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Die Zugspitz-Trail-Challenge: Ein Fazit und das Gesamt-Ranking

Die Woche nach der Scott-Rock the Top-Zugspitz-Trail-Challenge gestaltete sich angenehm: Ein wenig im Ötztal wandern und biken, mehr aber eigentlich Sauna und Beine hoch. Wer in drei Tagen Deutschlands höchsten Berg bezwingt und am Ende des Wochenendes laut GPS-Uhr und Handy 73 Kilometer und knapp 5000 Höhenmeter in den Beinen hat, darf sich das auch mal leisten. Am Ende der wie gewohnt bestens von Plan B ausgerichteten ZTC kann ich ein für mich akzeptables Fazit ziehen: Das Ding gerockt, schön am Sonntag mit Eva und Harry ausgelaufen und eine schöne Zeit gehabt.

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Wobei Zeit auch doppeldeutig ist: Noch immer fällt es mir schwer, die recht flotten Zeiten, die ich auf der Straße hinlege (1.22 für 21km oder <3h auf 42km), auch in den Bergen zu zeigen – da kann es schon einmal wurmen, wenn einen am Berg Läufer passieren, die man auf der Straße gelinde gesagt stehen lassen oder gar überrunden würde.

Die Krux: Wirkliches Trainingspotential gibt es für mich immer erst mit einigen Stunden Anfahrt (mal vom Sauerland und dem Bergischen Land abgesehen, die zwar einige Höhenmeter anbieten, jedoch kaum mit alpinen Verhältnissen zu vergleichen sind). Dabei fällt es mir noch nicht einmal schwer, im Alpinen zu laufen, sondern eher meine Grenzen zu kennen und auszureizen. Woher weiß ich tatsächlich nach vier Stunden am Berg, ob und wie ich die kommenden vier oder fünf überstehe? Das ist weniger eine Frage des Trainings, sondern mehr der Erfahrung. Und die fehlt mir auch nach TAR oder 4Trails erheblich.

Und so kann ich mit der Zeit vom Zugspitz-Marathon eigentlich nicht zufrieden sein. Okay, anvisiert war ein Finish zwischen acht und zehn Stunden, was ich mit der Zeit von 9:33h ja auch geschafft habe. Wenn ich aber bedenke, dass ich allein für die restlichen zehn Kilometer über drei Stunden gebraucht habe, ärgere ich mich kolossal. Nach 6:15h bin ich bei der V3 durch, wo ich zwar bestimmt auch zehn Minuten verweilt habe, aber dann noch einmal so lange für die letzten Kilometer? Kann das sein? Vielmehr: Darf das sein? Bekanntlich waren hier bereits der Ups und die Bieberwierer Scharte hinter uns, also über 2000 Höhenmeter absolviert, und auch wenn dann noch einmal knackige Anstiege mit mehr als 1100 Höhenmeter und kaum zu laufende Abstiege kamen – dafür dann noch einmal über drei Stunden? Nein, das darf eigentlich nicht sein. Wo dann aber der Knackpunkt war? Eine gute Frage, die ich mir bislang selber nicht beantworten kann.

Doch gehen wir einmal die einzelnen Rennen durch, zunächst der

City-Sprint in Garmisch-Partenkirchen

Nach der problemlosen Registrierung und der Akkreditierung als Medienvertreter ging es schon zum Start. Ehrlich gesagt, ich hatte mich wenig mit dem Kurs befasst und war auch recht unvorbereitet den Wettkampf gegangen, was allein schon mein Schuhwerk unterstrich: Nike Frees 😉 Aber ich muss sagen, dass er mehr Spaß gemacht hat, als erwartet – wohl aber auch erst nachdem mich Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier überholt hatte. Sie war ein paar Minuten vor mir gestartet (es wurde per Einzelstart alle 15 Sekunden gestartet; gelaufen wurden zwei 1,5km Runden) und zog schließlich an mir vorbei. Und als dann ein weiterer Läufer zum Überholen ansetzte, war ich doch irgendwie angefixt und gab Gas. Auf den Asphalt-Stücken in der Garmischer City ging das mit dem Schuhwerk noch ganz gut, im Park, gespickt mit Hindernissen und durchs Gebüsch, dann nicht mehr ganz so. Aber egal. Mit der Zeit von 11:34min war ich schließlich 22. in meiner AK. Wäre da mehr drin gewesen?

Hätte, wenn und aber – selbst bei einer schnellen ersten Runde hätte ich es nicht aufs Treppchen geschafft (der Sieger hatte eine 9.33, der Dritte eine 10:09) – aber immerhin: Eine Top10-Platzierung wäre drin gewesen, wenn ich Runde eins schon in der Intensität gelaufen wäre wie die zweite. Aber egal.

Sehr angenehm war auf jeden Fall das Treffen mit den Raubals nach dem Rennen. Tini und Andi (weltbester Eishockey-Star und lebende Legende) wohnen bekanntlich in GAP und sollten am kommenden Tag auch eine Verpflegungsstelle meistern. Dazu später mehr. So oder so: Immer wieder schön, euch zu treffen.

