Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Archiv für August, 2014

Viel Glück am E-See und in Hüls

Viel Spaß und Glück allen aktiven Seidenraupen heute beim 27. Bayer-Triathlon und beim 5. Gesundheitslauf in Hüls. Ich drücke vom Krankenbett die Daumen.

Am E-See sind die ersten Teilnehmer in diesen Minuten schon auf dem Rad, nachdem um 8.50 Uhr der Startschuss für die Olympische Distanz erfolgt ist. Moritz startet hier für mich, es hätte meine Generalprobe sein sollen. Seinen Startplatz auf der Volksdistanz wiederum übernimmt Manni Bender – gänzlich unbefleckt, was Triathlon angeht. Viel Spaß Jungs.

Eva und vielleicht noch die ein oder andere spontane Seidenraupe sind in Hüls am Start. AOK, Helios und Welle N veranstalten zum fünften Lauf den Lauf durchs Hülser Bruch, der, anders als unser Seidenraupen-Cross, komplett flach ist. Start und Ziel ist am Hülser Sportplatz, und zwar um 11 Uhr.

Morgen geht’s für mich zum Physio, er wird mir wohl sagen, ob es mit Köln noch etwas wird…Daumen drücken, Kerzchen anzünden!


Es war der letzte Kilometer…

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…Moerser Straße stadtauswärts. Einmal noch abbiegen, ausrollen lassen. Das Ende der letzten größeren Einheit, so möge das Tapering vor meiner ersten Triathlon-Langdistanz beginnen.

Pustekuchen.

Der schwarze Wagen setzt rückwärts aus einer Einfahrt, sieht mich nicht. Ausweichen, bei Tempo 35 oder mehr? Keine Chance. Die Bremse packt, doch den Aufprall mit dem Auto ist nicht zu verhindern. Ich wirbel durch die Luft, pralle hart auf dem Asphalt auf. Ich muss mich kurz berappeln, Blut klebt an meinen Fingern, als die ersten Helfer mich von der Straße ziehen und mich auf dem Bürgersteig ablegen. Ob ich okay wäre, werde ich gefragt. Eigentlich ja, hin und wieder sackt der Kreislauf ab, aber sonst geht es mir den Umständen entsprechend gut. Auch die Rettungssanitäter kommen nach den ersten Untersuchungen zu dem Schluss, dass ich verdammt viel Glück gehabt habe.

Trotzdem bringen sie mich ins Alexianer. Einige Wunden sind tief, ein Chirurg soll mich durchchecken.
Währenddessen trifft Eva ein. Sie sammelt mein Rad, oder das, was noch davon übrig ist, ein.
Im Krankenhaus werde ich gut behandelt. Die Schwestern kümmern sich liebevoll um mich, der Doc näht zwei Wunden mit einigen Stichen. Ansonsten hat mich wohl ein Schutzengel begleitet. Kein Knochenbruch, keine schweren Verletzungen außer einigen fiesen und schmerzhaften Prellungen und Wunden.

Der Wettkampf am Sonntag ist natürlich gestrichen. Ob es für Köln reicht, werden die nächsten Tage zeigen.

Herzlichen Dank an alle, die sich an der Unfallstelle direkt um mich gekümmert haben. Danke an die Sanitäter, die Schwestern und den Doc im Alexianer. Und vor allem Danke an Eva, die sich sehr gut um mich gekümmert hat.

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Durchblicken mit „Die Brille im blauen Haus“

Brille logoDass ich die Nummern auf den Trikots der Krefeld Pinguine nur noch verschwommen wahrnehmen konnte und auch der Videotext immer schwerer zu lesen war, kam mir zwar komisch vor, aber ich hatte mich irgendwie damit arrangiert. Erst als ich auf einer Hochzeit vor einigen Monaten durch Zufall eine Brille aufhatte, erkannte ich, was ich plötzlich alles sehen kann (und vor allem: was nicht).

