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Hendrik zieht ein Fazit: 4 Trails reloaded

Nachdem Manu und ich eigentlich 2013 gemeinsam am 4 Trails teilnehmen wollten, ich allerdings verletzungsbedingt nicht starten konnte, bot sich in diesem Jahr die Chance erstmalig wieder an dem viertägigen Trailevent teil zu nehmen. Das neue Konzept sieht im Vergleich zu den früheren Veranstaltungen etwas kürzere Etappen vor, um so eine breitere Masse anzusprechen. Der 4 Trails fand in diesem Jahr vom 10.07 bis zum 13.07 statt und führte von Seefeld in Tirol über Leutasch, Wildermieming und Nassereith nach Imst. In Summe machten sich 507 Trailrunner und erstmalig 33 Hiker auf, um die ursprünglich geplanten 95,9 km mit 5.714 Höhenmetern im Auf- und 6.080 Höhenmetern im Abstieg zu meistern.

Für mich persönlich war es die erste Trail-Veranstaltung seit der Teilnahme am Transalpine 2012. Die Vorbereitung war im Vergleich zur damaligen Vorbereitung eher semi-professionell: keine Läufe in hügeligen Gebieten, keine Dauerbelastung über mehrere Tage, kein Training in der Höhenkabine. Rückblickend betrachtet stellt sich heraus, dass die schweißtreibenden und zeitintensiven Einheiten, die Manu und ich damals gemeinsam absolviert haben, durchaus sinnvoll und hilfreich gewesen sind.

Gute Laune und voller Tatendrang

Gut gelaunt und voller Tatendrang reisten Lena und ich am 09.07.2019 nach Seefeld, um dort die Startunterlagen entgegen zu nehmen. Wie man es von Plan B schon vom Transalpine Run gewohnt war, war auch hier die Organisation perfekt und äußerst freundlich. Nachdem die Startunterlagen abgeholt waren und das Quartier bezogen war, ging es  abends auf die Rosshütte, um dort dem berühmten Streckenbriefing zu lauschen und die Energiespeicher zu befüllen.

Am Mittwoch um 08:55 bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und den Klängen von „highway to hell“ ertönte dann der Startschuss und es ging endlich los. Nach einem kurzen Abstecher durch das schöne Örtchen Seefeld ging es gleich steil bergauf. Getragen durch das gute Wetter und einer stetig steigenden Euphorie war ich deutlich schneller am Gipfel als zuvor gedacht. Beim anschließenden downhill wurde mir erneut sehr eindrucksvoll vor Augen geführt, was einen geübten Trailrunner von einem Straßen- und Waldläufer unterscheidet. Trotz einer für meine Verhältnisse hohe Geschwindigkeit rauschten die anderen Teilnehmer nur so an mir vorbei. Die zweite Steigung des Tages hatte es dann nochmal richtig in sich, so dass ich völlig ausgepowert aber glücklich ins Ziel einlief. Abends ging es dann wieder zur Pasta Party und es gab erstmalig die Fotos und das Video des Tages. Wie schon 2012 eine emotionale, beeindruckende und motivierende Vorstellung!

Der nächste Morgen begann mit der Erkenntnis, dass die Renneinteilung des Vortages taktisch keine Meisterleistung war. Beim Versuch die Koffer von der ersten Etage in das Erdgeschoss zu tragen, melden sich beide Oberschenkel erstmalig sehr deutlich und versprühten keine große Zuversicht. So ging es zum Start der zweiten Etappe, wie immer nach dem gleichen Schema: bei weiterhin recht gutenBedingungen lief die Etappe trotz schwerer Oberschenkel gut an. Dies kippte an dem Punkt, als es hieß die zuvor aufgestiegenen Höhenmeter in die andere Richtung zurück zu legen. So wurde ich an diesem Tag beim downhill von sicherlich 40-50 Läufern überholt und kam mit völlig verhärteten Oberschenkeln und wie auf Eiern laufend ins Ziel. 

Vor der dritten Etappe führte mich mein Weg direkt zu den Physios mit der Bitte irgendetwas für meine Oberschenkel zu tun. Mit einem intensiven Taping wurde versucht zu retten, was noch zu retten war, jedoch mit eher überschaubarem Erfolg. So ging es also mit inzwischen vollkommen verhärteten Oberschenkeln auf die dritte Etappe, die wegen schlechter werdender Wetterverhältnisse „entschärft“ worden ist, was mir und meiner körperlichen Verfassung sehr entgegen kam. Die ersten 2 Kilometer verliefen im flachen Terrain recht zäh, bevor es zu den ersten Steigungen kam. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Tages passierten wir einige Schneefelder und wurden angehalten die Pflichtausrüstung (die in der Tat täglich kontrolliert worden ist) in Form vonMütze und Jacke anzulegen. Das gute Gefühl des erklommenen Gipfels wich sehr schnell der puren Frustration und der Schmerzen beim Weg zurück ins Tal.

