Wir laufen und laufen und laufen und laufen

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Geile Idee, wir sind dabei: Rhein-City-Run

Ein Lauf von Düsseldorf nach Duisburg? Könnte eine unserer Ideen gewesen sein. In dem Fall war dann aber ein anderer so verrückt, hat das Ding als Halbmarathon konzipiert, Rhein-City-Run genannt und schwupps – 3000 Anmeldungen, ausverkauft. Und zwei Seidenraupen, Moritz und Manu, sind am Sonntag auch am Start.

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Der Start ist am Robert-Lehr-Ufer unmittelbar in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke direkt am Rhein. Zunächst verläuft die Strecke südlich in Richtung Altstadt am Rhein entlang (ca. 1,5 km), bevor sie eine 180 Grad Wende direkt vor den Rheinterrassen macht. Von da aus geht es nördlich auf dem Radweg mit der Unterquerung der A44 Brücke durch die Felder in Richtung Kaiserswerth. Wir kommen an der Rheinfähre Kaiserswerth vorbei und laufen die Rheinpromenade lang, bis wir Wittlaer erreichen (KM 14). Danach queren wir den Wohnbereich Wittlaer und laufen durch Felder bis zurStadtgrenze Düsseldorf – Duisburg auf der Bundesstraße. 8. Nun folgen wir einem Wanderweg vorbei am Landhaus Milser und dem Angerbach und erreichen dann das Ziel auf der Hermann-Spillecke-Straße in Duisburg Huckingen. Die wahrscheinlich bei jeder Marathon-Vorbereitung mindestens einmal gelaufene Strecke entlang am Rhein wird also zum Wettkampf. Coole Sache.

Die Herangehensweise dürfte für viele recht gleich sein: Schnell rauslaufen, um dann auf den Deichwegen nicht im Stau zu stehen. 3000 Läufer sind nämlich mit Sicherheit nicht ganz easy zu verstauen 😉 Lassen wir uns überraschen…

Mehr Infos gibts auf http://rhein-city-run.de/.

 


Moritz Mayntzhusen schwimmt und schwimmt und schwimmt

So langsam könnte man nachschauen, ob sich zwischen den Zehen von Moritz Schwimmhäute gebildet haben, so viel, wie er im Moment schwimmt. Am Samstag legte er zunächst 3,4 Kilometer beim Ruhrschwimmen in Mülheim zurück, am Sonntag folgten dann 3,3 Kilometer im Unterbacher See.

Während es in der Ruhr „nur“ um die Teilnahme ging, gab es im Unterbacher See einen Wettkampf. Mit einer Zeit von 52:07min wurde er 35. Es gewann Thomas Lurz in wahnwitzigen 38:41 Minuten. Uff…


Seidenraupen-Staffel macht sich fit für Roth

In drei Wochen ist es soweit: Die Challenge Roth steht an – und erstmals ist auch eine Staffel der Seidenraupen am Start. Moritz Mayntzhusen (Schwimmen), Manni Bender (Rad) und Daniel Bahrenberg (Laufen) werden am Sonntag, 17. Juli, das Ding wuppen und den Titel nach Krefeld holen.

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Manni, Moritz und Daniel im Düsseldorfer Medienhafen.

Quasi als Probelauf war das Trio jetzt beim t3 in Ddorf über die Olympische Distanz am Start. Moritz krabbelte nach 24:18min aus dem Wasser, Manni fuhr die 40km in 1:13:55h und Daniel benötigte für die 10k 47:27min. Mit der Gesamt-Zeit von 2:30:06h wurden sie am Ende Sechster.

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Eva im Schlussspurt. Foto: Charity Run

Nachreichen müssen wir noch Evas tolles Ergebnis vom Charity Run von vor einer Woche. Sie gewann beim 10k-Lauf in 49:11min ihre Alterkslasse W30 und wurde Gesamt-Dritte bei den Frauen. Bravo…und auch das Ergebnis von Moritz beim Swim and Run in Fischeln steht noch aus: Er gewann nach 300 Meter Schwimmen und 4000 Metern Laufen in 23:11min ebenfalls seine AK und wurde Gesamt-Dritter.


