Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für April, 2016

Jetzt den Flyer runterladen und teilen

Freunde der Seidenraupen, Liebhaber des SRC – die Flyer für unsere 2016er-Auflage sind fertig. Elektronisch könnt ihr sie jetzt schon herunterladen, und zwar als jpeg oder als pdf Flyer 2016 front fertig_bearbeitet-1Flyer 2016_back fertig_bearbeitet-1. Wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr sie weiter verteilt – auf Facebook, Twitter oder Snapchat, via Instagram, Pinterest oder wie auch immer.

Wer sie in den Händen halten und auf Veranstaltungen verteilen möchte, kann sich gerne melden. Auch darüber würden wir uns sehr freuen.

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SRC-Spendenzweck gefunden: Hülser Bewegungspark wird unterstützt

Freudig können wir euch mitteilen, dass wir einen Zweck gefunden haben, den wir mit dem Seidenraupen-Cross 2016 unterstützen werden: Es wird der Hülser Bewegungspark, der in unmittelbarer Nähe zum Start- und Zielort, im Park im Schatten der Hülser Burg entstanden ist und weiter wachsen soll. „Damit wollen wir uns bei den Hülsern bedanken, da sie im Oktober nun schon zum vierten Mal Teile ihres Stadtteils zur Seidenraupen-Zone erklären“, so SDR-Vorsitzer Manuel Kölker.

Bewegungsparkt Hüls Eröffnung

Mit der Initiatorin Gabi Gommans (vorne Vierte von links), Oberbürgermeister Frank Meyer und Bezirksvorsteher Hans Butzen wurde der neue Bewegungsparcours in Hüls offiziell eröffnet. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Für den bereits fertigen ersten Teil wurden rund 26.500 Euro Spenden eingesammelt. Der Bewegungsparcours umfasst eine kompakte Fitness-Station. Weiterhin werden Geräte für Liegestütz und Situps angeboten. Die Besucher können auf einer vier Meter langen Balancierstrecke und auf einer Slackline balancieren. Ein fünf mal fünf Meter großes Buchstabenfeld aus Kunststoffplatten lädt zu Bodenübungen und Rollenspielen ein. Die Stadt hatte das Herrichten der Fallschutzflächen und das Aufstellen der Geräte übernommen.

Treibende Kraft hinter dem Projekt war und ist Gabriele Gommans, die Bürger und ortsansässige Firmen zu Geldspenden animierte und mit Unterstützung des Hülser Sportvereins die Anlage initiierte. Doch sie gibt sich mit dem Erreichten noch nicht zufrieden und sammelt weiter. Denn drei Spielgeräte sollen noch folgen. Der Fachbereich Grünflächen hat die Flächen für die ergänzenden Geräte bereits herrichten lassen. Insgesamt fehlen noch knapp 10.000 Euro, damit die Anlage mit Armzuggerät, einer schwebenden Plattform und einem Rückenstrecker vollständig sein wird. Das nahmen wir zum Anlass, uns zu beteiligen.

„Ich freue mich sehr, dass die Seidenraupen unser Projekt unterstützen möchten. Gerne nehme ich auch am Lauf teil und habe schon ein paar sportliche, ebenfalls Interessierte gefunden“, sagt die dreifache Mutter, die aktuell häufig am Bewegungspark angetroffen werden kann. „Ich werde in den nächsten Wochen noch „Einweisungstermine“ anbieten, damit die Gruppe der Nutzer noch größer wird. Bereits jetzt wird er super von vielen verschiedenen Altersgruppen angenommen.“

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Mit dem Trail-Magazin im Siebengebirge

Was sich sonst als futzelig und klein anhört, entpuppte sich am Wochenende doch als ernstzunehmende Location für ausgedehnte – und vor allem schöne – Trailrunden: Das Siebengebirge unweit von Bonn. Das Trail-Magazin hatte in Zusammenarbeit mit Thr33ky zum Revier-Guide geladen. Rund 200 Laufbegeisterte folgten und lernten die Gegend rund um Königswinter, Drachenfels und Petersberg kennen. Schön war es, nur das Wetter spielte nicht ganz so mit, wie wir wollten. Aber was will man auch im April erwarten.