Waren es am Vortag noch 40-50 Läufer, die mich bergab überholten waren es an diesem Tag sicherlich um die 100. Gefühlt lief das gesamte Feld an mir vorbei, viele fragten, ob alles ok sei oder ob ich Hilfe bräuchte. Eine Kuh beim Almabtrieb gibt sicherlich ein dynamischeres Bild ab als ich an diesem Tage. Jeder Schritt bergab tat weh, gefühlt hatte ich zunehmend weniger Kontrolle über meine Beine/Füße. Zwischendurch kam der Gedanke auf, dass ich die Etappe nicht zu Ende laufen könne, als mich ca. 7 km vor Schluss eine strahlende Dame im gelben Regencape an der Strecke in Empfang nahm. Statt mir vom Streckenrand aus kurz Mut für die restliche Strecke zuzusprechen, wurde Lena kurzerhand „verpflichtet“ mich bis zum Ziel im strömenden Regen zu begleiten 😉. Gemeinsam quälten wir uns Meter um Meter Richtung Ziel, um es schlussendlich mit einer Mischung aus Schmerz, Frust, ein wenig Stolz und einer großen Portion Dankbarkeit für die Begleitung, auch zu erreichen. 

Der weiterhin existierende Gedanke an Aufgabe wurde spätestens auf der Abendveranstaltung eliminiert. Als wir mit vollem Tablett nach einem freien Platz suchten, wurden wir von 4 netten Herren heran gewunken. Die netten Herren entpuppten sich als „die Hügelhelden“ vom Niederrhein, die mich gemeinsam mit Lena mit neuer Zuversicht und Motivation zurück auf die Spur brachten.

Am Samstag hieß es dann nochmals Kräfte bündeln, um auch die letzte Etappe zu meistern. Bei stetig besser werdenden Bedingungen verlief die Etappe ähnlich wie die beiden Tage zuvor, wobei das nahende Tour-Finish nochmal ein paar Kräfte frei setzte. 6 Kilometer vor Schluss, kurz nach der letzten Verpflegungsstation, kam Lena mir erneut entgegengelaufen, um mich auf den letzten Kilometern zu begleiten, so dass wir gemeinsam bei inzwischen wieder blauem Himmel und Sonnenschein in Imst ins Ziel einlaufen konnten. Immer und immer wieder ein tolles und einzigartiges Gefühl!

Wie fällt nun mein persönliches Fazit nach den 4 Tagen aus?!? Es waren für mich 4 Tage mit Licht und Schatten. Negativ war sicherlich die Kombination aus einer eher schlechten Vorbereitung auf die Veranstaltung und einer äußerst schlechten Aufteilung der Kräfte. Durch die vollkommene Verausgabung auf der ersten Etappe, habe ich mir selbst sehr viel kaputt gemacht und konnte die Folgetage nicht so angehen und genießen wie ich es gern getan hätte. Stattdessen habe ich mich mehr oder weniger über die Berge geschleppt und mich durch die Etappen gequält. Doch wo Schatten ist, ist auch Licht und davon gab es sogar einiges: Angefangen bei der perfekten Organisation, den tollen Strecken und Landschaften, den atemberaubenden Bilder und Videos, dem tollen Zusammenhalt unter den Läufern bis hin zu dem Menschen, ohne den ich die Serie wohl nicht ins Ziel gebracht hätte, hierfür nochmals meinen herzlichen Dank!

Aus meiner Sicht eine wirklich tolle Laufveranstaltung und ideal für jeden Läufer, der Interesse an einem mehrtägigen Laufevent im Gebirge hat. Die Strecken sind einerseits anspruchsvoll und landschaftlich sehr reizvoll, anderseits sind die Tagesetappen mit max. 25 km auch für weniger geübte Läufer machbar.


