Joah, zugegeben, in den vergangenen Tagen ist hier wenig passiert – der wohl entscheidende Grund ist, natürlich neben der täglichen Pflicht, irgendwie Geld zu verdienen, wohl der des zeitraubenden Trainings, dem ich mich gerade stelle.
Wie in einem vorherigen Beitrag schon beschrieben, wartet am 16. März der Barcelona-Marathon auf mich. Nun ist eine entsprechende Vorbereitung für mich an sich nichts besonderes und schon öfter vorgekommen, in der Intensität habe ich mich ihr aber noch nicht gestellt.
Wie ebenfalls erwähnt, fühlte ich mich zuletzt vom „3:15h-Steffny-Plan“ unterfordert. Nicht dadurch, dass ich Umfang und Anspruch nicht schätze, sondern eher durch das ständige Gefühl, noch eine Schippe drauflegen zu können – zumindest im Training. Und das habe ich seit dem 6. Januar auch getan. Fortan galt und gilt Steffnys 3h-Plan. Der durch flüchtige Lektüre entstandene Irrglaube, es wäre nur eine kleine Steigerung zum 3:15h-Plan habe ich schnell beiseite gelegt. Zwar sind die schnellen Intervall-Einheiten gut zu schaffen, der Umfang ist aber schon enorm. Statt 70k-Wochen sind nun plötzlich solche mit um die hundert KM und mehr Usus, statt fünf Einheiten immer derer sechs. Allein in dieser Woche habe ich schon 64K drauf, morgen kommen 30+x hinzu, am Sonntag werden dann noch einmal locker 12k ausgelaufen.
Das raubt nicht nur Zeit, sondern auch Substanz. Hier und da zwickt es und die Oberschenkel sind nicht selten knochenhart. Gegengesteuert wird mit allerhand Regenerations-Utensilien, anders würde es wohl nicht gehen. Wohlwissend, dass ich die 3h mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schaffe – dafür bin ich Realist genug – schon eine Schinderei. Glücklicherweise zieht ein Großteil der Seidenraupen mit und hat mich schon auf meinen Läufen begleitet. Danke mal dafür.

Es ist schon lustig, jetzt mit jemanden zu laufen, den man als kleines Kind angehimmelt hat. Wie sehr hatte ich mir damals gewünscht, dass Marcel oder Mattes Herget auf einem meiner Geburtstage vorbeischauen oder ich mit ihnen ins Stadion einlaufe würde. Aber diese Ideen gab es damals, als die Bundesliga noch vor sich hin dämmerte, leider nicht. Egal, das wird jetzt nachgeholt. Vielleicht holen wir den alten Mattes ja mal im Kohlenpott ab und ziehen ihn nen paar Kilometer 😉
Ein erstes, zumindest zufriedenstellendes, Ergebnis war der Crosslauf in Düsseldorf-Grafenberg am vergangenen Samstag. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Prinzenproklamation am Vorabend kam ich nach 14 kraftraubenden Kilometern in 56:07min auf den achten Platz. In genau einer Woche steht dann der weitaus flachere erste Lauf der Duisburger Laufserie auf dem Programm. Flotte Zehn sollen es werden, mal sehen, was draus wird…bis dennis!