 

Der Marathon

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Nun, ich habe ja eigentlich schon recht viel dazu gesagt. Vielleicht aber noch nicht alles. Wie gewohnt kam ich ultraknapp am Start in Ehrwald an (5.57 im Block, um 6 Uhr ging es los), so dass es auf den ersten zwei Kilometern erst einmal darum ging, möglichst viele hinter mir zu lassen. Denn eins war klar: Sobald es bergauf gehen wird, wird es eng werden.

Tatsächlich erlaubte es wenig später der erste Singletrail des Tages nicht, auch nur ansatzweise zu überholen – drängeln war hier wenig förderlich – so dass es fast im Gänsemarsch Richtung Ups-Spitze ging. Hier und da ging mal etwas, aber viele Meter konnte man nicht mehr wettmachen.

Wer nun denkt, dass das im anschließenden Downhill möglich gewesen wäre, täuscht sich. Denn mit unbegreiflichen drei Stürzen schaffte ich es nicht nur, mir die Klamotten zu versauen, sondern auch ein wenig das Steißbein und den Oberschenkel zu prellen. Zwar nicht erheblich, aber doch in dem Moment nervig. Und vor allem Respekteinflößend. Bei km14 war V1 erreicht (1:58h, Platz 113), kein Problem bis hier hin. Was folgte, war welliges Profil mit einem kleinen Miniberg, und schon war der HM absolviert. An V2 (3:27h, Platz 116) überraschte mich Eva, was mir einiges an Motivation für die kommenden Kilometer gab – denn nun sollte es ja tatsächlich hochgehen. Die Bieberwierer Scharte hört sich nicht nur fieß an, sie ist es auch. Vier Kilometer, 1000 Höhenmeter – Hölle. Serpentine um Serpentine. Und glücklicherweise die Erkenntnis, nicht der schwächste im Feld zu sein, da ich doch den ein oder anderen kassieren konnte.

Oben, bei 2000 Meter über dem Meeresspiegel, angekommen, ging es auch sobald hinunter an den traumhaften Seebensee. Beim Downhill musste ich dann etwas für mich ungewohntes feststellen: Denn eigentlich ist man ja in den Bergen eine Gemeinschaft, steht sich bei, hilft sich. Was bei dem Läufer im Kopf vorging, der mich auf dem Weg hinunter verfolgte, mich aber bei meiner falschen Abbiegung nicht ansatzweise informierte, sondern einfach nur vorbeizog, würde mich mal interessieren. Positionskampf? Keine Ahnung, aber richtig arschig. Glücklicherweise bemerkte ich nach keinen 100 Metern meinen Fehler, aber am liebsten hätte ich den Typen in die kalten Fluten des Sees geschmissen. Apropos See: Zeit für ein kleines Bad musste natürlich sein.

Auf den folgenden Kilometer gerieten wir fast zur Touri-Attraktion, so viele Menschen wanderten uns entgegen zum See. Und dann kam die V3, die ich nach 6.15h als 114. erreichte: Tini und Andi am Getränke- und Essensstand, der Seidenraupen-Banner flatterte im Wind > Toll. Hier wollte ich ein wenig ruhen, denn bekanntlich ging es jetzt nur noch steil hinauf.

Vielleicht war es jedoch einfach zu viel der Ruhe, denn ich kam im Anschluss nur schwer wieder in Tritt. Die Klämmli-Abfahrt fühlte sich schon hart an, noch härter dann die Panorama-Abfahrt, die wir natürlich nicht abfuhren, sondern uns hochwuchteten. 500 Höhenmeter auf 1,4 Kilometer – wtf! Im Nachgang stellte ich hier übrigens fest, dass die Route auf Outdooractive nicht der entsprach, die wir gelaufen sind. Hier, aber auch an einigen anderen Stellen, verläuft sie anders, zumeist etwas kürzer und nicht dem ursprünglichen Weg folgend. Vielleicht resultiert daraus, dass ich statt der angegebenen 43,5 Kilometer später 47 auf der Uhr hatte?! Wer weiß, macht den Braten dann aber auch nicht mehr ganz so fett.

Jedenfalls machte es spätestens aber hier leider nicht mehr ganz so viel Spaß. Beim Klettern verkrampften nun leider die Oberschenkel-Innenseiten (noch nie gespürt), was sich nur durch Sitesteps (statt geradem Schritt) verhindern ließ. Nicht gerade förderlich, wenn es beim Aufstieg zum Gatterl an Drahtseilen hoch geht, während sich rechts von einem hunderte Meter tiefe Schluchten auftun. Aber ich wollte ja hoch. Ein DNF hätte ich mir jetzt nicht mehr verziehen. Übers Gatterl (Danke Bergwacht, dass ihr selbst hier standet) ging es dann zwar eben, aber auf technisch hoch anspruchsvollem Fels Richtung Knorr-Hütte > Kein Spaß.