Nur noch eine: Etappe vier

S4T 2013 4.Etappe Landeck SamnaunVersion 1.0
Etappe 4: Landeck – Samnaun
Etappe 4: von Landeck nach Samnaun
Zum Abschluss der SALOMON 4 TRAILS werden einige Teilnehmer noch einmal bis an ihre Grenzen gehen. 47 km und 2.844 Höhenmeter trennen die Läuferinnen und Läufer noch vom Ziel in Samnaun. Gleich nach dem Start in Landeck geht es 1.600 Höhenmeter bergauf auf’s Fisser Joch. Nach einem kurzen Abstieg warten mit dem Arezzjoch (2.587 m) und der Ochensenscharte (2.787 m) noch zwei weitere Gipfel, ehe es endgültig hinunter ins Tal geht. Am tiefsten Punkt angekommen sind es noch acht leicht ansteigende Kilometer bis ins Ziel.

Streckendaten:
Startzeit: 07:00 Uhr
Kilometer: 44,50 km
Höhenmeter im Aufstieg: 2840 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 1820 Hm
(Infos von http://www.4trails.de/Strecken/Etappe4.aspx)

S4T 2013 4.Etappe Landeck SamnaunVersion 1.0


Willkommen auf Etappe drei

S4T 2013 3.Etappe Imst Landeck Version 1.0

Etappe 3: Imst – Landeck Die dritte Etappe von Imst nach Landeck bietet neben unvergleichlichen Trails auf über 2.000 Metern Höhe nicht nur ein großartiges Alpenpanorama sondern auch die Überschreitung von drei Gipfeln.

Streckendaten:
Startzeit: 08:00 Uhr
Kilometer: 33,60 km
Höhenmeter im Aufstieg: 1844 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 1804 Hm
(Infos von http://www.4trails.de/Strecken/Etappe3.aspx)

S4T 2013 3.Etappe Imst Landeck Version 1.0


Los gehts: Start der zweiten Etappe

S4T 2013 2.Etappe Ehrwald Imst Version 1.0
Etappe 2: Ehrwald – Imst Nach der Auftaktetappe steht morgen von Ehrwald nach Imst das erste große Highlight auf dem Programm der SALOMON 4 TRAILS. Zu Beginn geht es einmal quer durch das Mieminger Gebirge bis schließlich die Grünsteinscharte (2.272 m) erreicht ist. Oben angekommen wartet auf die Läuferinnen und Läufer nicht nur ein traumhaftes Panorama, sondern auch ein 1.200 Höhenmeter langer Downhill zurück ins Tal. Dort heißt es auf der Verpflegung ordentlich Kohlenhydrate zu tanken, bevor es in den zweiten Anstieg geht.
Von Finsterfiecht über die Haiminger Alm locken traumhafte Trails hoch über dem Inntal bis kurz unter den Tschirgant (2370 m), der markant über Imst thront. Noch liegen 1.400 Höhenmeter im Abstieg zwischen den Läufern und dem Ziel, auch wenn das bereits deutlich zu hören ist. Rasant geht es neuerlich dem Tal entgegen bis die Teilnehmer nach 41,8 km den mit 780 m Höhe tiefsten Punkt der SALOMON 4 TRAILS erreichen. Die Hälfte des 4-Tages-Rennens ist dann bereits geschafft.

Streckendaten:
Startzeit: 07:00 Uhr
Kilometer: 45,30 km Höhenmeter im Aufstieg: 2723 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 2940 Hm
(Infos von http://www.4trails.de/Strecken/Etappe2.aspx)

S4T 2013 2.Etappe Ehrwald Imst Version 1.0


4 Trails 2013 ist gestartet

S4T 2013 1.Etappe Garmisch Ehrwald Version 1.0

Genau in diesen Minuten ist der 4 Trails 2013 gestartet. Mit dabei: Die seidenraupen Eva-Maria Neder und Manuel Kölker. Während Seidenräupche Eva die heutige Etappe als Startschuss in ihre Trailrunning-Laufbahn sieht, ist es für mich nach dem Transalpine-Run im vergangenen Jahr der zweite Start bei einem reinen Trail-Wettbewerb. Leider nicht dabei: Henne Hahn, der ursprünglich auch angemeldet war. Doch eine Achillessehnenentzündung hat ihn in den vergangenen Wochen lahmgelegt, an einen Start war nicht zu denken. Schade, doch wir werden das Ding rocken und an dich denken. Insgesamt gehen mehr als 500 Startet auf den Viertages-Lauf, der in Garmisch-Partenkirchen startet und nach rund 160 Kilometern und 10.000 Höhenmetern in Samnaun in der Schweiz zu Ende geht.

Wie auch beim TAR gibt es an dieser Stelle nun täglich Infos zu den Etappen.