Die Hitze: Stefan muss passen, die Kölkers schwitzen und glänzen

Es hat nicht sollen sein: Die Hitze und die damit tropischen Verhältnisse haben Stefan sein Marathon-Debüt vermasselt. Nach 21 Kilometern war in Duisburg daher Schluss. „Ich hatte Kopfschmerzen und mir wurde schwindelig. Da habe ich auf meinen Körper gehört und das Rennen besser beendet.“ Denkt man an die zahlreichen Todesopfer bei Läufen, die eben nicht so klug waren, ein weiser Entschluss.

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Eva-Maria Kölker im Endspurt.

Einen Eindruck der Verhältnisse bekamen Eva und Manuel Kölker beim Benrather Schlosslauf in Düsseldorf. Auch wenn hier „nur“ zehn Kilometer zu absolvieren waren, waren beide am Ende „durch“. Das mag vielleicht auch an den Zeiten der beiden gelegen haben. Eva kam in flotten 50:12min ins Ziel und belegte damit Platz zwei in der W30 (Gesamt 159.). Manuel wurde in 38:37 Siebter und ebenfalls Zweiter seiner Altersklasse M35. Es gewannen Bastian Rodowski (35:22min) und Inga Hundeborn (36:17min).

Der Lauf im Schlosspark war nicht ohne: Neben den schon erwähnten klimatischen Bedingungen waren die Wege durch die Regengüsse der vergangenen Tage extrem aufgeweicht. Und da  nach gefühlt 200 Metern die nächste Kurve wartete (siehe unten) auch verdammt tückisch zu laufen, nicht selten musste man runterbremsen, um nicht im nächsten Gebüsch zu landen (da lohnt es sich, die Trail-Schuhe dabei zu haben, wohl aber im Auto stehen zu lassen)…Spaß gemacht hat es aber allemal.

Strecke Benrath


Kommt die Tour nach KR? 50km von Etappe 2 stehen fest!

Die Tour de France und die Stadt Düsseldorf haben die ersten beiden Etappen der Tour de France 2017 vorgestellt. Von Etappe 2 stehen bislang die ersten 50km fest, noch ist also offen, ob die Tour auch Krefeld passiert.

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13 Kilometer Einzelzeitfahren. Das ist Etappe 1. Grafik: Tour de France

Etappe 1 (am Samstag, 1. Juli 2017), das war klar, findet komplett in Düsseldorf statt. Vom Start an der Messe geht es Richtung City, über die Oberkasseler Brücke nach Oberkassel und über die Rheinknie-Brücke wieder in die rechtsrheinische Innenstadt. Das Feld rast dann über die Kö und die Heinrich-Heine-Allee, um dann wieder zur Messe zurückzukehren. Hier ist auch das Ziel nach 13 Kilometern.

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Die ersten 50 Kilometer von Etappe 2 stehen fest. Grafik: Tour de France

Etappe 2 (Sonntag, 2. Juli) startet in Stadtmitte, bewegt sich dann Richtung Osten ins Neandertal und kehrt über Mettmann zurück nach Düsseldorf. Über die Theoder-Heuss-Brücke geht es auf die linke Rheinseite. Ab da ist die Route noch offen.

Heute Abend gibt es in Düsseldorf eine Veranstaltung, an der auch die Krefelder Verwaltungsspitze teilnehmen wird. Mal sehen, ob es dann schon Hinweise darauf gibt, wohin sich die Radler nach den ersten 50 Kilometern begeben werden. Daumen drücken!

 


Seidenräupchen Eve mit der AOK Dritte

Beim „Rund4ideas“-Firmenlauf in Düsseldorf ist Seidenräupchen Eve im Team der AOK auf Platz 41 bei den Damen gelaufen (Gesamt: 470). Die 6100 Meter rund um die Esprit-Arena hatte sie nach 28:59min absolviert. Die AOK-Damen (Susanne Eckai-Nicolaus, Eva Neder, Katja Reuling und Sabine Bewersdorf) belegen mit 1:57:32h insgesamt in der Firmenwertung den dritten Platz hinter der Commerzbank und der Omnicom Media Group.

Bei den Damen gewann in der Einzelwertung Christin Wilken in 22:06min, bei den Herren Karol Grunenberg in 19:01min.