Währenddessen verschlechterte sich auch das Wetter minütlich. Regen, Nebel, Kälte, Manuel Kölker-Wetter. Aber jetzt noch die Klamotten wechseln > Nöö. Verständlich erschien mir im Nachgang, dass die Rennleitung gegen 13 Uhr, also sieben Stunden nach dem Start, ein Weiterlaufen ab V3 untersagte. Glück für mich, dass ich schon vorher dort durch war. Wer am Vortag erlebt hatte, wie ein sonniger Nachmittag innerhalb von zehn Minuten von einem gefährlichen Gewitter heimgesucht werden kann, der konnte, wie gesagt, die Entscheidung nachvollziehen.

Ab der Knorrhütte (V4) warteten dann noch einmal vier Kilometer und rund 600 Höhenmeter. Kopf aus, hoch. Über Berge von Steinen, hoch. Durch Schneefelder, hoch. Und irgendwann hörte ich das Ziel. Hörte die Musik, hörte Andreas am Mikro, hörte „Manu, Manu“-Rufe – yes, spätestens jetzt wusste ich, wofür sich die Schinderei gelohnt hatte. Im Ziel wartete verständlicherweise kein Massenpublikum (was aber selbst dem Ersten nicht vergönnt war), sondern meine Frau Eva und ihre ehemalige Kollegin Sandra. Danke, dass ihr mich da oben begleitet habt. Ohne euch wäre es weniger als 0,1 mal so schön gewesen. Wobei: Von „schön“ kann auf dem Zugspitz-Platt nicht die Rede sein. Nichts, aber auch rein gar nichts, ist hier außer trostloser Stein und Geröll.

Am Ende passierte ich die Ziellinie bei 9.33h – Platz 133 von 265 (von denen übrigens 83 nichts ins Ziel kamen).

Ein dickes Danke geht auch an die Crew, die hier oben heißen Tee und Süppchen ausgab – Weltklasse!

Vom Weg zurück weiß ich leider nicht mehr ganz so viel. Nach dem Klamottenwechsel ging es in die Lifte, in denen ich mich mehr darauf konzentrierte, die Suppe in mir zu behalten, als auf das Panorama zu schielen. Zu viele Menschen in einer Gondel, zu wenig Sauerstoff – keine gute Mischung.

Was folgte, war ein relaxter Abend: Eva kümmerte sich prima um meine Beine, die von dem ein oder anderem Krampf heimgesucht wurden, und dann ging es in die beste Pizzeria am Platz, wo wir Nici und Harry treffen sollten. Mit beiden verbindet uns seit dem TAR2012 eine schöne Freundschaft, die wir zwar nicht häufig, aber regelmäßig, zumeist in den Bergen, auffrischen. Bewundernswert war, wie Harry, im richtigen Leben Personal-Trainer und Motivator, Eva von ihrem „Nein“ zum Halbmarathon am Sonntag abrücken ließ. Sensationell!!! Und sie sollte es nicht bereuen.

 

Der Halbmarathon

Und so standen wir nur wenige Stunden später, diesmal pünktlich, am Start (wieder in Ehrwald) für den Halbmarathon: 22,3 Kilometer mit über 1000 Höhenmetern.

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Quasi von Beginn an ging es nach oben – nicht steil, dafür aber über zehn Kilometer fortwährend. Das ließ uns viel Zeit für Gespräche, wobei für mich ja stets gilt „Less talk, more run“ – Eva und Harry plapperten und plapperten, was aber zeigte, dass beide noch Luft hatten. Ich spürte zwar die Beine, aber mit jedem Kilometer wich der Muskelkater. Auf 1460 Metern sollten uns die Raubals dann wieder begrüßen – die beiden hatten sich auf ihre Mountain-Bikes geschmissen und waren mal eben von Garmisch herüber geradelt. Was für ein cooler Support. Nach einem kurzen Plausch und Snack ging es weiter, wenig später erreichten wir über traumhafte Singletrails schon den höchsten Punkt des Rennens auf knapp 1600 Meter. Es folgte ein knackiger Downhill, auf dem uns Nici mit Hundedame Kimba entgegenkam, und dann das einzige richtig nervige Stück: 200 Höhenmeter der Talabfahrt unter kräftiger Sonneneinstrahlung – erst hinauf, und dann direkt wieder hinunter. Ätzend.

Eine letzte Stärkung gab es dann bei der Gamsalm, wieder mit unseren Fans, den Raubals, ein letzter Hügel, ein letzter Downhill – fertig. 3.30h so die Zeit, was uns natürlich ins hintere Drittel des Feldes sortierte (Platz 159 von 185 Männern, Eva rangiert auf 48 von 69), aber es ging ja vielmehr darum, als Team einen schönen Vormittag zu haben. Und den hatten wir.

Im Ziel genossen wir dann noch einige Zeit die kühlen Getränke, wunderten uns über diese schnellen Menschen auf der Siegerehrung und zerstreuten uns schließlich wieder in alle Himmelsrichtungen. Nici und Harry Richtung Tölz und Tini und Andi zurück nach Garmisch und wir später ins Ötztal. Danke – es war uns eine Ehre!!!