Der Samstag

Egal: Der Samstag ging gemächlich los. Die Keepers-Of-The-Trail-Guides aus dem Eichhörnchenbau hatten eine 20km-Runde mit knapp 900 Höhenmeter vorausgesagt. Auch wenn es am Ende 26 Kilometer wurden, hatten wir Spaß satt. Los ging es am Gut Buschof und direkt in den Wald hinein. Nach keinen zwei Kilometern war ich bereits aus der Puste: Asthmaspray vergessen, VERY BIG FAIL, denn ich merkte deutlich, dass meine Lunge wie zugeschnürt auf die Anstrengung reagierte. Das Gefühl stellte sich auch leider nicht ein, sondern sollte den ganzen Nachmittag über so bleiben. Was für eine Scheiße.

Aber was solls, jetzt schon aus dem Lauf gehen, wäre an Peinlichkeit ja nicht zu überbieten gewesen…und vor allem: Bei KM2 hatten wir schon den höchsten Punkt des ganzen Tages erreicht (sagt mir zumindest Runtastic), was sollte jetzt also noch kommen? Über saftige Wiesen und durch dichte Wälder ging es weiter Richtung Kloster Heisterbach. Verwirrte Touristen glaubten an eine Fatamorgana, als die bunte Horde aus dem Dickicht hervorpreschte, die beschauliche Atmosphäre für eine kurze Zeit störte und genauso schnell verschwunden war, wie sie erschien. Recht bald erreichten wir dann den Rheinsteigwanderweg, der vielen Läufern vom Rex bekannt sein dürfte. Erinnerungen an meine Bundeswehrzeit wurden wach, als wir die Langemarkstraße kreuzten (https://de.wikipedia.org/wiki/Alarmposten). Nach vielen, fast zu vielen Pausen, kehrte der Tross schließlich um. Schon da wurde den meisten klar, dass die anvisierten 20km wohl überschritten werden würden, aber die traumhafte Aussicht, die sich immer wieder über das Rheintal oder andere Ecken bot, entschädigten für diesen kleinen Lapsus. Wichtig war, dass am Ende alle gesund und munter wieder ankamen.

Den Abend gestaltete ich sehr harmonisch im nahen Bensberg bei Niki und Nici. Bei Steak vom heißen Stein und ausreichend Gerstensaft ließen wir den Tag schön ausklingen.

Der Sonntag

Am nächsten Tag klingelte der Wecker bereits um 8 Uhr, schließlich sollte der Start um 10 erfolgen. Das prognostizierte Sauwetter hatte sich glücklicherweise noch nicht eingestellt, auch wenn es saukalt war. Diesmal konnten die Läufer zwischen drei Routen wählen: 27 (und 300HM mehr), 25 und 20 Kilometer. Optimistisch schloss ich mich der 27er-Gruppe an, doch auch jetzt merkte ich recht bald, dass meine Lunge nicht mitspielen wollte, auch wenn es nicht so extrem wie am Vortag war. Da die Jungs in dieser Gruppe aber auch sehr schnell an die Sache herangingen, ließ ich mich kurz fallen und schloss mich der 25er-Gruppe an. Hatten wir uns am Vortag eher in nördliche Richtung bewegt, war es nun der Süden, oder vielmehr das Herzstück des Siebengebirges, das es zu entdecken galt. Zwischen Nonnenstromberg und Petersberg hindurch war das erste Zwischenziel der berühmte Drachenfels, den wir nach rund zwölf Kilometern erreichten. Zu dem Zeitpunkt waren wir zumindest warm gelaufen, so dass es der leichte Schneefall oder der Graupel uns nichts anhaben konnte. Vorbei am Rhöndorfer Waldfriedhof (Halle Konrad Adenauer) begann nun leider die grausamste Stelle des ganzen Tages: einem Bachlauf folgend kletterten wir uns nach oben – das berühmtberüchtigte Tretschbachtal. Für einen Flachlandtiroler kein Zuckerschlecken, vor allem, wenn es das erste Mal in diesem Jahr so etwas wie Höhenmeter zu bewältigen galt. Von 150 Meter ging es auf knapp 400 – eigentlich ein Witz – aber doch recht heftig. Recht fertig bekam ich oben auch nicht mit, dass wir die Löwenburg, der zweithöchste Berg im Siebengebirge, erreicht hatten. Es folgten Trenkenberg, Lohrberg und Margaretenhöhe, es der Ölberg auf uns wartete. Immerhin der höchste Gipfel in der Region, wenn auch nur 460 Meter hoch, aber mit einer tollen Aussicht. Von oben hieß es dann eigentlich nur noch ballern, denn das Ziel war nah.

Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren der beiden Runden. Das hat Spaß gemacht und war ein guter Einstieg in die Vorbereitung Richtung Zugspitz-Marathon. Danke auch an Clemens Niedenthal für einen großen Teil der Fotos (Respekt, dass du die dicke Cam immer mitschleppst).


Seidenraupen durch Hamburg, Grillschwaden und Matsch

Am Ende standen zwar die nackten Zahlen, was die Seidenraupen aber am vergangenen Wochenende erlebten, war mehr als Statistik. Das zeigen auch schon die Bilder von den Events.

Allen voran natürlich Adam, der in Hamburg den Marathon lief. Eine 3:15h sollte es werden, heraus kam eine 3:23:19h. „Leider wieder nix, Ziel verfehlt. Aber es hat Spaß gemacht“, sagte der Seidenraupen-Vize nach dem Lauf an der Waterkant. Zwar legte Adam flott los und lief das durchschnittliche Marathontempo für diese Zielzeit von 4:37min/km zwischen KM 10 und KM20 sogar auf die Sekunde genau, doch davor hatte er etwas getrödelt. Die HM-Marke wurde bei 1:39 erreicht, ab da bröckelten die Zeiten so dahin. Am Ende war dann die Luft raus. Platz 290 in der M45 und Gesamt-1596. sind aber trotzdem noch mehr als viele tausend andere Läufer erreichten.

Ganz anderer Natur war der Lauf von Stefan, der beim Barbecue-Rund durch den Duisburger Landschaftspark rannte. Nach 48:35min waren die zehn Kilometer absolviert, anschließend warteten Burger und Spanferkel auf die Läufer, die mit einer Schürze als Finisher Shirt für die Mühen belohnt wurden.

Mit einer Wurst belohnte sich auch Moritz, der sich der Herausforderung X-Terra in der Eifel stellte. Der Crossduathlon verlangte den Teilnehmer alles ab, an zahlreichen Schlamm-Passagen musste das Rad gar getragen werden. „Mir brannten zwischendurch so die Oberschenkel, dass es fast nicht mehr ging“, so Moritz, der nach 3:07:58h als 55. (AK4m 9.) im Ziel war. 8,8 – 25 – 4,1 lauteten die Distanzen, am Ende sah Moritz aus wie nach einer Partie Schlammfußball. Wie anstrengend es war, zeigt die Zeit für die letzten vier Laufkilometer: 26:17min! Wuff… Mehr Infos unter www.tritime-magazin.de/2016/04/schlammschlacht-in-der-eifel.


Die Augen gehen in den Norden: Go for it, Adam!

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Start und Ziel an der Messe. Foto: Haspa Marathon Hamburg

Alle Augen auf Adam, alle Augen nach Hamburg. Unser frisch gewählter zweiter Vorsitzender wird am Sonntag ab 9 Uhr die Hansestadt rocken – und wir drücken dabei digge die Daumen. Der NDR überträgt live und über die Website von Mika-Timing (http://hamburg.r.mikatiming.de/2016) ist Adam mit der Startnummer 3344 ebenfalls zu verfolgen. Wie auch bei den vergangenen Marathons versucht er, endlich die 3:15h-Marke zu knacken. Das Unterfangen kann natürlich gelingen, stark genug ist Adam allemal, auch wenn es zuletzt einige Wehwehchen gab, inklusive eines beim Judo ausgeschlagenen Zahns.

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Hamburg, meine Perle. Foto: Haspa Marathon Hamburg

Doch es muss auch einfach passen, der perfekte Renntag eben. Dabei spielt auf der  schnellen und flachen Hamburger Marathon-Strecke natürlich auch das Wetter eine Rolle. Raue Böen können da hinderlich sein, geht es doch zu weiten Teilen entlang des Hafens und der Alster. Die Prognose berichtet von Westwind, der ab 9 Uhr etwas stärker wird, es bleibt jedoch trocken und mit acht/neun Grad kühl. Nordisch, hanseatisch eben.

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Flach wie ein Brett. Foto: Haspa Marathon Hamburg

Der Hamburg Marathon zählt mit Köln und Berlin sicherlich zu den stimmungsvollsten der Republik. Dazu tragen die sonst kühlen Nordlichter bei, die an vielen Stellen der Strecke den Läufern zu jubeln. Diese erleben aber nicht nur eine 42-Kilometer-lange Party, sondern auch eine Sightseeing-Tour par excellence.

