Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für September, 2016

Seidenraupen-Cross: Vögel, Schweine und Steine. Sagen, Mythen und Berge. Oder zumindest Hügel.

Der Seidenraupen-Cross – welch schönes Ründchen durch ein atemberaubendes Stück Natur. Die Möglichkeit, 6,6 oder 16,6 Kilometer am Stück durch ein Naturschutzgebiet zu laufen, bietet sich wohl sonst nur höchst selten. Doch was gibt es in diesem Naturschutzgebiet (genauer: Es sind zwei: Das NSG Hülser Bruch und das NSG Flöthbach), denn eigentlich alles so zu entdecken? Einiges!

Seltene Pflanzen nach rund einem Kilometer

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Die Buschwindröschen blühen nur für kurze Zeit.

Schon kurz nach dem Start geht es in die Natur. Links und rechts wandern eure Blicke auf Felder und Wiesen, auf denen Schafe und Rinder weiden. Die ersten 1000 Meter führen euch schon tief ins Grüne. Kurz vor der ersten Linkskurve liegt rechter Hand ein kleines, recht unscheinbares Fleckchen Grün. Hier, an der Ecke Hölschen Dyk, Rohrammerdyk, erblühen im Frühjahr für wenige Wochen die seltenen weißen Buschwindsröschen, das im satten Gelb stehende Scharbockskraut und der violette Gundermann. Weil die Bergahorne über ihnen noch keine oder nur kleine Blätter tragen, schnappen sie das Sonnenlicht auf, speichern mittels der Photosynthese gewonnene Energie und locken mit ihren Blüten Insekten an, die gerade erst aus der Winterstarre erwachen. Aber das ist jetzt schon wieder ein paar Monate her und wirkt daher recht unscheinbar.

Vor 150 Jahren: Sumpf, nichts als Sumpf

Übrigens: Die wellige Form des Untergrundes, die ihr hier und an vielen anderen Stellen im Bruch wiederfinden könnt, stammt noch aus den Anfangsjahren des Bruchs und ist von Menschenhand gemacht. Die Waldwirtschaft machte aus dem Sumpfgebiet ein bewaldetes Gebiet. Vor 150 Jahren standen hier noch keine Bäume, weit und breit war nichts als Sumpf. Dann aber wurden die sogenannten Meliorationswälle aufgeschüttet, die an vielen Stellen das Bruch bis heute prägen. Unten sammelte sich das Wasser, oben konnten Bäume wachsen. Gleichzeitig entstanden die Dyks, die Deiche. Sie bilden heute die vielen Wege, die durch das Bruch führen und auf denen Teile des Seidenraupen-Cross verlaufen. Angelegt wurden sie nach einem einfachen Maßstab: Links und rechts wurden Gräben mit jeweils einer Breite von einer preußischen Rute (3,76 Meter) gegraben, die Masse wurde in der Mitte auf dem Dyk aufgeschüttet, der ebenfalls eine Rute breit war. So war es den Waldarbeitern möglich, an die Hölzer zu gelangen und diese abzutransportieren.

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Mit dem Wald kamen die Tiere. Und diese fühlen sich hier pudelwohl, sofern sie nicht gestört werden. Auch deswegen gilt es, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Tiere in freier Wildbahn erlebt man hier am ehesten frühmorgens. Wer dem Sonnenaufgang entgegenläuft, erblickt nicht selten ein Reh im Dickicht. Ein Zeitgenosse macht aber auch sonst auf sich aufmerksam: Der Bussard am Hülser Berg, der sein Revier entlang des zweiten Kilometers zwischen Mai und Juli mitunter auch schon mal rabiat verteidigt und ungebetenen Besuchern mit Sturzflügen und Kratzern mitteilt, dass er gerade gar nichts davon hält, in seiner Brutzeit gestört zu werden. Aber keine Angst, zur jetzigen Zeit ist er wieder sehr viel entspannter geworden und lässt euch passieren.

Krefelds höchster natürlicher Berg

Hülser Berg

Einer der vielen kleinen Wege über den Hülser Berg.

