Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Januar, 2014

Endlich mal wieder was…

Joah, zugegeben, in den vergangenen Tagen ist hier wenig passiert – der wohl entscheidende Grund ist, natürlich neben der täglichen Pflicht, irgendwie Geld zu verdienen, wohl der des zeitraubenden Trainings, dem ich mich gerade stelle.
Wie in einem vorherigen Beitrag schon beschrieben, wartet am 16. März der Barcelona-Marathon auf mich. Nun ist eine entsprechende Vorbereitung für mich an sich nichts besonderes und schon öfter vorgekommen, in der Intensität habe ich mich ihr aber noch nicht gestellt.
Wie ebenfalls erwähnt, fühlte ich mich zuletzt vom „3:15h-Steffny-Plan“ unterfordert. Nicht dadurch, dass ich Umfang und Anspruch nicht schätze, sondern eher durch das ständige Gefühl, noch eine Schippe drauflegen zu können – zumindest im Training. Und das habe ich seit dem 6. Januar auch getan. Fortan galt und gilt Steffnys 3h-Plan. Der durch flüchtige Lektüre entstandene Irrglaube, es wäre nur eine kleine Steigerung zum 3:15h-Plan habe ich schnell beiseite gelegt. Zwar sind die schnellen Intervall-Einheiten gut zu schaffen, der Umfang ist aber schon enorm. Statt 70k-Wochen sind nun plötzlich solche mit um die hundert KM und mehr Usus, statt fünf Einheiten immer derer sechs. Allein in dieser Woche habe ich schon 64K drauf, morgen kommen 30+x hinzu, am Sonntag werden dann noch einmal locker 12k ausgelaufen.
Das raubt nicht nur Zeit, sondern auch Substanz. Hier und da zwickt es und die Oberschenkel sind nicht selten knochenhart. Gegengesteuert wird mit allerhand Regenerations-Utensilien, anders würde es wohl nicht gehen. Wohlwissend, dass ich die 3h mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schaffe – dafür bin ich Realist genug – schon eine Schinderei. Glücklicherweise zieht ein Großteil der Seidenraupen mit und hat mich schon auf meinen Läufen begleitet. Danke mal dafür.

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

Marcel Witeczek (rechts) läuft auch gerne und lange.

„Prominente“ Unterstützung gab es vor zwei Wochen und auch morgen wieder – und zwar vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Marcel Witeczek. Marcel hat, wie verdammt wenige Profikicker nach ihrer Laufbahn, nicht das leichte Leben für sich entdeckt, sondern sich dem Ausdauersport hingegeben. „Zum Dank“ gab es ne Marathon-Bestzeit unter 3h und zwei Iron-Man-Finishs. Kann sich sehen lassen, wenn man bedenkt, was für ein Trainingsprogramm dahintersteckt, dem er sich ja eigentlich nicht mehr stellen braucht. Sportliche Erfolge wie ein UEFA-Cup-Sieg, zwei deutsche Meisterschaften und viermal AOK-Bundespokalsieger (!) gibt es nämlich schon zuhauf. Marcel kam 1985 zu Bayer Uerdingen, wechselte später nach Kaiserslautern, ehe es ihn zu einem kleinen, nur regionalen Fußballkennern bekannten, Club aus der bayrischen Hauptstadt zog. Vier Jahre jagte er hier dem Leder nach, dann folgten noch die Stationen Gladbach, Wattenscheid und Albstadt. Was es mit diesem Albstadt auf sich hat, werde ich morgen herausbekommen. Mittlerweile wohnt er wieder in Krefeld und in der hiesigen Läuferszene ein bunter Hund.
Es ist schon lustig, jetzt mit jemanden zu laufen, den man als kleines Kind angehimmelt hat. Wie sehr hatte ich mir damals gewünscht, dass Marcel oder Mattes Herget auf einem meiner Geburtstage vorbeischauen oder ich mit ihnen ins Stadion einlaufe würde. Aber diese Ideen gab es damals, als die Bundesliga noch vor sich hin dämmerte, leider nicht. Egal, das wird jetzt nachgeholt. Vielleicht holen wir den alten Mattes ja mal im Kohlenpott ab und ziehen ihn nen paar Kilometer 😉
Ein erstes, zumindest zufriedenstellendes, Ergebnis war der Crosslauf in Düsseldorf-Grafenberg am vergangenen Samstag. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Prinzenproklamation am Vorabend kam ich nach 14 kraftraubenden Kilometern in 56:07min auf den achten Platz. In genau einer Woche steht dann der weitaus flachere erste Lauf der Duisburger Laufserie auf dem Programm. Flotte Zehn sollen es werden, mal sehen, was draus wird…bis dennis!


