Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Februar, 2016

Wirtschafts Woche kürt beste Arbeitgeber in NRW: Bronze für Pflege OPTIMAL

PFLEGE optimal

PFLEGE optimalWow, das ist mal was. Die renommierte Zeitschrift „Wirtschafts Woche“ hat die besten Arbeitgeber in NRW gekürt – und Pflege OPTIMAL, das Unternehmen der beiden Seidenraupen Adam und Ali, landet dabei auf Rang drei: BRONZE bei dem Wettbewerb „Great place to work“ (http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/great-place-to-work-das-sind-die-besten-arbeitgeber-in-nrw/12999160.html?p=12&a=false&slp=false#image).

Ali: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns bewertet und das Ergebnis ist, dass wir schon mal branchenübergreifend (!) zu den „Besten Arbeitgebern“ gehören! Dass wir es auch noch aufs Treppchen geschafft haben und den dritten Platz feiern dürfen, freut uns noch mal mehr.“

Mit Spannung wird nun auf den 9. März gewartet. Dann nämlich präsentiert die WiWo die bundesweiten Ergebnisse „Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen“.


Seidenraupen-Frühjahrs-Pläne ändern sich

Von wegen Hamburg und Ruhrpott – dachten sich zumindest Aki und Manu und warfen ihre Marathonpläne über den Haufen.

Statt in die Hansestadt (17. April) zieht es Aki nun eine Woche später ins nahe Düsseldorf. Beide Strecken gelten als schnell, weswegen sich an den Plänen „Neue PB“ nichts ändern wird. Unbetroffen ist davon der Start von Adam in HH, er wird trotzdem an der Waterkant sein ehernes Ziel Sub-3.15h verfolgen. „Es hat terminlich nicht ganz so gut gepasst, deswegen habe ich umgesattelt“, so Aki zum Nachrichtendienst srnd.

Auch dem Präses ist etwas dazwischen gekommen, so dass er am 22. Mai beim Vivawest-Marathon nicht durch den Ruhrpott laufen kann. Der Startplatz steht noch zum Verkauf – falls jemand will, bitte melden. Ein Ersatz ist bislang nicht gefunden, in die Ferne wird es ihn auf jeden Fall aber nicht ziehen. MG oder DU sind daher in der Verlosung. Zunächst aber stehen die Halbmarathons in Venlo und Berlin auf dem Tableau.

Wer übrigens noch nicht beim Hochkönigman-Gewinnspiel teilgenommen (und für Manu gevotet) hat, kann dies noch eine knappe Woche tun, und zwar mit einem simplen Klick hier hin: http://woobox.com/2yz2mq/gallery/-oQ96teNEOw! Danke vielmals.


Preussens Kreis-Cross wusste zu gefallen

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Im Hintergrund verlief der Kurs.

Dauerregen am Samstag, das ließ viel erwarten für die Kreismeisterschaften im Crosslauf bei Preussen Krefeld nur einen Tag später. Die Rothosen wagten ein Experiment und verlegten die Meisterschaften ausschließlich auf ihre Anlage am Appellweg. Leichathletik-Ass Hubert Houben, der dem Rund bekanntlich seinen Namen gibt, hätte seine wahre Freude gehabt.

Glauben wir zumindest, denn so ziemlich jeder, der auf dem 900 Meter langen Rundkurs unterwegs war, hob am Ende respektvoll den Daumen. Gut gemacht! Das große Plus war offensichtlich: Die Zuschauer konnten ihre Cracks stets beobachten, sei es von der Tribüne aus oder direkt an der Strecke. Und das im regelmäßigen Turnus, allein bei der Lang-Variante musste der Kurs gleich achtmal gelaufen werden. Langeweile kam aber auch hier nicht auf, da man auch stets die anderen Läufer im Blick hatte und so verfolgen konnte, wer da von hinten heraneilt oder wen es noch zu überholen gilt. Es hatte fast etwas von einem Gokart-Rennen.

Verständlicherweise war aus dem Geläuf im Verlauf des Tages ein wahrer Acker geworden. Gerade die Passagen auf Gras (oder das, was vorher mal Gras war) verwandelten sich Runde um Runde in tiefer werdenden Matsch, der einen grübeln ließ, wie man wohl am besten die nächste Kurve anlaufen sollte, um nicht gänzlich zu versinken. Und um anderswo keine Langeweile aufkommen zu lassen, galt es auch, Strohballen zu überwinden oder Zick-Zack zu laufen. Verständlich, dass das mächtig auf die Puste ging.