Der Hülser Berg, der nach zwei Kilometern erreicht wird und mit dem ersten knackigen Anstieg aufwartet, ist mit unglaublichen 63 Metern die höchste natürliche Erhebung in der Stadt. Wobei „natürlich“ auch ein wenig geflunkert ist: Er entstand während des Drenthe-Vorstoßes der Saale-Eiszeit vor ca. 150.000 Jahren. Das aufgeschichtete Geröll, welches die Gletscher von Skandinavien kommend vor und unter sich her- und mitschoben, blieb nach dem Abtauen in Form einer Stauchendmoräne zurück.
Funde von Feuersteinartefakten (Pfeilspitzen und Feuersteinabschläge) belegen, dass hier schon zwischen 8000 bis 5000 vor Christus Menschen lagerten, 1909 fand man Reste eines Keltenlagers .
Um den Berg ranken sich allerhand Sagen, die Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BClser_Berg) glorreich auflistet. Weitere finden sich hier (https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-115816-20150227-4), wo es vornehmlich um die Entstehung der Eremitenquelle geht, an der der SRC ebenfalls vorbeiführt.
Direkt unterhalb der Quelle steht übrigens der Heinrich-Mertens-Gedenkstein. Der Stein erinnert, wie auch der gleichnamige Weg, an Heinrich Mertens, Volksschullehrer aus Hüls, Förderer des Jugendwanderns, und 1928 Mitbegründer des Vereins Linker Niederrhein (heute Verein Niederrhein).
Neben dem Johannesturm (29 Meter hoch, 163 Stufen) sind die Wildgehege eine beliebte Attraktion. Besonders die Wildschweine haben ihre Fans, aber auch im Rotwild (im südlichen Teil)- und Damwildgehege (westlich) gibt es immer etwas zu entdecken. Oben auf dem Berg werdet ihr an vielen Vertiefungen vorbeikommen, den sogenannte Tonkuhlen: Hier haben früher die Lehmstecher ihr Material gewonnen, was sie an die Hülser Pott- und Pannebäcker (Töpfer und Hersteller von Dachziegeln) weitergaben. Wikipedia weiß: Hüls war vom 17. bis 19. Jahrhundert eines der bedeutendsten Pottbäckerdörfer am linken Niederrhein. Übrigens: Der Hülser Berg liegt gar nicht in Hüls, sondern offiziell in Traar.
Während sich die Läufer der kürzeren Route nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Talring wieder den Hülser Berg hinaufwuchten und über viele Links- und Rechtskurven und Up and Downs gen Zielflagge spurten, biegen die Läufer der 16,5km-Strecke nach links ab und haben nun erst einmal einige flache Kilometer durch dichten Wald vor sich.
Nicht weit von hier erinnert ein weiterer Gedenkstein an den Spinnenforscher Herbert Casimir, der hier seltene Spinnenarten wiederentdeckte – ein Beweis für die Flora und Fauna, die sich dank der Schutzprogramme heute im Hülser Bruch wiederfindet.

Der Flöthbach

Crosslauf Flöthbach 1

Der Flöthbach wird mehrmals überquert. Er umfließt den Kapuzinerberg.

Mit ein Grund dafür ist der Flöthbach, der das Gebiet im westlichen Teil durchfließt. Das Gewässer entspringt im Bereich der Reitanlagen Kühnen und wird den Läufern erstmals kurz vor Erklimmen des Kapuzinerbergs, um den es gelegt wurde, ersichtlich. In den 1930er Jahren wurde das Bächlein, dessen Hauptaufgabe von je her war, die Stadtteile Inrath, Hüls und Orbroich zu entwässern, aus wirtschaftlichen Gründen begradigt, was allerdings zu Lasten seiner biologischen Funktion ging. Dem besann man sich vor einigen Jahren: Mithilfe eines Renaturisierungsprogramms wurden das Ufer abgeflacht und einige Flutmulden geschaffen, die für Stichlinge, Grasfrösche und Blutegel in Trockenzeiten überlebensnotwendig sind. Im Sommer fällt der Bach nämlich häufig trocken. Erste Ergebnisse sind bereits zu erkennen: Die Natur holt sich den Bach zurück, seltene Tiere, wie zum Beispiel der Eisvogel haben sich angesiedelt.
Nähere Infos gibt es hier: http://www.heimat-krefeld.de/website/dieheimat/2009/DH80/241-245.pdf

Bis 2004 eine No-Go-Area

Kapuzinerberg ohne Kreuz

Das bekannte Gipfelkreuz auf dem Kapuzinerberg fehlt zur Zeit.

