Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Februar, 2014

Siebter im Verfolgungsrennen um die Schlangenburg

Einer der vielen Flüsschen, die es zu queren galt.

Einer der vielen Flüsschen, die es zu queren galt.


Wie schon berichtet, habe ich mich am Samstag spontan für den Slangenburgse Trailrun in Ijzevoorde im niederlädnischen Gelderland und gegen den Halbmarathon in Vreden entschieden. Ohne die Veranstaltung in Vreden zu kennen und zu missbilligen, kann ich sagen, dass es eine gute Entscheidung war. Nach 17 matschigen, nassen und dornigen – aber extrem spaßigen – Kilometern war ich nach 1:11:55h im Ziel – ohne allerdings zu wissen, auf welchem Platz ich tatsächlich lag.

Der Lauf rund um die mächtige Schlangenburg (ich hoffe, dies ist die korrekte Übersetzung) war nämlich als Verfolgungsrennen konzipiert. Es starteten jede Minute zehn Läufer. Natürlich hatte ich mir nicht die Wettkampfunterlagen durchgelesen und war dementsprechend überrascht. Mir war noch nicht einmal klar, ob ich mich innerhalb meiner Gruppe „frei“ bewegen durfte, oder ob ich angehalten bin, zusammen mit den Mitstartern in meinem Block zu laufen – das hätte den Plan, nen schnelles Brett hinzulegen, nämlich wohl direkt ad acta gelegt. Als Nachrücker über die Warteliste bekam ich die Nummer 21, Startblock drei – und mir wurde versichert, dass ich alleine laufen kann.

Nach dem Start an der Pokkershütte (in der übrigens rund 100 Niederländer gespannt ein Eisschnelllaufrennen in Sochi verfolgten) ging es direkt rein in den Matsch. Paralell zu einem Flüsschen galt es, nicht nur die Läufer der vorherig-gestarteten Gruppe einzuholen, sondern auch nicht in eben diesen Fluss zu plumpsen. Nach wenigen hundert Metern hatte ich die ersten Läufer eingeholt, jetzt ging es durch Wälder, über Pferdewege und -koppeln und durch tiefetiefe Schlammlöcher.

Bei Kilometer sechs oder sieben hatte ich schließlich den letzten Läufer eingeholt, jetzt ging es alleine durchs Gestrüpp. Nicht nur Konzentration auf den Untergrund war jetzt angesagt, sondern auch auf die richtungsweisenden Schilder. Und jeder, der schon einmal etwas länger gelaufen ist, weiß, dass irgendwann der Kopf ausschaltet – es gab Stellen während des Rennens, bei denen ich mich fragte, ob ich noch richtig bin. Keiner vor mir, keiner hinter mir – und erst einige hundert Meter weiter das nächste Schild. Doch noch richtig…Glück gehabt. Ich glaube, es hätte auch Zeit gekostet, aus diesen tiefen Wäldern wieder herauszukommen.

Selfie während des Laufs.

Selfie während des Laufs.

Das ewige Alleine-durch-den-Wald-Hetzen hatte zwar den Vorteil, dass ich zum Beispiel ein ausgewachsenes Reh erblicken konnte, das verwundert meinen Weg kreuzte, aber ich wusste ja absolut nicht, ob ich gut in der Zeit bzw. im Ranking war. Hier und da begegnete ich Spaziergängern, die ebenso verwundert wie das Reh dreinblickten, aber ich hatte weder eine Ahnung, wo ich war, wie weit es noch ginge, und ob ich noch schneller hätte rennen müssen. Können? Naja, denn der Boden ließ manchmal nicht mehr zu, als gerade noch so zu „zotteln“. Das ein oder andere Mal verschwanden meine Füße samt Schuhen in tiefen Mulden und auch das Dornengestrüpp erschwerte den Weg. Als ich noch Kontakt zu den anderen Läufern hatte, konnte ich sogar einige Stürze beobachten – aua.

Ein imposanter Blick bot sich bei der Schlangenburg, die plötzlich vor mir auftauchte. Eigentlich hätte sich ein Besuch vorher oder nachher angeboten. Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Und irgendwann war da auch wieder die Pokkershütte. Nur noch ein paar wellige Feldwege und fertig. Insgesamt ein schöner, aber auch anspruchsvoller Lauf. Nicht auszudenken, wie die jetzt schon schlammigen Wege und Pfade bei Regen oder Schnee ausgesehen hätten. Aber das macht ja gerade auch den Spaß aus, in freier Natur zu laufen.

Am Abend stellte sich dann übrigens heraus, dass ich auf dem siebten Rang gelandet war – ist ja auch ganz nett!

Weitere Fotos findet man bei Mischa Visser, http://www.trailfoto.nl. Herzliches Dankeschön für die coolen Pics!