Waren die ersten Runden noch recht fix, merkten die Protagonisten doch recht bald, dass diese acht Runden verdammt lang und anstrengend werden würden. Nur Tim Schüttrigkeit (Bayer Uerdingen) schien damit keine Probleme zu haben. Er spazierte nach 23:28 Minuten durchs Ziel, als noch alle anderen Starter auf der Strecke waren. Kai Weyers folgte knapp zwei Minuten später. Als Zehnter und M35-Zweiter ging ich schließlich über die Ziellinie. Hätte ich geahnt, dass der Läufer vor mir am Ende die M35 mit vier Sekunden Vorsprung gewinnen würde, hätte ich sicherlich noch eine Schüppe drauf gelegt, am Ende wurde es eine 29:13min.

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Black Rabbit Moritz im Zielsprint!

Moritz, dem leider der offizielle Start verwehrt wurde, weil er nur 35 Minuten vor dem Start und damit zu spät beim Nachmelde-Posten war, lief als Black Rabbit bei irgendetwas um 31min ins Ziel. Das wäre Platz 14 und M30-Dritter gewesen.

Die Wertung für den Krefelder Lauf-Cup erfolgt in den kommenden Tagen.

Die Ergebnisse gibt es hier, den Artikel aus der WZ hier und den aus der RP hier.


Preussens-Kreis-Cross beim Laufcup dabei

Unsere Spielerei aus dem vergangenen Jahr geht weiter: Wir suchen Krefelds schnellste Frau und schnellsten Mann. Dabei werden wir wieder die relavanten Läufe auf Krefelder Boden zählen. Gewertet wird wieder in dem Punktesystem aus 2015, da die Zeiten der Läufe nicht miteinander vergleichbar sind. Die Punkte verteilen sich auf die ersten fünf Plätze pro Lauf (kurz und lang, wenn vorhanden) und Geschlecht. Für den Sieg gibt es sechs Punkte, dann folgen vier, drei, zwei und ein Punkt. Anders als im vergangenen Jahr wird der Kreis-Cross in KR stattfinden, nämlich am Sonntag, 21.2., weswegen er natürlich mit einfließt. 

Wir haben folgende Läufe herausgepickt, in der Hoffnung, damit alle Krefelder Läufe mit ernsthafter Zeitnahme abzudecken (wenn wir einen vergessen haben, bitte melden):

Kreis-Cross bei Preussen Krefeld (21.2.; 3,7 und 7,3km)

Gesundheitslauf Hüls (fünf und zehn Kilometer)

Charityrun Stadtwald (fünf und zehn Kilometer)

Seidenraupen-Cross (23. Oktober; sechs und 16 Kilometer)

Martinscross (drei (Frauen) und fünf Kilometer (Männer))

Silvesterlauf (31. Dezember; 4100 Meter und 8100 Meter)

Nachdem sich Martine Nobili und Christoph Lohse im vergangenen Jahr überlegen die Krone aufsetzen konnten, darf mit Spannung erwartet werden, ob die beiden sich erneut durchsetzen werden. Also: Bei vielen Läufen mitmachen und Punkte sichern. 


Cross am Appellweg

Der Preussen Krefeld Leichtathletik e.V. ist in diesem Jahr Ausrichter der Offenen Kreismeisterschaft im Crosslauf des Kreises Niederrhein-West am kommenden Sonntag,  21. Februar. Auf der Hubert-Houben-Kampfbahn am Appellweg 3 werden die Wettkämpfe zwischen 11 und 13 Uhr gestartet.

Strecke

Die Strecke auf der Hubert-Houben-Anlage.

Auf einem 900 Meter langen Rundkurs werden in fünf Wettkämpfen die Kreismeister im Crosslauf ermittelt. Um 11 Uhr startet die Schülerklasse der 10- und 11-Jährigen, gefolgt von den Kinder zwischen 12 und 13 (Streckenlänge 1900m ). Um 11.50 Uhr startet die Klasse U16 über eine Distanz von 2800m. Männliche und weibliche Jugend der Jahrgänge 1997-2000, Männer- und Frauenklasse sowie alle Altersklassen gehen um 12:20 Uhr auf die Kurzstrecke über 3700m, bevor um 13 Uhr der Startschuss für die Langstrecke über 7300m fällt.