 

Das Gesamt-Ranking

Ach, eins noch – mich hatte interessiert, wie viele tatsächlich die lange Challenge gemeistert hatten – also alle drei Läufe mit der möglichst längsten Distanz. Leider wurde dies nicht mehr offiziell ausgewertet, ich musste also ein wenig die Listen abgleichen und rechnen. Es dürfte zwar einige gegeben haben, die zwar alle drei Rennen gebucht hatten, aufgrund des Rennabbruchs beim Marathon aber nicht in diese Wertung kamen. Schade – nächstes Jahr.

Immerhin 25 haben es dennoch geschafft, Applaus. Wenn ich richtig gerechnet habe, benötigte Josef Vogt, wohlgemerkt in der Master-Klasse startend, für alle drei Rennen 8.27h und distanzierte damit den Rest deutlich – was für ein schneller, schneller alter Sack 😉 Weit über eine Stunde mehr benötigte der Zweite, Jonas Berg, und nochmal etwas mehr der Dritte, Jan Hermann. Ich war schlussendlich 13:16h unterwegs – uff. Platz 22 von 25 – naja, aber zumindest überhaupt gepackt.

1. Vogt Josef: 10.16 (Sprint), 6:21.14 (Marathon, zusammen: 6.31.30 ), 1:56.19 (HM) >>> 8.27.49 (GESAMT)

2. Berg Jonas: 11.49, 7:11.48 (7.23.37), 2:18.12 >>> 9.41.49

3. Herrmann Jan: 10.50, 7:30.27 (7:41:17), 2:22.35 >>> 10:03:52

4. Finkelmann Holger: 10.28, 7:48.20 (7:58:48), 2:19.26 >>>  10.18:14

5. Schild Christian: 11.35, 7:43.17 (7.54.52), 2:23.58 >>> 10.18.50

6. Etzweiler Daniel: 11.38, 8:11.36 (8.23.14),  2:25.38 >>> 10.48.52

7.  Röös Christian: 12.27, 8:08.30 (8.20.57), 2:29.10 >>> 10.50.07

8. Seiberth Gabriel: 11.40, 8:20.00 (8.21.40), 2:36.31 >>> 10.58.11

9. Schönberger Florian: 10.57, 8:28.40 (8.39.37), 2:21.05>>> 11.00.42

10. Etverk Erkki: 11.40, 8:21.24 (8.33.04), 2:30.39>>> 11.03.43

11. Veenema Jan Albert: 10.43, 8:18.05 (8.28.48), 3:00.11>>> 11.28.59

12. Oster Markus: 12.00, 8:46.10 (8.58.10), 2:36.56 >>> 11.35.06

13. Seidler Lars: 12.18, 8:48.53 (9.01.11), 2:42.30>>> 11.43.41

14. Ixcot Carlos: 11.20, 8:57.38 (9.08.58), 2:32.07>>> 11.41.05

15. Geske Lutz: 13.19, 9:00.43 (9.14.02), 2:56.08>>> 12.10.10

16. Kriese Matthias: 12.11, 9:05.08 (9.17.19), 2:57.12,>>> 12.14.31

17. Rotte Uwe: 13.04, 9:18.39 (9.31.43), 2:54.41>>> 12.26.24

18. Siebert-Diering Manfred: 11.38, 9:31.53 (9.43.31), 2:56.16>>>  12.39.47

19. Wellner Markus: 12.01, 9:43.08 (9.55.09), 2:46.27>>> 12.41.36

20. Polonius Fabian-Alexander: 12.25, 8:57.46 (9.10.11), 3:42.28>>> 12.52.39

21. Klöppel Marc, 12.47, 9:31.02 (9.43.49), 3:11.49>>> 12.55.38

22. Kölker Manuel Antonius: 11.34, 9:33.54 (9.45.28), 3:30.46>>> 13.16.14

23.  Slonek Marc: 13.18, 10:11.20 (10.23.38), 3:13.56>>> 13.37.34

24. Roth Edwin: 14.37, 10:07.42 (10.22.19), 3:15.42>>> 13.38.01

25. Nachtmann Korbinian: 13.09, 10:03.13 (10.26.22), 4:08.22>>> 14.34.44

 

Und noch ein Film – wohl zwar vom Berglauf, aber ab 3.30min kann man gut erkennen, wie unsere letzten zehn Kilometer aussahen, da die Strecken später gleich waren (auch wenn da das Wetter wohl noch besser war).


Diese Strecken erwarten uns am Wochenende

Wie versprochen stellen wir euch heute die verschiedenen Strecken vor, die auf uns Starter bei der Scott-Rock the Top-Zugspitz Trail Challenge in den kommenden Tagen warten. Und einen Blick auf die Zugspitze geben wir auch noch. Bislang sieht es gut aus, dass wir bis ganz nach oben laufen können.