Spontan: Slangenburgse Trailrun statt 21k in Vreden

viewerSpontan muss man sein. Und den Blick über Grenzen wagen. Laut Trainingsplan habe ich an diesem Wochenende einen Halbmarathon zu absolvieren. Am Sonntag darf der aber nicht stattfinden, denn da wird bekanntlich mit den Labersäcken die Pappnasen-Sitzung abgehalten. Ein Blick in die gängigen Laufkalender verriet mir recht schnell, dass ich ein paar KM fahren muss, um tatsächlich auf wettkampftaugliche 21k zu kommen. Nächste Alternativen: Vreden. WTF, wo ist das? Ein kurzer Blick bei Google verriet mir: westliches Münsterland, plattes Land. Die Freude hielt sich bei mir in Grenzen, auch wenn im nahen Stadtlohn die Wurzeln meiner Familie liegen. Es muss doch noch irgendwo etwas anderes geben…

Und so forschte ich im Netz und fand die Seite http://www.hardlopen.nl, die mit einer Auflistung vieler Läufe bei unseren geliebten Nachbarn in den Niederlanden aufwarten kann. Nach einiger Sucherei, die Orte sagten mir leider absolut nix, stieß ich auf den Slangenburgse Trailrun in Ijzevoorde, einem Dorf der Gemeinde Doetinchen in Gelderland. Ungefähr gleich lange Anreise wie nach Vreden, zwar nur 17k, aber sicherlich spannender, als eine Wendepunktstrecke in Westfalen zu laufen.
Die Website der Veranstalter sagte zwar, dass der Lauf ausgebucht sei, aber wenige Stunden nach meiner Anfrage war die Antwort von Alwin da: Komm her, lauf mit!

Und so gehts jetzt gleich nach Ijzevoorde. Mal sehen, was mich erwartet…ich hoffe auf MATSCH!!!


Verdammt, es blüht!

Es blüht und blüht...

Es blüht und blüht…

Wenn sich alle Mann über die milden Temperaturen und die ersten Frühlingsblüher freuen, heißt es für mich wieder: Naseputzen und Asthma-Spray bereithalten. Der überaus milde Winter macht es möglich, dass jetzt schon die ersten Pollen durch die Luft jagen und mir Probleme bereiten. Spaß macht das nicht, aber ich weiß ja, wie ich da gegen ankämpfen kann.

Kurios ist in diesem Zusammenhang, dass der letzte Lungentest keinerlei Beschwerden ergeben hat – okay, der war zwar auch nicht in einer Pollenflug-Phase, aber ich hatte gedacht, dass man trotzdem was messen könnte. Wahrscheinlich liegt es aber auch am täglichen Training, dass meine Lunge über ein entsprechendes Volumen verfügt. Hoffen wir nur, dass ich einigermaßen gut durch diese Zeit jetzt komme. Heute morgen hatte ich schon gut zu knabbern, und das bei nem Bummelzugtempo von 5.15min/km. In Barcelona selber dürfte es Mitte März (der Marathon ist am 16.3.) schon wieder vorbei sein – hoffen wir es.

Am Wochenende im Stadtwald, nahe der Rennbahn, entdeckt. Seltsames Konstrukt...

Am Wochenende im Stadtwald, nahe der Rennbahn, entdeckt. Seltsames Konstrukt…


Bild

Grafik: Sport ist Trumpf

Sport ist Trumpf


Seidenraupen erneut im Bestzeitenrausch

Die Seidenraupen haben am Wochenende Schallmauern durchbrochen. Dabei war mit Lisa Milena (!), Lisa, Henne und mir ein Quartett beim ersten Lauf (10k) der Winterlauf-Serie in Duisburg am Start, Moritz ging über die 12,5k beim zweiten Lauf der Winterlauf-Serie in Nettetal.

Und es regnete nicht nur vom Himmel, sondern auch Bestzeiten – zum Teil Verbesserungen um gefühlte Welten. Allen voran Henne. Er pulverisierte seine Bestzeit um über eine Minute und kam nach 36:51min in Duisburg ins Ziel. Platz 19 von über 3000 Startern (und Platz zwei in der AK M22) kann sich sehen lassen, ebenso wie ein Foto auf Runnersworld.de: http://www.runnersworld.de/laufevents/1-lauf-der-duisburger-winterlaufserie-fotos.312974.htm#122

Bis Kilometer vier hatte ich mich an Hennes Versen geheftet, dann aber einen Gang zurückgeschaltet, weil ich mir nicht vorstellen konnte, das Tempo auf Dauer halten zu können – immerhin hatten wir bis dahin konstant Kilometer-Zeiten von um die 3:40min gelaufen. Doch nach ein, zwei Kilometern hatte ich das Bummelzug-Tempo schon wieder verworfen – was soll denn schon passieren. Also wieder schneller – und schließlich bei 37:19min durchs Ziel, bedeutet Platz 27 und sechs in der AK35 (an diese Zahl muss ich mich erst einmal gewöhnen) und die Verbesserung der PB um über eine Minute. Das Intervall-Training unter der Woche hat sich also scheinbar gelohnt.