Mit dem Rundkurs auf der Hubert-Houben-Anlage wird eine auch für Zuschauer interessante Veranstaltung geboten, bei der die gesamte Laufstrecke von der überdachten Tribüne aus eingesehen werden kann.

Durch die kreisoffene Ausschreibung der Veranstaltung sind auch Läufer der umliegenden Leichtathletikkreise  willkommen. Meldungen sind bis Mittwoch, 17. Februar möglich, und zwar hier hin: Preussen Krefeld Leichtathletik e.V., Martin Billstein, Kornstr. 70 a, 47918 Tönisvorst, oder per Mail an: preussenla@web.de Nachmeldungen im Stadion bis eine Stunde vor dem jeweiligen Lauf möglich. Die Startunterlagen können am Veranstaltungstag ab 9:30 Uhr abgeholt werden.


Einmal an die Jungfrau!

Es dürfte der Traum eines jeden Mannes sein. Ein schöner Traum, für viele gar der schönste: Einmal an die Jungfrau.

Aber es ist kein Zuckerschlecken, das sei gesagt. Man verliert viel Schweiß – auch schon im Vorfeld, wenn man beginnt, ein solches Projekt anzupacken. Wenn man weiß, dass da vor einem viel Arbeit liegt. Auch viel Gefühl. In-sich-gehen. Mit-der-Natur-eins-werden. Denn der Körper muss geschmeidig bleiben, muss sich der Anforderung bewusst sein und sich dieser stellen.

Und wenn es dann so weit ist, gilt eh nur noch: Weiter, immer weiter. Eigentlich sollte man langsam anfangen, aber man will ob der vielen Glücksgefühle, die einen zu Beginn übermannen, einfach nur vorpreschen. Das geht auch, denn der Anfang ist ein Kinderspiel. Klar, irgendwann kommen dann die ersten Hürden, die man aber meistert. Meistern muss.

Auf, manchmal auch wieder ab. Ein stetiges Hoch, weniger runter. Bis man irgendwann kurz vor dem Höhepunkt ist. Noch ein letzter, langer schmaler Grat, dann sprudelt es aus einem heraus. Man sieht in der Ferne das Ziel, jetzt kann man alles geben. Weg mit der Vorsicht, die einen die ganze Zeit beschäftigt, vielleicht zurückgehalten hat. Jetzt kann nichts mehr passieren, ab ins Ziel.

Was für ein Höllenritt, dieser Jungfrau-Marathon. 1998 zum schönsten Marathon der Welt erkoren, bleibt er das Nonplusultra in Sachen 42,195km. Auch wenn man gar nicht auf die Jungfrau kommt, sondern sie nur aus nächster Nähe sieht und  auf der Kleinen Scheidegg finisht. Aber manchmal gilt eben: Nur gucken, nicht anfassen.

Wer in diesem Jahr dabei sein will, muss jetzt am Sonntag, 14. Februar, früh aufstehen. Um 8 Uhr öffnet das Anmeldefenster für die 4000 Startplätze, die nach dem Windhundverfahren für jeweils 160 Franken vergeben werden (First come, first serve!).

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Hoch zur Kleinen Scheidegg.

Und ich kann euch sagen: Machen! Eines der geilsten Rennen, die ich jemals gelaufen bin. Die ersten 20km nur ballern, dann kraxeln. Was für ein Spaß…schaut euch hier die Fotos an: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150315045738532.361737.678558531&type=1&l=325a19587c


Der Fastenzeit auf der Spur

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Grade noch wild Karneval gefeiert, wird jetzt gefastet.

Mit dem gestrigen Beginn der Fastenzeit sind sie wieder da: Die Kostverächter. Die, die sich gerade noch den Schluffi (das süße Schnäpschen des Nordbahnhofes, das so köstlich an einen kleinen Feigling erinnert) reinkippten und sich eine herrlich-fettige Pommes vom Sprödental-Grill genehmigten. Und die an Karneval wild geschunkelt, gebützt und gesungen haben. So nach dem Motto „Nur her mit den Kamellen, jedes Bier muss runter!“ Und die jetzt, zumeist griesgrämig und sich selbst bemitleidend, durch die Welt laufen, und mit einem schiefen Blick Bier, Schokolade und Kippen von sich wegschieben, als wäre es das größte Übel der Menschheitsgeschichte.