Mein Gang führte mich danach recht bald zu Georg Bruns, vielen bekannt als (ehemaliger) Chef der Bogenschützen in Linn. Georg ist Inhaber von „Die Brille im blauen Haus“ auf dem Ostwall 59 (www.diebrille-krefeld.de). Nach einem lockeren Gespräch und dem folgenden Test meiner Augen stand fest: Der Manu braucht ne Brille. Zwar nicht, weil er gar nichts mehr sieht, aber weil er zum Beispiel im Straßenverkehr viel zu wenig mitbekommt. Huch. Angst hatte ich jetzt nicht zwingend, aber so eine Brille verändert einen ja schon recht deutlich. Georg manövrierte mich aber sehr cool durch alle Klippen des Vorhabens.

Das schwierigste war dabei natürlich die Auswahl des Gestells. Die ersten sieben Modelle, für die ich mich in einem langwierigen Suchprozess entschieden hatte, wurden im DürerPalast gänzlich abgelehnt, die nächsten sieben gingen schon in die richtige Richtung und schließlich war das Modell aus dem Hause „Ray- Ban“ gefunden. Georgs Portofolio unterscheidet sich schon recht deutlich vom 08/15-Angebot irgendwelcher Ketten: Hier findet man auch ausgefallene Modelle (die sicherlich nicht jedem stehen) und Exemplare unverbrauchter Designer in der Brillen-Mode.

Georg Bruns und das Team von "Die Brille im blauen Haus".

Georg Bruns und das Team von „Die Brille im blauen Haus“.

Das beste jedoch: Georg und seine Kollegen sagen recht deutlich, was dem Kunden steht und was nicht. Offene Worte also, die einem lieb sind, denn wer will schon als Volldepp mit einem Gestell durch die Gegend laufen, das einem nicht steht.

Und so sind auch bei mir die Resonanzen durchweg positiv. Massen an Girls laufen mir plötzlich hinterher (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das vorher schon so war und ich sie nur nicht gesehen habe > Höhöhö) und mein Jungs sehen in mir plötzlich einen stylischen und coolen Typen (hahahahaaaaaa) 😉 Wie dem auch sei. Die Atmosphäre im blauen Haus war einfach prima, die Beratung top und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Toll.

Und noch toller, dass Georg spontan als Sponsor zusagte, als er von meinem Vorhaben „Ironman“ erfuhr. Danke dafür. Er findet sich damit in guter Gesellschaft. Ebenfalls dabei sind Lißeswki & Partner, Bellassai & Sigmund Immobilien, Janssens Haustechnische Anlagen, Pflege Optimal, Kalda & Mayntzhusen Garten- und Landschaftsbau, Radsport Weyers und bockum life.


In der Radsport Weyers-Schule

Tim Weyers gab mir wichtige Tipps beim Rad- und Schlauchwechsel.

Tim Weyers gab mir wichtige Tipps beim Rad- und Schlauchwechsel.

Lange, lange ists her, dass ich eine Schulbank gedrückt habe. Gestern war es dann wieder so weit. In der Radsport Weyers-Schule in Bockum erhielt ich eine Lehrstunde in Sachen Rad- und Schlauchwechsel. Auf 180 Kilometern kann viel passieren, und vor allem die Feldwege, die auf einem Teil der Radstrecke zu fahren sind, sind gespickt mit spitzen Steinen. Zwar stellt der Veranstalter Willsport Races einen Bike-Service zur Verfügung – was aber, wenn dieser sich an der anderen Seite befindet, als dort, wo einem gerade das Rad wegfliegt?

So also lehrte mir gestern der äußerst strenge Lehrer Tim Weyers, wie ich zunächst das Hinterrad aus den Wirren von Kette und Spanner befreie. Sieht easy aus, ist es wohl auch. Nach dem Entfernen des Reifens stand dann der Schlauchwechsel auf dem Programm. Mantel herauslösen, Schlauch raus, Mantel auf Scherben etc. überprüfen und dann rein mit dem neuen Schlauch – zunächst in den Mantel, der noch halb auf der Felge hängt, dann hinaufheben. Wenn es dann eng wird, mit Schmackes auf die Felge ziehen. „Keine falsche Bescheidenheit“, sagt Tim. Dann walken – das heißt, den Mantel samt Schlauch ein wenig kneten. Luft rein und wieder auf die Kette und schließlich mit dem Spanner wieder fixieren. Durchaus nicht ganz so schwierig, aber Technikmuffel wie ich es bin, haben da schon Probleme. Die Theorie steht nun aber, hoffen wir, dass es in der Praxis auch klappt, wenn es denn klappen muss. Am einfachsten wäre natürlich, wenn alles heil bleibt und ich erst gar nicht in die Situation komme.