Marathonis, trotzt dem Regen

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Viel Glück den Marathonis, die sich heute in Ddorf (Marcel und Wojtek, beide komplett, und Eva, Staffel), St. Wendel (Schlucke mit seiner Premiere), Hannover, Würzburg und wo auch immer auf die Reise machen. Trotzt dem Regen, er macht euch nur noch schöner!

Die Dürerstraßen-Boys haben ihre Runde für heute erledigt, jetzt seid ihr dran! Good run!!!


Seidenraupen in Düsseldorf am Start

Eva, Moritz, Axel und Sylvia haben beim gestrigen Brückenlauf in Düsseldorf teilgenommen. Dabei sprang eine PB heraus!

Zweimal müssen die Läufer über die 5k-Runde. Das bedeutet zweimal viel Stimmung am Rheinufer und vorbei an toller Architektur, aber auch zweimal gegen den Wind anlaufen und insgesamt viermal eine Brücke hoch – kein einfaches Unterfangen. Und doch sprangen bei allen Seidenraupen gute Zeiten hinaus.

Eva kam als AK-Elfte in 52:02 über die Ziellinie (Gesamt-Platz 76). Moritz lief, nachdem er morgens schon eine Fahrradeinheit hinter sich gebracht hatte, in 43:52 als 126. (AK 28.) durchs Ziel. Axel wurde in 46:18 230. (AK 19.). Besonders erfreulich war Sylvias Ergebnis: Die 56:46min bedeuten für sie neue Bestzeit auf der 10k-Runde.


Endlich mal wieder was…

Joah, zugegeben, in den vergangenen Tagen ist hier wenig passiert – der wohl entscheidende Grund ist, natürlich neben der täglichen Pflicht, irgendwie Geld zu verdienen, wohl der des zeitraubenden Trainings, dem ich mich gerade stelle.
Wie in einem vorherigen Beitrag schon beschrieben, wartet am 16. März der Barcelona-Marathon auf mich. Nun ist eine entsprechende Vorbereitung für mich an sich nichts besonderes und schon öfter vorgekommen, in der Intensität habe ich mich ihr aber noch nicht gestellt.
Wie ebenfalls erwähnt, fühlte ich mich zuletzt vom „3:15h-Steffny-Plan“ unterfordert. Nicht dadurch, dass ich Umfang und Anspruch nicht schätze, sondern eher durch das ständige Gefühl, noch eine Schippe drauflegen zu können – zumindest im Training. Und das habe ich seit dem 6. Januar auch getan. Fortan galt und gilt Steffnys 3h-Plan. Der durch flüchtige Lektüre entstandene Irrglaube, es wäre nur eine kleine Steigerung zum 3:15h-Plan habe ich schnell beiseite gelegt. Zwar sind die schnellen Intervall-Einheiten gut zu schaffen, der Umfang ist aber schon enorm. Statt 70k-Wochen sind nun plötzlich solche mit um die hundert KM und mehr Usus, statt fünf Einheiten immer derer sechs. Allein in dieser Woche habe ich schon 64K drauf, morgen kommen 30+x hinzu, am Sonntag werden dann noch einmal locker 12k ausgelaufen.
Das raubt nicht nur Zeit, sondern auch Substanz. Hier und da zwickt es und die Oberschenkel sind nicht selten knochenhart. Gegengesteuert wird mit allerhand Regenerations-Utensilien, anders würde es wohl nicht gehen. Wohlwissend, dass ich die 3h mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schaffe – dafür bin ich Realist genug – schon eine Schinderei. Glücklicherweise zieht ein Großteil der Seidenraupen mit und hat mich schon auf meinen Läufen begleitet. Danke mal dafür.