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Der Hafen, das Tor zur Welt. Foto: Haspa Marathon Hamburg

Nach dem Start an der Messe geht es über Deutschland sündigste Meile und dann auf die noble Elbchaussee mit Blick auf den Hafen. Vorbei am Fischmarkt und den Landungsbrücken wandern die Blicke gen Elbphilharmonie und Speicherstadt. Dann biegt der Kurs ins Herz der Stadt zur Binnenalster, schließlich entlang der Außenalster mit seinen feudalen Anwesen und zum Stadtpark. Hier sind schon mehr als die Hälfte absolviert, jetzt heißt es knabbern. Die vielen Zuschauer in Ohlsdorf lassen die Mühen aber hoffentlich vergessen machen. Ein weiterer Magnet folgt sogleich, der Eppendorfer Baum. Kurz geht es noch einmal an die Alster und schließlich durch Rotherbaum gen Ziel, gemeinerweise noch mit einer dann fiesen Steigung verbunden. Beißen, Adam, beißen!!!

Wie es Henne und mir in Hamburg 2012 ergangen ist, könnt ihr hier noch einmal nachlesen.


Adam und Aki für Moritz und Henne im Seidenraupen-Vorstand

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Adam Mielech (Zweiter Vorsitzender, Zweiter von rechts) und Aki Khader (Kassenchef, Zweiter von links) komplettieren den Seidenraupen-Vorstand um SDR-Chef Manuel Kölker (rechts) und Schriftführerin Eva-Maria Neder (links).

Adam Mielech (Zweiter Vorsitzender) und Aki Khader (Kassenchef) haben die bisherigen Vorstandsmitglieder Moritz Mayntzhusen und Hendrik Hahn abgelöst. Letztere stellten sich auf der Jahreshauptversammlung nach zwei Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl. SDR-Chef Manuel Kölker und Schriftführerin Eva-Maria Neder wurden ebenso einstimmig gewählt wie Mielech und Khader. „Ich danke Moritz und Hendrik für die geleistete, sehr gute Arbeit und heiße Adam und Aki herzlich willkommen“, sagte SDR-Chef Manu nach der Abstimmung.

Er zog ein zufriedenes Fazit zum vergangenen Jahr: Der Seidenraupen-Cross habe sich nach nur drei Jahren zu einem hochkarätigen Rennen gemausert und konnte leicht gestiegene Teilnehmerzahlen vorweisen. „Nahezu alle Krefelder Läufer mit Rang und Namen, aber auch viele Hobby- und Nur-mal-so-Läufer, waren dabei, das macht uns schon sehr stolz“, so Kölker. Wie auch in 2014 konnte wieder ein dicker Batzen gespendet werden, das Krefelder Tierheim durfte sich über 1111 Euro freuen. Schon jetzt liegen wieder zahlreiche Anmeldungen für die Auflage in diesem Jahr (am 23. Oktober) vor. „Wir hoffen,  wieder viele Läufer in Hüls begrüßen zu können.“ Ein sozialer Zweck, der dann unterstützt wird, ist bereits gefunden und wird in den kommenden Tagen vorgestellt.


Pflicht-Programm in Boston

In wenigen Tagen startet der Marathon mit der längsten Tradition (seit 1897) außerhalb der Olympischen Spiele, der Boston-Marathon. Im vergangenen Jahr hatte ich das Glück, diesem außergewöhnlichen Spektakel aktiv beiwohnen zu können.

Der Umstand, nur ein paar Tage zu haben, aber möglichst viel zu erleben, brachte mit sich, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das macht mich nicht zwingend zum Boston-Experten, ein paar absolut subjektive Tipps habe ich aber schon in petto. Lest hier, was ihr auf keinen Fall verpassen dürft.

  1. Der Freedom-Trail

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Das Wohnhaus von Paul Revere.

Schöner (und einfacher) kann man eine Stadt nicht entdecken. Auf vier Kilometern lernt man nahezu alle interessanten Sehenswürdigkeiten in Boston kennen. Das sind mal große, mal kleine Schätze, und zahlreiche eignen sich dabei für einen längeren Stopp oder eine spätere Rückkehr. Bei mir war das die Park Street Church mit dem Granary Burying Ground, die King’s Chapel samt King’s Chapel Burying Ground, Faneuil Hall und Quincy Market, das Wohnhaus von Paul Revere, der Copp’s Hill Burying Ground, die USS Constitution samt Museum und das Bunker Hill Monument.