S4T 2013 1.Etappe Garmisch Ehrwald Version 1.0Etappe 1: Garmisch-Partenkirchen – Ehrwald

Von wegen harmloser Auftakt: die Charakteristik der ersten Etappe hat es in sich. 36 km, 2.410 Höhenmeter und drei knackige Aufstiege gilt es zu bewältigten werden, ehe das Ziel in Ehrwald erreicht ist.

Wer den Zugspitz-Ultratrail gelaufen ist, der wird einige Strecken und Anstiege auf der ersten Etappe wiedererkennen. Zum Beispiel den Aufstieg zur Talstation Längenfelder. Von Kilometer 9,5 bis 13 sind dabei exakt 625 Höhenmeter zu bewältigen. Die Talstation liegt auf einer Höhe von 1616 Meter und ist damit die höchste Erhebung der ersten Etappe. Übrigens: nur zwei Kilometer nach dem Start müssen zum Warmlaufen reichen, dann geht es schon hinauf zum Abzweig Drehmöserwald auf 1.279 Meter.

Gemächliche Flachstücke gibt es auf dieser Etappe sowieso so gut wie nie. Denn auch nach dem Aufstieg zur Talstation Längenfelder geht es gleich wieder steil abwärts Richtung Grainau. Nach ca. 4 km haben die Teilnehmer die Talsohle in Hammersbach auf einer Höhe von 772 Metern erreicht, um gleich wieder in den Kletter-Modus zu schalten. Acht Kilometer geht es hoch, ehe bei Rennkilometer 25 der Grenzübergang nach Österreich auf einer Höhe von 1520 Metern erreicht ist.

Sollte hier noch keine Entscheidung über den Tagessieg gefallen sein, dürfte es spätestens nach der dritten Verpflegungsstelle an der Talstation der Ehrwalder Zugspitzbahn soweit sein. Direkt vom dritten Kontrollpunkt geht es einen Kilometer lang steil bergauf. Die letzten sechs Kilometer führt die Strecke dann leicht abwärts direkt ins Ziel nach Ehrwald.

Hier die Streckendaten der 1. Etappe im Überblick:

Streckendaten:
Startzeit: 10:00 Uhr
Kilometer: 36,30 km
Höhenmeter im Aufstieg: 2410 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 2113 Hm
(Infos von http://www.4trails.de/Strecken/Etappe1.aspx)


Schicke 4Trails-Pullis

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Mit schicken Pullis und Eva sogar im Träger-Shirt geht’s am Dienstagmorgen los. Hell ya!!!


Henne Hahn fällt wohl aus

Henne Hahn, hier im Trainingslager am Nebelhorn.

Henne Hahn, hier im Trainingslager am Nebelhorn.

Alle Arztbesuche, Thearpien und Behandlungen haben nichts gebracht: Henne Hahn wird, Stand heute, nicht beim 4 Trails an den Start gehen. Die Entzündung an der Achillessehen lässt nicht locker.

Auch der gestrige Tag verlief nicht im Sinne der Seidenraupe: Den morgendlichen Testlauf musste er nach sieben Kilometern abbrechen, direkt danach ging es zum (marathonerfahrenen) Doc, der ihn mit einer schmerzhaften Strom-Behandlung fit bekommen wollte. Der angeordnete abendliche Lauf war allerdings schon nach 3,33 Kilometern beendet. „Der kürzeste Lauf meines Lebens, ich könnte heulen. Das war es wohl.“ Gerade im Hinblick auf die Anstiege während des 4Trails mache ein Start keinen Sinn. Bitter vor allem, dass die niederschmetternde Diagnose so kurz vor dem Beginn kommt.

Quo vadis, Team Seidenraupen?
Eine gute Frage. Das Team Seidenraupen wird es – zumindest in den Starterlisten – nicht geben. Eva läuft nur die erste Etappe, während ich dann die drei weiteren alleine laufen werde. Ganz alleine? Nein, denn neben den rund 550 Startern wohl auch mit Harry Grubert, den wir im vergangenen Jahr beim TAR kennengelernt haben. Er plant, trotz Knieproblemen, die dritte Etappe mitzulaufen und einen Tag später in Samnaun mit uns zu feiern. Das wäre natürlich schon mal was. Bleibt zu hoffen, dass die After-Race-Party diesmal vielleicht nen Ticken besser ist als beim TAR 😉 !
Trotzdem, dass Henne nicht mitläuft, schmerzt natürlich sehr. Wohin nun mit den ganzen sinnlosen Gedanken, die einem beim Laufen kommen? Wer zieht mich den Berg hoch und wer labert mich die ganze Zeit voll? ABFUCK!!!
Naja, vielleicht tritt ja noch ne Wunderheilung ein. Und der Umweg über Lourdes würde knapp 2000 Kilometer mehr bedeuten…

Etappen im Vogelflug auf Youtube
Wer sich übrigens für die Etappen interessiert: Auf meinem Youtube-Channel gibt es nun vier Videos, die die Strecke im Vogelflug zeigen. Hier das Video der ersten Etappe:


Seidenraupen in Schwafheim am Start

Streckenverlauf des Halbmarathons in Schwafheim.