An einer Perlenkette durch Bockum

Der Schönhausenpark  ist einer der schönsten Parks in ganz Krefeld.  Durch ihn geht es auf der heutigen Laufrunde. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Der Schönhausenpark ist einer der schönsten Parks in ganz Krefeld. Durch ihn geht es auf der heutigen Laufrunde.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Ein uns nicht ganz unbekannter Schreiber veröffentlicht aktuell via Presseamt eine Serie über Laufstrecken in Krefeld. Gerne übernehmen wir diese, um euch vielleicht auf den ein oder anderen unbekannten Pfad unserer schönen Stadt zu lenken. Im achten Teil geht es durch Bockum.

Im achten Teil der Serie „Jogging-Routen durch Krefeld“ geht es durch viel Grün, aber trotzdem mitten durch Bockum. Der Stadtteil wurde in den vergangenen 150 Jahren dicht besiedelt. Wo früher Wiesen, Ackerland und dichter Busch waren, stehen heute zum Teil imposante Villen und Häuser. Mit kleinen Unterbrechungen bietet sich trotzdem die Möglichkeit, auf grünen Pfaden zu wandeln und zahlreiche Parks zu durchlaufen. Im Buch „Bockum – der Stadtteil im Grünen“ beschreibt Almuth Spelberg vom Fachbereich Grünflächen diese Aneinanderreihung von Kleinoden als „Perlen an einer Schnur“ und „grüne Inseln“. Viele von ihnen haben der dezentralen Landesgartenschau „Euroga 2002 plus“ zu verdanken, dass sie mittlerweile wieder derart schmuck aussehen.

Ein Einstieg in die Runde bietet sich fast überall: an der Uerdinger Straße, im Bockumer Zentrum oder an der Essener Straße, Nahe der Autobahn 57. Sie trennt seit den 1970er-Jahren den ersten der Parks, die wir durchlaufen: Den Neuenhofenpark mit Haus Neuenhofen, das westlich der Autobahn liegt. Jenseits der A57 ist heute noch die Kleingartenanlage Neuenhofen samt See zu finden. Wir beginnen den Lauf also im westlichen Teil des Parks, der im 18. Jahrhundert entstand und, wie die weiteren Parks auf der Strecke, Teil einer ehemaligen Altstromrinne des Rheins ist. Vom eigentlichen Haus Neuenhofen, einem Herrensitz aus dem 13. Jahrhundert, auf einer „Motte“ gelegen und von einem Wassergraben umgeben, sind nur die Kellermauern geblieben. Das heutige Gebäude mit dem Rundturm entstand erst um 1825 bis 1830, nachdem der Seidenindustrielle und Krefelder Bürgermeister Gottschalk Floh das Anwesen und die zugehörigen Ländereien erworben hatte. Doch schon in der Karte der Rheinlande 1804 ist eine Allee zu erkennen, die auf das Haus zuläuft. Floh ließ die Obstgärten innerhalb der Gräben als Landschaftsgarten gestalten, später entstand östlich anschließend ein von Bäumen gesäumtes langgestrecktes Wiesental. Moritz de Greiff kaufte 1895 den Besitz von den Erben Floh, 1927 erwarb ihn die Stadt Krefeld. Heute befindet sich Haus Neuenhofen wieder in Privatbesitz.

An den Park angrenzend und mitten im Bockum befinden sich der Burchartzhof, Sitz des Roten Kreuzes (DRK). Als Kloster wurde dieser Ort 1424 erstmals erwähnt. Der Backsteinbau wurde im Kern erst 1751 errichtet und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweitert. Nachdem das Kloster 1802 aufgelöst wurde, erwarb die Familie Floh auch dieses Anwesen. Es wurde als Bauernhof genutzt und lange von der Familie Burchartz bewirtschaftet. Seit 1928 war es im Besitz der Stadt Krefeld, bis es 1998 an den Kreisverband des DRK verkauft wurde. Die angrenzende neugotische St. Gertrudis-Kirche steht an der Stelle einer mittelalterlichen Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie entstand in den Jahren 1857 bis 1859 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Friedrich von Schmidt.

Wir überqueren die Uerdinger Straße, laufen über den Bockumer Platz und am Arkadenhaus vorbei in die Wittensgasse, benannt nach einer verdienten ansässigen Familie. Durch die Gasse gelangen wir später zum Stippergath, von wo die Sichtachse schon in den Sollbrüggenpark und zum Haus Sollbrüggen fällt. Der ehemalige Rittersitz der Familie Saerbrüggen (Saarbrücken) ist bereits seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar und brannte 1781 ab. Das heutige Torhaus ist das älteste noch erhaltene Gebäude und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Süd- und Nordflügel kamen im 19. Jahrhundert hinzu, das Haupthaus um 1840. Haus Sollbrüggen kam kurz zuvor in den Besitz von Peter de Greiff, seit 1925 gehört es der Stadt, seit 1955 ist hier die Musikschule untergebracht.