 

  1. Adidas Runbase

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In der Adidas Runbase.

Quasi direkt gegenüber der Marathonmesse und ein absolutes Muss. Hier gibt’s nicht nur die saugeile Artikel von Adidas (die meisten gibt es auch auf der Messe), sondern auch zahlreiche Ausstellungsstücke. Die Runbase bietet dazu in den Tagen vor und nach dem Marathon viele Events an, es lohnt sich also ein Blick ins Programm.

 

  1. Ein Besuch im Fenway

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Life @ Fenway

Baseball ist und bleibt ein Geheimnis für jeden Europäer. Trotzdem lohnt sich ein Besuch bei einem der Spiele der Red Sox. Nicht wegen der sportlichen Aspekts, sondern einfach nur wegen des Drumherums. Über die offizielle Website bekommt man eigentlich immer noch Tickets, zur Not hilft aber auch Stubhub (eine Seite, auf der Dauerkarten-Besitzer ihre Tickets, die sich nicht benötigen, an den Mann bringen). Ihr bekommt, neben dem Sport, aber allerhand Möglichkeiten, euch an Boston zu gewöhnen. Zu allererst an die vielen tollen Menschen. Recht schnell werdet ihr nämlich als Baseball-Laie erkannt, und schwupps, habt ihr Personen um euch herum, die versuchen, die Geheimnisse des Spiels zu entschlüsseln. Das klappt mehr schlecht als recht, aber was auf jeden Fall klappt: Ihr habt Anschluss. Ab da bekommt ihr nen Bierchen (oder holt eins – für lumpige zehn Dollar), ihr werdet fotografiert, ihr jubelt und verzweifelt, ihr versucht, den Ball zu fangen – schlicht: Ihr seid einfach mit dabei. Super! Nach dem Spiel lohnen sich die vielen Bars um das Stadion, hier ist immer etwas los.
Übrigens: Irgendwie bekommen es die Red Sox immer so hin, am Marathon-Tag ein Heimspiel zu haben. Das wird genau so terminiert, dass die Fans aus dem Stadion an die Strecke strömen und euch zujubeln. Geiler geht’s nicht.

 

  1. Back Bay

Oh wie toll ist Back Bay und wie toll die Newbury Street. Viele kleine schnucklige Lädchen (mit zum Teil heftigen Preisen) und die beste und tollste Eisbude, die ich jemals gesehen habe: Emack & Bolios. Natürlich kann man hier shoppen bis zum Umfallen, ein paar Blocks weiter ist es dann aber wieder urgemütlich und entspannend (Commonwealth Ave).

5. Der letzte Lauf

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Treppchen rauf, Treppchen runter!

Für den letzten lockeren Lauf eignet sich die Charles River Esplanade oder die unglaublichen Sportanlagen rund um das monumentale Harvard Stadium. Auch wenn es eigentlich nichts mehr bringt: Hier einmal wie die unglaublich fitten Studenten die Treppenstufen hoch und runterjagen, ist schon geil. Harvard an sich (auf der anderen Seite des Charles River) hat mich jetzt nicht so geflashed, wie ich erwartet hatte. Okay, es ist nett, aber kein Muss. Es sei denn, man ist auf der Suche nach einem heißen College-Mädel. Davon laufen dort ne Menge rum, Näschen aber natürlich häufig etwas arrogant nach oben geliftet.

Noch was: Achtet auf die Straße. Anders als in Deutschland haben es die Amis nicht so sehr mit Straßensanierungen. Da kann es auch schon einmal passieren, dass man stürzt.

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  1. Beacon Hill

imageFast hätte ich das Glück gehabt, hier im vergangenen Jahr zu wohnen. Das Angebot über Airbnb zerplatzte dann leider einige Tage vorher. Mann, ist das schön hier. Lohnenswert (und kurzweilig) ist der Black History Trail, der wieder in die Geschichte eintaucht.

 

  1. Bierchen im McGreevy‘s

Uuuuh, Boston und die Biere. Das ist so schön, darf aber natürlich erst nach dem Lauf so sein. Ich empfehle auf jeden Fall ein köstliches IPA, und ein Muss ist natürlich das Marathon-Bier von Samuel Adams. Pssst: Ein paar Gläser habe mir ich mir auch schon vorher gegönnt. Und zwar auf der Bolyston Street. Hier gibt das McGreevy‘s, ein Muss für jeden Sport- und Musik-Fan. Sport ist klar, aber warum Musik? Nun, die Pinte gehört Ken Casey von den Dropkick Murphys. Aber auch links und rechts dieser Bar gibt es etliche Möglichkeiten, seinen Lauf Revue passieren zu lassen.