WeyersEin ganz dickes DANKE geht natürlich an Radsport Weyers, die mir in den vergangenen Wochen immer wieder ein verlässlicher Partner waren. Egal, ob es nur ein Schlauch war, ein neuer Sattel oder ein neuer Lenker – ich konnte immer auf das Experten-Wissen von Tim und Thomas bauen. Super. Ich kann jedem den Laden in den Bockumer Arkaden nur empfehlen. Oder klickt hier rein: http://www.radsport-weyers.de/


Rad-Kilometer durch Wind und Wetter

Blick von der Rheinbrücke bei Rees.

Blick von der Rheinbrücke bei Rees.

Kilometer um Kilometer habe ich in dieser Woche auf dem Radel verbracht – und dabei so ziemlich jedes Wetter kennengelernt, das einem der Niederrhein so offenbaren kann. Wobei, nein, nicht ganz. Sonne und Hitze gehörten eigentlich nicht dazu. Vermehrt ging es durch feuchtes „Ussel“-Wetter oder durch peitschenden Regen. Zumindest auf diese Wetterkapriolen bin ich vorbereitet, auch wenn es sicherlich schöneres gibt, als Stunden durchs Nasse zu fahren.

Vor gut einer Woche gings los, die simulierte Mitteldistanz mit 2500 Meter Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und etwas mehr als 18 Kilometer Laufen hatte es schon in sich. Während des Schwimmens begann es zu regnen, die 90k aufm Rad stellten sich so dar, dass wir (Moritz half mir bei den ersten beiden Disziplinen) zwei Stunden gegen den Wind arbeiteten und dann glücklicherweise auf den letzten 30k auch mal Glück hatten. Die anschließenden 18k zu Fuß können unter Win-Win abgestempelt werden. Mitch war auf seinem langen Lauf unterwegs, bei dem ich ihn gut 12k begleiten konnte. Die Massage danach hatte ich mir verdient 😉

Wer erkennt, wie der neue Lenker ausschaut? Unter den richtigen Antworten wird ein besonders schönes Foto des Prachtexemplars verlost.

Wer erkennt, wie der neue Lenker ausschaut? Unter den richtigen Antworten wird ein besonders schönes Foto des Prachtexemplars verlost.

Für den Sonntag stand dann die Streckenbesichtigung in Köln auf dem Programm. 55k – und ich erfuhr auch hier, was der Veranstalter mit „windanfällig“ meinte…eine 7k-Runde auslaufen am Fühlinger See war dann aber trotzdem noch drin. Deswegen, und wegen der kommenden Touren, hatte ich mir für Montag freigegeben.

Dienstag stand nämlich die längste Radausfahrt auf dem ganzen Trainingsplan an: 5.30h! Puh. Ganz alleine. Auf so einer Strecke kommt man auf blöde Gedanken. Wobei, wie meine spätere Recherche ergab, bin ich nicht der einzige, der sich damit auseinandersetzt, wie man am besten beim Radfahren pinkelt. Ganze Foren sind voll davon, Websites berichten und sogar der Kinderkanal nahm sich des Themas an.