De Greiff beauftragte den Düsseldorfer Hofgartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe damit, die Gartenanlage zu schaffen. Weyhe stand vor dem Problem, ein 800 Meter langes, aber nur 150 Meter breites Areal vorzufinden. So schuf er den Garten zweiteilig: Dem Haus ordnete er einen Blumenpark zu und im Westen legte er den Landschaftspark an. Beides ist heute wieder deutlich zu erkennen: Das Rondell vor dem Haus Sollbrüggen und der angrenzende Hügel samt verschiedener Laubbäume bestimmt den einen Teil, langgezogene, lichtdurchflutete Wege entlang des mittigen Wasserlaufs dagegen den anderen. Erst durch die Euroga gelang es, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, denn zwischenzeitlich war der Park arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Unsere Strecke führt bis kurz vor Haus Sollbrüggen, ehe wir nach rechts um den Wassergraben herum laufen und dann dem Weg lange, bis zum Ausgang aus dem Park, folgen.

Direkt im Anschluss finden wir uns im Schönhausenpark wieder. Der Textilfabrikant, Weinhändler und Bockumer Beigeordnete Carl Hügel ließ seine Villa mit gegen 1865 erbauen und nannte sie aus Verehrung an Reichskanzler Bismarck nach dessen Geburtsort bei Magdeburg. Hügel war keiner der eingesessenen Textil-Magnaten, sondern ein Selfmade- und Lebemann, der auch gerne mal in seinen Park zum Feiern einlud. Die Villa im italienischen Stil, Bauherr war der Krefelder August Jentges, trug im Volksmund den Namen „Sockenburg“, denn Hügel verdiente sein Geld auch als Strumpfhersteller. Mit dem Herrenhaus ließ er zudem die Wirtschaftsgebäude am Rott bauen. Die Villa wurde lange von der Musikschule der Stadt genutzt und stand zuletzt leer. Bald wird die Deutsche Sportlotterie einziehen. Wer den Garten rund um die Villa schuf, ist nicht klar. Viele Wege, kleine Hügel, Brücken und Teiche zeigen aber, dass der Bauherr Geschmack bewies. Hügel starb 1894, schließlich kaufte die Stadt 1934 Villa und Park vom Fabrikanten Max Gompertz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die kleinen Details des Parks sukzessive aufgegeben, Wege verschwanden, Bäume und Sträucher wurden wahllos gepflanzt, Teiche, Tempel und Brunnen dem Erdboden gleichgemacht und die Pflege reduziert. Der Park verfiel in einen langen Dornröschenschlaf. Erst mit der Euroga kam es auch hier zur Wiederherstellung in den einstigen Zustand, obwohl sich, wie auch im Sollbrüggenpark, die Bürger massiv gegen die Baumfällungen wehrten. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen, der Schönhausenpark gilt heute als einer der schönsten in ganz Krefeld.

Unser Lauf führt am Spielplatz vorbei, wo sich früher ein Obstgarten befand, dann über einen gepflasterten Weg am Brunnen und der Villa vorbei. Geradeaus würde es nun durch Kleingärten bis zum Stadtwald gehen, wir jedoch biegen nach links, umlaufen den Weiher und orientieren uns Richtung Uerdinger Straße. Zwei Möglichkeiten bieten sich nun: Variante eins führt um den Zoo herum auf die Violstraße und hinter der Futtermeisterei über den neu angelegten Weg zwischen Zoo und Grotenburg-Stadion hindurch zur Vadersstraße. Sie ist benannt nach dem Bockumer Lehrer Peter Vaders, der Gründer des Kirchgesangsvereins und Direktor der Crefelder Lokalabteilung des Landwirtschaftlichen Vereins war. Variante zwei führt direkt auf die verkehrsberuhigte Vadersstraße, die über einige Schwellen unmittelbar am Zoo vorbeiführt. Am Ende treffen sich die Wege beider Varianten, so dass wir durch die angrenzende Grünfläche und an einem Spielplatz vorbei laufen. Die Parkfläche nennt sich Am Sonnenhof, wobei man einen gleichnamigen Hof hier nie vorgefunden hat. Die Herkunft des Namens ist also unklar. Wir überqueren die Uerdinger Straße, laufen wieder in den Sollbrüggenpark und nähern uns diesmal dem Haus Sollbrüggen von der anderen Seite, also rechts an ihm vorbei. Kurz nach dem Rondell passieren wir das Kunstwerk, zwei sechs Meter hohe Stehlen, des Krefelder Künstlers Hans Joachim Albrecht. Einst stand die „Figürliche Doppelform“, so ihr offizieller Name, im Innenhof des Hauses, seit einigen Jahren nimmt sie nun im Außenbereich Platz. Über den Stippergath und die Wittensgasse gelangen wir zurück ins Bockumer Zentrum zum Neuenhofenpark, dem Ausgangspunkt unserer Laufstrecke.

http://www.krefeld.de/C1257455004E4FBF/html/B5BA7380715BB4A5C1257C6100535FA4?Opendocument

Weitere Laufstrecken gibt es hier.


Ein Samstag bei den Seidenraupen: Flashmop, Arbeiten, Shoppen, Kicken…und, stimmt, Laufen!