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Fotos: Plan B

AOK-City-Lauf Garmisch-Partenkirchen

So recht wissen wir nicht, was uns da erwartet, Veranstalter Plan B spricht von einem „Traillauf quer durch die Innenstadt und Fußgängerzone“. Der rund drei Kilometer lange Parcours führt durch die Innenstadt von Garmisch-Partenkirchen. Hier wohnt bekanntlich Eishockeygott Andi Raubal mit seiner bezaubernden Tini, beide werden am Wochenende hier und da sogar mit anpacken, damit die Läufer gut über die Strecken kommen.

Der Kurs durch GAP ist gespickt mit Hindernissen, Treppe, Ecken, Kanten und Wiesengelände und erfordert  Konzentration und Geschicklichkeit. Lassen wir uns überraschen.

City-Lauf

 

Marathon

Richtig pfundig wird es dann am Samstag. Der Zugspitz-Marathon, der über die volle Marathondistanz von 43,5 km und üppige 3965  Höhenmeter im Aufstieg geht, zählt unbestritten zu den anspruchsvollsten Trailrunning-Strecken der Alpen. Vom Start in Ehrwald führt die Strecke zunächst über wunderschöne und einsame Trails durch die Lechtaler Alpen, bevor mit der exakt 2000 Meter hohen Biberwierer Scharte im Mieminger Gebirge die erste alpine Herausforderung wartet.

So steht es auf der Website. Ups! Ups? Ja, Ups, der Berg Grüner Ups – den vergessen die meisten nämlich gänzlich. Denn die ersten 900 Höhenmeter (auf den ersten sechs Kilometern) absolvieren die Läufer bereits auf der Schleife Richtung Westen, die sie machen müssen, um überhaupt auf die volle Distanz zu kommen. Nach dem Abstieg vom Ups geht es dann wellig weiter, ehe dann auch wirklich die Scharte folgt. Vier Kilometer, 1000 Höhenmeter. Knackig.

Nun geht es vorbei am wunderschön gelegenen Seebensee, und hoch über der Ehrwalder Alm erreichen die Läufer schließlich das Wettersteingebirge und beginnen den Aufstieg auf die 2962 Meter hohe Zugspitze. Über das Gatterl wird die Grenze zwischen Tirol und Bayern überschritten und das weitläufige Karstgelände auf dem Zugspitzplatt erreicht.

Und dann hoffen wir mal auf gutes Wetter: Der finale Aufstieg zum Gipfel der Zugspitze kann nur bei günstigen Wetterverhältnissen angegangen werden und fordert von den Teilnehmern noch einmal die letzten Reserven. Es wäre der höchste Zieleinlauf, den man bei einem Trailrunning-Wettbewerb erreichen kann.

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Halbmarathon

Am dritten Tag der Challenge wartet dann noch der Halbmarathon auf die mutigen Ritter. Start und Ziel ist auch hier wieder Ehrwald, von wo es über den Glockenschlag und die Hochthörlehütte auf den höchsten Punkt am Hohen Egg geht. Von dort führen die Downhills zurück nach Ehrwald, am Ende stehen insgesamt 22,3 Kilometern und 1023 Höhenmetern auf dem Tacho. Auch wenn man es nicht wahrhaben möchte, warnt Plan B vor einem anspruchsvollen Höhenprofil.

Besonders freue ich mich, dass Harry Grubert am Sonntag mitläuft. Er war ja bekanntlich mit seinem Kumpel Koen beim TAR2012 mit dabei und ist mit mir auch eine Etappe des 4Trails2013 gelaufen – cool, dass es nun wieder klappt, ein paar KM zu ballern.

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Ein grandioses Wiedersehen mit den Bretzel-Boys

Was für eine rauschende Nacht, die wir da verleben durften: Nici und Harry Grubert hatten Eva und mich zu ihrer Hochzeit in das ferne Vagen/Bruckmühl eingeladen – eine Einladung, der wir gerne gefolgt waren.

Das Besondere daran: Harry und Nici haben wir beim Transalpine Run 2012 kennengelernt, quasi der Geburtsstunde der Seidenraupen. Harry lief mit seinem Partner Koen, der ebenfalls am Samstag mit uns rockte, als Team „Running Pretzel“ über die Berge, ich war mit Hendrik unterwegs. Zwar hatten wir auf den Etappen kaum etwas miteinander zu tun, dafür aber danach. Und als Harry dann ein Jahr später beim 4Trails vorbeischaute und mich auf einer Etappe unterstützte (Hendrik musste ja verletzungsbedingt absagen), war klar, dass wir auf einer Wellenlänge funken.

Und so war auch das ganze verlängerte Wochenende im Süden ein toller Trip. Nach einem Zwischenstopp bei meiner Tante Connie (Danke noch einmal) ging es weiter nach Höhenrain. Dort trafen wir dann das Hochzeitspaar am späten Freitagabend. Samstagmorgen ging es dann natürlich auf eine Laufrunde mit Harry und Hündin Kimba, ehe wir Harry ins Dress verhalfen. Und dann wurde geheiratet!

