Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Mai, 2016

Voting zu Deutschlands schönstem Biergarten

Stadtwaldhaus mit Außengastronomie

Der Biergarten im Stadtwald. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Okay, zugegeben, Biergarten und Laufen kommt zumeist nur dann zusammen, wenn das Training gerade vorbei ist und das Belohnungsbier verköstigt werden kann. Oder man fast immer an einem vorbeikommt, wenn man läuft. So geschehen im Stadtwald auf unserer Haus- und Hofrunde. Logo, dass das „Bier danach“ hier besonders gut schmeckt.

Und so überrascht es nicht, dass in einer aktuellen Umfrage nach den schönsten Biergärten der Republik der Stadtwald-Biergarten, angeblich der größte in NRW, führt. Und zwar vor so Playern wie dem Seehaus im Englischen Garten in München oder der Kupferkanne auf Sylt. Die Redaktion von Fallstaff hatte eine Vorauswahl getroffen, aus der nun zehn Biergärten zu wählen sind.

Wir kennen nicht alle der Biergärten in der Umfrage, wissen daher nicht, wo es sonst noch schön ist – aber wer noch nicht im Stadtwald war, sollte dies dringend nachholen. Nah am Weiher gelegen, über dem der Deuß-Tempel wacht, ist es hier möglich, die Blicke weit schweifen zu lassen. Im Sommer spielen recht häufig Musiker in der Muschel und machen den Aufenthalt noch einmal eine Spur schöner. Und bricht der Abend hinein, tauchen viele Birnchen das Areal in eine heimelige Wohlfühl-Atmosphäre. Großartig…also: Abstimmen! Zum Voting geht es hier lang, bis zum 6. Juni kann noch abgestimmt werden: www.falstaff.de/nd/abstimmung-wer-hat-den-schoensten-biergarten


Toll: Viele Starter beim Helios-Gesundheitslauf

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Startschuss beim Helios-Firmen- und Gesundheitslauf. Foto: Helios

Wahnsinn: 404 Starter über die 5km-Strecke, weitere 120 über die 10km – das kann sich sehen lassen. Der Helios-Firmen- und Gesundheitslauf meldete in diesem Jahr so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor (zumindest soweit wir zurückdenken können). Mit ein Grund für die bombastische Teilnehmerzahl: Zahlreiche Schulen schickten mehrere Teams ins Rennen. Leider lagen die Seidenraupen noch zum größten Teil im Essig. 😉

Am Ende hatte Arthur Hoffmann über 5km nach 18:24min die Nase vorn. Bei den Damen siegte wie im Vorjahr Lisanne Leufgen in 22:18min. Über die 10 Kilometer konnte sich Marek Wetges in 40:14min durchsetzen, schnellste Frau war Juliane Blondin in 49:46min. Glückwunsch.

Natürlich sind die Platzierungen in die Wertung des Krefelder Laufcups eingeflossen, den Zwischenstand findet ihr hier: https://seidenraupen.wordpress.com/krefelder-lauf-cup-inoffiziell/zwischenstand-2016/


Tag 3 und 4 in Maria Alm

Autohaus? Was wollen wir in einem Autohaus? Mehrmals kratzten sich die Deutschen im Trailrunning-Trainingslager in Maria Alm am Hinterkopf. Thomas Bosnjak, unser Coach, hatte immer wieder erwähnt, für den langen Lauf würden wir zunächst zum Autohaus fahren – so dachten wir. Und wunderten uns? Will der Tausendsassa uns jetzt etwa auch noch eine Karre andrehen? 😉 Nein, so schlimm war es dann nicht. Und er meinte auch gar kein Autohaus, sondern ARTHURHAUS. Ja Mensch, sprich doch ordentlich!!!

Rund eine Stunde gondelte uns der Bus zu diesem Haus, das uns denkbar launig empfing. Schnee, Frost, Nässe. Bäh…aber was solls, dadurch lassen wir uns ja nicht stören. Hinein in den Weg, der uns nun zunächst einmal knapp acht Kilometer auf rund 1500 Metern Höhe am Bergrücken entlang führte. Mal etwas nach oben, mal etwas nach unten, nicht aber nennenswert. Rauschende Bäche krachten aus der Hochkönig-Bergwand Richtung Tal und hinterließen ein ums andere Male das wohlige Gefühl der Naturgewalten. Gänzlich unbeeindruckt zeigte sich Kumbo, der einjährige Husky von Agnieszka und Michael, der stets nach vorne preschte und den beiden die Sorgenfalten ob seiner Über-Aktivität ins Gesicht trieb. Damit war es dann aber bald vorbei: Eine Gruppe von Gämsen huschte vorbei und Kumboo hinterher. Die flinke Bergbewohner waren natürlich recht schnell von dannen, doch Kumbo wollte sich seine Niederlage noch nicht eingestehen und preschte auf uns ab – das kostete auch ihm ein wenig Kraft.

