gesamtzeit von 32:59 min kommt – den 16. Platz konnte sie damit bestätigen.

Running in the rain!

Ebenfalls zufrieden zeigte sich Tanja Gebhard, die beim 40. Frankfurt Marathon nach 3:59:27 h im Ziel war. Platz 60 in der W50 und Rang 823 bei den Damen sowie 5567im Gesamt-Ranking können sich sehen lassen – und das unter der Prämisse, gar nicht so wirklich trainiert zu haben. „Marathon ohne Trainingsplan, ohne Zeitziel, quasi aus dem Stand! Mal was anderes. Das Wetter war unterirdisch. Ich war noch nie so nass! Bis auf die ersten zehn Kilometer hat es konsequent bis zum Ende geschüttet. Gar nicht mein Wetter. Die Streckenführung war dafür aber super und ein großes Kompliment geht auch an alle Fans am Straßenrand. So eine tolle Stimmung trotz Kälte, Wind und Regen. Der Zieleinlauf auf dem roten Teppich in der Messehalle war schließlich atemberaubend“, berichtet Tanja, die eigentlich das komplette Jahr unterwegs war, wohl aber stetig aufm Trail.

Ganz schöne Kletterei, hier am Drachenfels.

Dorthin hatte es Manuel Kölker verschlagen, der erstmals einen Startplatz beim Drachenlauf (Königswinter) ergattert hatte. „Durch einige Trainingsläufe wusste ich, dass das Siebengebirge biestig sein kann“, war seine Vermutung, mit der er Recht behalten sollte. Flowige Abfahrten und knackige Anstiege wechselten sich dauerhaft ab, das Ziel war nach 26 Kilometern und 2:51:38 h erreicht (M40: 26, 160. Mann, Gesamt: 185.). Als besonders knackig erwies sich der Anstieg zum Petersberg, in den man quasi vom Drachenfels-Downhill hineinknallt. Zwar keine zwei Kilometer lang, dafür aber mit 250 Höhenmeter gespickt, ist der „Bittweg“ ein wahres Schmankerl zum Ende hin.

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