Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für Mai, 2013

Dicke Oberschenkel

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Mit dicken Oberschenkeln sind wir zurück in Krefeld. Das Kurz-Trainingslager im Allgäu hat doch mehr Körner gekostet, als vorher gedacht. Allerdings haben wir uns auch nicht geschont, sondern haben dem Körper mächtig zugesetzt.

Drei Einheiten hatten wir uns vorgenommen: ein leichtes Aufgalopp am Freitag, am Samstag dann die Königs-Etappe und am Sonntag noch eine etwas längere Einheit mit ein paar Höhenmetern.
Gesagt getan: Am Freitag beließen wir es bei einer kurzen Runde aus Sonthofen raus und zwei kleineren Anstiegen in der Umgebung. Nummer eins verlief leider im Sande, bzw. im Dornengebüsch, Nummer zwei hatte es schon in sich und brachte den Puls schnell nach vorne. Entlang der Iller ging es schließlich zurück ins Deutsche Haus.

Am Samstag ging es dann von Oberstdorf hoch auf das Nebelhorn. Neben den über 1400 Höhenmetern, die es sowohl auf, als auch ab zu absolvieren galt, hatten die letzten Kilometer noch eine besondere Feinheit: Schnee. Und zwar richtig. Zwar nicht von oben (dafür war das Wetter ausnahmsweise mal zu gut), mehr dafür aber von unten, nämlich über die verschneiten (und demzufolge gesperrten) Wege hoch zum Gipfel.
Der Aufstieg hatte es aber auch schon so in sich und trug deutliche Züge einer normalen TAR-Etappe. Schon kurz nach der Erdinger Skisprung-Arena in Oberstdorf, jährlich der Auftakt der Vier-Schanzen-Tournee, waren wir im Berg. Ebenfalls dabei: Seidenräupchen Eva, die ja auch die erste Etappe des 4 Trails mitlaufen wird. So erhielt sie einen guten Eindruck, was sie erwartet. Bis zur Mittelstation ging es konstant nach oben, erst dann gab es wenige hundert Meter zum durchpusten, ehe eine krasse Serpentinenstraße folgte. Wie steil es hier zuging, merkten wir erst beim Abstieg. Mittlerweile hatte uns die Nachricht erreicht, dass der von uns gewählte Weg offiziell gesperrt sei, was wir dann auch merkten. Dichte Schneemassen machten das Unterfangen nicht gerade leichter. Bemerkenswert: Eva kämpfte sich ohne Stöcke und auf ihren normalen Laufschuhen durch den Schnee.
Ab der Bergstation auf 1900 Meter war dann aber Schluss mit lustig, denn die Wege waren nicht mehr zu erkennen. Während Eva den Lift für die knapp 300 Meter bis zum Gipfel wählte, wollten Henne und ich es wissen. Über eine Schneepiste erklommen wir das Nebelhorn. Oben angekommen, erzählte uns ein Wanderer, dass er vor wenigen Tagen noch die Passage auf Ski heruntergefahren wäre, die wir gerade erstiegen hatten.
Nach einer kleinen Stärkung ging es dann wieder runter – und wie. Auf der Schneestrecke entdeckten wir die Möglichkeit, in einem Affenzahn downhill zu pesen. Wahnsinn, wie schnell wir die ersten paar hundert Meter wieder zurückgelegt hatten. Nach einem kurzen Bremser auf dem Hosenboden ging der Ritt weiter, wow, machte das Spaß. In den Serpentinen merkten wir, wie schon erwähnt, was wir da gerade hochgeklotzt hatten. Dass uns nun zahlreiche Wanderer wie verrückt anstarrten, mochte an den Jauchzern gelegen haben, mit denen wir dem Tal entgegen rannten – oder war es der Umstand, dass sich manch einer fragte, ob wir noch alle Tassen beisammen hätten?
Heikel wurde es dann ab der Mittelstation, denn hier änderte sich der Weg wieder zu einem kleinen, feuchten Trampelpfad. Was uns aber nicht davon abhielt, mächtig Kette zu geben. Hier und da waren aber schon ein paar Skills gefragt, um auf dem glitschigen Waldboden nicht den Abflug zu machen. Wenig später lachte uns schon die Skisprungschanze an – krass, 1400 Meter in 54 Minuten runter…

Was wir natürlich am nächsten Tag deutlich spürten: die Oberschenkel fühlten sich an wie Beton – damit wirklich laufen? Ja. Kurz hinter Sonthofen fanden wir uns wieder im Gelände (zur Abwechslung mal militärisches Sperrgebiet), diesmal stand der Aufstieg zum Altstädter Hof und zum Sonthofener Hof auf dem Programm. Hier und da sollte uns dabei auch ein Single Trail begegnenen. Während der nicht enden wollenden Serpentinen auf immerhin knapp 1300 Meter ging es uns noch gut, aber gerade im Abstieg über saftige Wiesen und tiefe Schluchten spürten wir deutlich, dass wir am Vortag gut unterwegs gewesen waren. Da hatten wir uns die Buttermilch/Spezi auf dem Sonthofener Hof verdient.