Auch Heinz hatte Körner gelassen, er kam heute einfach nicht in den Flow. Vorneweg ballerte dagegen Robert. Er wird zusammen mit Thomas beim Transalpine-Run teilnehmen, Parole Sieg. Wie er stoisch die Berge erklomm, war schon imposant. Nach einem Schlenker durch Hinterthal folgte ein längerer Anstieg, den er schon lockerflockig nach oben spazierte. Das letzte Stück führte uns dann steil bergauf, aber auch hier huschte er einfach weiter. Kurzer Kommentar dazu: „Ich hatte Lust auf ein Berg-Intervall.“ Äh, ja, okay. Aber zumindest konnten wir ab da dann auch die Füße rollen lassen, knapp fünf Kilometer talabwärts Richtung Dusche und Sauna. Geilo!

Schon zwei Stunden nach dem knapp 30km-langen Lauf stand der nächste Programmpunkt auf dem Tableau: Laufanalayse. Die am Vortag aufgenommen Videos offenbarten schonungslos unsere Schwächen, gerade was das Vorfuß-Laufen angeht. Verbesserungswürdig, so Thomas.

Tag 4

Gesagt getan, am nächsten Morgen stand der Early-Bird-Run an, den einige (wir nennen keine Namen) schwänzten. Die geschrumpfte Gruppe trabte einfach nur ein paar Kilometer durch den Ort, fertig. Fertig? Nee, dafür stehe ich nicht um 5.30 Uhr auf. Wenn ich schon einmal Berge vor der Nase habe, müssen diese auch genutzt werden. Und so begab ich mich noch einmal schön hinauf, stetig den Vorfuß im Kopf. Bergauf geht das noch recht gut, bergab muss man sich echt dran gewöhnen, schließlich zieht es einen dabei deutlich schneller nach unten, als wie wenn man sich zurücklehnt und auf der Verse abrollen lässt. Nach guten 16km war ich zurück am Hotel. Packen, frühstücken, Abfaaahrt.

Danke an alle noch einmal, die mit einem Klick mir diese schönen vier Tage ermöglicht haben. Und danke auch an die Camp-Teilnehmer für schöne Stunden auf dem Weg ins nächste Abenteuer.


Tag 2 in Maria Alm

Tag zwei des Trainingslagers begann, wie der erste geendet hatte: Mit Regen. Also wieder in wasserdichte Klamotten, heute also eine echte Bewährungsprobe für meine neue Regenjacke aus dem Hause Inov-8. Das vorab: Wow. Tolles Tragegefühl, wenig bis gar keine Feuchtigkeit rein, dafür aber die eigene irgendwie raus. Wirklich nass habe ich mich während der über drei Stunden nicht gefühlt.

Wie nicht anders zu erwarten, führten uns die ersten Kilometer nach oben. Schon gestern hatte uns Trainer Thomas gezeigt, dass es gar nicht so anstrengend ist, wenn man kleine Schritte in Laufbewegung einem Gang vorzieht. Dass das tatsächlich so ist, konnte man an einigen Stellen beobachten. Und so kämpften wir uns auf den für heute höchsten Punkt bei etwas mehr als 1300 Meter. Thomas hatte die Strecke gut gewählt, einer Bergauf-Passage folgte (wie sollte es auch anders sein) eine Bergab-Passage, aber die Abstände waren gut gewählt. Auch wenn recht schnell deutlich wurde, dass die Gruppe in zwei Leistungslager eingeteilt werden konnte, blieben wir zusammen, was den Team-Spirit natürlich erhöhte.

Nach knapp 20 Kilometern hatten wir schließlich unser Hotel wieder erreicht.

Um 17 Uhr ging es dann weiter, zunächst mit einer Laufanalyse am Berg. Die Ergebnisse erhalten wir am Sonntag. Und dann standen Kraft- und Koordinationsübungen auf dem Plan. Puh, auch die hatten es in sich. Und damit wir die auch alle behalten, stehen sie in einer Mappe, die uns Thomas mitgegeben hat. Soll ja was bringen hier 😉

 

 


Erster sehr nasser Tag

Der erste Tag des Trainingslagers in Maria Alm ist vorüber, nun geht’s ins Bett.