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

„Prominente“ Unterstützung gab es vor zwei Wochen und auch morgen wieder – und zwar vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Marcel Witeczek. Marcel hat, wie verdammt wenige Profikicker nach ihrer Laufbahn, nicht das leichte Leben für sich entdeckt, sondern sich dem Ausdauersport hingegeben. „Zum Dank“ gab es ne Marathon-Bestzeit unter 3h und zwei Iron-Man-Finishs. Kann sich sehen lassen, wenn man bedenkt, was für ein Trainingsprogramm dahintersteckt, dem er sich ja eigentlich nicht mehr stellen braucht. Sportliche Erfolge wie ein UEFA-Cup-Sieg, zwei deutsche Meisterschaften und viermal AOK-Bundespokalsieger (!) gibt es nämlich schon zuhauf. Marcel kam 1985 zu Bayer Uerdingen, wechselte später nach Kaiserslautern, ehe es ihn zu einem kleinen, nur regionalen Fußballkennern bekannten, Club aus der bayrischen Hauptstadt zog. Vier Jahre jagte er hier dem Leder nach, dann folgten noch die Stationen Gladbach, Wattenscheid und Albstadt. Was es mit diesem Albstadt auf sich hat, werde ich morgen herausbekommen. Mittlerweile wohnt er wieder in Krefeld und in der hiesigen Läuferszene ein bunter Hund.
Es ist schon lustig, jetzt mit jemanden zu laufen, den man als kleines Kind angehimmelt hat. Wie sehr hatte ich mir damals gewünscht, dass Marcel oder Mattes Herget auf einem meiner Geburtstage vorbeischauen oder ich mit ihnen ins Stadion einlaufe würde. Aber diese Ideen gab es damals, als die Bundesliga noch vor sich hin dämmerte, leider nicht. Egal, das wird jetzt nachgeholt. Vielleicht holen wir den alten Mattes ja mal im Kohlenpott ab und ziehen ihn nen paar Kilometer 😉
Ein erstes, zumindest zufriedenstellendes, Ergebnis war der Crosslauf in Düsseldorf-Grafenberg am vergangenen Samstag. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Prinzenproklamation am Vorabend kam ich nach 14 kraftraubenden Kilometern in 56:07min auf den achten Platz. In genau einer Woche steht dann der weitaus flachere erste Lauf der Duisburger Laufserie auf dem Programm. Flotte Zehn sollen es werden, mal sehen, was draus wird…bis dennis!


Dem Mitch sein erstes Mal

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Mann, was war der Junge nervös…der Düsseldorf-Marathon 2013 sollte Mitchs erster Marathon sein – und wer ihn kennt, weiß, wie akribisch er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auf diesen Wettkampf vorbereitet hatte. Zusammen mit vielen verschiedenen Seidenraupen, allen voran Nachbar Axel, hatte er sich durch den Winter gequält, um dann am Sonntag erstmals an der Startlinie zu stehen.

Stehen ist gut gemeint, denn rund zwei Minuten vor dem Startschuss musste der Junge doch glatt nochmal für kleine Jungs und verschwand unweit des Blocks kurz in die Büsche. Axel und ich konnten da als erfahrene Marathonis nur lächeln ;-), hatten wir doch solche Situationen schon x-mal durchlebt. Demzufolge konnten wir es aber auch natürlich nachvollziehen. An solch einem Tag soll alles passen und trotz aller Tipps ist man sich bis zum Ende nicht sicher, ob es tatsächlich klappt. Nervosität ist da vollkommen normal. Eins vorne weg: Es hat geklappt.

Unsere Dreier-Kombo hatte sich die 3:30 auf die Fahne geschrieben, wobei Axel direkt sagte, dass er so lange mitmarschiert, wie es geht, und sich dann fallen lässt. Und eigentlich war auch ich nicht sicher, ob meine Knochen nur zwei Wochen nach meinem Marathon in Wien das Programm nochmals durchhalten. Egal, werden wir ja sehen.