Zurück in Sonthofen sprangen wir kurz unter die Dusche, um dann die Breitachklamm zu erforschen. Wahnsinn, was hier die Natur in Millionen von Jahren geschaffen hat. Was uns keiner erzählt hatte: Auch hier standen einige Höhenmeter an…hört das denn nie auf???

Das Trainingslager in Zahlen:
Etappe 1 „Entspannungslauf“: 11,7km, 169m auf/168m ab; 01:01:47
Etappe 2 „Nebelhorn“: 18,4km, 1427m auf/1424m ab; 03:11:15
Etappe 3 „Almen“: 16km, 619m auf/618m ab; 01:59:24


Auf auf zu den Almen

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20130519-154945.jpgUnsere heutige Runde sollte uns diesmal aus Sonthofen auf zwei Almen führen, also nicht ganz so viele Höhenmeter, wie gestern.
Apropos gestern: Bei Live-Musik haben wir es uns in der Hirschbrauerei richtig gut gehen lassen – so gut, dass selbst die Einheimischen begeistert waren und sich für die gute Stimmung bedankten. Anschließend ging es noch weiter in Sonthofens In-Disco, das Barfly, das, ähnlich wie sein Krefelder Namensvetter, im Keller liegt.
Der nächtliche Ausflug war natürlich auch noch heute morgen zu spüren, während die Oberschenkel uns an die gestrige Tour aufs Nebelhorn erinnerten. Die ersten paar KM waren dementsprechend zäh. Irgendwann lief es dann aber, so dass wir unserem ersten Ziel, die Altstädter Hof, näher kamen. Der Aufstieg auf 1280 Meter hatte es in sich, mehr noch dann aber der Abstieg zum Sonthofener Hof, in dem wir uns ne Spezi und ne Buttermilch gönnten. Über Feldwege und einige Trails ging’s schließlich zurück.

Damit ist der läuferische Teil des Trainingslagers abgeschlossen, insgesamt kommen wir bei den drei Läufen auf 46 km, 2215 Höhenmeter im Aufstieg und 2210 Höhenmeter runter. Hat sich unter dem Aspekt also vollends gelohnt.

Heute Abend bekommen wir Besuch von den ebenfalls im Allgäu urlaubenden Morlas, Ansage dazu von Morla: „Es wird hart gesoffen!“ In dem Sinne, Prost 😉


Nebelhorn: check!

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20130518-152351.jpgPuh, das war doch mal nen nettes Ründchen, dass wir da aufs Nebelhorn gezogen haben: Bisl mehr als zwei Stunden von Oberstdorf hoch auf 2224 Meter, zum Teil durch Schnee, dann wieder runter in ner knappen Stunde – hat Spaß gemacht.
Erste alpinen Erfahrungen machte dabei Seidenräupchen Eva, die mit uns die 1400 Meter hochgekraxelt ist. Respekt, gute Leistung.
Interessant war der Ausflug ins Schneebrett: rauf natürlich mörderanstrengend, runter mit Vollspeed. Da bekommt der Ausdruck „Downhill“ ne ganz ne Bedeutung.

So, jetzt Bundesliga. Reingehauen…


Willkommen Allgäu

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20130517-183515.jpgEin herzlicher Gruß aus Sonthofen senden die Seidenraupen. Wir haben nach rund acht Stunden unser Ziel, das Deutsche Haus, in Sonthofen erreicht – Grund genug für Henne und mich, die Beine ein wenig auszuschütteln und schon einmal die Region zu erkunden. Wie durch Zufall lagen auch ein paar Höhenmeter auf der Straße.
Jetzt geht’s erst einmal ins Örtchen, mal sehen, was uns das Nachtleben hier zu beaten hat…