 

  1. Outlet

Jeder will bei seinem USA-Trip in ein Outlet. Ich habe nur eins gesehen, kann das aber empfehlen: Assembly. Gut mit der Bahn zu erreichen, schnell rein und verhältnismäßig schnell auch wieder raus.

 

Und das war es schon. Boston ist nicht groß, und mit Sicherheit gibt es hier und da noch ein paar schöne Ecken, die ich nicht gesehen habe, aber ich hatte das Gefühl, nach den vier Tagen, die ich dort war, viel erlebt zu haben. Lohnenswert kann bei einem längeren Aufenthalt noch ein Ausflug mit der Fähre nach Provincetown sein. Ich hatte dazu leider keine Zeit, nachbetrachtend hätte ich es vielleicht doch machen sollen, anstelle eines Bummels durch Chinatown und des Parkgürtels am Hafen. Aber okay, man muss ja auch noch etwas haben, wenn man ein zweites Mal vorbeischaut.

Euch allen wünsche ich viel Spaß, lasst die Füße qualmen, auf zur PB.

Achso, die vielen Guides über die Marathonstrecke könnt ihr euch sparen, wenn ihr diesen hier nehmt: http://boston.cbslocal.com/guide/mile-by-mile-guide-to-the-boston-marathon/?cid=twitter_cbsboston. Und lasst die Medaille baumeln, zeigt, dass ihr dabei wart. Nirgendwo sonst habe ich erlebt, dass dich Menschen auch noch Tage nach dem Lauf fasziniert betrachten, dir respektvoll zunicken und applaudieren. Great!!!

Der Tag danach

Der Tag danach: Easy!

 


Seltene Buschwindröschen an der SRC-Strecke – und wie die Wege durchs Bruch überhaupt entstanden

Am Rand der Strecke des Seidenraupen-Cross, an der Ecke Hölschen Dyk, Rohrammerdyk, also bei Kilometer eins und sechs (der kleinen Runde), erblühen jetzt – und nur für wenige Wochen – die seltenen Buschwindsröschen. Sie sind ein Beispiel für die Artenvielfalt im Hülser Bruch, die es noch nicht lange gibt. Ihre Geschichte hängt auch mit der Entstehung der Wege durchs Bruch, über die der SRC verläuft, zusammen.

Wenn ihr wissen wollt, wo ihr überhaupt langlauft und was sonst noch so links und rechts erblüht, lest weiter…

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Die Buschwindröschen blühen nur für kurze Zeit.

Neben dem weißblühenden Buschwindröschen, das die Wiese unter den Bergahornen in ein schönes Grün-Weiß taucht, ist auf der knapp 500 Quadratmeter großen Fläche auch das im satten Gelb stehende Scharbockskraut und der violette Gundermann zu sehen, beide jedoch seltener. Die Frühjahrsblüher nutzen die sich bietende, nur wenige Wochen lange, ökologische Nische. Weil die Bäume über ihnen noch keine oder nur kleine Blätter tragen, schnappen sie das Sonnenlicht auf, speichern mittels der Photosynthese gewonnene Energie und locken mit ihren Blüten Insekten an, die gerade erst aus der Winterstarre erwachen. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, dass die Population sich wieder neu aufbauen kann.

Einige der Frühblüher haben heilende Kräfte

Dass das Scharbockskraut seltener auftaucht, liegt daran, dass es oft als erste Blume im Frühjahr an Wiesen und Waldrändern sowie an Gräben erblüht und seine Zeit nun schon fast wieder abgelaufen ist. Das Hahnenfußgewächs wurde früher als Reiseproviant auf Seereisen mitgenommen, da sein hoher Vitamin C-Gehalt gegen die tödliche Vitaminmangelkrankheit Skorbut half. Die Pflanze sollte allerdings nur vor der Blüte geerntet werden, da sie ansonsten giftig ist. Der Gundermann, auch Gundelrebe genannt, wird in der Volksheilkunde als Heilpflanze verwendet, ist aber für viele Tiere, darunter Pferde, giftig. Beliebt ist er dagegen bei den Hummeln. Das Buschwindröschen, ein Hahnenfußgewächs, kommt in Auwäldern wie dem Hülser Bruch und Gebüschen vor, und wächst vorwiegend auf Kalk- und Lehmböden. Die weißen Blüten öffnen sich erst bei Sonnenschein im Laufe des Tages.