Da ich ja keinen Mitfahrer hatte, musste ich alleine zurecht kommen. Die lange-lange B8 zwischen Wesel und Rees nutzte ich, um verschiedene Methoden während des Fahrens auszuprobieren. Ohne großen Erfolg. Vielleicht musste ich auch nicht genug, um eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, die ausklammert, dass man sich wahrscheinlich komplett anpinkeln würde und dabei auch die Trinkflaschen trifft. Ein Stopp war also nachher unausweichlich. Egal…weniger egal war das Wetter. Stetig bließ mir der Wind entgegen, immer wieder begann es zu regnen. Wobei, auch das war egal. Denn was mich dann auf Höhe Stenden erwartete, war kein Regen mehr, sondern ein Monsun. Okay, ich hätte natürlich auch locker die B9 nach KR durchradeln können und wäre dem Unwetter wahrscheinlich entkommen, dachte aber, dass die Baustelle in Stenden schon wieder frei wäre. Falsch gedacht, tierisch verfahren und bis Kempen dann MEGAnass geworden. Die 20 Minuten Auslaufen nach der 165k-Ausfahrt waren dann wieder trocken, es folgte die ALS-Icebucket-Challenge.

Und plötzlich war da Sonne. Nach dem kurzen, aber harten Anstieg auf den Oermter Berg schaute dann auch mal die Sonne vorbei.

Und plötzlich war da Sonne. Nach dem kurzen, aber harten Anstieg auf den Oermter Berg schaute dann auch mal die Sonne vorbei.

Nur einen Tag später stand dann die Koppeleinheit Radeln/Laufen an. Da die Radteam Bockum-Mittwochsrunde immer um 18.30 startet, habe ich die 90 Minuten laufen vorgezogen. Tolles Wetter, Sonne > prima. Und auch beim Start bei Radsport Weyers sah es noch gut aus. Keine 15 Kilometer weiter hatte sich die recht große Gruppe deutlich verkleinert. Es regnete die berühmten cats and dogs. Als in Tönisberg der letzte Radler ausstieg, waren da nur noch Fuzzi und ich. „Daran erkennt man, dass wir eigentlich Fußballspieler sind“, sagte Christoph. Fast die komplette Runde regnete es durch, obwohl links und rechts blauer Himmel zu sehen war. Wir hatten zwischendurch das Gefühl, die Regenwolke über uns, hatte sich an uns gekettet. Fuzzi stieg dann nach der Runde aus, für mich ging es weiter – schließlich sollten es diesmal 3.30h werden. Als kleine Belohnung gab es dann noch einen traumhaften Sonneruntergang, war auch bitter notwendig…

Auch hier noch einmal ein großes DANKE an Moritz und Fuzzi, die mich durch dieses Sauwetter begleitet haben. Ohne euch wäre es wohl doppelt schwer geworden…


Streckenbesichtigung in Köln am Rhein

Unter der Anleitung von Profi-Triathlet Johann Ackermann (rechts) wurde die Strecke erkundet.

Unter der Anleitung von Profi-Triathlet Johann Ackermann (rechts) wurde die Strecke erkundet.

„Wenn du einen schönen Radelkurs haben möchtest, darfst du nicht in Köln starten!“ Uff – netter Satz, quasi zur Begrüßung des gestrigen Testradelns auf der Strecke, die ich am 7. September im Rahmen meines Triathlons fahren werde.

Und in der Tat: Die ersten Kilometer kommen sehr mäßig daher. Durch Gewerbe- und Industriegebiete führen lange, unspektuläre Straßen, zumeist mit schlechtem Asphalt. Dann aber geht es nach Köln-City. Vor uns der Dom, links neben uns der Rhein – ja Mensch, was willst du denn mehr? Eine spannende Fahrt durch den Tunnel am Dom, die Deutzer Brücke hoch und unter uns die Kölner Altstadt. Das ist doch priiiima, viva Colonia. Nach dem Wendepunkt am Deutzer Bahnhof gehts dann zurück über die gleiche Strecke, am Startpunkt „Fühlinger See“ vorbei und rauf aufs platte Land.

Hier wird schnell deutlich, was das Wörtchen „windanfällig“ bedeutet, mit dem der Veranstalter „wirbt“ – aber auch hier ist es nicht hässlich. In entsprechende Farben getaucht kann der Worringer Bruch einen gewissen Reiz ausstrahlen…kleine Örtchen werden durchquert, Felder und Wiesen ziehen vorbei. Gutes Wetter und auch hier ist es schön (auch wenn auf der Rückfahrt zum See auf der linken Seite Leverkusen auftaucht). Des wird schoooo…


Der Countdown läuft…

Lockere 19k-Runde durch die Wälder bei Altenmünster...