Nebelhorn, wir kommen

Nebelhorn (der höchste Berg in Bildmitte) vom Schattenberg. Der grasige Gipfel im linken Bildbereich ist der Geißfuß, dazwischen der Gundkopf. Foto: Springginggelar/Wikipedia

Nebelhorn (der höchste Berg in Bildmitte) vom Schattenberg. Der grasige Gipfel im linken Bildbereich ist der Geißfuß, dazwischen der Gundkopf.
Foto: Springginggelar/Wikipedia

Die Regenjacken sind eingepackt, fast hätten sich sogar Ski im Gepäck befunden, so bescheiden sind die Aussichten für das Traininglager am Nebelhorn, zu dem die Seidenraupen Henne, Eva und Manu just in diesen Minuten aufbrechen. Nee, das Wetter ist nicht wirklich prickelnd vorhergesagt: Dauerregen, maximal zehn Grad – aber was solls. Auch unter solchen Voraussetzungen muss gelaufen werden, schließlich kann es während des 4Trails ebenfalls wie aus Eimern schütten.

Nach der Ankunft ist ein Stadtrundgang durch unseren Heimatort Sonthofen geplant, vielleicht noch ein kleiner Lockerungslauf. Samstag und Sonntag stehen dann eher lange Distanzen auf dem Programm. Das Nebelhorn lädt dazu förmlich ein. 2224 Meter ist der Berg hoch, Oberstdorf liegt an seinem Fuß und bietet sich natürlich ebenfalls als Etappenort an. Wir halten euch auf dem Laufenden…

Wer nicht ganz so weit weg ist, sich aber trotzdem laufend durch das Pfingstfest bewegen möchte, sei der Pfingstlauf im Stadtwald am Montag ans Herz gelegt. Oder ihr folgt den Anweisungen des Herrn A.: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/trainingslager-wie-man-sich-sportlich-in-hoechstform-bringen-kann-a-900175.html


Schneller Brückenlauf in Köln

Laufen auf fremden Terrain hat schon seinen Reiz. Das habe ich gestern erneut festgestellt, als ich meinen Aufenthalt in Köln (ich wirkte als Komparse in einem ARD-Film mit) dazu nutzte, abschließend noch ein paar Kilometer am Rhein zu laufen.
Durch die vielen Brücken eignet sich der Fluss perfekt zum Laufen, da man, je nach Lust, den Lauf verlängern (oder verkürzen kann). Ich hatte mir die Distanzen zwar vorher auf dem Handy angeschaut, musste auf den letzten drei, vier Kilometern meines 15k-Runs aber deutlich unter fünf Minuten pro Kilometer laufen, um meinen Zug noch zu erreichen. Puh…


Pfingstlauf steht vor der Tür

11_MG_2897aDie Plakate hängen, nur noch wenige Tage, dann steigt am Montag, 20. Mai, der 18. Krefelder Pfingstlauf. Der seit 1996 durchgeführte Lauf gehört mittlerweile zu einer der größten Breitensport-Veranstaltungen in Krefeld und ist aus dem Rennkalender eigentlich nicht mehr wegzudenken. Dass es keine Zeiten und Sieger gibt, macht ihn so besonders: das Miteinander-Laufen steht im Vordergrund. Auch einige Seidenraupen gehen an den Start. Unser Sponsor Pflege OPTIMAL ist zudem einer der Sponsoren des Laufs.

Los gehts um 10.05 Uhr mit der ersten Gruppe der Handbiker und Rollstuhlfahrer, danach folgen Walker und Läufer. Wie in den Vorjahren gibt es verschiedene Distanzen zwischen zwei und 21,1 Kilometern, die in mehreren Gruppen und in unterschiedlichen Tempi auf der Runde im Stadtwald gelaufen werden. Angeführt werden die Gruppen von prominenten Laufpaten, die die Organisatoren für die gute Sache begeistern konnten.

pfingstlauf_IMG_0566Frank Klein, Klaus Freiberger und Holger Falk (auf dem Foto von links) sind die Orga-Chefs des Laufs. Sie haben sich seit jeher der guten Sache verschrieben, schließlich fließt der Erlös des Pfingstlaufs in ihr Projekt „Behindertengerechte Spielplätze“. „Alle Sportbegeisterten laden wir ein, die gemeinsame Lust zum Laufen, Walken und Handbiken im Stadtwald zu aktivieren. Auch die nicht aktiv mitlaufenden Gäste sind herzlich Willkommen, denn mit dem Rahmenprogramm für Groß und Klein ist für Unterhaltung und das leibliche Wohl bestens gesorgt“, sagen die Drei. Anmeldungen sind übrigens bis kurz vor dem Start möglich oder hier http://www.krefelder-pfingstlauf.de.

streckenkarte_kl_000Gefreut haben wir uns heute morgen, dass Andi mal wieder mitlaufen konnte. Ihn stoppte zuletzt eine Herz-OP, die er halbwegs gut überstanden hat. Zwar fehlt ihm nun noch etwas die Power, aber die kommt sicherlich wieder…thumbs up!