Streckenverlauf des Halbmarathons in Schwafheim.

Die Seidenraupen gehen am morgigen Fronleichnams-Donnerstag beim Schwafheimer Volkslauf (http://www.tv-schwafheim.de/verein/index.php?option=com_content&view=article&id=7&Itemid=15) an den Start. Der Lauf hat Tradition: zum 39. Mal findet er statt, zum 25. Mal über die Halbmarathon-Distanz.

Genau dieses Jubiläum nutze ich, um morgen gut aus den Federn zu kommen. Denn immerhin ist der Start des HM bereits um 9.20 Uhr, das mutet etwas arg früh an. Auf der anderen Seite: Man ist auch früh wieder fertig. Henne kränkelt und überlegt es sich noch , dafür sind Moritz und Mitch (10k) dabei.

Ganz unbekannt ist die Route übrigens nicht – ein kurzes Stück geht durch den Lauersforster Wald, der nördlich des E-Sees liegt und daher bei einer Umrundung des selben gerne noch als Erweiterung mitgelaufen wird. Ansonsten geht es zumeist über Felder, am Schwafheimer Meer vorbei und drei Kilometer durch Rumeln-Kaldenhausen. Moritz hat die Strecke als „sehr trocken“ in Erinnerung, was aber wahrscheinlich am deutlich besseren Wetter in den vergangenen Jahren lag. Immerhin sind drei Wasserstellen vorgesehen, sollte man nicht schon von oben nass genug werden. Lassen wir uns überraschen…

Interessiert am Seidenraupen-Sponsoring?
Bekanntlich gehen Henne und ich in diesem Jahr wieder auf große Reise: Der 4Trails steht an, ein viertägiger Lauf von Garmisch-Partenkirchen durch die Alpen bis nach Samnaun. Heißt: 160 Kilometer, rund 10.000 Höhenmeter.
Der „Spaß“ ist ähnlich kostspielig wie im vergangenen Jahr, weswegen wir wieder nach Sponsoren suchen. Im Grunde bestimmt ihr, wie ihr uns unterstützen wollt, im Gegenzug bieten wir euch hier auf unserer Website und auf unseren Shirts Möglichkeiten, euch zu präsentieren, wenn ihr es wollt. Wenn ihr eigenen Ideen habt: Gerne, sprecht uns einfach an. Und: Kleinvieh macht auch Mist 😉


4 Trails-Strecken stehen fest

Plan B, der Ausrichter des 4 Trails, hat die Strecken im Detail bekanntgegeben und die nötigen Karten dazu verschickt. Das macht natürlich Lust auf mehr – wenn auch gerade bei Etappe 1 Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, leider nur umlaufen wird. Die Möglichkeit, den Gipfel tatsächlich zu erklimmen, bietet sich allerdings – und zwar genau eine Woche zuvor. Beim Zugspitz Extremlauf (http://www.getgoing.de/) gibt es die Möglichkeit, von Ehrwald, dem Zielort unserer ersten Etappe, nach ganz oben zu laufen. Der Lauf, „nur“ 17,9 Kilometer lang und 2235 Höhenmeter im Aufstieg, ist besonders auf den letzten 1,3 Kilometer tricky: hier gilt es noch einmal 400 Meter nach oben zu kraxeln. Eigentlich habe ich ja keine Zeit…und eigentlich wäre das wahrscheinlich recht unproduktiv…aber eigentlich… 😉

Nun, begnügen wir uns zunächst mit dem 4 Trails. Ich denke, hier werden wir ja auch einiges kloppen.