Jeder zweite Deutsche hat laut einer aktuellen Forsa-Studie (im Auftrag der DAK) bereits mindestens einmal für mehrere Wochen gefastet (53 Prozent; Quelle: www.dak.de/dak/bundes-themen/Fasten_2016-1763080.html; NRW kommt auf den deutschlandweiten Spitzenwert von 64 Prozent). In diesem Jahr scheinen sich, so die DAK, vor allem junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren dem bewussten Verzicht verschrieben zu haben: Zwei Drittel von ihnen wollen fasten oder können sich dies vorstellen.

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Macht der Döner schöner? 38 Prozent würden in der Fastenzeit auf Fleisch verzichten.

Laut DAK stehen 2016 folgende Verführungen auf der Verschmähungsliste: Alkohol (67 Prozent gaben an, hier rauf am ehesten verzichten zu würden), Süßigkeiten (66 Prozent), Fleisch (38 Prozent), Fernsehen (33 Prozent), Rauchen (32 Prozent), Handy/Computer (21 Prozent) und Auto (15 Prozent) – allesamt also Dinge, die uns gemütlicher machen und bestimmt nicht schneller und fitter. Demzufolge ist das Fasten an sich scheinbar für uns Sportler nicht die schlimmste Methode, (zurück) in die Spur zu kommen.

Jetzt haben wir uns natürlich aber mal umgeschaut und geforscht, ob so eine temporäre Abkehr vom lasterhaften Leben überhaupt etwas bringt. Kurze Bemerkung vorab: Wer sich für das „wirkliche“ Fasten in Kombination mit Sport interessiert, also nicht nur die 40 Tage bis Ostern, sondern mit Entschlackung, nur Wasser süppeln und so, wird hier fündig: www.runnersworld.de/ernaehrung/marathon-und-fasten-passt-das-zusammen.159626.htm, http://heilfastenkur.de/43-Sport-und-Fasten-passt-das-zusammen.htm, www.laufen.de/fasten-darauf-musst-du-achten). Zusammenfassung aller drei Artikel: Ja, kann gesund sein. Aber Fasten und harten Sport sollten nur wirkliche Experten kombinieren. Wer sich eher der Kategorie „Gelegenheitsjogger“ zuordnet, sollte sich lieber für eine Sache entscheiden.

Die Wahrheit liegt in der Selbstreflexion

Da sich ein Großteil der Menschen in Alkoholverzicht üben möchte, empfehle ich den Klick zu jenem Artikel aus der gestrigen Ausgabe der Welt: www.welt.de/gesundheit/article152048800/Was-eine-Alkoholpause-Ihrem-Koerper-wirklich-bringt.html. Wie bei allen Gesundheits-Themen gibt es auch hier viele differenzierte Meinungen, ob es etwas bringt. Die Wahrheit liegt in der Selbstreflexion: Geh heute Abend saufen, Schnaps, Bier, Korn und Wein – und laufe morgen 25 Kilometer. Sie werden dir einfach grausam vorkommen. Schüttest du dich heute aber nicht zu, dürften sie relativ locker werden (vorausgesetzt, 25km passen in dein Pensum – zehn KM dürften den gleichen Effekt haben, sind aber natürlich nicht so quälend lang wie die 25km).

Lauf-Guru Herbert Steffny hat es mal ganz treffend zusammengefasst: „Größere Mengen an Alkohol bedeuten eine hohe Zufuhr „leerer Kalorien“, wirken harntreibend und stören den Wasser- und Mineralhaushalt sowie das Nervensystem, verschlechtern die Muskelkoordination und (Achtung Männer) verringern die Potenz. Zudem führen sie zu Schädigung der Magen- und Darmschleimhäute, fördern Stoffwechselerkrankungen, Gicht, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche und Leberversagen.“ Dass die Regeneration verlangsamt wird, dürfte auf der Hand liegen. Perfekt zum Thema „Laufen und Alkohol“ passt der Text von Frank Joung (www.achim-achilles.de/ernaehrung/gesund-essen-und-trinken/2662-laufen-a-alkohol-die-wichtigsten-regeln.html, der auch viel Hintergrundwissen bietet.

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Eierlikör und Bitter Lemon ergeben einen traumhaften Mix ala Südsee. Wem das zu süß ist, greift lieber zum Bier.

Nachgewiesen ist, dass sich Alkohol und Sport kaum vertragen. Schon ab 0,5 Promille lassen körperliche Leistungsfähigkeit und motorische Fähigkeiten deutlich nach. Die Amateur-Fußballer unter uns können sich sicherlich noch an das ein oder andere Spiel erinnern, das sie mit Restalkohol absolvierten und bei dem sie häufig auch mal sprichwörtlich am Ball vorbeiflogen oder der Gegenspieler von dannen zog.