Was für ein rauschendes Fest, bei dem wir mit Koen und seiner Frau Andrea, Pretzel-Sponsor Stefan Dümig und vielen anderen die Nacht zum Tage machten…am Sonntagmorgen trennten wir uns schließlich mit dickem Kopf und mit der festen Absicht, bald wieder zusammenzutreffen. Anvisiert wird unter anderem die Zugspitz Trail Challenge mit dem Marathon. Yeahhhh!!!

Stefan trotzt dem Wetter

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Stefan im Ziel.

Stefan Glaudo hat sich beim ersten Lauf der Winterlauf-Serie in Duisburg nicht vom Wetter beirren lassen. 46:10min benötigte er für die nassen und windigen zehn Kilometer rund um die Regattabahn. Cool!

 


Guten Abend aus Landeck

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Drei kurze Eindrücke von der heutigen Etappe, die von Imst nach Landeck führte. Auch wenn sie die kürzeste der vier Touren ist und von den Machern als „Entspannungsetappe“ betitelt wurde, hatte auch sie einiges an Quäl-Potential. Vor allem der lange Anstieg, der nie enden wollte, als auch die mörderische Hitze waren kein Zuckerschlecken.
Zwei Dinge haben mir über den Berg geholfen: die gute Rennnachbereitung nach dem krampfgeplagten Abstieg auf Etappe 2 durch Seidenräupchen Eva und die Begleitung durch die „rennende Bretzel“ Harry Grubert aus München. Er hat im vergangenen Jahr mit seinem Kumpel Koen den TAR gelaufen und war heute dann dabei. Sehr geil, denn es macht schon etwas aus, jemanden dabei zu haben. Jedenfalls hatten wir 6:37h Spaß satt…danke euch beiden.
Morgen wartet nun die letzte Etappe auf mich. Leider wieder alleine – und es wird ein richtiges Brett – das die Rennleitung soeben wegen einer Straßensperrung um geschmeidige 3k verlängert hat. Naja, dann werden es eben 47k 🙂
Jetzt Bett. Adios…


Des Reiters neue Seite und Harrys Blog

Philipp Reiter (rechts) mit seinem Teamkollegen Iker Karrera (links) und den Seidenraupen.

Philipp Reiter (rechts) mit seinem Teamkollegen Iker Karrera (links) und den Seidenraupen.

Zusammen mit seinem spanischen Partner Iker Karrera jagte Philipp Reiter die Berge beim Transalpine-Run 2012 nur so hoch, am Ende stand der völlig verdiente Sieg der beiden. Was jedem an Start, Ziel oder während des Rennens auffiel: Der Reiter ist ein netter Bursche, immer für einen Spaß zu haben und auch durchaus aus der Schlange an der Taping-Station zu verdrängen (aktives Anstehen!). Auf der Strecke haben wir ihn dagegen selten gesehen. Nach wenigen Metern war er stets auf und davon. Und während wir uns noch über die Gipfel quälten, lag er bereits im Hotelpool und ließ sich von … äh, Quatsch…so etwas macht er nicht 😉

Zumindest wäre es sonst schwierig zu erklären, wie er sein sportliches Mammut-Programm (neben Trail-Running stehen noch Mountain-Biking, Ski-Touring, Klettern und und und auf dem Programm) schadlos und vor allem immer erfolgreich übersteht. Hier ein kurzer Blick auf seine geplanten Projekte 2013, die wir auf seiner neuen Website http://www.philipp-reiter.de entdeckt haben:

•11. Januar: Mountain Attack/ Saalbach – AUT
•19. Januar: Jennerstier DM Vertical Race/ Berchtesgaden – GER
•27. Januar: 9. Hervis Hochkönigstrophy/ Bischofshofen – AUT
•16. Februar: 13. Götschenfuchs/ Bischofswiesen – GER
•2. März: Transgrancanaria/ Gran Canaria – ESP
•24. März: 6. Marmotta Trophy/ Martelltal – ITA
•Anfang April: Salomon Advanced Week/ Colorado – USA
•11. Mai: Transvulcania/ La Palma – ESP
•22. Juni: 3. Zugspitz Ultratrail/ Grainau – GER
•14. Juli: Ice Trail Tarentaise/ Val d’Isere – FRA
•27. Juli: Trans d’Havet/ Dolomiten – ITA
•4. August: Speedgoat 50k/ Snowbird – USA
•24. August: Matterhorn Ultraks/ Zermatt – CH
•Anfang September: Gore-Tex Transalpine Run/ Oberstdorf – GER
•2. Oktober: Cavalls del Vent/ Baga – ESP

Wie sein Körper diese Belastung aushält, ist uns schleierhaft, denn Philipp ist keineswegs im besten Alter, was einen Ausdauer-Athleten angeht. Blutjunge 21 Jahre stehen zu Buche, wer weiß, was der Junge alles so raushaut, wenn er denn mal ein paar Lenze mehr auf dem Buckel hat. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und hoffen, ihn noch einmal auf dem ein oder anderen Wettkampf zu treffen.

Das Team Pretzel mit Harry (links) und Koen.