Laufen im Kugelhagel

Glück gehabt: Diese morgendliche Laufrunde in Bamberg hätte auch ins Auge gehen können. Zusammen mit den Ferlings-Brüdern hatte ich mir während der Bamberg-Tour der Linner Sappeure frühmorgens die Laufschuhe angeschnallt, selbst Regen konnte uns nicht aufhalten.

Das Laufen in fremden Gefilden bringt bekanntlich auch immer den Reiz mit sich, nicht zu wissen, wohin man überhaupt läuft. Zunächst ging das an jenem Morgen ganz gut, auch wenn ein eingezeichneter Feldweg augenscheinlich einem Pflug zum Opfer gefallen war. Interessanter wurde es dann in dem Waldgebiet zwischen Memmelsdorf und Bamberg. Zwar hatten wir beim Betreten des Walds kurz nach Umrundung des Stocksees die Warnhinweise der US Army gesehen, nicht aber damit gerechnet, dass das Areal überhaupt noch in Gebrauch sei.

Tiefe Furchen schweren Geräts überzeugten uns dann allerdings, dass hier erst kürzlich das ein oder andere Panzergefährt unterwegs gewesen sein muss. Nach einem kurzen Abstecher in einen Sumpf, wieder war ein Weg nicht wirklich ein solcher, hielten wir uns ab sofort auf den festeren Wegen auf. Das erschien uns sicherer. Nach rund sieben Kilometern hatten wir den dichten, nassen und grünen Wald hinter uns gelassen, über den Skulpturenweg an der B5 ging es schließlich zurück in unser Hotel „Drei Kronen“ in Memmelsdorf.

Was uns dann aber überraschte: Nur wenig später waren dumpfe Einschläge und Maschinengewehre zu hören – genau von dort, wo wir gerade erst unterwegs waren. Zwar hätte uns wohl kein Schütze für einen Feind gehalten, dafür waren wir zu grell angezogen, aber wer weiß – Querschläger gibt es ja immer wieder mal.

Einen Tag später hielt ich mich dann bei einer sehr kurzen Runde lieber auf der Straße auf – noch einmal wollte ich so ein Risiko nicht eingehen 😉

Ausdrücklich empfehlen möchte ich den aktuellen Artikel meines Trierer Kollegen Rainer, der am Wochenende ein Laufblog-Treffen in der Römerstadt organisiert hatte. Liest sich schön und sehr kurzweilig, scheint also viel Spaß gemacht zu haben: http://midlifecrisis.blog.volksfreund.de/2013/05/12/unter-freunden/


30k – und jetzt nach Malle/Bamberg

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Mädels, Jungs – wir haben es heute morgen noch mal sportlich angegangen und haben 30 bzw 33k gekloppt, ehe es jetzt heißt: Relax!!!
Henne hat sich für seine Kur das romantische Fischerdörfchen Arenal ausgesucht, mich zieht es zum Wandern nach Bamberg.

Habt euch lieb, feiert schön Vattertach und dann bis nächste Woche!


Rekordbeteiligung beim Frühsport


Mit dem Rekord von sechs Läufern ging das Seidenraupen-Training heute morgen über die Bühne. Henne hatte ordentlich Werbung im Büro gemacht und so die halbe Belegschaft begeistert. Seidenräupchen Eva wollte es ebenfalls wissen und startete nach ihrer gestrigen Premiere heute zum zweiten Mal um „630 Uhr am Kreisel“.
Wer übrigens Bock hat: Morgen starten Henne und ich zu nem 30k-Lauf, ehe es nach Mallorca bzw. Bamberg geht.

Derweil schreiten die Planungen für die zweite Jahreshälfte voran. Eva (Berlin) und Manu (Zeeland) zieht es etwas weiter weg, während ein ganzer Tross von acht Mann in Köln an den Start geht. Zudem gibt es Überlegungen an eine Staffel in der Domstadt. Warten wir es ab…