Zunächst also gilt es den Kapuzinerberg zu besteigen. Mit 77 Meter wird seine Gipfelhöhe angegeben, andere Quellen sprechen von 74 Metern. Bis Mitte der 1970-er Jahre wurde hier Hausmüll deponiert. Später stellte man dann fest, dass sich dadurch Methangas bildete, der Kapuzinerberg war fortan für die Öffentlichkeit geschlossen. Auch das Grundwasser war in Mitleidenschaft gezogen worden, es wurde eine hohe Salzbelastung festgestellt. Im August 2003 begannen die Sanierungsarbeiten, unterstützt vom Land. Am Gipfel wurde eine Gasdrainage gelegt, damit das Methan an den Rändern entweichen kann. Über die Drainage wurde eine Folie gelegt, um das Einsickern von Regen und die damit verbundene Auswaschung von Schadstoffen zu verhindern. On top kamen 80 Zentimeter Lehm, auf der sich die bis heute schon üppige Vegetation entwickeln kann. Die Wege wurden erneuert und über Rinnen kann das Wasser in den umgeleiteten Flöthbach fließen. Wer übrigens das Gipfelkreuz vermisst: Im Januar ist dieses aus seiner Verankerung gebrochen, seitdem bemüht sich der Bürgerverein um ein neues.

Schutt – fast 100 Meter hoch

Inrather Berg

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.

Während der Kapuzinerberg auf seinem Gipfel keine Bäume hat, ist der benachbarte Inrather Berg bis oben hin bewaldet. Seine 87 Meter sind das Ergebnis einer ehemaligen Bauschuttdeponie, darunter auch Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg, der hier und da auch noch aus dem Boden lugt. „Monte Klamotte“ nennen ihn deswegen die Krefelder liebevoll. Wer morgens früh schon unterwegs ist, kann hier ebenfalls einen Greifvogel ausmachen, der aber längst nicht so aggressiv wie der am Hülser Berg ist.
Am Fuße des Inrather Berges ist übrigens ein (eingezäunter) Schießstand, dessen Ursprung auf die Husaren zurückgeht, die zwischen 1906 und 1914 in Krefeld stationiert waren. Auch die Nazis nutzen den 400 Meter langen Schießstand, wohl auch, um hier Hinrichtungen zu begehen, wie die WZ mit Berufung auf Aurel Billstein schreibt. 2012 wollte ein windiger Geschäftsmann die Anlage in einen Outdoor-Spielplatz für Erwachsene verwandeln – ohne jedoch auch die nötigen Genehmigungen dafür zu besitzen. Mit ein Grund für die Umzäunung sind Munitions- und Sprengstoffreste, die man auf dem Areal vermutet.

Bachstelzendyk

Der buschige Bachstelzendyk.

Jetzt geht es aber wieder zurück. Entlang des Langen Dyks und des Bachstelzendyk erreichen die Läufer das Ziel, nicht ohne noch einmal durch die pure Natur zu laufen.

Neugierig? Hier gehts zur Anmeldung: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/anmeldung-zum-seidenraupen-cross-2016/


Lisa läuft tolles HM-Debüt in Ulm

Lisa Femers hat den Halbmarathon in Ulm mit Bravour gemeistert. Bei ihrer Premiere über die 21 Kilometer blieb sie in 1:58:49h gleich unter der Zwei-Stunden-Marke.

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Lisa und Hendrik im Ziel beim Ulmer Halbmarathon.

Mit der Zeit kam sie auf Platz 139 in der weiblichen Hauptklasse, bei den Frauen auf Platz 486 und im Gesamt-Ranking auf Rang 2527 (von 4243). Sie konnte sich auf der Strecke entlang der Donau auf ihren persönlichen Pacemaker Hendrik Hahn verlassen, der zeitgleich die Ziellinie überquerte. Für ihn bedeutet das Platz 276 in der M30, 2041 bei den Männern und 2526 im Gesamt-Ranking.


SRC-Countdown: Noch ein Monat bis zum Startschuss

Ein Monat noch und dann flitzen wieder hunderte Läufer beim Seidenraupen-Cross durch das Hülser Bruch. Startschuss für die vierte Auflage am Sonntag, 23. Oktober, ist um 11 Uhr mit dem 6,6km-Lauf. Um 11.45 Uhr folgt die große Partie über 16,6km.

Crosslauf Downhill

Downhill-Passage auf dem Inrather Berg.