Lockere 19k-Runde durch die Wälder bei Altenmünster…

Schaue ich auf den Kalender und sehe eine gekringelte 4 an der linken oberen Ecke, so stelle ich fest, dass es keine vier Wochen mehr bis zu meiner ersten Triathlon-Langdistanz sind. Am 7. September springe ich um 7 Uhr morgens in Köln in den Fühlinger See, radel dann 180 Kilometer umher, um danach noch einen Marathon zu laufen. Was vor einigen Monaten irgendwie vage durch meinen Kopf geisterte, wurde schließlich mit der Anmeldung am 3. Juni fixiert. Und rückt nun unausweichlich näher. Und kurioserweise macht es mich kaum nervös.

Denke ich an andere Wettkämpfe, so stelle diesmal ich eine unglaubliche Gelassenheit in mir selber fest. Am meisten mache ich das natürlich an meinem Trainingspensum fest. Ich trainiere fest nach einem Plan, der mich Woche auf Woche fordert, auch wenn ich sicherlich mit dem konkreten Training zu spät begonnen habe. Allerdings zehre ich natürlich von meiner guten körperlichen Verfassung, antrainiert durch Fünf- bis Sechs-Trainingstage pro Woche. Und das seit mehreren Jahren, lediglich unterbrochen durch Tapering- und Regenerations-Phasen. Eine ähnliche Gelassenheit hatte ich zuletzt beim Barcelona-Marathon, bei dem ich „lediglich“ meine Bestzeit um sieben Sekunden auf unter 3.10h drücken wollte. Durch das damalige verschäfte Training wäre alles andere eine bittere Enttäuschung gewesen – herausgekommen ist, wie schon berichtet, eine 2.58h. Ziel also deutlich erreicht.

Und mit einer ähnlichen Gelassenheit gehe ich auch diesmal an den Start – mit dem Unterschied, mir keine Zeit gesetzt zu haben. Ankommen ist diesmal das Ziel. Einfach nur ankommen.

Durch das nicht unerhebliche Training weiß ich mittlerweile, wie sich knapp vier Kilometer im Wasser anfühlen. Ich weiß ungefähr, wie quälend lange 180 einsame Kilometer sein können und ich kenne die Marathondistanz aus der Westentasche. Was ich natürlich nicht kenne, ist das Gefühl der Aneinanderkettung dieser drei Einheiten, auch wenn es natürlich schon etliche Koppeleinheiten im Training gab. Ich weiß aber auch: Wenn ich es, wie geplant, im Wasser gemächlich angehen lassen kann, komme ich fast mühelos zum Radfahren. Hier liegt sicherlich mein „Schwachpunkt“, wenn man davon sprechen kann. Die Distanz an sich macht mir keine Sorgen, eher, dass ich immer noch nicht wirklich einschätzen kann, wie schnell ich es hier angehen lassen soll. Sicherlich ist mir auch hier die Zeit egal, aber rumbummeln möchte ich ja dann auch nicht. Hinzu kommt: Ich verlasse mich ungerne auf „Fremdmaterial“ – damit meine ich das Rad. Was, wenn der Reifen platzt, die Bremse reißt oder es einen anderen Defekt gibt? Keinen Plan. Sicherheit gibt mir allerdings, am Ende laufen (lassen) zu können. Hier kenne ich meinen Körper am besten. Ich weiß, wann ich drauflegen kann, ich weiß aber auch, wenn ich zurückschalten muss. Außerdem: Es sind drei 14k-Runden. Das hört sich ja schon irgendwie kürzer an, als 42k 😉

Alles andere machen die Kölner: Ich freue mich schon jetzt, von diesem verrückten Völkchen an einigen Ecken angefeuert zu werden. Horrayyyyy….