„Wir müssen richtig darum kämpfen, dass diese Pflanzen hier wachsen können“, schildert Ernst Schraetz. Dass es die Fläche im Hülser Bruch überhaupt in dieser Form gibt, ist ihm und seinen Mitstreitern vom Naturschutzbund zu verdanken. Ringsherum gebe es landwirtschaftlich genutzte Flächen. Dünger und Gülle seien nicht die allerbesten Freunde der Pflanzenwelt. Viel deutlicher wird aber der Missstand ein paar Meter weiter. Dort haben Brombeersträucher fast den kompletten Boden überwuchert, Laub liegt herum, Gehölze machen sich breit. „Das ist zwar auch Natur, aber eben nicht förderlich für zum Beispiel das Buschwindröschen“, sagt der Initiator und Mitgründer des Naturschutzbundes Krefeld/Viersen. Und da genau dieses ein hohes Lichtbedürfnis im Frühjahr hat, machen sich Schraetz und Kollegen schon im Winter daran, die Fläche von den Störenfrieden zu befreien und den Frühjahrsblühern Raum zur Entfaltung zu geben.

Blüh-Spektakel dauert nur wenige Wochen

Viel Mühe für das kurze Vergnügen, denn sobald die Blätter der Bäume den kleinen krautartigen Pflanzen am Boden das Licht nehmen, ist das Spektakel schon wieder vorbei. Rund sechs Wochen blühen die Pflanzen im März und April. „Aber nur durch so eine Pflege ist es möglich, diese Arten zu erhalten“, schildert Landschaftspfleger Theo Malschützky und erinnert an eine Wiese im Forstwald, die schon bald unter dem Laub verschwand und den Frühjahrsblühern keine Heimat mehr war. Und so werden diese kleinen, aber dennoch nützlichen Pflanzen immer seltener. Das Buschwindröschen ist in Krefeld nur noch an drei Standorten anzutreffen, auch andere Pflanzen kämpfen ums Überleben.

Vor 150 Jahren war noch alles Sumpf

Die Waldwirtschaft trug enorm dazu bei, dass es im Hülser Bruch überhaupt solche Pflanzen und Bäume gibt. Sie machte aus dem Sumpfgebiet ein bewaldetes Gebiet. „Vor 150 Jahren standen hier noch keine Bäume, da war hier alles versumpft. Weder nutz- noch begehbar“, erklärt Malschützky. Dann aber wurden die sogenannten Meliorationswälle aufgeschüttet, die an vielen Stellen das Bruch bis heute prägen. Unten sammelte sich das Wasser, oben konnten Bäume wachsen. „Der Holzbedarf in dieser Zeit war enorm, also musste man zu solchen Maßnahmen greifen.“ Der Sumpf wurde bewaldet, mit ihm kamen auch weitere Pflanzen.

Und die Dyks, die Deiche. Sie bilden heute die vielen Wege, die durch das Bruch führen und auf denen Teile des Seidenraupen-Cross verlaufen. Angelegt wurden sie nach einem einfachen Maßstab: Links und rechts wurden Gräben mit jeweils einer Breite von einer preußischen Rute (3,76 Meter) gegraben, die Masse wurde in der Mitte auf dem Dyk aufgeschüttet, der ebenfalls eine Rute breit war. So war es den Waldarbeitern möglich, an die Hölzer zu gelangen und diese abzutransportieren.

Ihr habt noch mehr Lust bekommen, beim SRC2016 mitzulaufen. Dann hier entlang, zur Anmeldung.


Seidenraupen auf Berliner Entdeckungstour

2:02:25h, Platz 3050 und in der Altersklasse W30 Rang 591 sowie 1:25:41h, Platz 542 und in der M35 Rang 97 – so die nackten Zahlen von Eva und Manu beim Berliner Halbmarathon.

34.000 Starter hatten sich am Sonntagmorgen bei tollem Wetter auf den Weg gemacht, Berlin zu erkunden. Der Berliner Halbmarathon startet in der Nähe des Alex, verläuft dann Unter den Linden durchs Brandenburger Tor bis zum Schloss Charlottenburg und wieder zurück über den Potsdamer Platz und am Checkpoint Charlie vorbei. Charakteristisch sind neben der unglaublichen Starterzahl die langen Fluchten, die mal Fluch, mal Segen sein können.