Es waren schon höchst interessante Aktivitäten, denen die Seidenraupen am Samstag so nachgingen. Vor allem deswegen interessant, denn nur einer schaffte es tatsächlich, die Laufschuhe anzuziehen.
Moritz ging mit gutem Beispiel voran, fuhr nach Nettetal und lief bei tollem Wetter den Zehn-Kilometer-Lauf rund um die Krickenbecker Seenplatte. Mit der Teit von 41:54min wurde er 71. und Vierter in der AK M30. Es gewann Jörn Hansen von der LG Alpen in flotten 33 Minuten. Seidenraupen-Cross 2013-Gewinner Magnus Gödiker kam in 35:21min ins Ziel (Platz 7).

Und die anderen Seidenraupen? Kickten Hallenfußball (https://seidenraupen.wordpress.com/2014/01/12/zwei-seidenraupen-holen-die-hallenfusball-stadtmeisterschaft/), ließen die Kreditkarte glühen (Eva & Manu), mussten arbeiten (Henne) oder beteiligten sich an einem Flashmop. Dabei legte sich Ali für ein paar Minuten auf den Neumarkt, um auf miserable Pflege-Zustände in Deutschland zu erinnern. WZ und RP haben den Flashmop eingefangen, auf dem WZ-Foto kann man Ali sogar erkennen! Fight for your right!


Zwei Seidenraupen holen die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Die Altherren-Mannschaft des VfR Fischeln mit den Seidenraupen Mitch (unten, Zweiter von links) und Ansgar (unten, Dritter von links).

Die Altherren-Mannschaft des VfR Fischeln mit den Seidenraupen Mitch (unten, Zweiter von links) und Ansgar (unten, Dritter von links).

Die Altherren-Mannschaft des VfR Fischeln ist Hallenfußball-Stadtmeister – auch zwei Seidenraupen trugen am Samstag das Trikot des VfR und durften daher am Abend jubeln: Marcus Noack und Ansgar van de Loo.

Nach einem 5:0 gegen den VfR Krefeld, einem 3:0 gegen den SV Oppum und einem 5:0 gegen Pascha zog der VfR locker in die Endrunde ein. Hier gab es ein 0:0 gegen den KTSV Preussen, ein 4:1 gegen den TSV Bockum und ein 3:0 gegen den FC Hellas. Das Finale wurde schließlich mit 2:1 gegen den TSV Anadolu gewonnen. Sauber Jungs! Was folgte, war ein rauschender Abend mit der silbernen Trophäe. Das schönste Tor des Tages schoss übrigens Ansgar, er zimmerte eine Ecke volley in den Giebel.


Von Uerdingen am Rhein entlang

Der Rheindeich in Uerdingen ist fast durchgehend 13,30 Meter hoch.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Der Rheindeich in Uerdingen ist fast durchgehend 13,30 Meter hoch. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Ein uns nicht ganz unbekannter Schreiber veröffentlicht aktuell via Presseamt eine Serie über Laufstrecken in Krefeld. Gerne übernehmen wir diese, um euch vielleicht auf den ein oder anderen unbekannten Pfad unserer schönen Stadt zu lenken. Im siebten Teil geht es am Rhein entlang.