Drei Startplätze für den Zombie-Run zu gewinnen

Der Zombie-Run steigt am 7. September in Neuss. Foto:  Zombie-Run

Der Zombie-Run steigt am 7. September in Neuss. Foto: Zombie-Run

Schon immer mal den keuchenden Atem eines Zombies im Nacken spüren wollen? Oder selber als Zombie unschuldige Opfer jagen? All das ist jetzt möglich. Am Sonntag, 7. September, findet der Zombie-Run auf der Galopprennbahn in Neuss statt – und wir verlosen drei Tickets für dieses spaßige Event.
Was ihr tun müsst? Schickt uns bis zum 20. August eine kurze E-Mail an seidenraupen_krefeld@gmx.de mit dem Stichwort ZOMBIE. Bei mehreren Einsendungen entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und hier jetzt ein paar Infos zum Lauf:
FOX presents ZOMBIE RUN® „RENN UM DEIN LEBEN“ Der mit Sicherheit grauenerregendste Hindernisparcours der Welt kommt nach Europa! Bis zu 7.500 Teilnehmer können sich jeweils als Läufer oder Zombie anmelden und auf dem Gelände der Galopprennbahn in Neuss den schrecken erregendsten Spaß des Jahres erleben. Neuss wird am 07. September infiziert. Bald beginnt der Aufbau: Tausende Läufer stellen sich Horden hungriger Untoter, die auf einem 5km langen Hindernisparcours hinter jeder Ecke lauern, um sie zu infizieren.

Beim ZOMBIE RUN gilt es, mindestens eine von drei farbigen Flaggen mit ins Ziel zu bringen und so zu „überleben“. 15 eigens für das Event gebaute Hindernisse müssen dabei überwunden werden. Wer lieber Angst und Schrecken verbreitet, wird von professionellen Make-Up Artists in einen Zombie verwandelt, jagt die Läufer und versucht, ihnen so viele Flaggen wie möglich zu entreißen.
Alleine oder im Team, Untoter oder Läufer – bei ZOMBIE RUN erlebt jeder einen unvergesslichen Adrenalinkick. Der Seriensender FOX, Ko-Produzent und ausstrahlender Sender des Zombie-Serienerfolgs THE WALKING DEAD, ist Hauptsponsor des ZOMBIE RUN.

Auf der Laufstrecke entsteht hierzu innerhalb der nächsten Tage die einmalige Kulisse einer verlassenen Stadt: „Beim ZOMBIE RUN werden die Teilnehmer vieles aus bekannten Zombie-Filmen und dem Serienhit THE WALKING DEAD wiedererkennen: Autowracks, Helikopter, Sound- und Special-Effects schaffen unterstützt von Schauspielern die richtige Atmosphäre.“, beschreibt Veranstalter Florian Eckelmann (Zombie Run GmbH & Co. KG). „Das Konzept wird in den USA bereits sehr erfolgreich mit über 20.000 Teilnehmern pro Run durchgeführt. Nach der Fülle von positiven Reaktionen auf die Ankündigung des ersten ZOMBIE RUNs in Deutschland erwarten wir die Premiere mit Spannung.“, so der Veranstalter weiter. „In Deutschland wird sich die Infektion am schnellsten in den größten Ballungszentren verbreiten. Nächsten Sonntag geht es nahtlos in Berlin weiter. Weitere Läufe sind in Planung. Klar ist: Ganz Europa sollte sich auf ZOMBIE RUN gefasst machen!“