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Nass und dunkel!

Nachdem ich leider die erste Hälfte des Vortrages von Thomas Bosnjak verpasst hatte, weil ich noch auf der Straße hing, war ich dann für Hälfte zwei seiner Einleitung bereit. Hier lenkte er das Augenmerk auf die österreichische Trailrunning-Szene, insbesondere auf den Verband ATRA, dem er selber angehört. Die ATRA ist Mitglied der ITRA, des internationalen Verbandes, in dem man einen deutschen Verband allerdings noch sucht. Spannender Einblick.

Dann wurde gefuttert, und nicht zu knapp – dementsprechend schleppend waren die ersten Meter unseres Nachtlaufs, den wir bei voller Dunkelheit und nur mit unseren Stirnlampen absolvierten. Ging ganz schön knackig hoch, aber auch schnell wieder runter. Nach knapp 6km war der Spaß im strömenden Regen auch schon vorbei. Dehnen, Duschen, Bett!


Start ins Trainingslager

Heute geht es dann los, das Trainingslager am Hochkönig. Wikipedia lässt mich wissen, dass der Hochkönig mit einer Höhe von 2941 m ü. A. der höchste Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen ist. Der Hauptgipfel, der ebenfalls Hochkönig heißt, überragt alle Berge im Umkreis von rund 34 Kilometern. Mit einer Schartenhöhe von 2.181 m gehört der Hochkönig zu den geographisch prominentesten Bergen der Alpen, nur übertroffen von Mont Blanc, Großglockner, Finsteraarhorn, Wildspitze und Piz Bernina. Aha, wieder etwas gelernt.

Wie nahezu überall wird das Wetter an diesem Wochenende auch hier bescheiden. Heute und morgen sind Regenwahrscheinlichkeiten von über 90 Prozent ausgegeben, am Sonntag soll es dann etwas besser werden. Warten wir es ab.

 

Und das ist das Programm des „B´jaks Hochkönigman Trail Running Camp 2016″

Termin: Freitag 13.05.2016 bis Montag(Pfingstmontag) 16.05.2016

Freitag 13.05.2016 16:00 Uhr Treffpunkt beim Camphotel Niederreiter/Rezeption

  • Gemeinsame Besprechung und kennen lernen der Teilnehmer
  • Materialkunde und Möglichkeit die persönliche Ausrüstung zu vervollständigen
  • Ausrüstungskontrolle bitte gleich die persönliche Ausrüstung mitnehmen
  • Information zu Trailrunning mit Präsentation und Videos
  • Möglichkeit zum Testschuhverleih
  • Möglichkeit zum Trinkrucksackverleih

Gesamtdauer: ca. 2,5h

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

 

Abends: 22:00 Uhr für Campteilnehmer

Start zum Nighttrail (Bitte Stirnlampe mitbringen, kann auch im Trailshop vor Ort erworben werden)

Dauer: ca. 45-60 Minuten + Dehnen

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

 

Samstag 14.05.2016 10:00 Uhr Treffpunkt beim Camphotel/Rezeption

 

Start zum Trailrun auf der Strecke des Hochkönigman 2016 und der Qualifikationsstrecke für die Trail Running Weltmeisterschaft 2015

  • Lauftechnik
  • Dehnen

Strecke: 12-17km/800-1000hm+

Dauer: ca. 2-3 Stunden inkl. Pausen

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

 

Nachmittag: 16:00 Uhr Treffpunkt beim Camphotel/Rezeption, es geht ein bisschen Joggen und dann in den Vortragsbereich

 

  • Kurzes Aufwärmen Laufen ca. 30-60 Minuten
  • Krafttraining für Trailläufer
  • Leichtes Stabilisationstraining für Trailläufer
  • Dehnen

 

Bitte Bekleidung und Handtuch für den Innenbereich mitnehmen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

 

Sonntag 15.05.2016 10:00 Uhr Treffpunkt beim Camphotel/Rezeption

Start zum Trailrun auf der Strecke des Hochkönigman 2016

–              Dehnen

Strecke: ca. 20-30km/ca.1000-1900hm+

Dauer: ca. 3-5 Stunden inkl. Pausen

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

Nachmittag: Relaxen

Abends: 17:00 Uhr Treffpunkt beim Camphotel/Rezeption, es geht in den Seminarraum

Vortrag: Warum laufen andere schneller als ich?“

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

 

Montag 07:45 Uhr Treffpunkt beim Camphotel/Rezeption

Early Bird Trailrun/Sonnenaufgangstrail; Dauer: ca. 45 Minuten + Dehnen

Treffpunkt: Camphotel/Rezeption

Danach Frühstück und selbstständige Abreise.