Doch auch unsere Mädels zeigten Biss. Lisa Milena überzeugte bei ihrer Premiere mit starken 55:15min (384./50. W22), die Umzugs-/Arbeits-/Handball-gestresste Lisa Szymanski brachte es bei ihrem ersten Start in der „großen Serie“ auf 57:02 (462./57. W22). Das lässt für den 8. März hoffen, wenn es über 15k geht.

André Pollmächer (rhein-marathon-düsseldorf e.V.) gewann übrigens souverän. Nach 31:51 Minuten durchlief Deutschlands bester Marathonläufer 2013 den Zielbogen im Leichtathletik-Stadion. Die beste Frau war Angela Minke (Rosellen Neuss) mit 38:48min.

Moritz überzeugte dagegen in Nettetal beim zweiten Lauf der dortigen Winterlauf-Serie. Nach 12,5k finishte er als 56. (5. in M30) in 51:46min, was ebenfalls neue PB bedeutet. Es siegte Jörn Hansen (LG Alpen) in 40:58min, Seidenraupen-Cross-Gewinner Magnus Gödiker wurde Sechster in 45:10.

Ein Glückwunsch geht in diesem Zusammenhang an die Wanderhoden aus Moers, die dort zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt wurden. Geile Sache, wir freuen uns für euch und sehen uns bestimmt auf einem der kommenden Läufe.


Seidenraupen-Quartett in Duisburg am Start

Der "neue" Zehner in Duisburg. Grafik: ASV Duisburg

Der „neue“ Zehner in Duisburg. Grafik: ASV Duisburg

Es ist diesmal nur eine kleine Seidenraupen-Gruppe, die am Samstag um 15 Uhr beim ersten Lauf der Duisburger Winterlauf-Serie an den Start am Wedau-Stadion geht: Lisa Milena (!), Lisa, Henne und ich werden uns auf die bekannte 10-Kilometer-Runde um die Regattabahn begeben…wobei, bekannt? Nicht ganz, denn die Macher vom ASV Duisburg haben einiges geändert. Durch nur noch einen Start (statt derer zwei) musste die Streckenführung verlegt werden. Insgesamt sind am Samstag bei der kleinen und großen Serie 4990 Läufer dabei.

Größter Unterschied ist jetzt, dass es nach der Regattastrecke nicht rechts herum geht, sondern erst noch weiter zum Masurensee (bekannt vom 15er und HM). Nach einer Schleife geht’s jetzt zurück zur Regattabahn, aber dann nicht mehr durch den Sportpark Wedau. Das hatte zumindest immer den kleinen Reiz, hier natürlichen Boden vorzufinden. Jetzt geht es nur noch über Asphalt – der dann brennen wird.

Henne ist als Hase engagiert und wird seine beiden Arbeitskollegen Toto und Stefan sowie mich ziehen – möglichst in rekordverdächtigen Zeiten. Zumindest bauen wir darauf. Alles andere wird sich zeigen.
Interessant wird auch, wie sich die beiden Lisas schlagen. Gibt es gar ein gemeinsames Finish? Beide hüllten ihre aktuelle Form bis zuletzt in Schweigen, vielleicht streben sie ja auch den Sieg an und wollen vor den Männern ins Ziel?! Wer weiß…


Krefelds Sportler des Jahres wählen

anzeige_sportlerwahl2013Westdeutsche Zeitung und Extra Tipp suchen erneut Krefelds Sportler des Jahres. Noch bis zum 24. Februar haben alle die Möglichkeit, ihren Favoriten zu wählen – das geht auch online unter http://formulare.wz-werbewelt.de/view.php?id=22102.
Unter http://www.wz-newsline.de/lokales/krefeld/specials/sportlerwahl-2013 gibt es eine Auflistung der Sportler – alle in ihrem Metier absolute Spitzenklasse, sei es im Rollhockey, Rudern oder Wasserball. Natürlich dürfen auch die Cracks des KFC Uerdingen, der Pinguine oder des CHTC nicht fehlen.
Aber auch die Leichtathletik bringt einige Kandidaten ins Spiel: Weitspringerin Steffi Voss (Tochter des Zehnkampf-Weltmeisters Torsten Voss), Triathletin Berenike Gensior und Zehnkampf-Vizeweltmeister Michael Schrader machen sich ebenfalls Hoffnungen auf den traditionsreichen Titel. Schrader kennt sich übrigens damit aus: Er wurde bereits NRW-Sportler des Jahres 2013.