Die heutige Jogging-Route führt von Uerdingen bis nach Duisburg und zurück. Kontrastreicher kann ein Lauf kaum sein – er führt durch städtisches Leben und Industrie bis hin in die Natur. Ständiger Begleiter ist dabei der Rhein. Startort ist Am Wallgarten, Ecke Augustastraße. Hier gibt es an der Straße Parkplätze, auch eine Straßenbahnhaltestelle ist nicht weit. Die langgezogene Gartenanlage war einst der Wassergraben vor der mittelalterlichen Stadtmauer, seit 1910 ist sie ein Grünstreifen mit mächtigen Bäumen. Es gibt Pergolen und mehrere Brunnen, 1928 kam das Kriegerdenkmal hinzu. Der fünfgeschossige Eulenturm war der Südwestturm der ehemaligen Stadtbefestigung und wurde 1325 bis 1330 erbaut. Er diente zunächst als Gefängnis, dann bis vermutlich 1795 als Mühle.
Unser Weg führt über die Straße Am Obertor (das Tor steht seit 1877 nicht mehr) und am Rheinhorst vorbei. Rudolf Wedekind, ein Uerdinger Chemiefabrikant, baute diesen repräsentativen Wohnsitz 1906. Auf dem Turm ließ er sich eine Sternwarte einrichten. In den 1930iger-Jahren ging das Haus in städtischen Besitz über, es beherbergte zunächst eine Abteilung des Textilmuseums, diente dann als Realschule und ist seit 1980 Berufsbildungsstätte. Weiter geht es Richtung Dammstraße. Die Stadt Uerdingen hatte das dortige romantische Rheinschlösschen als Bauherr Ende des 19. Jahrhunderts als Kontrast zur 1896 entstandenen und 2007 abgerissenen Garten-Lokalität „Rheinlust“ bauen lassen. Im „Architekturführer Krefeld“ wird auf die baumbestandene, spitzwinklinge Gartenterrasse, das auf der Flussmauer aufsitzende Zugrestaurant, den Erker mit der Glockenhaube, Fachwerkeinlagen und die „klammerförmigen Eckbossierungen“ aufmerksam gemacht, wodurch es einer Burg ähnelt. Direkt daneben hat sich seit 2006 die Trattoria „La Riva“ etabliert.
Der Weg führt über den Damm in nördliche Richtung, übrigens einst der Ostwall von Uerdingen. Dabei sehen wir auf der rechten Seite den Uerdinger Steiger, links das Casino, 1833 von der elitären Casino-Gesellschaft erbaut und mittlerweile Heimat des französischen Restaurants „Chopelin“. Gegenüber liegt die Gaststätte „Zur Krone“. Auf einem Teil der alten Stadtmauer steht hier der Heilige Nepomuk, der die Rheinstadt vor Überschwemmungen bewahren soll. Die Querung über das Rheintor gibt es erst seit 1880 auf Veranlassung des Deichgrafen Wilhelm Peters. Die heutige Deichgräfin Petra Weber wird sich in den kommenden Monaten eher mit dem Thema „Deichsanierung“ beschäftigen. Ob und wie dieser Streckenabschnitt dann noch genutzt werden kann, ist offen. Das heutige Rheintor steht etwas weiter östlich, als das alte, das 1827 von der Stadt verkauft wurde und Kohlelagerplätzen wich. Durch das neue Tor kamen die Uerdinger leichter zur Werft. Früher wurde es zum Hochwasserschutz mit Holzbalken verschlossen, heute wird eine metallene Spundwand eingesetzt.
Wir laufen weiter Richtung Norden, vorbei am Zollamt und der Druckerei Schotte, in der aktuell die Kunstwerke aus dem Kaiser-Wilhelm-Museum aufbewahrt werden. Etwas weiter links zeigt sich nun die ehemalige Weinbrennerei Dujardin. Die Familie Melcher hatte sich seit dem 18. Jahrhundert der Schnapsproduktion gewidmet, aber erst als sie 1905 mit der französischen Familie Dujardin ein gemeinsames Unternehmen aufbaute, gelang der Durchbruch. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Firma zur erfolgreichsten Branntwein-Brennerei Deutschlands, 1930 zog sie an die heutige Stelle. Rund 450 Mitarbeiter standen in Lohn und Brot. Doch während der 1970-er Jahre sank die Nachfrage nach Spirituosen. Deshalb fusionierte Dujardin 1983 mit der Firma Racke und verlegte Vertrieb, Verwaltungen und Abfüllung nach Bingen. Dank des USA-Heimkehrers Mathias Melcher hat sich die ehemalige Produktionsstätte heute in ein Museum samt Restaurant und Biergarten entwickelt. Anspruchsvolle Wohn- und Gewerbefläche wurden geschaffen. Ein Blick in den Innenhof lohnt sich.
Auf der rechten Seite liegt dann die ehemalige Spedition Münker. Entlang der Rheinuferstraße sehen wir auf der einen Seite den Chempark, auf der anderen den Rhein. Der Chempark hat seinen Ursprung in der 1877 aufgebauten Fabrik von Edmund ter Meer, der 1896 mit Julius Weiler fusionierte. Mit weiteren fünf Chemie-Unternehmen folgte 1925 die Fusion zur IG Farben, 1951 erfolgte dann die Neugründung als „Farbenfabriken Bayer AG“. In Uerdingen bedeutete diese Entwicklung ständige Expansion, das Örtchen Hohenbudberg, urkundlichen erstmals um 900 herum erwähnt, das wir nach rund einem Kilometer entlang des Rheins erreichen, ist weitestgehend dem Chempark gewichen. Zunächst zeigt sich auf der rechten Seite jedoch das Bayer-Casino. Der Bau von 1960 steht seit einiger Zeit leer, der Denkmalschutz bemüht sich um den Erhalt, während Bayer gerne näher an den Fluss rücken würde.
Früher war an diesem Standort das Ausflugslokal Schmitz-Neppes beheimatet. Es ist nur eines von vielen Gebäuden, die es nicht mehr gibt: die Horster Mühle, Haus Dreven, mehrere Höfe und Gaststätten sowie die Schule. Einzig die Kirche St. Matthias samt Friedhof ist geblieben. Die Kirche wurde 1852/1854 neu gebaut, der Westturm stammt jedoch noch aus dem Vorgängerbau, der erstmals 1150 erwähnt wurde. Wir lassen auf unserem Weg die Kirche rechts liegen und laufen über den Parkplatz auf die letzten Wohnhäuser von Hohenbudberg zu, ehe wir dann hart nach rechts auf die Deichstraße abbiegen und nach wenigen Metern links auf den Deich laufen. Der Weg verläuft nun lange auf der Deichkrone.
Auch wenn auf der anderen Seite die Duisburger Schwerindustrie immer näher rückt, genießen wir hier Natur pur. Der Deich teilt sich nun, wir bleiben auf dem Pfad, der geradeaus führt. Links von uns liegt nun die Roos, ein Altrheinarm, der 1860 vom Rhein abgetrennt wurde. Die untere Abtrennung wurde 1930 wieder aufgehoben. Eine Schwelle im Bereich der Anbindung führt dazu, dass in einem durchschnittlichen Jahr an knapp 100 Tagen eine Verbindung mit dem Hauptstrom besteht. In dieser Zeit müssen wir spätestens an dieser Stelle wenden, ansonsten kann man über die Anbindung weiterlaufen und hat zahlreiche Möglichkeiten: durch die Felder auf den Deich und Richtung Uerdingen über die Eisenbahnsiedlung zurück. Oder über verschiedene Wege durch die Rheinaue Friemersheim, zum Beispiel zur ehemaligen Wasserburg. Oder tatsächlich bis zum Ende, bis einen ein Hafenbecken in Duisburg stoppt.
Strecken gibt es also genug, wir begnügen uns heute mit Variante eins und kommen so wenig später am Wasserturm der Eisenbahnsiedlung vorbei. Er wurde 1915 von der preußischen Eisenbahnverwaltung zur Versorgung des Rangierbahnhofs Hohenbudberg und der Eisenbahnersiedlung errichtet. Etwa 50 Jahre später verlor er seine Bestimmung und beheimatet heute Ateliers, Büros und Wohnungen. Wenig später geht es über den Deich, der die Roos trennt und die Grenze von Krefeld und Duisburg darstellt. Dann noch ein wenig auf dem schon gelaufenen Stück und schließlich hinter der Kirche – oder hinter dem Casino – zurück auf die Rheinuferstraße dem Startpunkt entgegen. Auch wenn wir den Weg schon gelaufen sind, der Blick auf Uerdingen und die Rheinbrücke ist lohnenswert. Wer mag, läuft statt über die Dujardinstraße etwas weiter zur Nieder- und Oberstraße, also mitten durch die Uerdinger Fußgängerzone bis zum Obertor. Von hier ist es nicht mehr weit zum Startpunkt.
http://www.krefeld.de/C1257455004E4FBF/html/5DAA356D789B823DC1257C5A004D73D9?Opendocument