München und Berlin wurden bereits im Mai 2014 infiziert: Durchhaltevermögen und Teamgeist waren gefragt, für den ersten europäischen Zombie Run, der diesen Mai in München und Berlin Läufer und Zombies über einen 5km Hindernisparcours schickte.
Durch den Teamgeist der Teilnehmer, blieben viele Läufer von der Infizierung verschont: „Das Gruppenfeeling war unbeschreiblich! Dass man sich gefunden hat und sagt, komm‘ wir schaffen das alle zusammen. Die Hindernisse sind sehr anspruchsvoll. Wildfremde Menschen haben sich die Hände gereicht und geholfen!” Ein weiterer Teilnehmer über seine Erfahrung: „Was wir gemerkt haben, man überlebt nur in der Gruppe. Alleine bist du weg! Wir haben richtig coole Leute gefunden und zu fünft den Zombies davon – damit wir es alle schaffen bis zum Ende. Total geil.“ „Es ist sich viel Mühe gemacht worden, mit den Zombies, den Hindernissen – Es war ein richtig geiles Event, mir hat es voll Spaß gemacht.“, so ein Läufer weiter.
Auch einer der Veranstalter Florian Eckelmann war durchaus begeistert: „Wir haben vor einem Jahr die Idee gehabt den Zombie-Run nach Europa zu bringen und jetzt stehen wir hier an der Zielausgabe und verteilen Medaillen und Bananen. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Wir freuen uns sehr, dass das so gut geklappt hat und jeder vor Freude strahlt. Selbst die Zombies“

Harte Fakten:
Veranstaltung: ZOMBIE RUN® „RENN UM DEIN LEBEN“
Datum Neuss: Sonntag, 07. September 2014 10.00 – 16.00 Uhr Veranstaltungsort: Galopprennbahn Neuss Am Rennbahn Park 1, 41460 NEUSS
Teilnehmer: Bis zu 8.000 Personen 5.000 Läufer, 1.000 Zombies, 4.000 Zuschauer
Parcours: 5 km Länge, 15 Hindernisse
Teilnahme möglich als Läufer oder Zombie (Mindestalter 16 Jahre, Teilnahmegebühr) Für Zuschauer kostenlos
Tickets: Gibt es unter Zombie Run NRW Tickets, über Eventbrite und an der Tageskasse (Preis laut Aushang)
Website: http://www.zombieruntour.com
Facebook: Latest News gibt es auf der ZOMBIE RUN Fanpage


Hospizlauf: Gemeinschaft um „etwas zu bewegen“ wächst

Die Läufer im Hospizgarten. Foto: SC Bayer Uerdingen

Die Läufer im Hospizgarten. Foto: SC Bayer Uerdingen

Vor vier Jahren rief Dieter Hofmann den Krefelder Hospizlauf ins Leben. Grund dafür war sein persönliches Erlebnis im Hospiz um die letzte Begleitung seiner Frau. Mit dem Lauf wollte er Berührungsängste nehmen und der Einrichtung etwas zurückgeben in Form eines Spendenlaufs, was trefflich gelungen ist. Für die Organisation konnte er schnell viele ehrenamtliche Helfer (ca. 50) der Triathlonabteilung des SC Bayer 05 Uerdingen gewinnen.

Gleich die erste Auflage war ein voller Erfolg – die Seidenraupen waren auch dabei – und ließ viele beeindruckte Gesichter, vor allem bei der gemeinsamen Ankunft der Läufer und Walker am Hospiz, erkennen, worauf sofort eine weitere Auflage geplant wurde. Nach dem dritten Lauf im letzten Jahr, sagte Karin Meincke, Vorsitzende des Krefelder Hospiz: „Beim dritten Mal ist es Tradition.“ Nicht nur diese Aussage war Motivationen für die Verantwortlichen für die vierte Auflage einen nächsten Schritt zu gehen. Zum einen feiert das Krefelder Hospiz in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen, zum anderen wollten die Veranstalter den Lauf auf weitere Startpunkte in anderen Stadtteilen und durch Mithilfe der dortigen Vereine ausbauen.

Für dieses Jahr haben sich bereits der CSV Marathon, der DJK Forstwald und der Fischelner TV als Mitorganisatoren bereiterklärt. Jeweils von ihren Stadtbezirken werden, ähnlich wie aus Uerdingen vom SC Bayer aus, die Vereine mit Läufern und Walkern nacheinander in verschiedenen Abständen und Gruppen Richtung Krefelder Hospiz am Blumenplatz starten. Somit entsteht ein Sternlauf in Richtung Hospiz. Die jeweiligen Gruppen werden nach und nach am Hospiz eintreffen, damit jeder Verein bzw. Stadtteil seinen erlebnisreichen Einlauf hat. „Wir hoffen, in den nächsten Jahren weitere Vereine zum Mitmachen motivieren zu können, sodass der gemeinschaftliche Charakter der Veranstaltung als Lauf der Krefelder ausgebaut wird“, sagt Dieter Hofmann.