Das Team Pretzel mit Harry (links) und Koen.

Sehr gefreut haben wir uns, als wir in der vergangenen Woche den endlich fertiggestellten Blog von Harry Grubert lasen. Harry war ein Teil des Team Pretzel und damit Garant für die gute Stimmung beim TAR 2012. Der Personal Trainer war zusammen mit seinem Kumpel Koen unterwegs – und hat jetzt in die Tasten gekloppt. Das Ergebnis liest sich hier http://www.harry-grubert.de/2013/02/04/transalpine-run/ Irgendwo in der Mitte gibt es eine Huldigung der Seidenraupen, danke schön, das Lob geht direkt zurück nach Süddeutschland. Wir würden uns freuen, wenn wir euch auf dem 4Trails begrüßen können?! Na???


Der große Rückblick – Teil III: Die Mitstreiter

Ein Event wie der Transalpine Run lebt natürlich von den Leuten, die daran teilnehmen. Gerade bei einem solch intensiven Wettkampf ist es wichtig, dass die Stimmung innerhalb des Läuferfeldes positiv ist, um sich so gegenseitig zu motivieren. Eines vorab: Wenn das Miteinander aller Volksgruppen immer so wäre wie beim TAR, hätten wir einige Probleme weniger. Es war einfach toll zu sehen, wie die Sportler miteinander umgegangen sind. Man konnte keine Minute am Wegesrand stehen ohne die Frage gestellt zu bekommen, ob alles gut sei, bei Überholmanövern wurde der Überholte angefeuert und motiviert, egal ob es ein Israeli, ein Grieche, ein Spanier, ein Deutscher oder sonst wer war, ein wirklich tolles Gruppengefühl! Selbst als wir beim Abstieg der dritten Etappe von einem Holländer überholt worden sind haben wir nicht zur Blutgrätsche angesetzt, ganz im Gegenteil, bei Etappe 4 haben wir sogar einen Laufkollegen aus dem geliebten Nachbarland mit in’s Ziel gezogen 😉

Nun aber zu den Leuten, die uns besonders aufgefallen sind:

Die Aussies

Man stelle sich vor: Du verlierst deinen Job, weil irgendwelche Investoren eine globale Krise auslösen. Genug Grund, um zu verzweifeln, genug Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht so Tristan Miller. Der packt sprichwörtlich die Beine in die Hand und läuft. Und läuft. Und läuft. Und hört nicht mehr auf. 52 Marathons in 52 Wochen in 42 Ländern stehen am Ende eines absolut verrückten Jahres auf dem Zettel, Tristans Leben hat sich komplett verwandelt, er ist „run like crazy.“. „Ich arbeite nicht mehr, ich laufe nur noch“, erzählt er uns, während er mit seinem Lauf- und Schulfreund Scott Nathan beim Transalpine-Run läuft. Die Jungs sind fit, so viel ist sicher, haben aber auch ihre Schwächen. „Der eine ist am Berg stärker, der andere eher im Flachen, da ergänzen wir uns“, so Tristan in einem Englisch, das kaum zu verstehen ist. Was wir verstehen, ist aber Sotts Vorliebe für unsere schwarz-goldenen Adidas-Trainingsanzüge. „Diese Teile sind der Hit, fantastisch.“

Absolut fantastisch ist auch das Programm, das die beiden in den kommenden Tagen noch abspulen: Am Sonntag steht der Valmiere-Marathon in Lettland auf dem Programm, eine Woche später folgt der Oslo-Marathon, dann der Berlin-Marathon. Eine kurze Auszeit gibt’s dann beim Oktoberfest, ehe am 12. Oktober der Melbourne-Marathon gelaufen wird.

Beim TAR werden die beiden übrigens knapp vor uns 38. in der Männer-Klasse (Gesamt-115.) in einer Zeit von 53 Stunden und 41 Minuten. Mehr Infos gibt’s übrigens unter www.runlikecrazy.com.

 

Team Running Prezel

Was hatten wir für einen Spaß mit den Prezels. Wahnsinn. Harry und Koen, beide aus München und beide Personal Coaches, haben rund ein Jahr trainiert, um den TAR zu schaffen. Logisch, dass sie sich die Butter nicht  mehr vom Brot nehmen ließen und das Ding trotz großer Schmerzen nach Hause liefen. Immer mit dabei: Freundin Nici und der verbeinige Nachwuchs.

Das allein machte die beiden natürlich noch nicht zu einem tollen Duo, sondern vor allem ihre lockere und unbekümmerte Art, dieses Rennen anzugehen. Da, wo viele verbissen um Minuten rannten, ließen sie es easy angehen. Ankommen und nicht Letzter werden, so das erklärte Ziel. Da kann man auch mal ne Viertelstunde an der Verpflegungsstation verbringen und die Leute unterhalten – und auch an der nächsten und der übernächsten. Warum hetzen? Problematisch wurde es nur ab Etappe sechs, als Harrys Achillessehne so langsam aber sicher den Geist aufgab und auch die Knöchel mehr und mehr anschwollen. Irgendwann hieß es nur noch gehen bzw. traben, aber ankommen. Und das haben beide geschafft. 62 Stunden und 35 Minuten bedeuten Platz 47 bei den Männer und 163 im Gesamt-Ranking.