Und der Spaß ist garantiert, egal ob kleine oder große Runde. Bei hoffentlich tollem Herbstwetter laufen die Teilnehmer durch Wald und Wiesen und erklettern dabei Krefelds höchste Berge. Die sind bekanntlich nicht alpin, weisen hier und da aber schon knackige Passagen auf. Schweißperlen sind also garantiert. Angst haben muss man deswegen aber nicht, jede Steigung hat nach wenigen Metern schon ein Ende – und wo es rauf geht, geht es bekanntlich auch wieder runter.

Im Start- und Zielbereich auf dem Sportplatz am Hölschen Dyk gibt es wieder ein kleines Läuferdorf. Snacks und Getränke zu familienfreundlichen Preisen erfreuen genauso das Läuferherz wie die fußläufigen Umkleide- und Sanitärbereiche.

Zur Anmeldung geht es hier lang: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/anmeldung-zum-seidenraupen-cross-2016/


Auf auf zum Hospizlauf

Am Sonntag, 25. September, startet der 6. Krefelder Hospizlauf. Der Sternlauf lockte in den Vorjahren rund 1000 Läufer aus allen Himmelsrichtungen Richtung Hospiz und auch in diesem Jahr wird eine ähnlich große Läuferschar erwartet.

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Gibt es selten: Laufen durch die City. Foto: SC Bayer Uerdingen

Initiator Dieter Hofmann rief den Krefelder Hospiz-Lauf 2011 mit Hilfe des SC Bayer Uerdingen ins Leben. Grund dafür war sein persönliches Erlebnis im Hospiz um die letzte Begleitung seiner Frau. Mit dem Lauf wollte er Berührungsängste nehmen und der Einrichtung etwas zurückgeben in Form eines Spendenlaufs, was trefflich gelungen ist.

Die Idee: Von verschiedenen Punkten machen sich Läufer auf den Weg, um schließlich gemeinsam das Hospiz am Blumenplatz zu erreichen. Es gibt verschiedene Laufstrecken und -längen und auch verschiedene Tempogruppen. Vom Geher bis zum Top-Athleten kann jeder teilnehmen, wobei es kein Wettrennen ist und alle Teilnehmer zusammen am Hospiz ankommen. Hier steht der Gedanke „in der Gemeinschaft sich und etwas zu bewegen“ und das für einen guten Zweck im Vordergrund. Die gesamten Einnahmen und Spenden gehen an das Krefelder Hospiz. Die Teilnahme kostet zehn Euro und ist am Startpunkt zu entrichten.

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Die Läufer im Hospizgarten. Foto: SC Bayer Uerdingen

Am Hospiz erwartet die Teilnehmer ein Tag der offenen Tür. Zunächst können sich die Sportler mit Getränken, Kuchen und Obst erfrischen, um dann im Weiteren mit den Gästen des Hospiz in Kontakt zu kommen oder eine Führung durch das Hospiz wahrzunehmen. Dazu gibt es immer Live-Musik. „Wer einmal den überwältigenden Einlauf am Hospiz miterlebt hat, wird gerne wiederkommen. Wenn so viele Menschen gemeinsam freudestrahlend ein Ziel erreichen, ist das ein unvergesslicher Augenblick“, sagt Dieter Hofmann.

Und hier kann gestartet werden

TSV Meerbusch: Streckenlänge: 11,7 km, Startzeit: 11 Uhr, Sportplatz am Windmühlenweg, Meerbusch-Bösinghoven, 40668 Meerbusch

SC Bayer 05 Uerdingen: Streckenlänge: 9,7 km, Startzeit: 10.35 Uhr, Löschenhofweg 70, 47829 Krefeld; Und: Streckenlänge: 3,7 km, Startzeit: 11.35 Uhr, DRK Schwesternschaft, Hohenzollernstr. 91, 47799 Krefeld

TSV Bockum: Streckenlänge: 8,6 km, Startzeit: 11.10 Uhr, Sportplatz Bockum, Prozessionsweg 15, 47800 Krefeld

Fischelner TV: Streckenlänge: 7,6 km, Startzeit: 10.30 Uhr, Haltestelle Grundend, Eichenhornstr., 47807 Krefeld; Und: Streckenlänge: 4,5 km, Startzeit: 11.20 Uhr, Parkplatz gegenüber Sommerbad Neptun, Mühlenfeld 121, 47807 Krefeld

Hülser SV: Streckenlänge: 7,1 km, Startzeit: 11.30 Uhr, Bezirkssportanlage Hölschen Dyk 46, 47839 Krefeld