Alles also keine neuen Erkenntnisse, die wir nicht schon selber gespürt haben – ebenso wie, dass die Zigaretten besser sind, wenn wir sie im Automaten lassen und die Tafel Schokolade zwar schmeckt, aber eben 500 Kalorien intus hat, die man erst einmal wieder runterrennen muss. Wir wissen genauso, dass ein Buch besser ist als drei Stunden Glotze, dass das Auto der Umwelt schadet und mir Bewegung abnimmt und das ein persönliches Gespräch sicherlich schöner ist als ein Telefonat.

Soll heißen: Mit dem Verzicht in der Fastenzeit kommen wir nur dem nach, was wir eigentlich wissen, gerne aber aus Bequemlichkeit zur Seite schieben. Warum also die Abkehr vom Laster? Weil wir plötzlich den Glauben wiedergefunden haben? Denn immerhin ist der Hintergrund für die Festsetzung der Fastenzeit das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste. Wohl kaum. Was treibt uns tatsächlich zum Verzicht? Das schlechte Gewissen? Ein dicker Bauch nach Weihnachten, Silvester und Karneval? Selbstkasteiung? Es wird von allem etwas dabei sein. Aber seien wir mal ehrlich: Zumeist machen wir es, um uns selbst zu gefallen und die Bestätigung zu erhalten, in dem wir sagen: „Cool, ich kann noch 40 Tage auf Alkohol verzichten. Und die Schokolade brauche ich auch nicht. Und erst recht nicht Facebook, Twitter und Co.!“ Vorausgesetzt, das Fasten-Vorhaben gelingt. Wehe dem nicht. Und wenn doch…

…dann kommt Ostern: Wir brettern uns heftig einen beim Griechen rein, der Gyros und Ouzo in Massen serviert, verputzen am nächsten Tag in Rekordzeit den Lindt-Schokohasen und gammeln Stunden vor TV-Schinken wie Ben Hur und Sissi. Und wundern uns plötzlich, warum es uns Ostermontag beim 10k-Lauf nicht ganz so locker geht wie noch an Karfreitag. In dem Sinne: PROST! Und MAHLZEIT!


Ein grandioses Wiedersehen mit den Bretzel-Boys

Was für eine rauschende Nacht, die wir da verleben durften: Nici und Harry Grubert hatten Eva und mich zu ihrer Hochzeit in das ferne Vagen/Bruckmühl eingeladen – eine Einladung, der wir gerne gefolgt waren.

Das Besondere daran: Harry und Nici haben wir beim Transalpine Run 2012 kennengelernt, quasi der Geburtsstunde der Seidenraupen. Harry lief mit seinem Partner Koen, der ebenfalls am Samstag mit uns rockte, als Team „Running Pretzel“ über die Berge, ich war mit Hendrik unterwegs. Zwar hatten wir auf den Etappen kaum etwas miteinander zu tun, dafür aber danach. Und als Harry dann ein Jahr später beim 4Trails vorbeischaute und mich auf einer Etappe unterstützte (Hendrik musste ja verletzungsbedingt absagen), war klar, dass wir auf einer Wellenlänge funken.

Und so war auch das ganze verlängerte Wochenende im Süden ein toller Trip. Nach einem Zwischenstopp bei meiner Tante Connie (Danke noch einmal) ging es weiter nach Höhenrain. Dort trafen wir dann das Hochzeitspaar am späten Freitagabend. Samstagmorgen ging es dann natürlich auf eine Laufrunde mit Harry und Hündin Kimba, ehe wir Harry ins Dress verhalfen. Und dann wurde geheiratet!

Was für ein rauschendes Fest, bei dem wir mit Koen und seiner Frau Andrea, Pretzel-Sponsor Stefan Dümig und vielen anderen die Nacht zum Tage machten…am Sonntagmorgen trennten wir uns schließlich mit dickem Kopf und mit der festen Absicht, bald wieder zusammenzutreffen. Anvisiert wird unter anderem die Zugspitz Trail Challenge mit dem Marathon. Yeahhhh!!!

Stefan trotzt dem Wetter

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Stefan im Ziel.

Stefan Glaudo hat sich beim ersten Lauf der Winterlauf-Serie in Duisburg nicht vom Wetter beirren lassen. 46:10min benötigte er für die nassen und windigen zehn Kilometer rund um die Regattabahn. Cool!