Eine Videodokumentation gibt es bei Sat1 Bayern, und zwar hier: http://www.sat1bayern.de/news/20120910/einmal-ueber-die-alpen-transalpine-run-2012/

 

Pfälzer Buwe

Christopher Herget (nicht verwandt mit dem Krefelder Fußballheld Matthias) und Franz Ritter haben sich langsam, aber sicher in das Rennen vorgearbeitet. Zunächst ließen sie es ruhig angehen, dann aber zündete vor allem Christopher die Rakete und riss Franz mit. Die beiden rannten fast um ihr Leben, so schnell waren sie, schade, dass am Ende auch der Körper streikte, denn Chris zog sich einen schmerzhaften Muskelfaserriss zu, der ihn zu einem deutlich gemächlicheren Tempo zwang.

Beide haben wir lieb gewonnen, da sie trotz sportlichen Ehrgeizes immer auch nen lockeren Spruch auf den Lippen hatten und einfach cool drauf waren.

 

Die Jungs aus der Heimat und die Sportlerfamilie

Kaum zu glauben aber wahr: Manu und ich waren nicht die einzigen, die es aus dem schönen Krefeld in die Alpen verschlagen hat. Es gab ein weiteres Team, das zumindest zu 50 % aus Krefeld stammte. Das Team Bittweg Alpin bestehend aus dem aus Krefeld stammenden Stefan und seinem Laufpartner Michael begleitete uns ebenfalls einige Kilometer. Später stieß noch Björn  aus Frankfurt zu diesem Team, nachdem sein Partner ausscheiden musste. Auch die drei sorgten dafür, dass der ein oder andere Kilometer etwas schneller verging.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist uns ein Teil des Teams „die Ochsenköpfe“, die wir auf einem Campingplatz trafen. Der Tross (Vater, Sohn und 2 Töchter) sind die absoluten Sportkanonen und waren als sehr ambitioniertes Team unterwegs. Während unsere Regeneration mit der Einnahme von Erdinger alkoholfrei und Snickers beendet war, wurde nebenan noch auf der Rolle geklotzt. Äußerst ungewöhnlich für ein solches Team: Alle waren super nett und total bodenständig, quasi das genaue Gegenbeispiel zu unseren schweizer Freunden, die nichtmal die Tageszeiten sagen konnten, wenn man sie traf… Zum großen Glück von Manuel war eine Schwester Expertin im Taping, so dass das furchtbar hübsche Tape am linken Knie hier seinen Ursprung fand..

 

Michi

Leider kennen wir Michi nicht von der Strecke, sondern nur vom Massageraum. Hier bezirzte er uns mit seiner glockenhellen Stimme, seinem langen, wehenden Haar und seiner Grundehrlichkeit. Michi war nicht der Mann großer Worte und so endeten seine Sätze meist bereits nach dem ersten Wort, aber gerade dafür und für die Art diese Worte rüberzubringen mochten wir ihn… 😉 Er hätte die Massageflatrate (für lau) haben können, wollte sie aber nicht. Sondern wollte zahlen. Das nennen wir Fairplay. Toll, Michi.

 

Die Zausel

 

Nun aber zu unseren Lieblingen: Die Zausel. Als Nicht-Läufer fragt man sich sicherlicher „Zausel, wer oder was ist das“?!? Eine allgemeingültige Definition hierfür gibt es nicht, wer jedoch einen sieht weiß sofort was gemeint ist. Der allgemeine Zausel ist über 50 Jahre alt, hat meist einen Vollbart, ist sehr dürr, trägt grundsätzlich alte/verwaschene Finisher-Shirts (am liebsten von irgendwelchen Feld-, Wald- und Wiesenläufen) und kennt in seinem Leben eigentlich nur eins: das Laufen. Ein Zausel fällt meist schon optisch auf, indem er seine Trainingshose (sollte mindestens 10 Jahre alt sein) bis unter die Arme hochzieht. Das T Shirt muss grundsätzlich in die Hose gesteckt werden, gerne darf auch die Unterhose über das T Shirt und das Bündchen auch bis über die Trainingshose gezogen werden (vor allem, wenn man vor hunderten Menschen zur Siegerehrung auf die Bühne muss à so live zu sehen). Positiv am Zausel ist, dass er ein absolut lieber und netter Mensch ist, zwar recht ungesprächig dafür aber hochgradig ehrgeizig.

All diese Menschen sowie die hier nicht näher erwähnten Laufkollegen haben mit dazu beigetragen, dass das Event für uns ein unvergessliches Erlebnis bleibt, vielen Dank dafür!

 

In der nächsten Ausgabe werde ich dann einige Worte zum Wettkampf an sich und die Gedanken und Gefühle vor, während und nach den Etappen preisgeben.