DJK Forstwald: Streckenlänge: 4,7 km, Startzeit: 10.55 Uhr, Gertrud-Icks-Weg 40, 47804 Krefeld

CSV Marathon: Streckenlänge: 3,1 km, Startzeit: 11.25 Uhr, Bezirkssportanlage Gladbacher Str., 47805 Krefeld

Verberger TV: Streckenlänge: 6,0 km, Startzeit: 11.25 Uhr, Turnhalle Luiterweg 6, 47802 Krefeld

Verein-für-betagte-Bürger e.V.: Streckenlänge: 2,8 km, Startzeit: 11.30 Uhr, Moerser Str. 43, 47798 Krefeld


Köln-Marathon: Et es wie et es und et kütt auch als Pacemaker wie et kütt!

Gute zwei Wochen noch und dann heißt es zum 20. Mal „Startschuss für den Köln-Marathon“. Et es wie et es und et kütt wie et kütt, der Marathon kommt unaufhaltsam. Das ist gut so, denn für mich ist „Köln“ immer etwas besonderes. Hier kehre ich zurück an die Stätte meines ersten Marathons. Gelaufen im Jahr 2001, resultierend aus einer Biertheken-Idee mit Christoph Frauenrath.

Es war mein erstes Läuferleben, das im Grunde daraus bestand, auf die Grundkondition aus dem Fußballtraining bei Preussen Krefeld (wohlgemerkt knallharte Kreisliga) zu bauen. Ein oder zwei Läufe über rund 20 Kilometer – und fertig war die Marathonvorbereitung. Unter den Gesichtspunkten war die damalige Zeit von 3:51h schon fast als weltmeisterlich zu bezeichnen. Es folgten noch die Marathons in Hamburg, in Würzburg und zweimal in New York, alle in ähnlicher (oder noch schlechterer) Verfassung und daher in ähnlicher Zeit gelaufen.

Jetzt, 15 Jahre danach, befinde ich mich in meinem zweiten Läuferleben, das ab 2010 folgte und seitdem mit einer anständigen Trainingsplanung und daraus resultierend deutliche schnelleren Zeiten einhergeht.

Der Köln-Marathon 2016 wird mein 20. „regulärer“ und insgesamt dritter Köln-Marathon sein. Rechne ich noch die Läufe mit 42km (und mehr) hinzu, wie zB die während des TAR oder des 4Trails, kommen weitere acht hinzu. Business as usual, könnte man also meinen.

Aber halt, es gibt doch noch eine Premiere: Zum ersten Mal werde ich offizieller Zug- und Bremsläufer, sprich Pacemaker, sein. Nachdem ich hier und da bereits einige Freunde über die Ziellinien dieser Welt geschleppt habe, werden es nun gleich einige mehr sein. Wie viele bleibt abzuwarten, denn die 3h-Marke, die es zu knacken gilt, ist nicht für Jedermann zu laufen. Ich bin gespannt, wie es wird, denn ein Marathon bleibt ein Marathon, der Respekt bleibt bestehen, egal, ob es nun der erste, zweite und 29. ist. Durch das zuletzt perfekte Training bin ich mir aber sicher, dass ich die Gruppe, die sich um mich scharen wird, pünktlich ins Ziel geleite. Und dann gibts nen Kölsch!

Übrigens…

Wir hätten noch einen Startplatz für den Halbmarathon am gleichen Tag an gleicher Stelle, den wir verletzungsbedingt an den Mann/die Frau bringen möchten. Die Kosten betragen 50 Euro. Meldet euch doch einfach unter seidenraupen_krefeld@gmx.de.


2. Freundschaftslauf: Trio läuft nach Venlo

Helmut, Adam und Manu – dieses Trio hat sich am Samstagmorgen im Rahmen des 2. Freundschafslauf Krefeld-Venlo auf den Weg gemacht und die Krefelder Partnerstadt knappe drei Stunden später auch erreicht. 

Los ging es am Rathaus, von dort schlängelte sich der Weg über die Kempener Platte nach Grefrath und Hinsbeck, am Krickenbecker Schloss vorbei und schließlich zum Bahnhof von Venlo. 