Vom Start kamen wir recht langsam weg, es war mächtig voll und nicht wirklich gut organisiert, denn nur wenige hundert Meter nach dem Start gab es plötzlich keine Absperrung mehr zwischen den Läufern gen Messe und den Einrad-Fahrern wieder zurück. Nicht gut. In der Startphase begegneten wir auch Karsten, der zum siebten Mal am Start war. Respekt. Gerade hatten wir ihn hinter uns gelassen, wurde die erste Pinkelpause eingelegt. Mitch und ich mussten in die Boxengasse – komisch, dass mir das bei meinen mittlerweile 17 (ich hoffe, ich habe keinen vergessen) Marathons nur zweimal passiert ist. Beidesmal in Ddorf. Naja, weiter gings. Am Aquazoo vorbei und zurück Richtung City, durch das Ratinger Tor und auf die Oberkasseler Brücke. Hier empfing uns zunächst Ali, der später noch für Mercedes in der Staffel lief, und unser Fanclub Eva, Sandra und Kirstem, der richtig Rabbatz machte. Durch Oberkassel und am Rhein entlang gings dann wieder zurünck – und schwupps, waren die ersten 20 KM schon gelaufen. Marcus stellte zwar irgendwann einen Phantomschmerz fest, aber der war schon bald wieder weg.
Kurz nach der HM-Marke signalisierte Axel, dass wir alleine weiterziehen sollte. Schade, denn bislang waren wir als Trio gut voran gekommen. So musste ich Mitch nun alleine durch die Landeshauptstadt ziehen, was auch gut gelang. Wir legten einen Gang zu, denn die HM-Marathon-Zeit von 1:45:53 sagte uns, dass wir ein wenig Zeit vertrödelt hatten. Es gab nun deutlich flottere Kilometer als zuvor, stets im Bereich zwischen 4:40 und 4:50, auf der Jagd zur 3:30, wofür konstante fünf Min/KM nötig sind.
Die nun folgenden zehn KM sind für mich immer recht schwierig zu laufen, gut, dass es diesmal klappen sollte. Daran hatten sicherlich auch die zahlreichen Zuschauer einen Anteil – anders als bei meinem Start 2011 hatte ich das Gefühl, dass mehr los war. Kurz dachte ich dann bei KM 32, dass ich Mitch ziehen lassen musste, aber nach ein, zwei Minuten lief es gut weiter. Zwischenzeitlich hatten wir den Fanclub auch wieder getroffen, diesmal hörte man ihn schon kilometerweit im Voraus – Respekt.
So langsam wurden aber trotzdem die Beine schwer – und es war gut, dass wir noch zusammen waren, denn so konnte jeder den anderen immer mal wieder in Schlepptau nehmen. Ab KM 35 hieß es, nur noch auf die Zähne zu beißen. Bei Mitch machten sich die Beine nun sehr deutlich bemerkbar, ich hatte kurz das Gefühl, dass mein Oberschenkel zu machen wollte – beißen.
Und so zogen wir uns gegenseitig weiter, nun durch Bilk und durch den Hafen, der leider sehr schwach besucht war. Aus 2011 wusste ich, dass es nun gleich auf die Kö geht, und dann das Ziel in greifbarer Nähe ist. Mitch machte mir etwas Sorgen – während ich ein kleines Runnershigh erlebte und das Gefühl hatte, plötzlich den Fernsehturm erklimmern zu können, musste er kämpfen. Die Kö hoch, hier jubelte noch einmal unser Fanclub, über die 40KM-Marke, und dann nur noch zurück zum Rhein. Die Zwischenzeit war gut, 3:19, passt. Come on…
Ich rannte nun wie ein Verrückter und rief und gestikulierte, Mitch war mir im Nacken.
Gut so, weiter, KM 41. Mitch, wo ist Mitch? Irgendwie muss ich ihn auf dem letzten KM verloren haben, dabei dachte ich, sein gelbes Shirt im Augenwinkel noch zu sehen. Hatte ich mich verguckt?
Ich war jedenfalls kurze Zeit später im Ziel, 3:29:35 – wo bleibt Mitch? Das gelbe Shirt, das ich ihm zugeordnet hatte, gehörte einem anderen Läufer, verdammt – wo bleibt er denn? Und da kam er dann, verbissen, entschlossen und endlich im Ziel. Yes, der erste Marathon in der Zeit von 3:30:06 – was ein geiles Brett. Im Tableu bedeutet das Platz 711, in der AK M30 95, saucool. DAvon hätte ich bei meinem ersten Marathon geträumt…
Wenig später war dann auch Axel wieder bei uns, er finishte in 3:37:31, Platz 885, AK M50 (so alt bist du schon???) 124. Und Ali kam mit der Mercedes-Staffel in 3:58 ins Ziel.

Am Ende kann man sagen: Super! Mitch ist seine 3:30 gelaufen und hat nun das Ziel, in Köln sechs Sekunden schneller zu sein. Axel ist deutlich unter der anvisierten 3:45 geblieben und auch Ali hat das Lauffieber wohl endlich wieder gepackt.