Weitere Laufstrecken gibt es hier.


Grüße vom Elfrather See

Traumhafter Blick über den E-See.

Traumhafter Blick über den E-See.

Diese traumhafte Impression haben die Seidenraupen Mitch und Axel heute morgen am E-See eingefangen. „Wir grüßen alle Läufer, die sich heute schon bewegt haben oder noch die Schuhe anschnallen“, sagten die beiden, als sie diese Aussicht genossen. Also, Mädels und Jungs: Raus aus dem Sessel, rein in die Boots!


Zehn Wochen bis Barcelona

Der Kurs des Barcelona-Marathons.

Der Kurs des Barcelona-Marathons.

Mit dem Barcelona-Marathon am 16. März habe ich mir einen Klassiker des internationalen Rennkalenders vorgenommen. Es kann eigentlich nur etwas werden, denn noch nie zuvor bin ich früher in eine Marathon-Vorbereitung gestartet als jetzt: Heute um 3.10 Uhr stand der erste Trainingslauf an. Tatsache, ich habe die morgendliche Runde heute mal extrem früh abgebrannt. 3.10 Uhr war zwar nicht geplant – und mit Sicherheit auch vollkommen bekloppt, aber nachdem ich mich fast zwei Stunden von der einen auf die andere Seite gedreht hatte, reifte der Entschluss, in die Schuhe zu schlüpfen und loszudüsen. Herausgekommen sind verdammt flotte elf Kilometer auf der „Nachtrunde Traar“, am Ende waren es 49 Minuten und ein Schnitt von 4.34 Min/KM.
Ging also erstaunlich gut, denn wenn ich mir das Programm der vergangenen Wochen so anschaue, dürfte ich von irgendeiner Form meilenweit entfernt sein (dagegen spricht allerdings die Verbesserung der PB beim Silvesterlauf gegenüber des Vorjahrs um mehr als eine Minute). Egal – rein vom Körpergefühl muss etwas getan werden.

Standardmäßig trainiere ich wieder mit dem 3.15h-Plan von Herbert Steffny, mit dem ich die vergangenen Straßenmarathons immer gut gelaufen bin, zuletzt in Wien im April 2013 auf 3:10:06h. Da ich aber doch immer das Gefühl hatte, dass ich den Plan noch etwas ausreizen könnte, werde ich heute Abend mal eine Seite nach vorne, zum 3h-Plan, blättern. Auch wenn diese Marke für mich, realistisch betrachtet, in weiter Ferne liegt, könnte ich ja nochmal versuchen, meine Marathon-PB etwas zu verbessern – oder zumindest den Plan dafür angehen. Was nachher rauskommt, wird sich zeigen.
Größter Unterschied zwischen dem 3h- und dem 3.15h-Plan ist, das habe ich mal vor Jahren bemerkt, die unterschiedliche Anzahl der Einheiten. Beim 3.15h-Plan sind es fünf, beim 3h-Plan dagegen schon sechs. Und natürlich geht alles etwas flotter über die Bühne. Egal, wir werden sehen, was möglich ist. Einigermaßen gesund bis Mitte März bleiben, sollte im Vordergrund stehen, was aufgrund der Witterungsverhältnisse im Januar und Februar nie ganz einfach ist.