Lange blieb das Trio zusammen, die ersten zehn KM waren schon nach 53 Minuten erreicht. Deutlich schneller als geplant, denn eigentlich war ein 5.30er-Schnitt vorgesehen. Doch die perfekten Bedingungen kitzelten wohl deutlich. Zwar schaltete man dann ein paar Sekunden drunter, blieb aber trotzdem immer noch unter 5.20min/km. Für Helmut einen Tick zu schnell, bei km20 signalisierte er, dass er es etwas langsamer angehen würde. Da der Weg aber ab hier, kurz vor Hinsbeck, ausgeschildert war, bat er die anderen beiden, einfach weiterzulaufen. Noble Geste. 


So liefen Adam und Manu alleine weiter – und schraubten noch einmal am Tempomat. Km-Zeiten zum Teil unter der 5min-Marke zeugen davon. Und so war es kein Wunder, dass die beiden die knapp 33km schon nach 2:52 absolviert hatten. Auch Helmut war wenig später in Venlo. 


Auch wenn es nachbetrachtend natürlich schade war, dass nur wenige und erneut keine Venloer mitgelaufen sind, hat es dennoch wieder Spaß gemacht. Danke an Helmut und Adam, dass ihr dabei wart. 


Krefeld-Venlo-Freundschaftslauf eignet sich bestens als letzter langer Trainingslauf vor dem Köln-Marathon

Nur noch wenige Wochen bis zum Köln-Marathon (2. Oktober) – und die Anspannung in den hiesigen Laufgruppen steigt. Nicht wenige aus der Region nutzen die 20. Auflage des Rennens in der Domstadt für ihren persönlichen Saison-Ausklang. Bis dahin sind aber noch einige Kilometer im Trainingsplan vorgesehen, unter anderem das letzte richtig lange Brett genau zwei Wochen vorher mit 30 oder mehr Kilometern. Nicht jedem gefällt diese Einheit, die durchaus etwas öde werden kann.

Aber wie gut, dass es an diesem Tag die zweite Auflage des Krefeld-Venlo-Freundschaftslaufs, diesmal mit Start in KR, gibt. Die Route (www.runtastic.com/de/routen/50-jahre-partnerschaft-venlo-krefeld-gemeinschaftslauf) hat genau die erforderliche Länge, ist traumhaft schön und sollte, wenn ein paar Leute mitlaufen, easy zu meistern sein. In Gesellschaft läuft es sich eben am besten. Alle Infos zum Wann&Wie gibt es hier: https://seidenraupen.wordpress.com/2016/08/11/2-freundschaftslauf-krefeld-venlo-am-17-september/. Meldet euch einfach, wenn ihr dabei sein wollt…

 


Seidenraupen-Cross in der MOVEO

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Moveo, Ausgabe 09/10_2016

Die Moveo, einer unserer Medienpartner, berichtet in der aktuellen Ausgabe über den Seidenraupen-Cross am 23. Oktober. Die Abonnenten kamen sogar in den Genuss des Flyers. Danke, dass ihr uns schon so lange unterstützt. :-p

Noch nicht angemeldet? Dann hier lang: https://seidenraupen.wordpress.com/seidenraupencross/


Drohnist gesucht!

Für unseren Seidenraupen-Cross am Sonntag, 23. Oktober, suchen wir einen Menschen, der den Lauf mit seiner Drohne aufnehmen kann. Wer so ein Gerät besitzt, über die nötigen Skills verfügt und an dem Tag noch nichts vorhat, kann sich gerne bei uns melden. Am Ende sollen ein paar schöne Szenen herauskommen . mehr nicht. Logisch: Einen Profi können wir nicht bezahlen, angesprochen fühlen sollten sich daher Hobby-Filmer.


Seidenraupen schreiben WELT-Geschichte

WELTREKORD

Und die Seidenraupen sind dabei…


Kaum zu glauben. 

Mega. 

Riesig. 

RIESAAAAAA

Nie zuvor hat es mehr Menschen zu einem Dart-Match gezogen, als heute. Die WELTKLASSE-Seidenraupen Moritz und Manu haben das Ding gerochen, haben keine Kosten und Mühen gescheut und sind ins tiefste Sachsen gereist, um bei diesem Rekord dabei zu sein. „Wir haben zudem gehört, dass es hier ein tolles Wandergebiet und supernette Menschen geben soll, deswegen gab es für uns keine Alternative an diesem Tag“, so Moritz und Manu. 

Beide hatten zwar auch den Meißen-Handicap-Run auf dem Schirm, konnten dann aber doch nicht widerstehen.