 

Trailrunningausrüstung:

  • Klappbecher
  • Pfeife
  • Handy mit eingeschaltetem Klingelton
  • Erste Hilfe Set
  • Überlebensdecke
  • Regenjacke mit einer Wassersäule von mind. 10.000ml
  • Regenhose mit einer Wassersäule von mind. 10.000ml
  • Ausweis
  • Haube
  • Handschuhe
  • Lange Hose
  • Langes Shirt
  • Stirnlampe
  • Ersatzbatterien
  • Knicklicht
  • 1,0L Trinkflüssigkeit

Ernährung: Gels und Riegel, Elektolytgetränke!

Optional: Trailrunning-Stöcke, Salztabletten, Aminosäuretabletten, …, wobei die Trailstöcke vom Start bis zum Ziel mitgetragen werden müssen.

 


Moveo lesen und loslaufen

Unser Seidenraupen-Cross-Medienpartner Moveo hat mit der gerade erschienen Ausgabe genau unseren Nerv getroffen: Auf 13 Seiten gibt es Wissenswertes zum Thema Laufen.

Neben einer großen Terminliste, in der natürlich auch der SRC auftaucht, gibt es Infos zu Lauf-Apps, Uhren und sonstigem technischem Hickhack, spannende Berichte über Jörg Giesen (Laufsport Bunert) und das isotonische Königshofer Bier sowie Interviews mit Doc Wazinski und Sascha Weyermann, der den Grönland-Marathon läuft. Unser Ausrüster Sport Borgmann berät über modische Trends und die uns gut bekannte Personal-Trainerin Sarah Kopp zeigt Übungen. Wenn das mal nichts ist. Ein dickes Lob an Sarah Weber und ihr Team, die das richtig gut umgesetzt haben.

Moveo liegt an zahlreichen Stellen in Krefeld aus, unter anderem im Rathaus. Greif zu und lauf los!

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Guter Herzcheck by Doc Broja

Ab dem 35. Lebensjahr raten Experten zu regelmäßigen Kontrollen des Herzens, gerade bei Sportlern eine nicht zu verachtende Sache. Und da für mich in Kürze mit dem Zugspitz-Marathon mal wieder eine sportliche Höchstleistung ansteht, wollte ich wissen, ob meine Pumpe da auch mitspielt. Jan Broja, Kardiologe und guter Freund, hob nach der Untersuchung den Daumen: Alles paletti.

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Probleme hatte ich keine, doch sicher ist eben sicher. In der Praxis am Ostwall musste ich an diesem Samstagmorgen zunächst einen Bogen ausfüllen, den ich mit Jan danach kurz durchging. Dabei kamen auch meine Atemprobleme im Frühjahr zur Sprache, die mich doch immer ein wenig einschränken. Wenig mit Asthmaspray, ohne dagegen schon erheblich mehr.

Der anschließende Ultraschall verlief reibungslos, Jan flutschte mit seinem Scanner auf meiner Brust herum und zeigte mir auf dem Monitor, was er da grad alles sieht. Ich sah nämlich nichts 😉

Weitaus mehr Aktivität war dann beim Belastungs-EKG gefragt. Nachdem ich verkabelt wurde, ging es auf dem Rad auch schon los. Die Arzthelferin hatte die Info erhalten, dass ich sportlich nicht der schlechteste sei, doch in Anbetracht des vorabendlichen Programms war es nicht ganz so easy für mich. In 40-Watt-Schritten wurde es immer anstrengender, bei 240 Watt hatte ich dann genug, muss für heute reichen. Der Praxis-Rekord liegt übrigens bei 400. Huiii!

Im Anschluss schilderte mir Jan die Erkenntnisse, die er aus den vielen Wellen der Messung ziehen konnte. Beruhigend, dass er nichts fand, was mich daran hindert, weiter zu laufen. Neben dem Dank, den ich Jan für die Untersuchung aussprechen möchte, rate ich jedem dazu, seinen Körper regelmäßig zu checken, gerade, wenn ein Event ansteht, bei dem man an seine Grenzen geht. Die knappen zwei Stunden haben mir nicht weh getan, im Gegenteil: Sie haben mir gezeigt, wie es um mich steht. Eine Versicherung ist das bestimmt nicht, wohl aber ein Gradmesser, was man sich zutrauen kann.