Was mich in Barcelona erwartet? Die Strecke in der katalanischen Hauptstadt war lange kein Publikumsmagnet. Erst der Wechsel zum Termin Mitte/Ende März und ein Relaunch 2006 brachte den Durchbruch. Teilnehmerzahlen wie in Berlin (40.000), New York (45.000) oder Xiamen (70.000) sucht man aber trotzdem vergeblich, 2013 gingen rund 15.000 Läufer an den Start.
Das soll mich nicht weiter kümmern, denn mit dem Großteil der Läufer werde ich hoffentlich nichts zu tun haben. Wenn ich mich an das Gedränge in Berlin erinnere, als ich Eva ein paar KM auf ihrem Lauf zur 4:05h-Zeit begleitet habe > Wahnsinn! In dem Gewusel eine ungefähre Zeit zu laufen, die man sich vorgenommen hat, grenzt schon an ein Wunder. Da bin ich froh, ein wenig vor der Masse laufen zu können.
Der Kurs scheint auf den ersten 21 Kilometern etwas wellig zu sein, wobei die 200 Höhenmeter jetzt keine großen Berge vermuten lassen. Ansonsten verspricht die Streckenführung (sofern sie die gleiche wie im vergangenen Jahr ist) viele lange Geraden durch die Häuserschluchten. Eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten liegen auf dem Weg, was für mich immer sehr wichtig ist. Nur auf den Boden oder die Uhr schauen, geht gar nicht.

Zur Renntaktik habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Denke ich an Wien, so ist mir ein sehr schneller Start um die 4 bis 4.10min/km mit Henne voraus in Erinnerung. Nach rund zehn KM schaltete ich damals bewusst zurück – und das ist für mich noch heute die große Frage: Kann ich ein Tempo bei rund 4min/KM auch über 42,195 Kilometern durchhalten? Über die Halbmarathon-Distanz schaffe ich das, aber was passiert danach? Ich kann mich leider in diesem Punkt kaum einschätzen, weiß aber, dass ich bei den vergangenen HM am Ende schon immer zu kämpfen hatte. Viel mehr wäre dabei nicht gegangen. Allerdings bin ich stets konstant auf die 1:24 gelaufen, was ja ein 4er-Schnitt ist – und was im Umkehrschluss bedeuten könnte, dass ich zumindest die 3.10h toppen könnte.

Hätte, wenn und aber – am Ende zählt die Form am Raceday. Und vielleicht das Wetter. Und vielleicht…ach wat! Spaß soll es machen!

Wie sehen denn eure Pläne für 2014 so aus?


Statistischer Rückblick 2013

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 52.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 19 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.


Blick-Blick: Zurück und nach vorne

Liebe Freunde der Seidenraupen, wir hoffen, ihr hattet alle einen guten Rutsch ins neue Jahr und konntet den Übergang genießen. Für 2014 wünschen wir euch, dass all das eintritt, was ihr euch erhofft, erträumt oder einfach nur vornehmt. Vor allem: Bleibt gesund!

Wir haben die vergangenen Tage genutzt, noch einmal den Blick zurück zu wagen. 2013 war für uns Seidenraupen ein überaus erfolgreiches Jahr. Als gemeinsames Highlight dürfte die Ausrichtung des eigenen Crosslaufs im Oktober durchs Hülser Bruch durchgehen. Was als Idee begann, haben wir dann gemeinsam durchgezogen und, das haben die vielen positiven Rückmeldungen gezeigt, eine saubere Sache draus gemacht. Innerlich klopfen wir uns natürlich auf die Schultern 😉

Aber auch sportlich war 2013 für die meisten von uns ein überaus erfolgreiches Jahr. Bestzeiten über Bestzeiten purzelten, und so war es nicht ungewöhnlich, dass sich der ein oder andere verwundert die Augen rieb und sich fragte, wie das sein kann?! Keine Angst, wir nehmen keine unerlaubten Mittelchen und halten uns auch sonst an alle Regeln, das Geheimnis unseres Erfolgs suchen wir selber auch ein wenig ratlos. Vielleicht liegt es an den vielen gemeinsamen Trainingseinheiten, die noch immer ohne festen Rahmen locker und spontan geplant werden.