Für Eva und Manu standen verschiedene Ziele auf dem Schirm: Eva wollte mit unserer Gastgeberin Kathi den Lauf einfach nur genießen und ankommen, Manu hatte sich vorgenommen, die Venlo-Zeit von vor zwei Wochen (1:25:08h) zu unterbieten.

Und es ging auch gut los, die ersten fünf Kilometer hatte er nach 19:18min absolviert. „Dann aber setzten Schmerzen in den Schienenbeinen ein und ich habe etwas Tempo herausgenommen, um ohne größere Probleme anzukommen“, sagte Manu. Auf den folgenden Kilometern bis ins Ziel war er dann konstant locker bei 4:06-4:09min/km, womit klar war, dass die Venlo-Zeit nicht zu toppen war und um einige Sekunden verpasst werden würde. „Bei km14 wollte ich wieder eine Schippe drauflegen, aber es ging irgendwie nicht mehr. Schade.“

Eva war dagegen begeistert: „Die Stimmung war der Hammer und ich habe zum ersten Mal die Strecke bewusst mit allen Sehenswürdigkeiten wahrgenommen. Ohne Zeitdruck war es viel schöner zu laufen, auch um die Stimmung an der Strecke aufzusaugen.“ Die beiden Mädels ließen sich hier und da begeistern und konnten auf den letzten sechs Kilometern noch einmal deutlich zulegen. Der 5:38er-Schnitt zwischen km15 und 21 war jedenfalls der beste aller vier Splits.

Gewonnen hat Richard Mengich in 59:58min. Arne Gabius, der sich und den deutschen Rekord verbessern wollte und bis km8 ganz vorne mithalten konnte, wurde bei windigen verhältnissen Vierter in 1:02:45h. Damit misslangen beide Vorhaben, auch wenn er bester Deutscher seit 1993 war.


Mexikölner ab sofort in 360 Rewe-Märkten

Mexikölner

Am Anfang war ein Shot. Rot, feurig und etwas verrucht, aber verdammt köstlich. So, wie man sich Mexiko mit all seinen Ganoven, den rauchenden Colts und zigtausenden Kakteen eben so vorstellt. Für den nötigen Spirit sorgte neben kräftigen Gewürzen und Tomatensaft eine ordentliche Portion Doppelkorn. Die Macher aus Köln erprobten ihre besondere Mixtur an den Gästen der Home-Basis, der Kölschbar, feilten noch ein wenig am Gebräu und schließlich war das Produkt gereift, der Mexikölner war geboren.

Ab da gab es eigentlich kein Halten mehr, zu einem geschmeidigen Kölsch in geselliger Runde gehörte der Mexikölner irgendwie dazu. Und Köln wäre nicht Köln, wenn plötzlich an jeder Ecke von diesem Shot aus der Kölschbar geschwärmt wurde. Die gelernten Diplommedienökonome knüpften Kontakte, trafen einige Leute und siehe da – der Mexikölner ging in die Massenproduktion, wurde beliebter und beliebter und steht ab sofort – man höre und staune – in 360 REWE-Märkten in der Republik.

Was das alles mit uns Seidenraupen zu tun habt, werdet ihr euch fragen? Malte, einer der Mexikölner-Macher, stammt nicht nur aus Krefeld und spielte mit uns Fußball, sondern weiß auch: Ein Korn bringt dich immer nach vorn. Und ein Doppelkorn nach vörner. „Die Raupen verstehen die Mixtur aus Ausdauersport und dem Leben neben der Tartanbahn, können also auch mal den Joggingschuh zur Seite legen und Party machen. Das gefällt uns und muss unterstützt werden.“ Und Chef-Raupe Manu weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Mexikölner müde Lebensgeister weckt. „Die würzige Mischung sorgt für einen Hallo-Wach-Effekt, kann also nicht schaden. Und wenn man nicht gleich eine Flasche davon am Wettkampf-Vorabend leert, geht er bestimmt noch als isotonischer Durstlöscher durch.“

Mexikölner, trabajo manual de colonia, also Handarbeit aus Köln, trifft auf Seidenraupen, trabajo pata de crefeld, Fußarbeit aus Krefeld – auf eine gute Partnerschaft!

Mehr Infos auf www.mexikoelner.de