Eine kurze Übersicht, was uns so erwartet:
S4T 2013 1.Etappe Garmisch Ehrwald Version 1.0Etappe 1 zeichnet sich vielleicht nicht mit den höchsten Gipfeln aus, dafür aber mit sechs (!) Anstiegen. So werden es dann am Ende nach 36 Kilometern 2410 Höhenmeter, die man raufgelaufen ist, und 2113 hinab. Höchster Punkt ist die „Talstation“ Längenfelder mit 1616 Metern. Mal sehen, wie Eva das wegsteckt 😉
Die Seidenraupen wohnen übrigens am Startort Garmisch-Partenkirchen bei keinem geringeren als Sir Andi AIR Raubal, Deutscher Eishockey-Meister 2003 und KEV-Legende.

S4T 2013 2.Etappe Ehrwald Imst Version 1.0Etappe 2 führt direkt mal stolz von 994 Metern auf 1600 Meter – in den ersten sechs Kilometern wohlgemerkt. Doch damit nicht genug: nach vier „ruhigen“ Kilometern wird es dann wieder steil: 600 Höhenmeter in drei Kilometern: puh. Es folgt ein rasanter Abstieg auf 991 Meter, ehe es von Finsterfiecht über die Haiminger Alm und traumhafte Panoramatrails über dem Inntal kurz unter den Tschirgant (2370 m) geht. Nach 41,8 km (oder sind es doch 45km? Die Macher scheinen sich in den Angaben nicht ganz sicher zu sein) erreichen die Läufer in Imst mit 780 m Höhe den tiefsten Punkt des 4 Trails (insgesamt 2723m auf, 2940m ab).

S4T 2013 3.Etappe Imst Landeck Version 1.0Nach ebenem Beginn in Imst lockt auf Etappe 3 die Glanderspitz, 2512 Meter hoch. Sie ist zwar der einzige Berg, den es an jenem Tag zu besteigen gilt, doch der hat es in sich. Der Anstieg beginnt bei Kilometer sieben und endet erst bei Kilometer 22 – Ruheplateaus oder ähnliches sucht man allerdings auf diesen 15 Kilometern vergeblich. Das Ziel liegt in Landeck und wird nach 1844m auf/1804m ab und 33,6 Kilometern erreicht – die kürzeste Etappe des 4 Trails.

S4T 2013 4.Etappe Landeck SamnaunVersion 1.0Die vierte Etappe ist dagegen mit 45,3 km die längste (wobei es auch einige Angaben gibt, die von 44,5 km sprechen. Sie wird uns noch einmal alles abverlangen: das Fisser Joch (2432m hoch), das Arezzjoch (2587m) und die Ochsenscharte (2787m) werden ebenso überquert wie die Schweizer Grenze. Letztere aber wahrscheinlich angenehmer als die drei genannten Berge, liegt sie doch sechs Kilometer vor dem Ziel in Samnaun und auf ungefähr gleicher Höhe. So kommen wir zum Ende hin noch einmal auf 2844 Höhenmeter auf und 1820m abwärts.
Im Ziel haben wir dann insgesamt 157,4 Kilometern und 9899 Höhenmetern in den Knochen und sind entweder spitz oder unterjocht und großen Durst.

Hier gibt es die Strecken übrigens zum Herunterladen:

http://www.4trails.de/portals/4trails-deutsch/Strecken/Etappe1/S4T_2013_Etappe1.gpx

http://www.4trails.de/portals/4trails-deutsch/Strecken/Etappe2/S4T_2013_Etappe2.gpx

http://www.4trails.de/portals/4trails-deutsch/Strecken/Etappe3/S4T_2013_Etappe3.gpx

http://www.4trails.de/portals/4trails-deutsch/Strecken/Etappe4/S4T_2013_Etappe4.gpx

Mit dem Online-Dienst http://www.gpsies.com sind die Daten abzuspielen, auch schön ist http://www.atlsoft.de.


Henne und Manu erstürmen die Alpen und Wien, Eva Berlin

Das Laufjahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen, und die Seidenraupen wetzen die Kalender, um die kommenden Monate zu planen.

Neben der Duisburger Winterlaufserie, an der sich acht Seidenraupen beteiligen, stehen nun weitere Termine fest. So werden Henne und Manu beim 4Trails im kommenden Juli starten. Der 4Trails ist ein viertägiger Trailrun über 150 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen in die Schweiz. Näheres dazu in den kommenden Tagen.

Zudem hatte Manu ja schon vor Wochen für den Wien-Marathon gezeichnet. Nun steht auch fest, dass Henne in der Österreichischen Hauptstadt an den Start gehen wird. Auch hier folgen bald Details.

Und dann hat Seidenräupchen Eva Blut geleckt und wird beim Berlin-Marathon die Krefelder Farben vertreten…

Wer natürlich Lust hat, kann sich gerne anschließen 😉