Wagen wir einen Blick auf die Zeiten: Lisa kam beim Brückenlauf in Düsseldorf nach zehn Kilometern bei 55:14 ins Ziel, den Duisburger Halbmarathon schaffte sie in 2:07 – Respekt. Absolutes Highlight für Seidenräupchen Eva war die Teilnahme am 40. Berlin Marathon. Sie bewies nicht nur bei der Anmeldeprozedur Steherqualitäten, sondern auch beim Lauf selber. Nach vier Stunden und fünf Minuten war das Ziel kurz hinter dem Brandenburger Tor erreicht, das bedeutet eine Verbesserung der eigenen Bestzeit um sieben Minuten.
Aber auch die männlichen Seidenraupen wagten sich das ein oder andere Mal über die Marathon-Distanz. Ali konnte seine PB beim Köln-Marathon zwar nicht ausbauen und kam nach 4.56:07h ins Ziel, aber wie sich die türkische Rakete über die letzten Kilometer kämpfte, war sehenswert. Daumen hoch für diesen Kampf gegen den eigenen Körper. Seine Zeit beim Halbmarathon um den Fühlinger See (2:00h) zeigt, dass durchaus mehr drin gewesen wäre.
Der Köln-Marathon war für viele Seidenraupen der große Höhepunkt in 2013. Mitch verbesserte seine PB, die er erst im Frühjahr in Ddorf aufgestellt hatte um vier Minuten auf 3:26:14. Seine Zeiten vorher (im September 10KM in Mönchengladbach 39:56min und beim HM Fühlinger See 1:31:38h) ließen allerdings auch darauf schließen. Auch Adam gelang es, seine PB zu verbessern, er lief nach 3:36:43h durch das Ziel am Kölner Dom. Henne begleitete seine Arbeitskollegen durch Köln und kam nach 3:38:56 ins Ziel, seine PB hatte er im Frühjahr bereits in Wien auf 3:03:55h geschraubt. Ansgar van de Loo lief in Köln seinen ersten Marathon und finishte in 3:52:37h, ebenso wie Aki, der nach 4:00:10h ins Ziel kam.
Ein wahres Seuchenjahr hat Axel hinter sich. Zwar kam er beim HM in Benrath auf 1:40h und auch der Marathon in Ddorf in 3:37h kann sich mehr als sehen lassen, danach zwangen den Oldie unter uns aber Achillessehnenbeschwerden zu mehr Ruhe als gewollt. Aus diesem Grund ist der Jamaika-Halbmarathon (2:00h) als Start in eine hoffentlich wieder bessere Phase zu sehen.
Auf ganz neues Terrain wagte sich Moritz, der zum wahren Triathlon-Experten avancierte. Hier kam er auf zahlreiche gute Zeiten, die in 2014 weiter ausgebaut werden sollen.
Auch ich plane den ein oder anderen Triathlon-Start, denn der für mich erstmalige Start beim Bayer-Triathlon über die olympische Distanz hat richtig Spaß gemacht, auch wenn die Zeit von 2:36 sicherlich noch ein wenig ausbaufähig ist. Zufrieden kann ich aber auch mit meinen weiteren Ergebnisse sein. In Wien erreichte ich mit 3:10:06h eine neue Marathon-Bestzeit, auch die Zeiten auf den anderen Distanzen wurden immer weiter nach vorne geschraubt, 5k: 18:29min (Charity-Run), 10k: 38:47min (Kempener Altstadtlauf), 15k: 59:33min (Duisburger Winterlauf), HM: 1:24:09 (Fühlinger See). Erfreulich, dass auch einige Podestplätze hinzu kamen, den Charity Run über 5k konnte ich ebenso gewinnen wie den B-Lauf in Kempen. Beim Schwafheimer HM war es immerhin der zweite Platz. Die härtesten Rennen für mich waren in 2013 wohl die des 4Trails, die ich leider wegen einer Verletzung von Henne alleine absolvieren musste, der Zeeland-Marathon und der Remscheider Röntgenlauf über 63k. Erstaunlich locker ging es dagegen beim Ddorf-Marathon zu, bei dem ich Mitch auf die 3:30 brachte – erstaunlich deswegen, weil ich ja jahrelang an dieser Marke gescheitert war.

Und nun 2014 – was wird da kommen? Für die Fischelner Altherrenkicker unter uns steht mit der Deutschen Meisterschaft das Highlight für die erste Jahreshälfte schon fest. Aki plant wohl fernab davon trotzdem den Start in Ddorf, um unter die 4h zu kommen. Ich starte im März beim Barcelona-Marathon. Eva möchte sich dagegen auf einigen kürzeren Distanzen verbessern, darunter auch über die Halbmarathon-Distanz. Dieses Unterfangen plant sie beim Venloop, bei dem neben den üblichen Verdächtigen auch Sandra und Steffi laufen werden. Ein erster Anfang wurde beim gestrigen Silvesterlauf im Forstwald gemacht. Sandra lief die 8100 matschigen Meter in 59:33min (Platz 309), Steffi in 56:25 (291.). Bei den Männern gings etwas flotter zur Sache. Ich wurde in neuer Forstwald-PB (31:17min) 27., Mitch wurde 35. in 32:10min, Moritz 51. in 33:54min und Aki 77. in 35:25min.

Und dann gibt’s natürlich den 2. Seidenraupen-Cross am Sonntag, 19. Oktober. Bis dahin hoffen wir aber, euch bei dem ein oder anderen Lauf zu sehen. Bis dahin…