Die Laufstrecken und Startpunkte stellen sich in diesem Jahr wie folgt dar:

DJK Forstwald: Streckenlänge: ca. 5,4 km, Gertrud-Icks-Weg 40, 47804 Krefeld
CSV Marathon: Streckenlänge: ca. 3,3 km, Bezirkssportanlage Gladbacher Str., 47805 Krefeld
Fischelner TV: Streckenlänge: ca. 7,9 km, Haltestelle Grundend Eichenhornstr., 47807 Krefeld
SC Bayer 05 Uerdingen: Streckenlänge: ca. 10 km, Löschenhofweg 70, 47829 Krefeld

Es werden verschiedene Lauf- bzw. Walkinggruppen angeboten, sodass für jeden das richtige Tempo dabei sein wird. Somit kann vom Geher oder Nordic Walker bis zum Top Athleten jeder teilnehmen, wobei es kein Wettrennen ist und alle Teilnehmer zusammen am Hospiz ankommen werden! Hier steht der Gedanke „in der Gemeinschaft sich und etwas zu bewegen“ und das für einen guten Zweck im Vordergrund. Die gesamten Einnahmen und Spenden gehen an das Krefelder Hospiz!

Anmeldungen sind nur online über http://www.scbayer05.de möglich. Hier gibt es auch weitere Infos…


Seidenraupen bei den KFO erfolgreich

Immerhin: Tiefer Schluck aus dem Vize-Meister-Pokal.

Immerhin: Tiefer Schluck aus dem Vize-Meister-Pokal.

Als „erfolgreich“ kann man die Beteiligung der Seidenraupen bei den 14. Kleinfeldopen bewerten. Zwar ging man nicht als Team an den Start (es geht ja um Fussi, und nicht ums laufen), doch die Mannschaften, die auf Seidenraupen vertrauten, kamen immerhin bis in die Endrunde. Die Tennisfreunde Fischeln bauten auf die Noack-Brüder und Aki Khader – für sie war allerdings im Viertelfinale Schluss. Bis ins Finale kam dagegen Manuel Kölker mit den Pilstrinkern. Das Endspiel wurde jedoch mit 0:1 gegen Dohmes & Golomb verloren.

Zu einem direkten Match der TFF und den Pilstrinkern wäre es fast im Halbfinale gekommen. Während sich die Pilstrinker im Viertelfinale im Neunmeter-Schießen gegen Halbe Lunge durchgesetzt hatten, zogen die Fischelner gegen den TC Bovert leider den Kürzeren. Bis dahin waren sie durchs Turnier marschiert. 1:0, 3:0, 3:0 – so die Ergebnisse in der Vorrunde, 2:0, 1:0 und 4:0 hieß es dann in der Zwischenrunde. Jüppi hatte also bis zum Viertelfinale kein einziges Mal hinter sich greifen müssen. Dann aber stand mit dem TC Bovert der Führende der Ewigen Tabelle auf dem Programm. Erstmals gelang kein Treffer aus dem Spiel heraus, das Ende ist bekannt.

Das Teen Pilstrinker.

Das Teen Pilstrinker.

So bekamen es die Pilstrinker schließlich mit dem TCB zu tun. Und schlugen den haushohen Favoriten verdient mit 2:1. Schon in der Vorrunde standen sich beide Teams gegenüber, da gewann der TCB noch glücklich mit 1:0. Die Pilstrinker ließen sich nicht beirren. Es folgte ein 3:2 und ein 1:0 und in der Zwischenrunde drei weitere Siege (2:1, 7:0, 2:1).

Auf der rauschenden Players Night ging es dann hoch her, auch wenn der Griff zum großen Cup leider für beide Mannschaften diesmal nicht gelang. Für die TFF und die Pilstrinker bleibt es damit bei zwei Meisterschaften.